Skip to main content

Full text of "Heronis Alexandrini Opera qvae svpersvnt omnia"

See other formats




| HBIobr:5btTtHb5eooa4A if 
IISCRIPTORVM GRAECORVM ET ROMANORVM [| 


TUVBNERIANA. 













HERO ALEXANDRINVS 


EDIDIT 
W.SCHMIDT 


I 






| EIS AR 
IN AEDINVS Ho TEVENER! 


THE UNIVERSITY 


OF ILLINOIS 


LIBRARY 


SV 
AHABav 
V 
eo. 


MATHEMATICS LIBRARY 





The person charging this material is re- 
sponsible for its return to the library from 
which it was withdrawn on or before the 
Latest Date stamped below. 


Theft, mutilation, and underlining of books are reasons 
for disciplinary action and may result in dismissal from 
the University. 

To renew call Telephone Center, 333-8400 


UNIVERSITY OF ILLINOIS LIBRARY AT URBANA-CHAMPAIGN 


= 
APR 11 1984, 





JUL 1 5 Re 


| "E ? 


L161—0O:-1096 


H eco. eS Ki\erinoris 
HERONIS ALEXANDRINI 
OPERA QVAE SVPERSVNT OMNIA, 


VOL. I: 
PNEVMATICA ET AVTOMATA 


RECENSVIT 


GVILELMVS SCHMIDT. 


AQCEDVNT 
HERONIS FRAGMENTVM DE HOROSCOPIIS AQVARIIS 
PHILONIS DE INGENIIS SPIRITVALIBVS 
VITRVVII CAPITA QVAEDAM AD PNEVMATICA PERTINENTIA. 


CVM CXXIV FIGVRIS. 


es 


LIPSIAE 
IN AEDIBUS B. G. TEVBNERI. 
MDCCCLXXXXIX. 


HERÓNS VON ALEXANDRIA 
DRUCKWERKE UND AUTOMATENTHEATER 


. GRIECHISCH UND DEUTSCH HERAUSGEGEBEN 


VON 


WILHELM SCHMIDT. 


IM ANHANG HERONS FRAGMENT ÜBER WASSERUHREN 
PHILONS DRUCKWERKE 
VITRUVS KAPITEL ZUR PNEUMATIK. 


MIT EINER EINLEITUNG ÜBER DIE HERONISCHE FRAGE 
UND ANMERKUNGEN. 


MIT 124 FIGUREN. 


SE 


LEIPZIG, 
DRUCK UND VERLAG VON B. G. TEUBNER. 
1899. 





= do Y KY MATHEMATICS LIBRARY 


HERMANN DIELS: 


UND 


RICHARD SCHOENE 


IN DANKBARER VEREHRUNG 


GEWIDMET. 


23291. 


Far 5 V a. 





EINLEITUNG. 


Diejenigen Abschnitte der Einleitung, welche die Textgeschichte 
behandeln, und das Wörterverzeichnis werden gesondert als 
Supplementheft ausgegeben. 


KAPITEL I. 
WANN LEBTE HERON VON ALEXANDRIA? 


Die Heronische Frage ist noch immer offen, d. h. 
die Frage, zu welcher Zeit Heron gelebt hat oder, was 
wichtiger ist, welchem Zeitalter die durch Heron uns über- 
mittelten Kenntnisse des Altertums angehóren. Die ein- 
zelnen Ansätze zur Bestimmung desselben erstrecken sich 
zusammen genommen über nicht weniger als vier Jahr- 
hunderte. Betrachten wir sie daher in chronologischer 
Reihenfolge. | 

Ein terminus post quem ist dadurch gegeben, dafs 
Heron Archimedes wiederholt (S. 24, 11. Ster. I 1, 1. 
Metr. I 26. Mech. I 24.25.32. IL 7) erwähnt. Wie spät 
ist nun Heron nach Archimedes anzusetzen ? 

Man ist dabei von der Überschrift der BeAonorixd aus- 
gegangen, nämlich "Howvog Krnoıßlov Belonorixd, und hat 
das Krnoıßiov als “Schüler des Ktesibios’ erklärt. Man 
könnte wohl an die Analogie von Eöoeßıog 6 Ilaupikov 
"Eus. Freund des P.' denken, doch steht hier der Artikel. 
Indessen wenn wir auch über den fehlenden Artikel hin- 
wegsehen wollten, so ist die Überlieferung in Bezug auf 
das Krnoıßlov keineswegs einig. Zwar hat die beste Hs., 
Paris. Suppl. Gr. 607, "Hoovoc Krnoıßlov — andere, jüngere 
"Hocvog 7 Krmoıßiov oder "Hoovog xoi Krmoiíov!) —, 


1) Vindob. 120 hat am Schlusse der Belopoiika: *'TfAog 
tav ’Apyıundovg Bskozouxóv vóv £&nyn o9 é£vrov nao& Hoo- 
vog Krnoıßiov’. Vgl. Suppl. S.36. Was kann man darauf geben? 


xi EINLEITUNG. 


aber eine vom Parisinus unabhängige Klasse hat "Hoo- 
vog Ahs5avdgeng Behomomrın& (Wescher S. 71), eine 
Form der Überschrift, welche den Überschriften (bez. 
Unterschriften) der Den Heronischen Werke (Pneuma- 
tik, Automaten, Dioptra, Metrika) entspricht und darum 
mehr Anspruch auf Echtheit erheben darf. Ein Schüler- 
verhültnis zwischen Ktesibios und Heron haben erst die 
Byzantiner aufgestellt. Vgl. Anonym. (Hero Byz.) Poliorc. 
8. 263, 1 We. 0 ’Aoxomvog Krgoífiog 6 Tod Alc&avógéoc Hoo- 
vog xoO«y5ve. So viel ist also sicher, ein unverfüngliches 
Beweismittel ist die Titelüberschrift der BezAozoix& nicht. 
Man hätte gewifs schon früher nicht das geringste Be- 
denken getragen, das "Hoovoc Krnoıßlov preiszugeben, wenn 
man einen bestimmteren Anhaltspunkt gehabt hätte. Da 
auch die Lebenszeit des Ktesibios strittig ist, so erklären 
sich. ‘die Differenzen in den verschiedenen Ansätzen für 
Herons Zeitalter leicht aus der verschiedenen Ansetzung 
des Ktesibios.) 


1) Martin, Hultsch und V. Rose Anecdota Graeca et Graeco- 
latina I, 283 setzen Ktesibios in die Zeit des Ptolemaeus 
Euergetes II (f 117), genannt Physkon “der Schmerbauch', 
unter welchem von Athenaeus IV 174 c ein anderer Ktesibios 
(Bartscherer) erwühnt wird. Nun hat das wüste Regiment 
dieses Fürsten (darauf weist Haase Ersch u. Grub. Encycl. 
s. v. Philon treffend hin) Wissenschaft und Kunst gar nicht 
gefórdert, sondern eher ihren Verfall herbeigeführt. Es wird 
aber von den alexandrinischen Mechanikern durch Philon 
Mechan. Synt. IV 50, 38 Schöne ausdrücklich bezeugt, dafs 
sie sich der Unterstützung ruhm- und kunstliebender Könige 
zu erfreuen hatten: TOUS Éy E Eavdoeia cep vitas ztQórtOvg us- 
ydÀqv doqqxórog yoonylav Oi rd quAo0óEov xol giAoréyvov ézsi- 
Aipdaı Beciéov. Da nun Philon den Ktesibios wiederholt 
(S. 56, 22. 67, 44. 72, 37. 11, 16. 47) mit Namen erwähnt, so 
hat er sehr wahrscheinlich bei den zeyviraı auch an Ktesibios 
gedacht. Unter den Königen gilt aber als besonderer Freund 
der Wissenschaft Ptolemaeus II Philadelphus (285—247) und 
als Förderer der Mathematik Ptolemaeus III Euergetes I 
(247—221). Dazu stimmt denn auch vortrefflich eine Notiz des 
Athenaeus, welcher XI 497 d—e ein elegantes Trinkhorn eines 
Mechanikers Ktesibios unter Ptolemaeus Philadelphus erwühnt. 


HERONISCHE FRAGE. XI 


Nach Fr. Haase Über die griechischen und lateinischen 
Kriegsschriftsteller. Neue Jahrb. f. Phil. u. Pádag. XIV 
(1835) S. 112 lebte Heron zur Zeit des Ptolemaeus 
Philadelphus und Euergetes, also Mitte des 3. Jahrh. v. Chr. 

Susemihl Gesch. d. griech. Litt. LI, 737 setzt Heron in 
das Ende des 3. und den Anfang des 2. Jahrh. v. Chr. 

Baldi Heronis Ctesibii Belopoeeca (sic) Augsburg 1616 
S. 76 denkt an das Jahr 120 v. Chr., indem er Heron 
auch als Schüler des Ktesibios ansieht, aber dabei den 
Mechaniker Ktesibios mit dem Bartscherer identifiziert 
ida. 8, 67). 

Auch F. Hultsch Metrologicorum scriptorum | reliquiae 
Lps. 1864 IL 9 stimmt für das Ende des. 2. Jahrhunderts 
v. Chr. Diesen Ansatz hält der um die Erforschung der 
antiken Mathematik hochverdiente Gelehrte auch jetzt noch 
fest. Vgl. Liter. Centralbl. 1894 8. 554. An letzterer 
Stelle weist Hultsch auf die vielfach umgestalteten Mafs- 
tabellen hin. Die zweite Heronische Mafstafel entspreche 
so ziemlich einer ähnlichen Zusammenstellung von Mafsen, 
wie sie etwa um 100 n. Chr. Balbus angefertigt habe. 


Dieser Mechaniker Ktesibios ist kein anderer als der oben 
genannte und ist wohl von dem Bartscherer Ktesibios, dem 
eine verbesserte Wasserorgel zugeschrieben wird, zu unter- 
scheiden. (Vgl. aber Tannery Athénée sur Ctésibios et 'hydraulis.) 

Auch ist nicht unwahrscheinlich, dafs Philon von Byzanz 
ein Zeitgenosse des Archimedes war. Vgl. unten S. 459, 
Anm. 2. Denn es ist nicht unmöglich, dafs der dort erwähnte 
Ariston der gemeinsame Freund des Archimedes und Philon 
war. Wenn man Ktesibios danach um die Mitte des 3. Jahr- 
hunderts vor Chr. Geb. ansetzt, so palst das schliefslich auch zu 
dem Umstande, dafs der zur Zeit eines Marcellus (des Eroberers?) 
lebende Mechaniker Athenaeus (IIeol ungavnudrov 29,9 Wesch.) 
"Trouvnuare des Ktesibios erwähnt. Uber diese ganze Frage 
vgl. besonders Martin Recherches sur la vie et les owvrages 
d’Heron d' Alexandrie. Mémoires présentés par divers savants à 
l'Académie des inscriptions et belles-lettres IV Paris 1854 p. 23f. 
und Susemihl Gesch. der griech. Litt. I, 734 Anm. 152. Über 
Philons Lebenszeit s. unten S. LXX. Den Mechaniker Athenaeus 
setzt Diels übrigens unter Hadrian. $. Stzgsb. d. Akad. 1893 
Soit. 


XII EINLEITUNG. 


Die erste Mafstabelle ist nach Hultsch zwar älter, aber sie 
gilt ihm nicht als Herons Original. In Herons Originaltafel, 
welche in der Einleitung in die Geometrie stand, waren 
vielmehr nach Hultsch nur die Mafse der Ptolemäerzeit 
verzeichnet!), während die tabula Heroniana I, also die 
ülteste der verschiedenen erhaltenen tabulae Heronianae, 
bereits römische Mafse wie den römischen Fuls (6 'IrcAi- 
x0c z0oUc Metrol. I, 182, 15. — Heron. Geom. et Stereom. 
rel. S. 139, 34) u. à. enthült. Am Schlusse dieser ersten 
Tafel steht folgender Vermerk: ’AAA& tadıa uiv xovrà vov 
ahcıav ÉxOscuv: mv de viv xgoroUcav Öbvauıv Ev coig 
noooıuloıg ToU Aóyov Hmerdäauev (Metrol. scr. 1, 184 
— Heron. Geom. 140, 32—34). Diese tabula Heron. I 
oder ze«Acei& £xO9scig ist, wenn ich Hultsch recht verstehe, 
die erste ‘Umgestaltung von Herons Originaltafel. Die 
Änderungen wurden noch im Texte der Einleitung selber 
vollzogen, als Ägypten römisch wurde (Metrol. ser. I, 19). 
Ein zweiter Überarbeiter setzte die zeAeuk !uYeoıe ans 
Ende der Geometrie und rückte dafür eine neue, auf Grund 
der Maíse seiner Zeit geänderte Tafel in die Einleitung. 
Absicht sümtlicher Überarbeiter war, die Tafel den jewei- 
ligen Zeitbedürfnissen anzupassen. Dafs Umarbeitungen 
vorlegen, welche eben diesem Zwecke dienen wollten, ist 
ja Thatsache. Aber warum kann die tab. Heron. I oder 
die seo  &x9scig nicht Herons  Originaltafel sein? 
Warum mu(ís sie nur Malse der Ptolemäerzeit enthalten 
haben? Doch lediglich, weil dies die Annahme erfordert, 
dafs Heron in vorrómischer Zeit in Alexandrien gelebt 
habe, eine Annahme, welche sich auf weiter nichts stützt 
als jenes "Hoovog Krnoıßlov. Ein neues Argument ergiebt 
sich jedenfalls aus den Heronischen Tafeln für den älteren 
Ansatz nicht, im Gegenteil, die Tafeln selber sprechen 





1) Vgl. Hultsch a. a. O. S. 554: “Die ältere Mafstafel xov& 
viv nahcıcev Eudscıw ... ist offenbar keine Originalleistung, 
sondern die Überarbeitung einer aus der Ptolemäerzeit stammen- 
den ältesten Tafel’. Unter der letzteren versteht Hultsch 
doch wohl Herons Originaltafel. 


HERONISCHE FRAGE. XIII 


eher für als gegen die rómische Zeit. Denn es liegt 
kein zwingender Grund vor, in der römische Malse ent- 
haltenden tab. Her. I etwas anderes als Herons Original- 
tafel zu sehen. Diese Auffassung hat jedenfalls den Vor- 
zug, dafs sie mit anderen Momenten, die sich aus Herons | 
übrigen Schriften ergeben, besser im Einklang steht. 

In Herons Dioptra Kap. 36 5$. 320—324 Vinc. 
(s. auch Band III) ist die Aufgabe gestellt, mv wuerasv 
"Als&avogsiag xol "Pówge 000v Exueronon viv im^ süOsog 
mit Hilfe von Beobachtungen, welche in Alexandria und 
Rom anzustellen sind. Dieses geodätische Beispiel deutet 
gewifs darauf hin, dafs zur Zeit, als der Autor dieses 
schrieb, lebhafte Beziehungen zwischen Rom und Alexandria 
bestanden. Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte 
es näher gelegen, einen anderen Ort zu wählen, wie z. B. 
Rhodos oder Athen. Dazu stimmt auch, dafs in den 
Heronischen Schriften, von den Mafstabellen abgesehen, 
sich eine Anzahl Latinismen finden, die sich ohne Gewalt 
nieht entfernen lassen. Z. B. uilı« “milia’ Dioptr. 316, 14, 
zmá(o»cov 'passuum' Dioptr. 316, 10, &oodoeıov “assarium’ 
(= assis) Pneum. 74, 5. 76, 16, wiAıdoıov | "milliarium? 
Pneum. 304, 10. 14. 306, 5 10. 25. 310, 4. 314, 9. 
316, 17.7) (Wir Wo LE dis sachliche | Überein: 
ng zwischen Heron und den Bauten in Pompeji 
bezüglich der Thüren in den Bädern hin 182, 1 und dazu 
183 Anm. 1.) Aus solchen Umständen hat schon Martin 
a.a. O. 8. 27 geschlossen, dafs Heron erst in die Zeit 
zu setzen sei, in welcher Ägypten in den Machtbereich 


1) Die Latinismen der Überarbeitung, z. B. Pneum. 48, 31 
cEeLecl xolkcı serae cavae (vgl. Suppl. 8. 62) beweisen nichts. 
Auch die Latinismen in den mathematischen Aufgaben, z. B. 
xX00z Heron. Stereom. 170, 11, ßovrıg 170, 23 (dies ist sicher 
ein byzantinisches Wort, vgl. Köchly u. Rüstow Gr. Kriegsschr. 
II 2, 319 zu Hero Byzant.), tero@oıplov 205, 16 (sera “Balken’), 
Auvorkove 194, 1 u. a. unterliegen der Anfechtung, da die 
Heronischen Aufgabensammlungen stark von den Byzantinern 
interpoliert worden sind. 


XIV EINLEITUNG. 


der Römer gelangte. Nun war Ptolemaeus XIII Neos 
Dionysos der erste ägyptische König, welcher vom rómi- 
schen Senat im Jahre 81 v. Chr. eingesetzt wurde. Daraus 
folgert Martin, dafs Heron bis zur Mitte des ersten 
Jahrh. v. Chr. gelebt habe, während M. Cantor in den 
Vorlesungen über Geschichte der Mathematik 8. 314 eine 
vermittelnde Stellung einnimmt und Herons Blütezeit um 
etwa 100 v. Chr. ansetzt. 

Nun findet sich in der von Carra de Vaux in einer 
Leidener Handschrift entdeckten Mechanik Herons!) ein 
gewisser Praxidamas (Journ. asiat. IX, 1 S. 413), angeb- 
lich ein Maler, erwühnt, der zuerst von dem Schwerpunkte 
eine physikalische Definition gegeben habe. Die genaue 
Lesung dieser Stelle lautet aber im Leidensis "Posidomus, 
der zu den Genossen der Stoa gehört”. Clermont-Ganneau?) 
glaubte daher nicht ohne Grund statt 'Praxidamas le 
Peintre! in den überlieferten Worten “Posidonius le Stoicien" 
zu erkennen. Und thatsächlich steht in allen übrigen 
arabischen ‘Hss. nach freundlicher Mitteilung des Herrn 
Dr. Nix: "Posidonius, der zu den Genossen der Stoa gehört”. 
Diese Lesart ist jetzt durchaus sicher. 

Dieser Hinweis der Mechanik auf Posidonius stimmt 
vortrefflich zu den Beziehungen, welche Herons Definitionen 


1) Herr Baron Carra de Vaux wird im zweiten Bande dieser 
Ausgabe die als Ganzes nur arabisch überlieferte Mechanik 
neu edieren und Herr Privatdozent Dr. Nix eine deutsche Über- 
setzung dazu liefern. Es ist inzwischen neues Material (ara- 
bische Handschriften in London, Cairo und der Hagia Sophia 
in Konstantinopel) gefunden, auf Grund dessen es möglich ist, 
einige Scháden zu heilen, insbesondere eine Lücke zu ergünzen. 
Der Titel der ersten Ausgabe lautet: Carra de Vaux Les 
Mecaniques ow Velevateur de Heron d’Alexandrie publiées pour 
la premiere fois sur la version arabe de Qostá Ibn Lügd 
(9. Jahrh. n. Chr.) et traduites en frangais. Journal asiatique, 
IX® série, tome II, 1893, S. 174. 

2) Journ. asiat. IX 2, 1893, S. 535 und Mémoires de l'aead. 
des inscr. et belles-lettres vom 4. Aug. 1893. In dem Sond.- 
Abdr. der Mechanik 8. 73 erklärte auch C. de Vaux die Lesung 
Posidonius für wahrscheinlich. 


HERONISCHE FRAGE. XV 


zu Posidonius haben. Nach Procl in Euclid. S. 143, 
8—9 Frdl definiert Posidonius den Begriff Figur als 
mígoug GvyxAciov (6 d& Tloosıdavıos mígeg Gvyxitiov &go- 
oigeraı TO oyfjuc vóv Àóyov Tod oynuaTog vyogítov vic 7000- 
vqTog). Damit vergleiche man Heron Def. 25 (14, 20 Hu.): 
Aeyeraı de QÀAeg Gyüuc megag GvyxÀsiov ano Tod Gyquc- 
zítovrog. Diese Worte werden zwar von Hultsch und 
Friedlein angefochten, aber ihr Sinn steht auch in dem 
bisher unangefochtenen Teile der Definition: Zynud Zorı 
TO 0nO TLvOG 1| TIvav Ogcv mregıeydusvov (das ist Euklids 
Definition) 7] 10 negarı N) megacı 6vyxAsıduevov. Ferner 
heifst es Procl. in Eucl. 170, 13—15: ö u&v Iloosıdavıog 
rehelav Eig TaÜTE menoimrar viv vOv vevoomAeUQov EÜIVYyoLu- 
umv Toumv &mt& xoi rovrov rà eidm YEusvog. Diese sieben 
Arten sind Quadrat, Rechteck, Rhombus, Rhomboid, gleich- 
seitiges und ungleichseitiges Trapez, Trapezoid, während 
Euklid nach Proklos 171, 4. 5 zwischen Trapezen und 
Trapezoiden nicht unterschied. An Posidonius lehnen sich 
also die Definitionen (52. 53. 54. 55. 63. 64. 62) an, 
wenn sie gleichfalls sieben Arten unterscheiden.!) Noch 


1) Vgl. auch Tannery L’Arithmetique des Grecs dans Heron 
d' Alexandrie. Mém. de la soc. des sciences phys. et natur. de 
Bordeaux, 29 série, IV, 164. Tannery S. 163 hält mit Friedlein 
De Heronis quae feruntur defimitionibus. Bullettino di biblio- 
grafia e di storia delle scienze matematiche e fisiche pubbl. 
da B. Boncompagni IV (1871) S. 121 die Definitionen für un- 
echt. (Vgl. indessen den Widerruf Tannerys Bulletin des sciences 
mathem. 1893, XVII 1, 318.) Dafs sie stark interpoliert sind, 
mag man zugeben; aber um sie alle für unecht zu erklären, 
reichen Friedleins Gründe a. a. O. 119—121 nicht aus. Wir 
halten daher immer noch den Grundstock des Werkes für echt. 
Die aus Posidonius entnommenen Stellen gehören jedenfalls 
nicht zu den Interpolationen, da es unmöglich ist, z. B. die 
Arten des Vierecks ohne Störung der gesamten Anlage auszu- 
scheiden, und doppelte Definitionen doch nichts Ungewöhnliches 
sind. Vgl. Def. 3. 9. 16 u.ö. Auffällig ist allerdings, dafs in 
Herons Geometrie vom Trapezoide keine Rede ist und von den 
Parallelen wieder eine andere Definition (Geom. 44, 12 ff. Hu.) 
gegeben wird, die freilich an die des Posidonius anklingt. 


XVI 


EINLEITUNG. 


augenscheinlicher ist die Übereinstimmung zwischen Herons 
Definitionen und Posidonius bei der Erklärung der Pa- 


rallelen. 


Posidonius: 


in Eucl. 175; 
5—10. 
Ilegalmoı evdeiel siGLv, 

aitıveg ev TO ua Enınedw 
ovGuL xol ‚Enßehköwevan eig 
üreıgov ig Erdrega và ueon 
émi undErega Ovunlmrovorv 
aAAnAaıs. — 

Kol 6 uiv Evdnleidng 
roUrov Öolteraı ToV TQÓmov 
Tas nagaAAmkovg ebdelag, Ó 
de IIoosıdavıog, nagdAAn- 
Aoı, omoív, siciv ai uve 
Gvv(v5»se$ovoau | ume 
&zovevovcoet Ev Evi éni- 
míóo, &AÀ ioamg Eyovoaı 
TNEORS TAG KaYETOVE TAG 
&youtíveg End TÖV Tío 
évrígag onuslwv imi nv 
Àorz v. 


Procl. 176, 


Heron: 
Def. 71 (22, 12—17 Hu.). 


Il«oíAAmAot 08 woAoUvvon 

\ 2 , [nid 
yorumal Kodurtwror OGuL Ev 
TO cr Eruınedm ovGoL xol 
Se £^ 2.5 t , , 
éxBo A óusvot Ep Endrega: (Eon 
ni UD Suurmimrovoiv 
cAMjeug, al unre GVvveü- 
ovoaı (konvergieren) unte 
&zovsetovcor (divergieren) 
Ev Enınedw, Loag d& &yov- 

x s , / 
GaL r&G xoaérOovg TAORG 
Tas Gyouéveag &mó TÓv 
émi Tig £ríQng omuelwv 
Ent nv ÀovmiQv. 


Wie schon bei Def. 25 folgt auch hier auf Euklids 


Definition die des Posidonius. 
dafs Heron physikalische und 


Es ist also sicher, 


mathematische Angaben des Posidonius benutzt hat. Da 


nun der Stoiker Posidonius aus Apamea, der Lehrer Ciceros 
und Erfinder eines berühmten Planetariums, bis etwa in 
die Mitte des 1. Jahrh. v. Chr. lebte, so folgt daraus, dafs 
Heron nicht früher als im 1. Jahrh. v. Chr. gelebt haben kann. 

Schon vor dem Erscheinen der Mechanik hatte Diels 
in einer kurzen Anmerkung seiner Schrift Über das phy- 
sikalische System des Straton (Sitzgsber. d. K. Pr. Akademie 


HERONISCHE FRAGE. XVII 


d. Wiss. phil.-hist. Cl. vom 23. Februar 1893 S. 107) 
auf Grund der Latinismen Heron frühestens dem Anfange 
unserer Zeitrechnung zugewiesen. Diese Bemerkung ist es, 
welche die Heronische Frage wieder in Fluís gebracht hat. 
In.der Rezension der de Vauxschen Arbeit hat sich Diels 
dann dessen Ansatze (s. unten S8. XXIII) angeschlossen 
(Dtsch. Ltzt. 1894). 

In einer späten Nachricht bei Cassiodor Variarum 
III 52 rec. Th. Mommsen 1894 S. 107 (Monumenta Ger- 
maniae historica. Auctorum antiquissimorum tomus XII) 
wird ein Heron erwühnt, welcher bei der von Augustus 
angeordneten, dureh vier Griechen in etwa 20 Jahren aus- 
geführten Reichsvermessung thätig gewesen sei. Die Stelle 
lautet: “Augusti siquidem temporibus orbis Romanus agris 
divisus censuque descriptus est, ut possessio sua nulli ha- 
beretur incerta, quam pro tributorum susceperat quanti- 
tate solvenda. hoc auctor Heron metricus redegit ad 
dogma conscriptum, quatenus studiosus legendo possit 
agnoscere, quod deberet oculis absolute monstrare) Nur 
ist zu bemerken, dafs der Name *Heron', auf welchen es 
zunächst ankommt, auf einer Konjektur Mommsens beruht; 
denn in den Handschriften steht statt dessen ‘iron’ oder 
*yron'.!) So leicht auch Mommsens Änderung ist, und so 
sehr man geneigt sein wird, trotz des “metricus’ statt des 
geläufigeren “mensor’ sie mit Mortet?) als eine sichere 
Verbesserung zu betrachten, so muls man doch Bedenken 
tragen, sie ohne weiteres, d. h. ohne andere bestimmte 
Stützpunkte, welche auf die Zeit des Augustus hinweisen, 
als Beweismittel zu verwenden. Und selbst wenn “Heron 
metricus' durchaus sicher wäre, so wäre damit noch nicht 
dargethan, dafs dieser Heron unser Heron aus Alexandria 
war; es gab eine Anzahl Männer Namens Heron. Obwohl 
ferner unser Heron ein Merguwxc betiteltes Buch geschrieben 


.1) Die Lesart “hyrum’ ist nicht handschriftlich, sondern 
Stammt aus der editio princeps des Mariangelus Accursius (1533). 

2) La meswre des colonnes à la fin de ner romaine 
(Bibliotheque de l'École des Chartes LVII, 1896, S. 324). 


Heronis op. vol. I. ed, Sehmidt. v 


XVIII EINLEITUNG. 


hat, welches kürzlich wieder entdeckt ist (s. Band III 
dieser Ausgabe), so wird er doch nirgends "Howv ó uevQi- 
xóg genannt, sondern entweder blofs "Hoov oder "Hoov ó 
"Alsíevogeóg oder ”Howv 6 ungavızög (Procl in I Euclid. 
elem. S. 346, 13 u. ö.). 

Auffällig ist es immer erschienen, daís Vitruv den 
Heron niemals nennt, da es nicht an Berührungspunkten 
fehlt und da man überzeugt war, dafs Vitruv den Heron 
benutzte.) 


1) Wenn Cantor Die römischen Agrimensoren und ihre Stel- 
lung in der Geschichte der Feldme/skunst S. 86—88 und Hultsch 
Liter. Centralbl. 1894 S. 554, N. Jahrb. f. Phil. 1897 S. 54 
Anm. 12 den Vitruv aus Heron schöpfen lassen, so scheint mir 
das nicht so sicher, als z.B. Hultsch annimmt. Aus einzelnen 
UÜbereinstimmungen folgt noch keineswegs die unmittelbare 
Benutzung weder Herons durch Vitruv noch Vitruvs durch 
Heron. (Auch Heron citiert Vitruv nicht. Es bleibt dabei 
immer die Móglichkeit einer gemeinsamen Quelle bestehen. 
(Das gilt auch für die rómischen Gromatiker oder Feldmesser.) 
Bemerkenswert aber ist jedenfalls, dafs bei gleichartigen Dingen, 
die nachweislich Vitruv und Heron anführen, keineswegs immer 
eine derartige Übereinstimmung nachzuweisen ist. Da ich mir 
vorbehalte, an anderer Stelle im Zusammenhang mit den Gro- 
matikern darauf zurückzukommen, so will ich nur einzelnes 
anführen: Vitruv rechnet x zu 3Y!/ (Vitr. X 14 8. 263, 13. 17), 
Heron genauer mit Archimedes immer zu 3';,; bei Vitruvs 
Aolipile entwickelt sich der Dampf in der Kugel selber aus 
dem in dieselbe eingegossenen Wasser (s. S. 490), Heron leitet 
den Dampf erst aus einem darunter stehenden Kessel hinein 
(s. S. 230 und Abhdl. z. Gesch. d. Mathem. VIII, 210); Vitruvs 
Wegemesser (Vitr. X 14 S. 264, 9—10. 18—19 Rose) läfst nach 
jeder römischen Meile ein Steinchen in die Wagenkapsel fallen, 
Herons Wegemesser (Hodometer, Heron. Dioptr. S. 306—314 
Vine.) dagegen zeigt die zurückgelegte Entfernung auf den in 
Grade eingeteilten Zifferblättern durch Zeiger an. Um den 
Vergleich nicht zu sehr auszudehnen, sei aufser den durchaus 
verschiedenen Wasserorgeln (S. 192 ff. 496 ff) noch darauf hin- 
gewiesen, dafs Vitruv und Heron im Anschlufs an mechanische 
Dinge merkwürdigerweise Excerpte aus Aristoteles’ Mnyavın& 
ztoofAucre geben (Vitr. X 8, 5—6 S. 254 und Heron Mechan. 
II 34, Frage 1—17 S. 467—475 de Vaux). Aber jeder hat eine 
andere Auswahl (Vitruv aufs äufserste beschränkt). Von den 


HERONISCHE FRAGE. XIX 


Aber das ist nicht nur nicht sicher, sondern unserer 
Überzeugung nach unwahrscheinlich. Jedenfalls läfst sich 
für die Zeitbestimmung aus Vitruv kein Moment verwerten. 
Wir sind dessen auch jetzt überhoben und haben neuer- 
dings durch Carra de Vaux einen bestimmten terminus 
post quem gewonnen. 

Ziemlich am Schlusse der Mechanik (II, 20 a. a. O. 
IX, 2 S. 511, dazu IX, 1) steht die Beschreibung einer 
kleinen, einschraubigen Olivenpresse, wie sie von Plin. 
Natur. hist. XVIII 317 (231, 5—11 Mayh.) erwühnt wird. 
Sie erseizte nach Plinius die grofsen alten Pressen mit 
ihren langen Hebeln (Vitruv VI 9 S. 147, 14 Rose) und 
Steinkisten seit dem Jahre 55 n. Chr. Die Stelle des 
Plinius lautet: "Intra C annos!) inventa Graecanica (sc. tor- 
eula Kelter) mali (Mast, Schraube) rugis (Schraubengünge) 
per cocleam (so Mayh., cocleas Hss.) ambulantibus, ab 
alis adfixa arboris stella, aliis arcas lapidum adtollente 
secum arbore, quod maxime probatur. intra XXII hos 
annos inventum parvis prelis et minore torculario aedificio 
(Kelterhaus), breviore malo in media (v. l. medio) derecto 
tympana (Bretter oder Platten) imposita vinaceis superne 
toto pondere urguere et super prela construere congeriem. 
Wie die zuletzt erwühnte Presse?) und Kelter nebst dem 


Problemen, welche Vitruv behandelt (Steuer, Segel, Ruder), 
steht nur eins bei Heron (Frage 15 S. 474). Vitruv stimmt 
in der Ausführung des Steuerproblems zwar nicht mit Aristo- 
teles genau überein, aber entfernt sich doch nicht so sehr von 
ihm als Heron. Wenn in andern Punkten grófsere Überein- 
stimmung herrscht (s. C. de Vaux a, a. O. IX, 1 S. 405), so 
ändert das die Sache nicht. Solche Ubereinstimmungen, wie 
z. B. die Kenntnis der Schwere des Quecksilbers (Vitruv VII 
8, 3; Heron Pneum. I 38 S. 178, 23) und des Gesetzes der 
kommunizierenden Röhren (Vitr. VIII 6,3; Her. Pneum. 12 S. 34), 
können für die Festsetzung eines Abhängigkeitsverhältnisses 
wohl kaum in Betracht kommen. 

1) Plinius hat sein Werk dem Titus in dessen sechstem 
Konsulat (77 v. Chr.) überreicht. 

2) Die zuerst erwühnte Presse des Plinius stimmt im Prinzip 
mit Heron Mech. III 15. 

b* 


XX EINLEITUNG. 


Kelterhause kleiner sind als die früheren, so muls ein 
Gleiches von der des Heron gelten. Denn sie ist leicht 
transportabel und bedarf zu ihrer Aufstellung nicht eines 
so grofsen Raumes wie die früheren (Vitruv VI, 9 8. 147 
Rose), vielmehr “kann man sie hinstellen, wohin man will 
(Mech. III, 19 a.a. O. IX, 2, 507). Auch “benötigt sie 
nicht langer Balken und keines schweren und grolsen 
Steines oder starker Seile” wie jene alten Pressen. Ferner 
haben beide Pressen in der Mitte einen kurzen Mast in 
Gestalt einer Schraube, die auf das horizontale Prefsbrett 
oder die Platte drückte. Beide Pressen haben sodann an 
dem einen (wohl vierkantig gestalteten) Ende der Schraube 
ein Wellrad mit speichenartigen Handhaben!) zur Drehung 
der Schraube, wie wir es z. D. auch bei der bekannten 
pompejanischen zweischraubigen Zeugpresse sehen.?) Es ist 
kein Zweifel, dafs Herons kleine einschraubige Olivenpresse 
mit der des Plinius identisch ist. 

Damit würe nun eigentlich unsere Untersuchung zu 
Ende und unserer Meinung nach ein ziemlich sicheres 
Resultat gewonnen, wenn nicht eine Bemerkung von 
Hultsch im Liter. Centr. 1894 S. 555 gerade den- 
jenigen Ausführungen, die unserer Ansicht nach uns erst 
auf sicheren Grund gestellt haben, von vornherein wieder 
allen Boden zu entziehen schiene. Da Cantor aus seinem 
nicht sehr von Hultsch abweichenden Ansatze für die 
Mathematiker in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit- 
rechnung sehr wichtige Folgerungen gezogen hat und daher 
bei dem Ansehen, dessen sich Hultsch mit gutem Grunde . 
erfreut, geneigt sein wird, dem Hultschschen Widerspruche 
zuzustimmen, so erscheint es der Bedeutung der Sache nur 
angemessen, wenn wir auch darauf noch etwas nüher 
eingehen. 

Hultsch sagt: „Die bis auf unsere Zeit gekommenen 
Heronischen Texte sind echt, insofern sie den Autornamen 


1) stella bei Plin., das für beide Pressen gilt. 
2) S. Abb. bei Baumeister Denkm. des klass. Altert. S. 2084. 
Letztere unterscheidet sich im Prinzipe kaum von der Heronischen. 


HERONISCHE FRAGE. XXI 


und in der Hauptsache auch die ursprüngliche Anlage 
und Gestaltung der Heronischen Werke bewahrt haben, 
unecht aber insofern, als sie im stetigen Dienste der 
Praxis zu wiederholten Malen neu aufgelegt und dabei je 
nach den Zeitbedürfnissen überarbeitet worden sind. Selbst- 
verständlich hat der arabische Übersetzer der Mechanik 
eine solche Neubearbeitung benutzt; jene älteren Texte, 
die einst dem Vitruv und den Gromatikern vorgelegen 
haben, waren im Mittelalter ebensowenig noch vorhanden 
wie heutigen Tages.'!) 

Um mit dem letzten Argumente zu beginnen, so folgt 
daraus, dafs wir heute keine älteren Texte mehr haben, 
noch keineswegs, daís die Araber auch keinen hatten. 
Zur Vorsicht in solchen Dingen mahnt jedenfalls der 
. Umstand, dafs R. Schöne vor zwei Jahren die Mergıxd”) 
in einer alten Handschrift entdeckt hat, eine Schrift 
Herons, von der man doch seit den Zeiten des Pappus 
und Eutokios, dem Ende des dritten und dem sechsten 
Jahrhundert n. Chr., keine Spur wieder hatte finden kónnen. 
Dals ferner Heronische Schriften überarbeitet sind, ist, 
wie bereits oben bemerkt (S. XII), zweifellos, wiederholt 
aber wohl nur die Mafstabellen und die mathematischen 
Aufgabensammlungen. Wenigstens vermag ich unter den 
physikalischen Schriften bei der Pneumatik nur eine 
einheitliche Überarbeitung (s. Suppl. S. 63) nachzuweisen. 


1) Hultsch hatte übrigens, als er dieses schrieb, noch nicht 
die ganze Mechanik Herons gelesen. Indessen wird Hultsch 
auch jetzt seine Meinung nicht geändert haben, da er noch 
1897 in dem Aufsatze Eine Näherungsrechnung der alten 
Poliorketiker Fleckeis. Jahrb. 155, 52, Anm. 8 den Anhang zu 
Herons Dioptra “an eine Neubearbeitung der Schrift etwa zu 
der Zeit, wo durch Caesars Kalenderreform die alexandrinische 
Astronomie in engste Fühlung mit Rom kam, anfügen’ läfst. 

2) Ende 1896 in der Konstantinopeler Handschrift Nr. 1 
des alten Serails aus dem 11. Jahrhundert. Diese Schrift wird 
zugleich mit der Dioptra H. Schóne in Band III veróffentlichen, 
wührend die übrigen unedierten Sachen dieser Handschrift mir 
zugefallen sind. 


XXII EINLEITUNG. 


Bei den Automaten lassen sich nur einzelne Interpolationen 
(s. unten 8. LIII) aufzeigen. In Herons Mechanik kann 
nach freundlicher Mitteilung des Hrn. Dr. Nix nur ein 
einziges Kapitel (naeh I, 19) als Interpolation gelten, das 
übrigens in der Leidener Hs. fehlt. Bei den Belopoiika 
dagegen ist bis jetzt noch nichts von einer Überarbeitung 
bekannt. Man wird sich daher hüten müssen, die Be- 
obachtung, welche bei den eigentlich mathematischen 
Schriften vielfach zutrifft, auf die physikalischen ohne 
weiteres zu übertragen, d. h. ohne dafs sich aus diesen 
Schriften selbst unanfechtbare Beweise für die Unechtheit 
oder eine Überarbeitung ergeben. 

Hultsch’ erste Forderung für die Echtheit, dafs die 
Schrift den Namen des Autors bewahrt habe, trifft bei 
der Mechanik zu. Also das Werk als solches ist echt 
und würde etwaigen Zweifeln gegenüber schon durch die 
Citate, welche sich daraus bei Pappus!) und Eutokios 
finden, als echt dargethan werden. Daran zweifelt jeden- 
falls auch Hultsch nicht, vielmehr denkt sich wohl 
Hultsch, dafs derjenige Abschnitt unecht sei, in dem die 
erwähnte Olivenpresse vorkommt, also etwa der Schlufs der 
Mechanik von IIT, 13— 21, welcher überhaupt von Oliven- 
pressen handelt und in Verbindung damit im letzten 
Paragraphen (IH, 21) die Herstellung einer Schrauben- 
mutter lehrt. Der erwähnte Abschnitt bildet in sich eine 
geschlossene Einheit und schliefst sich meines Erachtens 
auch an den vorhergehenden Abschnitt nicht unpassend 
an. Denn das dritte Buch stellt sich zur Aufgabe, eine 
praktische Verwendung der im zweiten Buche behandelten 
fünf einfachen Maschinen: des Wellrades, des Hebels, des 
Flaschenzuges, des Keiles und der Schraube zu zeigen. 
Davon kommt in der ersten Hälfte des dritten Buches 
zwecks Hebung von Lasten hauptsächlich der Flaschenzug 








1) Wer zum Beispiel den Text des Pappus VIII 1132, 14—16 
mit der arabischen Übersetzung Mechan. III 2 a. a. O. IX 2,484 
vergleicht, wird zugeben müssen, dals Pappus interpoliert ist, 
der Araber aber tadellos überliefert hat. 


HERONISCHE FRAGE. XXIII 


bei den Kranen mit einem bis vier Masten zur Anwendung, 
woran sich ebenfalls zwecks Hebung von Lasten noch 
einge Beispiele mit praktischer Verwendung von einfachen 
Rollen und Hebelvorriehtungen schliefsen. Der zweite 
Abschnitt des dritten Buches handelt, wie gesagt, von 
den Pressen. Hierbei geht der Autor von den Hebel- 
und Rollenpressen aus und lehrt dann die praktischere 
Vorrichtung der Schraubenpressen. Auf die Pressen wird 
übrigens in der Einleitung zum dritten Buche ausdrücklich 
verwiesen. Wer den Abschnitt über die ‚Pressen verwirft, 
mülste folgerichtig auch diesen Hinweis noch tilgen?), 
falls er nicht vorzöge, das ganze dritte Buch für unecht 
zu erklären. Dazu liegt aber gar kein Grund vor, viel- 
mehr ist, wie wir meinen, der Zusammenhang des ganzen 
dritten Buches mit der ursprünglichen Anlage gewahrt 
und damit auch Hultsch’ Verlangen erfüllt. Auch sind 
gerade vom Anfange des dritten Buches zwei Kapitel im 
Originaltext von Pappus (s. Hultsch’ treffliche Ausgabe 
S. 1130. 1132) als echt Heronisch überliefert. 

Auf Grund der vorstehenden Erwügungen kónnen wir 
daher nicht umhin, das Jahr 55 n. Chr. als terminus post 
quem für Herons Mechanik festzuhalten. 

C. de Vaux a. a. O. IX 2, 8. 389 und 407 rückt 
nun Heron etwas weiter hinab und setzt ihn frühestens 
in das zweite Jahrhundert n. Chr. als Zeitgenossen des 
Ptolemaeus. Das ist auch Diels (s. oben S. XVII) und 
Tannerys Meinung. Vgl. Bulletin des sciences mathe- 
matiques, 1'* partie, 1894, S. 206, Grande Encyclopédie 
unter dem Artikel Héron. 

Schon 1893 hatte Tannery Bulletin des sciences 
mathématiques XV, 1 (1893) 8.318, seine frühere An- 
sicht (s. oben 8. XV) aufgebend, Heron frühestens ins 
2. Jahrhundert n. Chr. gesetzt und ihn zu einem Zeit- 
genossen des Ptolemaeus gemacht. Aber der vorgebrachte 


1) Hultsch müfste aber, um seinen Ansatz zu retten, auch 
noch das Citat aus Posidonius (s. oben S. XIV) streichen und 
natürlich Herons Definitionen für unecht erklären. 


XXIV EINLEITUNG. 


Grund ist meines Erachtens nicht beweiskrüftig. Bei 
Euklids Satze, daís, wenn in zwei Dreiecken je zwei Seiten 
gleich sind, die dritte aber ungleich, der grölseren Seite 
der grófsere Winkel gegenüber liege, giebt Proklos in 
Eucl. 845,15— 346, 11 zur Ergänzung des Euklidischen 
Beweises einen Beweis des Menelaos (er lebte nachweislich 
um 98 n. Chr.) und 346, 12—347, 11 einen Heronischen 
Beweis.  Menelaos legt das kleinere Dreieck mit der 
(kleineren) Grundlinie an die (grófsere) Grundlinie des 
grölseren Dreiecks und entwickelt von da aus den Beweis, 
wührend Herons Beweis darauf beruht, daís die beiden 
ungleichen Grundlinien aufeinandergelegt und eine gleiche 
sowie die grölsere der ungleichen Seiten zu Radien zweier 
excentrischen Kreise gemacht werden. In Bezug darauf 
behauptet nun Tannery, daís der Beweis des Menelaos 
wahrscheinlich nicht gebildet wäre, wenn der zweite, 
Heronische, früher gefunden worden wäre. Weshalb, sagt 
uns Tannery freilich nicht. Es würde auch schwer sein, 
aus dem Vergleiche beweiskräftige Thatsachen zu entwickeln. 
Auf das Gefühl kann man sich in solchen Dingen nicht 
verlassen. (S. Herons Beweis auch Cod. Leid. 399,1 S. 107.) 
C. de Vaux dagegen geht anscheinend davon aus, dafs 
Heron die kleinen Schraubenpressen als nichts Neues, als 
etwas Bekanntes (a. a. O. S. 407) hinstelle. Ich weifs 
nicht, welche Worte de Vaux dabei im Auge hat. Indessen 
möchte ich doch auf den Schlufs von III, 20 (a. a. O. 
IX, 2, 511) verweisen, wo es nach der Beschreibung der 
kleinen einschraubigen Presse heifst: "Es giebt noch viele 
andere Arten von Pressen, aber es ist unnütz, sie zu be- 
schreiben, weil ihr Gebrauch sehr verbreitet ist und sie 
allen bekannt sind; sie stehen übrigens den erwähnten 
nach.” Daraus mufs man meines Erachtens vielmehr ent- 
nehmen, dafs Heron gerade die erwähnte kleine ein- 
schraubige Presse beschrieben hat, weil sie weniger be- 
kannt oder weil sie noch eine neue Erfindung war. Es 
scheint mir daher die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, 
dafs Heron noch im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte. 


HERONISCHE FRAGE. XXV 


Mit dieser Annahme, dafs Heron noch vor Claudius 
Ptolemaeus lebte, stehen schliefslich auch die beiden folgen- 
den Punkte!) besser im Einklang. 

In der Dioptra S. 322,3 Vine. werden bei der schon 
früher erwähnten geodätischen Aufgabe für eine Mond- 
finsternis die je nach der geographischen Lage und der 
Jahreszeit verschiedenen Stunden (iv "AAs&evóge(e uiv 
vurrog (geg meunıns, v "Pu 0B... vvxrüg Goog voíruc) 
zu Grunde gelegt, wührend Ptolemaeus bereits bestündig 
nach Aquinoktialstunden rechnet. Ferner nimmt Heron 
in demselben Beispiele den Erdumfang nach Eratosthenes 
(Dioptr. 320, 13) zu 252000 Stadien (falls griechische 
Stadien gemeint sind, gleich ca. 48000 km), wie auch 
Vitruv I, 6,4 S. 27, 4 Rose und Plinius Nat. hist. I, 247 ?), 
obwohl Heron entweder die (freilich auch noch zu hoch 
angesetzte) Rechnung des Posidonius zu 240 000 Stadien 
(= ca. 46 000 km) oder den zweiten (zu kurz bemessenen) 
Ansatz zu 180000 Stadien (— ca. 35000 km) hitte 
verwerten können. Für ihn (wie für Vitruv, vgl. I, 6 
S. 28, 5 Rose) war die Autorität?) des Eratosthenes in 
Bezug auf die Erdmessung gegenüber Posidonius noch 
ausschlaggebend. Erst Ptolemaeus brachte den zweiten 
Ansatz des Posidonius zur Geltung. Sollte man daher 
nicht erwarten, dafs Heron der Autorität des Ptolemaeus*) 
gefolgt sein würde, wenn er dessen Zeitgenosse war? 


1) Vgl. Vincent Extraits des manuscrits relatifs à la 
géométrie pratique des Grecs. Notices et extraits des manu- 
scrits de la Bibliothéque impériale XIX 2, 165. 

2) Die späteren Kompilatoren Censorinus, Martianus Capella 
und Macrobius kónnen hier nicht in Betracht kommen. Vgl. 
noch Heller Geschichte der Physik T, 111, Poggendorff Geschichte 
der Physik S. 51 und Ztschr. f. Math. u. Phys. Hist.-litt. Abt. 
XXII, 181. 

3) Dioptr. 320, 13—14 ó udlıore vràv GAAov (dazu dürfte 
auch Posidonius gehören) &xoiffovsoov msezooyucersvuévog 'Eoa- 
voc)Éívne. Übrigens wird dies Kapitel mit Unrecht von Hultsch 
Fleckeis. J. 155, 52 verdächtigt. 

4) Vgl. noch unten S. XXXIV. 


XXVI EINLEITUNG. 


KAPITEL II. 


ANMERKUNGEN ZUR PNEUMATIK, INSBESONDERE 
ZU DEN FIGUREN. 


Die Figuren der Pneumatik sind auf Grund der hand- 
schriftlichen Figuren neu entworfen. Ich hatte, ehe ich .4 
kannte, die Figuren des Berolin. 144 sämtlich nach- 
gezeichnet, habe sie spüter mit denen von .4 verglichen 
und ihre völlige Übereinstimmung festgestellt. Aber auch 
in anderen Hss. sind die Figuren von mir verglichen und 
vielfach nachgezeichnet. Aufserdem lagen mir noch die 
Nachzeichnungen vor, welche Haase nach den Pariser Hss. 
angefertigt hatte. Darunter verfolgen die von Angelus 
Vergetius (auch in Hs. 8) schon den Zweck moderner 
Illustration. Die älteren Zeichnungen sind meist geo- 
metrisch, ohne Perspektive, und im allgemeinen recht 
einfach (vgl. Suppl. 8. 10f. die Wasserorgeln). In den 
wesentlichen Dingen ist die Verschiedenheit der Zeichnungen 
im ganzen nicht sehr grofs. Da der Text ohne Figuren 
nicht verständlich ist, so muís man annehmen, dafs die 
Figuren in letzter Linie auf Heron, einzelne auf Pseudo- 
Heron zurückgehen. 

2, 8 Eveoyelag: Evaoyelag Brinkmann und H. Schöne. 
Doch vgl. Procl. Diad. in I Euclid. elem. 38, 8f. xoi ng 
uiv egl và vomrà moayuarsvouevng (Sc. tig woe muotindig) 
Óvo cà ztQOTLGTC Hal wvgioTcro uéor víOsvron Corduntunv 
x«i yeouetQlev, vo de mEeol r& c«icQarX Tv évégystav 
&y0oVong «ré. Vgl. auch Procl. 141, 9. Heron. Pneum. 56, 12. 
342, 9. 

2,13 £&&& “unverständlich” H. Schöne. Ich würde 
etwa <Covvr)dse erwarten. 

3, 6 Lies “ihre Bedeutung” statt “ihr Wesen’. 

4,8 Ev To uEvror (zxagegyoiiuo TOÖTO uóvov TTLIKOTNOOUEV, 
Orr» r& ayyei« H. Schöne. 

4, 12 &pavav übersetzt H. Schöne: “die sich uns meist 
nicht bemerklich machen’. Vgl.indessen Philo 8.462,18 —19. 


ANMERKUNGEN. XXVII 


6,2 &vocroéyeac? H. Schöne. Das steht schon in einer 
Hs. der schlechteren Klasse, nämlich Paris. Suppl. 11. 
Vgl. auch Diels a. a. O. 8. 121, 14. 

6, 4 redmvar : évetijvou H. Schöne. Falls es nötig sein 
sollte zu ändern, würde ich <#uredrednvaı vorziehen. 
Vol 30,9: 

6, 23 deyerar : Evdtyereı H. Schöne ("gestatten auch 
nicht (die Entwicklung von) Wärme” Sch.): viell. &md£yerau. 
Vgl.6,16 mVowoıv Erudtysodeı, 10,15 nv zadoıv énidéSocO ot. 

8, 7—8 Zur Übersetzung von roíg rüv xsgárov &louası 
vgl. Plin. XXI, 5 (8. 381, 19—382, 2 Mayh.) ‘sie coronis 
e floribus receptis paulo mox subiere (kamen auf) quae 
vocantur Aegyptiae, ac deinde hibernae (Winterkränze), 
cum terra flores negat, ramento e cornibus (Horn- 
späne) tincto'. (Die Stelle verdanke ich H. Schöne.) 

10, 3 Zu dem Partieip. Aor. statt Part. Praes. (B yıvo- 
uívug) vgl. 110,7 (xo9ícag). 342,6 (Ex8£uevoi). 

10, 8 owuerog : revyovg Brinkmann nach 16, 12. 

10, 12f. Aéyo dn 40009 xci G&ígo xol yijv streicht 
Brinkmann. “Denn im Vorhergehenden ist gerade von 
dem Aentöveode: des co die Rede. Wie kann also jetzt 
unter den la owuare wieder &£g« stehen?” Auch das 
Folgende (&vYodzwv) zeigt, “dafs hier unter den owuar« 
nicht gerade die sog. Elemente zu verstehen sind’ (Br.). 
Die Erwägung ist zutreffend. 

10,20 o$0o&c: pooäg Brinkmann (so schon M und 
Ambros. D 313), beispielsweise <dı& mv Plav)> rs pooäs. 

12, 3—4 usraßdAleı . . . oboiag streicht Brinkmann 
‘als ursprünglich am Rande angemerkte Inhaltsangabe”. 

13, 16 'Sonnenwende' ist hier natürlich nicht im 
astronomischen Sinne gemeint. 

14, 7—21 (xol vó 0o ... uevooAcl) will Brinkmann 
entweder nach &miondosres 16, 16 oder nach yevéctvou 16, 2 
stellen. In dem 14, 7 vorhergehenden Abschnitte ist von 
einer Verflüchtigung des Wassers die Rede. Daher 
schliefsen sich meines Erachtens 14,7 die Worte xci v0 009 
«X:£, welche die Verwandlung des Wassers in ein festeres 


XXVIII EINLEITUNG. 


Aggregat behandeln, an sich nicht unpassend an. Die 
Schwierigkeit, dafs erst 14, 21 die entsprechende allgemeine 
Bemerkung folgt, läfst sich vielleicht durch xoi (&AÀcg» 
“auch sonst? 14, 21 oder in ähnlicher Weise beseitigen. 

14, 27 rov cvveyij übersetzt Brinkmann genauer ‘den 
angrenzenden (d. h. nächsthöheren [mig zóv &éoc]) Raum 
[der dem Feuer zukommt]’. Übrigens war mit ‘zugehörige’ 
8. 15, 30 sachlich dieselbe Region gemeint. 

16, 4 (nicht 16, 5) steht in der Anmerkung &ugvonteig 
nur beispielsweise, um auf den im Texte vorhandenen Fehler 
hinzuweisen. In der Übersetzung 17, 5 ist es deshalb 
auch unberücksichtigt geblieben. Brinkmann vermutet eig rı 
&yysiov oU uéye ort&gyov, unter der Bedingung, dafs Herons 
Sprachgebrauch das zulasse. Es kommt allerdings auf 
S. 310, 2 sivo, sig vw vor, doch ist die Stelle zweifelhaft. 

16, 20 éni:éx H. Schöne nach 4, 6. Vgl. aber 26, 28. 

16, 21 möchte ich jetzt mit H. Schöne £orıv, meg 
interpungieren. 

18, 11 roomov : romov H. Schöne. Vgl. aber 20, 3 xcr& 
undeva vgózov. 

18, 24 avroic : v abroic H. Schöne. 

20, 1 übersetzt H. Schöne Jdimodevre : “vermittelst 
gegenseitiger Durchdringung'. 

22, 25—24,2 dıon ... Ödarog streicht Brinkmann 
als “eine ursprünglich am Rande vermerkte Inhaltsanzeige’. 

28, 4 (ü99ovv» streicht Brinkmann. “Denn wundev 
eivaı xevóv (üOgovv» Plag v. un magsıoeAdodong ist nicht 
ungenaue Ausdrucksweise, sondern korrektester Ausdruck. 
Die Einschiebung widerspricht dem zaraygnotızög Aíyousv. 
Danach möchte auch ich es wieder tilgen. 

28, 10 verteidigt Brinkmann das von mir angefochtene 
o)x und erklärt xol mw . . . yevóusvov 28, 10—11: 
"und andrerseits kann man sich auch so ausdrücken, ein 
Leeres existiert überhaupt an sich nicht, sondern kann 
immer nur künstlich (hergestellt) werden (so dafs &orı 
und yevóusvov nachdrücklich einander gegenüber gestellt 
sind, was dem S. 16, 21 Gesagten durchaus nicht wider- 


ANMERKUNGEN. XXIX 


spricht). Wenn o$x 28,10 beibehalten wird, so erregt 
mir zunächst zorà 28, 10 Bedenken. Die Worte “an sich’ 
in obiger Erklärung können doch nur die Bedeutung von 
#at& @pöcıv haben. Aber man beachte, dafs diese Worte 
28, 10 nicht wiederholt sind. Nach meinem Dafürhalten 
liegt auch der Gegensatz weniger in dem &orı und yevo- 
usvov als in dem ox Eorı xar& qoi 28,9 und (nach 
Tilgung des oóx) in dem dor morb ... mog& qcw Ói 
28,10—11: Von Natur giebt es kein kontinuierliches 
Vakuum, aber es giebt zuweilen ein künstliches. Nach 
den überlieferten Worten hütten wir 28, 10—11 denselben 
Gedanken wie 28,9 lediglich in anderen Worten, aber im 
Gedanken selbst keine Nuance. Das fühlt jedenfalls auch 
Brinkmann, wenn er zögernd die Frage aufwirft: “vielleicht 
Bíeg ... magsıoeA®ovong zu streichen??’ Schliefslich vgl. 
man die Parallelstelle 16, 21. ^ Sed videant doctiores! 
30, 12 viell. Gozo (émi» £vyot. Vgl. Papp. 1066, 25 
(aus Herons Mechanik) Gomeo imi £vyot vwvog ico0ggomijct 





C T227^m ga p $oyaazzo^o y, 


as,ıdwılrh 
3 


Fig. 5a. Fig. 5b. 


1) O0vojug vv 0’ eAdvrov (Her. Dioptra 334,2 Gore 
(ini? Euyod vwvóg looogonnosı dj Ó$vopug nach Vincent). 

32, 1—2 oivíav (neocırovusvor GAAgv (oder &r£gav)» 
tıvss oder 32, 1 zàv uiv o)v sigquévov H. Schöne. 

Fig. 2, S. 34. Hierzu hat à keine Figur. 

38,13 (xol» oU: H. Schöne. 


XXX EINLEITUNG. 


Fig. 5, 8. 45. Fig. 5a ist zu Fig. 5 die handschrift- 
liche Figur (der Strich 8x darf den Bogen yd nur be- 
rühren, nicht wie in der Zeichnung schneiden). Fig. 5b 
ist der Baseler Ausgabe von Procl. hypot. astron. ent- 


nommen. 


Vgl. S. 457 Anm. 2. 


Fig. 6e zu S. 51 veranschaulicht die Thätigkeit des 


töAog oder Zapfens 50, 5. 


Ähnlich funktioniert ein eben- 


falls vóÀog genanntes Holzstück in 
Herons Mechanik II 5 = Pap. VIII, 


1126 (Journ. asiat. IX 2 S. 265, 
s. auch Bd. II dieser Ausgabe). 
bei den 


Nach Vitruv wurde 


Wasseruhren je nach der Jahreszeit 


der Zuflufs 


schleunigt oder verlangsamt. 
Verfahren ist aber ziemlich unvollkommen. 


des Wassers auch be- 


Fig. 6c. 
Das 


Die Stelle 


lautet (Vitr. de arch. IX, 9, 6 S. 238, 16 Rose): 


Praeclusiones aquarum ad 
temperandum ita sunt con- 
stitutae. metae fiunt duae, 
una solida, una cava, ex 
torno ita perfectae ut alia 
in aliam inire convenireque 
possit et eadem regula 
laxatio earum aut coartatio 
efficiat aut vehementem aut 
lenem in ea vasa aquae in- 
fluentem cursum. 


Die Verschlüsse zur Regu- 
lierung des Wasserzuflusses 
sind folgendermafsen einge- 
richtet. Es werden zwei 
Kegel, einer massiv, einer 
hohl, gemacht und derart 
gedrechselt, dafs der eine 
(massive) in den anderen 
(hohlen) sich völlig hinein- 
schieben läfst und mit Hilfe 
ein- und desselben Riegels die 
Lockerung oder das dichtere 
Ineinanderschieben der Kegel 
das Einströmen des Wassers 
in jene Gefälse lebhafter 
macht oder verlangsamt. 


Eigentlich mufste bei den Wasseruhren, sobald die 
Kegel je nach der Jahreszeit gestellt waren, der Ausflufs 


bezw. Zuflufs gleichmäfsig sein. 


Denn es handelte sich 


ANMERKUNGEN. XXXI 


um Einteilung des Tages in Äquinoktialstunden. Es liegt 
aber auf der Hand, dafs die angeführte Vorrichtung das 
nicht gewührleistete, da die Druckhóhe sich mit jedem 
Augenblicke verringerte, der Ausflufs also immer lang- 
samer wurde. Selbst bei Zuleitung fliefsenden Wassers 
(s. S. 507) wird die Druckhóhe geschwankt haben. 

Dafs die Sache oft nicht stimmte, gesteht aufserdem 
Vitruv selbst ein a. a. O. S. 238, 24— 25: cunei saepis- 
sime vitia faciunt. Die 
Heronische ^ Vorrich- 
tung zur Erzielung 
eines gleichmälsigen 





v = Ausflusses (Fig. 6a) 
Y a ist ohne Zweifel voll- 
kommener. DieVitruv- 

Ro schen metae benutzt 

/ Heron in Fig.42 5.189, 


Fig. 7a. Fig. 7b. aber nur als Ventil. 
Eime Abbildung der 
metae giebt A. Terquem La science romaine à l'époque 
d’Auguste, étude historique d'aprés Vitruve. Extrait des 
Mém. de la Soc. des Sciences, de 
l'Agriculture et des Arts de Lille, 
Paris 1885, 8. 63 nach Maufras. 
Vgl. auch G. Walther Loc ali- 
quot physici Wismar 1844 8.22. 
Fig. 7a und 7b zu 8.55 
bilden die handschriftlichen Figu- 
ren des oungıoudtıov, Ta nach A, 
7b nach b. 

60, 16 öuorog mit dem Gene- 
tiv findet sich noch Heron. Diop- 
tra 244, 12 Vinc. àv. den BO A 

Fig. 10c. yoauun woxAov segupégeut Eorı xot 
öuole ig TAE, govegóv. 

Fig. 10 8. 66. 67. Fig. 10a stellt die siebartigen 
Löcher nach à dar, Fig. 10b die Löcher nach b, welche 





XXXII EINLEITUNG. 


in b nicht siebartig sind. Die handschriftliche Figur 10c 
(nach &) setzt, genau genommen, die Rekonstruktion von 
Fig.10b voraus. Das würde aber dem Wortlaute des Textes 
in à widersprechen. Daher die Vermutung von Diels zu 
66, 14—17. Eigentlich ist es eine mülsige Frage, ob die 
Löcher wie in Fig. 10a oder 10b liegen sollen, da die 
ganze Vorrichtung sicher so nicht funktioniert, wie Heron 
angiebt. Es wird immer eine Mischung ausfliefsen. Vgl. 
den Aufsatz Heron im 17. Jahrhundert in den Abh. z. 
Gesch. d. Math. VIII, 202. 

70, 6 Ein Vexiergefüfs (Kantharos) befindet sich nach 
Hiller von Gärtringen Jahrb. d. Arch. Inst. VII 1892 
Archüol. Anzeig. S. 24 im Berliner Aquarium. 

Fig. 14 S. 83 nennt man gewóhnlich den Tantalus- 
becher.) 

Fig. 15a zu 8. 85. Die handschriftliche Figur 15a 
steht in vielen Hss. auf dem Kopfe. S. Suppl. 8. 4. 

Fig. 16a zu S. 89 stellt einen antiken Trichter dar. 
Eine den modernen ähnliche Form zeigt der Trichter bei 
O. Hölder Die Formen der röm. Thongefäfse dies- 
seits und jenseits der Alpen Stuttgart 1897 Tafel 
XXII, 14. 

97, Anm.2. Über den Widerspruch vgl. Suppl. 

E59. 

106, 10 (Fig. 20), entsprechend 107, 9, muls mig 163. 
es © statt E heifsen, da es sich um einen inter- 
mittierenden Brunnen handelt. 106, 14 Anm. sind die 
Worte *spurium bis |[d&]’ zu streichen. Ebenso fällt S. 107 
Anm. 2 fort. Richtiger ist es, wenn die Röhre 59 etwas 
tiefer geht als der Rand des Kruges. Vgl. auch de Rochas : 
Science des phil. S8. 123 und dessen kritische Noten 8. 3. 

111, Anm. 1. Sparbüchsen s. abgebildet bei O. Hölder 
Römische Thongefäfse diesseits und jenseits der Alpen Tafel 
XXII, 21—22. Der Geldeinwurf ist freilich an der Seite. 


1) Es macht wohl nichts aus, dafs nicht wirklich ein Becher 
gezeichnet ist. 


ANMERKUNGEN. XXXIII 


120, 2—3. Vielleicht ist doch die Lesart der besseren 
Hss. AG £6ro (man nehme an) 0? v0 (0c elvaı tod olvov 
dımAdoıov richtig. Vgl. Heron. Dioptra 322, 11 Vinc. £oro 
IN duc elvaı Ev "Als&evógsio. S. auch unten*S. 300, 1—2. 

Fig. 29a und 29b geben die innere und äufsere An- 
Sicht einer antiken hydraulischen Maschine, welche eine 
gewisse Ähnlichkeit mit Herons Feuerspritze hat und 
darum zum "Vergleiche hierher gesetzt ist. Sie ist bei 
Chiaruccia unweit Civitavecchias 1795 gefunden und im 
Giornale della letteratura italiana V (1795) 303 — 307 
beschrieben.!) Zu Fig.31 s. den Nachtrag im Suppl. (a. E.) 


1) Descrizione di un' antica Tromba idraulica ultimamente 
scoperta ed illustrata dal sig. Abate Ennio Quirino Visconti, 
comunicataci dal sig. Don Girolamo Astorri coll' annessa figura. 

.. 1l bel monumento trovato poco fà presso Castronovo, 
ora la Chiaruccia, nel httorale di Civitavecchia. .. . Il Bronzo 
integerrimo, che si presenta, compone tutta questa macchina, 
tal quale appunto Vitruvio 1’ ha descritta, eccetto la diversità 
di piecolissime circostanze non essenziali, come sarebbero la 
varia figura del recipiente medio che qui ha forma di tubo e 
nella descrizion Vitruviana ha quella di una scodella. (Vgl. unten 
S. 494, 9. 495, 26.) Non accade poi dilungarsi a monstrare, 
come gli stantuffi o emboli cavi (Kolben), quando sono elevati, 
costringono per la forza del vuoto l' acqua a salire ne’ due 
tubi o bariletti perpendicolari (Kolbencylinder) aprendo le lin- 
guette o valvole (Klappenventile), che sono mobili sul loro 
gangherello o cerniera (Scharnier) nel fondo (Boden) di ciascuno; 
come gli stessi stantuffi abbassati forzino le valvole stesse a 
richiudersi e le altre due che sono nel tubo orizzontale (hori- 
zontales Verbindungsrohr) ad aprirsi e ad intromettervi l' acqua 
respinta, come finalmente l' azione ripetuta di questi emboli 
spingerä l' acqua sin nel tubo di piombo (bleiernes Steigrohr) 
che propriamente dicesi tromba (Pumpe), la qual poi verseralla 
in una conserva (Bassin) superiore. ... Quel che piü merita 
considerazione é quella quinta valvola situata all' imboccatura 
(Mündung) del tubo di piombo. Dies Ventil wird dann für 
ein Reserveventil erklärt, falls eins der übrigen versagt. Die 
Maschine, welche gut erhalten gewesen sein soll, wird als ein 
Werk aus der Zeit des Antoninus Pius (138—161) angesehen, 
dessen Zweck wahrscheinlich gewesen sei, ‘d’ alzare le acque 
a comodo delle pubbhche Terme’. Die "kleine abgesonderte 
kreisförmige Figur stellt eine Klappe, von oben gesehen, dar. 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. C 


XXXIV EINLEITUNG. 


146, 4 Der Ausdruck meög dießiemv (“nach der Setz- 
wage’, wie H. Schöne erklärt, “horizontal”) besagt that- 
sächlich, was die Konjektur in der Bemerkung zu 146, 4—5 
mit anderen Worten verlangte. Nach Hesych ist dießnrng 
auch ein 0gy«vóv rı vexvovixóv. Vgl. Heron. Dioptra 208, 17 
ueronoag 790g dıaßnınv, 214, 2. 222, 11. 16. 228, 4. 
S. über die Bedeutung des Ausdruckes sgóg dießnmv 
auch Vincent Dioptra 210. 211: “distance comptée hori- 
zontalement'. Es ist also ein rein technischer Ausdruck 
der Geometer und 146, 4 bei dießyrmv nicht an den 
Heber zu denken. Die BStiorbeng zu 146, 4—5 ist danach 
hinfällig bis auf die Änderung des E in ©. H. Schöne schlägt 
nunmehr vor: TOvmNuATL n ©, tod z90g» To E xeıuevov 
c9óg diaßirmv To <(meög TO» H orouin. Aus Rücksicht 
auf Herons Sprachgebrauch würde ich vorziehen: rounnueri 
(to ©), ro E xeıusvov moög dießnnv và H oroulw. 

149,1. Es brauchen nicht gerade Vorhallen, sondern 
es können einfach die Eingänge (“Eingangspforten’ H.Schöne) 
gemeint sein. 

Wahrscheinlich hat Clemens Alexandrinus (schrieb in 
der 2. Hälfte des 2. Jahrh. nach Chr.) in den Strom. V, 
672, 26—35 (Oxford. Ausg.) die von Heron I 32 be- 
schriebene Vorrichtung — an II 32 ist wohl weniger zu 
denken — im Sinne gehabt: Zıovvorog 6 Ooa& 6 yocu- 
uerınög (2. Jahrh. v. Chr.) iv và llegl tig Zupdoswg Tod 
eoi vv vooy(oxov ovupólov qmol xcrà Àíbw' "Eonucıvov 
yoöv ov dıa AtSewg uóvov, Ak zul dıa ceupólov Evior 
tag modseig, dıa AtSewg uév, cg Eysı và Aeyóusvoa zíehguxà 
nagayyehuere, TO Mndev yov xoi ro ITvodı covtóv “ul 
rà Tovroıg Duo, Ói& Ói GvufóÀov, Og O0 TE rooyÖg Ö 
GrQegóuevoc Ev roig vOv QeGOv veuévecuv cíAxvoauévog 
z«oc Aiyvnztíov. Sollte man nach dem Wortlaute des 
Clemens, der sich lediglich auf Dionysius Thrax beruft, 
ohne jeden Hinweis auf seine Zeit, nicht annehmen 
dürfen, daís zu Clemens' Zeit diese Räder nicht mehr in 
Gebrauch waren? Hütte es andernfalls nicht für Clemens. 
nahe gelegen, ó (xal viv» orgsqóusvog o. X. einzuschalten? 


ANMERKUNGEN. XXXV 
EU - f. BERN 
Be) 
m — 








E— 3 | 


TE 
ee ee) 
SFIIIISSS ELA C OU SSH 
m 


SINN 


SSSSSSSSSNSSSSSSSNNSNNSSNSSNSNNSN NW S N ST NIIT N N 









| [] 
Aa, 

d 
EE 





SSASSSSENSNSSSSSNSSSSSSSSNSSSSSSSSNSENSENSSSSASSSSSSSS SS D 


c* 


Fig. 29b. 


Fig. 29a. 


XXXVI EINLEITUNG. 


Wären sie aber wirklich derzeit schon aufser Gebrauch 
gewesen, so würde etwa 150 n. Chr. die unterste Grenze 
bilden, die für Herons Thätigkeit überhaupt denkbar wäre. 

Fig. 34e und 34d (zu S. 159) geben das gıdlıov, 
das gewöhnlich eine flache Form hat, nach den hand- 
schriftlichen Figuren von à (34c nach A, 34d nach T), 





Fig. 34c. Fig. 34d. Fig. 34e. 


Fig. 34e nach b wieder. Die verschiedenen Kugeln 
dienten zugleich als Erkennungsmarken. Vgl. de Rochas 
Science des phil. S. 141 Anm. 3. 

Fig. 38 8.170. Da beim Heronsbrunnen die Druck- 
hóhe des Wassers die Steighóhe zu überragen hat, so 
mufís man sich die Lage des Schlauches etwas tiefer, etwa 
unterhalb der Brust denken. Vgl. Heron im 17. Jahrh. 
Abh. zur Gesch. d. Math. VIII, 206. 

170,26.31. Vielleicht &varsıverwo. S. Wörterverzeichnis. 

188, 1 scheint H. Schöne usxo& verderbt. Er vermutet 
beispielsweise sAnv «v» Omij wuxoG. Zur Satzbildung 
vgl. Philo Mech. Synt. 74, 31 4v n slo iv «vij dımoren 
xoOmouocuévy, xoOdzso émi vv GÀÀlov xoromoArOv Ev voig 
1ekovioıs, mAmv Ovi raneıwn vv 3j ysío. Sollte 188, 1 etwa 
zÀQv Ort. puxg& (mv) xal Eyovca zu lesen sein? 

190, 20 ist (ónig mv fci) zu korrigieren. 

Fig.43c—k zu 8.1921f. Die handschriftlichen Figuren 
43c—f s. Suppl. S. 10 u. 11. Es ist bemerkenswert, dafs 


ANMERKUNGEN. XXXVII 


Herons Wasserorgel nur einen Kolbencylinder hat, wührend 
die Denkmäler und Vitruvs Wasserorgel (s. 8. 496 ff.) zwei 
aufweisen. Indessen genügte jedenfalls der eine Pumpen- 
stiefel für die 7—8 Pfeifen. Auch bei der Orgel des 
Ktesibios (Philo Mech. Synt. 77, 421f. ed. R. Schoene) ist 
nur von einem die Rede: xoi yàg é£mi vijg oVgıyyog vic 
#00v0uEVNS Tag ysooív, av Aéyousv ÜÓgevÀw, 7 PÜoa To 
mveÜue sig vÓv iv vÀ bdarı nvıyea naganeunovon qv qoi 
x«l Ouoícg Eloyaousvn voic mwQotiomuévoig Ayyeloıg. Ebenso 
Athen. Deipnosoph. IV, 174d &geccouévov vo? QO0crog vm-ó 
TLVOG veavioxov (bei mehreren Stiefeln hätten mehrere 
Knaben thätig sein müssen).!) 


1) Es dürfte manchem nicht unwillkommen sein, die Stelle 
aus Athenaeus Deipnos. 174a—e über die Wasserorgel hier 
vollständig zur Hand zu haben: 

'IIoàÀóv 68 ToLodr@v Er Aeyousvov £x TÓV yevtóvav Tig 
Eönnododn bOoomAsOg 708. Tz VU TL ‚Ns xol TEOTTVOS, os mdvras 
qu&s. Emiorgagpijvau VerydEVras o7t0 ijs £uusäsiag. x«i 6 Ovi- 
TIRVÖS ‚Großkerpas zoög tÓv uovoınov Aknsiönv' Aroveis, gn, 
JLOU GLA. COT. CL 8 Avögav, rüs uU Tadens sógovicg, ig Tus 
£néovosibe züv»t«ge nartanniAndevrag vz0 vije wovcuxijs ; x«l 00% 
og coco buiv rois Ahzgavögedcı z0Àve Ó uovVavkog ‚ehymdove 
pov vois GX050v6L Grot v u Tıva Tegyıy uovornmv. nal Ó 
"Ahnslöns Epn' All& unv x«i To Üpyovov Toöro, 7 vögavAıs, eire 
TtÀv Evrarav (Saiteninstrumente) eóvó QéAsig sits vOv Eunvevor@v 
(Blasinstrumente), "44s&£ovóoícg Eoriv Ti £O cmo EVENUL, xovo£osc 
nv reyvnv‘ Krnoißios 6° covà Todvoug. iotogei Ó& TodTo ’Agıoro- 
rang Ev to llsol Kog@v obvací WS Afyov "Zyreincı, mörege 
TY duztyevorá &otıv Ö ógyévov T vögavAıg 1 3] tÓV ÉvroTÓYV; "Agıorö- 
Ésvog uiv 00V Toüro ovx olde. Akyeraı ÖE IDdvove uxor TLVOL 
Evvoiav boövaı Tod HUTUOHEVLOHATOS vvxttQLvÓv TOLOEVTE @g0- 
Aoyıov £oixóc TÓ $0oovAixÓ, oiov nheryvögev ueyahnv Mov. X«L To 
vögavAınov 0? C Ópyovov Ooxsi xov uAepóogoav eivaı. Evrarov 00V 
nal nadamrov 00* Qv vouuco eim, Eumvevorov ó' àv» icog ón9sí 
dıc To Eumveloteı TO Üoyovov oóz0 TOD UÓcrOc. xcrtotocuuévoL 
y&o sicwv oi ankol eis v0 VÖneE (genauer nach der Windlade hin, 
in welcher das Wasser den Druck der komprimierten Luft regu- 
lierte), x«l &ococoué£vov tod V0crog $zÓ TIvog venviorov, Erı Ö8 
óuxvovuívov dEOvmv!) Ói& Tod Öpydvov Eumveovraı oi adkol 


1) Casaubonus und Schweighäuser nach Dalecampius statt 
des verderbten dEıvav; &£ovicov liest Villebrun. Vgl.Joh.Schweig- 


XXX VIII EINLEITUNG. 


Ferner vermifst man bei u ein Ventil, welches das 
Zurückstrümen der komprimierten Luft verhindert. Vgl. 
Ph. Buttmann Beitrag zur Er- 
läuterung der Wasserorgel und der 
Feuersprütze des Hero und Vitruv. 
Abhdl d. Kgl. Akad. der Wiss. 
in Berlin 1810/11 S8. 144 und 
G. Walther Loci aliquot physici 
S. 15. Fig. 43g zeigt, wie das 
Ventil von Heron, der ein ähn- 
liches 74, 5 (Fig. 11) zu ühnlichem 
Zwecke verwendet, leicht ein- 
gerichtet werden konnte. ‘ Gleich- 
wohl dürfte durch ein lebhaftes 
Auf- und Niederziehen des Kolbens oo dem Windkessel 
und dem Windkasten genügend Luft zugeführt werden. 

In der Rekonstruktion der äufseren Einrichtung sind 
wir den Denkmälern gefolgt. Vgl. Fig. 43h, welche eine 





Fig. 43g. 


xol qy0v dmorshodcı nooonvi. tows Ob r0 Öoyavov fou crooy- 
yOÀo. Aal paoı rodro edvenjoteı 6x0 Krnoıßiov xovoéag Evradde 
olnoövrog Ev vij "Aonevöia iml Tod Ösvregov (dafür vermutet 
P. Tannery f«cuéog a. a. O. S. 26, indem er die beiden Ktesi- 
bios identifiziert und den einen unter Ptolemaeus Euergetes I 
setzt) Eósoyérov dianokaı TE pacı usydAog. Tovrovi o)v Aal 
viv adrod dıdasaı yvvoixe Oailda’. "Toópov Ó' Ev voívo Ilsol 
óvouccuÀv (Eorı 08 To cóyyoeauue llsol cüÀóv x«l Oópydvov) 
ovyyodaıbaı gpnol Ilsei vije $0oovAsog Krnoißıov vóv unyavındv. 
éyo Óà oön olda, si zsol v0 Óvoue opalkeraı.’ 


häuser Animadvers. in Athenaeum ll 632. P. Tannery Athenee 
sur Ctésibios et l'hydraulis in der Revue des Etudes grecques, 
Paris IX, 1896, S. 23 Anm.1 erwartet corvo». M. E. handelt 
es sich um das Niederdrücken der Tasten und das Offnen der 
Schieber, auf die man sehr gut das dunvelodau dia Tod Ópycvov 
beziehen kann. Denn ohne das ist der Luft der Weg zu den 
Pfeifen versperrt. (Schieber müssen auch hier vorhanden sein, 
da nicht fortwührend alle Pfeifen offen stehen kónnen und 
ohne die Schieber ein Spielen unmóglich ist. Daher scheint 
mir die Lesart &£uwóv nach Ausfall mehrerer Buchstaben aus 
&yxovicxor entstellt zu sein. &yxovioxog würde aber hier die 
Taste nebst ihrer Verlängerung, dem Schieber, bezeichnen. 


ANMERKUNGEN. XXXIX 


römische Wasserorgel nach einem in Nennig bei Trier 
gefundenen Mosaik aus der Zeit Hadrians wiedergiebt 
(Wilmowsky Die römische 
Villa zu Nennig und ihr 
Mosaik Bonn 1865). S.auch 
unten Fig. 431 und k. 

Fig. 44 zu 8. 202f. 
Die handschriftlichen Figu- 
ren der Windorgel haben 
den  Kolbencylinder 7% 
rechts wie Fig. 44. Fig.44 
zeigt aber mit Absicht von 
ihnen abweichend die Vor- 
derseite. Auf der Vorder- 
seite befindet sich näm- 
lich nach den Denkmälern 
immer das Holzband für 
die Pfeifen. Da nun die 
handschrifthehen Figuren 
das Band hinter den Pfeifen 
haben, so ist klar, dafs sie 
die Rückseite darstellen 
sollen. Wenn wir uns 

Fig. 43h. darin eine Änderung er- 

laubt haben, so geschah es, 

um auch die Vorderseite einmal zu veranschaulichen. Das 

Fehlen des Wassers — im Texte ist wenigstens keine 

Rede davon — gereichte dieser Orgel sicher nicht zum 

Vorteil. Vermutlich handelt es sich, obwohl von Tasten 

nichts gesagt wird, dennoch um eine richtige Orgel und 
nicht um eine der Äolsharfe analoge Einrichtung. 

Fig. 44a ist die handschriftliche Figur des Anemurion. 
Vgl. S. 207, Anm. 1. 

Merkwürdigerweise ist man erst spät zum Verständnis 
der von Heron sehr klar beschriebenen Vorrichtungen, 
besonders der Wasserorgel, gekommen. So soll noch 
Isaak Vofs das Verständnis verschlossen gewesen sein. 






IT 
zus. H 
us 





XL EINLEITUNG. 


Wesentliche Fortschritte machte erst A. L. F. Meister De 
velerum hydraulo. Nov. comment. societ. scientiar. a 
II (1771), 158—199. Dessen Figur 
ist wiederholt von O. Wangemann .Die 
Orgel, ihre Geschichte 2 ihr Bau 
Leipzig 1895 Taf. I Fig. 6, ebenso mit 
geringen Änderungen von C. von Jan 
Baumeister Denkm. d. klass. Altert. 
I, 564—565. Vgl. aufserdem Butt- 
mann a. a. O., G. Walther Loci aliquot 
physici 8. 11—16, R. Grübner De 
organis veterum hydraulicis. Diss. Berlin 
1866 und Clément Loret Recherches 
sur. l'orgue hydraulique. | Extrait de 
la Revue archéologique, Paris 1890, 
HONO 

Die Pfeifen beider Heronischen 
Orgeln sind ohne Mundöffnungen. Eben- 
so fehlen solche auf einigen Denk- 
mälern. Vgl. A. J. H. Vincent Essai 
d’explication de quelques pierres gnosti- 
ques S. 8. 9. Mémoires de la société 
des antiquaires de France XX, Nouv. 
Bér. X..1850, 'Planche I n. 4. 5.36.28 Fig. 44a. 
und Loret S. 27—29. Indessen finden 
sie sich in einer eine Wasserorgel darstellenden Terracotta- 
figur, welehe in den Ruinen von Karthago gefunden ist 
(Fig. 43i und k). Darum dürften sie auch für die 
Heronischen Orgeln anzunehmen sein. 

Nur 8 Pfeifen finden sich auch auf einer Medaille 
aus Neronischer Zeit, welche sich in der Pariser National- 
bibliothek befindet (Loret 8. 28). 

200, 7 verlangt G. Walther Loci aliquot physici S. 15 
mit Unrecht évróg statt z5eo. Die Sehne selbst mufs 
schon straff sein, ehe die Taste niedergedrückt wird. 
Sonst würde sich beim Hineinstofsen des Schiebers die 
Spatel nicht krümmen. 





ANMERKUNGEN. XLI 


Wir fügen hier gleich einige Bemerkungen über Vitruvs 
Wasserorgel hinzu. Diese bietet deshalb Schwierigkeiten, 
weil bekanntlich zu Vitruv keine handschriftlichen Figuren 
existieren. Den Irrtum Schneiders Eclog. phys. II, 121, 
dafs bei Vitruv die Kolben von oben hineingestofsen 
würden, hat schon Meister a.a. O. 8. 181 Anm. m wider- 
legt. Vgl. auch Buttmann a. a. O. 8. 148, Graebner 8$. 15. 
Es ist wenig von Belang, wenn Loret a.a. O. 8.19 und 
schon früher Perrault (nach Meister S. 179 k) für jeden 
Kolbencylinder zwei Delphine annehmen, obgleich das aus 
Vitruv nicht unmittelbar hervorgeht. Notwendig ist es 
sicher nicht. 

Es ist wohl wahrscheinlicher, dafs statt der Kolben- 
stangen entweder die Kolbencylinder (auf der Innenseite) 
mit wollgen Fellen gefüttert oder die Kolben selber damit 
umwickelt waren, um jedes Entweichen von Luft zu ver- 
hindern. Das macht man wohl auch heute noch. Meister 
S. 178 meint, es sei vielleicht die innere Oberflüche des 
Pumpenstiefels mit Ól, Wachs oder einer Salbe bestrichen 
gewesen. 

Hatte Vitruvs Orgel vier bis acht Pfeifenregister oder 
nur vier bis acht Pfeifen? Die Mehrzahl der Gelehrten 
éntscheidet sich für das erstere (Meister S. 1811, Butt- 
mann S. 154, Schneider S. 128, Vincent S. 16, G. Walther 
Loci aliquot physici S. 10 und Fig. III, Rode Des M. Vitru- 
vius Pollio Baukunst übersetzt. Leipzig 1796. II, 271, 
Reber Des Vitruvius zehn bücher über Architektur über- 
setzt 321, Terquem La science romaine S. 89, Loret S. 20, 
Wangemann 8.16). Dagegen traten Graebner und v. Jan 
für das letztere ein. 

Graebner ist der Überzeugung, dafs Vitruvs Orgel, 
von einigen Kleinigkeiten abgesehen, mit der Heronischen 
übereinstimme, so dafs Vitruvs arcula (8. 500, 3) und 
Herons Windkasten (8. 197, 14) sowie Vitruvs canales 
(S. 500, 5) und Herons Fücher (glossókoma) (8. 199, 5 ff.) 
identisch seien.  Vitruvs epistomia S. 500, 7 (so las 
Graebner statt epitonia) seien den asses desselben, den 


XLII 


EINLEITUNG. 


Klappdeckeln (z, s. S. 502, 15, aber ihre Lage denkt er 
sich etwa bei g, jedenfalls zwischen arcula und canales) 


gleich. Durch diese 
Klappdeckel würde 
also der Luft der Zu- 
tritt aus der arcula 
in die canales ermóg- 
licht. Geöffnet wür- 
den aber die canales 
(d. h. ihre epistomia) 
nur durch den star- 
ken Luftdruck. Von 
mehreren  Pfeifenrei- 
hen kónne bei Vitruv 
keine Rede sein, zumal 
sich solehe auf Denk- 
mülern nicht  nach- 
weisen liefsen. 

Das letztere ist 
jetzt nicht mehr zu- 
treffend, da aus Fig.431 
(nach Loret a. a. O. 
S. 26, freilich aus un- 
bestimmter Zeit) sich 
unzweifelhaft mehrere 
Pfeifenreihen ergeben. 
Für das Ende des 2. 
oder den Anfang des 
3. Jahrh. n. Chr. sind 
aber auch litterarisch 
von Tertullian mehrere 
Pfeifenreihen bezeugt, 
De anima 14: 'specta 
portentosissimam  Ar- 










J 


u ! N 


| y Yu 


// / / / 
ALLE 








Fig. 43i. 


chimedis munificentiam, organum hydraulicum, tot partes 


. tot acies tibiarum'. 


Graebners Erklärung der epistomia ist schon an sich 


ANMERKUNGEN. XLITI 


unwahrscheinlich, weil er mit den manubria ferrea nichts 
Rechtes anzufangen weils. Sie sollen nur den Zweck 
haben, den Klappdeckeln (etwa als verticuli?) einen festen 
Halt zu geben. Sie 
wird aber erst recht 
durch die mit Un- 
recht aus dem Texte 
entfernte hand- 
schriftliche Lesart 
epitomia hinfällig. 
Schliefslich ist es 
doch auch wenig 
wahrscheinlich,dafs 
man noch nicht ein- 
AMAAAAAAAAAAAA | mal eine Oktave ge- 
FÉ nommen habe und 


FOSSESSORIS dafs schon für nur 
vier Pfeifen zwei 
, Pumpen in Thätig- 
| keit gesetzt sein 

sollen. 

208, 14 möchte 
ich für dvereiveran, 
da in den besseren 
Hss. fast  regel- 
máüfísig das in- 
transitive Aktivum 
steht, jetzt nach b 
208,20 &varsıvero 
schreiben. 

212, 10 ff. Über 

/ den Heronsball vgl. 

Fig. 43k. Abhd. z. Gesch. d. 
Math. VIII, 204. 

217,21 zu Fig. 48. Es ist zu beachten, dafs auf 

dem Boden des Gefälses noch ein PagvAlıov liegen soll. 

Das Gefüfs hätte ohne fegvAMov oben den Schwerpunkt 


3 
i 





Ll 


XLIV EINLEITUNG. 


und würde sofort umkippen. Dies wird aber gerade durch 
das vielleicht etwas überwiegende ß«evAAıov  verhütet. 
Erst durch den Druck des Wassers, welchen dieses nach 
Füllung des Gefüfses gegen die Seite desselben ausübt 
(un ar uéícov 218, 9—10), erlangt der Schwerpunkt 
wieder das Übogowidb so dafs das Gefüfs umkippt. 
Die Konjektur «éro im Burasianke 81 zu 216, 10 (dies 
verlangt auch G. Walther Loci aliquot physici S. 6) ist 
also sachlich nicht zulässig. Denn es versteht sich von 
selbst, wenn an sich schon das Gefüís im unteren Teile 
schwerer ist als oben und dann unten obendrein noch 
durch ein Gewicht belastet wird, so wird das Gefüís über- 
haupt nicht umkippen. 

Fig. 49 zu 218,17. Die Darstellung ist in 4 jeden- ; 
falls nicht klar. Wenn wir auch von dem Wechsel 
zwischen yóo« und &yysíov für “Kammer” absehen, so ist 
einmal der Ausdruck dıaßfjraı PEoovreg sig Tag Ömorsiuevag 
409cg nicht genau. Sodann wird aber nur von der letzten 
Kammer gesagt, dafs sie eine pfeifende Röhre enthalten 
solle, während dies doch von allen Kammern gelten muls, 
wie die Aufgabe voraussetzt. Man würde zum mindesten 
218, 17—220, 1 &4dorw für và Omoxéro erwarten, eine 
Anderung, die immerhin nicht leicht wäre. Auch der 
Schlufs 920, 19—20 erregt Bedenken. Die im Apparate . 
Morgesctilagenen Änderungen sollen mehr auf die Ver- 
derbnis neh. als dafs sie den Anspruch erhöben, 
zuverlässige onen zu sein. Es scheint mir nicht 
ausgeschlossen, dafs das ganze Kapitel das Werk eines 
Interpolators ist, der zu IL 4 eine Variation geben wollte. 
Auf eine Interpolation weisen insbesondere die Worte 
220, 19—20 6 ó'év voócro ame... move, die in 
218, 5—6 am richtigen Orte stehen, aber 220, 19— 20 
unpassenderweise wiederholt zu sein scheinen. 

Über das Verhültnis von b zu a vgl. Suppl. 8. 60. 

Fig. 51 zu 222,111f. Diese Aufgabe ist nicht ohne 
Bedenken. Die Kugel sitzt wohl nur dann fest, wenn 
der oberen Halbkugel vor dem Einsetzen der Kugel etwas 


ANMERKUNGEN. XLV 


. Luft entzogen wird, so daís die atmosphürische Luft 
aulserhalb der oberen geschlossenen Halbkugel die Kugel 
in dieselbe hineindrückt. Oder sollte wieder ein Inter- 

polator in Erinnerung 

an II 6 sich den in 

II 7 angeführten Fall 

ausgeklügelt haben? 

Was hat die Entnahme 

von Wasser mit der 

figürlichen Darstel- 
lung des Weltalls zu 
thun? Das Kapitel ist 
auch sprachlich nicht 
ohne Anstofs. De 

Rochas weist S. 157 

nicht ohne Grund dar- 

auf hin, daís diese 
Fig. 55b. Darstellung, welche 
der Anschauung des 

Thales entspricht (Arist. coel. II 13), Herons wenig würdig 

sei. Denn zu Herons Zeiten hatte man des Thales Vor- 

stellung vom Weltall schon längst auf- 
gegeben. 

Zu 224, 2 ff. vgl. Zur Geschichte des 
Thermoskops in den Abhdl. z. Gesch. der 
Math. VIII, 163—173.) 

Fig. 55b (zu 231 Anm. 1) ist hand- 
schriftliche Figur zu Herons Äolipile nach 
T. Damit stimmt die von A im wesent- 
lichen überein. Über die Aolipile vgl. noch Heron von 
Alexandria im 17. Jahrh. Abh. z. Gesch. d. Math. VIII, 210. 

230, 20. Sollte man nicht zc HA sv9s(eg schreiben 
müssen? 








mugu5ue 


1) Weitere Literatur s. bei G. Hellmann Neudrucke von 
Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus 
Nr.7. 8.17 und F. Burckhardt Die Erfindung des Thermometers 
und seine Gestaltung im XVII. Jahrh. Basel 1867. 8.4 ff. 


XLVI EINLEITUNG. 


Fig. 57c zu 237,1 stellt die abgebrochene hand- 
schriftliche Figur zu Fig. 57a dar. 

8. 2381... Zu IL 14 vgl. Abhdl. z. Gesch. d. Math. VIII, 
207—208. 

8. 2461ff. Zu IL 16 (Fig. 60) vgl. Abhdl. z. Gesch. d. 
Math. VIII, 212—213. 

S. 2621f. Zu IL 21 vgl. ebenda VIII, 211—212. 

8. 2641f. Vgl. ebenda VIII, 205. 207. Der daselbst 
erwühnte Brief Galileis lautet im Cod. Ambros. R. 104 
Fol. 376 (ungenau bei Venturi Memorie e lettere inedite 
finora o disperse di Galileo Galilei. Modena 1818. I, 12): 
Ad Alvise Mocenigo del P. Galilei (andre Hand als im Text). 


Cn.79 ^s; NDOTILZSAS 

Dalle parole di V. S. Ch."^ et dalla fabrica assai con- 
fusa posta da Herone al n.'? 7.? vengo in cognitione quella 
essere la lucerna della quale V. S. Ch."* desidera la costrut- 
tione, pero l’ ho piu volte letta, et finalmente non so da 
le sue parole trarne tal senso che non mi resti qualche 
confusione, ma non volendo interamente obligarci a tutte 
le sue parole mi pare che voglia inferire una fabrica 
simile all' infrascritta. 

Construatur lucerna basim habens concavam AC DB!) 
intersectam diafragmate JF?) Sit vero calatus oleum 
continens KL- et ex diafragmate EF- procedat tubulus 
M.N.- simul cum eo perforatus distans a calati operculo 
quantum sufficit ad aeris exitum: sit autem alius tubulus 
XO.) per operculum distans a fundo calati quantum ad 
olei) fluxum sufficit, et ex operculo paululum excedens, 
excessui vero aptetur alius tubulus P- habens superius 
osculum obstruetum eui agglutinetur alius tubulus exilis?) 





1) Eine Figur ist nach Galilei von Venturi beigegeben. 
Sie lehnt im wesentlichen sich an die Commandinosche an, 
weicht aber in Einzelheiten ab. Bei Galilei bezeichnet Q das 
Luftloch für die Basis. 

2E Bess e£. 8) XO EE 

4) Danach könnte man 266, 14 £A«ío statt ddarı vermuten. 

5) Dieser setzt sich in Galileis Figur seitlich an P am. 


ANMERKUNGEN. XLVII 


et simul cum eo perforatus, per quem ellychnium influat: 
Sub diafragmate vero E F'- conglutinetur clavicula R- deferens 
in locum A EF BP), in ipsum O DEF?) transeat, sit autem 
in opereulo AB parvum foramen Q- per quod locum A B. 
implebimus aqua: sublato itaque ellychnio?) calatum oleo 
implebimus per tubulum X Ó- aere per tubum 7M N- excedente 
et adhue per clavem apertam?) quae est in fundo C D- et 
per foramen @- repleto autem calato oleo superimponemus 
tubulum X- cum ellychnio et clausa clavicula per foramen 
Q- aquam infundemus in locum A E FB. quando autem opus 
fuerit oleum superinfundere ellychnio; aperta clavicula R- 
aqua in locum E C.D F- influet et aer per M N- tubum im- 
pulsus oleum alidet per tubulum O X- ad ellychnium, et cum 
non opus fuerit amplius fluere, claudemus claviculam. 

Questo é quanto per hora mi par poter di raccorre dalle 
parole di Herone, come ho detto di sopra assai confuse, 
et l'ho volsuto mandare a V. S. Ch."?, accioche avvertito 
dal suo giud.° possa con altra occasione cavarne forse 
miglior costrutto; ancorche la fabrica explicata essequisce 
quanto promette la proposta. con che baciandoli reverente- 
mente le mani, li resto devotissimo servitore. N. S. (Nostro 
Signore) la prosperi.?) 

Di Padova li 11. di Gennaro 1594. 

DIE Ch,» 

Ser.? Pront."o 
Galileo Galilei. 


268, Anm. 2 — 269, Anm. 1 sind zu tilgen, da das 
Wasser aus der oberen Kammer nicht abfliefsen würde, 
wenn das erwühnte Loch geschlossen würe. 

283, 15 ff. Der Weinautomat II 27 stellt sich als 
einen intermittierenden Brunnen dar. 


1) ARE EB av. 2) ODEF = yóst£. 

3) Dies ist mit Commandino falsch NEAN Vgl. Abh. 
z. Gesch. d. Math. VIII, 206, Anm. 4. 

4) In Galileis Figur anscheinend nicht vorhanden. 

5) Nach freundlicher Vergleichung von Antonio Ceriani. 


XLVIII EINLEITUNG. 


298, 8ffl. Fig. 76a—c. Die Rekonstruktion Fig. 76a 
schliefst sich enger an die handschriftlichen Figuren an 
als die im Texte gegebene. Nur mufs man die Achse e£, 
wie geschehen, derart quer stellen, dafs auch wirklich die 
Zähne von u in die des anderen Sternrades eingreifen 
können. Indessen ist zu beachten, dafs im Texte e£ &$ov, 


jw 





Fig. 76a. 


or dagegen nur d$ovioxog genannt wird. Dem entspricht 
jedenfalls mehr die in Fig. 76 S. 301 gegebene Rekon- 
struktion, die gewils sicherer funktioniert, insbesondere 
auch die Reibung der beiden Achsen gänzlich vermeidet. 

Fig. 76b giebt die (abgebrochene) handschriftliche Figur 
für die Winde wieder, Fig. 76c eine sich darauf gründende 
Rekonstruktion. Dabei der Winde A ausdrücklich von einem 


ANMERKUNGEN. XLIX 


. Rade 4 die Rede ist, so haben wir kein Bedenken getragen, 
die Winde so zu zeichnen, wie sie Fig. 76 $8. 301 giebt. 
S. 305 ff. Fig. 

18.9 Die 805; 


o^ 
Anm.1 erwähnten 
A | d Stellen über das 
B Milliarium sind 
€ É Seneca Natur. 
quaest. III 24: 


Fig. 16b. Fig. 16c. "Facere solemus 
dracones et mi- 

liaria et complures formas, in quibus aere tenui fistulas 
struimus per declive circumdatas, ut saepe eundem ignem 
ambiens aqua per tantum fluat spatiü, quantum efficiendo 
calori sat est. Frigida itaque intrat, effluit calida. Idem sub 





Fig. 78c. Fig. 78d. 


terra Empedocles existimat fieri, quem non falli credent 

ii quibus balnearia sine igne calefiunt. ^ Seneca Nat. 

quaest. IV 9: “minora miliaria nominat, unde patet variae 

magnitudinis fuisse. Ferner ist es nach Palladius 
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. d 


L EINLEITUNG. 


(4. Jahrh. n. Chr. de re rust. V 8 'altum et angustum". 
Pall.I40: 'Miliaium vero plumbeum, cui aerea patina 
subest, inter soliorum spatia forinsecus statuamus fornace 
subiecta, ad quod fistula frigidaria dirigatur, et ab hoc 
ad solium similis magnitudinis fistula procedat, quae 
tantum calidae ducat interius, quantum fistula illi frigidi 
liquoris intulerit Schliefslich die allgemeine Bemerkung 
bei Athen. III 98e: Of OvAnıdveioı oopıorel, of xoi To 
wiAdoıov xcÀovusvov On Pouclov to sig vov Tod Otouoó 
Üüeroc Harspyaolav  xoveoxevotóusvov imvolégmva 6voud- 
fovrseg, moÀÀQv Ovo- 
uirov noimtei. 

Fig. 786 ist hand- 
schriftliche Figur der 
Heronischen Pneu- 
matik, Fig. 78d der 
Pseudo -Heronischen. 
(&» und (ED sind 
von mir zugesetzt. 

Fig. 79aist hand- 
schriftliche Figur 
(direkt nach A) zu 
Fig.79. Die in recht- 
eckige Klammern ge- 
schlossenen . Buch- 
staben stehen an fal- 
scher Stelle. <e> ist 
von mir zugesetzt. 

In Wirklichkeit 
(Fig. 79) sind das Fig. 798. 

Rohr ge (Fig. 79a) 
und das rechts aufsteigende, unbezeichnete Rohr (Fig. 79a) 
identisch. Der Zeichner, welcher ursprünglich die Figur 
handschriftlich entwarf, war nur nicht imstande, das 
korrekt darzustellen. 

Fig. 80e ist von de Rochas La science des phil. über- 

nommen. 





ANMERKUNGEN. LI 


KAPITEL III. 


ANMERKUNGEN ZU DEN AUTOMATEN, 
INSBESONDERE ZU DEN FIGUREN. 


Die Figuren zu den Automaten waren ungleich 
schwieriger als die der Pneumatik. Der Herausgeber 
weifs daher Herrn H. Querfurth in Braunschweig nicht 
wenig Dank, dafs er sich mit so viel Hingebung der Auf- 
gabe unterzogen hat, die teilweise recht mangelhaften 
handschriftlichen Figuren auf Grund der vorliegenden 
deutschen Übersetzung zu rekonstruieren. 

Wir fügen hier noch, ehe wir zu Fig. 82 übergehen, 
die Bemerkung ein, dafs S. 347, 1 statt “Achse (Axon)’ 
in einer Handschrift die ansprechende Vermutung “Bogen- 
arm (Ankön)’ steht. Dem würden etwa die in Fig. 109 
gezeichneten “Wirbel? entsprechen. Sie heifsen aber 
Kóllaboi. Ein Hysplenx ist Fig. 103 verwendet, steckt 
aber nicht in einem Sehnenstrange. 

Von einer interessanten Nachbildung des fahrenden 
Automaten beim Einzuge des Herzogs Borso von Este in 
Reggio 1452 berichtet Muratori Rer. Ital. script. XX, 468f. 
Vgl. auch J. L. Heiberg Nogle Eftervirkninger af graesk 
Mechanik. Kong. Danske Vid. Selsk. Forh. 1886 S. 4— 5. 
Vgl. ferner das Bacchusfest unter Ptolemaeus Philadelphus 
Athen. V 198 c u. f. 

Fig. 82. Da weiter unten S. 384, 7 von dem Tempel- 
dache die Rede ist, so kónnte man mit R. Schóne wohl 
eionosreı vermuten. (Oder könnte siogvo: aus esiOuoroL 
verderbt sein? Vgl. 250, 3.) Ansprechend ist Brinkmanns 
Erklärung für ivrser«uévqv viv Enıpaveev “eine anstrebende 
Oberfläche’, wozu er aus Marc. diac. vit. Porphyr. edd. 
sod. Bonn. S. 62 in Bezug auf ein konisches Türmchen 
die Wendung &varerausvov eis bwog vergleicht. In diesem 
Falle ist 353, 17 statt ‘oben’ zu lesen 'eben', und es 
wäre nicht nötig, S. 350, 15 eine Lücke anzunehmen. 

Fig. 83c zu S. 357 (s. Suppl. S. 5) ist handschriftliche 

d* 


LII EINLEITUNG. 


Figur. Sie ist der Berliner Hs. nachgezeichnet und mit 
der Figur des Marcianus (A) als übereinstimmend befunden. 
Man beachte, dafs die Buchstaben e£, 49, xA, uv, 5 auf 
dem Kopfe stehen. Das findet sich so fast in allen Hss. 

Fig. 85ff. Nach 389, 4— 5 erfolgt nur eine einmalige 
Hinfahrt des Automaten, an welche sich die Bewegungen 
am Orte (Altarfeuer, Tanz der Bakchantinnen u. s. w.) 
anschliefsen. Dann tritt der Automat die Rückfahrt an. 
Sollte er von neuem vorrücken, so mulste jedenfalls 
frisches Brennmaterial auf die Altüre gelegt, die Schnüre 
für die Altäre neu eingespannt und der Abzug (391, 5) 
wieder eingestellt werden. Dafs Heron nur an eine ein- 
malige Hin- und Rückfahrt gedacht hat, darauf weist 
auch Kap. 19 hin. Zu einer wiederholten Hin- und Rück- 
fahrt wäre noch ein mehrfacher Pflock & nötig. Die 
Worte &av óà 360, 2 — noocxıgwusde 360, 7 (— 361, 26 
Wenn der Kasten oft — 363, 1 nach Belieben aus) unter- 
liegen daher starken Bedenken und könnten auf Rechnung 
des Interpolators zu 
setzen sein, dessen 
Spuren wir weiter 
unten mit  Be- 
stimmtheit verfol- 
gen können. 

Fig. 89a ist 
ebenfalls aus der 
Berliner Hs. ent- 
nommen, stimmt 
aber mit dem Mar- 
cianus(A)undallen 
übrigen Hss. Sie 
zeigt so recht, wie 
mangelhaft manche handschriftliche Figuren sind und wie 
wenig sie zuweilen bei schwierigen Abschnitten das Ver- 
ständnis des Textes fördern. 

Fig. 91. 8. 376, 15—27 (= 377, 16—30) sind ver- 
dächtig. Z. 20—27 (= 22— 30) wiederholen nur bereits 




















ANMERKUNGEN, LII 


Gesagtes (vgl. 874, 8ff. — 375, 8ff). Eine Schnur ist bei 
xÀ noch nicht erwähnt und auch überflüssig. Lockere 
-Schlingen ferner, mit denen nach Z. 19 = 21 x4 versehen 
sein soll, hätten keinen Zweck, da x4 ohne Unterbrechung 
immer mitläuft (8. 374, 7. 10 = 375, 7. 11). Während die 
Büchsen bei zo, or am Platze sind, weil sie das Stehen- 
bleiben eines Rades ermöglichen, ist die Büchse bei x4 
nicht nur zwecklos, sondern widerspricht geradezu der 
Bemerkung 5$. 378, 2—3 = 379,1— 2, daís die Bewegung 
durch die Büchsen erschwert würde. Wer das weils, 
wendet sie doch nicht an, wo es nicht unumgünglich not- 
wendig ist; und man sieht nicht ein, weshalb bei diesem 
allein laufenden Rade nicht die leichtere Art der Be- 
wegung wie S. 372, 24 = 373, 27 in Drehzapfen ver- 
wendet wird, sondern die schwierigere mit befestigter 
Achse (S. 376, 16 — 377, 19). Das Festlegen der Achse 
von xà stimmt wieder schlecht zu S. 378, Aff. — 379, Aff. 
Hier wird doch wohl vorausgesetzt, dafs die hintere Achse 
immer beweglich sei. Zu alledem gesellt sich noch ein 
schwerwiegender sprachlicher Anstofs (S. 376, 20). Es 
kann daher keinem Zweifel unterliegen, dafs der bezeichnete 
Abschnitt interpoliert ist. Die weitere Interpolation 
8. 378, 1—2 meoızeluevar Tois &500ıw war die notwendige 
Folge der ersteren. Die Worte 378, 12 @ore — 378, 14 
#vodasıv schliefslich sind insofern nicht ganz unverdächtig, 
als &40010v ... svodasıv nur bereits Gesagtes wiederholen 
‚und die Worte ßeßnxevaı ... 90yovc etwas Selbstverstünd- 
liches ausdrücken. 

Fig. 92. Die S. 381, Anm. 2 ausgesprochenen Be- 
denken ergänzen wir noch durch folgendes. 

Dafs an jeder Achse das Rad von doppelten Schnüren 
in die Mitte genommen werden soll, widerspricht Herons 
früheren Ausführungen (S. 359, 22— 206), nach denen an 
der einzelnen Achse Hin- und Rückfahrt durch ein- und 
dieselbe Schnur vermittelt werden. Dafs auch hier 
(Kap. 11 zum Schlufs) von Heron selber nur an letzteres 
Verfahren gedacht ist, beweisen m. E. S. 381, 5ff. Denn 


LIV EINLEITUNG. 


würen die Schnüre doppelt, die eine für die Hin-, die 
andere für die Rückfahrt, so weifs man nicht, welchem 
Zwecke die lockeren Schnurlagen S. 381, 6 dienen sollen. 
Nicht minder auffallend ist schliefslich, dafs auch das 
dritte Rad, welches mit Ausnahme des nicht unverdäch- 
tigen Falles S. 377, 20 bisher immer ohne Schnüre 
(S. 359, 2. 375, 8. 11) mitlief, jetzt doppelte Schnüre er- 
halten soll. 

Fig.93. Nach erneuter Prüfung will mir fast scheinen, 
als ob sich Heron die Vorrichtung in Fig. 93 der in 
Fig. 107 beschriebenen analog gedacht habe, also doch 
mit vertikalem  &&óviov. In diesem Falle mülste der 
Altar allerdings bedeutend kleiner sein, denn sonst wäre 
eine vertikale Achse kein «&övıov,»sondern ein &$ov. Das 
war auch ein Grund mit, weshalb die vertikale Achse 
der handschriftlichen Figuren in eine horizontale ver- 
wandelt wurde. Unklar bleibt aber immer noch, wo das 
Kettchen aufhört und die Schnur anfängt, ob letztere an 
ersteres geknüpft oder beide wie in Fig. 107 nach dem 
&5óviov geleitet waren. Vielleicht enthielt darüber etwas 
die Lücke 382, 3 nach &$ovíp. Es könnten die Worte cijc 
&yxóMje Enneoovong 382, 6 auf eine der Öse à in Fig. 107 
analoge Öse gehen, die abfiel, sobald der Schieber unter 
der Öffnung des Altars zurtikger Re war. Die Kette 
durfte jedenfalls nicht weiter gezogen werden. Deshalb 
war es vielleicht sogar notwendig, dafs die das Zurück- 
ziehen des Schiebers vermittelnde Schnur abfiel. Das er- 
reicht man am einfachsten in der durch Fig. 107 dar- 
gestellten Weise. Der Leser wird sich danach die hier 
angedeutete Einrichtung, auch ohne Figur, leicht vorstellen 
können. 

Fig. 94. Wir geben hierneben die handschriftliche 
Figur (Fig. 94c), die so ziemlich in allen Hss. dasselbe 
Aussehen hat. Bei der Rekonstruktion hätte dem Dionysos 
ein Kantharos in die Hand gegeben werden sollen, wie 
er ihn auf den Bildwerken gewöhnlich bei derartigen 
Spenden hat. 


ANMERKUNGEN. LV 


Der Vorschlag, 9% statt Gr zur Bezeichnung des 
Hahnes zu schreiben, ist ansprechend, zumal wenn man 
erwägt, dafs das & in älteren Handschriften die Form /N 























T3 = TTE | TL 
DC 


E Re 


Fig. 94c. 




















hat, welche leicht in ein v übergehen konnte. Übrigens 
. weicht Heron einige Male von der herkömmlichen Reihen- 
.folge in den Bezeichnungen ab. 


LVI EINLEITUNG. 


Wer die früheren Ausführungen Herons mit Auf- 
merksamkeit gelesen hat (vgl. oben S. LIII), wird zugeben, 
‚dafs zur Drehung des Hahnes G,r nieht nur eine Schnur 
vollständig genügte, sondern dafs es nach Heronischen 
Prinzipen nur eine einzige Schnur sein darf. 


Der Hinweis auf Herons Belopoiika S. 388, 10 — 391,3 
bezieht sich allem Anschein nach nur auf den Abzug 
(Schastería) und nicht auf die ‘Hand’ (Cheir, das ist der 
"Drücker' in den Belopoiika) ^ Man bedenke, dafs es in 
den Belopoiika um Ermöglichung einer Bewegung in 
mehr oder weniger horizontaler Richtung (Fortschnellen 
des Pfeiles) handelt, hier dagegen in vertikaler Richtung 


(nämlich der Abwärtsbewegung des Gewichtes À ) Es ist 


wirklich schwer zu sagen, wie der erwühnte Drücker, den 
wir in dem Rekonstruktionsversuche Fig. 42a 8.188 ver- 
wandt haben, hier hätte sicher funktionieren können. 


Fig. 96d stimmt in allen Hss. überein Dafs die 
Buchstabenbezeichnung falsch ist, liegt auf der Hand. 
Wenn der innerste Kreis «6,0 
die Stylobatstufe darstellen soll, 
so mufs der bewegliche Kreis- 
ring durch den Zwischenraum 
zwischen dem innersten und dem 
mittleren Kreise gebildet sein. 
Dann stehen aber die Buchstaben 
eönY9xAuv an unrechter Stelle. 
Stehen aber letztere am rechten 
Platze, dann gehören die Buch- 
staben «ßyd in den mittleren 7 
Kreis, und dieser stellt die Fig. 96d. 
Stylobatstufe oder den Säulen- 
stand dar, während der.sinnerste Kreis in diesem Falle 
den Raum innerhalb der Säulen bezw. die Basis für die 
Figur des Dionysos darstellt. 


Fig. 97. Die Worte 8. 396, 25—398, 2 &mob ... 
moıeiv (— 399, 2—6 Bei einer... suchen) sind verdächtig. 


gr P vi» 


ANMERKUNGEN. LVII 


Es wird im Vorhergehenden gesagt, dafs man, um die 
Fahrt zu verlängern, entweder die Peripherie der Räder 
vergrölsern müsse oder den Umfang der Achse verringern. 
. Nach Herons Meinung erfüllt also beides denselben Zweck, 
wie es ja auch thatsáchlich der Fall ist. Wie stimmt 
das aber zu der Bemerkung, daís es verstündig sei, die 
Peripherie der Räder grófser zu machen? Ist das nicht 
ein Widerspruch? Dem Interpolator entging, dafs die 
Verringerung des Achsenumfangs eine schnellere Rad- 
drehung zur Folge hat, wodurch der zurückgelegte Weg 
natürlich auch verlängert wird. Vgl. noch zu dem Wort- 
laut der Interpolation S. 398, 14f. 

Fig. 98. Heron erörtert die Übersetzung am Wellrade 
ausführlich im Anschlufs an des Archimedes Schrift ’Emı- 
nedwv looggoricı (arab. “Gleichheit der Neigung’) in seiner 
Mechanik II, 7 (Journal asiatique IX 2, 1893, 8. 238. 239 
ed. de Vaux und Heron. op. vol. II) nach den fünf einfachen 
Maschinen. In dem Kapitel von der Theorie des Hebels 
(IT, 8. 3. 241, 11. 12) berührt Heron aber die Sache nicht 
weiter als durch den kurzen Hinweis: “Was für zwei kon- 
zentrische Wellen gilt, gilt auch für den Hebel. Heron 
betrachtet an mehreren Stellen den Durchmesser einer Welle 
als einen Wagebalken, dessen Stützpunkt ihr Mittelpunkt 
ist, oder, was dasselbe bedeutet, als einen zweiarmigen 
Hebel, wie es 1577 zuerst wieder Ubaldo del Monte that. 

S. 400, 9—13 = 401, 3—8. Der Apparat mit dem 
Baechus ist durchaus ein unpassendes Beispiel für die 
Räderübersetzung. Beim Bacchus ist, sobald der Abzug 
gezogen ist, nur eine einzige Bewegung auszuführen, die 
keinen grófseren Umfang hat als den eines Halbkreises. 
Dazu bedarf es doch keiner Übersetzung. Eher hätten 
die Tünze erwühnt werden kónnen, bei denen (S. 395, 10) 
eine einfache Übersetzung angedeutet wird. Aber usl&ovag 
xóxlove S. 400, 10 setzt ohne Zweifel eine mehrfache Über- 
setzung voraus. Dazu stimmt aber wieder der Singular 
to uelfovı S. 400, 12 nicht. Schliefslich ist der Ausdruck 
4] 08 eic mv Asiav ohne zugefügtes czoóidouévr (s. S. 402,10) 


LVIII EINLEITUNG. 


oder &modedousvn (s. S. 436, 14) hart, des Heron wenigstens 
sonst ungelüufigen &&v ydg nicht zu gedenken. Alle diese 
Bedenken bestimmten mich, den Satz für ein Einschiebsel 
des uns schon anderweitig bekannten Interpolators zu 
halten. Die an- 

geführten sachli- e (Je) 
chen Gründe ha- & ES 
ben Brinkmanns ! 


Biligung gefun- | 








den. Nur wirft * 
derselbe die Frage 
auf, ob nicht 
durch Streichung 
von tod Zí,.ovucov 
geholfen würe. In 
diesem Falle wür- 
den wir eine an 
sich gewifs denk- 
bare,allgemeinere 
Bemerkung  ha- 
ben. Aber einmal 
glaube ich, dafs 
alsdann noch coic 
uei$ocı zu ändern 
wäre, und an- 
dererseits würde 
doch durch diese 
Worte kein Ge- 









danke hinzu- 
gefügt. 
Fig. 99b u. Fig. 99b. 


99c. Da Herons 
Angaben sehr summarisch sind, so geben wir hier die Be- 
schreibung des rekonstruierten Mechanismus nach dem 
Wortlaute von H. Querfurth. 

‘In den Raum zwischen den beiden Scheidewünden e£ 
und n® (Fig. 99a S. 402) ist ein kurzer Gewichtskasten A 


ANMERKUNGEN, LIX 


zur Führung eines kleinen Gewichtes a eingebaut. Zwei 
 Sehnüre, über die Rollen B B, geleitet, führen nach den 
Schiebern SS,, welche die Öffnungen x, A der Hirsebehälter 
mit den Antriebsgewichten des Automaten abschliefsen. 
Das hinter dem Schieber 5 befindliche lockere Schnurteil s, 
(Fig. 99b S. LVIII) verhindert, dafs beim Vorwärtsziehen 
des Schiebers durch die Schnur s das Gewicht a angehoben 
wird. Schnurteil s, ist in der äufsersten Stellung des 
Schiebers $ straff, damit das Gewicht a später beim 








Niederfallen sofort auf den Schieber wirken kann.  Arre- 
tierungshebel, am Gewichtskasten A drehbar über einander 
angebracht, treten mit ihren Schenkeln c und d durch 
schlitzartige Ausschnitte in den Wandungen von A und 
verhindern in einer oberen und einer unteren Stellung 
das Gewicht a am Hinabfallen (Fig. 99b und 99e). Ein 
auf der Drehachse jedes dieser Hebel angebrachtes kleines 
Gewicht drückt die Schenkel c und d stets nach innen 
(Fig. 99c). Die an den Schenkel cd, der Arretierungs- 
‚hebel befestigten Schnüre f und g sind um die Walze E 
gewickelt und zwar f schon gespannt, 9 indessen mit auf- 


LX EINLEITUNG. 


geklebter lockerer Schlinge. Zum Antrieb der Walze .E 
sind die Schnüre b und h bestimmt; Schnur b führt nach 
der Achse F der Laufräder des Automaten (Fig. 99b) und 
wird angezogen beim Drehen der Rüder. Das Anziehen der 
Schnur Ah ist von dem Niedersinken des Antriebsgewichtes G', 
abhängig gemacht, welches die Mechanismen für die ein- 
zelnen Vorgänge auf dem Theater in Bewegung versetzt. 

Der beschriebene Mechanismus funktioniert wie folgt: 
Sobald durch die Schnur s der Schieber S vorwürts be- 
wegt wird, wird die volle Flüche desselben unter der 
Ausflufsoffnung x fortgezogen, und die Schieberöffnung s, 
gestattet ein Austreten der Hirse, das Gewicht @ sinkt 
nieder und treibt, auf die Räderachse F' wirkend, den 
Automaten vorwärts. Während dieser Bewegung wickeln 
sich die lockeren Schlingen der Schnur b ab, so daís am 
Ende des Vorrückens des Automaten die Schnur b ge- 
spannt wird und mittels der dann gleichfalls gespannten 
Schnur f den Winkelhebel cc, dreht; Schnur b gleitet 
schliefslich vom Pflocke e der Walze E ab. Das Gewicht a 
verliert hierbei seinen ersten Stützpunkt und fällt auf den 
zweiten nieder, gebildet durch den Winkelhebelschenkel d. 
Während dieses Vorganges hat sich die lockere Windung 
der Schnur g von der Walze E abgewickelt, ohne dafs 
"der Winkelhebel dd, bewegt wird. Durch das Fallen des 
Gewichtes « wird der Schieber S wieder zurückgerissen, 
seine volle Fläche schliefst die Öffnung x, das Vorrücken 
des Automaten hórt auf. Gleichzeitig ist aber auch der 
Schieber 5, vorwärts bewegt, dessen volle Fläche die 
Ausflulsöffnung A bislang geschlossen hielt; diese wird 
jetzt frei, und das niedersinkende Gewicht @, setzt die 
übrigen Mechanismen des Automaten in Bewegung. Gegen 
Schlufs dieser Vorgänge wird durch das Gewicht @, die 
Schnur A gespannt, deren lockere Windungen sich in- 
zwischen abgewickelt haben; der Winkelhebel dd, wird 
gedreht, dem Gewichte a sein zweiter Stützpunkt ent- 
zogen, es fällt hinab. Beide Schieber 88, werden mit- 
gerissen. Die zweite Schieberöffnung s, des Schiebers S 


ANMERKUNGEN. LXI 


kommt untér den Behälterausfluls x zu stehen, das Ge- 
“wicht @ sinkt beim Auslaufen der Hirse weiter nieder 
und führt dureh entsprechende Einwirkung auf die Lauf- 
räder den Automaten auf seine Ausgangsstele zurück. 
Schieber S, äufsert durch sein Vorrücken weiter keine 
Wirkung auf die Mechanismen des Automaten.’ 

Fig. 100. Eine handschriftliche Figur ist zu dem 
Donner nicht vorhanden. 

Fig. 101. Eine handschriftliche Figur giebt es auch 
für den stehenden Automaten nicht. 

412,17ff. Zum Verständnis der Naupliussage geben wir 
auch Hygins Fabel 116: 'Ilio capto et divisa praeda Danai 
cum domum redirent, ira deorum quod fana spoliaverant et 
quod Cassandram Aiax Locrus a signo Palladio abripuerat, 
tempestate et flatibus adversis ad saxa Capharea naufragium 
fecerunt, in qua tempestate Aiax Locrus fulmine est a Minerva 
ictus; quem fluctus ad saxa illiserunt, unde Aiacis petrae 
sunt dictae. Ceteri noctu cum fidem deorum implorarent, 
Nauplius audivit sensitque tempus venisse ad persequendas 
filii sui Palamedis iniurias.' Itaque tanquam auxilium 
eis afferret, facem ardentem eo loco extulit, quo saxa 
acuta et locus  periculosissimus erat. | Ill credentes 
humanitatis causa id factum, naves eo duxerunt. Quo 
facto plurimae earum confractae sunt, militesque plurimi 
cum ducibus tempestate. occisi sunt, membraque eorum 
cum visceribus ad saxa illisa sunt. Si qui autem potu- 
erunt ad terram natare, a Nauplio interficiebantur. At 
Ulyssem ventus detulit ad Maronem, Menelaum in Aegyptum. 
Agamemnon cum Cassandra in patriam pervenit  Aufser- 
dem vgl Nauck trag. gr. fragm. 223f. und R. Schóne 
Zu Hyginus und Hero S. 73, der es unentschieden läfst, 
ob eine Beziehung zu Sophokles Ne$màtc llvoxesóg vor- 
handen sei. T& NevnmAiov vr' Eifoixà nvonoAmuere sind 
auch Eurip. Hel. 767 erwähnt. 


1) Palamedes war nach der Sage infolge der Ränke des 
Odysseus von den Griechen vor Troja unschuldigerweise ge- 
stemigt worden. 


LXII EINLEITUNG. 


Zum Tode des Ajax durch Minerva vgl. noch Verg. 


Aen. I 389—495: 
EDU QUESO Pallasne exurere classem 


Argivom atque ipsos potuit submergere ponto 
unius ob noxam et furias Aiacis Oilei? 

ipsa lovis rapidum iaculata e nubibus ignem 
disiecitque rates evertitque aequora ventis, 
ilum expirantem transfixo pectore flammas 
turbine corripuit scopuloque infixit acuto. 


Fig. 102. 416, 8. Sollte nicht Zumooodev statt 
orıodev zu lesen sein? Die beiden Worte sind auch sonst 
verwechselt, z. B. 446, 24. Die Bemerkung S. 420, 15 
Eotı . . . m«gexólAguc ist seltsam. Da diese ganze Vor- 
richtung im Innern liegt, so erscheint es überflüssig zu 
sagen, dafs man nicht sehen dürfe, 
wie die lockeren Schnurlagen an- 
geklebt seien. 

Fig. 103. Das Schlaghölzchen 
würde noch fester sitzen, wenn 
der Stift auch an der Stelle vier- 
kantig wäre, wo er durch das 
Schlaghólzchen hindurchgeht. 

Ä Fig. 103c ist die Nachbildung 

eines Drillbohrers in einer Hs. zu 
Bologna. S. Wescher Poliorceti- 
que 8. 221. 





Fig. 105. 8.434, 2-6 voto Fig. 1030. 
. Gmoreuvev — 8. 433, 27 — 
435, 6 “Der überragende Teil ... abzuschneiden’. Die 


bezeichneten Worte unterliegen starken Bedenken. Denn 
was sie besagen, ist teils schon oben S. 432, 16 (@morsusiv 
“abzuschneiden’) gesagt, teils wird es erst unten S. 434, 
14—19 = $8. 435, 15—21 in einer mehr Vertrauen er- 
weckenden Fassung gegeben. Es ist wohl kaum ein. 
Zweifel, dafs der Interpolator wieder thätig war. 

Unter Fig. 105c fügen wir die handschriftliche Figur 
bei, welche in allen Hss. ziemlich dasselbe Aussehen hat. 


ANMERKUNGEN. LXIII 


Fig. 107. Die Worte, welche verlangen, dafs der 
"Kasten auf der Rückseite einen Verschlufs (*Nagel' in den 
Hss.) habe, damit man ihn von allen Seiten verschliefsen 
kónne, sind nicht ohne Bedenken. Er soll aus Holz sein, 
obwohl sonst der ganze Kasten aus Kupferplatten zu- 
sammengesetzt ist. Auch liegt ein Widerspruch mit 
8. 442, 8 = 8. 445, 10 vor. Hier wird ausdrücklich 
betont, dafs der Kasten keinen Deckel habe, sondern (nach 





Fig. 105c. 


hinten) offen stehe. Dafs in diesem Falle der auf der 
Vorderseite des Automaten sitzende Zuschauer die Flamme 
schon vorher zur Unzeit sehen werde, ist jedenfalls nicht 
zu befürchten. Dagegen ist vielleicht Gefahr, dafs die 
Flamme, die doch immerhin eine geraume Zeit brennen 
mufs, aus Mangel an Sauerstoff erlischt, wenn der Kasten 
von allen Seiten geschlossen wird. 

Fig. 108. Hr. H. Querfurth hat in Wort und Bild 
den Versuch gemacht, das Erscheinen, den Umlauf und 
das Verschwinden der Athene zu rekonstruieren. Wir 
fügen aufser den Figuren (108a—e) auch die Beschreibung 
in Querfurths eigenen Worten bei. 

"Die ohne irgend welche handschriftliche Figuren über- 
lieferten Angaben beschrünken sich darauf, das Erscheinen, 


LXIV EINLEITUNG. 


ài SN 
ie Bewegung N 
und das Ver- STERN 
schwinden der N 
Figur der Athe- N 
ne und die zu S N 
diesen Zwecken N 
zu wählenden N 
mechanischen a 
Hilfsmittel nur RR 
ganz allgemein N: 
anzudeuten. t NO 


Nachstehend ist 
der Versuch ge- 
macht worden, 
auf Grund die- 
ser Angaben die 
Mechanik zu 
konstruieren,die 
für den Um- 
lauf der Athene 
und zugleich in 
Rücksicht auf 
dasübrigeTrieb- 
werk des Auto- 







y, 





gus 
—— 
ga 


DL 








N 

maten mutmafs | N i 
lich angewendet | M S S 
wurde. Die bei- IN Dr 
gefügtenSkizzen | MI 

(Fig. 108a—e) N ws T 
Bone y a en Br |. ta 

en vorliegen- 4 
den Zweck in RL \ -— 
Frage kommen- N 2: 
den Einrichtun- SS \ 
gen und Mecha- \ 
nismen zur An- m 


schauung; glei- N 
9; 8 0 NSSSSSSSS 


Fig. 108a. 


ANMERKUNGEN. 


A 
oo 
e 
- 
to 
M 
iz 





LXV 


che Teile sind dabei 
mit gleichen Buch- 
staben bezeichnet. 
Fig. 108a zeigt den 
Längsschnitt, Fie. 
108b den Grundrifs, 
die Figuren 108 c—e 
Einzelheiten der Me- 
chanik. 

Die Bühnenóff- 
nung 0, 0; (Fig.108 b) 
ist unten begrenzt 
durch ein Brett o, 
welches die notwen- 
digen Einschnitte im 
Bühnenboden und die 
mechanischen Ein- 
richtungen, die auf 
demselben ange- 
bracht werden muls- 
ten, dem Auge des 
Zuschauers verbirgt 
(Fig. 108a). Er- 
scheinen, Umlauf und 
Verschwinden der 
Athene vollziehen 
sich auf der Vorder- 
bühne zwischen den 
Hohlräumen O0, 0, 
der Walzen für das 
Wandelbild. Für die 
Zwangsbewegungder 
Figur der Athene ist 
in den Bühnenboden 

ein umlaufender 
Schlitz n (Fig.108b) 
eingeschnitten, der 
e 


LXVI EINLEITUNG. 


auf seinen äufseren Enden von halbkreisförmigen Teilen, 
in der Lüngsrichtung von parallel gerichteten dd ge. 
bildet wird. Der mitt- dd i3 
lere Teil-E, (Fig. 108a) 
des Bühnenbodens ist 
durch zwei kleine Pfo- 
sten PP (Fig. 108a 
und 108b), die vom 
Boden des Hohlraumes 
H aufragen, in seiner 
Lage gehalten. Schlitz x 
(Fig. 108b) dient als 
Einführungsöffnung für 
die herabfallende Blitz- 
wolke (Fig.109). Unter 
dem Teile E, des Büh- Fig. 108c. 

nenbodens liegen, an den 

Enden der Schlitzbahn » drehbar gelagert, die Rollen .5, B, 
(Fig. 108a), deren Umfünge von den inneren, parallelen Be- 
grenzungslinien des 
Schlitzes n berührt 
werden. Untere Rol- 
lenkrünze verhindern 
das Abrutschen der 
Schnüre c, «. Die 
Figur der Athene 
(A, Fig. 1083, d, e), 
aus dünnem Material, 
ist wegen der Kehr- 
bewegung doppel- 
seitig gemalt, und NEEERRZUNEE 
um ein Scharnier b A ER 

(Fig. 108d, e) dreh- / y 

bar auf einem klei- Fig. 108d. 

nen Schlitten D 

(Fig. 108a, c bis e) befestigt. Ein kleines Bleigewicht a 
(Fig. 108d, e), auf dem Fufsbrette der Figur angebracht, 








27/7717 177777, : 


"d 
mme C E —E— M BE m — mH 


ANMERKUNGEN. LXVII 


sichert die aufrechte Stellung der Athene während des 
Umlaufes. Der Schlitten D gleitet mittelst der Laufleisten 
d,, d, (Fig. 108c, e) und ist einseitig und zwar nach vorn 
von einem dünnen Bleche d begrenzt, welches den Bühnen- 
boden indessen nicht berührt. Dieses Blech d dient dem 
Zwecke, den Schlitten D móglichst in seine Anfangsstellung 
wieder zurückgelangen zu lassen. In der Anfangsstellung 
liegt ein Stift g im Bühnenboden fest, unterhalb des 
Schlittens hinter dem Bleche d (Fig. 108b); in der Schlufs- 
stellung wird die Bewegung des Schlittens D durch den- 
selben Stift 
9 gehemmt 
(Fig. 108e). 
Anfangs- 
und Schlufs- 
stellung des 
Schlittens 
sind also nur 
um die Blech- 
^ stärke von d 
verschieden. 
Pflócke f, f 
(Fig. 108 c) 
MEC RATES sind in dem 
Enni s Schlitten- 
Fig. 108e. brette befes- 
tigt und ra- 
gen so weit unter dem Schlitten hervor, dafs sie als 
Führungsstifte in die Schlitzbahn » eingreifen und mit 
genügendem Spielraum über die Kränze der Rollen B, B, 
hinstreichen, der Abstand der Pflócke f, f von einander 
richtet sich nach der Weite und Krümmung des Schlitzes n. 
Um eine möglichst gleichmáfsige Gleitbewegung des 
Schlittens D und damit der Figur der Athene zu erreichen, 
läuft eine gespannte Schnur c (Fig. 108a, c), über die 
Rollen B, DB, geleitet, von einem Pflock f zum andern 
(Fig. 108e). Die Antriebsschnur c, ist mit einer Öse e, 
e* 





LXVIII EINLEITUNG. 


(Fig. 108d) um den Ansatz f, des einen Pflockes f gelegt 
und dann weiterhin durch das Loch / im Schlitten in 
dünner Fortsetzung e nach der Mitte der Athene geführt 
(Fig. 108d, e). Von f, (Fig. 108€) läuft die Schnur c, 
um D,, B, D, (Fig. 108a), dann nach der Leitrole C 
und von dort nach dem Antriebsgewichte des Automaten. 
Beim Beginn des Umlaufes der Athene wird durch eine 
entsprechende Vorrichtung die über die Rolle F' geleitete, 
sehr dünne Schnur s (Fig. 108a) vom Betriebsgewichte 
angezogen. Diese, mit einer Öse auf einen kleinen, schräg 
gerichteten Stift p der Figur aufgehakt (Fig. 108a), be- 
wirkt also das Aufrichten der Athene. Ist die senkrechte 
Stellung der Figur erreicht, der Stift p also in die Lage p, 
gelangt, so wird die Schnur s vom Stifte abgestreift; der 
Schlitten ist dann für den Umlauf frei. Dieser vollzieht 
sich dann unter Einwirkung der jetzt vom Antriebsgewichte 
des Automaten angezogenen Schnur c,. Der Schlitten mit 
der aufrechten Figur der Athene bewegt sich zunächst, 
die Vorderseite dem Zuschauer zugekehrt, nach der andern 
Seite der Bühne. Ist die Figur dort angekommen, gleiten 
die Pflöcke f, f des Schlittens D, immer im Schlitze n 
geführt, um die Rolle 5, wobei eine Kehrbewegung der 
Figur der Athene stattfindet. Infolgedessen kehrt sie jetzt 
dem Zuschauer die Rückseite zu. In der Endstellung 
stölst dann der weiter gleitende Schlitten D gegen den 
Stift g (Fig. 108e) im Bühnenboden und die Öse e, 
(Fig. 108d) der Schnur e, wird vom Ansatze f, des 
Pflockes f abgestreift. Das weitere Anziehen der Schnur c, 
hat zur Folge, dafs deren dünne Fortsetzung, mit e be- 
zeichnet, angespannt und damit die Figur der Athene zum 
Schlusse wieder niedergelegt wird.’ 

Die Erscheinung der Athene ist auch in einem Auf- 
satze von R. Schöne Zu Hygimus und Hero im Jahrbuch 
des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts 1890, 
Bd. V, 73—77 im allgemeinen besprochen. Dort wird 
ferner mit Recht auf den Widerspruch hingewiesen, welcher 
sich daraus ergiebt, dafs Heron in Kap. XXIX die im Ein- 


ANMERKUNGEN. LXIX 


gange seiner Schrift (s. S. 406, 1) in Aussicht gestellte 
" einfachere Erscheinung der Athene statt der von ihm ge- 
tadelten, komplizierteren des Philo giebt, ohne die Hinweise 
auf letztere, insbesondere die bekümpfte Schwebemaschine 
(vgl. 8. 404, 17 und dazu S. 440, 24) getilgt zu haben. 

Fig. 109. Eine handschriftliche Figur ist hierzu nicht 
vorhanden. 


KAPITEL IV. 


ZUM ANHANGE. 


Die von Halma benutzte Hs. 2363 (ehemals Fontebl.- 
Reg. 2720, Pap. 218 Bl.) gehört nach Omont Inv. somm. 
IL 247 thatsächlich dem 15. Jahrh. an. Das Alter der 
anderen, 2392 (einst Fontebl.-Reg. 2726), wird von Omont 
IL 252 bestätigt. Vgl. 5.500 f. das Fragment nach Pappus. 

456, 7 möchte ich jetzt nach 252, 7 mit den Hss. £906 
£ori schreiben. 

Der ‘Liber Philonis de ingeniis spiritualibus' ist nach 
V. Rose .Anecdota Graeca et Graecolat. II, 299—313 ge- 
geben. Neue Kollationen sind nicht gemacht, weil sie 
vermutlich nichts wesentlich Neues ergeben hätten.!) 

A. de Rochas Traite des Pneumatiques de Philon 
de Byzance. Extrait de la Revue archéologique, juin 
et aoüt 1881, hat die Schrift S. 3—16 des Sond.-Abdr. 
ins Französische übersetzt und mit einigen Anmerkungen 
ausgestattet. Die Figuren sind mit geringen Änderungen 
die handschriftlichen, wie sie Rose giebt. 

Diese Übersetzung nebst den zugehörigen Figuren ist 
von demselben unter dem Titel Fragment des Pneumatiques 
de Philon de Byzance wiederholt in der Science des philo- 
sophes et l'ari des thaumaturges 1882 8. 205—218, aber 
meist ohne die Anmerkungen. 


1) Wem es um einen vollstándigen kritischen Apparat zu 
thun ist, dem ist Rose unentbehrlich. Auch dessen Einleitung 
ist zu beachten. 


UXY EINLEITUNG. 


Eine deutsche Übersetzung erscheint hiermit zum 
ersten Male. 

Die Lebenszeit Philons steht nicht fest. Jedenfalls ist 
er ülter als Heron und Vitruv und jünger als Ktesibios. 
Von Heron wird nämlich Philon 404, 18 und von Vitruv VII, 
Praef. 14 S. 160,3 Rose erwühnt.  Philon selbst führt 
dagegen wiederholt den Ktesibios an (s. oben S. X, Anm.), 
ohne gerade dessen Schüler gewesen zu sein (s. Susemihl 
Gesch. d. gr. Liti. I, 745, Anm. 192). Wenn Philo in 
die zweite Hälfte des 3. Jahrh. v. Chr. gesetzt wird, so 
stimmt das zu der bereits S. XI Anm. ausgesprochenen 
Vermutung, dafs er ein Zeitgenosse des Archimedes sei. 

459, Anm. 2. Die: Oxforder arabische Hs. trägt die 
Nr. 954, nicht 966. 

474ff. Vgl. oben S. XLV. 

486, Fig. 121. Man mufs sich vorstellen, dafs das 
Vorratsgefüfs ab in einem abgeschlossenen Raume steht. 

Die aus Vitruv!) abgedruckten Abschnitte sind der 
Ausgabe von Rose entnommen. 

Fig. 29a (495 Anm. 5) s. oben S. XXXV. 

Vitruvs Wasserorgel ist oben S. XLI ff. behandelt. 





1) Neuerdings wird mit Unrecht von J. L. Ussing Betragt- 

ninger over Vitruvii de architectura libri decem. Kgl. Danske 
Vidensk. Selsk. Skr. 6. Raekke, hist. og filos. Afd. IV, 3, Kopen- 
hag. 1896, im Anhange Observations sur Vitrwe et sur le 
temps ou peut avoir été écrit l'owrage qui porte ce titre Vitruv — 
frühestens dem 3. Jahrh. n. Chr. zugewiesen (wie schon 1856 
von C. F. L. Schultz dem 4. Jahrh.) und für einen “Dilettanten’ 
aus der Gegend von Ravenna erklärt, der Varro kompiliert 
habe. Vgl. dazu die Bemerkungen von P. Tannery Frontin et 
Vitruve S.-À. 8. 118—127 (Revue de Philologie 1897). Hultsch 
erklärt sich entschieden gegen diese Datierung. “In allen rein 
technischen Dingen’, schreibt er mir, “ist Vitruv eine unschätz- 
bare und durch keine Deuteleien herabzusetzende Autorität. 
Sein ungehobelter Stil zeugt nur für die Echtheit der Über- 
lieferung; Männer der Praxis haben schon zu Augustus’ Zeit 
anders geschrieben als die Gelehrten.” Dem kann man nur 
zustimmen. 


HERONIS ALEXANDRINI 
PNEVMATICORVM LIBRI DVO. 


CONSPECTVS NOTARVM. 


A = Marcianus 516 s. XIII. 

G — Gudianus 13 s. XVI. 

T — Taurinensis B, V, 20 anni 1541. 

à — consensus codicum AGT vel Heronis recensio prior. 
M = Magliabechianus II. III 36 s. XVI. 


B — Barberinianus I 162 anni 1499. 

C = Constantinopolitanus 19 s. XV. 

P — Parisinus 2515 s. XVI. 

b — consensus codicum BCP (2—28, 17 — BC, 188,19— 204, 22 
— CP) vel Pseudo-Heronis recensio posterior. 

L — versio Latina s. XV. 


... lacunam significat, 
t locum corruptum, 
[ ] delenda, 
. X » inserenda. 


Potiores tantum lectiones afferentur. Ea praefationis pars 
quae est de codicum ratione et index verborum supplemento 
seorsum expresso continentur. 


HPO9NO£Z AAEZANAPEQOX 
IIN EYMATIK9N 


A B 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. ji 


p. 145 
ed. Paris. 


HPQNOZXZ AAEZANAPEQZ 
INETMATIKQN 


UP2TON. 


Tijg zvsvueviuxijg monyucreiag Gozx0vOijg NELWWEVNG Prock 


\ LE LA "d x —Á - 
zog TÜV z«A«LÓv quAoGóqov TE xci WwmyovuixOv, TOV 
uiv Aoyuxüg Qv Ödbvauıv «rijg Gzxo0sÓcxórov, rÀv 
0b x«i dr c«Orüc is vv cic)«rov Evsoyelag, dvay- 
xcov ozégysuwv voulouev xci abrol TE z«ocdo0cvrc 
und TOv Goyaícov sig vítuv Ayayeiv, nal & nweig Ó& 
TOOGEVOTARUEV ELOHEOHEL" obrog yGg Tovg ueri TRÜTE 
Ev roig uebucouw Gvcoroégsc)«. BovAou£vovg Oge- 


Asiodaı cvu[hjcevot. — &xóAovOorv dt sive, vouloavreg 


Tjj TOv v$O0Qícov (gooxozs(ov &&ev, Trig uiv Ev TEOORQOL 
BıßAloıs  zgoaveyéygezvou ve«Uvrqv Govsyij Ozégysuv 
yodpousv xci mEgl eUvijo, og TEOEENTaL‘ Ó.& yàg Gvu- 
zAoxijg &£gog Hal zvgóg x«i Voarog x«l Yyig x«l vOv 
TQuOV OTOVys(ov N xcl TÜV TEOOLEWV GUUZAEXOUÉVOV 


.ztoux(AcL Oct éGs.g Evegyobvrar, al UEV Gveyxotorácag 


to Dío Toro yoslag mupeyovoaı, ai Ób éxmAmxvwxÓv 
rıva Pavucouov émiÜüsuxvOusvat. 





13 Fragmentum huius operis exstat apud Proclum hypotyp. 


astron. Bas. 1540 p. 42; v. infra teooagcı b: teragcı AG: 
rerragoı T 14 moooavayeypantaı ab: corr.Haasius 16—17 f.xol 
Tí» TQLO!Y ... ovunkerousvov del. 17 rerrdowv T 


5 





5 


ii 


e 


1 


ex 


20 


DIE DRUCKWERKE 
HERONS VON ALEXANDRIA.) 


BUCH I. 


Das Studium der Pneumatik wurde von den alten Einleitun; 


Philosophen und Mechanikern sehr eifrig betrieben, indem 
die einen ihr Wesen theoretisch, die andern durch Vor- 
führung von Experimenten darlegten. Daher erscheint 
es auch uns notwendig, die Erfindungen unserer Vor- 
gänger, wie sie uns überkommen sind, in geordneter 
Reihenfolge zu entwickeln und unsere eigenen mit einzu- 
schalten. Das dürfte für künftige Mathematiker von 
praktischer Bedeutung sein. Wie oben bemerkt, behandeln 
wir auch die Pneumatik, weil wir sie für die natürliche 
Fortsetzung unserer früheren, in vier Büchern gegebenen 
Darstellung der Wasseruhren halten. Denn durch Ver- 
einigung von Luft, Feuer, Wasser, Erde und die Zu- 
sammensetzung von drei oder auch vier Elementen ergeben 
sich Verbindungen mannigfacher Art, von denen einige 
uns mit sehr notwendigen Lebensbedürfnissen versorgen, 
während andere staunende Bewunderung hervorrufen. 


1) a bezeichnet die ältere Rezension, b die jüngere Über- 
arbeitung. 








1 AAsf£avógéíog à: YıRocoyov b 3 PıßAlov moGrov b 
8 x«l «óvol om.b 9 ó'zusig b óàom.L 10 eíc8éc9c a: 
Endeodaı b 12 &xólovbov ÓP sivaw om. L . 19 gosíeg và 
Bio vo$ro tr. b 
ns 


146 


4 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A. 


IIoo 0$ vàv Aéyso9«t usAAóvvov zoGrov zzgl «voi 
ÖLeAnnteov. oi uiv y&Q TO xo96Aov undtv eivaı xevov 
(OLavs(vovvat», ol 0$ ü0govv uiv xev&à qow under 

5 y , \ \ \ / - 
ELVEL x£vóv, zogeozcQuévov Ó& xev uwuxoc uópoux | vÀ 
27 \ - € nm M € M M - x , 
Qu Hal TO vyod x«t (TO) zvgi x«i roig &AAoLG Guc- 
GLV* oig ucALOT« GvugtosoD«L TOOONKE' Éx yo TOV 
q«uvouévov xci oz0 nv «ic09c0iv zwuxTÓvrOV Ev Toig 
&büg deiavvraı voUro ovußaivov' TEv TO wEvror v& 
Ayyeia v& Óoxoüvre eivaı volg MoAAolg xevà 00x Eorıv, Gg 
ÜroAcußcvovsı, xsev&, &épog HE zAxoy. 6 Ó& do Eorıv, 
Og Toig TEOL qosog TORYURTEVORUEVOLGg LOEOHEL, éX 
AezTÀV x«i uuxogoucov GoucrOv OVVEOTNADG Cqovív 
e m „ [y 9 N \ , 3* m , \ M 
quiv óvvov Og &xcL (TO) z0ÀU. &&v yoUv sig TO Óoxobv 
5 m \ e /, > , ri 25 TER A 
&yyslov xsvoóv Ündoyeıv EYYEN Tig vÓGQ, Xu 0cov &v 
aindog Tod Vbarog sig 10 &yysiov Eunintn, xovà voGoU- 
rov zAW9og ANNE éxycognost.  xcravowosue Ó' &v vig TO 
Asyóusvov éx TOO TOLOVTOV' é&v yàg sig vÓOQ x«r«- 
oroäbag dyyslov TO Óoxobv Eivaı nevov mueöng eig To 
xir CxAuvég Óv«qvAdGGGOv, oOx ElosAEVoET«Lı TO vÓGO 

, , kil ei FERN 1 e er M 3 

eis «Ovó, xüv 0Aov «c)rO xgUvng: Govs OijAov tive, 
Or, GO Ozcoyov 6 ano 00x é& z«agsvosADciv TO vOGO 
dic TO zezANooxévau. z&vra vov Ev TO Cyysío vóxowv. 
£&v yobv vgvzwom Tig vOv zvÜüutva Tod Gyyt(ov, TO 
uiv VOWE Ói& TOD oróu«rog sig adro elosAsvoeraı, Ó 


Ó& Qo did Tod Tovamuarog Ebelevorreı. adv Ö8: 





1—28, 15 IIgó ... xıvnosıg ed. Diels Sitzgsber. d. Akad. d. 
Wiss. Berlin 1893 p. 120—127. zegl xevoU inscribit G,T 
3 Ödıarsivovraeı b, contendunt L: om. a: olovraı Paris. 2431 
5 ro (alterum) b: om. a8 év và uévzo: à AGT, b: c& 
pévro, T, alii: ex eo quod L: tv vó ueyıorov Diels 12 Aentov 
xol uıroouee@v Laur. 59, 17. Leid. Voss. 44: Aezcóv xol uuxoóv 
ueo@v AG: uixoàv nal novpav T,, «oógov in Aezvóàv corr. T,: 


10 


15 


20 


. DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 5 


Bevor wir uns unserem eigentlichen Thema zuwenden, 
haben wir zunüchst das Vakuum (das Leere) zu erlüutern. 
Es giebt nümlich Forscher, welche überhaupt jedwedes 
Vakuum entschieden in Abrede stellen!), andere?) hin- 

5 gegen vertreten die Behauptung, es gebe von Natur zwar 
kein kontinuierliches (absolutes) Vakuum, aber doch ein 
in kleinen Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit, dem 
Feuer und den andern Körpern verteiltes. Die letztere 
Annahme verdient am meisten unsern Beifall. Denn es 

10 ergiebt sich im folgenden ihre Wahrheit aus augenschein- 

.. lichen, sinnlich wahrnehmbaren Vorgängen. Die Gefäflse, 

die gewöhnlich für leer gelten, sind in Wirklichkeit nicht, 
wie man glaubt, leer, sondern mit Luft gefüllt. Die 

Luft besteht nach den Lehrsätzen der Physiker aus zarten, 
15 feinteiligen, uns meist unsichtbaren Molekülen.  Giefst 

| man in das anscheinend leere Gefäls Wasser, so strömt 
wenigstens so viel Luft aus, als Wasser hineinläuft. 
Folgendes ist der Beweis für diese Behauptung. Wenn 
man ein scheinbar leeres Gefüís umstülpt und in scharf 

20 lotrechter Richtung ins Wasser setzt, so fliefst dieses nicht 
hinein, selbst wenn man das Gefäls ganz untertauchen 
sollte. Daraus erhellt, dafs die Luft ein Körper ist und 
dafs sie deshalb, weil das ganze Innere des Gefälses da- 
mit angefüllt ist, dem Wasser den Zutritt verwehrt. 

25 Bohrt man allerdings in den Boden des Gefüfses (also oben) 
ein Loch, so dringt durch die Mündung das Wasser ein, 
während die Luft durch das Loch (im Boden) entweicht.?) 
Hebt man dagegen vor der Durchbohrung des Bodens das 


1) Aristoteles gegenüber Demokrit. 2) Straton. 3) Vgl. 
unten Philos Pneumatik Kap. 2 nebst zugehöriger Figur. 





Kıno@v nal Aenrouso@v b Laur. 74, 13. cf. p. 12, 3. 28, 2: (ex) 
parvis ac minutis L_ 13 zó add. Diels 17 y&e AGb: ovo» T 


. 9 givaı post xevóv iterat C — 9 xev& aC: om. BL 16 &u- 
zinteı BC, , corr. C, 18 zié£eug C 22 rà om. C 


Das 
Vakuum 


6 HPRNOZ AAEZANAPE9ZX IINETMATIK9NN A. 


z00 Tro vrovuzijoc,. vOv zvÜufva Edv vig ÓpUOv £x vob 
VO«rog TO Ayyelov Endon, Cvevoéweg Ówevou zücov 
viv Evrog TOU Gyys(ov Erripdvsiav xocgív cz ToU 
byooU, xcO9dzso "v xol zoo Tod TeyNvaı. do Ó17) Oz0- 
Annteov siveu. GGu« TOv G£oc.  yívevuu Ób zwveÜuc 
xvuvye9e(g' ov0iv yàp ETE06V Eotı TO zvtÜuc N | xvwwvov- 
uevog GX4o. éàv yobv TETOUANUEVOV TOU Gyyt(ov xov 
vov zvOuéve xci sloxímvovrog roO VORTOS zoe Tig 
TO Tovajuarı Tv yeloa, cio9n5osvau. TO nvevun éxzi- 
tov £x Tod Ayyelov' vroUvo Ó$ ox (AAo ví Eorıw N Ó 
&xxgovóusvog Und TOD V0crog Cao. ovy vozxoAQzxttov 
oov Ev volg ov6L xcvoU Tıva qicww &€9óav corqv xc 
ERVTNV OozxégQysw, zeosozoguévqv ÖE xcvi wwuxoc wóoue 
TO TE dep xci TO UOyQG xci roig (AAo:g GOua«cw, £l 
un &oc rov &Ócuovrc uóvov un xowvovsiv (sizou vig» 
Tjj TOO x&voU qos. Ói& TO wire TÖOWoLm ErIÖEYEOHEL 
urs Ov«xózTso)o., Turtöuevov Ó$ sig vovg Üxuove«g 
x«i TÜS GgUgug ÜAov Evöveodaı. Tobro bt cOTQ zocga- 
xoAovési Ou TNV Gvveyi zvvxvótqvoc' và yég roO zvoog 
GBUATE TAXVUEDEOTEOR OÓvra vOv £v TO Aldo xsvàv 
ov ztgevoéoyevot, GAAC uóvov Erunbadeı Tijg éxrog &xc- 
pavelag‘ ÓióxmsQ UN zooxevrsLo0Dvovra EVTOG xoOzto 
ent vv AAov coucrov o00s Ó£ysvon HEoudryre. Ta E 
Tod dGépog O@uaTa OGvvegsids uiv zog AAA, ov 
x«r& züv Ós u£oog Epapudteı, CAR Eysı vwvà ÖLaory- 
uer WeruEU xevà xotg N Ev vois eiyuAotg viuuog. 
Te uiv 00V Tijg Víuuov uóoux roig roD Gépog GOUuCGLV 





2 Enaigm T,, corr. T, — 10 éx om. T, add. T, 11 Zxxoovó- 
uevog T, Gmg.b: éxxsvovusvog AG T,: éxxowóusvog M, — ózó T: 
ano ÀAGb 13 zeosozeouévnv AGT,: worsomeoué£vnv T,b: 
disseminatam L * 15 zinoı vig bL: ooír vig Laur. 74,13: om. à: 


20 


25 


| 
| 
| 
| 





DIE. DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 7 


|. Gefüfs senkrecht aus dem Wasser und kippt es um, so 


e 


| 1 


e 


15 


25 


wird man die ganze Innenseite des Gefälses trocken finden 
wie vor dem Untertauchen. Daher darf die Körperlichkeit 
der Luft als ausgemacht gelten. Die Luft wird zu 
Pneuma (Wind), wenn sie bewegt wird. Denn der Wind 
ist nichts anderes als bewegte Luft. Wenn man also 
das Gefüfs am Boden durchbohrt und die Hand ans Loch 
hält, während das Wasser einflefst, so wird man in der 
That fühlen, wie das Pneuma aus dem Gefälse entweicht. 
Das ist aber nichts anderes als die vom Wasser ausge- 
stofsene Luft. Die Annahme, dafs in Wirklichkeit an sich 
ein natürliches, kontinuierliches Vakuum bestehe, ist also 
nicht berechtigt, vielmehr ist das Vakuum in kleinen 
Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit und den übrigen 
Kórpern verteilt, falls man nicht etwa allein dem Diamant 
(jeglichen) Anteil an der Eigentümlichkeit des Vakuum 
absprechen will, weil er sich weder glühend machen noch 
zerbrechen läfst, sondern beim Hämmern in Ambofs und 
Hammer sich völlig eindrückt. Diese Eigenschaft ver- 
dankt er seiner aulserordentlichen Härte. Denn die Mole- 
küle des Feuers haben einen grófsern Umfang als die 
Vakua des Steines und dringen daher nicht ein, sondern 
berühren blofs die äufsere Oberfläche. Eben deshalb, 
weil sie nicht vorher hineinkommen wie bei den übrigen 
Körpern, entwickelt sich auch keine Wärme. Die Mole- 
küle der Luft stofsen zwar an einander, doch ohne in 


jedem einzelnen Teile in. einander zu passen; sondern 


es bleiben eine Anzahl leerer Räume dazwischen wie 
beim Sande am Meeresstrande. Wie die Sandteilchen 


bmoAnmreov supplet Schneider un phys. I, 115 18 «ovo Tb: 
auto AG 23 o$08 AG: o? 


5 cóuc eivaı tr.b 6 ro om. b 10 &x om. b. .13 Eav- 

zmval:aormvB —14c4 vs 0yoO xol ro degı tr.bL. cf. p. 4, 4—5 

22 MOOR«TELOÖVVOVTE a: elodvvovra b, ingredientia L 983000 

. Q'eouóza vo a: oböt Qeouórqvoa Eumorei to M9o bL 24 có- 
m» à: uöoıe b, particulae L 


147 


8 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS9SN A. 


eroınsiovodaı vzoAymvéov, vov Ó& dG£oc vOv usrato 
Tv tig dduuov uoolwv | rois uero&o TOO &£oog xevoig: 
did x«l nıleiodeı rov Eon ovußalvsı ex (Meg vwvog 
z9oGcAQovUGns x«L ovvıßavsıv slg v&g TÜV xevàv yoga, 
TEOL qoi vv Goutrov zoóg CAAmA« SAufouévov: 
9 , M 4 / | * , M / ? 

&vécsog Ói yevou£vgo zcAw sig Tv «orqv vw Gzo- 
xe9(ovcvc. Tjj vOv Goucrov sÜrovía, xo9czto xci volg 
TÀv xsocvov Ovußalvsı &couact xci Toig Egooig czxóy- 

ei / , m , ZEN M 3 PA 

yoıs, Or«v GvuzLANQtvr« CveUi, m&Auv El NV AOTNV 
q60o«v Aroxcdioraode xci rov abroV Óyxov drodıdovaı, 
c , \ \ ? 7 , 4 2123 2 / 

Öuolwg Óe x«L é&v vwvog Piag yevousvns dm G&AMjAQV 
Ói«GTj TR TOO Gégog Goucrc x«l weífov xsvog zc0C 
qoi yErnraı TózOg, adAıv zwQ0g AANAc GuvTQEYytiv* 
ÖLE yàg ToU xcevoU Tayeiav yíveoQ«u. nv qogo&v Toig 
oou«cu <ovußaive), umdsvög AvdLorausvov undE &vrt- 

, eo "^^ , / , A , 
xoovovrog, 60g Av AAANA0LS T000E08E0N TE OG. 
ELV ovv Gyysiov Aegóv Tig xovgórevov x«i GVoTouovV, 
9 \ m [4 H / \ r M 5M H 

z9oó9tig TO GTrÓucTL Exuvsnon vov &£gc xci dpi, EX- 
xosuco01j6eraL éx TÜV ysLAEOV TO Gyysiov, ERIOTWUEVOVU 


TOÜ HEVOd Tiv Géoxc« zgoóg TO GvozAqooQQv«, TOV 


, [4 " er ? [A \ [4 
HEVODEVTE TÓzOV' (OTt £X TOUTOU PAVEOOV YEVEOHEL, 
ötTı &9govg xsvoóg Ozxijobev Ev TO Gyysíp TÓmog. xci 
LA N - II N M N BEN er 
&AAc0g Ó0& roUro gacvsegóv: và yàg lovouxé cà Verve 
óvra xci ovG6rouc, Or«v PBovAmvraı zÀgoGGcL vyQoU, 
éxuvtno«vrsg TO GrÓueTL TOV Ev «OrOUg LEER x«l KETE- 
A«Bóvreg TO 6TOULov «rv TO ÓcxvUAG KETKOTOEPOV- 





1 dnoınsıoöchaeı AGT,: dronsvovodeı b, evacuatas esse L: 
Gpouoıwdche: T 3 zıkodotaı T,, corr. T, 8 av om. T,, 
corr. T,  äneois om. T,, corr. T, 10 anoradioracdeı Ric- 
card. 47 in marg. et Laur. 74, 13 (od«ı ex raı corr): &zoxe$(cro- 


za ab 15 ovußaiveı bL: om. a 21 zovzov AG: ro?tov» T : 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I, 9 


|. durch die Luftteilehen, so, mufs man sich vorstellen, wird 
die zwischen den Sandteilchen befindliche Luft (d. h. ihre 
Moleküle) wieder durch die Vakua geschieden.!) Tritt 
daher eine äufsere Kraft hinzu, so hat dies eine Ver- 
, 5 dichtung der Luft zur Folge. Dann tritt die Luft an 
die Stelle der Vakua, indem deren Moleküle künstlich 
. zusammengedrüngt werden. Hört die Einwirkung der 
Kraft auf, so kehrt die Luft infolge der ihren Teilchen 
eigentümlichen Spannkraft wieder an ihre frühere Stelle 
10 zurück, ähnlich wie auch die aus Horn geschnitzten Gegen- 
. stände und die trocknen Schwämme wieder gleichen Raum 
und gleichen Umfang einnehmen, wenn man sie zusammen- 
drückt und dann wieder loslälst. In analoger Weise ver- 
einigen sich auch wieder die Moleküle der Luft, wenn 
15 sie unter Aufbietung einer äulsern Kraft von einander 
getrennt werden und sich ein grófseres Vakuum bildet, 
als natürlich ist. Denn die Moleküle bewegen sich schnell 
durch das Vakuum, weil sie weder aufgehalten noch zurück- 
gestofsen werden, bis sie sich wieder berühren. Nimmt 
20 man nun ein sehr leichtes Gefáís mit enger Mündung, 
hält es an den Mund, saugt die Luft aus und lälst es 
dann los, so bleibt das Gefüís an den Lippen hängen; denn 
das Vakuum zieht das Fleisch an, um den leeren Raum 
wieder zu füllen. Daraus ergiebt sich für das Gefäls ein 
25 kontinuierliches Vakuum. Dies kann man noch anderweitig 
nachweisen. Will man die (sogenannten) medizinischen 
Eier, welche von Glas und enghalsig sind, mit einer Flüssig- 
keit füllen, so saugt man mit dem Munde die darin ent- 
haltene Luft auf, hált ihre Mündung mit dem Finger zu und 


1) Nach anderer Lesart: “Dabei mag man sich denken, 
dafs die Sandteilchen den Luftmolekülen, die Luft zwischen 
den Sandteilchen den Vakua inmitten der Luft entspricht. 


8 xsocvov AB: xoscirov C — 9 ürav: cum enim L 10 &zo- 
dıdovaı à: &moAoufevsu, b: reaccipiunt L 13 ovvrosysıv à: 
ovvro£yeı bL 21 todzwv bL yiveodaıb 22 ozijo&sev C: 
ozijrtv BL 


10 HPRQNOS AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


Giv tlg TO Oygóv, x«i Avsdevrog Tod ÖaxnrbAov &va- 
Gzv«, sig TOv xevoévro vózov TO VÓcQ, xcíroi zc9O 
qUciv Tijg qogüg vo yevoucvnsg TO yog. x«i TO 


zgl TV Guxónv Ó& ovußalvov ox GAAÓvQuov TÓV 


TOOEONUEVOV omáoyev NTOOOTIHEUEVEL yéo corvo. TQ 
oouatı od uóvov 06x Gzozíxrovow ixovov Eyovarı 
P&oos, &AA€ x«i TO006EMLENÄVTaL Tv zapoxsuuévqv OAqv 
Ói& vÀv TOO GOuc«rog &ocicucrov Ov aitiav vov rov: 
zußAndEv y&g Ev abreig To z0Q qOsíosu xal AszTUvsL 
TOv GztLAquuévov Ev e«üreig Gége, xeO9dmso xol và 
AA« GOucorc vzx0 TOO zvgog qOsíoera( TE xol usta- 
PaAksı eig Asmrorsoag oUG(íug, A£yc IN vog x«l dEou 
xci yijv. Ori uiv yàg PPeloerar, ÓjjAov £x TÜV TEQL- 
Asurou£vov vÜgdxcov: obro| y&Q TOv «or0v Óyxov 
dLapvAarrovres TO £E KoxNig z90 TOO IV xcÜbGcw é£mi- 
Ösgaodaı N  OÀ(yo EAd60ove, auod noAd to ost 
dıaAAdooovoı Tod 2E doyis. ywosl 0b và dLsphaoucve 
TÜV Goucrov dıd vOv xczvóv sig TE zvgo0» obolav 
xci ego xci yeo0m X uiv yàg AemrórsQa cio 


p9ogüg sig vóv &vovíro Angel róxov, EVIATEO xol TO 


148 


vo‘ và Ó& rovrov ULHOD TAXVUEOEOTEQR sig vóv &£par 
và 08 Eri TOOTWV z«yUvsoa El z000v GvvavsveyOévra 
Toig eloquévoig Óu& TIV Gvveyij pooàv zAw sig TOv 
x&ro0 yo091cocvrc TÓzOv TOig ysc0sou OVVENTEI. WETE- 
pcAAsu 0$ x«i TO UÓcgQ sig Gép« q?sugóusvorv und vot 
zvgóg' oi yàg éx vÀv Oozxoxeiouévov Aeßitov ó&vuoi | 
ovx (AAo Tí eloıv 1) ci Tod vygoUD Asnrüvosıg slg &£Qo 
q000bDcc.. ÖrTı uiv oov TO zÜQ ÓwxAUcL. và maydTEoR 

1 &voigsÜüévrog T,, corr. T, 12 «x«i om. T 13 yàp 


om. T 15 và om. T,, corr. T, 16 và Pdosı Tb: vó cov 
AG,, và corr. G, 22 &veyQéveo T,, corr. T, — 26 ózoxoto- 


N 


10 


20 


25 


| 


[1 


2 





et 


(=) 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IER 


-setzt sie umgekehrt in die Flüssigkeit. Läfst man dann 


den Finger los, so steigt das Wasser in das entstandene 
Vakuum hinauf, obwohl die Bewegung der Flüssigkeit 
nach oben nicht naturgemäfs ist. Ähnlich ist auch der 
Vorgang beim Schrópfkopfe. Nicht blofs, dafs diese an 
den Kórper gesetzt nicht abfallen, obwohl sie hinreichend 
schwer sind, sondern sie ziehen noch obendrein die be- 
nachbarte Materie durch die Poren des Körpers an. Der 
Grund hierfür ist folgender. _ Erhitzt man die Schröpf- 
kópfe, so verflüchtigt und verdünnt das Feuer die darin 
enthaltene Luft, wie auch die übrigen Körper, ich meine 
Wasser, Luft und Erde, vom Feuer verflüchtigt und in 
feinere Substanzen verwandelt werden. Dafs sie sich 
wirklich verflüchtigen, läfst sich aus den Aschenresten 
der Kohlen erkennen. Denn wenn diese auch denselben 
oder einen nur um ein weniges geringeren Umfang be- 
halten als vor der Verbrennung, so haben sie doch ein 
von dem früheren wesentlich verschiedenes Gewicht. Die 
verflüchtigten Kórper gehen mittels des Rauches in eine 
feurige, luftige oder erdige Substanz über. Die feineren 
Moleküle steigen bei der Verflüchtigung bis zur hóchsten 
Region empor, wo auch das Feuer ist; die, welche etwas 
fester sind als diese, gehen in die Luft über; was noch 
gröber ist als diese, wird mit den erwähnten Teilchen 


25 (Molekülen) eine Zeit lang bei dem ununterbrochenen Zuge 


nach oben mit emporgetragen, fällt dann wieder nieder 
und vereinigt sich mit den erdigen Substanzen. Auch 
das Wasser wird vom Feuer verflüchtist und in Luft 
verwandelt. Denn die Dämpfe, die aus den geheizten 


30 Kesseln aufsteigen, sind nichts anderes als verdunstende, 


sich in Luft verwandelnde Flüssigkeit. Dafs also das 








uévov BOmg.G, T, : ózoxsiuuévov AG,T,: «otouévov C 28 f.yo- 
gobvcrogc 


3 yevousvng aC: yıvousvns B, cum ... feratur L_ 7 z9oc- 
&zwzOvrou. AU: Enıoravreı B, attrahunt L 26 ix: onxó C, 
corr. © in marg. 


12 HP9NOX AAESANAPERE UNETMATIERN A. 


«OroU ravre x«l usraßdAkeı, éx voUrov ÓijAov. x«i &x 
Tüv dvadvundoewv bt rÀv And Tío yi ywouévov 
usraßdAisı TE moy0vsQe« vÀV GorOv sig Aemvousoe- 
oregag oUvG(cg' ai y&o 000001 ovx UAAcg &vegpégovraL 
1| Asntvvouevov ToU Ev cjj yjj vÓcrog bad Tijg &va- 
SvuudGEcog* aurn Ó& oz zvodOovs v.vOg ovo(«g Yiveraı, 
toU NAlov bad yiv Óvrog x«l Heoualvovrog vTüv Kar 
£xsivo Tóxov, x«i u@AAov Hroı 951.000 N &6qeATOÓ: 
Ei e / LEA, - \ 5 , 
övra, 0g Otoucuvóusvog &zi zAtiov mv &votgvuicoiuv 
roLei’ xci v& Yeoud Ó3 vOv v$Óirov và Ev vj yj &0gi- 
Gxóusv« £x Tijg «Orig alriag ylveraı. Tv 00v ÓpócGcov 
te uiv Asarörsoa eig &&oc uere AAeL., Ta Ób moy 

? o« eig &épe ueraßdAksı, v& Ó& MayUTEo« 
exl X000v GvvaveveyOcvra Ói& Tv Tig &voO9vuitcsog 
Plav, v«UTqgg anrodvyeiong xcvà TV ToU NAlov usta- 
TQomqv zéAw sig TOV xéroO YEgEraı TÓzOV. Aal T 

, \ > mw 9 p , - 
zveUucar« O08 éx GqoÓ0oüg &voOvuikcosog Yiverkı, TOÖ 
&£pog é&otovusvov x«i Aszvvvoué£vov xci isl vov éEüc 
xci Guoveys q«OrQ xXıvoövrog' N WEVTOL xívqyGig TOO 
&égog oU x«rà z&vr« TÓxzOV Loorayng yiveraı, GAAG 

, M ? 5, \ ^ 5 , 5 

-Ggo0goréo« pev Tag cUTNv Tv Avadvulaoıy, Cuovgo- 
vég« Ó& uaxgvvdEloe ToU TÓzov, AAN Ov xsxívqvaL, 
xac dzso x«i éxi vv ivo egouévov Browv. PEoereı yo 
xci TEÜTE TAyıov uiv xer& TOv Gvveyy(Covra TO xdro 
TÓzxOv, ztQ0g Ov Eotı x«i 7 &ztooréAAovoa cUrO Övvauıs, 

a 20—24 duavooreon . . . Óóvotug = b 26—29: 
&qvÓgoríge Ó& Gmregov xoOdmeo xol ini TÜV Qvo gtpo- 
uévov fegGOv. g£oereı y&g TaÜTa Tíyi.0v uiv xerà rÓv 
ovveyylkovre TO xir T0zOv, mzQ0c Ov Eorı xol N) GmocréA- 

\ ’ 

Aovoa evvà Ovveutg. 


2 yevouévov T — 2—3 ywoucvov: ueraßdiktı (y&o» Diels 
10 za (ante &v) om. T, corr. Tmg. 13 ovrveavsveg9£vza al: 


10 


15 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 13 


. Feuer alle Kórper, die fester sind als dieses selbst, auf- 
lóst und verwandelt, ist hiernach klar. Auch infolge der 
Ausdünstungen der Erde verwandeln sich die festeren 
Stoffe in feinere. Tau entwickelt sich nur, wenn das 

5 Wasser in der Erde verdunstet. Die Verdunstung wird 
durch eine feurige Substanz hervorgerufen, wenn sich die 
Sonne unter der Erde befindet und die jenseitige Hemisphüre 
erwürmt, was um so mehr geschieht, wenn diese Schwefel 
oder Asphalt enthält. Wird ein solcher Boden erwärmt, 

10 so findet die Ausdünstung in stärkerem Malse statt. Auf 
dieselbe Ursache sind auch die heifsen Quellen zurück- 
zuführen, welche sich in der Erde finden. Von den Tau- 
tropfen verwandeln sich die feineren Teilchen in Luft, die 
festeren werden eine Zeit lang durch die Kraft der Aus- 

15 dünstung mit emporgetragen, fallen aber wieder nieder, wenn 
während der Sonnenwende eine Abkühlung erfolgt. Auch 
die Winde sind eine Folge starker Ausdünstung, indem 
die Luft herausgetrieben und verdünnt wird (= sich 
ausdehnt) und allemal die Atmosphäre in ihrer nächsten 

20 Nähe in Bewegung setzt. Indessen ist die Bewegung der 
Luft nicht überall gleich schnell, sondern gerade dicht am 
Orte der Ausdünstung stärker, dagegen in grölserer Ent- 
fernung vom Ausgangspunkte der Bewegung schwächer, 
ähnlich wie es bei emporgeschleuderten schweren Gegen- 

25 ständen der Fall ist. Denn auch diese bewegen sich in 
den unteren Regionen nahe dem Standpunkte der Wurf- 


ovvavsydevre BT 17 &égog xol T 18 «oi om. T,, corr. T, 


20 auavgorsge AG, T,: &uvógorége T,G, ^ 21 gexovv- 
Heioa ... nenlvntaeı T: om. A, sed spatium reliquit, in quod 
A, ydvarzaı inseruit: ylveraı G; f. unnevvdeioa ... wtxivnvat 


del. et lacuna statuenda est 22 nal n &nı AG p£egerar 
AG: yivercı T 22—23 xol y&o a: transposul: ceterum xoi om. 
Ambros. A 91 sup., Laur. 59, 17. 74, 13, Leid. Voss. 44 24 To- 
zov nıveicaı T 


2 &n 
yelong a: 
pug tr. C 


aC: ix BL 10 cà ante év om. b 14 &zowvv- 


Ó 
&zowvyQ9slong b 26 n émi C 28 Zorı post óóvo- 


149 


14 HP9NOXE AAEFANAPERZ IINETMATIK9NN A, 


Boddıov Oi xarà vóv vo: TO nuodnev Ó& UNAErL 
ragenouevng abrois Tijg &&emooTtAAoUGng Bag, makıv 
eis vOv Hard qow geosraı TÓxzOv, Aéyo Om sig 
TOv xiíro' ei Ó$ icorayi wurd mzagémsumev 7 &omo- 
óvéAAovoc Pia, 00% &v mors EAmke. vvvi Ó$ xevà focyvo 
aroAmyodong «Orio x«l Bone Ó«xevoutvQg, xci TO 
víyog Anyeı Tijg qooüg. x«i TO v0cQ Ó& ueraßdAksı eig 
y&O01 oVolav' Üvav yOg sig Tıva yedÓ« x«i xoiAov 
Torov éxyéousv ÜÓc9, usv 0b zoÀUv yoóvov &gevig 
yiveraı Gvaztogtv bad TTS yso0ovg ovaíag, ors Gvvava- 
x(ovovci x«i yiveraı xci cUTO yi si Ó& A£yor vig, Ott 
oo zc«oczxAdooeraL. ovÓb Avaniverar oz0 ijo yüo, AAN 
&&xudCevet Evanmıvdusvov Und S959ouóvqvog ivo. ToU 
nAlov 1j évégov Tivóg, weÜüÓog A&cycov drodsıydnoete' 
t0 yàg word VÓoo ELEußAndEv eig Tı Gyysiov i[voL 
béAwov N y«Axobv N EE ÜAing zvxvijo Bing x«l vsOtv 
Ev NAlo moAbv qgoóvov oox Eharrodreı, el wo» zeoc 
Uixoóv uógiov ze«vrézcouv abrod' Gore weraßaAksı 
x«i TO VOcoQ tig YyEndn ovoc(«v. «i yodv iAvsg x«l ol 
Pooßoooı Tod vodarög siciv sig ysoÓ« oVolav were- 
BoAet. ueraßdirsı Ó& xol v) Asntoreoa odole eig ayv- 
véQ«v, xc0zeo ÓpgGOusv xal vv pAoya éml vOv üzo- 
oßevvvusvoav AUyvov, Or«v éAAwurcig éAe(ov yévovraL, 
éxi X000v uiv | ívo qsgouévqv x«i Gozo émsvyouévqv 
eis vóv iÓiov ywonoaı vóxov, A£yc Ób vróv dvor«rov 
x«i Óvvc vOzig vOv Eon, (Aara)axgarndeioev Ó& vz0 
roD TOoAAod &£oog Tod uerabd unner Ent vOv Gvveyij 





2 zagezouévoug AG 10 &voazoOiv v0 00oo T 12 maou- 
zÀAcoctrou b T: emplastratur L: naganınosraı AG, (m del. et « 
supra ser. G,): zeoezAéxevou Diels 16 yeAxobv T,: y&Axsov 
AGT,: gcAxeiov B: qdAxiov C 20 ueraßoial G, Tb: uere- 


10 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 15 


| kraft schneller, oben dagegen langsamer. Wenn aber die 
treibende Kraft überhaupt nicht mehr auf sie einwirkt, 
so kehren sie in ihre natürliche Lage zurück, nämlich nach 
unten. Wenn die Wurfkraft sie mit fortdauernd gleicher 
.5 Geschwindigkeit fortschnellte, würden sie beständig ihre 
. Bewegung fortsetzen. So aber endigt ihre Wirksamkeit 
nach kurzer Zeit; sie wird gleichsam aufgebraucht. Daher 
nimmt denn auch die Geschwindigkeit ab. Das Wasser 
verwandelt sich auch in eine erdige Substanz.  Giefsen 
10 wir in eine ausgehóhlte Stelle in der Erde Wasser, so 
. verschwindet es binnen kurzer Zeit. Es wird von der 
Erde aufgesogen, und die Folge ist, daís es sich damit 
vermengt und selbst zu Erde wird. Sollte jemand be- 
haupten, es werde weder umgeformt noch auch von der 
15 Erde absorbiert, sondern es verdunste, weil es von der 
Wärme der Sonne oder eines andern Körpers aufgesogen 
werde, so kann man ihm leicht seinen Irrtum nachweisen. 
Wenn man nämlich dasselbe Wasser in ein Gefäls aus 
Glas, Bronze oder einem andern festen Stoffe schüttet und 
20 längere Zeit in die Sonne stellt, so verringert sich die 
Quantität nur in einem ganz unbedeutenden Maíse. Es 
verwandelt sich also auch das Wasser in Erde. Schlamm 
und Schmutz wenigstens sind Umwandlungen des Wassers 
in Erde. Es verwandelt sich auch die feinere Substanz 
25 in eine festere, wie man an der Flamme von Lampen 
sieht, die aus Mangel an Öl verlóschen. Eine Zeit lang 
schlägt sie empor und strebt gleichsam ihrer eigentlichen 
Heimat zu, ich meine die allerhóchste Region über der 
Atmosphüre, aber von der vielen Luft in dem Zwischen- 
30 raume überwültigt, sucht sie nicht weiter die ihr zugehórige 





on AG 23 yivovraı J. G. Schneider 26 xoarndeicev ab: 
N y 
corr. Diels. cf. p. 16, 8 


2 2EamoorsiAovong aC: &dnootellodons B 4 loorayn) à: 

toorayüs b: eque celeriter L 11 Aéya C 16 o£Avov b 

18 zovrdzecw om. C Gore C: dore «x«l BL 20 sieur 
om. b 25 &vortcvo b 


16 HP2NOZE AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


pE00uEvnV, AAN Gozeo xeocoOeicov xoi napanAeyFeloav 
TOig TOD G£oog O@uaoı x«l cürQv Gíg« yEveodaı. TO 
0$ Ouoiov Erivosiv del Hal imi TOD d£oog: OTav yàg 
ovrog Elg Tı Gyysiov oO uéy« Ozdoyov xci éovsyvo- 
ué£vov eis VIE civ TO &yysío xevovsOjg. sirve &va- 
GroucO9é£vrog roD &yys(ov x«i TO GTÓuLOV tlg TO vo 
£yovrog TO ÜD0coo éuzéon, 6 uiv ANO éxyootsi ix TOD 
&yy&(ov, aataxoarndeig OS ix Tod z0oAAoU ÜOcrOS aAıv 
xtgiüvvurai. x«i ztcQezxACGGGsTUL, (GTE VÓGQ YEVEODaL. 
oUrog ovv x«l Tod Ev tjj Guxóq Gégog PHELEOUEVoV 
xci Aezmvvvouévov UNO ToU zvgüg x«l Ótexzízrovrog OLG 
TOV TOÜ TtÓyovg GCo«uoucroOv xsvoUusvog 6 EvTög 
TÓózog émiGzÜüT«L TV zxcgcxsuutvQv VAnv, oix Tig Ev 
Tvyy&vq' negamvevodong de tig cuxb«g 6 uiv do sig 
tóv xEvoVusvov cTózov slozíxzvst, víjg ÓS VAng oUxéci 
ov0lv émiómácsrei. Toig oov quuévouig TO xc«9óAov 
undev eivaı xevov éxzoisi z90g v«0vc z0AÀC Eboloxeıv 
ERIYEIONURTE x«i Taxe Yaivsodaı To Aóyo zi)«vo- 
TEOOVS umdsuräg maoaxsıugvng alodmtır]g drodeissng' 
ELV uEvror Ósuy0jj émi TÜV qowwou£vov xci bad mv 
«lo)«cuw zunTövrwv, OTı xevov ÜdE0VV EOTiv z«gó 
qoi uEvroı Yıvdusvov, Aal AKUTE qoi uiv xsvóv, 
xcT& Aenıd Ó$ ze«gsozcpuévov, x«i Ovi Kark mzANGLuV 
v 6@uare GvaxAmooi và NROEOTKQUEVE HEVd, ov0&- 
ulav obxétL zuosíoüvouv EEovoıw oi vovg zÜcvoUg 
TÀVv Aóycov z&gi voUrOV TOOPEOOUEVOL. KRTROKEVELETEL 
yàg Gqaiog« z&yog éyovo« Tod EAdouatog, Govs ui, 

1 mzsgurAey8sicov ab (-Aay- b): corr. Diels 5 f. (äu- 
qvonütig» sic 8 éx« AGT,b: ózó T, 12 revyovs Gb: 
zayovg A 13 éàv ABG: dv T: om. C (sed habet Ev rvyyavsı) 


17 &umzow? ÀGb: zowi T: possunt L: corr. J. G. Schneider 
95 meo®wdvcıv Schneider 


10 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 17 


"Btütte zu erreichen, sondern mit den Molekülen der Luft 
gleichsam en und verflochten, wird sie selbst zu 
Luft. Ähnlich mufs man sich den Vett bei der Luft 
vorstellen. Wenn diese in einem kleinen, verschlossenen 

5 Gefüfse enthalten ist und mit dem Gefüfse zusammen ins 
Wasser gesetzt, darauf das Gefäls so geöffnet wird, dafs 
die Mündung nach oben liegt und das Wasser ee 
so entweicht zwar die Luft aus dem Gefüíse, aber von 
dem vielen Wasser niedergehalten, vermengt sie sich wieder, 

'ı0 nimmt eine andere Form an und wird zu Wasser. So 

wird auch die Luft in dem Schröpfkopfe vom Feuer ver- 

flüchtigt und verdünnt und entweicht durch die Poren 
der Gefüfswand, während der innere Raum sich leert und 

. die benachbarte Masse anzieht, welcher Art sie auch sei. 

35 Hat die Luft wieder Zutritt zu dem Schröpfkopfe erhalten, 

so strömt sie in den leeren Raum, wird aber von der 

Masse nichts mehr anziehen. Diejenigen, welche überhaupt 

ein Vakuum leugnen, mögen dafür wohl mancherlei Beweis- 

gründe ersinnen können und in der Theorie vielleicht 
einigermalsen überzeugen, weil kein experimentaler Gegen- 
beweis vorliegt. Wird jedoch auf Grund augenscheinlicher, 
sinnlich wahrnehmbarer Vorgänge gezeigt, dals eine absolute 
Leere nur auf künstlichkem Wege herbeigeführt werden 
kann, dafs ein Vakuum zwar natürlich ist, aber dals es 
nur feinverteilt vorkommt und dafs bei einer Verdichtung 
die Moleküle an die Stelle der feinverteilten Vakua treten, 
so werden die keine Ausflucht mehr haben, deren Hypo- 
thesen sonst die Wahrscheinlichkeit für sich hatten. Man 
stellt nämlich eine Kugel mit einer so dicken Metall- 


2 


e 


2 


[i 








2 yiveodaı b 5 cvv To ‚Eyysio aUL: zara v0 &yysiov B 
6 x«i aC: x«:& BL 7 ix om. b 8 ro. aC: om. B 
9 napaniaooeraı a: megimienerer D: complicatur L: ze«oo- 
mÀfweTOL Diels yivsodazı b 15 sloninte à: Eumimrei b 
16 Zmiondoster a: Emionära b: trahit L 17 evglonsıw aC: 
sbosiv D 19 aiodntınjg a: ctcünvijg b 25 0" obwét. b 
(6°: tamen L secundum cod. Taurin. om. ceterl 26 zoogsoó- 
wevor A: noop£oovzes b 27 tod iAdouerog ab: multiplicem L 
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 2 


15 


e» 


18 HP9NOZ AAEZANAPES9Z IINEYMATIKRN A. 


EUFARETOG Eivaı, q0gotoa 0Gov xovÜAmg v. Grtyvijg ÖE 
oU615c «oTiüg zxcvro)ev rovzadjoovco Óci aígowve xoteivet 
aArodv, Tovreorı GOANva AezmvÓóv, un wevovra v00 
KARTE ÖLEUETOOV TÓxzOv TOO TETOVANUEVOV OMuelov, 
önws Bdarı ÖLdgovomg ozáoyn, TO 0$ KAAo uégog «rot 
Éxr0g Üreoeysv TS Opeloug OGov Ó«xróAovg Toeig' 
viv ói Tod vgvzwNuerog TEegLogiv, Óv oo Kamera 6 
Gíqov, Gveyvobv bei x«oovréoo zoocAcuBivovre 790g TE 
TOv Gígove x«i mV fxvóg Tig Opaloag émupivesutv, 
QG6rs Or«v ovAcous)« TO oTouarı Óuk Tod Gígcovog 
éugvoüv, xcv& wyüéva vroózov TO zvsÜu« vijg Gqoíoeg 
ÖLsanintew. Gxomüusv IN v& ovußalvovre' ozxcoyovrog 
y&o Gépgog Ev cor]. xcOdzso xci Ev voig ÜAAoıg &y- 
y&(oug zx&GL Tolg A&youévoig x&voig, ToU ÖE dcégog 
z&exANooxórog vrac TOv EV cori) TÓXOV Al 7Q06- 
EONGELOUEVOV xcvi GuvEysuxv zQ0g TNV TOD TtÜyOvG 
z&tQuoynv x«i uyÓevog xevob, xo0dzso olovrot, cO 
z«oczev vméoyovrog Tózxov, oov (v V0cg tioxoivot 
Övvndeinusev obvs CAAov | &éog«, un Ozxoyognuo«vrog 
TOD zQórsQov Ev coti bzQyovrog &£oog. xci Ev uev 
zoAAWe Bí«g mv sioxguow zovwbusd«, zoórsgov ÖLEPOR- 
yrostaı TO TtÜyog N émiÓf&eva( Tu mAijoeg Uzdoyov: 
ors yOGg TG GOuc«T« Tod dEQog ÓUvcorau GvovaAivat 
eis EAR000v uéysQocg* ÓcXosu yàg Ev abrolg £ysuv vwwv& 
dıeoryuare, Ebg & ovuzLAoUusve éAcoGov abroig Óyxog 
&oraı‘ todro Ó$ o0 nıdavov yiveraı uy) óvrog xo96A0v 
xtvoU' OVTE OVVEONOELOUEVOV xerit cüo«g TOg ENL- 
pavsiag vàv owudtwv zoog (CAAWNA« xci Óóuoíog zog 


1ó0xro T. 4 rergvanusvov G, Tb: rovzxuatog AG, — 6 $zto- 
&yeıv AG T, b: önaeyew T, 13 x«i om. T 20 zovégov T 


t9 
a 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. TJ. 19 


wandung her, dafs sie nicht leicht platzt. Sie fasse etwa 
‚acht Kotylen (= 2,19 l) und sei von allen Seiten ver- 
schlossen; man durchbohre sie und stecke einen bronzenen 
Siphon, das heifst eine dünne Röhre, hinein. Dieser darf 
5 aber die Stelle, welche dem durchbohrten Punkte diametral 
. gegenüber liegt, nicht berühren, damit Wasser durchfliefsen 
kann. Sonst soll er aufsen etwa drei Finger (= 58 mm) 
hoch über die Kugel hervorragen. Der Rand des Loches, 
. durch welches die Röhre hinabgelassen wird, ist mit Zinn 
0 zu verlóten; man mu(ís dies sowohl nach der Seite der 
" Röhre als nach der äufsern Kugeloberfläche hin legen, auf 
, dafs unter keinen Umständen Luft aus der Kugel ent- 
weichen kann, sobald wir mit dem Munde durch die Róhre 
hineinblasen. Betrachten wir nun die weiteren Vorgänge! 
5 Wie in allen übrigen, angeblich leeren Gefälsen, befindet 
' sich auch in der Kugel Luft. Das ganze Innere ist damit 
angefüllt, und sie übt einen kontinuierlichen Druck gegen 
die Gefüfswand. Wenn es überhaupt kein Vakuum gübe, 
wie manche glauben, so vermóchten wir weder Wasser 
0 noch andere Luft einzuführen, es sei denn, dafs die ur- 
sprünglich in der Kugel enthaltene Luft zuvor Platz machte. 
Wollten wir es mit aller Gewalt versuchen, so wird das 
Gefüís, weil vollständig gefüllt, eher platzen als etwas 
aufnehmen. Denn einerseits kónnten sich die Moleküle 
5 der Luft nicht so zusammenziehen, dafs ihr Umfang ge- 
ringer würde. Dazu hätten sie nämlich eine Anzahl Zwischen- 
räume nötig, in welche sie sich zusammendrängen mülsten, 
um einen geringeren Umfang zu bekommen. Das ist in- 
dessen nicht wahrscheinlich, wenn es überhaupt kein 
9 Vakuum giebt. Gäbe es wirklich ein solches nicht, so 
kónnten andrerseits die Moleküle, da sie mit ihrer ganzen 


I 


| , 
23 z& cou«ra AGT,: cóuc vv. T 27 cvvnottcuévov à: ex 


b et Laur. 74, 13 et Leid. Voss. 44 correxi 


8 zoooAaußdvovra a: meoılaußdvorra b: comprehendentem L 
15 zootenoswcuévov b 23 v& om. b 27 ors yào bL 


9* 


20 HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIK9N A. 


viv ToU vsUyovg zteoioynv ÓUvovro dv Ó,ocOévre vóxov 


zov zoLjocL., u) vOzégyovrog xsvoU Tivog' QOTE XOT 


undeva voóxzov N00080X0.Ival vu, vüv £xvO0g slg Tv 
Spaioav, é&v uy EAXWENEN vv u£gog TOD Ev «vrjj ozxg- 
yovrog zgóvsQov Goog, simeg Eori zezvxvouévog xci 
Gvveyus züg Ó Tóxog, @g olovre. x«i uv étv Tıg 
EHEN vóv olpava BaAwv sig TO Gvóuc éugvoüv slg viv 
Gqeiocv, moAd zQoGsiGxowuvei zvsÜuo, UN ozxoyoponoocv- 
vog ToU zpoUzQyovrog Ev «orjj &égog* rovrov Ó$ del 
ovußealvovrog, Gcqüg Ós(xvvra, ovoroAd ywouéry vàv 
oz«oyóvrov Ev vj; Gqpotoc ocuirov sig và napsunenkey- 
ucva xsev&. mco PVoıw Ói T GcvoroÀ] Yivercı di“ 
viv tTíjo slóxoíosog Plav. idv vig ovv Eupvonoas xci 
a0’  «OrO TO GTÓUu« zQoGcyayOv nv YEloa ovvróuog 
émiouéo TO ÜcuxvrUAQ TOV Olpovo, usvei z&vvo TOV 
yoóvov Ovvsopıyusvog 0 co Ev Tjj 6ga(oa* ékv Ó£ vig 
evaerwucon, mahıv éxvóg 6ouNos Werd TE Yógov xci 
Bons moAANs 6 MoE00E10x01L FE &9o Oi TO Exxoovsctat, 
HANENEO NOOEPEUEDE, xocvà TV TOU zooUzxépQyovrog 
&égog Ö1aoroAnv Qv Hard TQv Ebroviav yıvouevnv. 
zÀLv oov Edv rig BovAnteı vov Ömdoyovra G£oc Ev 
Tjj opaloa i&£Axeww. TO Orduarı ÓLG TOD Gípovog, z0AU 
zAijog EraroAovdmosı, undeudg ÜAing obolag eig 
TQ]v opaigav Avrırarallaooousvng, xoO0dzso éml TOD 
coU mooelonraı' Gore did TOD ToLodrov reÀAs(Og Ósí- 
vvodaı ueycAqv. KHE0L0V HEVOod Yıvousvyv . Ev vij 


3 ztoootuoxovü vau GT: mooGxou9ijvot A, &ı6 supra scr. 
7 f. lov 8 zooosıoxgıvei Laur. 59, 17. 74, 13, Leid. 


Voss. 44: intromittet L: mooctuxoíveu T: mooctwxoí(vy ABG: 


moosıorRelvn C 9 rovo?vov T 10 yevouevn T 16 cvve- 
eqnyusvog AG,, corr. Diels: compressus L: ovvscpnvauevog G, T b 


"2 


[52] 


e 


mi 
e 


3 


e 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 2] 


Oberfläche sich gegen einander und ebenso gegen die 
Gefüfswand drücken würden, nirgends Raum machen, 
wenn man sie zurückdrängen wollte Folglich liefse sich 
auf keine Weise noch etwas von aufsen in die Kugel ein- 
führen, wenn nicht ein Teil der ursprünglich darin ent- 
haltenen Luft ausströmte, vorausgesetzt, dafs thatsächlich 
das ganze Innere ohne irgend welchen Zwischenraum dicht 
gefüllt ist, wie es ja unsere Gegner annehmen. Und doch 
wird jeder, der etwa die Röhre in den Mund nehmen und 
Luft in die Kugel blasen will, noch viel Luft zuführen, 
ohne dafs die ursprüngliche Luft entweicht. Da dies sich 
immer wiederholt, ist damit deutlich bewiesen, dafs die 
Moleküle in der Kugel sich verdichten und dabei an die 
Stelle der Vakua treten, welche in sie verflochten sind. 
Die Verdichtung erfolgt auf künstliche Weise mittels er- 
zwungener Zuführung von Luft. Wenn nun jemand hinein- 
bläst und sofort mit dem Finger einer Hand, die er dicht 
an den Mund halte, die Röhre verschliefst, so wird die 
ganze Zeit hindurch die Luft in der Kugel komprimiert 
bleiben. Öffnet man aber, so wird die zugeführte Luft 
mit lautem Schall und Knall wieder nach aufsen drängen, 
weil sie, wie gezeigt, von der ursprünglichen Luft hinaus- 
getrieben wird. Denn diese dehnt sich zufolge ihrer 
Elastizität wieder aus. Will dagegen jemand die in der 
Kugel enthaltene Luft mit dem Munde durch die Röhre 
aufsaugen, So wird sie in grolser Menge herauskommen, 
ohne daís eine andere Substanz als Ersatz in die Kugel 
eingeführt wird. Ähnlich ist der oben erwähnte Vorgang 
mit dem Ei. Durch solchen Versuch wird also ent- 


scheidend dargethan, dafs sich in der Kugel Vakuum in 


19 »ar& T: om. AGb roö om. T 20 yıyvouevnv T 21 £v 


öndeyovra T — év om. T,, corr. T, 26 yıvoutvnv, v ex & corr. A 


Zim 


1 óóvow àv b 3 zooctxxoiO iva, B: moosıorg dijva C: 
intromittatur L_ 9 £v «vij mogoündeyovrog tir. C 14 zug’ à: 
zo0g b 15 ézwxrouo(cn C 18 noAAng Bong tr. bL meo- 
sıong Weis C 


m 


22 HP2NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSNN A. 


Gqoío«* ob y&Q ueifove Övvarov ysvéc)eu vé vzo- 
Asuróusva TOO G£oog OWURTE HET TOV xcig0v TOoUTOV, 
Gore GvvavozAqoOGct, vóv vOv éxxgovotüévrov Goucvov 
TÓózov' Ei y&g abEndNoereı, umdeuäg wbroig ovGíag 
Övvauevng EEOdEV zooctuoxouO vot, mıdavoV viv avEN- 
Gwv yevEsodaı Hark Loalwow. aurn 0: Eoraı 1) Heard 
xévoGuv zcgsumAoxQ xsvov Ó$ 00dEV Paoıv Undoysıv' 
ov02 gc abEndioereı và owuara' ÜAAWv yàg cUEuouv 
, , ? m b , 2 m , 2 

obdeulav coroig écoutcvqv ErivoNocı Óvvceróv EoTı. 
q«vegóv oov éx vàv cigqu£vov, Ort oig usv TOD &£gog 
Guc«GL zcgéGzeovo( Tıva werabdb xev, Blag Ó& vuvog 
nr000EAPoVvong Guvíbuow zGoysu z«Q€ qUoiw eig TG 

, e \ b € ? , - ; , \ 
zevd. 6 O6 £v TO &yysío TO HaTEotoauusvn tig TO 
vÓócoo évov cuo o) | advv Auußdveı iAnoıw‘ TO yàg 

[4 ? El] ? , \ T \ er 
pueSóusvov 00x Eotıv á£ióygsov dıd TO TO UÓcQ gvoi- 

E , \ > "c - , , / ? \ 

xüg abro Ev Eavro ure Bdoog wire éxQ'Àuiv Gpodoav 
&yewv* 09ev ovußalvsı vv. xaraxoAvußavrwv sig vov 
pv9ov rijg HaAdoong uEronTag &zsígovg éyóvrov xcor& 
TÜV wvotov Tag Avanvoas un Pıabeodaı vzx0 coU 


 VO«rog, OÀ(yov mavreiög Ev Tolg woxrijooww dEOOS 


arsıknuuevov. tig Ó& Eorıv 1) alrie, di Tv, og elonraı, 
oi Ev vÀ (v9 xoAvußwvreg ürsıoov Bdoog Eyovreg 
VÖATOS x«và vOv vorov o0 HAlpovraı, KELov ErLOTTjoRL. 
AEyovoı ON Tıveg’ „Hıörı v0 VÓco icofegig cÜrO xo 
c , ? ” e \ 58 ’ , l 
AUTO EOTIV . oUTOL Ü&$ ov0év Aropaivovrai, ÖLöTı oi 


7 mageıomkonn codd.: corr. Diels, cf. 1.1. p. 109 11 Bias 

0: bL: 0:0 fíog a 12 mdoyeı A CG, T: nageyeı B: ómeoyeu G, 
15 f. (rob vdarog) Qutóusvov 17 naranoAvußovrov a (xoa 
om. T, add. Tmg.): ex Mb correxi 20 &£gog om. T, add. T mg. 


1 yeveodaı à: ylvscdaı b 4 covroig aC: aóbríjg B 
6 yevichaı a: ylivsodaı b 19 cogi sive comprimi (= B. 7 


t2 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 23 


beträchtlichem Umfange anhäuft. Denn dafs die zurück- 
bleibenden Luftmoleküle sich in diesem Augenblicke so 
vergrölserten, dafs sie den Platz der ausgeschiedenen 
Teilchen mit anfüllten, ist unmöglich. Falls die Luft- 
5 moleküle wirklich gröfser werden, ohne dafs ihnen von 
aufsen Stoff zugeführt werden kann, ist anzunehmen, dafs 
die Erweiterung ihres äufsern Umfangs eine Folge innerer 
Auflockerung ist. Das ist aber gerade die Bildung 
der Vakua und ihre Verbindung mit den Luftmolekülen. 
10 Indessen behauptet man, es gebe kein Vakuum. Also 
werden sich auch .die Moleküle nicht vergröfsern; denn 
eine andere Art der Vergrófserung kann man sich 
nicht denken. Aus dem Gesagten .ergiebt sich also, 
dafs zwischen den Luftmolekülen eine Anzahl Vakua 
15 verteilt sind und dafs jene in abnormer Weise in die 
Vakua eindringen, sobald man irgend welche Kraft auf- 
wendet. Die Luft, welche sich in dem umgekehrt ins 
Wasser gesetzten Gefüíse befindet, wird nicht gerade sehr 
verdichtet. Denn dazu reicht der Druck des Wassers nicht 
20 aus, weil das Wasser in sich selbst von Natur weder 
(bedeutende) Schwere noch die Eigenschaft besitzt, viel 
(Luft) zu verdrängen. Daher kommt es, dafs bei den 
Tauchern in der Tiefe des Meeres trotz der unermefslichen 
Wassermengen!), die sie über sich haben, das Wasser das 
25 Atemholen nicht beeinträchtigt, obwohl nur eine ganz 
geringe Quantität Luft in der Nase enthalten ist. Es 
verdient Erwägung, aus welchem Grunde die Taucher, 
wie bemerkt, trotz der unermefslichen Wassersäule, die 
sie auf dem Rücken tragen, keinen Druck erleiden. Da 
30 sagen nun manche: „Weil das Wasser an sich gleich- 
mälsig schwer ist.“ Damit erklären diese aber keineswegs, 


1) Eigentlich Metreten (zu je 39,4 1) Wasser. 





»uißeodeı) L 20—21 &zsilquuévov &égog tr. b 21 8 


Zotıv aC: à' Zorıv B 


24 HPQNOZ AAESANAPERZ DNETMATIKRN A. 


xiv xoAvuBOvreg oo HAlßovraı vz0 ToU Omxsodvo 
VOcerog. &zo0suxvéov OE obvog. VroAdßouev! To oxsocvo 
e \ 9 \ M ^ [4 ? , , £N 
vyoov and Tic Tod YAıßousvov Eripaveiag, Xe NV 
ci. Dr TO dO Gu ic ig Óv Ted 
enineiteı cT TO VIE, Gu TL icofegéig Ov c 
yo TO «0rO oyiüju« Eysıv TO vzxcQévo vOyodQ' voUro 
0$ eußeßAjodeı eis TO Dyoóv, Gore viv xévo éxupivsuuw 
abrod &ouótcsuv vÀ Süufou£vo, x«l Gomso! wurd eivaı 
x«i Oóuo(cg émuxeioUcL. TO zxQórsQov ÉmixsuuEvo vygO. 
qavegov oov Or; roUro TO GOuc oUvrs ÜrTEgENEL TL TOU 
e ^ ? N P ‚A Ly \ \ ^ x 
$ygo0 dGgqeüiv ove xovaÓUGsra, vz0 TV roD vo 
$yoob émiupávewv. Gztüs(y0] y&o Aoyıunds Ev  voig 
'Oxovu£votg, Otı 1€ icofieos; TO yo aouevc Gqsbévte 
"ded. $» EN TO vyoQ GWmuaTe &@p 
eig v0 Oygóv obrve ozsotbeu TOO Oygob 0VTE xoraÓU- 
vertrat, 000 (ge DAÓUpeL Ta broxelusve. Gquuoedévrov 
ovv TOv üvob)sv YAıßovrwov, uevei TO GOyu« iv TO 
5 oH 4 3 m 3 , ^ m ^ X. 2f 4 
«Ur TózQ' mög ovv Yale v0 Góp To un Eyov Ögefıv 
eis TO xdrw; Tov abrov Ó$ vQóxov xol To byodv, Evda 
Qv TO GOu«, od YAlıbaı Ta Omxoxs(usvo' Evena yàg 
uovijg TE x«i Kıvnoswg dıapegsı TO Elonusvov oue roO 
Tóv a«Or0v TÓxov éz£yovrtog vyooU. Or. Ó& Eorı KEvd, 
x«l éx voUrOv v Tig xcv«Ac(oL.. un y&o Óvrov corOv, 
2 "^^ \ ^ er x \ m 9 3 x i322 
ovr v Oi& Tod UVO«rog obrs Oi& TOD dEpog obvs ÖL 
&AAov Gouc«rog obdevög 1ÓUvoro v dıexnintev TO 
gg ovÓs 7 Beoudıng o90 ^ AA Övvauıg ovÓsu(« co- 


1 xevoxoivupóvreg J. G. Schneider 2—3 (àvrb) ToU 
$ztocvo $ygoo Diels 3 &zó del. J. G. Schneider 4 «ózó bL: 
c0T0 A 5 &govG V avo A,: xol aöro ÀA,(?) GTb: et tam- 
quam idem sit (= v0 aöro) L: f. (ovveyig» wur 8 mooréoo T 

11—12 Aoxıundeaı Ev roig Oyovusvoıg I 8 (Archim. op. II 362, 19; 
cf. II 357, 10 Heiberg) 14 dpaıgsdevrov codd.: dpstevrov 
Diels coll. supra lin. 10 15 oov Leid. Voss. 19 bL: d2 T: 
om. AG uevsı codd.: corr. Diels 19 uovng Tfjg xw1jctog 


10 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IJ. 25 


weshalb die Taucher von dem Wasser über ihnen keinen 
Druck erleiden. Vielmehr ist es auf folgende Weise dar- 
zuthun. Man stelle sich statt der oberen Wassersüule von 
der Oberflüche des dem Drucke Ausgesetzten, d. h. von da ab, 
5 wo das Wasser auf ihm ruht, einen Kórper vor, der gleiche 
Schwere wie das Wasser (überhaupt) und gleiche Form 
wie die obere Wassersüule hat. Diesen denke man sich 
so in die Flüssigkeit gesetzt, dafs seine untere Flüche sich 
der Gestalt des Untergetauchten anpasse, gleichsam damit 
10 zusammenhänge und in ähnlicher Weise auf ihm ruhe als 
die zuvor darüber befindliche Wassersüule. Läfst man 
diesen Körper los, so leuchtet ein, dafs er nicht aus dem 
Wasser herausragt und auch nicht unter das Niveau des 
oberen Wassers sinken wird. Denn Archimedes hat in 
15 seiner Abhandlung „von den schwimmenden Körpern“ nach- 
gewiesen, dafs die Körper, welche gleiche Schwere wie 
das Wasser haben, ins Wasser gesetzt weder über dessen 
Niveau sich erheben noch untersinken, also üben sie auch 
auf die unter ihnen befindlichen Gegenstände keinen Druck 
20 aus. Ist nun der Druck von oben beseitigt, so verbleibt 
der Körper am selben Orte. Wie sollte also ein Körper, 
der gar nicht nach unten strebt, einen Druck ausüben? 
In gleicher Weise wird auch das Wasser an der Stelle, 
welche der Körper innehatte, auf die unter ihm be- 
25 findlichen Dinge keinen Druck ausüben. Denn nur hin- 
sichtlich der Ruhe und Bewegung unterscheidet sich der 
genannte Körper von der Flüssigkeit, die denselben Raum 
innehat. Das Vorhandensein von leeren Zwischenräumen 
erhellt auch aus folgenden Erwägungen. Gäbe es nämlich 
se keine Vakua, so könnten weder Licht noch Wärme noch 
sonst eine materielle Kraft durch das Wasser, die Luft 


Diels zoö om. T 24 o$ói] oöd: Diels ex Stratone (Simplic. 
Phys. 693, 11): o?v& codd. otó' | ovó2 T 


2 à' otvoc b 9 ümegiyeı à: ómtoééeu bL 23 àv a: 
om.b 


ho 


96 . HP9NOS AAEZANAPEOEX IINETMATIKON A. 


ueTux. émei nos v ai Tod NAlov üxvivsg did Tod 
vdaros ÖLstenıntov sig vOv Tod Gyysíov nuvdueve; si 
y&o rd Oyoóv un siye m6oovVs, dAAd Pia d1eorehdov ai 
abyal v0 vÓc0, Ovveßaıvev &v Onegeryeiodeı và ztANo 
Tüv Gyysí(ov: Ózso oO paivera yuvóusvov. Er Ó& xoi 
even g«vegóv: ei yàg Pie TO UÓcQ OicorsAAov, 00% 
üv vOv xv(vov ai uiv GvsxAOvrOo mgdg vOv vo 
vóxov, ai Ó& xci xcro Ovsbémuxrov. vuvi ÖE Oocı uiv 
z000xózTovouv abyal Toig TOD VOc«rog uogíoug, BOTEQ 
&voxgoovóusv«, Avaxibvraı zQ0g rov vo vóxov' OGcL 


0i eig và xev&à Tod Vdarog | éuxizivovow, ÖAlyoıg z9oG- 


xintovocı wooloıg «orc, dıenmirtovow. sig To ToU 
ayyeiov Edapog. Erı Ó& xal TaÜTN qavigóv, óg Ev TO 
vdarı undoysı xevd, v rv fufcAÀÓusvov oivov sig 
td U0c9 OgüoD«,. Kara qooiv sig müvra TÓmov co0 
VÓc«rog yopoÜUvrc. roro Ó& 00x üv Eyivero, un Övrav 
iv và Üdarı xsvüv. pEoeraı ÖE x«l TO güg TO frsgov 
did Tod Er£oov' OÓrav ydg vig zAs(ovg Gym Av 

Id ToU érEQ yao Tig g An Avyvovs, 


ünavra goriereı uüAAov, TÖV «vyOv Nav @WE00- 


u£vov di dAAM(jAov. GAAG uv x«i Out yaAxod xci 
sıöjoov zul vv üAAcov &z&vrov ÖLsxrinteı ooudrOv, 
xc9mso xal TO fmi Tijg vdorng vig QcA«oo(íug ywó- 
usvov. Or; Ó$ xci (ü)govv xsvüv Yiveraı TaOR gov, 
ÖEdsınraı Out TE TOO ztooGqsgou£vov TE GrÓue. xoqov 
ayysliov x«l Óu& Tod i«vguxoU coU. msgl uiv oov cijg 
TOU xevoO gUGsog xol CAAcv x0AAQv ovcüv &zoüciSsov, 
ix«vàg eivaı x«i Tag elonusvag vouítousv* x«i y&ào di’ 
corv vOv alodnTov rag Gzo0s(teug Ernomodusda. imi 


2 &£enıntov codd., corr. Diels ex Stratone 12 Óvsxmi- 


zr0vow Leid. Voss. 44: ótoazízvovow ab: cf. lin. 8. 21 15 eig 
om. T 19 «óyóv J. G. Schneider: «?vóv codd. 25 odv 


15 


20 


25 


— 


| 


! 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 27 


oder einen andern Körper dringen. Denn wie sollten die 
Strahlen der Sonne durch. das Wasser hindurch auf den 
Boden des Gefüíses fallen? Wenn nämlich die Flüssigkeit 
keine Poren hätte, sondern die Strahlen sich mit Gewalt 
5 ins Wasser drängten, so würde die Folge sein, dafs volle 
Gefälse überliefen. Das geschieht aber nicht, wie man sieht. 
Noch folgender Beweis. Wenn die Strahlen das Wasser 
mit Gewalt zerteilten, würden nicht einige nach oben ge- 
brochen, andere unten hindurchgehen. So aber werden 
10 alle Strahlen, welche auf die Wasserteilchen treffen, gleich- 
sam nach oben zurückgeworfen und gebrochen, wührend 
alle die, welche in die Vakua des Wassers fallen, bis auf 
den Boden des Gefüíses dringen, da sie nur mit wenigen 
Molekülen zusammenstofsen. Die Existenz der Vakua im 
i5 Wasser beweist ferner der Umstand, dafs Wein, den man 
in Wasser giefst, während des Mischens überall durch das 
Wasser dringt. Das wäre unmöglich, wenn es im Wasser 
keine Vakua gäbe. Ferner durchkreuzt auch ein Licht 
das andere. Denn wenn man mehrere Lampen anzündet, 
20 so wird alles heller erleuchtet, da die Strahlen nach allen 
Seiten durch einander gehen. Ja, es dringt sogar durch 
Kupfer, Eisen und alle übrigen Körper, ähnlich wie der 
Schlag des Seezitterrochens sich durch andere Körper über- 
trägt. Dafs ein kontinuierliches Vakuum auf künstliche 
25 Weise hervorgebracht werden kann, ist durch die Anlegung 
des leichten Gefäfses an den Mund und durch das 
medizinische Ei bewiesen. Was das Wesen des Vakuum 
betrifft, so giebt es zwar noch viele andere Beweise, doch 
halten wir die angeführten für ausreichend, zumal unsere 


om. T 26 zo41àv» A,G,: mAsıovov A,TG, (-20v-G,)bL oocóv 
om. T 


1—2 ói& ro? vÓcvog om. Strato bL: del. Diels 14 óz&o- 

yeı: mopgégseu C 20 xci (ante sıöjgov) aC: «xi Óià BL 

22 «ol om. L to om. b ido, vig &v vó (om. C) ywó- 

usvov b: quemadmodum de torpedine marina fieri posse constat E 
24 Ö£edsıntaı om. C 


28 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A. 


züvrOv Tolvvv Eorıv eineiv, Ovi TÜV uiv cüu« &x 
AemTousQGOv GcvvéoTqxev  GoudrOv, Ov usrabo E£otı 
NRDEONKOUEVE xsv&t EAdrrova vOv uogíov' Ói0 x«i 
x«T«yonóvruxGg undtv Eivaı xsvov (üt9ovv» Afyoutv, 
Bias vwvóg un naosı08AdoVong, KAAL ztávea aANoN civat 
(tov &égog N OygoU N ÜAing Tıvog ovGíag: x«9' OÓzó- 
Gov Ó (v v. voUrOvV fxyoQf, x«r& voGoUrOv fTtQOV 
&m«xoAovüoDv TOV xsvoUusvov Avanınool vrózxov' x«i 
ÓrL x«cvóv uiv (99ovv 00x Eorı xovà qUow Blag vwwvóg 
un magsıosAPoVong, x«i maAıv Or. 00% Eorı more TO 
TÜUGENEV xtvóv, m«gC qUow ÖE ysvóusvov. TOVTWV ON 
ÖLaossepnvıousvoav Eig Ta Óià zig GovuzAoxijg TOV 
elonusvov oToıyElov Enıreiodusve VEewonuate Yyocıo- 
usv. Eotı yoo Óv «vOv eboloxeıv ndvv zowux(Aang x«l 
»avuasiag xvunjosig. 


n 


Tovrwv à zxgorcü tc oru£vov OToLXElov £vexa yod- 
qousv x«i z&egl TÜV x«uzAoOv Gupovov' sig z0ÀAAG 
y&ào vOv zvevuctuxGv cÜyonorou TUYYdvovoıv. 

"Eovo yào xeuziAog Gípov, Tovreorı GoANv. 6 
ABIT, ob to uiv AB 6xéAog éovo Ev dyysío v JE 
zAWotu. Övrı VOcvoc. Eorw Ó& y] roO Vdarog Émipivaa 


4 (&9900») inser. Diels; cf.lin.9 — 10 f. oóx del., cf. p. 16,21 
14 ndavv AG: mávv vov Tb: zavv c J. G. Schneider 
16 caput distinguunt AG b: in libris decurtatis capita Graece 


numerantur (v. prolegom.); in his sicut in T caput à?" a verbis 
foto yàg lin. 20 incipit. 17 ön b: de a 


4 Aéyouev nevöv tr. b 7 éxgoofj a (-gei T): éyyooíj bL 


11 yevóptvov a: yıwouerov hb 17 yodpouev aCP: yodpousv 
B, c supra scripsit m. 1 a verbis ro?ro» 07) incipit P 


15 


h 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 29 


Beweisführung gerade auf den Experimenten beruht. Auf 
Grund alles dessen können wir also behaupten, dafs jeder 
Körper aus feinteiligen Molekülen besteht, zwischen denen 
noch feinere Vakua verteilt sind. In ungenauer Aus- 
5 drucksweise können wir daher auch sagen, es giebt kein 
kontinuierliches Vakuum, nämlich wenn keine äufsere 
Kraft einwirkt, und annehmen, es sei alles mit Luft, 
Wasser oder einer andern Substanz gefüllt. In dem Mafse 
wie eins von diesen Elementen entweicht, schliefst sich 
10 ein anderes unmittelbar an und tritt an die Stelle des 
Vakuum. Ferner können wir behaupten, dafs es ein 
kontinuierliches Vakuum ohne Einwirkung einer äulsern 
Kraft von Natur nicht giebt, und dafs andrerseits ein 
solches bisweilen auf künstliche Weise herbeigeführt wird. 
ı5 Nach diesen Darlegungen wollen wir nunmehr der Reihe 
nach die Erscheinungen beschreiben, welche die Ver- 
einigung der genannten Ele- 
mente zur Folge hat. Mit 
deren Hilfe lassen sich näm- 
lich gar mannigfache, wun- 


derbare Bewegungsarten er- 
finden. 


I. 


Nach diesen einlei- Der gebogene 
tenden Betrachtungen ei - 
geben wir auch eine Be- 
schreibung der gebogenen 
Heber, denn sie sind für viele 
Druckwerke von Nutzen. 

Es sei «y ein gebogener 
Heber (d. h. eine Röhre 
[Fig. 1]), dessen Schenkel «f 
in ein Gefäls voll Wasser de 
getaucht sei. Der Wasser- 
spiegel liege in Höhe der 


158 


30 HP929NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK2N A 


Kara mv ebdEelev, Ep ng Eorıv 1 ZH, xol ro ToO 
#aundAov Gípovog 6xéAog T0 AB zAquoo1josve, VOTOS 
(you. vijo ZH Eeidelag, vovréovu TO AO uEoog «rot: 
to 0$ OBI' aAnoes Eoreı Gégog. éàv oov did vov I’ 
6routov émiox«cGousüc TO Orduarı TOv siguuévov 
&£g«, GvvezcexoAovOnjGsu xci TO Oyo0v Óià TO un Óv- 
v«69cL, Og TOOEENTA, xsvov ü99ovv vozég£ct TÓmxOv. 
x«i cà uiv TO I' orduov Tod Gípovog Er EÜWElag 
gott Tjj ZH, zmA«goUsig Tod VOcrog obxerı HEVoEL 6 
Gípov, &AAC uevei anAnons’ Worte T0 ABI u£oog «or00 
aeninoßodeı UOÓ«rOog, x«írou zac qow obo«o Tijg 
eis TO vo uEoog «orQ qoo&c* GAAÀ dGozeg | Evyov 
: u£pog «ir qogüg o | &vy 
tıvos L600007101W &yov TO vVOÓcoQ usve veo TE UE- 
vec guG0sv xard v0 OB uEgog xci Adrw xoEuduEvoV 
x«r& T0 BI. éàv Óà TO éxvóg OTdulov Tod Gígovog 
xaroreoov 7) ig ZH só9&ug, Gozmso ro K, Qécu TO 
v6wo, Ersiönneo TO Ev vrÀÓ KB u£osı Paovreoov Ov 
tod (ev TO) BO xurexoarei xal Enionärtaı émi voG00- 
, er er a \ , ders , , 
tov ué£vroL des, tog v To K orTduov Em’ soOc(ag 
, m e e x, P \ / \ \ 
yEvnraı Tjj TODO Voarog; erıpaveia' xol makıv did mv 
35 A , ’ , Pu 2 \ \ 2 N d 
«oTQv alriav obaHErı HEVoEı. éàv Ó& TO ÉxrO0g GTÓULOV 
Tod cGoAiévog x«voTréQo 1) Tod A, Gozo TO A, QécL, 
(xoig Qv v Tod Vdarog émipéveus y£vqvau zoóg to A 
GrouíQ. é&v ovv BovAdousÜü« züv xsvoUOiv«u To Ev vQ 
&yytío V0cQo, xo91joousv rov Gípcorc, WoTE TO A OTÓ- 
uLov davsıv TOd ztvüu£vog ToU &yys(ov iz£yov rocobrov 
er ri , 
060v UÓcrog dLdogvoıv. 


4 f&ero T 19 «vro A: «rob (ov corr. G) GTbL 
17 ueoos G,T Be9rsoov T,, corr. T, 18 & và bL: 
om. à 21 éà» bh: da 22 xetoréoo AGT,: xcrórs- 


gov T, b 


15 


20 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 31 


Linie $4. Der Schenkel «f des gebogenen Hebers wird 
bis zur Linie $n mit Wasser gefüllt, d. h. sein Abschnitt «9, : 
während der Abschnitt 98» voll Luft bleibt. Wenn wir 
|. mun durch die Mündung y die erwähnte Luft mit dem 
. 5$ Munde ansaugen, so wird auch die Flüssigkeit sich an- 
schliefsen, weil ein kontinuierliches Vakuum, wie er- 
wähnt, undenkbar ist. Und wenn die Hebermündung y 
in gleicher Höhe mit der Geraden &n (dem Wasserspiegel) 
liegt, so wird der Heber, obgleich voll Wasser, doch nicht 
:10 mehr fliefsen, sondern gefüllt bleiben. So hat sich also 
der Heber «y mit Wasser gefüllt, obwohl das Steigen 
des Wassers unnatürlich ist. Wie eine Wage wird das 
Wasser im Gleichgewicht bleiben, indem es auf Seite 908 
sich hebt und auf Seite ßy sich senkt. Ist die äufsere 
"15 Hebermündung niedriger als die Linie {n, wie z. B. x, so 
fliefst das Wasser aus, da das Wasser in dem Abschnitte x B, 
welches schwerer?) ist als das in 8/8, dieses überwältigt und 
anzieht. Doch fliefst es nur so lange, bis die Mündung x 
in gleicher Höhe mit dem Niveau des Wassers liegt. Dann 
20 wird es aus demselben Grunde wieder aufhören auszuflielsen. 
Ist aber die äulsere Mündung der Röhre niedriger als c, 
wie z. D. A, so fliefst es, bis der Wasserspiegel bis zur 
Mündung « sinkt. Wenn das ganze im Gefälse enthaltene 
Wasser ablaufen soll, so werden wir den Heber so weit 
25 senken, daís. die Mündung « bis auf den Boden des Ge- 
fälses reicht und nur so weit davon absteht, als nötig ist, 
um Wasser durchzulassen. 


1) Nach anderer Lesart ‘tiefer. 


4 &gy wegog bL 5—6 ToV Elonuevov LEER TO oTouarı 
L4 D v 8 xal aP: air” BCL 9 rjj a: tfjg b 10 «g B 
10—11 dors ... vóÓarog: ipsius quoque parte .a-b- repleta 
aqua L 16 ges b: fluet L 18 Zmionätcı voóro bL 
20 secundwm aquae superficiem (= nar& vij» Tod Vdarog imi- 
pdvsıav) L 25 Worte are: quousque -a- orificium vasis fundum 
attingat (= fog &v — Yan?) L 27 Óidoovcww aCP: Öide- 
ovoig B 


fr 
* 


2 HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKO9N A. 


II. 

Tuv uiv oov sioquévqv émi Tod olpwvog altiav 
tıvis anodsdwracı Acyovrss, Öıdrı TO ueifov oxéAog 
zÀA£ov V0c9 Eyov Enionöreı v0 EAarrov. Or ÖE vevódjc 
Eorıv 7 ToLadrn altia x«i 6 very nIoTEVoRg WEycAcG 

a 9 / ei / SU UN A € , 
(&v» Kyvonosıev émuysugnoeg &z0 TANEIVOod vOco cCye«- 
yeiv, oUrog GzoÓ0s(tousv: ysyovéro yào Gípov £yov 
M 5 \ [4 /, /, M \ \ ? \ 
TO Evrög Gx£Àog uexgórsQóv TE Aal OTtvÓv, TO ÖE ExTog 

, , , \ »! m \ M e [4 
EVOVUTEOOV TE x«i EAarrov T0ÀÀG Kara wijxog, WOTE ÖE- 

/ e, DER M / / M 
q&69«. zAéov U0cQ «0rO TOD uexgovégov oxé£Aovg. xci 
otros zexAqoOo0c UÓc«rog' To ÓG usifov ubrod oxéAog 
> / er ^ - ^ \ , / 
eußeßAnodw sig UVÓ«rog &yytiov 7 x«i sig TI qo&éag. 

, M 5 5 M Cow \ 2 \ / , er 
ovxobüv éàv &gqüusv Qsiv TO ÉxvOg Gx£Aog, zÀtOV UOGOQ 
&yov Tod Evrog Eriondoetaı TO £x voU uelßovog, | 0 à1) 
x«i OVvEnıondoeteı TO iv TO qoterv x«i &obiusvov 
Qécuv zv x&voGsi. N &el QeUGti, EreiöNmeg TO ÉxTOG 
oyoov zÀAsióv Eorı Tod Ev TO Evrog GxcAsi. GA o0 

, ^ [4 “ ? BI 9 /4 ? ce 
palveranı TOÖTO Yıvdusvov' oox Goa Axes Eotıv 1 
elonusvn alrie. iócusv ON TV Hard qcw eirlav. 
> ^ \ - M c \ ? mw 
ETELON y&Q TÜV Gvveyig Oygóv dosuijonv OpaıgLaNv 

a 4—10 Oz, de Wevöng ... TOD uexgorégov GxéAovg 
— b 22— 28: Or de Wwevdng Eorıv Ö Tolodrog oiruw0ne 
Àóyog xci 6 rovro muoTeVoag tig ueydhmv Gyvowwv Eumeoei- 
rei, 20V EUNEIENEN And Tansıvod rómov VIE Avayayeiv, 
oÜroc Amodeltousv' yeyovévo yàg olpmv Eywv T0 Evrög 
GxíÀog MRROOTEIOV TE Kal OTEVOV, TO Óà ERTOG EVOUTEEOV 
uiv, T0ÀÀQ Ó' Eharrov xor wijkog, (Gre Öeyeodaı mÀcov 
Vóc9 c«)r0 TOD uoexgoréoov GxéAovg. 


1 caput non distinguit T — 2—83 alriav vwg Emil vo cígo- 
vog ir. T 4 v0co om. T 6 àv inserui 8 oreyvov T,, 
DOPROUT. 11 otro T ut passim 19 v. AT b; vo Ui, $058 


15 


20 


25 


Anm 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 33 


II. 


Den Grund nun, mit welchem wir die Wirkung M WIES 
des Hebers begründeten, haben wohl einige angeführt, des Hebers. 
aber sie behaupten, der grófsere Schenkel (des Hebers) ziehe 

-8 den kleineren an, weil er mehr Wasser enthalte. Eine solche 
Begründung ist aber falsch, und wer sich darauf verläfst, 
dürfte sehr in Verlegenheit geraten, wenn er versucht, 
Wasser von unten nach oben zu leiten. Wir wollen das 
Irrige dieser Anschauung im folgenden nachweisen. Man 

10 stelle einen Heber her, dessen innerer Schenkel länger und 

*' eng, dessen äufserer dagegen viel kürzer und breiter!) ist, 
so dafs dieser mehr Wasser faíst als der längere Schenkel. 
Dann fülle man den Heber mit Wasser, tauche aber seinen 
längeren Schenkel in ein Gefäfs mit Wasser oder auch in 

i5 einen Brunnen. Lassen wir den äufseren Schenkel fliefsen, 
so soll er also?) das Wasser aus dem grófseren (lüngeren) 
Schenkel anziehen, weil er mehr Wasser enthält als der 
innere, und dieses wird natürlich auch das Wasser im 
Brunnen mit anziehen. Hat der üuísere Schenkel einmal 

s» angefangen zu fliefsen, so wird er entweder alles zum 
Ausflufs bringen oder wird unaufhörlich flhefsen, da ja die 
Quantität der äufseren Flüssigkeit gröfser ist als die in 

- dem inneren Schenkel. Das geschieht aber offenbar nicht. 
Der vorgebrachte Grund ist also nicht stichhaltig. Fassen 

35 wir jetzt die natürliche Ursache ins Auge! Jede zusammen- 


1) Nach b: ‘zwar viel kürzer, aber breiter”. 2) Erklüren- 
der Zusatz in b: “nach dieser Theorie’. 





G,mg.: om.L 17 ondiovug G, T. 20 za) yàg: f. éxeióij- 
eo; cf: p. 38, 10 


2 predicti itaque tubi causam L 3 ex£Aog Tod cípovog bL 

, 11 ovrog £yov bL to ÓR à: nal ro bL 12 &yyeiov 
|. $0evog tr. b 13 v0 mài£ov b 14 Emiondostaı wovü TOV 
». vgoi00r0v Aóyov bL 15—16 xol &obkusvov — xevooeı om. bL 
I0 0» aBC: 0: P 22 talis causa L 25 yeyovero B: 
ysvícüo CP 27 Gore BC: Goneo P | 


Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 3 


34 HPO9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSNN A. 


erıpdveıav Aaußavsı x£vrgov Eyovoav TO «v0 TÍ yl, 
un v0suoUv Ó3 des, fog ov, Og Elontaı, Ev ud Enı- 
paveig oqeuguxj] yEvnraı. Ev oe Óvo Ayyeia Außovreg 
EußdAmusv sig Exdregov Oygóv x«l NMANOWOAVTES vOv 
Gíqpove xcvcAcfóusvot (TE) «roO TE GvÓui« Toig Ó«- 5 


, 2 
#tvVAoıs Eu- 
/, M 
DB«Acusv To 
e , 
ETEOOV GXE- 
Aog  «Or00 
Ev Evi TÓV 
2 , 
ayyeiov Ba- 
arıkouevov 
Naar 
eis TO UO cQ, 
to 0$ Aoınov 
£y TO ETEOD 
4 4 
&yy&(o, Yi- 
vera GUVE- 
yes TO züv 
Vóoo' Exd- 


V 
» 
\ 


of 










15 


Fig. 2. 


TE00v y&Q TOv Ev Toig Ayysloıg Dygàv Ovvantsı TO Ev 20 
To olpmvı voyoQ, Gore züv éyévevo ovveyéc. ei uiv 
oov «Li zgórsgov Ev volg Ayyeloıs TOv byoßv émi- 
pavaıcı Ev ui ocv Enıpavela, NosuNoE xoci obrog 
&xevéQe cvv Tod olpwvog dufAuOévrog: el ÓÀ oU, 
émsl Gvveyig EyEvero TO UÓcQ, Avayın zücc Helv cTO 35 
Ent TO Tansıvöregov Óià TV Gvvégewxv, £g oo ivoL 
Ev ud yEvnraı Eripaveia TO £v volg dyyeloıg mzüv 
UÓcQ 1| TO Er800V TÜV &yysícv xevo9$. ysyovévo ov, 
Gg Elonra, Ev ud émigeavsí(g và £v Toig Gyys(oug 


byo«* Nosujosı ioc, Bote xci TO Ev TO Olpwvı ovvqos- 30. 


unosı abrois‘ éàv (ge vonon Tig Knroterunuevov rov 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 35 


hüngende Flüssigkeit nimmt nämlich, wenn sie in den 
Zustand der Ruhe tritt, eine kugelfórmige Oberflüche an, 
die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat. Wenn die 
Flüssigkeit aber nicht ruht, fliefst sie so lange, bis sie, wie 
5 gesagt, eine sphürische Oberfläche bildet. Wenn wir omnc 
also zwei Gefüíse (Fig. 2) nehmen, in jedes eine ^ rige. - 
Flüssigkeit giefsen, den Heber anfüllen, seine Mündungen 
mit den Fingern schliefsen und den einen Schenkel in das 
eine Gefüís setzen, dafs er unter das Wasser taucht, den 
10 anderen in das andere, so tritt die gesamte Flüssigkeit in 
gegenseitige Verbindung. Denn beide Flüssigkeiten in den 
Gefüfsen kommunizieren mit der Flüssigkeit in dem Heber, 
so dals ein ununterbrochener Zusammenhang hergestellt ist. 
Waren nun die ursprünglichen Flüssigkeitsspiegel in den 
15 Gefüfsen auf gleichem Niveau, so werden beide im Zu- 
stande der Ruhe verbleiben, auch wenn man den Heber 
hineinsetzt. Stand aber die Flüssigkeit in dem einen hóher 
als im andern, so mufs, sobald die Verbindung des Wassers 
erfolgt ist, unter allen Umstünden wegen dieses Zusammen- 
20 hangs das Wasser nach dem niedrigeren Wasserstande 
abfliefsen, bis entweder alles Wasser in den Gefälsen gleich 
hoch steht oder ein Gefüís geleert ist. Man nehme einmal 
in den Gefälsen, wie angegeben, Flüssigkeiten von gleichem 
Niveau an. Sie werden sich also nicht bewegen; zugleich 
25 wird sich also auch die Flüssigkeit in dem Heber nicht 
rühren. Wenn man sich daher den Heber an den Ober- 
flächen der Flüssigkeiten in den Gefälsen abgeschnitten 








5 ve b: om. aL 16 yiveraı AG, T, b: yernoeraı T, : yeyé- 
vqvau G, 25 ro om. AG 


11—13 Pantıgouevov sig vó 000 à: cort Panritsodaı om 
tod vOcrog bL 22 mzoórtoov AUP: nodreeanı B Emipavsıcı vàv 
oye@v tr. b.  23—24 quiesceret consimiliter (= Opto) et utra- 
que L, sed cf. p. 36, 2 27 x&v om. L 

3* 


155 


V 


36 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


Gípov« xc«v& Tg £v Toig Ayyeloıs TÜV vygOv ém- 
pavelag, x«i oUrOg 1"9suajosu TO vygov TO Ev v Gígovi: 
x«i WETEWOLOHEVTOS ge coroU x«i cmi UMdETEgoV 
uéoog éyxAwvou£vov, zAw qosuGsu TO vygóv, é&v TE 
dıöAov iGov Eyn TO sbgog Edv TE TO Ere00v oxéAog 
Tod évégov zoAAQ usitov q' o0 y&g Taod ys voUTO 1| 
altie Eyivero Tod NoEuElv TO vyoóv, GAÀG TOR TO 
&& [cov HEIodaı và OTÖula cOroU. cg 00V WETEREL- 
GO£vrog «UroU oO xovcqégera, To vygov to ióío Bageı 
4 4 

Üroxelusvov &yov xovgórsgov &£gu; OTL xsvog (OV govg 
oo ÓUvocvcoi ünaobaı TózOog' El Ylo UEAAEı xeTaqépe- 
Gü«t, zgórsQov ANER@H VA bei vOv &vorTsgov ToU 
Gípovog Tózov, eig 0v ANo zeosuccAQciv ov0cudg Óv- 
v«róg EoTiv. ELV 00V TOVANEN Tig TÜV &vortoov vózov 
Tob Gípovog, EUHEIG KUTROEKYNOETEL TO Oygov Tod 
&égog EXovrog magElodvoLV. zoo Ó& TOd TOVANdTVAL 
? , X > bz , e \ ^ is , 

Enıneiuevov TO £v T Gípovi bygov và ómoxauévo 
&£ou éx9A(Beu eovóv: | obrog Ó& un &yov, Hrn xoonjost, 


^ ovx £& mugebeidelv TO bygóv. Órs de did Tod vQuzaw- 


/ 2! e "ds 4 ei 74 / A. 3 /, 
uctog vÓzOov &Gysv 6 co, ON yogost, TOTE un Avre- 
av vo tod vOc«rog Pdoog EEEWonGE. 0t Ó& mv adınv 
aitiav x«i TO GíQovi vov oivov TaOR qciw sig To 
» 2 / - , , \ ? n" - 
&vo émiozOus)c TO GrÓucTL Osbcusvoi yàg Ev &«vroig 

a 14—16 ikv o)v ... moagsícóvoww — b 25—27: 
£àv ovv TEVNNEN Tig TOv dvoréoo cómOv ToU Gígovoc, 
tU0íoc Hvnostaı TO yov iq! Endregov TOv GxsiOv voU 
Gépog Gyóvrog TagElodvoLv. 





10 &xov T et in marg. G,: om. AG, 19 f. moórtoov 
(&£pog» 19 zeposísAQciv Tb: napeAdeiv AG 020m. 1.) 
corr. T, 20 önn AG,: önov G,Tb &vreyov Paris. 2512, 
Harl. 5589, Voss. 44: &vreyov ab: (aquae gravitatem non) susti- 
nens L 21 f.oóg» c0. efi*p. 70, 8T 


10 


EA «d 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 37 


denkt, so wird auch die Flüssigkeit in dem Heber un- 
beweglich bleiben. Hebt man ihn also empor, ohne ihn 
nach irgend einer Seite zu neigen, so wird die Flüssig- 
keit wiederum hängen bleiben, mag der ganze Heber gleich 
5 weit oder der eine Schenkel viel grölser (weiter) sein als 
der andere. Denn eben nicht die gleiche Quantität war 
der Grund, dafs die Flüssigkeit unbeweglich blieb, sondern 
der Umstand, dafs die Mündungen des Hebers in gleicher 
Höhe lagen. Wenn er nun emporgehoben ist, wie ist es da 
10 möglich, dafs die Flüssigkeit nicht infolge ihrer eigenen 
Schwere niederfällt, da die Luft unter ihr doch leichter ist 
als sie selbst? Deshalb nicht, weil ein kontinuierliches 
Vakuum unmöglich ist. Soll nämlich die Flüssigkeit ab- 
fliefsen, so muls sich zuvor der obere Raum des Hebers, 
15 in welchen auf keine Weise Luft eindringen kann, damit 
füllen. Bohrt man nun oben in den Heber ein Loch, so 
wird sofort die Flüssigkeit auseinandergerissen!), sobald die 
Luft Zutritt hat.?) Bevor das Loch gebohrt wird, sucht 
die Flüssigkeit in dem Heber, die auf der darunter be- 
20 findlichen Luft ruht, die letztere zu verdrüngen. Diese 
lüfst aber die Flüssigkeit nicht heraus, da sie selbst kei- 
nen Ausweg hat. Wenn sie dagegen durch das Loch 
einen Raum gewinnt, in den sie strömen kann, so leistet 
sie dem Drucke des Wassers keinen Widerstand mehr und 
25 geht fort. Aus demselben Grunde können wir auch Wein 
mit Hilfe des Hebers aufsaugen, trotzdem dies nicht 
" natürlich ist. Denn wenn wir die im Heber enthaltene 
Luft in unseren Kórper aufgenommen haben, werden wir 
voller als vorher und üben einen Druck auf die uns um- 


1) Dafür in b: 'so wird sogleich die Flüssigkeit nach 
beiden Schenkeln abfliefsen. 2) Nach b: “Zutritt erlangt hat’. 





6 moÀÀQ a: moAv b 7 éyívevo a: &yevero bh: fuit L 
19 &varsgov à: &votéígo b 13 óvvoróv b 20 ó are 


om. b 26 &p’ £xevégov B, fluet ex utroque crure humidum Li 
27 oxövrog CP: £yovros BL 


38 HP2NOLZ AAESANAPERZ IINETMATIKS2N A. 


\ , m , Jui A [4 ^ , / 

vüv £v TO Gípovi &£Q« AAMGEOTEOOL N ztQÓvEeQOV Yıvo- 
\ , \ , ? e ^ » p 

usda xci OAUGDousv vróv cvvquutvov [Ev] é«vroig Eon, 


ovrog O8 vOv EEE doyis, Cygug v mg vij émupews(o . 


Tod olvov 1 xévoGig yévqvot. xci tote 6 oivog HAußo- 
UEVog tig TOV xtvoUusvov TOO Gígovog TOTOV XWENGEL' 
&AÀog y&o Tömog ovx Eorıv önn 94wuóusvog gogo: 
dic Tavrmv Ói NV cirt(uv xal nagd qUcuw cwovrg Yi- 
verc, eig v0 vo u&£oog N qoot. xci KAAmg 0E... N0E- 
unosı v0 voygóv Ev TE Gípowvi, Óvav Ev uu T Ggou- 
er) Eripavsig xévrgov &yojog Td «vo vj yi] Éxm&- 
Oxjmto é&v OyooU TIvog 7) éxupévew OpaıgLKN N xévroov 
&yovoc TO aOvO Tj yl. "osuci: El y&o Óvveróv, ui, 
nosusita‘ xwuwu9eio« oc NoEUNoEL' NoEUELT® oUv. eU 
&gc Eoraı Opaıgınn éxugpivsu KEVTOOV éyovae TO abrO 
Tjj yij xci TEuVE TV zgovéog«v Eripdveav‘ TO yàg 
«UrO0 Oygóv AO xowvoU vwvog &vegov xoi &vegov éz£oye 
vóxzov. &uqgóvso«u ovv TETUNOHWORV Ói& Tod xévrQov 
vig yijg émuxéÓg tivi xci moLsiTwoav yoruuds Ev volg 
&xLgeveteug xÜxAcv TEOLPEDEIKS TO cOTO KEVTOOV EXOV- 
c«g Tjj yj" moie(roGav vg ABI, ZB: x«l óujy80 
j BH: ion üg« $ BH éxaxéoe tüv HZ, HA, Öneo 
&TOzOv' qosuajosu a. 

2 [£v] seclusi 4 xévoGtg: nlvmoıs Rochas — 8 f. (gave- 
Qóv örL) ngeumoeı; cf. p.8,23 13 acq T: arm AGb: ipsa L 


17 «uporegn A 18yns om. T 19 &yovoa A 20 f.<02) 
Tg 21 ion — BH om. AG,, corr. G mg. 


2 ovvnuu&vov AB: cvrnouévov C: Gvrneru£vov P, elidimus- 

que ipsi coniunctum aerem L 6 xwenoeı aB: qaos CPL 

8 ueoos om. bL 9—10 opaıeırj) Emipaveig T) qj tr.b 13 &o« 

nor bL 15 scindet (= vsus?) L 16 inéoys aBC, obtinuit L: 

éníyev P 17 ov om. BL 21 aequalis igitur ei quae est 

b. f- utraque earum quae est -f-z-, -f-a- L n« aBC: om. P 
(etiam plurimi codices Latini) 


1 


1 


2 


0 


5 


0 


Pr maid 


sein Ati eura. Iro Di = 


Mem m 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 39 


gebende Luft aus, diese ihrerseits auf die ursprüngliche 
Atmosphäre, bis an der Oberflüche des Weines sich das 
Vakuum bildet." Dann geht der Wein infolge des Druckes 
in das im Heber entstehende Vakuum. Denn es giebt 
5 keinen. andern. Raum, nach dem er dem Drucke aus- 
weichend gehen könnte. Das ist der Grund, daís der 
Wein in abnormer Weise aufsteigt. Dafs die Flüssigkeit 
im Heber stehen bleibt, wenn sie eine kugelförmige Fläche 
bildet, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat, lüfst 
10 sich noch anderweitig nachweisen. Denn wenn der Spiegel 
einer Flüssigkeit kugelförmig ist und mit der Erde gleichen 
Mittelpunkt hat, so steht sie. Doch setze man einmal 
die Möglichkeit voraus, daís sie sich bewege. Ist sie also 
in Bewegung gesetzt, wird sie (auch wieder)?) zur Ruhe 
ı5 kommen. Nun stelle man sie sich wieder im Zustande 
der Ruhe vor. So wird sie (von neuem) eine kugelförmige 
Oberfläche bilden, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt 
hat, und zwar schneidet sie die frühere Oberfläche. Denn 
dieselbe Flüssigkeit nahm von 

/6 einem gemeinsamen Punkte aus 

j die eine und die andere Lage 
' ein. Beide sollen nun von einer 
Ebene durch den Mittelpunkt 
der Erde hin durchschnitten 
sein, und ihre Schnitte auf 
den Oberflächen Linien bilden, 
die als Kreisperipherien mit 
der Erde gleichen Mittelpunkt 
haben. Das seien die Linien 
30 Fig. 3. «By und £88 (Fig. 3). Man 
ziehe auch 84. So mülste also 

pB*« jeder der Linien n& und n« gleich sein, was unmöglich 
ist. Es erhellt also, dafs die Flüssigkeit sich nicht bewegt. 





1) Dafür nach Rochas’ Vermutung: “bis der Druck sich: 
bis zur Oberfläche des Weines en 2) Zusatz in b: 
‘in irgend einem Zeitpunkte'. 





156 


40 HP2NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIK9N A. 


II. 


"Eotı i Hal AAog HaAoduevog WEOOG mvuxvog 
d1aßiens Tv «ovQv Evepysiav  £qov TO xaumdio 
Gig oL. 

"Eovo yàg c&yysiov óuoíog zAijosg VOcrog To AB: 
dia Ó& roD zvOucvog c)vroO ÓOi0000 coAQv 6 TA 
GVVEOTEYVOUEVOS TO vÜ)u£vu. x«i ozsoéyov sig TO 
x&v u£oog' v0 Ó& I ovóutov «voU un cvveyyitévo TO 
oröuarı ToU AB Gyysíov. &vsgog dt Go Aqv zeouxeíot o 
to IA 6 EZ éméyov &m c0roO závrotsv v0 i6ov: 
x«i TO uv vo Gcróuiov cOroU éÉmursqoiy9o Asmiío 
TO EH ézxéyovr( ano Tod I' oroulov foey: vo Ó$ 
dato orouov Tod EZ Go4Aivog dneyerw do Tod 
zv)u£vog Tod AB &yysiov 060v vdarı ÖLdoovoıv. 
voórov 0$ oUvrog £yóvrov éàv Enionaonusde Óuoíog 
dia Tod I ovouíov vov tv ro lI'4 owAnvı é&&oc, 
ovvenionaodusde xoci v0 Ev TO AB dyyeio óc, 
DOTE Éxgsiv. x«i TOTE züv Hevoera vO iv vÀÓ AB ay- 


à 2—4 "Ec 02... oipwovı = b 19—21: "Eotı 0? xol 
» , \ , , \ TEN 2 
&AÀog Gígov nwintög dießnrng xeÀoUucvog nv cvrqV évéo- 
y&utv. fuv TO xocumvAo. 


1 ósórsgov T 2 nvınröog Vindobon. 120: zvınrınös A 
(rvırınög G): zvvwróg G,: mvvarınög T: /cog mvevuerındg Ric- 
card. 47 m. 2; cf. p.90,19. 96,3 606% Tb: om. AG. 13 dmd 
om. T,, add. T, 17 ovvsnionachaus®a AB: correxi ex CP 


6 «ovo? aB: «ovo CP, ipsius L 8 cvveyyi£évo Aa: £ovo 

&n’ sbUt(ag bL (sit in recta) 10 vQ yÓ sóg)rtgog voro? bL 

navrodev om. L 12 ra aBC: zo P 13 &zó om. b 
14 Óicoovcow à: Óucgovow eivaı b 15 0? a: ön b 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 41 


HT. 


Es giebt noch einen andern, mitten eingeschlosse- M 

nen Heber, den sogenannten Kapselheber,. der die- N 

selbe Wirkung wie der ge- 
#5 bogene hervorbringt. 

Man denke sich ein eben- 
falls mit Wasser gefülltes Ge- 
fäls «8 (Fig. 4). Durch dessen 
Boden stecke man die Röhre 
y9, löte sie in den Boden ein 
und lasse sie unten heraus- 
ragen. Ihre Mündung y reiche 
nicht bis zur Mündung!) des 
Gefüfses «ß. Um die Röhre yd 
werde eine andere?) e£ gelegt, 
die überall gleich weit von ihr 
abstehe. Deren obere Öffnung 
werde durch ein Plüttchen en 
in geringem Abstande von der 
Mündung y verschlossen. Die 
untere Mündung der Röhre e£ 
sei von dem Boden des Ge- 
fälses «ß so weit entfernt, dafs 
Wasser durchfliefsen kann.?) 
Wenn wir bei solchen Vor- 

| richtungen durch die Mün- 
Fig. 4. dung ó ebenso (wie vorher) 
die in der Röhre yo enthal- 

tene Luft aufsaugen, werden wir zugleich das Wasser im 
30 Gefälse «ß mitziehen und zum Ausflufs bringen. Dann 

wird alles Wasser, welches im Gefüfse «ß enthalten ist, 





1) Dafür b: “liege nicht in gleicher Höhe mit der Mündung’. 
2) Zusatz in b: ‘breitere’. 3) Da nicht angegeben ist, auf 
welche Weise die Röhre e£ in der Schwebe gehalten wird, mag 
man sich vorstellen, dafs sie von einer Hand gehalten werde. 
Vgl. dagegen unten Philo Kap. 9. 


15 


-1 


42 HP2NOZ AAESANAPERS IINETMATIKSN A. 


c 


y&í(o Vócoo ÓiX vig ixvóg Tod cípovog Uztgoyiüo* Ó 
y&o dno 6 usrebb vijg Erıpaveliag TOD vDygoU xol voU 
EZ óA(yog àv Övvarcı ywolocı sig rov IA owAnve 
xci ovvenıondoaodaı TO Ooyoóv: od ommostaı ÖE 4 
QUcig Óu& NV éxvog Ozsgoynv (un yàg Övrog vo0 EZ 
navoeraı Ófov, Orcv d] Eripdveıa TOD vygoÜO xorà TO 
I' yevnraı, ng Ümeooyis usvovoug), dAAd TQ un) 
Avrsıoxolvsodeı Eon, Tod EZ 0Aov xa9' UOcrog Óvrog: 
ó y&g sioxguvóusvog &9o Xwonosı eig To AB ayyeiov 
Avril tod Enefidvrog Vbarog' züv y&Q TO Exrog OTÖuLoV 
Tod OWATvVog MOOS TO UÓcQ del TETELıVOTEOgIV EoTı TÍjg 
év TO Gyys(p Tod Vbarog Eripavslag. undenore Ó& 
Övvaufvng ug Enripavelag yevsodaı, mv Ennglvei 
zo | Üdwe, x«i To weißovı Pagsı v) EAdıg Yiveraı. &àv 
oov un BovAnusda và oröuarı ErLONÄodRL TOV Ev TO 
TA owAvı deoa, noooenıyeousv eig v0 AB Ayyeiov 
VI, Üyoıs v vozsQyvOiv did Tod IA owANvog TQv 
&oynv tijg 6EVoeng Adm. x«i obrog naiv züv 


xevoOnjosva, To Ev vÀ AB &yysío vog. xuhsiraı ÖE, 


e 


Gg elonta, 6 TAEZ avınröog Gípov N zvuxTOg Óu«- 


Pens. 
IN. 


'"Ex IN vv zgoÓsÓswyuévov qavsgov Ovi N Yıvo- 
uEevn Óu& roD Gípovog óU0i:g Gxwirov ÖLauEevovrog 


1 éxróg G, T, b: & vot y AG, T,; cf. lin. 5 2 zig om. T 

5 f.(ob» Qi — V OG BCG, T: ro AG,P 12 f£. vo év «ó 
&yyeío tr. cf.44,9.19. aliter 34,22 14 Baesı A T, b L (gov G): 
Pass T, 15 Emiondoacdeı Tb 16 moooemıyeouev Vin- 
dob. 120, b: moooemıyeousv a 18 otro Tb ut alibi, quod non 
amplius commemorabo 20 z»wxróg (bis) Vindob. 120, b: zvizzi- 
x0g AG, : mvvnrınög G,T, suffocabilis L_ 22 caput disting. ABG 


10—11 có (om. CP) oröuıov Tod ixróg owAnjvog tr. b: ex- 


irinsecum tubi orificium L 13 éxxoíve( a: Eunolveraı b: 


* 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 43 


durch den üufseren Vorsprung des Hebers abfliefsen. Denn 
die Luft, welche zwischen dem Wasserspiegel und s& 
(d. h. in dem Hohlraume) in geringer Menge sich befindet, 
kann in die Röhre yd treten und die Flüssigkeit mit an- 
5 ziehen. Der Ausflufs wird aber nicht wegen des äufseren 
Vorsprungs ununterbrochen stattfinden — fehlt nämlich e£, 
so wird die Flüssigkeit aufhören zu fliefsen, sobald ihre 
Oberfläche bis y gesunken ist, also trotz des Vorsprungs —, 
sondern weil keine Luft als Ersatz zugeführt werden kann, 
310 solange e£ (d. h. die Mündung von e£) ganz unter Wasser 
. ist. Denn die hinzutretende Luft geht in das Gefäls «ß 
an Stelle des ausflefsenden Wassers. Die ganze äufsere 
Róhrenmündung!) ist, was ihre Lage zum Wasser betrifft, 
stets niedriger als der Wasserspiegel im Gefüíse. Da sich 
15 nie ein gleiches Niveau erzielen läfst, so bringt die Röhre 
| das ganze Wasser zum Ausflufs, und die Anziehung ist 
eine Folge der gröfseren Schwere.?) Wollen wir die Luft 
in der Röhre yà nicht mit dem Munde aufsaugen, so 
giefsen wir in das Gefäls «&ß noch Wasser, bis es (über y) 
20 überläuft und durch die Röhre yd anfängt auszufliefsen. 
So wird das ganze Wasser im Gefälse «ß wieder aus- 
‚laufen. Man nennt, wie gesagt, den Heber yds&?) Kapsel- 
heber oder Pniktós Diabetes.*) 


EV2 
: Gleichmäfsiger 
25 Aus den vorhergehenden Betrachtungen ergiebt Ausflurs ry? 


sich, dafs der Ausflufs durch einen unbeweglichen ,, ee 5: 

1) Nach b: “Die Mündung der àufseren Röhre’. 2) Nach 
anderer Lesart: “Tiefe’. 3) Die Worte “den Heber y 0:2 
ändert b in: “solche Vorrichtung’. 4) Vgl. in den Prole- 
gomenis die Bemerkung zu Fig. 4. ! 


— 








effunditur L 15 oóv a: ó$ bL 18—19 xsvoO1cerou müv 

tr. b 20 ó yd, c£ à: To rowoörov cxs$og b, tale vas L 
23 0] P: 68 BC  zooósócuyuévov aB: mooczoósócuyuévov CP 
ywouévi aBC: yevouévg P: si... fiat L 


44 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


&vouc«Aog yivsraı' TO yg c0TO TGytU TETQUZTUEVOU 

&yy&(ou z«g& vov zvOuév« xci Qfovrog' xci Evraüde 
^ e P, ? , - 2 ’ m \ - py 

y&o 7) óUcic &voucaAog TO Ev yj uiv vijg QUGtrog 


zA&(ovu Peosı 9A(Bso?«, Tv Tod UOcerog éxovot, | 


xtvovué£vov O2 EActrovi' x«i 000 Ö’ Qv N) éxvog To 
Gípovog vozsgoyn usítov Oomzéoym, Tayvreoa 1 QUGLG 
yíveva, adhıv y&Q T ÓL& ToU Grou(ov «roD Exovotg 
nAsiovı fos. BAlßeraı 3) Ovav &Advvov T) € éxvog 
ozspoyi, v Oxsoé£yet N Tod Ev TE &yysío VOcvog émi- 
qivseuc ToO éxróg 6vouíov roO oíqovog. N uiv oov Ói& 
Tod Gígovog del &voueAog qUguS Pong Ócov Óé Eotı 
QUciv sbosiv dia Tod Gípovog del Ouckiv. 


- 


"Eovo vw &yysiov 00cQ £yov To AB, Ev & énwn- 
12.090 Asfqváguov To II émuxsgocoyuévov TO GvÓóuc 
TO TA Enıpoayuarı' OÓià ÖE Tod émupocyuerog x«i 
Tod nVduEvVog Tod Asfwvagíov dLW09W TOO cípovog 
To Ev onEhlog Hal OVVEOTEYVROFW Toig TQvmÜüucot 
x«GGutéoQ' TO Ó& ErE00v Gx£Aog éxrüg Eorw tod AB 


158 &yye(ov &yov TO 6TOULOV TanELıvoTEgovV Tijg | Tod Ev ra 


3 f. &vouaA0c (fon 6 ündeyn AGT,: X T, b: fuerit L 
f. (roco?ro» Tayvreon; cf. p. 46, 11 9 4 bL: NAGT,: 
nv T,; sed cf. p. 46, 7 ózto£ygg, n ex ev corr., AG 13 caput 


uec T (reirov) et C, non distinguunt ABG 15 Bà Y 
corr. 18 x«ccuégoo G,M: x«ccwroo AG, Tb Zorw G,T 
om. A, 


l ndoysı a: ylveraı xol b: efficitur et L 2 Ayysiov 
övros b 5—6 eatrinseci tubi (= Tod Entös c.) excessus L 
16 naundAov Gíqavog bL 18 éxróg £ovo CP: om. BL 
19 ‚oröuıov aCP: sröua B 19—46, 1 rijg tod ... ém- 
gavtíxg à: Tod £vróg oroulov bL 


Us 


|^ 10 


35 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 45 


Heber ungleichmälsig ist. Dasselbe ist bei dem Ausflusse 
durch das Loch am Boden eines Gefäfses der Fall. Denn 
auch dann ist der Ausflufs ungleich, weil im Beginn des 
Fliefsens der Druck auf den Abflufs des Wassers von einem 
grófseren Gewichte ausgeht, nachher dagegen von einem so 
viel geringeren, als die Quantität des Wassers durch Ausflufs 
abnimmt. Je grófser der äufsere Vorsprung des Hebers 
ist, um so schneller wird der Ausflufs. Der Druck, mit 
dem das Wasser durch die Ausflufsóffnung getrieben wird, 
ist dann wieder gró- 
fser, als wenn der 
Abstand zwischen der 
üufsern Mündung des 
Hebers und dem 
Wasserspiegel im Ge- 
fälse geringer ist. 
Dafs also der Aus- 
flufs durch den Heber 
immer ungleichmä- 
fsig sei, haben wir 
gezeigt. Jetzt ist 
es unsere Aufgabe, 
einen stets gleich- 
müísigen ^ Ausfluís 
durch den Heber aus- 
findig zu machen. 
Es sei «ß ein 
Gefüfs mit Wasser 
(Fig. 5), in welchem 
ein Kesselchen yd 
schwimme. Dessen 
Fig. 5. Mündung sei mit dem 
Deckel yö verschlos- 
sen. Durch den Deckel und den Boden des Kesselchens 
stecke man den einen Heberschenkel und verlöte ihn mit 
den Löchern mit Hilfe von Zinn. Der andere Schenkel sei 
aufserhalb des Gefälses «f, und seine Mündung liege tiefe: 





AG — HP9NOZ ALEEANAPEQOZ IINETMATIK9N A. 


AB &yysío Vdarog Erıpaveiag. itv oov dia Tod éxvóg 
6Touíov ToO oíqovog Erionaonusde rov Ev TO GípovL 
Óvra G£oc, GvvaxoAovtnjosu. v0 vygov did To un Óv- 
v«GQ«, xevoóv üO9govv róxov Ev TO Gíqovi yEvEodaı. 
&oynv Ói A«fv 6 cíqov tig óvGsog Qétt, Üyoug v 
züv xsvoor v0 Ev TO Gyysío Oc xci Eoraı 7| QUGuG 


öuaAn TQ TV £xvO0g Oztgoynv Tod Gíqovog, Qv voxtQ- 


&yeL Eig TO x(vO WEOOS Tijg roO vO«rog &mugavstag, 
del Tv «rv yivsodaı, Ermesiönneo Tjj TOO Ayyelov 
xtvoGcsu ovyxaraßalvsı xci 6 Aspng cov TO Gígow.. 
600 Ó' &v dj éxvóg ozsooyr] usi£ov T, voGoUro ÖEVTEO« 
Tig z9ÓóTtgov 7) QUGoig Eoraı, ÓucAy Ó& x«9' Euvrıv. 
&cro Ó& 6 sloquévog cíqov 6 EZH, 7) 0$ Tod ÜOcroc 
erıipavse xavàí vv OK s9siav. 


V: 

H ó& xevíà uév vt ÓueA, Herd Ó£ Tı &vóueAog 
yívevatL oUrOg Ói.& ToU Gíqovog' x«AQO Ó& xcrà u£v vL 
OucA(v, are Oc Tı GvoucAOv, Or«v El rwv& yoóvov 
BovAouévoug Óu«AN T7) 7) yıvoudvn LE doyig Qoi, El 
0i Ere0ov mA goóvov zpocupovuévous óucA uiv N 
xc écuviy N yvvopévi QUGig, Tijg HE zoóveQov ijroL 
Bowdvreg« N Tayvreoo. 

"Eorw yàg zw v0 uiv Tod Böarog ayysiov TO 





13—14 gero ... ebPeiav supra ante &&v oiv lin. 1 poni 

iubet Haasius, f. iure 15 vévregrov T 16 f. d& (9$ow 7» 

xorc ru, uà» — nard vi 02 T,, corr. T,, etiam infra lin. 17—18. 
ip! ;52, 12 19 óucàry om. T,, corr. T mg. 





. 98 óvre om. b 5 óà om. P 9 yivsodaı a: existat L: 
tivo, b 10 ovv om. b: simul cum L 19 zoöregov aB: 


i 


r5 


5 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, I. 47 


als der Wasserspiegel in dem Gefüfse «8. Wenn wir 
nun durch die üuísere Hebermündung die im Heber ent- 
haltene Luft aufsaugen, so schliefst die Flüssigkeit sich an, 
weil sich kein kontinuierliches Vakuum im Heber bilden 
5 kann. Hat aber der Heber angefangen zu fliefsen, so fliefst 
er so lange, bis er das ganze Wasser im Gefüfse zum 
Ausflufs gebracht hat. Der Ausflufs wird gleichmälsig 
sein, weil der Unterschied zwischen dem unteren Niveau 
der äufseren Heberüberragung und der Wasserfläche sich 


| 10 nicht veründert, da der Kessel mit dem Heber immer 


so weit sinkt, als das Gefäls sich entleert. Je mehr 
aufsen der Heber überragt, um so lebhafter wird der 
Ausflufs gegen früher sein, aber an sich immer gleich- 
mälsig. Der erwähnte?) Heber sei sf, die Wasser- 


. 15 fläche liege in Höhe der Linie 9. 


V. 


Der teils gleichmälsige, teils ungleichmäfsige Aus- 
flufs durch den?) Heber wird auf folgende Weise 
herbeigeführt. Ich nenne den Ausflufs teils gleich- 

20 mälsig, teils ungleichmáüísig, wenn er anfangs be- 


Teils gleich- 
mäfsiger, teils 
ungleichmáfsi- 
gerAusfluífs ein 
und desselben 
Hebers. Fig.6a 

und 6b. 


liebig lange gleichmáfsig ist, dagegen wieder in 
einem beliebigen anderen Zeitraume an sich gleich schnell 
erfolgt, aber im Vergleich zum früheren Ausflusse lang- 
samer oder schneller. 

Das Gefüfs mit Wasser sei wieder «ß, der Kessel yà 


1) Nach b: “als die innere Mündung’. 2) Zusatz in b: 
‘gebogene’. 3) Nach b: ‘denselben’. 


nootegpng CP 7 6vcıg om. bL 13 6 uiv siomguévog xou- 
zAog cípov bL (obliquus) 17 zoö (om. B) e?roo oígo- 
voc bL 23 gero &B: gerocav CP aA om.L uiv 
zö tr. CP 


e 


48 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A, 


AB, Aeßns 68 6 TA" did Ó& Tod Enipodyucrog al 
Tod zvduevog Tod A£f«rog ÓioGc9c0 GoÀQv soprsoog 
Tod Evrog GxéAovg 
Tod Glpwvog' ul 
éorO Gípov ovrog 
0 M A cvvsoceyvo- 
u£vog TO TE Émi- 
pocyuerı xci TÓ 
zvdusvı Tod A&fn- 
TOg. émi Ö& TOD Ent- 
qocyuorog EPEOTE- 
TO nmyudtov &% 
xovovíov ErNYOg 
xoxo To Ilyocu- 
uc xol &oro TO 
INSAZA. Ev ót roig 
óotoig | x«vovíoug 
Toig I'N, 81 éx Tod 
Evrög | uégovg éy- 
yeyAUge9ocav  co- 
Aijveg xov& TO uijxog 
TÜV xavoviov, EV 
a 48, 1—52, 17 dıa de Tod Enmipodyuarog ... 701100- 
uev oürog — Mh 48, 24—52, 33: dia de Tod émigoiyuoroc 
x«l Tod nuduevog tod Aéfqvog dınodn coAQ]v KaumbAog Ó 25 
EZH [cvvsczeyvouévog và re Erıpodyuarı xol TO nuduevı 
tod Aéípwvoc| Emi 9E Tod mudusvog vob AB Gyyelov ége- 
GrírO inyudrıov éx wavovíov Ovvsorwg xoOczso TO II 
yoduua' nal foro To T NGA iv Ó& voie ógOoig xovovíoig 
Toig TN, E woerà và ivróg ufgn iyyeylógO cav imi vob 30 
pijkove Gsipol xoiÀet, olas qoolv iüiorixGG yovoyas, Ev oic 





Fig. 6a. 


18 yvdE G 


| 10 


15 


25 


30 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA.IL 49 


(Fig. 6a). Durch den Deckel und Boden des Kessels 
stecke man eine Röhre, die weiter ist als der innere Heber- 














a 4 
-— 


uu x Lu X dh 
eg qui 
XD t NE NR 
c iu % 
ge mot v 
N, 

P 


Fig. 6b. 


schenkel. Diese 
Röhre sei uà und 
sei sowohl in den 
Deckel als den 
Boden des Kessels 
eingelótet. Auf 
dem Deckel stehe 
ein aus kleinen 
Stüben (Brettern) 
in Form des Buch- 
staben TT zusam- 
mengefügtes Ge- 
stell. Das sei yv£0. 
An den senkrech- 
ten Stäbchen yv 
und &0d seien auf 
der inneren Seite 
ihrer Lünge nach 
Laufrinnen einge- 
schnitten, in wel- 

8:40. ^f — BT: 19 
Durch den Deckel 


. taucht — b 49, 
26—51, 31: Durch 
den Deckel und den 


Boden des Kessels : 
(Fig. 6b) stecke 
man einen gebo- 
genen Heber s£q. 


Auf dem Boden des Gefälses «ß stehe ein aus kleinen Stäben 
bestehendes Gestell in Gestalt des Buchstaben TT. Das sei 
tvgé. An den senkrechten Stäben v» und £g seien auf den 
35 inneren Seiten der Länge nach Nuten eingeschnitten, wie bei 


26—27 cvvscrsyvouévog ... Aeßnrog seclusi; v. prolegomena 


28 pegmatium quoddam (= cw) L 





de neutro evvscorog v. 


Kuehner-Blass I 236. 29 z»g& CP: v£g BL 30 v£g BL 


31 yojoyag P: yoóovac BC, gurnas L 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 


4 


50 HPRQNOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A. 


oig ÓL«vQeyéro Ers00v xavóviov rd OII ebAvrwg. &6vo 
Ó& xol xogA(ug 6 PZ óp9Ggc Befhyxóg Ent tod I émi- 
qocyuerog xci Óu& vonucrog ÖLeAnAvd@g uévovrog Ev 
TO OII xavovı. £6vro0 Ó& xol vÓÀog rig Ovupung TE 
OII x«vovío, dove nagsußalvev eig nv Tod xoyA(ov 
&Auxe. ozsQeyévo Ó& Ó KoyAlag ozxio To NZ xavóviov' 
Tjj 08 ozegoyj Gvugvaus Eorw xsugoAcf(íc, ÓU dg émt- 
éroéqousv vOv xoyA(«v, Gore td OII xavovıov óv5 uiv 
uerewgov yivsodaı, Or de ransıvovodeı. vo de OII 
xe«vovígo Gvuqvig yeyovévo To Evrög OREAog Tod Gíqovog 
Ö1eAnAvdog Kal dia Tod AM owANvos, Gors v0 GTÓ- 
uov adrod Banriteodaı eig TO £v TO Ayyeio VOR. 
x«l éàv oov zíAw émwmecousü« Óuk TOD Ertög 0T0- 


dıiarosyerw Eregov Kavovıov sbAvTvOg r0 OIL Eorw ÖE xal 
xoyAlas 6 PZ 0óg9Gg pepqxog imi vov TA Enipodyuaros 
xcL Ó.& Tod Ev v OII xavóvi revnmuarog tig xoyAtov zei 
«UroU O$5Avv xarsoxevaouevov ÓisAqAvOOg: Onsoeyévo de Ó 
y e \ 1 Lm] , 1 ?f [4 , 
#oyklag ürneoe TO NH xovóviov Hal &oro OTEEPOUEVOg Ev 
AUTO, un uEvror Ev TO OTgEpeodeı 1) Gveoyóusvog N waveoyó- 
? x 1 , M > [4 \ [4 

uevog, &ÀÀa vOv OII zavove moiüv Avsoysodaı Kal xoréo- 
q869o.* ovrog uevroı 6 OII xevov Guvsorsyvouévog foro 

67 , E ^ bd [4 , - e a E , 
TO uegeı Tod Go)Àivog v MA, Gore Ev TO Uno roU xoyklov 
, , ? , ^ , " [4 \ 
GTOEPOUEVOV Avsoyeodaı N xaveQyceodoL Ovvavsoysodaı Kal 
Supnareggsodeı noLeiv TOVv GoAf«vae. ij óà ónig vó NA 
XovóVLOV bnegoyj; TOU «yov ovupung &6ro geıgokaßis, 
5 

dv dc ErUOTgEgDENV Övvarov TOv voydiav. pevegóv oUv (Qc 
6roepouévov c0roU TO OII xevóviov ÖTE guév usrtoQuG01j- 
Gere, ór& Ó& ro7téLVÓTEQOV fore, Syupvig 0’ v 1G aumlp 
sipavı Gvvevégyso oL Hal SVyRaTegyesdeı TOUTOV noım6EL. 
&£àv 00V sw EIOTACHUEHE die Tod éxrüg OoToulov To 





3 renwarog AGT,: roó rgumiuarog T, ^ uévovrog suspec- 
tum, nisi quid intercidit 4 vvÀ0g G mg. T, (cf. Autom. X): 


[52] 
- 


to 
V 





an 


e 


bai 


Bi 


e 


20 


25 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 51 


chen ein anderes Stäbchen (Laufriegel) oz sich leicht 
auf- und abwärts bewege. Eine Schraube gc stehe senk- 
recht auf dem Deckel yóà und gehe durch ein Loch in 
dem Laufriegel or hindurch. Mit diesem sei ein Zapfen!) 
so verbunden, daís er in das Schraubengewinde falst. Die 
Schraube rage über den Riegel v& hinaus. Mit dem über- 
stehenden Teile (der Schraube) sei eine Handhabe ver- 
bunden, mit deren Hilfe man die Schraube so drehen 
kann, dafs der Laufriegel om sich bald hebt, bald senkt. 
Mit dem Riegel oz verbinde man den innern Heber- 
schenkel, der auch durch die Röhre Au so weit hindurch- 
geht, dafs seine Mündung in das im Gefälse enthaltene 
Wasser taucht. Wenn wir wieder durch die äufsere 
Mündung die Flüssigkeit ansaugen, wird der Heber so 


den gewöhnlichen Rennen. In diesen laufe ein anderer Stab, 
der Laufriegel oz, leicht auf und ab. Man lasse auch eine 
Schraube oce senkrecht auf dem Deckel yö stehen und durch 
ein zu einer Schraubenmutter hergerichtetes Loch im Riegel oz 
hindurchgehen. Die Schraube rage über den Riegel vé hinaus 
und sei darin drehbar, ohne jedoch selbst bei der Drehung sich 
auf- oder abwürts zu bewegen, sondern sie lasse den Riegel oz 
auf- und niedergehen. Dieser sei jedoch mit dem Heberarme u 4 
verkittet. Das hat zur Folge, dafs vermöge der Schrauben- 
drehung der Laufriegel nicht nur selbst auf- und niedergeht, 
sondern auch die Róhre mit hebt und senkt. Mit dem über 
den Riegel »$ hinausragenden Teile der Schraube sei ein Griff 
verbunden, der das Drehen der Schraube ermöglicht. Es 
leuchtet nun ein, daís sich der Laufriegel oz, wenn die 
Sehraube sich dreht, bald hebt, bald senkt, und da er mit dem 
gebogenen Heber verbunden ist, zugleich diesen auf- und 
niedersteigen lälst. 


1) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 6c in den Prolegomena. 





orvAog AG, T, 9 taneıvovoteı AG, T, (cf. Autom. X): voztt- 
vóvtoov G mg. T, 10 Evrög oxéAog T: év và exéAe AG 

24 óà CPL: om. B 25 xswgoAnQíg BO: xeıgolaßrs P 

28 0v CP: à» B 

4* 


52 HP2NOZE AAEHSANAPERZ IINETMATIKRN A. 


ulov TO Oyoóv, HeVos 6 Gípov OucAQg, Eng Av müv 
xevoQ9j TO iv wOvrQ Oyoóv: Örav dt BovAmusde di 
«UroU Er£oav Qoi yYivsodaı vig uiv TOOEENUEVNS 
rayvreoav, ÓucAQv ÖE xo9' ceor(v, émwvo6vousv vOv 
xoyAlav, Bote v0 OII xavóviov voztwócvsgov yevéctrou: 
Eoteı yàg N Éxróg UOzegoyn Tod Gípovog usíGov ig 
zoótegov. x«i Óu& voUv. Eorıv 7) QUcig ÓucAT uiv xo9* 
«bovQv, Tio Ó& zgórsgov Tayvreoo. éàv O2 Er máuv 
TEAVTEORV ..., ÉmiOTQÉUOusv Tv xoyAlav eis TO étL 
tarsıvöreoov yeveodaı TO O II xovóviov: é&v 05 fgaóv- 
teoav BovAmusde,... TO OII xavóviov usvéogov yz- 
véGOcL' xci oUrcOg did Gípovog Eoraı 7 ÓUGig 7] Kata 
u£v vL ÓuceAn, are Ó& vv &voucAog. 

"Iva ói un xci did TOO Goróuerog «brOv émicza- 
Husten ro U0co — oU0i y&o imi méávvov TÜV cigó- 
vov roUro Övvarov Eoraı, àv un zívv uuxool ot —, 
ztoujcousv ovrog. 


e , pr" E , c - er "^ er ^ M 
$yoóv, deVoE 6 Gípov OuaÀOg, fog Av Gmev xsvoOi TO 
, *, m e SER} \ , 9 , wit uw er 
Ev wUrÓÀ vyoóv' Orav de BovAmusde dı cUroU Erepav ÓvoLiv 
m ’ 
yeveodaı vijg uiv MOOEIENUEVNg Tayvrigav, Öuahmv Oi xo9 
e , , \ , er \ , 
ebTQv, Gro&pousv 0v xoyAiav, Gore To OII xavovıov 
Tareıvöreoov  yevícOow Eoreı yàg mM vomncgoy? TOD Exrög 
GHElovg ToU Gípovog vomewvoríoe TG TOOTEEOV. xol dia 
todro foro, 4j 6VoLG ÖuaAn uiv xaO" abrnv, vig de mgórtoov 
rayvrioa. ikv Ó& Pr, máÀw Tayvrigav BovAmusde movijGoL, 
Groéwouev suu TOv woyÀiav, Gore xoL Erı vomWELVOTEQOV 
yeveodaı TO OII xoavóviov: ikv de Poadvreoav BovAousto, 
zwíÀwv Groéwousv TOv KoyAlav sig và Evavria uéíom, Gore TO 
, , ! s Y e" , 
OII xavovıov usvsog0rsgov yeveodaı' xoi oUvog Qooóvrége 


foro, 4] ÓUGig. (ve dt un dia Tod GvrÓuovog Nußv émiomO- 

ucde To ÜOcgQ — ovÓ& yàg ini méávrov TÜV Gipovov volvo 
5 

Övvarov forct, El UN mávv GrevororoL siev —, TTOLNOOUEV 


er 
OVTWG. 


15 


De Vz 


re een zen. ee rer ee en en er ee Di rs re ic: 


oM 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 53 


lange gleichmáísig fliefsen, bis die ganze Flüssigkeit aus- 
gelaufen ist. Wenn wir aber einen andern, an sich zwar 
gleichmälsigen, im Vergleich zu dem früheren aber 
schnelleren Ausflufs aus demselben wünschen, so drehen 
5 wir die Schraube so viel um, dafs der Laufriegel oz sich 
senkt. Dann wird der äufsere Überstand des Hebers 
grüfser sein als früher (die äufsere Hebermündung also 
niedriger liegen). Die Flüssigkeit fliefst daher an sich 
gleichmüfsig schnell, doch schneller als früher.!) Soll sie 
10 noch schneller fliefsen, so drehen wir die Schraube von 
neuem, damit der Riegel om noch niedriger zu liegen 
kommt. Soll sie dagegen langsamer fliefsen, so drehen 
wir die Schraube wieder nach der entgegengesetzten Seite, 
dafs der Riegel oz sich hebt. Und so erfolgt durch den 
15 Heber ein Ausflufs, der in einer Beziehung gleichmäfsig, 
in einer andern ungleichmäfsig ist.?) 
Um nicht mit dem Munde das Wasser ansaugen zu 
müssen — denn das wird nur bei sehr kleinen?) Hebern 
móglich sein —, treffen wir folgende Vorrichtung. 


1) Statt dessen b: “Dann wird der vorspringende Teil des 
äufsern Heberschenkels niedriger als vorher liegen, und darum 
wird die Flüssigkeit an sich gleichmälsig, aber schneller als 
früher fliefsen'. 2) Statt “Und so ... ungleichmälsig ist? 
hat b: “Und so wird die Flüssigkeit langsamer ausflielsen’. 

3) Dafür b: 'sehr engen'. 


&s 
1 öucAög T (-óg T, ös supra ser. ead. m): öualog AG 
2 Bovinusda T: BovAousde AG 3 uiv T: om. AG,, corr. G, 
4 £avınv T 9 lacunam statuo. cf. p. 52, 25 enıorok- 
vont» AG: Émwofwyousv T 11 lacunam statuo. cf. p. 52, 27 
19 f. (005 cípovog 14 aörav codd.: correxi 15 zàv AG: 
om. T, add. T mg. 16 2&v scripsi: ei codd. 


20 uiv om. CP noosıonuevns b: priori L 23 m6- 
tegov B: zoorígeg CP ut lin. 24 25 Erı z&Aw BC: £uzoAw P 


Ev 
26 cero£wóusüc B 31 vóv BC: om. P 32 fieri potest L 
orevozaroı B: orevorarov CP, f. orevöraroı 


160 


5A HP2NOZE AAESANAPERZ IINETMATIK9NN A. 


VI. 

"Eovo oumgıöuatıdov Ti, o0 TO uiv &00EV zpooc- 
x&t(GUc TQ éxvr0g GXÉcAtL TOU Gípovog, Govt di corOU 
Qeiv* xci éoro ro TN, vo 0: OijAv vo TO moóvcgov 
zoooxexoAAmuévo Ayysıöio Tıvi và KV opobvt. 
0ACyo vul aAEov oo qyopgsí 6 cípov VÓ«rog éyévoo OP 
x«l obs TO nvduevı éxgvaw mv 2. Óvcv oov flovAd- 
usda <Enıon&odaı) OG Tod Gípovog v0 Ev ra AB ay- 
yeío vOWE, Anokaßduevor voD KP ayyeiov viv £xov- 
oıv vÀ ÓcxrÓAo TANEWOOUEV coro ÜÓcrOg. tive TT006- 
Proousv TO O5Av ounoıou« TO GogEvı xci Kpmoouev 
viv f) Exovow. xsvovuévov bt Tod XP ayyelov, sig 
TOV xtvoUusvov TOXOV qycog1osu. 6 Ev TO Gígovi cano, 


T 


e 


Q HvvaxoAovdmosı TO Ev vO AB &yysío vyoóv, Gore 
4 4 m 

zAqoGGccL. TOV Gípove. usr& Toc0Tc oU0v Agpeidvreg TO 
XI ayyeiov éOuev v0v Gígove ziv. 


à 4—16 xol £ovo ... deiv = b 17—29: xoi &6vo 
to TH, 10 de O5Av To X'P soóvtgov m9oGxtxolAquévo 
eyytdio và A jogoU vu oMyo tivi mÀfOv ov qoosi ö 
Gípov UOerog" éyévo Ó& moóg TO mxvÜOuévi ExQUGIV ev A. 
OTav OUV PovAmwede Iruonäoden did ToU sipavog co Ev 
to AB &yyelo 00o0, crtolefópevot too 2A ayyelov mv 
£xovGw TG ÓcxrÜAo z)ajodGouev auro Üdarog. ira 7000- 
O400usv oc)10 TO Ov suigiope xoi Er TO &ogevi xe 
Kpnoousv. viv Exgvoıv. xevovuévov 0i Tod RA dyyelov, 
tig vüv KEVoVusvov rómov 1woNoE 6 iv To olpavı c0, : 
ovvarokovdnosı r0 iv và AB ayyelo Oyoóv, Gore majodoot 
Tov Sipova. Kal were radtae Apehövres TO $5.4 Gyysiov 
Edoouev Tv Gígp ovo 6eiv. 





1 Be capita non iam numerat T. hoc caput non dı- 
stinguit A 8 Enıonächer inserui. cf. lin. 21 10—11 eir« 
; &oeevı non consentiunt cum lin. 5 (zoocwswoAAmuévo). 
v. prolegomena ad fig. 1 


15 


20 


35 : 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 55 


Mb 


Man denke sich ein kleines, genau in einander Das Smerisma. 
passendes.Doppelrohr (Smerisma), dessen männlicher "9 55 wa 7. 
(innerer) Teil so an den äufseren Heberschenkel gelegt 
. 5 werde, dafs die Flüssigkeit hindurchfliefsen kann. Das 
| männliche Smerisma (Fig. 7) sei vv (— v1])?), 
das weibliche (= die Einfassung) vg (— yw). 
Beide seien zuvor an einem kleinen Gefáüfse xy y 
— o«) befestigt, das etwas mehr Wasser 
fassen kann als der Heber. Das Gefüís habe 
am Boden auch eine Ausflufsóffnung o (— c). 
Wollen wir nun das Wasser im Gefüfse «ß 
durch den Heber anziehen, so halten wir mit 
dem Finger die Ausflufsóffnung des Gefüfses 
v (= ocv) zu und füllen es mit Wasser. 
Dann legen wir das weibliche Smerisma ans 
männliche?) und lassen die Ausflufsöffnung o 





iS 5j 


Fig. T. los. Wenn das Gefüís 44p (= c) sich leert, 
wird die im Heber eingeschlossene Luft in 

20 das sich bildende Vakuum treten, und an diese wird sich 
zugleich die im Gefälse «ß enthaltene Flüssigkeit an- 
schliefsen und so den Heber füllen. Hierauf nehmen wir 
das Gefäls yip (= we) fort und lassen den Heber fliefsen. 


1) Die in den Klammern zugefügten Buchstaben stehen 
in b (Fig. 6b) Vgl. auch die handschriftliche Figur in den 
Prolegomena. 

2) Richtiger: ‘an das äufsere Heberende m, das sich luft- 
dicht in das weibliche; als Verbindungshülse dienende Smerisma 
einfügt und in diesem Augenblicke gleichsam sein männliches 
Smerisma mit bildet. Vgl. die Bemerkung zu Fig. 7 in den 
Prolegomena. Herons Beschreibung ist nicht recht klar. Wir 
würden heutzutage den Heber in ein Schraubengewinde endigen 
lassen und dem Halse des Gefälses die Form einer Schrauben- 
mutter geben. 


19 ayysıdio BC: &yysío P o« B: o4 CP (coa L) ut 

infra lin. 22. 25. 28 19—20 paulo plus eo quod e tubo flwit L 

20 4: oL 24 aöro BL: aöra CP ipsi masculi L 
28 et tubum L 


161 


56 HPRNOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSNN A. 


Aei 6: 6090v vOv Gípove xcvcfivsuv, si wEAAoL 
\ / - m \ Ed 24 V - , 
zo Ó£ov zojtiv: vobro Ó& Eoraı, éàv XO0g TO yelkeı 
tod AB ayyslov ÖVo óg9oUg xavóvag mwWtavvsg TO 
> \ 4 M , ^ , £ 
Evrög Ox£Aog ToU oípovog uera&®d rovrov cübousv 
v«bov éx«régov «UrÀOv TÜV xoavovíov x«i Ev vÀ Evrog 
6x£A&L ToU Gíqcovog TVAlov EE éxarí£gov uégovg Gvpg- 
qvig zxonjoousv Yadov évróg TOV Xxc«vovíov: oUrOg 
y&g obvc émi ra aAdyın obvrc imi To Eumooodev Ö 
Gípov Eyakıoıv oquosu 0o9íg 0$ ixoiBg xevofhjoevat 
zoocGrouDóvvov vÀV rvÀ(OV TOUS xavóvag. 


VII. 

Tàv Ó& eig Evsoysıav xavoGxevatou£vov vóv &o£ó- 
ueü« xcvcoxsuüg zoicioU«L NO TOV uuxgoréoov &o&d- 
uEvoL GrOoLqelov qguv. 

"Eotı ydo vu xaTaoxEsvaoudTıov zog TO oivoyotiv 
q0jG.uov* xovaoxevdtevo, yàg oqeugíov xoiAov ydAxcov, 
oióv dcr. 10 AB, éx uiv voU xávo u£oovg | revovaq- 
u£vov AsmToig vovzwNuct(oig GvveyéGu KadanEo TOuóg, 
£x Ó& voU vo uEoovs coAiQve Eyov rov IA oVvreron- 
u£vov «TQ Hal Gvvsoveyvouévov xci EXovra TO vo 
oróuiov &vegyóg. Üruv obv BobAntei Tig olvoyosiv, 
x«T«Gy0v Tj ui xagi rov II coAQve z«gà vo I' 
óróuLov xca9uuc. TO Opaıplov sig vov oivov, &youg àv 


7 f. (xal) apavov 19 &of£óusü« ABG: &o£óusQo CPT 
18 729uóc M: (9uóg à ut infra p. 58,2 19 róv b M Vind. 120: 
zo a 


2 moi» à: yivacdaı b 4 rovro» om. bL 5 aorà)v 
om. bL 6—7 zowjcoutv (-cou- B) ovugpvis h 8 zo aP: 
:& BC 9 ópü9Gc aCP: öoWös B, rectus L 15—16 Zorı 

. 4ernowov om. bL 16 xoiAov om. P q&Àxsov AP: 


10 


15 


20 


— 3 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I, 57 


Der Heber mu(s aber senkrecht hinuntergehen, wenn er 
seinen Zweck erfüllen soll. Das erreicht man, wenn man 
am Rande des Gefälses «ß zwei gerade Stäbe befestigt und 
den innern Heberschenkel so dazwischenstellt, dafs er jeden 

5 Stab selbst berührt, und wenn man auf jeder Seite des 
innern Heberschenkels einen kleinen Pflock anbringt, der 
die, Hólzer innen berührt und damit verbunden ist. So 
wird sich nümlich der Heber weder seitwürts noch vor- 
würts neigen, sondern scharf lotrecht abwärts gehen, 

10 vorausgesetzt, dafs die Pflóckchen zwischen den Hölzern 
festsitzen (Fig. 6b). 


VIL. 


Wir wollen jetzt die Einrichtung der praktisch Der Stechheber. 
brauchbaren Apparate beschreiben und dabei mit ER 
dem  Elementaren und Einfacheren 
beginnen. 

Es giebt eine kleine Vorrichtung 
zum Einschenken (bez. Schöpfen) von 
Wein.!) Man fertigt eine kleine 
Hohlkugel aus Bronze an, z. B. «f 
(Fig. 8), in welche unten kleine, 
dicht bei einander liegende, siebartige 
Löcher gebohrt sind, während sie 
oben mit der Röhre y versehen ist. 
Diese ist sowohl nach der Kugel als 

Fig. 8. nach oben offen und in sie eingelötet. 

Will man nun Wein einschenken, so 

fafs& man mit der einen Hand die Röhre yó an der 
Mündung y, setzt die Kugel in den Wein, bis sie ganz unter- 





e 9 


1) Dieser Satz fehlt in b. Ebenso Z. 28—29 die Worte 
xis da 1955 


an 


ydansıov BC 17 iov. om. b 18 et continuis L 71/9 uóg: 
x0cxwov D 292—923 zag& ... orO0utov om. bL 


58 | HP9NOX AAEEANAPEQX IINETMATIKO9N A. 


^ \ 5 ^ 
0Aov xgvg9ij TO opaıplov' x«i 6 uiv olvog Oi Tod 
q9uob siG£oysvou, 6 Ó' Evrog NE Éxxgovevou x«i éx- 
ywoesi dia Tod I GoAivoc. Üvuv ov TO usycAo 
ÓexTUÀAQ Tig nıeoag ro I' oröuLov Tod OWANvog Eden 
N , > —^— 2 5 M ec / 54 
v0 Gqgougíov éx Tod olvov, od un 6vrosraı 6 &v v 
, S \ ^ \ , \ m 
Gqougío olvog did TO un Övvaodaı sig vOv rov» 
^ , Rd mw . e ^ , \ 
HEVOD TOTOV AEER TAgEIOKELINVaL Tp y&o ElongLoıg OLG 
tod IT’ oroulov Undoyei, Irıs Erinepoaxra TO OcxvUAQ. 
Or«v oov BovAmusdea zoofcQci vOv oivov, Gvísusv TOv 
ócxvrvAov, 6 Ó$ ao Eumintwov zÀ«ooi TOV xcevoUusvov 
Tózov: éàv Ó& zAw muécousv TO OÓcxvoAQ yv I' 
? ^ E ? / u x ?^ / 2 /, 
Avonvoiv, 00% é&xgviücstct, (xou Qv züAw GvéGoutv 
zo ÓcuxvóAo viv I’ dvanvonv. EEsorı 0i xol sig 959- 
\ ei ^ \ , / , 3 
uov vÓoo 1) vvyoov Pdntovra zcAw Ovveyeıv, site 
rooilsodeL, O0cov éàv zgocioousta, yoig v züv TO 
Ev TO Ggouigío xsvoUi' xüv Erixaunts Ó& yErnraı TO 


a 58, 1—60, 3 xol 6 uiv oivog ... Karalaußdveoheı 
zo Gróguov — D 58, 18—60, 22: xoi 6 uiv oivog Óià vÀv 
rovnnudıov eloehevoeraı, 6 0  ivróg do éxxgovobosro, 
Hal Exp jet dic ToU I'4A Go ivoc. ürav de To ueydio 
ÖarruAm miéuc Engel de Grópuov escon To opaıglov éx TOD 
olvov, ov óvijoevet 6 &v vÓ speıgin oivoc di“ TO um Öv- 
voodaı sig vüv voU xsvoU vómox AEga TagEICKHgLIVEL' 9 
y&g Eiongıoıg dia Tod I’ crouíov Öndgyei, ijvug énumégoxvot 
TO daxrvlo. drav Ö8 PovAnd% mgocodeL zöv olvov, &víqoi 
zöv ÓdxvvÀov ix tod I' Gropíov, xol ó cmo Euzelmrov nÀn- 
Qoi TÓv «evoluevov TómOv' Ó yàg oivog engel din Tüv 
TQvmuérov, xol niu éàv miéoy T) Óexr)lo qv I' &va- 
mvoiv, ovo joeve 7 QUoig Tod olvov' dmohudelong ó ebOue 
Tie  &vertvoijc éxovijGevau, &youc &v muéG To OoxvÜAo Thy 
I' &vanvonv. Eeorı OB xol sig Osouóv loco N avuyodv 
Bénvovra Gvvéysww vs xal mahıv moolsodeı, Ücov &v T600- 


10 


15 


20 


- » bl - 1 - , e P - 
eLgoiró vig, &Gyoig &v müv To Év TO GpoLoio vygov xevoO. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 59 


taucht. Dann dringt der Wein durch das Sieb!) ein, 
wührend die innere Luft verdrüngt wird und durch die 
Röhre yó hinausgeht. Drückt man nun mit dem Daumen 
auf die Róhrenmündung »y und hebt die Kugel aus 
5 dem Weine, so fliefst der in der Kugel enthaltene Wein 
- sicher nicht aus, weil keine Luft in das Vakuum ein- 
treten kann. Denn die Zuführung von Luft kann nur 
durch die Mündung y erfolgen, allein der Eintritt ist 
durch den Daumen versperrt. Wollen?) wir nun den Wein 
‚10 einschenken, so lassen wir den Finger los, die Luft strömt 
. ein und füllt das Vakuum an. Wenn wir abermals den 
Finger auf das Luftloch y halten, so hört der Ausflufs 
auf, bis wir von neuem den Finger vom Luftloche y fort- 
nenne. Man kann die Kugel auch in warmes oder kaltes 
.15 Wasser tauchen, dieses darin festhalten und dann wieder be- 
liebig viel auslaufen lassen, bis die ganze Flüssigkeit in der 
Kugel erschöpft ist. Falls:das Ende der Röhre y6?) bei y 


1) Nach b: “durch die Löcher’. 

2) Nach b: *Will man den Wein einschenken, nimmt man 
den Finger von der Öffnung y fort, und die Luft dringt ein und 
füllt den leeren Raum an. Denn der Wein fliefst durch die 
Löcher ab. Drückt man von neuem mit dem Finger auf das 
Luftloch y, so wird der Wein aufhören zu fliefsen. Läfst man 
es jedoch abermals los, so wird er so lange abfliefsen, bis man 
den Finger (von neuem) auf das Luftloch y hält.’ 

3) Zusatz in b: *wie in nebenstehender Figur'. Die Worte 
*bei y? fehlen in b. 





5 gunssrau M: övelseraı à 6 ro) inserui. cf. lin. 23 
19 o$)x ERQUNOETLL Vind. 120, Paris. 2512: éxxexoviüjcevoL A 
14 f cvvéysw, tivo meh tr. 15 éàv: &v Paris. 2512 


getestet à (-rx T): ex M correxi 
1 xovgoj a: xovgj BC: xoi; P 21 vig om. CP. y CP: 


om. BL 25 mgosodau: emitti Li avinoı b: auferat L 
27 Engel P: Erossı BC 32—33 000v ... xig om. L 


; 


60 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN A. 


&#g0v tod IA owAnvog v0 zgóg to I, ov0iv dioiosı’. 


EÜYENOTOV Yo u&AAov yivsraı zQ0g TO EÜKONWS TQ 
daxtvAm xarahaußavsodeaı TO GrÓuuov. 


VIII. 

Tà dt a)0vÓO Tgóxo x voU «ro Opaıglov x«l 
Vvoyoov xci O59uov zQo£o)«, Óvveróv Eotıv, 060V 
zooc.ooUueda. 

Karaoxsveßeraı yao Óuoíog cqougíov to AB dıc- 
qgoc«yu« éyov u£cov óg00v To I'4 xoi &vcottv Óuoíog 
eoAiv« rov EZ oVVreronusvov Kal GvvsGrcyvou£vov 


TO GgcuoíQ x«i Eyovra uécov Oupoeyue vó IH 


ovveyts To TI diapoayuarı" üvoO9cv ÖE Gvaxauzüg 
éyévoo tags ©, K qsgovoag sig Exdregov u£gog rÀv Ev 
to EZ 09v. Ep’ Eudreoa de Tod IT dıapodyuarog 
ellipdw sig TO xívo WEOOS ToU. Opeıoiov tod AB 
zoóg TO HI Tovaiuare Ouoıa TÀv Ev voig vQovAA(Coug 
volg ueysıgıxoig yıvousvov, z9uost05. Orcv oov fov- 
Avusda $95ouov LoVoaodeaı, zareAaßousvor roig ÓvcL 


x&v émixeunmég de yernraı TO Gxgov roU I’A coAQvoc, og 
Evradda Eysı T) HaTayoapn, obdev diolceı' quüAlov de xoi 
&UyonóróreQov toro, TO0g T0 EIYEOÖT TO darum xara- 
Aaußdvsodaı To 6TOuLovV. 

a 60, 14—64, 12. dp! Endreon 0t ... dugporeon Qeiv 

— b 60, 24—64, 29: A Endregov 0 tod IA diapocy- 
warog Eorwoav sig TO Karo wegog Tod spaıglov Tod AB 
zQ0g TO A Tovmiuate wind, old xooxívov. OTaV 00v 
BovAmusd« Heouov AeVcaodeı, narahaßousvor vÀ Evi vüv 


6 zoo£oQat b: mgEodaL a 000v T: ex 0co corr. A: 0co G 
11 ogetplo b: spaıgiovr a 16 cà scripsi: ro a. cf. lin. 26 
ad üuow àv »t& cf. Heron. Cheirobal. p. 129, 6. 11 Wesch 


a 


10 


15 


t5 
m 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 61 


umgebogen ist, so macht das keinen Unterschied. Vielmehr 
wird es handlicher, insofern man die Mündung leicht 
mit dem Finger zuhalten kann. 


VIII. 


| 5 Auf gleiche Weise kann man aus derselben Kugel Der Doppan 
kaltes und warmes Wasser in beliebiger Quantität Fig. va u 9b 

ausflielsen lassen. 

Man fertigt in ähnlicher Weise eine 
kleine Kugel «ß (Fig. 9a) an, aber 

mit einer vertikalen Scheidewand yd 

in der Mitte. Oben ist die Kugel 

wie vorher mit einer Röhre s£ ver- 

sehen. Diese steht nach der Kugel 

hin offen, ist in sie eingelótet und 

in der Mitte von einer Scheidewand y4 

durchschnitten, die mit der Scheide- 

wand yó zusammenhängt. Oben bei 

9 und x sei die Röhre umgebogen; 

Fig. 9a. jede Biegung führe nach dem ent- 

20 sprechenden Raume in ed. Auf beiden 
Seiten der Scheidewand yó lasse man am Boden der 
Kugel «8 bei à siebartige Löcher wie bei den Schaum- 
kellen der Köche herstellen. Wenn wir nun warmes 
Wasser schöpfen wollen, halten wir die Mündungen 4 





25 a 61, 20—63, 17 Auf beiden Seiten ... ausgelaufen ist — 
b 61, 26—63, 34: Auf jeder Seite der Scheidewand *yó seien 
am Boden der Kugel «ß bei ó kleine, siebartige Löcher. 
Wollen wir nun warmes Wasser schöpfen, so halten wir die 








icov vàv wovovíov. 130, 9 icov vóv zgotugnuévov xoavovíov, sed 
cf.etiam Pneum. 117 17 (Ouosióíj à: correxi ex M (m$uosióf) 


5 et ab eadem sphaerula L 6—7 0009 mooaıgoVusde A: 
ötav zooci.oous)c bL 8 cqotoíov óuoíog tr. BE 24 Eud- 
teoov B: éxevígov CP in utraque vero -c-d- diaphragmatis 
parte L 25 ad fundum spherule L 27 BovAouede CP 


62 HP9NOZ AAEEANAPEQ9Z IINETMATIKSN A. 


daxntvAoıg và ©, K Gvóuu« xeb(susv TO Opaıpiov tig 
To Oeguov xai cvísusv ulav vÀv Gvoxvoóv mv ©, 


óxog 6 uiv Ev vrÓ BI mwuogeioío &»o éxxoovoi, : 


dia Tijg © avanvonis, TO Ó& Ocouov And TOD "9uo0 
aAnowon 0 BIS Nuopeioıov. zéAw oov x«v«Acó- 
usvoı viv O dvanvonv EEcıgoduev éx Tod YEouod TO 
opaıolov, 0 IN Gvé&s, Ó.& TO un Eyeıv vov dEOR TUO- 
elodvow. „adEvres | oov Óuoíoc sig v0 vvyoov Avie- 
uev tiv K &vemvoqv x«i zw zAqooUévrog roO 


ATA Nwopeıgiov xarakaßousvoı mv K dvanvonv 


eEaıpodusv TO Opaıolov zAijosg Ov Yeouod x«l yvyooo 
vdaros. Ürav ov PBovAnusda Ózxóvsoov abrOv zQo- 
EODaı, &vísuev TQv xcv Éxcvo dvanvoiv. xci Orav 
un BovAdousü« grew, zmcAww Óuo(og xc«vcAnupovóust«. 
x«i roUTO zoujGousv, (xoig Qv züv xsvoO3. é&&sovu Ö8 
OoxvoAov To © oTouov xoO15Gcousv TO Ggeigíov sig TO 
Oeouóv" xe«L ElocehevVoeraı TO Veguov Ev "ij )z0 ro K oz0- 
piov 4600c Tod Gcgoigíov ÓiX vGv Ev avri, rovzidrav, 


: norıvog nzÀnoo9tícnc ‚Feguod dia TO Enyageiv TOv Ev evvij 


GEga dıe voU K STowsov — év yàg Th &véoe 100% vo 
ro 0 srönov To Oeouóv 00% eioelEvoeraı die TO viv 9 
&veztvoljv mepgayuevnv eivaı — OTav do: nıeo@uev mv K 
Avanvonv To érígo daxrvlm, viv dE O Gvévveg EußdAwusv 
P , f , d , E , , A ji , \ 
ro Gergíov Eis ıpuygöv, eloehevoeraı TO yurgov Eis av 
ind T0 © yaoav dıa vOv Ev aüro ToumnucTovV" 170 de 
Hegudv 0v over dia To nepgayucvnv. eivaı mv K &va- 
zvonv. oUvoc ovv mzÀmoo9:.0Q0v xol Gugorígov TÜV qo- 
M c , a / Leyes AE: \ ? 
QOv, Ozoiav «v ovàousQ«a Qevoswv, AvnoouEv vQv xoc 
Eneivo TO uégog Avanvonv, Kal HEVoEı did vv TEVTNUATWV, 
Tod AEgog Eloxgıvousvov Óik rijg Avoryeiong Avamvong. Kal 
T0UTO monijsoptv , Gygug Gv Éxregov và uégog x&voO,. 





4 19900 M: (9uo? a ut solent. similiter p. 64, 11. 66, 14. 68, 8 
10 xaraiaßouevor M,: weraiefóusvov à 


20 


25 


Ev 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 63 


und x mit zwei Fingern zu, tauchen die Kugel in das 
warme Wasser und lassen eins der Luftlócher, 9$, los, 
damit die in der Halbkugel ßyd enthaltene Luft durch 
das Luftloch $ ausstrómt und das warme Wasser durch 
5 das Sieb tritt und die Halbkugel ßyd füllt. Dann 
. Sehliefsen wir das Luftloch 9 wieder und nehmen die 
Kugel aus dem warmen Wasser heraus. Diese làíst das 
Wasser natürlich nicht ausfliefsen, weil die Luft keinen 
Zutritt hat. Nun tauchen wir sie ebenso in das kalte 
Wasser und öffnen das Luftloch x. Wenn sich dann die 
Halbkugel «yo gefüllt hat, so schliefsen wir es wieder und 
heben die Kugel heraus. Diese ist jetzt mit kaltem und 
warmem Wasser gefüllt. Wollen wir eine von den Flüssig- 
keiten abfhefsen lassen, so öffnen wir das entsprechende 
315 Luftloch. Soll der Ausflufs unterbrochen werden, halten 
wir es ebenso wieder zu. Das wiederholen wir, bis alles 
ausgelaufen ist. Auf gleiche Weise kann man in dieselbe 


Öffnung $ mit einem Finger zu und tauchen die Kugel in das 
warme Wasser. Dann wird dieses durch die Lócher in dén 
20 unter der Öffnung « befindlichen Kugelraum dringen. Hat sich 
dieser mit warmem Wasser gefüllt, weil die darin enthaltene 
Luft durch die Mündung « entweicht — denn in den andern 
Raum unter der Offnung 9 kann das warme Wasser nicht ein- 
treten, weil das Luftloch 9 verschlossen ist —, so halten wir 
25 das Luftloch x mit dem andern Finger zu und tauchen die 
Kugel unter Öffnung von $' in kaltes Wasser. Dann läuft 
dieses durch die entsprechenden Löcher in den Raum unter 4. 
Das warme Wasser fliefst aber nicht aus, weil das Luftloch x 
verschlossen ist. Sind nun auf diese Weise beide Räume ge- 
.30 füllt, so lassen wir auf der Seite das Luftloch los, deren : 
Flüssigkeit fliefsen soll. Und der Ausflufs durch die Lócher 
wird beginnen, sobald die Luft durch das (entsprechende,) ge- 
öffnete Luftloch eingeführt wird. Dies wiederholen wir, bis 
jede Flüssigkeit der Reihe nach abgelaufen ist. 





16 zo (ante opaıeiov) B: zov CP 18 rovunuaıov B: 
tovznociov CP 27 x«l om. L: f. «ai del. 28 ózoi«v P: 
ózoiov BC: cum alteram L 


64 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKQ9NN A, 


To «Or ToÓxQ éx Tod «roO (opaıplov) xol oivov 
4 4 4 
M i| 

x«i t&epuov xci wvyoov xcl (AÀo vi, O0 Ev zQoctoo- 
ucQ9«, Avaraußdvev TE xol zooisoOc., Óómócov v xci 
Órav TEOLEWUEHE, zAsLÓvov ywou£vov TOV Óigo«y- 
uctov x«l vOv Ózüv, di Gv elg éxdGvqv yopoav 6 EN 

, \ , > , , \ 5 M 
ragsuninteı xci zAw é&eA«vevoa. | OUvava, Ó& Gti 
TÜV émixexeuu£vov Grouíov vrovawucte sive zt [ve] 
TO TEDYOg ToU 6WANVog z«g& TO (vo u£gog qégovca sig 
zog y69uc, & IN xevaA«uovóust'« voig barrdAoıg, OTav 
oreyvodv BovAmusda. Evexe Ó& Tod un Palveodaı Te 
Pula megıAmboucde dupdrsga Evi xoovviouatío, WOTE 
oUrOg Ooxsiv &z0 ToU KÖTOd 400vVod Gugórso« Qsiv. 


IX. 


Keraoxsvaßera Ó& xoi zooyovug mAEov xai &Acvrov 
Oyoóv Ósyóusvog xci zooicusvog Ort uiv mA£ov, Órà 


Eeorı dE TO aid Toon &% ToU aUrod speıglov cov TG 
Oegud Hal 'vyoo xol oivov N xol GAÀo TL bygóv, 0 v 
mocigdiuede, GvolouBivev TE xol moolsodeı, óztóGOv &v 
Hal ÖMOTEV zigoctoóuedo, mÀsióvov yuwouévav TÓv duapgay- 
ukrov x«l T@V ónàv, OU dv sig Endornv yoga ó co 
sagsuninteı Te wol mÀwv iwyogsí. Övvaraı de vri TÜV 
énixexouuévov oroulwv óg9à uiv sivot, Gg Eyeı iml vic 
Oevréong xoroygogqijc, vovnajutro Óà sivo Qvo megl TO veUqog 
Tod coA$Qvog mag& TO vo puégog qégovre sig vàg yopoc, 
& 013 xerakaußavousde roig dantbhoıg, Orav um Qsiv TO eig 
ixsivqv NV yaoav yoóv fovióusOo. Evsse Oi Tod um 
palveodaı T& ToVmNYuaTE megihnyöusde voro Evi %00V- 
vısucrio, (ors oUrog Ooxsiv dm Tod auTod xE0UVoD xol 
? , nrw 
Auporegn óciv. 

1 Kspaıglov) inserui. cf. lin. 16 4 Orov Scripsi: Ores 
(008? A) à» & ytvouévov T 7 [vs] seclusi. cf. lin. 23 


e 


10 


11 ndule M,: idule à — xoovvicuovío ex «oovrícuov. corr. A 


lior. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 65 


Kugel aufser warmem und kaltem Wasser auch Wein 
und jede andere Flüssigkeit in beliebiger Quantität und zu 
beliebiger Zeit schöpfen und daraus 
einschenken. Dazu stellt man die 
Scheidewände und die Öffnungen, 
durch welche die Luft in den ein- 
zelnen Raum ein- und wieder aus- 
strömt, in grölserer Anzahl her. An 
die Stelle!) der umgebogenen Mün- 
dungen können oben rings an der 
Rohrwand auch Löcher treten, die in 
die (einzelnen) Räume führen. Auf 
diese Löcher also drücken wir mit 
den Fingern, wenn wir sie ver- 
schliefsen wollen. Damit die sieb- 
artigen Löcher nicht sichtbar sind, 

fassen wir sie beiderseits mit einem einzigen Ausflufs- 

röhrchen (Fig. 9b) ein. Und so gewinnt es den Anschein, 

als ob beide Flüssigkeiten von derselben Ausflufsstelle 
20 kämen. 





IX. 


Man fertigt auch eine Kanne an, die eine Eine Zauber- 
kanne. Fig.102a 


grüfsere oder geringere Quantität Flüssigkeit auf- ^ unà 10b. 


1) Dafür b: 'Statt der umgebogenen Mündungen können 
es auch gerade sein, wie bei der zweiten Figur (Fig.9b), und 
die Löcher, welche in die einzelnen Räume führen, können 
rings an der oberen Rohrwand liegen. Eins von diesen Löchern 
halten wir mit den Fingern zu, wenn wir in den betreffenden 
Raum keine Flüssigkeit schöpfen wollen. 


14 ö& aCP: om. B 17 xoi (ante &AAo) om. L 18—19 


&voleudvsw ... zooctoopusüe om. CP 19 ómórov scripsi: 
önöte DB 19—20 et diaphragmata et foramina L (vs wo?) 

22 eivaı BC: om. P 23 debent (= dei) L 24 ad 
consueta loca defferentia L 25 comprehendenda erunt L 


27 &vi CP: om. BL 29 &ugórsou CP: &ugóveoov B 
Heronis op. vol. I ed. Schmidt.  : | 5 


66 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A 


0b éA«GGov, Gore xci 
Eyysousvov sig abroV 
olvov TE x«i VOcroc 
ört uiv x«Q«góv TO 
VOco Tooleohaı, Ori 
0i oivov (xguov, ÖTE 
0b xoüuc* Eorı Ó& N 
KATKOKEUN TOLCUT. 
"Eovo mzgoyórqgg 6 
AB dıdpoayua yov 
uécov vó IZ, iv Ó& 
To ÖLapodyucrı zt 
TO xÖTOS TOU Ayyelov 
163 Tov ANUdTıa Ev NIUD 
z&gupeoi; và E" éx Ö8 
Tod Hard OLwcusrgov 
TÓxov £v TO dLapody- 
uot, TOUTNUETIOV £670 
orooyyvAov T0 Z, Óv oo coAQgv 0i0c00 6 ZHO 
GvveGveyvouévog uiv TE ÓOwgodyuert, dméyov ÖE 20 
end TOO zvOuévog roO zgooy)rov focoyo xovrí ro H* 





Fig. 10a. 


à 66, 9—70, 6 "Ecvo mooyovqo ... Done — b 66, 23 
—'0, 24: "Ecvo meoyurns 0 AB Oidgooeyua Fyov uécov 10 
TA, iv de và diepodyuarı mag TO xorog Tod Ayyelov 
Tovniuara meoipeon Ta E' iv Óà vr diapokyuarı Tovvo 25 
(cro xol Ereg0v Toummua modg To wegen To Z, di’ oU 
coAnv dinodw 6 HZO ovveorsyvmutvog uiv và dLapady- 
uarı, antyov Ó& And Tod nudusvog Boayd xerk v0 H' r0 





14 &v 594 interpolata putat Dielsius: f. (xadaneo) &v 
n9uo. cf. p. 06,18. 68,8: 15 zregigeoij Vind. 120: zsoigeoijg a: 
(foramina) rotunda L: v. proleg. adnot. ad fig. 10 «rare BE 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 67 


nimmt und bald mehr, 
bald weniger in der Weise 
ausfliefsen lüfst, dafs sie, 
wenn Wein und Wasser 
eingegossen werden, bald 
reines Wasser von sich 
giebt, bald ungemischten 
Wein, bald eine Mischung. 
Die Einrichtung ist fol- 
gende. 

Eine Kanne «ß (Fig. 
10a) habe in der Mitte 
eine Scheidewand yd. Auf 
dieser seien an der innern 
Gefüfswandung kleine, 
siebartige!), kreisförmi- 
ge?) Löcher s angebracht. 
Auf der diametral ent- 
gegengesetzten Seite?) sei 
in der Scheidewand ein 
kleines, rundes Loch*) £, 
durch welches man eine 
Röhre 4$9 stecke. Sie sei in die Scheidewand eingelótet 
und reiche bei n fast bis auf den Boden der Kanne. Ihre 





1) In b fehlt das Wort 'siebartige". 

2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 10 in den Prolegomena. 
3) Dafür b: “am Ende? (Fig. 10b). 

4) Dafür b: “ein anderes, kleines Loch’. 


edit. Paris. 15—17 du óà tod xov&à dıdusteov vómov ex 110 
p. 70, 18 interpolata existimat Dielsius: idem 'f. £z, 08 (iv zo 
ÓLo.qocyuotu)" post rózov spatium vacuum circiter 12 litte- 
rarum in cod. Voss. 19 21 &zó om. T 


23 &yov P: £yov BC pécov om. L 24 r0 «)rog BC: 
tod xorove P (ov et ovg e corr.) 25 rovanuare B: revrn- 
ucrıe C: rouanuerı P 27 ovveoreyvwousvog P 

5* 


63 HP2NOZ AAEZANAPEQOQY IINETMATIKSN A. 


v0 08 Ere00v «ÜroU orTöuov TO © ovvreronodn To 
vtÓysu TOO zooyUrov Oxo r0 Or(ov, @ OVVEOTEYVOOFW 
T0 @tiov xoiAov Ozcoyov x«i &yov voUzqu« éx o0 
éxr0g uégovg ToO @riov To K, O0 xovcAqvóustüw« To 
O«xvóAo, brav den. éàv oov x«vaAeóusvot To dıadyıov, 
os elomraı, éyy&couev elg TOV NOOXUTNV, TO éyyeóusvov 
eis mv ózig TO dıdppayua ynoev uevei did TO un 
ÖVvvaodaı Hıa Tod qOuoD sig vQv broxdıw xyopoxv 
evsydivaı' 0b Övvaraı Ó$ dia To un CAAqv Eysıv 
dıeEodov N Av did Tod K Oixvyíov. Óvav oov &vé- 
Gouev TO ÖLadyıov, TOTE XWoNos TO vygóv sig mv 
Üroxsiıuevnv XRoav, x«i Tore zÀ£ov Otero. 6 zQoyU- 
ng. &àv 00V MooEPYERVTES vOv oivov, Govt zÀqoo- 
Ynvarı mv TBA yaoav, xevraAoBowstbe To dındyıov 
xci Errıyemusv VOoo, oO un) utyj, GAÀ Örav uiv x«ra- 
óroéousv TOV TOOXUTNV, xo9uoov zooxosva, TO UÓcQo* 
örav Ó& &vécousv TO dıadyıov Erı Tod ÜÓcrog Ócovros, 


ÖE fregov abrod Orouıov r0 © cuvrevonoOc TO Teuyeı voU 
stQoyUrOV 0 TO WTiov, O GvvecreyvoGOo xol v0 críov eig 
Soie Me TEGkeUCGÉVOY Kal &40v Toumnun xcrà To Exrog 
18905, ro K, 0 varehnpouede To danrühg, Ürev den. ékv 
odv rerehußöuevon To duabyıov v0 K £yyéuev eis vóv 7:90- 
qUTrqv, TO £fyytóusvov eig r0v Omio TO Ouipooyuo vómov 
uevei dia TO un ÖWvaodaı Ói& TÜV Tovmnudınov sig mv 
xir ymoav Eveydivar o0 ÓO)voro, Ó8 dia To un Eyeıv 
&AÀqv dıEEodov N dıa tod K diavyiov. Üvov Oi dv@usv TO 
dLadyıov, TOTE XWONGE TO Vyoov Eis Tiv xdro ymgav, Kai 
zÀfov Ötgeraı 6 mooyUrng. àv de mposyyíoavveg vv oivov, 
DOTE zoo ivo mv I'BA qoógev, xorodofoipeOo ro dıav- 
yıov Kol enu éouev vg, uzvei eig viv &vo aegav &uıxtov 
To olvo' si yàg HaTaoTgeyonev Tv goyóniv , xo Qugbv 
moo(jGsto: To Ü0co' ci 0i Avnoousv xol To dıavyıov Erı Tod 
voaTog Pxysouévov, émiggeícst xol Ó oivog, Kal yevuGerot 


10 


15 


e 


10 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 69 


andere Mündung 9 durchbreche unterhalb des Henkels die 
Wandung der Kanne. Der hohle!) Henkel, der aufsen mit 
einem Luftloche % versehen ist, sei an die Röhre «£9 
angelótet. Das Luftloch können wir, falls nötig, mit dem 
Finger zuhalten. Schliefsen wir nun, wie gesagt, das Luft- 
loch?) und giefsen etwas in die Kanne, so bleibt das, was in 
den Raum über der Scheidewand geschüttet wird, am Orte, 
weil es nicht weiter durch das Sieb?) in den unteren Raum 
vordringen kann. 'Das ist deshalb nicht möglich, weil die 
Luft keinen andern Ausweg hat als durch das Luftloch x. 
Öffnen wir aber das Luftloch, dann wird die Flüssigkeit 
in die untere Kammer gehen, und die Kanne gewinnt 
alsdann Raum für eine gröfsere Quantität. Wenn wir 
nun zuerst Wein eingiefsen und damit die Kammer yßd 
füllen, dann das Luftloch zuhalten und Wasser nachgielsen, 
so wird sich das Wasser gewils nicht mit dem Weine 
vermischen*), sondern wenn wir die Kanne umkippen, läfst 
sie reines Wasser ausfüefsen. Lassen wir aber das Luft- 
loch los, noch während das Wasser ausstrómt, so fliefst 


1) Statt dessen b: “röhrenförmige’. 

2) Nach b: “das Luftloch #’. Die Worte “wie gesagt” 
fehlen in b. 

3) Nach b: “die Löcher’. 

4) Dafür b: “wird das Wasser in der oberen Kammer 
bleiben, ohne sich mit dem Weine zu vermischen’. 





9 f. zo (vóv aeg) 15 un om. T 16 eroéwousv T,, 


corr. T, noonostaı M: mooioeraı a 
19 à... @tiov CP: om. BL 20 xortoxtevacuévov C: 
xoraoxevoocuévovr BP 22 quippiam (= c) infundamus L 


25 f. r0 (rv deoa) 29 quousque -c-b-d- locus repletus sit Li 
32 x«i om. L 33 £&yysouevov B 


70 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N A, 


ETLOGEVOEL xol 6 oivog dıd TO sig TOV xevotusvov vózxov 
&£p« Avrınarahhdkoosodeı did Tod ÖLavylov, sivc x«- 
Daoog 6 olvog HvYioereı. EEsorı Ób xol MOOEYYERVTE 

1641 P0 xol rooxaraiaßovra To bıadyıov | oivov éxvy£sw, 
Gore Toig uiv xo9w«o0v zQofG?9«. olvov, oig Ób xoüuc, 5 
oig 0$ x«l BovAdusda Lunaikev, VORg. 


X. 

Korwoxsvoterer ÓS x«i Gqoioc xo(Ag N ErE00v &y- 

- . e« , \ e \ 9 [4 4 er 
ytiov, tig 0 &yyvüév vOygóv &vozitGevuu. tlg TO Uwog 
abröuerov x«l ueri (Meg moAANig, WOTE TÜV xsvodive, 10 
x«(/roL Tijg qogüg «ovg Yyıyvoucvng TaOR qGiw sig TO 
&vo u£gog' Eorı Ó& N x«vaGxevi) TOoLKÜTN. 

"Eóvo opaio« XWo0Vo« wg xorÓAag i$, TO TtÜyog 
&yovo« Tod EAdouatog GvTtQeÓv, WOTE Ozouévew civ 
u£AAovo«v Tod G£gog z(Aquow yevsodaı" £óvro Ó& «Ur 15 
e , 2 e , A 1 
q» AB xsıuEvn éxí vwog ozooz&tgíov Tod I" rovny- 
O9tíong .Ó& cÜTio x«r& TO vo u£gog coAQv Óuóo98c 6 
AE é&néyov And voU xovà ÓiéusrQov vózov ToU TQv- 
xoGue dıa TO tig vv xevoUusvov vómov ga tioxoivscQo, 
dic ToU dıavylov' usrà de TO ÉwyvOdvor TO ÜOcQ xgorog 20 
6 oivog svnosreı. EEsorı Ób wol mosyytavra v0 dÓco, sivo 
zaralaßovra To Óivóyiov olvov éimwéínuv, Gor voig uiv 
xo9ugóv mzooícQo. oivov, oig Óà xou, oig dt BovióusOo 
Zunelgcı, Ü0oo. 

a 70, 13—72, 14 "Eorw opaion ... dıesodov — b 70, ss 
26— 72, 27: ’Eotw cqotow qo00Üc« 6g xor)Aeg S, Eyovoa 
M m m , 
0t TO vtÜyog Tod EAdouarog Grsotóv, (Gre Avriysiv mgüg viv 

"d 
u£AAovcav yiveodaı milmoıv ToU d£gog' xol foro 4 AB 
xeuuévm imi vwvog omocmeigíov tod I" Toummdelong de o)vüc 
Kork TO vo uígoc coAqv óu0090 0 AE diméyov do vov 30 
ztvOufvog, Ücov ÜÓocri OudoovGiv eivaı, Omegéyov Ob sig To 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 71 


auch der Wein mit aus!), weil durch das Luftloch in 
das entstehende Vakuum Luft zum Ersatze einströmt. 
Darauf?) wird reiner Wein auslaufen. Man kann auch 
zuerst Wasser hineinschütten und dann erst, nachdem man 

5 zuvor das Luftloch verschlossen hat, Wein zugieísen, dafs 
die Kanne den einen reinen Wein spendet, anderen ge- 
mischten Wein, denen aber, welche wir zum besten haben 
wollen, blofs Wasser. 


X. 


10 Man kann auch eine Hohlkugel oder ein anderes Mie 
Gefüfs?) herstellen und eine Flüssigkeit hineingiefsen, Art Herons- 
die dann von selbst mit grofser Gewalt aufsteigt und P^. Fig. 1t- 
ganz ausgespritzt wird, obgleich ihr Auftrieb nicht natur- 
gemäls ist. Dazu trifft man folgende Einrichtung. 

15 Man nehme eine Kugel, die etwa sechs Kotylen (= 1,65 1) 
fafst. Diese sei mit einer widerstandsfähigen Metallwand 
versehen, dafs sie den voraussichtlichen Druck der kom- 
primierten Luft auszuhalten vermag. Das sei «ß (Fig. 11), 
auf einem ringfórmigen, wulstigen Untersatze y stehend. 

39 Man bohre oben in die Kugel ein Loch und stecke ein 
Rohr de hindurch, bis es fast auf den dem Loche diametral 


1) Zusatz in b: “und es bildet sich eine Mischung’. 
2) Statt dessen b: “Nachdem das Wasser abgeflossen ist". 
3) Zusatz in b: ‘von beliebiger Form’. 





11 yıyvousvns A: yıvouevns GT 14 &yovox om. T 


8—9 Fre00v &yysiov a: &yysiov olovdnjnors oyfu« &yov bL 

11 aöra: ipsius L ^ zmoo& Pvow yıvouevns ir. b 23 xoS«- 

oüs B Bovióus)a CP: Bovious)« B 24 éuxcitc, om. L 

27 tod EAdouarog: expulsivum L 28 müqow ylvsodaı tr. CP 
30 &zà P: om. BC 


16 


en 


12 HPRQNOZ AAEZANAPEQSZ IINETMATIKSN A. 


zwuetog 0cov V0«rog Ówoovoiv, vozsoéycov Ói sig To 
(vo ué£gog Tijg opeious Poayd x«i cGvovsovsyvoutvog 
xuv(& TO rQUzqu« TQ TEÜyEL Tijg opalous. GxitéGQc de 
T0 (vo oTöuLov adrod sig Óvo coAijvag rove AH, 1Z, 
oig émuxoAAcGOcGav Ereooı GoAQvsg Óvo TAdyıoı oi 
HOKA, ZMNA ovvreronusvo, Toig AH, A4Z* Ereoog 
0à 6 IIO cvvsouqoícóo roig HOK 4, ZMNE rerov- 
zxuévog xal oorog x«và và Ev voig HOK 4, ZMNE 
rovaiuare xci &yov GoAmvéguov zgoxs(uevov ógfguov 
to P2 ovvreronusvov covO xci sig uxgóv cvvqyu£vov 
óróuLov xczà TO 2. é£àv oov émueóusvor tod ZP 
GoAXvog émióroégousv Tov IIO owAiva, &zxoxAsio01j- 
vera Ta xoTréAAQA« xeiueve vovznjucTO, QOTE TO UEAAOV 
avanızEsodeı oyoov uuxéru Eysıv | óc£&£oÓov. xateío90 


&vo uígoc Tic Ggoíoec poeyv Hal Gvveoreyvouévog xor 
To rouzmue TÓ Tedzeı Tij opeigag. oyıLeodw de ro &vo 
oroulov cUr0U sig Óv0 coAiveg vovc AH, AZ, oic éni- 
xX0ÀÀGGOc0Gav éreQot coàÀivec Óv0 0pO10L LA Tivög, eizo 
Ertinaurntousvor zoüg GAMjAove, 0 ve HOK A4 xol 6 ZMINAS, 
ovvreronusvor roig AH, AZ, Ereoog 02 6 IIO Eis aui 
ou&vos tois HOK.4, ZMNE, sevovsuévoc xol otrog ix 
zÀey(iov «or& rag Ev roig HO K A, Z M N & dnonsgarwoeıg xol 
eov soAmvaguov 1g00RELuEvor xev TO uécov ügOtov :0 PZ 
cvvrergruévov evrÓ #al eig puxoóv Gvvxyuévov ‚Srönov Xo 
T0 3. £àv ovv émiefóusvor tod XP oco jog éruGroépouey 
10v IIO coijvo, togoAAdSovor và xováAAqAo xsiusvo vor uoo, 
(6:5 TO uéAÀov Avanızfeodaı Dygóv un Pysw dıeEodov. 


4 rovc Vind. 120: Tob à — 5 oí Vossian. 19: na .8*& 
Vind.120::0 a° 9 Tov Lco Vind. 120: zovanuerı a. cf. infra 
p. 74, 12—13 mgOxElLEVOV GT: »eiusevov A 11 oo Par. 2512 

14 nateiodo Mb: zadncdo A 


15 ovveoreyvauevov C: ovveoreyvaouevov P 17. 18 dvo 


B: p C 20—21 f. evvscurno(c9 o 23 zooonsiusvov BC: 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 753 


gegenüberliegenden Boden reicht, aber noch Wasser durch- 
fliefsen läfst. Oben gehe es über die Kugel etwas hinaus 
und sei in dem Loche mit der Kugelwandung verlötet. 





n 


v 
B 


20 


25 








Die obere Mündung 
des Rohres verzweige 
sich in zwei Róhren 
ó«q und d$, auf wel- 
che man zwei andere, 
nach dn und o£ offene 
und dazu querstehen- 
de Röhren n9%4 und 
£uv&!) lóte Eine 
andere Röhre zo sei 
luftdicht in 4; 8x4 und 
&uv& eingeschliffen, 
habe?) gegenüber den 
Bohrungen?) in n®#4 
und $uvé$ gleichfalls 
Lócher und sei mit 
einem kleinen Rohre o 6 
versehen, das recht- 
winklig^) davorliegt, 
nach der Róhre oz 
hin offen steht und bei 
c in eine kleine Mün- 
dung ausläuft. Fassen 
wir nun die Röhre og 


und drehen die Röhre zo um, so werden die mit einander 
korrespondierenden Lócher gegenseitig abgeschlossen, so 
30 dafs die Flüssigkeit, deren Auftrieb erfolgen soll, keinen 


1) Zusatz in b: 'die bis zu einem bestimmten Punkte 
vertikal aufsteigen, sich dann aber gegen einander umbiegen’. 


2) Zusatz in b: “seitwärts’. 
4) Zusatz in b: “in der Mitte'. 


additum L: zgoxsiusvov P 


(= xeveAMjAoc) L 


3) Dafür b: “Enden’. 


26 xorcAAQAo: consequenter 
tenuare BC: rounruare P 


74 HPQ9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


ÖE x«l Ereoog 0@ANv Ev vj) Opelon 6 TT i£ Tıvog 
TOVTNURTOg ézmuteqocyuévog TO x&vo OröuLov TO €, 
ix 08 vOv zAcy(ov voónxquc« &yov 6TrQoyyUAov TO X 
zupl rov zvOuéve, @ z9o0xt(G00 HAsıdlov và xcaAoU- 
usvov zc«o& “"Poucloıs &6Gígiov, oo TV xovuGxsvv 
EENg épotusv: Ereoog Ó& coAmv 6 WR xudElodn Gcvv- 
z0unoLousvos TO TOT. éàv oov dvaondoavres vOv 
YVN goAive iyyéousv sig rov TTO coàAQve voyoóv, 
glosAevostaı eig TO ceÜyog Tijg Opaioaug did Tod X 
Tovzjuerog Avoryousvov Tod KAsıdiov elg TO £Gc WEOOS, 
Tod &£pog éxyogobvrog did vOv £v và OII owAnvı 
tloqu£vov TOVANUETWV xci xsuu£vov Hark và Ev Toig 
H®KA, ZMNE coAio. vrovzxuere. Óvav oov di 


10 


e , J e - M ec ^ 2 , No 
quícoug y&vqv«. N Gpe«ioc roO vyooD, éyxAUvOUsV TO 


ZP owAnvidıov, Govs zageAAdEa,. và nardAAmia x&i- 
ucv« vrovmuera' sivc xc0i£vrsg vov PA goAQv« Ex- 
$A(Bousv OU «oroD rov iv To TTO cow évaza- 
Aquuévov dEga TE xci vOygóv, Og IN ywonos sig TO 
TsUyog Tijg Ogaíoug Ói& Tod #Asıdlov were Piag did 
T0 NV opeigav aANjon Elvaı dEVog TE x«l OypoU. 
yiveraı oov 1] eloxgıoıs Kard miAmoıv TOD &£oog Gvvsg- 
yousvov sig và mze«gsuzemAsyuéva uerabd KbTod xsv 


a 74, 13—76, 15. örev 00V ... ÉxxoovoO vot d = 
b 74, 94:5 16, 32: üvev ovv di’ quícovg vüjc spalgas yévq- 
Ta TO ©yoov, duo by r0 PX owAnvagıov, (Gre megoA- 
Adsaı r& xoereAMQjAoG xs(usve vovmaiuore, Kal xoOiévreg TOV 
PN coAgvo éxOApousv di’ adrod róv iv và TT cow. 
Evarseılmuusvov Gíge TE xol óygóv, Og xal «ooo els To 
Tedyog Tíje opalgag dıc tod aAsıdlov uera Plus did vo viv 
Spaiouv canon elvaı dígoc TE xol ygoi. piveran 00v j 
eloxgıoıg Hark t(Àmow TOD Goog Gvvsgyouévov sig cà 
magsumenheyusve uerasd abrod xsvdá' elta mw &vacmá- 


run 


5 


$: 


2 


e 


e 


C 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 75 


Ausweg hat. Nun stecke man durch ein (seitliches) Loch 
in die Kugel noch ein anderes Rohr (Kolbenrohr) rvg, 
dessen unteres Ende g verschlossen sei; doch habe es seit- 
würts dicht am Boden ein rundes Loch 4. Vor diesem 
liege ein Ventil, das sogenannte römische Assarium (Klappe), 
dessen Einrichtung wir weiter unten (S. 77) beschreiben 
wollen. In vor setze man ein anderes Rohr «po (als 
Kolben) luftdicht ein. Wenn wir nun dieses aufziehen und 
in das Rohr zvg eine Flüssigkeit gieísen, so tritt sie durch 
das Loch y in den Hohlraum der Kugel, indem das Ventil 
sich nach innen öffnet und die Luft durch die erwähnten 
Löcher in der Röhre oz austritt, vorausgesetzt, dals sie 
mit den Bohrungen in den Röhren 79%4 und £uv$ korre- 
spondieren. Ist nun die Flüssigkeit bis zu halber Kugel- 
höhe gestiegen, so lege man das Röhrchen oo um, dafs 
die einander entsprechenden Löcher sich verschieben. Indem 
man dann den Kolben so niederdrückt, presse man die 
in dem Rohre zvg enthaltene Luft und Flüssigkeit hin- 
durch. Diese (Luft bezw. Flüssigkeit) kann natürlich nur 
mit Gewalt durch das Ventil in das Innere der Kugel 
treten, weil diese schon mit Luft und Flüssigkeit gefüllt 
ist. Die Zuführung von Luft wird also durch eine Ver- 
dichtung der Luft (im Innern der Kugel) ermöglicht, in- 
dem diese in die mit ihr verflochtenen Vakua tritt. Zieht 


4 o AGb: óc T 6 xo9cícüo Mb: xo9ío9v a 10 &vor- 

youévov Mb: &vswyouévov a 11 év và Vind. 120, bL: om. a 

coAiv. A Gb: coAávsg T — 14 éyxAe(vousv Vind. 120 16—17 
éxOMouev Vind. 120. 


3 tod zÀey(ov b gov BC: £yov P 7 rvp bL 

10 síg rd fco weoos: ad exteriorem (interiorem Mutin. lat. 

XVII GG 25) partem L 11 «ci vo9 b 12 xol neıuevov a: 

iwxewuévov b (om. xoi) 13 rovzuere ACP: rovanudrov B 

. 96 xoeraAMjAos BC: «ovdAAmAe P: consequenter L 28 0g b: 
humiditatem quae (= 9) L; cf. infra p. 78, 16. 31—32. 33 


16 HPRQNOZ AAESANAPERZS IINETMATIESN A. 


site z&Auv dvaondoavres vov PN aoASve, Bote nAn- 
oo9iv«, vv TTD coAiv« &£gog, z&Aw nadEvreg TOv 
PN coAWve Elioxgıvodusv Ev vij Opaioa vov elonuevov 
&£o«. Hal ToUro zÀAsovíxig MoLodvreg EEousv év rij 
6gaío« moAdv zezLANuEvov &£gc' Ortı yàg 6 sloxowvó- 
uEVvos ANGE &vacoz«ct)évrog Tod EußoAswg oo za«gs&éo- 
yEraı, YPaveoov Óu& To TO xAsıdlov Om coroO0 Eowdrev 
DAıßöusvov amonsnkeiodea. | ijv obv vacrotcUpousv 
záAw To PZ oWwAnmvidıov, Bote ópg890v yeveodaı xal 
ví TovnYuare xcrcAANA« HEiodeaı, TOTE Avantvorn- 
Gera TO vyQóv, TOD zemLANuévov &£oog YEOouEvov tig 
ov Äidıov Óyxov x«i $4/(Bovrog TO QOygóv TO Üno- 
xelusvov. EV oov zàs(ov N) 6 merıinusvog dio, zv 
EEeAaosı TO vDygóv, BoTE x«l vOv breonisoveßovre ovv 
TO vyoQ £xxogovoOWvoi Goa. 


AT. 


To ó& siggu£vov d6odpLov xevaGxevátera, obrcg' 
ÓvUo zÀLvO(a xcvcoxsudteruL yéÀAxea TreTQUycve &yovte 
Endoryv zAsvoGv (Gg Ó«xvóAov évóg, TO züxog Ö8 


Gouev r0v FR coAQvoe, Bote nmÀqooOivor i&o9cv vov TT Ó 
GoÀ$ve G£goc, x«l ahıv KadEvres róv PN owAnve sic- 
xguvoUuzv Ev vij Ggoíoe TOv ciomuívov Aion. xol voUro 
zÀtovéxig moiodvreg EEousv iv vij Ggaíoo noAdv foa memi- 
Awuévov' Or. y&g 6 slioxowópusvog cmo G&vecszouévov TOD 
?, , , , \ \ \ M , „ 
zußoAiwg oU nwgsgepyerai, pavsoov dıa TO To nAsıdlov E0w- 
9cv uiv OAfóusvov Avolysodaı, EEndev de aAslsodeaı. Eav 
A , , \ , er , \ , 
0? &vaGrQéwousv TO PZ owAnvidıov, Gore 0g90v yevscdaı 
M \ Pa /, ^ y ’ , 
X«L TR TOVTNUaRTE xevcÀÀmÀe xeioQoL, TOTE KVANTVOINOETAL 
r0 ©Y00v, roO meriAnusvov Géoog yEouEvov sig Tov LdLov 


10 


15 


, 3 
Oyxov nal QAí(Bovrog ro Onoxs(usvov Oygóv. dàv ovv mÀsítov 30 


n 6 memimuévog ano, müv 2Esidosı TO Oyoóv, Bote xol Ó 
Öneonisovdlwv O70 GUv TO yoQ ixxoovcoOncsroL 
0 ng 4 700 9 N : 


DIE DRUCKWERKE. HERONS VON ALEXANDRIA. I. 77 


man dann den Kolben «yo wieder auf, dafs sich das Rohr 
rvo') mit Luft füllen kann, und drückt ihn darauf aber- 
mals nieder, so prefst man die erwähnte (von aulsen zu- 
geführte) Luft in die Kugel. Wiederholt man dies öfter, 

5so bekommt man in der Kugel eine Menge komprimierter 
Luft. Denn dafs die hineingeprefste Luft nicht entweichen 
kann, selbst wenn der Kolben aufgezogen ist?), leuchtet ein, 
weil das Ventil infolge des inneren Luftdruckes geschlossen 
bleibt.°) Richten wir nun das Röhrchen oc wieder auf, 

10 dafs es aufrecht steht und die Löcher einander gegen- 
überliegen, so wird die Flüssigkeit nach oben gespritzt, 
da die komprimierte Luft sich wieder auf ihr ursprüng- 
liches Volumen auszudehnen sucht und auf die Flüssig- 
keit unter ihr einen Druck ausübt. Falls nun die 

15 komprimierte Luft in grófserer Quantität vorhanden ist, 
bringt sie die ganze Flüssigkeit zum Ausflufs und treibt 
zugleich mit der Flüssigkeit auch noch die überschüssige 
Luft hinaus. 


IXI. 


20 Das erwühnte Klappenventil (Assarium) stellt Das Klappen- 
. 2 : ventil. Fig.12. 
man folgendermaísen her. Man fertigt zwei vier- 
eckige Bronzeplatten an, von denen jede Seite etwa einen 


1) Zusatz in b: ‘von aulsen’. 

2) b: “aufgezogen wird’. 

3) Dafür b: “weil das Ventil durch einen Druck von aufsen 
(handschr. von innen) sich óffnet, dagegen durch einen solchen 
von innen (handschr. von aulsen) sich schliefst". 


2 f. (xol? mdAw. cf. lin. 21 6 éufloiéog M: évfoiéíog a 
10 &veniecünjosvou M. 18 mAetov M: nieio a 14 é£e- 
Ades. Vossian. 19: é£eidog à 19 £vüg to uíj«og ed. Paris. 


18 xaraonevagernı Óv0 mzÀwO(a vsvodycovoa yahncı Eyovra 
Oirob xdins om. L 19 &xdovqv: wtrumque (latus) L 
25. 26 f. Esodev et £&oUsv inter se permutanda 27 dn BC: 

0$ P: itaque L 31 EEeidosı BCL: Z£eAevoeı P 32 óyoà om. B 


166 


18 HP9NOZ AAEZANAPE9X IINETMATIKEN A. 


BorEgEl oTadung. cvoUv« ON Epaguoodevra ÉmdAAwA« 
ara TO nAdtos Oumoißeraı, Tovreorı AtLoUTQL, DOTE 
eis TO uerabd «rv urs &ég« uNjte vyoov TAQEN- 
inte. 

"Eovo 0i vaUva và ABIA, EZHO: £v ó& adr@v 
to EZH O rerontaı Hard wécov ovQoyyUAQ ToNuaTı 
viv ÓucuevQov ... @g Óc«xvóAov voírov: | Epyapuoodeiong 
08 tig AT mzAsvoüg émi mv EO, ovAlaußdveraı zoog 
Ania Ta zxÀwO(« Groopouet(oug, Gore Tag Asiag 
eripavelas vv zAwO(ov &AAM(jAcug égmouoxévat. Otav 
ovv BovAmusdea di cOrÀv Evspoyeiv, ÉmiuxoAAQTaL TO 
EZHO mAwO(ov và ronjuerı, Óv od. (ov dega 1| 
vyoov tiocO0oUusvov Ósvevau GoTfysuwv: dıd yàg vijo 
Óóuo)0160s09 TO ABI mAwO(ov dAvolysraı sbAUTOg 
Kıvodusvov ÖLE vTÓVv GToogouceríov xci Ófysruu TOV 


cst d \ \ c / a EJ , \ Y > 
&ég« Aal TO vyQÓv, Og Amoxkeieraı sig TO 6TEYVOV Ay- 


a 78,1—80,2 reüte 07] ... eiowdeireı — b 78,18 
— 80, 19: vo)rov Erdregov Kara rag Emıipavelag cumnoltevou, 
» m ’ ^ ct , ’ / , 
nyovv keiodraı CGxoiBOg, Gore Tıdeusva émdÀMQÀa Epaguo- 

MI , m M 9 y FM i , e \ 
Seodeı xe iv và uevobo cUrOv uNTE &éoa ure vyoóv 
ÓvvaGOonL nageunintev. 

"Eor:o d& ro)0ra 16 re ABTA xoi v0 EZH O0: $v óé 
corüv v0 EZHO vergüjoO0c xar& uécov Grgoyy(Ào TENueTL 
viv Öidueroov Eyovrı dsl voírov ÓcxvóAov. Zpapuoodelong 
à] ng 44 nAevgüg eni mv E®, svAhaußeveren "oos 
&AÀqÀa và mÀwvOLa Grgogouer(orc, WOTE Tag Aslag Erripavelag 
:üv mÀwOíov GAMjAeug igeguóftuv.  Ovav ovv Bovióusto 
di’ c)rOv Evepyeiv, Enınolläreı v0 EZHO mwS9íov To 

, ? A Nm tod c ^ A xe \ > - - \ \ 
ronueri, di ov N Ó cmo N ro Oygóv elowdeiraı’ Oi yàp 
ns Elomdnoeng r0 ABI A mAwOíov wolyeraoı edAörwg 
XwvoUusvov ÖLE TÜV Groogoperíov xcL Ötysrar vOv &épo Hal 
To OygÓóv, ürıva dnoxkelovrar eig TO Greyvüv Ayysiov. wi 


^^ N 


on 6 ovumimdeig Evros mo N v0 Oyoóv fmràv mv £o 


10 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 79 


Daktylus (Fingerbreite = 2 cm) miíst und so dick wie 
ein Richtscheit ist. Diese verpaíst und verschleift man 
auf der Breitseite so mit einander, d. h. glüttet sie sot), 
dafs weder Luft noch Wasser dazwischentreten kann. 
5 Diese Platten seien «y (Fig. 12) und e£n®. In die 
Mitte der einen Platte e&n® bohrt?) man ein rundes Loch, 
dessen Durchmesser etwa ein Drittel 
eines Daktylus ausmacht. Ist nun 
die Seite «à der Seite £9 angepalst, 
so verbindet man die Platten mit 
Hilfe von Scharnieren?) so mit ein- 
ander, dafs ihre polierten Flächen 
genau auf einander passen. Will 
man die Klappen nun praktisch ver- 
wenden, so lötet man die Platte ££q 9 
auf dasjenige Loch, durch welches 
Luft oder Flüssigkeit hineingeprefst 
Eg und mit Hilfe des Ventils abge- 
schlossen werden kann. Durch den 
20 Druck wird nämlich die Platte «870 geöffnet, die mittels 
der Scharniere leicht beweglich ist, und läfst die Luft und 
die Flüssigkeit eintreten, welche dann in dem luftdichten 
Gefüfse abgeschlossen werden. Die (komprimierte) Luft 





1) Zusatz in b: 'sorgfáltig". 2) Dafür b: “bohre’. 

3) Zu Scharnieren (Strophomátia) verwandte man gern 
Knochenröhren, wie sie in Pompeji in grolser Zahl gefunden 
sind. Vgl. Overbeck-Mau Pompeji S. 425. 





7 


f. <&yovrı) óg. cf. lin. 24 11 BovAnusda G: Bovio- 
used AT 


18 Exdregov ex Exazege corr. B: &nateoa CP 19 Gore CP: 
os B 23 uécov CP: ro uécov B 25 ovAlaußaverau BC: 
ovAaußaveodeı P 27 égmouótew P 29 ronuarı CP: vov- 
züuerı B 30 síco)6to6 BC: intropulsionem L: dıadnoeng P 

31 xol (post &foe) CP: n BL (aut aerem aut humidum) 
32 eveyvóv BL: orevov GP 38 ön P: óà BCL 


80 HPRNOZ AAESANAPERZ HNETMATIKRN A. 


ysiov avregeidov và ABI aAıwdıdio xoi &zoxAsiov 
v0 voXuc«, di ovo 6 No Elowdeitaı. 


XII. 

’Eri tıvov ouv zvgóg Yvuradevrog và ze«ge- 
x&t(ueve Eodıan GzévÓswv' Karaorsvakereı ÖE oro. 

"Ecvo Bdoıg, Ep qe Fovqxs và Eodıa, n AB I1, Ep 
ns égsoríro Bwuog 6 EZ crsyvóg zavrayóOtv: xcl 
«Ur» Ó& 5 Bácig Greyvy Eorw Ovvreronuevn v ouo 
xc«v& T0 H- dia Ó$ tig Bíoscog coAqv dınodn 6 O K 4 
&zéycov uiv And Tod zvOu£vog Tijg Pdoswg Boayd xcv 
to A, GvvverQquévog 0$ TO quaA(Q, 0 aareysı TO CgLov 
xc&v&ü T0 O" £yxeyóo0c Ó& sig nv fdcw did TIvog 
tovayuarog Tod M oyoóv, 6 werd nv Éyyvow Gz- 
óveyvóGO9o. àv oov iml vo EZH Pwuod mug &va- 
x«v0ij, Ovußniosreı TOv Evrog &£g« Aemvvvóusvov oi- 
ysodaı eis viv Bécw xci éExQA(Bswv TO Ev ari) oygóv: 
ToUro Ó& un éyov üAAqv Avrınsoloracıv KwoNosı dLd 
gtógetv ade 10 ABI'4 mAwOtov, xol Epaguoböuevov voto 
ro EZHO xin vQv &£odov. | 

a 4—5 'Ení wvov Boußv ... otro; — b 21—22: 
’Eri vwov fouüv zvgóg &vegO£vroe và magıordusva Cau 
Ooxsiv GmévOsLv. 

a 80, 13—82, 4 0 were mv fyyvow ... &vaxalqvot 
— b 80, 24—82, 8: 0 foAonó rıs àv Óó&ou ro fo0iov 
onévüzw, nei uera Eur Eyyvoıv er To rodmnue. 
EV ovv émL TOU couob x09 GvogpOTn, cvupauosrer 
Tov évróg Gég« dur oc Bay) Moni Kal 
EndAlßerv v0 iv e)vij Oyoóv' roüro de um Eyov GAMQv &vu- 





4 tivov M: vivo a 7 f. (xol. Bouög 10 uiv om. T 


\ a 


11 0 b: am ım (phialulam) L: & ex 0 corr. A: € GT 12 68 
om. G 14 s&n a: e£ Paris. 2512 


10 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 81 


(bezw. die Flüssigkeit) drückt aber gegen das Plüttchen 
«Byó und schliefst das Loch ab, durch welches die Luft 
hineingeprefst wird.!) 


XII. 


5 Wird auf gewissen Altären ein Rauchopfer an- DAS Or 
gezündet, so sollen Figuren, die daneben stehen,?) “Flüssigkeit 
ein Trankopfer darbringen. Das führt man folgender- srmte Luft) 
malsen aus.?) Fig. 13. 

Die Basis, auf welcher die Figuren stehen, sei «y ó 

10 (Fig. 13). Auch ein von allen Seiten luftdicht verschlos- 
sener Altar e£ stehe darauf. Die Basis selbst sei auch 
luftdicht; nur stehe sie durch eine Öffnung bei n mit 
dem Altare in Verbindung. Durch die Basis stecke man 
eine Röhre 9x4 so weit hindurch, dafs sie bei A fast auf 

15 den Boden der Basis reicht. Diese öffne sich nach einer 
kleinen Schale, welche die Figur bei 9 in der Hand hält. 

In die Basis giefse man eine Flüssigkeit?) durch eine Óff- 
nung u, welche nach dem Eingiefsen wieder zu verschlie- 
(sen ist. Wird nun auf dem Altar en Feuer angezündet, 

20 so ist die Folge, dafs die Luft im Innern sich ausdehnt, 
in die Basis strómt und auf das darin enthaltene Wasser 
einen Druck ausübt. Da dieses keinen anderen Ausweg 


1) Statt des letzten Satzes hat b: “Wenn nun die kom- 
primierte innere Luft oder Flüssigkeit sich wieder nach aufsen 
drängen, stofsen sie auf die Platte «ßyd. Dann legt sich diese 
luftdicht auf 267% und versperrt den Ausgang.’ 

2) Zusatz in b: “scheinbar”. 

3) Das... aus? fehlt in b. 

4) Zusatz in b: “welche die Figur scheinbar als Spende 
darbringen soll’. 


7 46a: gj b 10 &zó vro? zvO9uéivog om. bL 19 aAeleı 
Scripsi, claudit L: w«Aecew b 27 Aentvvousvov om. L 


fj 
28 cov P 
Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. 6 


| 


89 . HP9NOZ AAEEANAPE9Z IINETMATIKON A. 


tod @KA owAivos sig vo gQıakldıov. x«i oUrOg TO 
Endıov onslosı x«l Ent vocobrov, ig! 0cov x«i TO zo 
enixeıtaı" GfeGOévrog 05 Tod zvgog adAıv zeverar Gxév- 

\ ^ ” e (4 ?*^ \ ^ ? , 
167 dov. | x«& roro &ovot, OÓGcxug &v TO mx0Q Cvoxoinvet. 





Fig. 13. 


meglotaoıv qoos. Ói& tod OKA coMjvoc sig To gQiakldıov. 5 
XoL oUrog To Ewdıov Hoss omevdsıv xoL imi roGoUvov, Ep’ 
000v xol To nög Greve, oßeodEvrog de voU mwvoóc moUGtrot 
onevdov. xol roUro Eoraı, Ócdxig v v0 mg dvanalmreı. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 83 


hat, so steigt es durch die Röhre 9x4 in die Schale. 

Und so wird die Figur!) ein Trankopfer darbringen und 

zwar so lange, als (oben) das Feuer anhält. Wenn es 

gelöscht ist, hört die Libation wieder auf. Dies wieder- 
5 holt sich, so oft das Feuer angezündet wird. 

Das Rohr, durch welches die Hitze einströmen soll, 
liege in der Mitte und sei ziemlich weit. Denn die Hitze 
oder vielmehr die durch sie erwärmte Luft dehnt sich 
notgedrungen mehr aus und wird wirksamer, wenn sie in 

10 einen weiteren Raum geleitet wird. 


ALLE 


: Der automa- 
Manche Gefüfse lassen nur etwas auslaufen, wenn tisch fiefsendo 


sie gefüllt sind. Ist dies geschehen, so fliefst die „, Ever. 


E 
L——— 14 








Fig. 14a. 
T Fig. 14b. 
1) Zusatz in b: “scheinbar”. 
7 x«i om. L 8 &voxatqvou BC: &voxatowo P: reponetur 


(— &vexénvou?) L 
6* 


168 


984 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


"Ecvo 68 6 owAiv, di ob 4 Peounoia weikeı 
ElGEEYEOHEAL, EÜOUTEOOG xovà TO uécov: &vayxeiov yàg 
Tqv $5ou«cí«v N uüAAov vóv &z0 TaÜrng CTuov sig 
EÜOVTED«V YWgLo»EVT« xogoav zAs(ove yiyvsodaı xol 
zAsiov ÓsvocO«, Eveoyelv. 5 


XIII. 

"Ev vOv dyyeiov, Ev uj zÀqoo9Q, od dee‘ 
zA«oogévvov Ó& xevodreı züv 6 Eye bygóv: xova- 
Gxevütevau, Ó$ oUvog. 

"Ecvo cyysiov v0 ABI &vsovoucu£vov: did Ó£ 10 
Tod zv)uévog Ó.oc90 ivo, zvixvog Ó.u(hjvyo 0 EZHO 
N xe«uzÜAog Gípov 6 HOK. ovußroereı obv zAqoo- 
9évvog Tod ABI &yysiov xol OozxcofAUGovrog Tod 
vbarog géosote,. di covrOv vOv dıaßnrov xov zcAw 
&xgciv, (youg àv xevoO9j vo ABI &yysiov, é&vzso 15 
oi dıeßnraı Tag doyas Eywoıw Eyyıora Tod zvOüu£vog 
TOD &yys(ov, WOTE uóvov Vdarı ÖL«EEVOLV vzégyew. 


XIV. 

Kai Óvo &yysíov QOzaQyóvrov émí vwog fécsog 
x«i ToU &vüóg «UrOv zsezAqooutvov oivov, Tod ÓE 0 
ETEOOV xtvoU ÜNEOKOVTOg xol Gugoré£oov xgovvovs 
&yóvrov vsoyóvag, o0 del Ó oivog, idv uN xol TO 
évegov &yysiov UVÓcvrog zÀxooO9j' x«l vóvs Erpkei &x 
uiv Tod Evög abrov 6 oivog, éx 0$ Tod Er£pov TO VOR, 
&youG &v  &ugóvege xsvoi; nalodvreı ÖE Öwoıvolag 95 
KOATNDES. 


1 disting. a 2 f. xal» xarà. v. adnot. ad fig. 13 in 
prolegomenis 4 yogucQévro scripsi secundum M (yoonc9vco): 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 85 


ganze Flüssigkeit ab, welche sie enthalten. Man richtet 
solche Gefälse folgendermalsen ein. 
Ein Gefüfs «8yó (Fig 14a und 14b) sei oben offen, 
durch den Boden stofse man entweder einen Kapsel- 
5 heber e&n% (Fig. 14a) oder einen gekrümmten Heber 49x 
(Fig. 14b). Wenn nun!) das Gefäls «ßy6 voll ist und das 
Wasser?) überläuft, so ist die Folge, dafs es gerade durch 
die Heber nach unten geht und wieder ausfliefst, bis das 
Gefäls «y leer ist, vorausgesetzt, dals die Enden der 
10 Röhren dem Boden des Gefälses so nahe liegen, dafs nur 
noch Wasser durchfliefsen kann. 


XIV. 


Wenn von zwei auf einer Basis stehenden Ge- Die harmoni- 
"B . . . e- = schen ruge. 
füfsen eins mit Wein gefüllt, das andere leer ist Fig.15(u.15a)5) 


15 und beide offene Ausflufsróhren haben, so fliefst der Wein*) 
nicht, es sei denn, dafs das zweite (leere) mit Wasser 
gefüllt wird. Alsdann fliefst aus dem einen der Wein, aus 
dem andern das Wasser, bis beide leer sind. Man nennt 
diese Gefälse „Krüge der Eintracht". 


1) b: ‘nämlich’. 

2) Zusatz in b: “über den höchsten Punkt eines der Heber’. 

3) Fig. 15a ist handschriftliche Figur. S. vorn unter den 
Bemerkungen zu den Figuren. 

4) Zusatz in b: ‘aus dem gefüllten Gefälse’. 


qyo0ongQérvro A yiyvsodaı à: ysvécüou M 7 un om. G 
8 znAnoo9ivrov b: mingwudevre à — 8—9 züv — otvog om. G 
11 z»ixr0g b: Aınrös à 


4 4oguc8évro: yooobvro b: pervenientem L yivsodaı b 
5 mÀsiov: plus etiam L.— 8 £yovow b totum ipsorum humi- 
dum L 9 oürog om. B 11 oa: 7] b 19 oov a: 
y&o bL 14 $0orog ... Ow(mràv a: vÓorOog mv woovgnv 
ózorégov av Owcfmvàv peEosodaı àv evo bL ziv om. bL 
19 xol om. L 21 öndeyovrog à: Övrog bL 22 dei B: 
ocu CP: fluet L oivog éx Tod meningwusvov bL 23 «cL 
zöre à: vÓrE yàg bL 


{ 
| 


86 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKS$N A. 


"Eevo n uiv Bdois, iq? ng Enineıtaı và Ayyeia, T 
ABI: và 0b dyysia £ovo và E, Z: iv Ó& Exareoo 
e)rüv xaunvAos Zora Gípov, Ev uiv và E ó HOK, 
ev 0$ vÓ Z 6 AMN «xàg Em omegoyóüg Eyovres sig 
xgovvovc Óisoxsvcouéveg' «i Ó& KVOTÖTNTES cvv z.Q0g 
volg Grou(oug TOV Gyysíov Oonzcoytvoccv.  £regog O8 
coAqgv Ói& tijg Pdoswg sig và &yytio &voxsxiugtb?)u Ö 
AXOIIP, o? v& &, P oröu«a zog wurag éóvo Tas TÀV 
Oucfqvov xvorormras. Eyaeydodn dt Ev và E ayyeiw 
oivog, BOTE vqv Eripdveiıav Tod ©ygod u) ozig abınv 
sivc, mv Tod Öıeßitov xvoróvgva viv ©. wuexoL uiv 
voUrov o) del Ó olvog Ói& To vOv Öeßienv un Eyeıv 
viv Goyuv Tío 6Voswg. àv Ói x«l Ev và Z &yysío 
vÓcQ EYYEwuEV, DOTE viv ErıPaveav or00 vzcopcAAsuv 
v)v M xvgtróvqvo, TöTE TO VIDEO Evsydioeraı Aal ÓiG 
tod XO IIP owAnvog eig vó E &yyeiov x«i doynv dmoeı 
Tis QUosog TQ olivo. xci TOTE Gugórega TA Cyycic 
Qsíccu, TO uiv rüv olvov, TO dt TO 0c, &Kyoig Qv 
Cugórso« xevoi,. 


7 &voxexcugpüo bT,: &voxsuwctupo AGT, 9 $ Vind. 120: 
om. à 15 f. lveydnoerau (xol Óuà Tod AMN duaßnjrov eig 
to Entös) 16 € Vind. 120: om.a 18 f. u» (mooieuevov) 
tüv olvov, alterum emittens vinum L 


2 , 


1 éníxswrou b 3 ro BC: ro aP 4 bmegoyüs CP: 
$zoyàg B — Zyovz BO 6 bzegyévaoey à: Ümegeyeraoav b: 
emineant L 8 «óràg om. L 9 iv có yyeío a: eis và € 
(om. P) &yysiov b: in -e- vas L 10—11 óers ... mv O: 
adeo quod -th. tubi curvitas non sit supra hwmidi superficiem 
ipsam L 15 zo om. P Eveydnoeren: infundetur L: &veyv- 


Omoeraı (sic) B 16 omo& bL € BCL: om. P 


5 


10 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 87 


Die Basis, auf der die Gefüfse stehen, sei «y (Fig. 15), 
die Gefüfse e und & In beiden seien gekrümmte Heber, 
9x» in e und Auv in & Ihre äufseren Überragungen 
mögen die Form von Ausflufsróhren haben. Ihre Bie- 

5 gungen sollen nahe den Gefälsmündungen liegen. Eine 
andere Röhre 50x, die durch die Basis geht, sei nach 
den Gefüfsen umgebogen. Die Róhrenmündungen $ und o 















I 
YU 


ETEETETTHAT TTE TTETEÍGTLT SIG 


Tm 
emm 


MTTTTTEEE LLLI] 









Vi 


Ur 


VE N 








Fig. 15. 


müssen unmittelbar in Höhe der Heberkrümmungen liegen. 
In das Gefäls & giefse man Wein (bis zu solcher Höhe), dafs 

10 der Flüssigkeitsspiegel nicht über die Heberkrümmung 9 
selbst zu stehen kommt. Bis jetzt fliefst natürlich der 
Wein nicht, weil der Heber noch keinen Anstofs zum 
Fliefsen erhalten hat. Giefsen wir aber (so viel) Wasser in 
das Gefüís £, daís sein Spiegel über der Biegung u liegt, 

15so fliefst das Wasser (durch den Heber Auv nach aufsen) 
und durch die Röhre &£oxg in das Gefäls e und bringt 
den Wein zum Ausflufs Dann werden beide Gefälse 
fliefsen, indem das eine den Wein, das andere das Wasser 
ausströmen läfst, bis beides ausgelaufen ist. 


88 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS9N A. 


XV. 


Eis &»-« &yysia VÓavrog Eyyvdevrog usAeyxogUgov 
yiveraı qo) N Gvovyuóg* xevcaxevdteva, 0$ oUrog. 
"Eovo Baoıs oreyvn n ABIZ: x«i did ng Gvéymg 
169 ig AA Ów090 yavn y EZ, | ns 6 xcvAóg dmeyera 5 
Tod z'vüuévog 060v Vdarı Ó.coovaw xol GVVEOTEYVOOHW 
Tij oreyn. é6vo ÖE xol ovolyyıov x0 HOK Tüv eidı- 
cuévov g9éyysoQew  Gvvrevono0c de cj Pdosı al 
GvveoveyvocO9o Ouo(og Tjj AA oreyn‘ to 0$ K ovóuov 
«UroU émuxexcugO)c sig ÜöcTıov &yysiÓ(ov  z«gexsu- 10 
uévov Tod A. Gvufhjcsvo, oov éyyvvou£vov Tod VO«roc 
dia is EZ yavns Tov Ev vij Pdosı &éo« éix9Aó- 
uevov yoosiv did Tod HOK ovoıyylov xol vóv Nov 
arodıddvar. EV uEvror ToO GvQuyyíov TO Üxgov émi- 
xexcuuévov 7) zQ0g TQ bdarı, QvexcyAdtov eideraı 6 


m 


5 


a 9—11 zo de K oróquov ... voU A=b 17—18: 
ro de K crójuov Tod ovgıyylov émuuexndugpOn sig &yysióv v. 
naganslusvov nAMges Vdaros TO A. 

à 88, 15—90, 2 &voxeyAáfov ... Foro; — b 88, 20— 
90, 23: &vexeyAdfov drovodnoeraı 6 yog, Bote usAoyxo- 20 


8 govovg T 6 f. zvvQ'uévoc (víjs Pdosmg)) 6vVGOTEyVÓ- 
690 AG: correxi ex b 7 x«i A Gb: om. T 9 «à Vind. 120, 
M,bL: «aß a 11 éyyvvouévov Mb: infusa L: éxqvvou£vov a. 

15 eideraı a: @deraı Voss. 19 


2 usiexoogógov P 37n71...oörog om. bL 5 ıns AS 
TU 


om. L &nsyíoQc P 6 óidoovcoiv eivaı b 13 ywgeiv 
om. BL 14 TO Gxgov Tod oveıyylov ir. b 18 ragunei- 
wevov om. L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 89 


XV. 


Manche Gefüfse sind so beschaffen, dafs ein Mönch Der pfeifende 
(Vogel) singt oder pfeift, wenn man Wasser ein- aum 
giefst. Die Einrichtung ist folgende. 

5 Man nehme eine luftdicht verschlossene Basis «(yó 
(Fig. 16), stecke durch die Decke (Deckwand) «ó einen 





Fig. 16. 


Trichter!) sf, dessen Schaft (Röhre) von dem Boden der 
Basis nur so weit abstehe, als erforderlich ist, um Wasser 
durchfliefsen zu lassen, und in die Decke eingelótet werde. 
10 Es sei ferner «qx ein Pfeifchen von derjenigen Sorte, 
die ertónen kann. Dieses sei in die Basis gesteckt, sei 
nach innen offen und gleichfalls in die Decke «ad ein- 
gelótet. Die Pfeifenmündung x sei (am Ende) umgebogen 
(und tauche) in etwas Wasser, das sich in einem kleinen, 
15 daneben stehenden Gefüíse A befindet." Wird nun das 
Wasser durch den Trichter e£ eingegossen, so ist die Folge, 
daís die in der Basis enthaltene Luft verdrüngt wird, durch 
die Pfeife 79% geht und den Ton erzeugt. Wenn jedoch 


1) Statt des Trichters giebt unsere figürliche Darstellung ein 
Gefäls mit einer Röhre. Einen antiken Trichter s. vorn (Fig. 16 a). 

2) Nach b: ‘Die Pfeifenmündung sei nach einem daneben 
stehenden, mit Wasser gefüllten Gefälse A umgebogen.’ 


170 


90 HPRQNOZ AAEZANAPEQ Y HNETMATIKRN A. 


s 


3yos, Gore ucA«yxogégov yiyvsodaı qováv: éàv ÖE 
un magaxenraı To Öddrıov, GvQvyuog uóvog EoTat. 


XVL 

Ai uiv oóv govol yivovra Óià vÀv Gvgíyyov: 
Öidpoooı Ó& voig Toug yiyvovraı, vàv Gvgíyyov ivo, 
Aemroréoov ywoué£vov ... HToL x«l zegsxvevvou£vov 
tlg wijxog 3| x«l GvGrsAAouévov x«l Tod Bantıbouevov 
weoovg sig TO UVÓcQ Mroı zA&(ovog 1] EAdrrovog Yıvo- 
u£vov, Gore ÖLE ToLodrov Todnov Ógvéov zAsióvov 
diapdoovg yiyvsodaı govág. x«vcGxevdtfevu, 00V ijvoL 
Ev xgivm N Ev bvrow N xo96A0v Ozxov éxíoovrov vÓcQ 
Eoriv, Ügve« zAs(ove Ovcxs(usva xci vOoUTOLG TiQUXEL- 
uevn yA«US, Tug émiGTQéQevou abrToudtng «ox TU 
dovsa xol z&Aw d&mxoóvoégevau x«l zo6TQegsíong 
uiv gYYEYYyovraı T& doven, Eriotoapelong Ó& zog 
ara oUxérL PHEyyovraı. xci voUro zAcovixig ylveraı. 
Horaonsvdgereı ÓB vov TO6TOV ToUrov. 

"Eóvo xpovvioudtov del 6eov TO A’ vovro Ó& 
broxsio®n Grcyvov &yytiov TO BIAE &%0v zvixvov 
Öteßienv N x«uzAov Gípove rov ZH xci nadızuevnv 
yalvnv mv OK, ns 6 xaviAdg üzeyévo &z0 Tod zxv9- 
oígov doxeiv eivaı pwvnv' 2&v 0b un naoanenreı bddrıov, 
Gvovyuüg uóvog Eorarı. 

à 5—7 didpogoı ... ovorelloutvoav — b 25—27: 
dıdpogoı de Toig Nyoıs ylvovraı vOv ovolyywv Mroı Aemro- 
rÉgQv yıvouEvov 1| Tayvreomv Kal 3| mxosxrewvouévov eig 
pijkog N) GvGrslÀouévov. 


2 nagarenraı scripsi: magdasırdı AG 4 ytyvovza, T 
6 yıyvouevov T f. yıvousvov (1) nmayvreewv) ut in b 
18 yAea$6 b: N ylooí a 14 dnoorgapelong Mb: &mo- 


oroapelosıg AT, sed corr. T,: &mocrgegsíoug G: conversa L 


5 


10 


15 


20 


25 


e 


ex 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 9] 


das Ende des Pfeifchens dicht über dem Wasser umgebogen 
ist, so glaubt man den zwitschernden Ton eines Mönches 
zu vernehmen. Steht kein Wasser daneben, so ist es blofs 
ein pfeifender Ton. 


XVI. 


Die Stimmen (der Vógel) werden also durch die Die singenden 
Pfeifen nachgeahmt. Sie sind dem Klange nach Zub Fi i 
verschieden, je nachdem sie enger oder weiter und "n4 17a. 
länger oder kürzer sind und ein grófserer oder kleinerer 
Pfeifenabschnitt ins Wasser getaucht wird. Auf solche 
Weise werden daher verschiedene Vogelstimmen nach- 
geahmt. Man fertigt also die Figuren mehrerer Vögel 
an und stellt sie an eine Quelle oder in eine Grotte oder 
überhaupt dahin, wo sich flefsendes Wasser befindet. Da- 
neben wird eine Eule aufgestellt. Diese kann sich von 
selbst nach den Vögeln hin- und wieder abwenden. Wenn 
sie sich abwendet, singen die Vógel; wenn sie sich zu 
ihnen hinwendet, so verstummen sie. Dies wiederholt 
sich öfter. Es wird folgendermalsen ausgeführt. 

Man denke sich eine kleine, ständig!) fliefsende Quelle « 

(Fig. 17). Darunter setze man einen luftdicht ver- 
schlossenen Behälter ßyde, der einen Kapselheber oder 
einen gekrümmten Heber &n enthalte. In diesen Behälter 
sei ein Trichter?) $% gesteckt, dessen Röhre (Schaft) von 


1) Zeitweise muís man sich indessen den Zuflufs unter- 
brochen denken. 

2) Dieser wird in unserer figürlichen Darstellung durch 
die Schale mit der Röhre gebildet. 


(i. e. &mıiorgagpeiong). vid. prolegomena 16 yiyveraı T 21 xo- 
vnv b: nv qyóvgv à &znsyévo M: &meyévo à 


4 ov om. BL :9 ro? vrovo?rov b 10 yivsodaı b. — oov: 
autem. L 11 $000 émíoovrov ir. b 19 mapaxsıusvn a: 
raganadnuevn b: assidens L_ 15 Zmiorewgpelong: retro ad ipsas 
versa Lh 20 1 aB: yov» CP 23 Eoraı b: audietur L 


92 HP$NOZ AAESANAPERZ INEYMATIK9N A. 


uevos Tod Gyysíov 000v Üdarı dıdogvom.  £yévo OE 
x«i nAslove Gvoryyidır, oic elonteı, Övra và A. Gvu- 
Brjssreı obv zAmoovusvov uiv Tod BIAE dyyeiov 
rT0v deoa TOv Ev br ErdAıßöusvov xci vàg vüv 
ópvéov zowiv Povds, xsvovuévov Óà usvrà viv nAn- 5 
owoıv Ó.& vo. HZ diaßirov unrerı g9éyysote..  Vve 
a 92, 1— 98, 2 2ylro ... dmorehsiv — b 92, 8—98, 12: 
&yévo Ob xol mAsiove cvguyyióue, role simousv vc, (g T& 
A. ovußnosteı ovv mÀqoovuévov uiv od BIAE Gyystov 





Fig. 17a. 


rov don róv Ev ala EuYAußöusvov dic TV Gvgıyylov rag 10 
Tüv ÓOgvéov noliv govág — E40010v yàg Tv ovgıyylov 
Eis E40TOV Ügvsov GmoznsgoroUroL xorà TO GrÓLe —, HEVOV- 
uEvov óà uer® Tiv nAnowoıwv dia tod HZ dießrov umaerı 





2 övra và (rb A,) A A, et G, in marg.: &v và AA, et G, 


in textu: övrae vs iv và 4 'T 3 nAnoovusvov Voss. 19: zAngo- 
uEvov A 5 zoıeiv om. T 
1 Ödidepvcw sivo, b 8 ó$ om. L 9 repleto L 


18 g£ B: -f-z- L: x£ C: x P 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 93 


dem Boden des Behälters nur so weit abstehe, als zum 
Durehflufs von Wasser nötig ist. Der Behälter sei auch 
mit mehreren Pfeifchen der oben erwähnten Art, z. B. A, 





EXPE 


ausgestattet. Wenn sich nun der Behälter ßyde füllt, so 
5ist die Folge, dafs die darin enthaltene Luft!) hinausge- 
drängt wird und den Gesang der Vögel erschallen läfst.?) 
Wenn der Behälter dagegen nach der Füllung sich durch 
den Heber n& entleert, verstummen sie. Damit sich nun 


1) Zusatz in b: “durch die Pfeifen’. 
2) Zusatz in b: ‘jedes Pfeifchen endet nämlich im Schnabel 
des einzelnen Vogels’. 


94 . HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


oov 1 yAadE émivoéqnvon xol &xoGroéqnvet, Og zQo- 
elontaı, zt9oxoreGxevdtevo, và uéAAovra Akysodaı' Éovo 
y&o émí vivog fWosog tig M tov fsfnmxog 6 NA 
dd vÓQvov sloy«cué£vog, meol Ov zeguxsíG)c Quoc) 
oVoıy& 17 OII soAUvog Övvauevn zsgl «rov OTOEPE- 
HK‘ Tadın Ó$ ovupvss ióvo tuundvıov r0 PZ, &p 
o Enıßrosteı 7) yAadE ovVupung «và Undoyovoa' megl 
Ö& nv OII oVoıyya Óvo &AUGsg imi ravavria Enei- 
Andeiocı ai T T, DX did vooxíov Ó0o &zoósócctocov 
n uiv TT eis Bdoog éxxosuáusvov vo P, n de DX 
eis xolAov ayyelov v0 f) bzoxsi(usvov TO ZH olipwvı 
N zmvwuxvd dueßien. ovußiostaeı ovv xsvovuévov roO 
BIAE &yysí(ov v0 byoov pEosodaı eig To 2 &yysiov 
x«i Eriotospeohe tiv te OII oVoLyya xoi viv yAadae, 
pOéyysoQot. Iva 00V éniroéguvor 1j yAavs xal nakıv &mo- 
GrQégwveL, @g mooelonra, mooKaTaonevagereı và GUvVTtLvOVTC 
vjj road Eveoyela' Eoro yàg émí rwvog ácsog vfjg M 
&Eov Og90c fepqwoc 0 NE dia vógvov sioyaGuévog, mtl 
0v Eorw dguocr] obay& 13 OII süiérog Óvveuivg mol 
cür0v GrQégeGOot Taurn de Gvugvig EoTw Tuumavıov TO 
PZ, ig! 0 Emıßnoereı 7) yAadE ovupung e)rQ ürdoyovoa' 
meoi de nv OII oVoıyya Óv0 aAvosıs imi rà Evavıla Erseı- 
Amdeiocı ai TT, DX geosrwoav dia vooyíAov Óvo m uiv 
TT eis Bagog Eunoeudusvov TO P, m de OX eig xoiAov 
&yyetov v0 2 ümonelusvov to ZH cígovi d) mvıra die- 
Ben Eyovoa xai Baoog i& Ding pci uiv EyoVdong Aveyeodaı 
ind Tod ÜOcrog, v de oradum mx0AAQ Bagvrigaug Tod Kara 
mv TT Gvciww foovc. ovußnoereı ovv xEvouuEvov Tod 
BI'AE Gyysíov v0 ygóv qéígscOot eis 16 S) Ayyeiov xol 


et 


10 


pevecopifouévov ToU ar’ aurd Bágove oro&peode viv OII so 


GUgryye dıa Tod xoOcAxouévov EP Báoovc xol mowiv Evreüdev 


3 f. (ood BeBuwag 4 elgyaou£vog M (cf. Pneum. I 42 
&ztigyocuévq»): Toycoouévog a T. ovs Len 8 Eneılmdeicau 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 95 


die Eule in der angegebenen Weise hin- und wieder ab- 
wende, trifft man vorher folgende Einrichtungen.') Auf 
einer Unterlage u stehe senkrecht eine gedrechselte Achse v£, 
welche von einem passenden Rohre oz umschlossen werde. 
5 Dieses mufs sich leicht um sie drehen können. Mit dem 
Rohre sei eine kleine Scheibe oc verbunden. Darauf soll 
die Eule gesetzt und befestigt werden. Um das Rohr or 
sind zwei Ketten rv und py nach entgegengesetzten Rich- 
tungen zu wickeln. Vermittelst zweier Rollen werde die 
10 eine rv an ein schwebendes Gewicht «p, die andere py an 
ein hohles (leeres) Gefüfs o (Fig 17a) gebunden, welches 
unter dem (gekrümmten) Heber oder dem Kapselheber £4 
hänge. Wenn nun der Behälter ßyde sich leert, so ist die 
Folge, dafs die Flüssigkeit in das Gefüís c strömt und dafs 
15 das Rohr oz und die Eule sich so drehen, dafs diese nach 


a 95, 9—97, 6 Vermittelst ... erschallt — b 95, 17—97, 25: 

Mit Hilfe zweier Rollen gehe die eine zv nach einem schweben- 
den Gewichte %, die andere py nach einem hohlen Gefälse o, 
welches unter dem (gekrümmten) Heber oder dem Kapsel- 
20 heber £c stehe (Fig. 17). Die Kette sei mit einem Gewichte 
versehen, das aus einem Material besteht, welches von Natur . 
(vermöge seines spezifischen Gewichtes) im Wasser schwimmen 
kann, aber seinem absoluten Gewichte nach viel schwerer ist 
als das Gewicht an der Kette zv. Wenn nun der Behälter 8 ye 

25 sich leert, so ist die Folge, dafs die Flüssigkeit in das Gefäls c 
strömt; und indem sich das darin befindliche Gewicht hebt, 
dreht sich das Rohr oz vermittelst des niedersinkenden Ge- 


1) Nach b: ‘trifft man vorher Einrichtungen, die eine solche 
Wirkung erzielen’. 





scripsi: &miAndeioaı A,G: Emiivdeiccı A, T. cf. lin. 22 9 f. 
&7:00£0009 06v 11 và M: wa f. CnaundAo) cíqovi 


16 constituuntur L 18f.0ogüóg 2008 om.L 24 (ca- 
tena) ponderi appensa L 26 xal om. L pvosı Ambros. 


A 91 sup., Coislin. 158: góciw h: secundum propriam naturam L 
29 o BCL: om. P 


171 


96 HP2NOZ AAESANAPER2Z IINETMATIK2N A. 


Gore DAé£msw moog v& ÓópgviO doux, nevadEvrog OE ToV 
BIAE &yysí(ov xevoVoda xci TO did Twvog év 
euro zvixtod dıuaßitov 13] x«uzÜAov Gíqovog, MOTE 
z&Aw narapeonoav vo W Boos aroorgsda iv yAoUxe 
Kara TOv xuıo0v Exeivov, Orte aAnpoürcı TO BIAE 
&yysiov | nal z&Aw ai Tv Ógvéov ylvovraı qovat. 

Kel oi vOv oaAniyyov dt q$yov Óu& Tod zoga- 
zÀxo(ov yívovr«u vQózxov TO zgosiguuévo' Or«v yàg 
elg Govseyvov d&yysiov xer«rs0jj; vij Yavnsg 0 xcvAOg 
&zéycov AO Tod zvÜüuévog Boayd xci Gvvsorcyvou£vog 
TQ TtÜysi TOU Ayyelov, civa 7 OdAnıys Eyovon vóv TE 
xcücrvc xci viv YAwoolda« Gvvreronusvnv TO Gyysíg 
Karl T0 (vo u&gog «oroU, Ovußioeraı did Tijg yc vus 


Arroorg&psode mv yÀoUxo Tod un Ogüv moög và OpvíOue, 
&rıva dÓóxovv adsıv mod TOD Arooreapijvar mv yhebxa. 
iv 000 0i nakıv nevodran To fi Ayyelov dia Tod Ev cvrQ 
nvintod dıaßnrov, TO uiv Ev air fgoc xortQyóusvov did 
ro T0ÀÀÀ Papvregov eivaı To sre Ou vov D P&govs Tv 
OII oveıyya Groogijvor monos! mwoóg và OgvíOue xol émi- 
Grgéwe, zgóg «Urà xol mv yladza' tod 08 BI'AE &yycíov 
&g5euévov mÀmgotcOo. 6 iv c)rQ co Euywoßv dıa vv 
Gvguyylov miu viv qoviav rv OgviOlov Amorektosı. xol 
voUro Eoreı, Öoanıs Gv QovAowó vig. 

Kol of tv oaAniyyav Ob myoı ÓuX Tod mwegomAnoíov 
ylvovzeı vgómov cQ 7tgociQmuévo' Orav yàg tig Grsyvov 
&yysiov xe«voreO; Tio qovnuc 0 xcvióg Gméyov mà Tod 
zvOuévog Boayd xol Gvvsorsyvoutvog TO TEÜYEL TOD Kyyelov, 
Gvoreyvo O0; O8 c)rQ xol odAmıys Eyovoa TÓv TE xdÓove 
zei mv yÀocoíÓe moög vij Gry Tod Gyysiov, ovußioerau 


9 nvıntod ... Gípovog Voss. 19: zvınzod 7) naundlov ÓLax- 
Bjrov a 10 cvreczeyvouévog T: ovveoreyvaousvog AG — 11 và 
tevyeı M: ro reiyn à 


10 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 97 


den Vöglein sieht. Ist aber der Behälter Byde ausgeleert, 
so leert sich auch «c durch einen darin angebrachten 
Kapsel- oder gekrümmten Heber. Daher bekommt das 
Gewicht qj das Übergewicht und bringt in dem Augen- 
5 blick die Eule wieder zur Umdrehung, wo das Gefäls Byde 
sich füllt und der Gesang der Vögel wieder erschallt. 
Auch Trompeten kann man auf ähnliche Weise, Trompeten- 
wie angegeben, erklingen lassen. Wird nämlich die qum 
Röhre des Trichters so weit in ein geschlossenes Gefäls 
10 gesteckt, daís sie fast auf den Boden reicht, und wird sie 
in die Gefäfswand eingelötet und wird dann von der mit 
Schalltrichter und Mundstück versehenen Trompete das 
Mundstück oben durch das Gefüís gebohrt!), so ist die 
Folge, dafs die in dem Gefäfse enthaltene Luft mit Hilfe 


15 wichtes i und bewirkt infolgedessen eine Drehung der Eule, 
dafs sie nicht mehr nach den Vögeln sieht, die zu singen 
schienen, bevor die Eule sich abwandte.?) In dem Mafse, in 
welchem sich das Gefáfs © durch den Kapselheber wieder 
entleert, senkt sich sein Gewicht, weil es dem absoluten Ge- 

20 wichte nach viel schwerer ist als das Gewicht w, bewirkt eine 
Drehung des Rohres oz und eine Wendung der Eule nach den 
Vöglein. Fängt das Gefäls gy s an sich zu füllen, so entweicht 
die darin enthaltene Luft durch die Pfeifen und bringt den 
Gesang der Vögel von neuem hervor. Dies kann man nach 

25 Belieben wiederholen. 


.1) Nach b: ‘wird die... Trompete an der Decke des Ge- 
fälses verlótet. 

2) Hier liegt ein Widerspruch mit dem oben (p. 91, 17) 
Gesagten vor. Vgl. die Prolegomena. 








14 dnoore£&peohe:r b: éxiovo£q soto, Ambros. A 91 sup., Cois- 
lin. 158 un om. iidem et L zoóg om. iidem ópviQ'wt b: 
öovs« Ambros. A 91 sup., Coislin. 158 15 Emioreapijvaı iidem 
19 &roorgapijvaı iidem 19—20 zgóg ... yAadna b: nv 
ylebxoa Tod wi óg&v v& ügvsc lidem Emioroeipsr wol moög P 
22. voces L oevıWiov B: ógvíücov CP: avicularum L 
25 oreyvov B: orevöv CP: constipatum L 27 cvvecoteyvo- 
cuévog P 28 cvoreyvocO P JEIOPEOORWNDBS v 

Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. fi 


98 HPRQNOZ AAESANAPERZ TIINETMATIKSN A. 


EYXVVOUEVOV roO voygoO ix0Awóusvov vóv év TO &y- 
ysío deoa ÓL& is yAcGG(Óog vov Tov dmorekeiv. 


XVII. 


Gvoóàv &vovyouévov vaod GdcAmwyyog qxog yívevaL 
TÓvÓs TOv vQÓzov. yes 
"Onic)sv -cijg 999«g Gyysiov &ovo To ABI 
Vó0co Eyov' mvwyebüg Ó& foro £v voóvo, TOVTEOTL oU- 





GTouov &yysiov xarsorgauusvov v0 Z' và Ób zvOuévi 
«0r00 GcuvrevQno90 5 OK odıinıyE &yovow vóv Te 
xc0crvc xci viv yAwooida' và dt owAnvı vijo GdAmuy- 10 
dia vig ywvng iyyvvouévov Tod Oyooí ix9Aigóusvov vv iv 
To &yysío digen ik vijc yAocoíÓog rv dyov &morssiv. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 99 


des Mundstückes den Schall hervorruft, sobald die Flüssig- 
keit durch den Trichter eingegossen wird. 


XVII. 
Eine Trompete kann man auf folgende Weise Die Tempel 
5 bei Offnung von Tempelthüren ertónen lassen. Fig. 18. 


Hinter der Thür stehe ein Gefüís «ßyd (Fig. 18) 
mit Wasser. In diesem sei ein Windkessel, d. h. ein 
umgestülptes Gefüfs & mit weiter!) Mündung. Durch den 
Boden gehe die mit Schalltrichter und Mundstück versehene 

10 Trompete 89x. Neben das Trompetenrohr setze man einen 
Stiel Au, welcher an dem Windkessel befestigt, mit dem 
Trompetenrohr zusammengebunden ist und am Ende einen 
kleinen Haltehaken u, d. h. eine Klaue (Chelonarion, 
Schildkröte) hat. Unter dieser sei ein Schwengel v& an- 

15 gebracht, welcher den Windkessel $ in hinreichendem Ab- 
stande vom Wasser emporhält. Der Schwengel v$ bewege 
sich um einen Stift o. Eine an sein Ende 5$ gebundene 
Kette oder Schnur werde mittels einer Rolle z hinter die 
Thür geleitet. Wenn nun die Thür sich öffnet?), so ist die 

20 Folge, dafs die Schnur sich spannt und das Schwengelende 5 
anzieht. Infolgedessen verschiebt sich der Schwengel vé 
aus seiner Lage unter dem Haken u. Sobald sich diese 
geändert hat, fällt der Windkessel ins Wasser und läfst die 
Trompete ertönen, weil die im Windkessel enthaltene Luft 

25 durch das Mundstück und den Schalltrichter hinausge- 
prefst wird. 





. 1) In den Handschriften irrtümlich “enger”. 
.2) In Pompeji öffneten sich die Thüren ohne Ausnahme 
nach innen. Vgl. Overbeck-Mau Pompeji S. 252. 





4 vao) om. G ytvevow naraonevageraı Óà ed. Paris. 
7 f. sborouov 
8 £f CP: = BL 11 &yyvvousvov BL: éxyvvouévov CP 
y 


r2 


100 HP9NOZ AAEEZANAPE9Z£ IINETMATIK9N A. 


yog mapaxelodn xocvov 6 AM ovupung uiv àv cQ 
avıyei, OvvÖsdsusvog Ó&8 TO Tijg GAmuyyog GoANvL 
x«l &yov £x Tod üxgov xwAvudrıov TO M, Tovreorı 
qsAovágiov: và 03 xoAvuer(o Üroxelodn xuvüv 0 
NA &véyov vov Z mwwyéa éméyovra &zó roO vVOcrog 
ixcvóv. 6 08 NA xavov xwsío8c zsoi zsgóvqv civ 
O': ix 0b Tod 7 (xgov Tod xovóvog GAvoig N GzxQroc 
ixÓsütico cx00sÓ£G)c ik TooylAov tod II eig TO 
Önıodev vig 9UQcg. cvupücsra,. ovv tig Qpeg Avor- 


you£vqgg TEeıvouevyv NV Gzégrov émiozüc)«,. TO 5 


(xoov TOO xcvóvog, DOTE UNKETL vOmomemvoxévoi TOV 
NA xavöva và M xoAvucetío' Todtov 0$ nagaAidEavrog 
psodusvog 6 zwviysbg eig TO vOÓcQ TOv Tijo odAmıyyog 
qyov GzovtAé£osu did TO vOv Ev | «0v deoa dia vig 
yAwooldog xol roO xdücovog x9 A(scOot. 


XVII. 

Eig Evian Hvr& mgosyyvOtvrog olvov, Orav VRR 
ETIYEOUEV, 6TE uev xotwgov TO VOWE Erokeı, (Orb ÓEb 
xoüuo,» OTE Ób oivog xo€woóg* naraonsvdßereı 05 vóvàe 
TÓv TQÓzxOv. 

"Eovo óvrov v0 ABI' éyov Ówocyuove Óvo T& 
AE, ZH: dia 0$ &ugorégov «ovv coAQv Ói0090 0 
OK cvvsoveyvoutvog voig Óweqocyuooi Kal TETOVAN- 
u£vog vQuuerío TO A xsuuévo vzsgívo Poaxdb voU 
ZH Ödwapodyuarog. ozó Ó& To AE Oigoayue ÖL- 

à 12—15 roVrov 02 ... éxOABscO9o, — bh 27— 29: 
Tovrov Ob mgeAAdfevrog qégóusvoc 6 mviyedg sig TO ÜOco 
ErdAlrpeı Tróv iv Euvrd ge dia ig yAmocldog xol coU 
X00ovoc vio odAmıyyog nal &movcÀfosu vóv Tov eUvijg. 


ev. 


152] 


5 


à 100, 25—102, 6 onó dt 16 JE Oidgoeyuo ... 6 Ev 30 


:Ó AEZH olvog — b 100, 31—102, 30: ónà .d& rd AE 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 101 


XVIII. 


Manche Trinkhórner haben die Eigentümlichkeit, "in Zauber- 
dals sie das eine Mal reines Wasser, das andere Fig. 19. 
Mal Wasser und Wein gemischt, 
wieder ein anderes Mal reinen Wein 
ausfliefsen lassen, wenn man zuerst 
Wein und dann Wasser eingielst. 
Die Einrichtung ist folgende. 

Ein Trinkhorn «fy (Fig. 19) 
habe zwei Scheidewünde de und £4. 
Durch beide stecke man eine Róhre 
9x, verlóte sie damit und bohre 
in die Róhre ein kleines Loch 4, 
welches etwas oberhalb der Quer- 
wand &n liegt. Unterhalb der 
Scheidewand de gehe ein Luftloch 
w in das Innere des Trinkhorns. 
Wenn man bei dieser Vorrichtung 
die Ausflulsöffnung y zuhält und 
30 ar. Wein eingiefst, so tritt er durch 

das Loch A in den Raum defn. Denn 

die in demselben enthaltene Luft entweicht durch das Luft- 
loch u. Wenn wir das Luftloch u mit dem Finger zuhalten, 
so wird der in der Kammer de{n befindliche Wein nicht 
25 auslaufen. Wenn wir nun Wasser in den Raum «ßed 
des Trinkhorns giefsen und das Luftloch u zuhalten, so 








7 óà om. T 8 f. &zxo0s0ócQo 15 E&uYMußnoeraı T 
18—19 ózà 0à «oGu« bL: om.a 22—924 0 OK ... xeıucvo 
om. T,, add. T, 


4 óà aCP: om. BL 5 &zó om. CP 7 wovovíov b 

21 diepodyuara Eyov tr. b 22 05 0£ C 23 ovvtortsyvo- 

cuívog P 24 ronueTío aP: rovznuario BC 31 ózó BL: 
oózig CP 


113 


109  HP9$NOZX AAEZANAPEQ9Z TINETMATIKRN A. 


avyıov &ovo vó M Ev v9 xUreı voU óuvoU. voírov Ói 
otrog éyóvrov éàv &zxoAc(kv vig viv I' &xgvow éyy£m 
Tóv oivov, xognosu. XOu& Tod A rovriuarog sig mv 


AEZH yooav' 6 yàg Ev oov5 90 Erywonosı) Ou. 


tod M diavyiov. Üvav oov và Ó«xvóAo ERITWULODUEV 
\ 7 , dS T / = 
0 M diwvyıov, orete 6 Ev vó AEZH <ukoeı) oivog. 
ötev oov v0oQ Enıyenusv vO ABEL uos Tod óvroo 
, M 24 "c V \ \ ei $ 
xcréyovreg TO M diavyıov, QsUGtu xoUwgov TO VOWE 
itv 0i ivüusv Erı Üvo Övrog vob Ddarog To M Ói- 
7 LS ey 1 m A. oy 2 7 
«Uyiov, xoüuc« QvQosvc. TOD Ó& VORTOg EXOEVOKVTOS, 
vóvrs nadaoog 6 olvog HEVosı. EEsorı Ób xol zAsovdxig 
5 , \ , /, \ E] , 
&viévva TO M dıwvyıov Ówqópgovc v&g EXOVGELS TOL- 
eodraı. Üusıvov Ó& zoosyyéavre dmg sig viv AEHZ 
q60ocuv xol xcvcAcfóvr« v0 HLadyıov oivov émwuyésw: 
/ \ TN M \ * H [4 5 
ovußnosraı y&g Óvr& MEV xotw«gov ovwvov éxgésuv, &ve- 
Oévvrog ÖL Tod Öiavylov zíAw xoüue xel zAw xo- 
Aug9évrog Tod dıavplov x«9c«g0v vÓv oivov £xgésw. 
x«i Todro, ÓGcxig é&v BovAmusde, Eoreı. 


XIX. 

Koerjoog Enıxsiusvov émí vwvog fWtosog zANoovg 
övrog olvov, 0cov Edv vig && «ovroU dovjonrau, méAw 
aAnons Eoraı Ó Hop‘ xevccxsviteru. HE vOv vQóxov 
ToUTOv. 

"Eovo &yysiov ro AB dıanspoayusvov TO ovóuov 


ÓLcgoyuo dıavyıov Foro iv vÀ “Ur tod QvroU zo M. 
ToUtOv oUrog £yóvrov iàv GmoÀopov vig viv I' Exovoıv 
éyyém vv olvov, ywenos ÓuX Tod A rgvmmuerog sig viv 
AEZH yógev' 6 yàg év avri me Enywonseı dic vov M 
dievylov. Ürev ovv Ta Owxr(Ào émmmouácousv v0 M dıev- 
yıov, Cot» ordseı iv và AEZH fos 6 iyyvOsg .olvog. 


5 


10 


20 


30 


WA 


1 


e 


e 


Cc 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 103 


wird das Wasser rein ausfliefsen. Lassen wir das Luft- 
loch u los, wenn das Wasser sich noch oben befindet, so 
wird eine Mischung ausfliefsen. Wenn das Wasser ganz 
abgeflossen ist, dann strómt reiner Wein aus. Durch 
wiederholtes (Zuhalten und) Loslassen des Luftloches u 
kann man den Ausflufs verschieden gestalten. Besser ist 
es, in die Kammer deng zunächst Wasser zu schütten 
und, nachdem man das Luftloch zugehalten hat, Wein zu- 
zugiefsen. Dann wird nämlich das eine Mal reiner Wein 
ausflüefsen, wenn aber das Luftloch wieder geöffnet ist, 
eine Mischung, und hült man es abermals zu, reiner Wein. 
Das kann man nach Belieben wiederholen. ! 


XIX. 


Aus einem Mischkruge, der auf einer Basis steht Einunerschópf- 
) licher Krug. I. 


und mit Wein gefüllt ist, kann man eine beliebige Fig. 20. 


Quantität schöpfen, und doch ist der Mischkrug immer 
wieder gefüllt. Das richtet man in folgender Weise ein.) 
Man denke sich ein Gefäßs «ß (Fig. 20), dessen 





1) Vgl. unten Philo Kap. 11. 





2 &yyen scripsi: &yyesı AG: £ygésw ' T — 3—4 lacunam ex 

b supplevi. cf. lin. 27—23 6 evé&ew a: f. Cody) ord&sı <uegsı) 

ex b supplevi. cf. lin. 30 10 Svnoeraı Voss. 19, b: scere à 

ds om cT s add T, 12 f. (&moàjefóvra xol» &vivce 

14 diavyıov Gb: aöyıov AT 15 &vsQüévcog Mb: &vetévog a 

16 dıavylov b: ów(hjvov a 18 éàv aC: à» BP 21 tig 
Mb: na 22 nal nataonevdeera G 


7 oöv a: d& bL :a.b-.d.e- L 9 üvrog &vo tr. CP 

15 zov olvov xo9«g90v b . éxoétw aBCL: éwyéew P 16 

z&Àw (post xoi)om.BL 21 idv a: &vh 25 diaöyeiov B,: 

óucgooyuo B, CP 26 otvog ex oov corr. B (ita L in plurimis 

libris, itaque in Taurinensi) 27 4 BCL: x P 30 o? ipse 

inserui ord£sı CP: ore&n B: instillabit (pro quo f. non stilla- 
bit scrib.) L éyyvOclg P: éyysdelg BC 


104  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


vÀÓ TA diepodyuarı zeo abrov vOv rodynkov' Oi de 
Tod Öıapodyuarog zudEelodn owAnv 6 EZ aneywv and 
tod nvdusvog PBoayd' Ersoog Ó& Ówoo0c omAnv Ou 
tod zv9uévog 6 HO dneywv ind tod TA dıapody- 
ucrog Boayd. 6 Ó& Tod Ayysiov zvOwmQv TETENOdW 
x«vü v0 K xal Außerw coAqváguov vó KA. To Ó& 
AB &yysiov énuxs(oto Ei vwog Baosog ng MNAO, 
di’ 4c &oro 7 roO HO coA«Qvog breooyi 6 Ó& eion- 
u£vog xoc«vo écvo 6 IIP. ói& 03 ng MNZO Paosws 
éoÀQv écvro 6 ZT ovvreronusvog vij Te Pdosı x«l To 
xocrijo.  icov Uwyog éyévo và © ovouíp roD HO 
GoAivoc. éyyéousv oov vov oivov did tod EZ co- 
Aijvog eig To AB‘ Óó yàg cmo éxyooosu did tod HO 
GoAijvog. éàv oov &vsovououévov 1 To KA c6oAqvá- 
gLov, éyysóusvog 6 oivog qoos. di «ovoUD sig mv 
Béácw x«i sig vov IIP xoarloa‘ éàv Ó& émwvouo9[, 


à 5—8 6 de vob ey yelov nvdunv ... omegoyii —D 
18—21: 6 de zoo ayyelov nvOwiyv rev orien xor& vo K 
zul éyévo coAqváoiov to KA' ro Ói AB &yystov Beßnxero 
ei tıvos Bdosws tie MINAO, di ng Zoro y vo0 HO 
GwAnVvog ürEgoyN" 


2 nadelodo CP: nadncto AB 2—8 6 EZ... owAnv 
om.G 5 ro0 G: roörod AT 11 (0 di xoorjo» icov Rochas 


2 &zàó om. b 3—4 fooyv ... mvQ9yu£vog om. B, L, xoci 
Ereoog 0i Owo00« coijv add. B, mg. (solus Mutinensis inserit 
“alter apponatur tubus") 4HO0 ab: 7] CP:i^f«B (in omnibus 
libris praeter Mutinensem) 8 £ovo: fit L 9, rfc om. P 


11 0 Ob yeilog Tod wgarijoog icov bL 13 eig to a a: eis 
zo &yyeiov vo aß bL 14 éàv a: el uiv b 15 ó om. BC 
15—16 xal eis viv uv&o Pdow bL 


[2n 


fer 


0 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 105 


Mündung dicht am Halse durch die Scheidewand 58 ver- 
schlossen sei. Durch diese stecke man eine Röhre e£. die 
fast bis auf den Boden reiche. Eine andere Röhre n% 





Fig. 20. 


. lasse man durch den Boden (des Gefälses) gehen und fast 
5bis an die Scheidewand yd reichen. Der Boden des 
Gefüfses sei in x durchbohrt und nehme!) ein Röhrchen x4 
auf. Das Gefäls «ß stehe auf einer Basis uv&o, durch 
welche (d. h. durch deren Deckel) der Vorsprung der 
Röhre 49 gehe. Der erwähnte Mischkrug sei zo. Durch 
10 die Basis uv&o gehe eine Röhre or, die sowohl in die 
Basis als den Mischkrug mündet. Der Mischkrug?) habe 
gleiche Höhe mit der Mündung 4 der Röhre 49. Nun 
giefse man den Wein durch die Röhre e£ in das Gefäls o f. 
Die Luft geht nämlich durch die Röhre 49 hinaus. Ist 
19 nun das Röhrchen x4 offen, so strömt der Wein, sobald 
er eingegossen wird, durch x4 in die Basis (uv&o) und 
den Mischkrug mo. Ist es aber verstopft, dann füllt sich 


1) b: 'habe". 2) Nach b: ‘Der Rand des Mischkruges’. 


174 


106 HP9NOZ AAESANAPERE IINETMATIKS9N A. 


torte aAno@dioereı rd AB üyysiov. yyéousv oov 
x«i eis vv MNAEO Pdow xci sig vov IIP xoarijon 
vOv olvov, Bots Aion ewe, vv II P xgeviíjoc xci vQv 
MNEO Baoıv mzexAqoG09«t, Cyov Tod © ovouíov roO 
o@ANvog. voUrov Ói ysvou£vov xcl qocyévrog Tod E, 
od (óeUcct» dia Tod KA coAijvog 6 év v AB dyyeio 
oivog Ói& TO un Eyeıv elg vov xEvoVuEVvoVv rózxov dEO« 
Avrixeraoriivaı AAov: qv yàg wurd N Eloxguoıg did 
tod E oToulov. Or«v oov &zcgvoous0c ix TOD xgatij- 
pog oivov, Avaoroumdnioereı TO E orTduov, xcl zoug- 
eiodvaıv Außovrog Tod dEpog zdAuv HeVosı Ó olvog 
eig re viv Baoıv x«i vov IIP xoarion, üyoıs Av An- 
ons yevyraı. xci voUro Eoraı, | ó0cxig Eiv Govco- 
usde ix Tod xocrijoog oivov. sos; Ób xol Tv 
MNEO Pdow Teronodea vouuavío to T zgóg cO 
rov &vvwuxcTCAAcGOÓusvov &éoc eig To AB ayyeiov 0i 
tod H oroulov eloywoeiv x«i dıa Tod T Tonueros. 


XX. 

'Eav sig yosliav BovAmusde TO coro OxsvdGeL., BOTE 
xocvijoog Ovrog Ev vw. vózQ zxÀAtiov KoVEodaı && c'ovoO 
UÓcQ xci Gi zANQn Eivaı vOv xocvijoc, KETROKEVELETEL 
oUcOg. 

"Eco dyyeiov v0 AB, Ev € &vdodev £ovo Vdarog 





4 O scripsi: n aBL: «x CP. cf. etiam Rochas 1.1. p. 123 
4—5 f. vo (HO» coAijvog 6 devosı b L (post owAnjvog add. 
in margine M,): om. a. 13 2&v a: à» Par.2619 14 Oerjc&t 
(denosı A) ö% ab, spurium: f. (&uswov» ó? Zoraı [02]. v. pro- 
legomena ad fig. 20 19 onsevdoaı AT: xercoxeveco,. Gb 


1 AB om.P 60:6 0E CP 98x voo BL: dia zoo ECP 
10 dvastou@dmoeraı: obturabitur L in omnibus libris praeter 


-a 


t2 


5 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 107 


das Gefüfs «8. Wir wollen nun so viel Wein in die 
Basis uv&o und den Mischkrug mo gielsen, dafs der Misch- 
krug zo ganz und die Basis uv&o bis zur Róhrenmündung & 
gefüllt ist. Wird hierauf e verschlossen, so fliefst der im 

5 Gefüfse «ß enthaltene Wein nicht durch die Röhre x4 ab, 
weil keine andere Luft da ist, um an die Stelle des luft- 
leeren Raumes zu treten. Sie könnte nämlich nur durch 
die Mündung e zugeführt werden. Wenn wir nun Wein 
aus dem Mischkruge geschöpft haben, so wird die Mündung c 

10 geöffnet. Hat dann die Luft Zutritt erhalten, so fliefst 
der Wein wieder in die Basis und den Mischkrug m9, bis 
er voll ist. Dies wiederholt sich allemal, wenn wir dem 
Mischkruge Wein entnehmen. Praktischer!) ist es aber, 
auch in die Basis uv£o ein kleines Loch v?) zu bohren, 

15um die zur Ausfülung des Vakuum nótige Luft in das 
Gefüfs «8 durch die Öffnung n und das Loch v eintreten 
zu lassen.?) 


XX. 


: : : : T |, Ein unerschöpf- 
Will man die gleiche Vorrichtung für die Praxis cr. Krug. II. 


20 verwendbar machen und irgendwo einem Mischkruge Fig. 21. 
eine grófsere Menge Wasser entnehmen und den Misch- 
krug doch stets gefüllt lassen, so triffü man folgende 
Einrichtung. 

Man denke sich ein Gefüfs «ß (Fig. 21), in dessen 


1) Handschriftlich: ‘Es ist ... zu bohren’. 

2) Dieses ist natürlich in dem eben erörterten Falle als 
nicht vorhanden oder als verschlossen zu denken. Letzteres 
setzt unsere Figur voraus. 

. 8) In diesem Falle bleibt s natürlich geschlossen. 





Mutinensem, qui aperietur habet 12 «cl eig row neuen b L 

13 &&v CP: &v B 15 v0 om. b 17 ronuarog a: vovz1j- 
uerosb 19068 «ol eis bL 20 mAsiov: multumL 21 nare- 
orevateraı à: naraonevdoouev bL (o ex o corr. P 23 Zvdodev 
om.bL ^ 4óetog a: 00co bL 


108  HP9NOZXZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIEKSN A. 


«UreQxeg zo0c Tv uéAAovGev qosíav' xgovvog Oi € 
avrod £&ovro 6 I, (xai» Omoxsíc0c wurd Amvog N 
H®:' xavóviov Ó£ vt zog& vóv xogovvóv xqAcovev£cdcn 
v0 EZ, ob zog uiv TO E üxgov éxxgsuco9c qsAA0g 
6 K éviwv &v vij Aqvó: zgóg de và Z Akvosidıov &zo- 
0s0£cO0c foog uoAwfobv &yov vo XR. &cvro (025 otras 
éGxeveouévov, Gors EriVnYousvov Tod K qeAAoU sig 
td ev vj OH Aqvó vOÓog CzxoxAs(soQa, vOv xgovvóv, 
&o9fvrog Ói Voarog And cvíijg Amvod xe«O0(cavro vv 
qtAAoóv Avoigaı TOV xgovvóv, Gore zAw éxigotÜcav 
v0 00ÓcogQ uerewgion vv qgsAAOv xol nahm dmoxkeı- 
GOijv«,. vóv xgovvóv: Ócdos, HE vov qsAAOv PaoVTEgoV 
eiveı Tod zQo0g TO X Paoovs. £ovo Ó& x«i 6 eion- 


à 108, 5—110, 4 zgóg de và Z ... émwmyouévov — 
b 108, 15 —110, 24: zoóüg de ra Z alvoeldıov &moós0éc9o 
Béígog uoAußdıvov Fyov vo 3 moÀÀÓ &Aevrov TO GroOuo Tod 
K gsÀàioU0. £ovo Ó& oÜrcoc Eoxevaousvov, Gore émwvayouévov 
tod K geldoö sig ro iv vij OH Aqvà 0c dnorkeleodaı 
TÓv XQovvüv Oz c0r0U, GoOtvrog Óà ÜOorog dd Tod Aqvoo 
“al TOU gelhov #eraßıßasdevrog GvovyO ver TOv xgovvov 
xoL mmahıv eloelQOvroc Ev vij wo Tod Ddaros uere@godevre 
zov @erldv Zupgdsaı Tov xgovvóv. foro ovv xol Ó eion- 


2 «ai bL: om. a 4 gellög Mb: gelös a. similiter infra 
lin. 7. 10 (AT) 6 woAıßoöv G: uoßoöv AT ó& inserui. 
cf. lim. 17 9—10 &oQ)évrog ... *govvóv om. G 13 và 
Par. 2512: zö a: f.[moóg v] del. cf. lin. 6 





1 mgüg a: eis b weAAovoe» om. bL 2 cor om. bL 
4 v0 € Ääneov à: và (TO B) € &xoo b E om. L gpehhög: 
ponderarium aeneum L 15 £ CP: & BL 16 và B: và 


de CP (sed óà del. C) 19 aqua autem elevata sive potius 
evacuata L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 109 


Innern so viel Wasser sei, als voraussichtlich gebraucht 
wird. Ein Ausflufsrohr yd rage daraus hervor, und eine 
Kufe 49 stehe darunter. Ein Schwengel e$ gehe neben 





Fig. 21. 


dem Ausflufsrohre wie ein Wagebalken auf und nieder. 
5 An dessen Ende e hänge eine Korkscheibe x (so tief), 
daís sie sich innerhalb der Kufe befindet. An & hänge 
man ein Kettchen mit einem Bleigewichte £.!) Die Ein- 
richtung sei so getroffen, dafs die Korkscheibe x die Aus- 
flufsróhre nach dem Wasser in der Kufe 94 hin ab- 
10 schliefst, wenn sie obenauf schwimmt, dagegen sich senkt 
und so die Ausflufsröhre öffnet, wenn der Kufe Wasser 
entzogen wird. Erst wenn wieder Wasser zuströmt, soll 
daher die Korkscheibe gehoben und die Róhre von neuem 
geschlossen werden. Die Korkscheibe muls aber schwerer 
15 sein als das Gewicht bei & Es sei der erwähnte Misch- 


1) Zusatz nach b: (... Bleigewichte &,) “das eine weit 
geringere absolute Schwere besitzt als die Korkscheibe x’. 
Dafür fällt weiter unten in b die entsprechende Bemerkung 
von à aus. 


175 


110 HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


uévog xgcevio Ev Tino tivi xs(usvog 6 AM, ov có 
zeitlos Eorw £v dr vj Exnıpaveia Tod £v vij Ayvo 
UOÓaroc, Ort oUOxévuL ErIE0EL 6 xgovvog TOd @peidoü 
, [4 , \ E ? ^ m 
ErLVNYOUEVOV. qsgéro ÖdE x«i £x Tg Anvod owAnv 
tig v0v nvdueve Tod noarloog 0 ON. Orav (gc zAj- 
govc ÖVTog TOÖ xg«rijoog KEVoN Tig VÖWE, HVYAEVMOEL 
x«i, vo Ev vj OH Anvo vOÓog' x«i nadloug 6 qsAAOG 
&voítsu, vOv xgovvóv, xci TO ErI00E0v sig ve Tov 
Anvov xci vóv xgovijc éveyQnjosvau. xol WETEWELOEL 
zov qsAAÓóv, Govs nahm | unnerı Enıpgssv. x«l vobro 
» [4 ki! 9 y. , 5 m m [4 
Eoraı, boaxıs Qv Apeintai Tıg €x TOO xo«rijoog U0c0. 


XXL 


Eig Evıa Gzovósi« nevradoayuov voulouatog &u- 
BAndevrog, UÓcQ drropgesı sig TO TE0LE0WLVEOdEL. 

"Eotw omovöstov N $«6«voóg 6 ABI, ob oro- 
uov &cvo v0 A Avsorouwusvov, Ev Ó$ TO $9«ocvoó 
&yytiov éóvo to ZHOK £yov VÖwo xal vide viv 
A, & ng xgovvóg io gsgéro 6 AM. zagaxsíotwo Oi 
To G&yyeío ÖdodLog xcvov 6 NX, meol 0v £vsgog xq4o- 
vevéoüo 0 OII £yov zoógc uiv và O máAevvoucruov 
to P zogéAAgAov TO zvOucvi. Tod Ayyelov, zoóg O8 
uEvog xgev]o Ev vóno tivi xs(usvog 6 AM, oU cà yeikog 
&ovo AxeıPög Ev aürh vij Enıpavela tod Ev vij Amvo Vdarog, 
Ore oUxérL émigoésu OÖ xgovvóg Tod YEllod émuvqyouévov. 





13 onovdeie Mb: cozovóía a 15—16 có oröuıov Leid. 
Scalig. 45 17 zv&ide BM (anEida CP): zv£/(ów a: pixidem L 
20 v9 b: zo a 





7 nadloug a: x«rcAQ Ov b, descendens L 8 rijv a: vóv b 
9 sig tóv bL 10 unmner nam tr. CP 17 q£9x bL 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 111 


krug Au an einem beliebigen Punkte aufgestellt. Sein 
Rand liege genau in Höhe des Wasserspiegels in der Kufe 
zur Zeit, wo die Ausflulsröhre.infolge der oben schwimmen- 
den Korkscheibe aufhört zu fliefsen. Auch aus der Kufe 
5 führe eine Röhre $v nach dem Boden des Mischkruges. 
Wenn man nun aus dem vollen Mischkruge Wasser schöpft, 
so bewirkt man zu gleicher Zeit, dafs auch in der Kufe 9 
der Wasserstand niedriger wird. Wenn dann die Kork- 
scheibe sich senkt, so wird sie die Ausflufsröhre öffnen, 
i10 und was zuströmt, wird sowohl in die Kufe als in den 
Mischkrug laufen und die Korkscheibe heben, so dafs der 
"Zuflufs wieder aufhört. Dies wiederholt sich, so oft als 
man dem Mischkruge Wasser entnimmt, 


XXI. 


15 Manche Opfergefüfse sind so eingerichtet, dafs Der Weih-. 
Weihwasser zum Besprengen herausfliefst, wenn man Fig.92. 
ein Fünfdrachmenstück hineinwirft. 

Man nehme ein Opfergefáfs (Spondeion, Fig. 22) oder 
eine Sparbüchse! (Thesauros) «8yó, deren Mündung’ « 

20 nicht geschlossen sei. In der Sparbüchse (bez. der Opfer- 
kanne) befinde sich ein (kleines) Gefüfs £g Ox mit Wasser 
und einer Büchse A, von welcher eine Ausflufsróhre Au 
nach aufsen gehe. Neben dem Gefälse stehe ein senk- 
rechter Stab v5, um den ein anderer oz sich wie ein 

25 Wagebalken drehe. Dieser erweitere sich bei o zu einem 
Plüttchen o, das (im Zustande der Ruhe) dem Boden des 


1) In Pompeji (Overbeck-Mau Pompeji S. 203) ist die 
Kasse (Büchse) des thürhütenden Badewürters in den kleineren 
Thermen gefunden, aber leider a. a. O. nicht abgebildet. An 
Geldkisten, wie sie in Pompeji z. B. in der Casa dei Dioscuri 
(= del questore, a. a. O. S. 334. 336) ehemals standen, ist 
wohl kaum zu denken. 





18 psoévo B: gégevau CP: ferat vel feratur L 20 o aP: 
e BOL 


119  HPO9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N A. 


to (II xovóviov v0» IIZ £yov mgóg và 2j éouoovóv 
züuc Tj A zvé(óu, Gove un O&£cew TO UOÓcQ Oud Tod 
AM coAijvog. éovo dt TO nur ig mv&ldog Baov- 
teoov tod P zAe«vvouet(ov, xovgórsgov Ó$ Gvvego- 
vÉpOv TOD TE vouíOuerog x«i Tod zAcTUGUOTÜOU. OTav 
oov EußiAndn Oi& Tod A oToulov TO vöuLoun, &mt- 
neoeitaı to P zAevvouerío x«i xevopeoioev SyxAwsi 
ubv td OII xavövıov, Erageli de v0 muc tig mv&idog, 
Gore Hedorı TO UÓcQ' Anomeoovrog Ób Tod voulouarog 
rzahıv TO zu ENITEOOV anonkeioeı Tv mv&lde, Govt 
unnetı Oécuv TO vOOQ. 


XXII. 

Eig é&yysiov zoAAQv ysvàv EußAndevrwv Oygob 
dia Tod coro oToulov, Ldla ExaoTov czopoésuv OLG 
TOD KÜTOO xgovvoU, DH v TOORLEDUENK. 

"CEovo rı dyysiov TO AB Ouexsgooyuévov ToV 
rodynAov vQ II diepodyuarı. éyévo) 0$ ÖLapodyuare 
vEdLa x«i Kvarslvovra WEIL voO ÖLKPE«YURTOgS, TOL- 
00VT« ycQc«g Tooadras, 06« BovAdusda Eußakeiv vyoc. 


0 


[us 


à 9—11 Gors dedonı ... ro 0cg — b 20—22: xol oUvog 20 


desı TO Ü0cg' AodEvrog Ó& Tod voulouarog zdÀw TO muc 

émumeG0v Amonkelosı viv nuslde, (ove unmerı besıv TO Ov. 

1 II z«vovıov 10 bL: om. a rà (ante Z) AGb: có T 

7 co MBC: có aP &ynAıvei Haase in schedis Schoenianis: 

éyxMvev A Gb: £yxAMvew T: inclinabit L 8 éxagsí Haase in 

schedis: &naigeı ab, tollit L. - 17 f.ó3 (xoay — 18 f. vo0 (I4 
ÖLapedyuarog 18—19 f. (xal) mowövre: ac facientia L 


1 x6 aB: xo CP 2 r0 0009: vinum L 4—5 xov- 
P0TE00V ... zÀcvvouovíov om. CP 13 öyood: humorum L 
14 @noggssiıv aBCL: émigoésw P 15 óg 8: O bL. 18 xoi 
om.b cob x«r& zo (om. B) oröwov bL 22 Qésw c0 Bang 
BC: óésev 90oo P 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 113 


Gefüfses parallel liegt. Bei z 
hänge an dem Querstabe ein Stiel 
76, an welchem bei c ein (genau) 
auf die Büchse 4 passender Deckel 
sitzt, so dafs er den Ausflufs durch 
die Röhre Au zu unterbrechen 
vermag. Der Büchsendeckel sei 
schwerer als das Plättchen oe, 
dagegen leichter als Münze und 
Plättchen zusammen. Wenn nun 
durch die Mündung « das Geld- 
stück hineingeworfen ist, fällt es 
auf das Plättchen o, drückt den 
Querstab oz nieder und bringt 
ihn in eine schiefe Lage, wührend 
es den Büchsendeckel emporzieht, 
so dafs das Wasser ausfliefsen kann. 
Wenn das Geldstück  herunter- 
gefallen ist!), legt sich der Deckel 
wieder auf die Büchse und ver- 
schliefst sie, so dafs der Ausflufs 
aufhórt. 





XXII. 


Es giebt ein Gefäls, das jede beliebige Flüssig- Ein Zauber- 
25 keit durch denselben Hahn gesondert ausflieísen b 
läfst, nachdem man durch einunddieselbe Mündung vielerlei 
Arten eingegossen hat. 
Ein Gefüfs aß (Fig. 23) sei im Halle durch die 
Scheidewand yó verschlossen und (im Bauche) mit verti- 
30 kalen Scheidewänden versehen, die bis an die Scheide- 
wand y0?) reichen und so viel Räume (Kammern) bilden, 
als wir Flüssigkeiten hineinthun wollen. Man nehme für 


1) Nach b: “aufgehoben ist’. 
.2) Nach b: “bis an.die Scheidewand in der Mündung’. 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 8 


er 


T met merci 


i. 


3 
* 
f 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 115 


den Augenblick zwei Flüssigkeiten, und die (vertikale) 
Scheidewand sei £e. 5) In der Scheidewand yó seien kleine 
Löcher wie bei einem Siebe?), welche in die beiden Räume 
führen. Unterhalb der Scheide- 
wand sollen die Luftlöcher n 
und 9 in die Kammern führen. 
Aus dem Boden mögen die 
Röhrchen?) x und A heraus- 
treten, nach den Kammern 
hin offen sein und in eine 
einzige, gemeinsame Ausfluls- 
róhre u auslaufen. Halten 
wir nun die Luftlócher 4 und 
9 und das Ausflufsrohr u zu 
und giefsen durch die Mün- 
dung eine der Flüssigkeiten 
ein, So wird sie in keine 
Kammer eindringen, weil die 
in den Kammern enthaltene 
Luft keinen Ausweg hat. Óff- 
nen wir aber eins der Luft- 
Fig. 23. lócher, so läuft die Flüssig- 

keit in den Raum, zu dem 

das betreffende Luftloch gehört. Halten wir dann dieses 
25 Luftloch wieder zu, lassen dagegen das andere los und 
giefsen eine andere Flüssigkeit hinein, so läuft die Flüssig- 
keit wieder in die andere Kammer. Halten wir nun alle 








1) Nach b: “und die Kammern seien £, @’. 

2) Nach b: “wie — Siebe’ fehlt. 

3) Diese sind in unsrer Figur als solche nicht erkennbar, 
sondern, um die Deutlichkeit der übrigen Vorrichtung nicht 
zu beeinträchtigen, als einfache Ausflulsöffnungen dargestellt, 
welche ja denselben Zweck erfüllen würden. 


yw BC: diadynue P 20 và om. B cwAmvagıov foro to B 
21 xol om. L 10» BC: vo P 


8* 


116 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKO9N A. 


xevcAepóusvou oov và dıadyın zévre cov roig 19Woig 
er ? M \ , , x e , 2*4 M 
Or«v &vüusv vov M xgovvóv, ov uy 0EVoN, écv um 
£v rÀv Oivvyíov &vsÜg. Hal vóvs TOO &£gog me«gsío- 
Övoıv iGyuxóvog Qvijoeva, TO Ev Exelivn TI) yOQo Oyoóv: 
x«vcAvqpO9évrog Ó& roO dıavylov Kal TOD ETEOOV cve- 
Hevros TO adro ovußroereı. 


XXIII. 


Zóo cyysíov Óvrov Eri vwog PBdoewng x«l ToU 
uiv évóg zAWoovg Övrog olvov, Tod Ó& évíoov vzdo- 
qovrog xtvobD, Ocov é&v sig TO xevov Ayyeiov U0c0 
éyyfouev, voGoUrog Ó oívog éx TOD érégov Óviücsrau 
xcruGxeudtevou Ób oUrog. 

"Eovo £ni vwvog fcsog tig AB Óvo G&yysia và 
TA, EZ óiezspoeyucva Te orduıe voig H 0, KA Óua- 


a 1—6 zaralaßousvo ... ovußnoereı = b 16—21: 
sorahaßousevoı otv và dıevyıa ndvre Gov Teig iv và dıa- 
pocdyuerı Oneig Orav &vGuev vov M xgovvóv, o? un 6eVon, 


Cx 


E CA M ? \ 14 m „+ 
ei un Tv vOv dıevylov Avsdeln. Hal TOTE TOD Géoog TTRQ- 


elodvoıw éGymxórog Hunoera TO iv Enelvn vij Ywox Öyoov' 

xareAmpYevrog dE Tod dıavylov voírov Aal TO Er&gov Ave- 
, PETE b! > - ER" 4 , e / 

O£vrog devosı TO iv rij évíge woo vygóv. 


1 79wois M: (Quoig à 2 6edon (n ex & corr) AG: 


GEVoEıW T éàv scripsi: ei P4 5 xovoAnpeévrog Mb: x«ve- 
Asp O'évrog A 10 2&&v AG: à» Tb 11 zocoörog A (in A 
recte sie scribitur: r06007) b: roooöro GT 14 rois b: rg à 





e 


10 Gyyetov om. bL 11 ó om. b 14 Eyovra z& bL 
17 6dedon (m ex ev corr.) B: devosı CP 19 &v ... yoga: 
ibi L  — 20 vo?rov om. B 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 117 


Luftlöcher mitsamt den siebartigen Löchern!) zu und lassen 
das Ausflufsrohr u los, so wird die Flüssigkeit sicherlich 
nicht ausfliefsen, es sei denn, dafs eins der Luftlöcher ge- 
öffnet wird. Erst dann, wenn die Luft Zutritt erlangt 

5 hat, wird diejenige Flüssigkeit ausfliefsen, welche in dem 
entsprechenden Raume enthalten ist. Hält man aber das 
betreffende Luftloch zu und läfst das andere los, so ist das 
Resultat dasselbe.?) 


XXIII. 
10 Wenn zwei Gefüfse, von denen das eine voll Miis de 
. . . . es asser- 
Wein, das andere leer ist, auf einer Basis stehen, und Luft- 


so kann der Wein in solcher Quantität aus dem „druckes, um 
: NL Wein zum Aus- 
vollen Gefälse ausfliefsen, als wir in das leere Wasser flufs zu bringen. 


giefsen. Die Einrichtung ist folgende. zu d 





Fig. 24. 


15 Auf eine Basis «ß (Fig. 24) seien zwei Gefülse yd 
und e£ gestellt, deren Mündungen durch die Scheidewände 


1) Nach b: “mitsamt den Löchern in der Scheidewand’. 
2) Nach b: ‘so wird die in dem anderen Raume enthaltene 
Flüssigkeit ausströmen’. 


118  HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


177 pocyueot. 604v 0$ 6 MNAEO due vij Bícosog | 0L00900 


xci Gvoxsxéug0o sig TE Kyysla Gzxéyov And vOv dıa- 
qgocyucrov Bo«yo zarte và M, O. xoci Ev uiv io EZ 
xcuzAog Gípov é&oro 6 IIP2X| nv xvgvóvqva &yov 
zQ0g TQ OoTöuerı Tod dyyeiov' To Ó$ Ereoov ox£Aog 
KÖTOD éxrüg PEOETW EIS xgovvov ÖLEOKEVROULEVOV. Ou 
ö& tod HO diapocyuarog xadelodn yavn 9$ TT, ns 
Ó xcvAóg GVVEOTEYVOOIW TO HLapopdyuarı xci Gm- 
qvo And TOO nvdwuEvog BocqU. éyxeyoo0c OE Óu& vivogc 
vovziwuerog Tod D eig vó EZ yysiov olvog, 0 werd 
viv éyyvow ndAıv &zxsoveyvoGO00. EV oov iyyfousv 
dia Tijg gas v0oo sig ro IA ayyeiov, cvuhjceve: 
Tov Ev wurd Géoc ErdAıßousvov yogtiv eig v0 ZE 
&yysiov dia Tod MNEO owAnvos' 6 Ó&$ usroyopoGv 
EndAleı vóv Ev 10 EZ dyysio oivov: x«i vobro 
Eotaı, Ócdxig ELV VOÓoQ Eyyewuev. xoi OMAov Ovi E4- 
YAıßousvos 6 mo icov Óyxov Eysı TO Eyyvvousvo 
voatı x«l voGoUrov oivov ErdAlbeı. xl éàv uut cípov 
7 xeumóAog, &AA& uóvov xoovvóg zog vr 2, Övvaraı 
TO cU0T0 yEveodeı, ijv un Tod UVOc«rog 9 Pie xcruxoa- 
TION TOD xoovvoU. 


XXIV. 


"Ayysíov Övrog xsvoU x«i éríoov oivov É£yovtosg, 
cr 2*N er \ \ ? - ? / 
000v éàv v0cQ sig TO HEVoV &yyciov EußeAmuev, vo- 


a 118, 23—122, 16 "4yysíov üvrog ... mgootocusOo 
— b 118, 26—122, 29: Koovvóv xevecxeváoot, dp oU 


3 x«rà và BOL: var 0 P:6a và Mb: wa 6 ó:e- 
cxevacuévov b: Owoxsvocuévov A 7 xadcíc9o BOM: xoQt- 
60v à: nelodo P 13 róv AG b: 08 MT 16 £&xv aCP: dv 
BM 19 zo AGb: có T 22 2°” codd. decurtati et sic 
deinceps 28—120, 1 Ayyslov ... nengausrov a: Éovo cunor- 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 119 


39 und xà verschlossen seien. Eine Röhre uv&o lasse 
man durch die Basis gehen und biege sie nach oben in 
die Gefüfse um, dafs sie in u und o fast bis an die 
Scheidewände reicht. In c£ sei ein gekrümmter Heber x06 
5 angebracht, dessen Krümmung nahe der Mündung des 
Gefüfses liege. Der andere Schenkel des Hebers gehe in 
Gestalt eines offenen Hahns nach aufsen. Durch die 
Scheidewand n% lasse man einen Trichter rv hinab, dessen 
Schaft (d. h. Róhre) in die Scheidewand eingelótet sei 
i0 und fast bis auf den Boden reiche. Man giefse in das 
Gefüfs ££ Wein durch irgend ein Loch g, das nach dem 
Eingiefsen wieder zu verschliefsen ist. Wenn wir nun 
durch den Trichter Wasser in das Gefäls yd giefsen, so 
ist die Folge, dafs die darin enthaltene Luft hinaus- 
15 gedrängt wird und durch die Röhre uv$o in das Gefäls £e 
strömt. Sobald die Luft hinübergeht, treibt sie den im 
Gefälse ££ enthaltenen Wein hinaus. Dies wiederholt sich, 
- so oft wir Wasser eingielsen. Es ist augenscheinlich, dafs 
die verdrängte Luft gleiches Volumen wie das eingegossene 
20 Wasser hat und eine diesem entsprechende Quantität Wein 
zum Ausflufs bringen wird. Auch wenn kein gekrümmter 
Heber, sondern bloís ein offener Hahn bei c6 angebracht 
sein sollte, kann das Resultat dasselbe sein, es sei denn, 
dals der Druck des Wassers für den Hahn zu stark ist. 


25 AXIV. 


Wenn man ein leeres Gefäls und ein zweites voll 
Wein hat, so kann man durch einen Hahn Wein und 


a 119, 26—121, 12 Wenn man ... sich verhalten soll — 
b 119, 29—121, 22: Einen Hahn zu konstruieren, aus dem eine 


oucrıov codd. decurtati et ed. Paris. 24 &&v a: àv Par. 2512 
EußdAAmuev T 


1 diacdo Óux ig Pdoswg tr. b 3 «oi om. L 10 ó 


V 
oivogh da: xoi bL 15 éx9A/Be, P 17 £yev a: EEec bL 
éyyvvouívo à: Pygsouévo b 


eoo 


120 HPQ9NO£X AAEEZANAPE?Z IINETMATIK9N A. 


"Qa 
e 
8 
S 


Go0rov Oi& xgovvob Awvóusü« xsxocu£vov 
BovAóustüe tive, Aóyco' £Góvo dt TO UÓcQ TOD oivov 
dınAdovov. 

"Eovo v0 xsvóv &yysiov vó AB Hroı xvAwóguxóv 
N 618080v maog«AAmAem(msÓov OgO0ycoviov: vo)vo ÓE 
ETEOOV  zc«goxs(GUc  OGrtyvOv 
züvroOsv x«i émi vio ecoriüc 
Bécsog xsi(usvov vo I Hroı 
óuoícg xvAwOQuxOv N OTEQEOV 
zogcAAAsmíxs0ov | ógUDoycvi- 
ov: 3 0$ roO AB toig ÓuxAa- 
oí« Eoro Tijo Tod I'4 Baoews, 
ereidrjmeg BovAduste vo | vÓcQ Fig. 25a. 
tod olvov vet ÓuxAcGLOv. 
vOUrQ ON z«gcxsíG0c Eregov Gyytiov Gveyvov vo ZE, 


- 


€ 


€ Iu , ri Y » ? , 
»gäue Hunoera ÜÓcrog xol olvov Ev Àóyo Q v 
&ovo IN To UOcgQ sivo, Tod oivov OwAdGiOv. 
"Eorw xsvóv &yysiov v uéAlov brodskeodaı TO VIE TO 


BovAmusda. 


A B' roöro Ó& ou xvlwvOpixbv oregeov € Eco 7) noo. 


uiedov ögdoyavıov' rOUTQ de E7E00V öuoLov To Gyr 
zte«QoxelGOo GreyvOv návroOsv r0 I. ZA, ov 4j Báctc nulosıc 
£óvo ng tod AB Pdoswg, Enei BovAöusde dınıdoıov eivaı 
r0 Done Tod olvov Ev vG* xoduarı. Hal roov de maga- 


m 


neichn Ereoov Gyysiov oreyvov v0 EZ, Ev o Eyyuänoeras 





v Paris. 2512 2 eivaı (scil. «exo«pévov) A, T: om. A, 

ipd eivaı tr. G ó? om. T,, corr. T, vóoo T: $80 

eivaı AGM 5. 10 magaAAmheninedov GT: Mes éníze- 
dov A 5—6 Öedoyavıov ... Ersgov om. G,, add. G, 





17 ön BC: igitur L: óà P sive, om. L (sit aqua igitur 
vini dupla): f. sivc, del. 18 ózoó£&sc9'wu BC: ózoóc£ac9wt P: 
quod aquam debet suscipere L 20 óà om. L 23 rovro BL: 
toöro CP ó$ b: om. L 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 121 


Wasser in beliebiger Mischung und in einer Quan- Verwendung 
E. . . ks . des W - 
tität entnehmen, die dem in das leere Gefüís ein- una Lum 


gegossenen Wasser entspricht. Das Wasser betrage ruckes, um 
aus einem 


das Doppelte des Weines. Hahne eine 
n . 4 > Misch 
5 Das leere Gefäls «ß sei entweder cylindrisch Wein und wa 


(Fig. 25 bez. 25a) oder ein rechtwinkliges Parallel- er in einem 


epipedon. Daneben stelle man ein anderes, von allen Verhältnisse 
. . : . ausströ 
Seiten luftdicht verschlossenes yd auf dieselbe Basis, 1assen. Fig. 95 


das ebenso cylindrisch oder ein rechtwinkliges "24 25a. 






IHE INK 


Fig. 25. 


ı0 Parallelepipedon ist. Die Basis von «f sei doppelt so 
grofs als die von yd, da das Wasser zum Weine sich 
wie 2:1 verhalten soll. Neben diesem stehe noch ein 


Mischung von Wasser und Wein in einem beliebigen Verhält- 
nisse ausfliefsen soll. Das Wasser betrage das Doppelte des 
15 Weines. 

Es sei « ein leeres Gefäls, welches bestimmt ist, das 
Wasser aufzunehmen. Es sei dies entweder ein cylindrischer 
Kórper (Fig. 25) oder ein rechtwinkliges Parallelepipedon. 
Daneben stehe ein anderes yó von ähnlicher Figur und von 

20 allen Seiten luftdicht verschlossen, dessen Basis halb so grols 
sei als die von «ß, da in der Mischung der Wein zum Wasser 
wie 1:2 sich verhalten soll. 


199  HP9NOX AAEEANAPEQ9X IINETMATIK9NN A. 


Ev à Eyyudijoeraı 6 oivog" xci di &ugovégov vv I'4, 
EZ coA»v &cvo 6 HOK cvvrvevoquévog voig Eripoay- 
uaoıv cóvOv xci cvvsortyvou£vog: v0 0$ EZ &yysiov 
£yévo xaumbAov coAW«v« rov AMN, ob To uiv Evrög 
[4 ? , ^ [4 M , , er e 
Gx£Aog &zeyévo ToU zvOüu£cvog Tod Ayysiov 00609 UO«rL 
ÖLdppvoıv‘ TO 03 ETE00V éxvog EriXeXdupdn xci qegéro 
eis &yytiov &vegov TO XO, é& oo coAqv 6 IIP gsoéro 
dia z&vvov tTÓVv Gyys(ov 13 x«i broßeßAnusvog bo 
viv Edoav TÜV &yysíov TEOGETaL, (va xéro PEENTAL 
QaÓícog abrog sig TO age vov mvdusve Tod AB ay- 
yelov u£gog. ETE005 Ó$ GcAqv 6 TZ cvvrevo1jó9o rois 
AB, TA &yystoig* éyévo 03 xol vo AB Ayyeiov z«o& 
róv zvÜu£va xoovvíoxov rov T. oi óà PII, T xgov- 
vioxoı Eumegıikaußaveodnoev xoovvo vi D X xAsıdiov 
&yovrı, Öl o &vovwyOjoeveu x«l xAsuGQnjGeveL, Ómóv«v 
TOO«EDUEIE. TOÖTWV ÖN xcrcoxevaotévrov Kal &zo- 
6 oivoc" xci di Gugorígov vOv TA, EZ owANnv foro 6 
HOK ovvreronusvog Tois dıapodyuaoıv aur@v xol Gvv- 
[4 = \ \ ? M 344 , , 
sortyvouévog' To de EZ ayyeiov éyévo xoumvÀov oípove 
vóv AMN, oo v0 uiv ivróg Gxélog &meyfvo Tod mvOu£voc 
Tod Gyytíov, 0cov dor. didogvoıv sivoav TO Ó& Eregov Ev- 
Tüg émuxexdugOc xol qsoíoO0m sig trsgov Ayyeiov v0 AO, 
i£& ov owAnv 6 IIP gegíc9c m0 nv tÓgov mvrov Tüv 
&yysiov you x«i Tod AB dcyysíov. tregog de coÀqv 6 ZT 
svvrerenodw Toigs AB, TA &yysíoug éyévo de xol vó AB 
&yyeiov meg Tov mzvvOuiva xgovvíoxov vóv T pEgovre sig 
róv IIP coMjvo: 6 de IIP cov éyívo xgovvóv Werk 
‚nAsıdiov, di 00 Gvoıydicera xol nAsıodNosraı, Ónórav 
roo«Xgwusde, r0v DX. 





2 émupodyuecw A,T: diapedyuacıv A,G 4 f. cípovo. 

cf. lin. 19 6 éwrüóg A: évvóg, v ex a corr, G: évrüg A,T 
10 zag& AG,T: zsol G, T, 16 post zoocuoóous?« haec 
fere desiderantur: (éyxey$o0c 02 Out vwog rovmuerog tod 3/5 


25 


e 


10 


1 


ex 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 1923 


anderes, luftdicht verschlossenes Gefäls £e, in welches 
der Wein geschüttet wird. Durch beide Gefälse yd und 
e£ gehe eine Röhre 59x, welche die Deckel durchbohrt 
und in sie eingelötet ist. Das Gefäls sf sei mit einem 
gekrümmten Heber Auv versehen, dessen innerer Schenkel 
fast bis auf den Boden des Gefäfses reiche und nur 
noch Wasser durchfliefsen lasse. Der andere sei dagegen 
nach aufsen umgebogen und führe in ein anderes Ge- 
fäls £o. Aus diesem gehe ein Rohr zg durch sämtliche 
Gefüfse. Man kann es auch unter den Platz legen, 
auf dem die Gefälse stehen, damit es leicht nach der 
nahe dem Boden des Gefälses «B gelegenen Seite abwärts 
fliefst. Eine andere Röhre ro stelle eine Verbindung 
zwischen den Gefälsen «8 und yd her. Auch das Gefäls «8 
habe am Boden eine kleine Ausflufsróhre v (Fig. 25a). 
Die Ausflufsróhren om und v sind von einem (weiteren) 
Rohre px einzufassen (Fig. 25a). Dieses ist mit einem 
Hahne versehen, durch welchen es beliebig geóffnet und 
geschlossen werden kann.!) Sind nun diese Vorkehrungen 


a 7—19 Der andere ... kann = b 20—29: Der andere 
sei nach aulsen umgebogen und gehe in ein anderes Gefäls £o. 
Von diesem werde ein Rohr zo unter dem Platze, auf dem 
sämtliche Gefäfse stehen, bis zum Gefälse «ß einschliefslich 
geleitet. Eine andere, an beiden Enden offene Röhre or ver- 
binde die Gefälse «ß und yó. Auch das Gefäls «ß habe am 
Boden eine kleine Ausflufsróhre v (genauer vo, Fig. 25), welche 
in die Röhre zo mündet. Die Röhre zo habe ein Ausflufs- 
rohr px nebst einem kleinen Hahne (Fig. 25), durch welchen 
es nach Belieben geöffnet und geschlossen werden kann. 


1) Hier fehlen vermutlich folgende Worte: “Man gieíse in 
dafs Gefáfs ££ Wein durch ein Loch «, welches nach dem 
Eingiefsen wieder zu verschliefsen ist?. 





sis và EZ &yysiov oivog, 0 usvà nv Eyyvoıv mw G&mxtovtyvo- 
c)c». cf. supra p. 118, 9—11. vid. etiam Rochas 1. l. p. 130. 


16 ön aCP: 0$ B: om. L 18 f. Emıpodyuaoıv 6vy- 


sereyvocuévog P 20 iu BL 21 f. ixv0g 23 ózó BC: 
eis oz0 P 26 viblizf. TP. ief9p?124, 26 


17 


e 


194  HP9NOZX AAEZANAPEQ9X IINETMATIK9N A. 


xAtuGÜcvrog roO XD xgovvob éàv EußaAwmusv VÖRE 
eis to AB dyysiov, uevoyogijost uégog «OvoO x«l eig 
to I dyyeiov, vovvéov, TO Yuıov, Óu& Tod ZT co- 
Anvog’ TO ÓL Euneo0v Oygóv eis To TA cyysiov éx- 
»Ahıyeı vOv icov ara dega did Tod HOK coAivog 
eis v0 EZ Gyysiov: ovrog ÓE vov iGov olvov Er$Alıbeı 
di« tod 4M N owANvog sig To BO &yysiov. Orev (oc 
&voí&ousv vóv XO xgovvóv, HEVosı di «roD TO TE 
dufAq9iv (ÓcQ sig vó AB dyysiov x«l 6 oivog éx vo 
AO ayyslov dia Tod IIP coAi«vog éveyOeíg" x«l Coro, 
yeyovög TO zpoxs(usvov. zAw oov xsv uevei Ta &y- 
ysi«, Or«v éxgvévrog TOD xgcuorog 6 c7]0 XWonon sig 
«or& dia tod IIP coAivoc. 


XXV. 


’Ayysiov Ovro év vóoo Lori L D | 
yy Ovros, Q EoTi, xai xgovvot 
, 9 


xAtíg Eotı, Ébe0 tov Ó' éxuvm- 
qoutvov émi Tod VOcrog, 0cov &v did vob xgovvot 


"On "Oa 


Undoyovrog Ev «UvQ, Ev 


? / er 2 m , 3 2 , ^ 
&q£Acusv vOÓcQ fx Tod Emdlov oivog éxiggeUote. TOOS 
Aóyov vóv OoOcvr« TO dpagsdevrı vdarı. 

"Eovo yàg vó Tod ÜÓcvog Gyysiov v0 AB xgovvov 
zU \ 5 / DIS N cu ME > 
&yov TOv I' &zoxAstóusvov: émi Ó& TOD VoaTog Erivn- 


à 7—10 Orav gw ... éveyOsíg = b 22— 26: Ovav 
» E) , 1 , n y ? ? ^ , 
00 Ovolwusv vOv XQ xgovvóv, QeUotL di ero) TO TE 
(Eußimdev) sig To AB dyysiov ÜÓcog xol 0 olvog 6 iv v 
AO &yysío dı“ vo IIP coMjvog Eveydeis xol xgoOslg To 
dıa tod TP OOo. 





6—7 obrog ... &yysiov om. A,, add. A, 7 coAijvog: 
f. cígovos 9 EußAndiv T: ixgin8iv AG 11 ucvsi b, 
manebunt L: uevsı & 11—13 zv... cwAnvog in dubium 
vocat Rochas p. 130 12 xopo1jer C, M: ywenjesı a BC, P eig 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 125 


getroffen und ist der Hahn 4g geschlossen, so fliefst ein 
Teil des Wassers, das wir etwa in das Gefäls «ß giefsen, 
das heifst die Hälfte, durch die Röhre or in das Gefäls yo. 
Die in das Gefüfs yd eingedrungene Flüssigkeit prefst die 

5 gleiche Menge Luft durch die Röhre 79% in das Gefäls c£. 
Diese Luft drängt die gleiche Menge Weins durch den 
Heber Auv in das Gefäls £o. Wenn wir jetzt den 
Hahn 49 Öffnen, strömt durch ihn sowohl das Wasser 
aus, welches in das Gefäls «B geschüttet war, als auch 

10 der Wein, der aus dem Gefüfse £o durch die Röhre zo 
abfliefst.") So ist die Aufgabe gelöst. Die Gefüíse werden 
nun wieder leer bleiben, wenn die Mischung ganz ab- 
geflossen und die Luft durch die Röhre wo in dieselben 
eingetreten ist. 


15 XXV. 


Wenn ein Gefäfs voll Wasser mit einer Ausflufs- Verwendung 
" iN t des Hebers, um 
röhre nebst zugehórigem Hahne versehen ist und einen Weinbe- 
1 - 1 : s hälter in be- 
eine auf dem Wasseı schwimmende Figur enthält, Ww m 
so kann Wein (in die Figur) je nach der Quantität hältnisse zu 
zs . * abgelassenem 
30 des Wassers zuströmen, das wir durch das Ausfluís- wasser nachzu- 
rohr dem Gefüíse entnehmen, also in einem gegebenen füllen. Fig. 26. 
Verhültnisse zu dem abgelassenen Wasser. 
Das Gefäfs mit Wasser sei «f (Fig. 26) mit einem ver- 


schliefsbaren Ausflufsrohre y. Auf dem Wasser schwimme ein 


1) Zusatz in b: “und sich mit dem durch vo kommenden 
Wasser vermischt’. 





om. T 16 ó0à BT 18 feóíov: f. (ayyslov, eis TO) Co0wov 
19 &qetosüévr. BC: &gstüévvi a: (aquae) ablatae L 20 y&o 
om. T 


2 et pars L 3—4 ói& od oT (v P, v C in textu, c ead. 

m. supra scr.) coijvog rovrsori to Yuıov tr.bL 6 08 mdAw bL 

16 dev: sit L 17 éml vo ÜÓovog a: ro bdarıb 24 Eu- 
PAn®:v inserui: om. bL 


126 HP9NOX AAEEANAPEQ9Z IINETMATIKRN A. 


18090 Asfhjvégiov ro zl &yov óg80iov owANve vov EZ 
eis Eodıov Óisoxsvacu£vov: v0 Ó& vóv oivov £yov &y- 
y&iov zagoxsía9c* x«l Zora vo HO, iv à xeumiAog 
Gípov Zorn 6 KAM, oo ro ukv £v Gx£Aog évvóg &6vo 
voU H® d&yysíov, vó Ó& E1800v éxvüg xci qégov sig 
vov EZ coàAQve. £àv oov émozxacóoustü« did Tod M 
xaraotoulov TOv olvov, HEVosı tig vóv EZ owAve, 
&yoig Gv N ToU olvov émupávsw dj re &v v0. HO Qy- 
yein xci 7 év và EZ coAi(vu Ent wig ebdelag yévm- 
vC," yeyovéro Ö8 xorà vv NAEOII sóOsiav. xol 
z«o& To II onusiov xgovvíoxog &vsoyüg &ovo 6 P. 
u£you uiv ovv ToUrov o) dee Ó oivoc. ÜOvav Of &gé- 
Acouev Óu.C Tod I'xgovvob ócovóuzorobv v0c0, xcr«- 
Brioeraı v0 24 Asfhyvágiov, aov & x«l 6 EZ coAv, 
Gors nv Tod olvov Erıpavsıav viv. OII taxsıvorsgav 
yeveodeaı vio NE Enipaveiag' x«i dd TOÖTO TOZELVO- 
TEOOV YEVNFEVTOS ToU EXTOG WEOOVS ToU OlpWvos, 
dk ueraywonosı 6 oivog sig v0v EZ GcoAive« xal 
dıc tod P x00vvoDd sig TO éxvóg Evsydmoerau' Kal vobro 
Eoraı, bodHıg éàv ApsAmucda Out Tod I' x00VvVvoÖ VOR. 
avaAoyov TO KrogovnPevr bdarı 6 oivog éxiggsiGar. 


1 öodıov Ab: óg9óv A,GT 2 eis vó T 3 z«go- 


relodw óoUóv T, * »otacroulov AG: „ara oroulov T: zaro 
orouiov M 10 0$ AGhL: 67 T 11 Zoraı T 12 oiv 
om. T 13 öoovönnoroöv Tb: ócovógzovt oov AG 20 éàv 


ATb: à» G 21 f. &vdAoyov (oov) &zogovrjQév:, AG: 
&nzogóv)évr, 'T 





2 fdóiv vv. bL 5 gégov à: qtoévo bL 6—7 àv 

... emijva om. bL 8 95 B . 12 ov om. bL — 146 a: 

voóvo 0 bL 17 yevnüévrog à: yeyovóroc b. 19 Pom. BL 
21 anoggverz b 


ex 


15 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 127 


Kesselchen à mit einem senkrechten Rohre && in Form 
einer Figur.) Daneben stehe das Gefäfs mit dem Weine. 
Das sei 49. In diesem sei ein gekrümmter Heber «Au, 
dessen einer Schen- 
kel sich innerhalb, 
dessen anderer da- 
gegen  aufserhalb 
des Gefälses 49 
befinde. Letzterer 
gehe nach dem Roh- 
re £$. Wenn wir 
nun durch die un- 
tere Mündung u 
den Wein ansaugen, 
so fliefst er in das 
Rohr e$, bis die 
Oberflüche des Wei- 
7 nes im Gefälse 7% 
und dem Rohre s& 
in einer Ebene lie- 
gen. Das sei nun 
Fig. 26. in Höhe der Linie 

v&on der Fall. Bei 

Punkt z sei ein offenes Ausflufsróhrchen o angebracht. Bis 


N 








25 jetzt flefst nun der Wein nicht. Wenn wir aber durch den 


30 


Hahn y eine beliebige Quantität Wasser ablassen, so senkt 
sich das Kesselchen à, mit ihm auch das Rohr ed. Die Folge 
ist, dafs die Oberfläche des Weines oz niedriger wird als die 
Fläche vé. Da infolgedessen auch der üufsere Heberschenkel 
(bezw. dessen Mündung) niedriger zu liegen kommt, so 
wird der Wein wieder nach dem Rohre s£ hinüberlaufen 
und durch die Ausflulsröhre o nach aulsen strömen. Dieser 
Vorgang wiederholt sich, so oft wir durch das Ausflufsrohr y 
Wasser ablassen. Der Wein wird also in entsprechendem 


1) Diese Figur ist aus praktischen Gründen in unserer 
Zeichnung nicht zur Darstellung gebracht, wie sie auch fast 
in allen handschriftlichen Zeichnungen fehlt. 


180 


128  HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


ita 0t 5 tod AB cyysíov f&oig moog viv vob HO 
ayyelov Bácw vov ErıteyPevra Aóyov: xol obrac &ov«t 
TO TooXEluEvoV. 


XXVI. 

'Eàv 0$ Bovíóus)9« éyyfovveg 0c sig vu &yysiov 
rOUTO zQ0g Aóyov vOv oivov émiggsbGoL, | zoujcousv 
OUTOGQ. 

"Eovo y&o mzAw TO uiv &yov &yysiov TO vÓOQ TO 
AB, vo 02 vov olvov £yov rd HO* 0 0$ EZ owANv éxvog 
&cvo tod AB dyyslov' 
ev 0$ ro AB ayyeio 
opeiou EXIVNYEOHO N 
A; 8 ng onderog did 
rooylAov ToO I' ano- 
ós0fo)0c sig vov EZ 
60A4Qv«, Govt oTov 
xoéucGüc,. và 08 (AA Fi 2T& 
r(U0r( navra &ovo oig 
íéxívo sigquévoig. ovußijosraı oov EußAndEevrog Tod 
voarog eig ro AB Ayyelov uevecogitóusvov To zl Opaıplov 
q«A&v vóv EZ o@Ajva, Bote adAıv ErLOEEELV TOV Olvov. 





1 KL Mb: om. AG, del. T 5 68 om. id 6 róv om. T 
zoujcousv BCG' TL: zoujcousv A 8 uiv om. A G, 9 08 
(ante EZ) G, Tb: om. AG, L (solus Mutinens. aut [pro autem] 
14 y AGT,: 6A LT, in codicum AGT figuris duae exstant 
rotulae, quarum altera littera non significatur ^ f. &zoót0óc9o 


17 nosuäoheı codd. 18 raüre à 19 8 A,Gb: B A,T 





5 rı: zo D 6 Eruggedoa: effluere L (influere Mutinens,) 

8 ro AB om. P 9 zóv oivov CPL: «ó vdng B 14 vgo- 

yiAov voi I': zooy(Aov av à, * bL. 1€ 0 B 18 z&vvo vocà 

(ra)ra P) tr. b 20 coàiiv« om. BL ézigoétew: effluat L 
(defluat Mutinens.) 


ex 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 129 


Verhältnisse zu dem ausgelaufenen Wasser zustrómen. 
Die Basis des Gefälses «ß stehe zu der von n% in einem 
bestimmten Verhältnisse. Auf diese Weise wird die Auf- 
gabe gelöst sein. 


5 XXVI. 


Wenn der Wein in einem bestimmten Verhält- Dieselbe Vor- 

. r ENTE : i : richtung mit 

nisse zu Wasser, das wir in ein Gefüís giefsen, ZU- geringer Än- 

fliefsen soll, so kann man folgende Vorrichtung treffen. derung. Fig.27 
Das Gefüís mit Wasser sei wiederum «f (Fig. 27), 


10 das mit Wein 49. Die Röhre s£ befinde sich aber aulser- 








Y halb des Ge- 
; RE füfses «ß. In 
E ——h diesem 
x & Or schwimme 


15 : | ein Ball 0, 

| i von welchem 
eine Schnur 
über dieRolle 
y (Fig.212)!) 
geleitet und 
an der Róhre 
&$ befestigt 
werde,sodals 
sich die Röh- 


RE 5 re in der 
E = za Schwebe be- 


| Ero en M ar qoe Alles 


übrige sei 

ebenso, wie 

30 oben ange- 

| Fig. 97. geben. Wird 

nun das Was- 

ser in das Gefäls «ß geschüttet, so ist die Folge, dafs der 

Ball à sich hebt und die Röhre :£ sinken läfst und dafs 
35 der Wein wieder zuströmt. 


1) b: “über die Rollen c, « (Fig. 27). 
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 9 





| 
i 
N 


| 
| 
| 


| 

| 

| 

| 
Wi 
i 


ER 
\ 














130 HP$9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


XXVII. 


Zvava,. Ó2 xoi CAAcG. 

'H yàp éx Tod TI eqougíov ondorog dnodedood“n 
dia Tod I' vooyíAov sig Eregov vooyuA(ÓLov TO 22 xci 
éxütüfcOc did voUrov eig Tv KAM | Ouofhjvqv. ovu- 
Prosa yoo wuerswgıkouevov Tod Gqougíov yoAGoO«L 
tov KAM dtaßirnv xosuduevov éx Tg Ondorov, BOTE 
z&Auv uelbovog yevqO9évrog Tod Eurog ox&kovg TOd oí- 
qovog tóv oivov óésw did Tod M orouiov. 


XXVIII. 

Oi ài olpwvsg, oig yoßvraı sig vovg Zumenauovs, 
xot Gxevitovvcu oUcOG. 

"Eotwoav O90. mvi(Ósg yahrai HUTETETOOVEVUEVAL 
viv Evrog Eripavsıav zog Eußoisae, Kadaneo «i TÜV 
o0oeUAsov zuvbldsg, di ABIA, EZHO: éufoAsig 68 
abreig Eotwoav &ouocroi ol KA, MN‘ ovvreronodo- 
cvv ài zoóg CAANA«g ai mvbides did GWANvog vob 


Cap. XXVII secundum Bb: Aövaraı de xol GAAog To 
rOL0UTOV ye&véGoOoL. 

'H yàg x voU A ogaıglov Gmágrog &moósÓícOo dic 
vOv T, X vooyiov o)x sig vóv EZ coMjvo, AA sig vv 
KAM cípove. ovußnoereı yàg ueveooiCouévov Tod Ggou- 
olov yaläodaı rov KAM cipwva xoeu&usvov éx vijg Gmdg- 
TOV, (Gore makıv uelfovos yeyovorog Tod éxvüóc oxélovo Tod 
 Gípovoc rov oivov ósiv dia roö IIP xoovvo9. 


3 &moótóócQ« Coisl. 158: &zo0tÓfcOc a A rooyıklddıov A,: 
zooglAıov A,GT 5 A,T: £z A.G 9 M: P Rochas p. 132 
10 cap. XXVIII edidit J. G. Schneider Eclog. phys. I, 226—227 
15 éufoisig AG, T,b: Zußorel G,T, 16 evr«ic: oro T 
17—132, 1 dı& tod £oÓ£ owinvog T 


10 


M 


5 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 131 


XXVII. 


Es ist noch eine andere Ausführung möglich.!) Noch eine an- 
Man leite nämlich die von dem Balle à (Fig. 27) u r5 o 
kommende Schnur über die Rolle y (Fig. 27a) nach 
5 einer anderen kleinen Rolle o (Fig. 28), 
und nachdem sie über diese gezogen ist, 
binde man sie an den Heber xAu. Wenn 
dann der Ball sich hebt, so ist die Folge, 
dafs der Heber «Au, welcher an der 
Schnur hängt, sich senkt. Wenn daher 
der äufsere Heberschenkel wieder länger 
geworden ist, so fliefst der Wein durch 
die Mündung u?) aus. 





XXVIII. 


15  DieSiphone, welche man bei den Feuersbrünsten?) Die Feuer- 
verwendet, richtet man folgendermalsen ein. te. a 
Es seien «y Ó und e£49 zwei bronzene Stiefel (Kol- 
benrohre, Büchsen), deren innere Oberflüche für einen 
Kolben passend ausgedrechselt ist, wie die Stiefel (Büchsen) 
:0 der Wasserorgeln. Die Kolben x4 und uv müssen luft- 
dicht in die. Stiefel passen. Diese seien durch das an 
beiden Enden offene Rohr 8008 in gegenseitige Verbindung 


à 3—7 Man leite ... den Heber «Au = b 23—26: Man 

binde nämlich die von der Kugel ö (Fig. 27) ausgehende Schnur, 

35 nachdem man sie über die Rollen z und c (Fig. 27) geleitet, 
nicht an die Röhre sf, sondern an den Heber xà (Fig. 28.) 


1) Nach b: “Ein derartiger Versuch läfst sich noch auf 
andere Weise ausführen'. - 
2) b: “durch das Ausflufsrohr zo. 
3) b: “zum Löschen der Feuersbrünste'. 





11 zig vovg Zumenouoög à: síg vijv vàv Zunonoußv nard- 
efsow b 14 zgóg a: eis b: ad L 15 é0pgovAíov b 
|. 17—1382, 1 ói& vo9 Ó£of coAjvog tr. bL 18 óà om. L 
21 da CP — 22 yàp om.P 26 IIP om. L 
9* 


118 


132  HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIESN A. 


Z04Z. ix 0i vov Exrog uso ci zv&(Osg Evrog Tod 
EOAZ coA(vos éyévocuv &ccáoux zxooxsiueve, oic 
eionteı Ev voig émávo, và II, P, Govs sig TO Éxvüg 
vOv zvtiiov Kvolysodaı u£oog. éyévoc«v ÖE xol év 
voig zvOuécuv ai zv£(ósg Tonuare GorQoyyUA« Ta 2, 
T erınwouavvdusva Tvunavloıg éounorauévorg roig VD, 
XD, dr óv zsogóvia OwhsfMajo8c EmrinexoAinueve ij 
z90G|xexoLvouévo Toig zvO9uéc. vüv zv&i(ov và 2, 
£2, Eyovra éx vüv (xgcv AwAvudtı« zQ0g TO TÀ TUU- 
navıe unnerı éEéAxsoUOL & corOv. oi Ó&$ tufoAsig 
iyévocgav DOHK cvugvij xcvóvi« WER TE 5, G, oig 
EnıbevyvVodn x«vov 6 9),4 xwovusvog TEgl uiv TO 
ué£Gov zeol zsgóvqv iv ‚A uEvovoav, megl Ó& Ta 
zavövıa TE c, Q zegl zegóvog vàg ,B, ‚I. v0 0$ &OAZ 
soANvı cvvverQijo)c Ersoog 6cA5v 0g0u0g 6 ,E,c eis 
ÖiynAov ÓisGyLGuévog Kara TO S xci £yov và oungl- 
sucra, Óv Ov Avanıza td Oyoóv, oic x«l &uzooottv 


à 1—4 zx dt rv ixrüg usgv ... uégog — b 19—223: 


22 x — b! m "n , x x ? A m 
&n Oi TÖV Enrog usgOv wi mu&ldes moög và Evrög Tod 


AROZ coAijvoc Eyerwoav Googie mooxslusvo, ole iv roig 
qoÀxevruxOUc q'voqvioco. yivercı Eloayovra Hal é5dyovra Ev 
abroig TO nveüue' xol Eorooev v& ll, P, Gore sig To Exrög 
vOv nveldwv G&voíyscOot uégoc. 


2 moonelueve AG: zt 906xEluEvo tl 8—9 o, o bL: o a 
14 rag Voss. 19, b: ra a 17 v. supra p. 72, 4—14 


8 mobiler a: mvi(üov b, pixidun L 11 u£c« 2i Xo 
to uécov bL 12 u&v om. BL 18 uévovcav viv Ó tr. bL 


14 0B8of bL 15 E ‚s: 9s L ut etiam p. 134, 7 in Ambro- 
siano J 38 20 mooxsiueve B: 7LQOGYELLEVO. CP: (asserculos) 
propositos L 21 gvonräecı B: pvoräocı CP 


[2n 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 133 


gesetzt. Aufserhalb der Stiefel, aber innerhalb des Rohres £o0£ 
sollen Klappenventile z und o, wie wir sie oben!) beschrie- 
ben haben?) derart angebracht sein, dafs sie sich nach der 
Auísenseite der Stiefel öffnen können. Die Stiefel sollen 
5 auch auf dem Boden runde Löcher c und r haben, die mit 
kleinen, geschliffenen Scheiben vg und 4 bedeckt werden. 





Fig. 29. 


Durch diese stecke man kleine Stifte o, c, die auf den 
Boden der Stiefel gelótet oder festgenietet seien. An 
ihren Enden seien die Stifte mit Hükchen oder Knópfen 
10 versehen, dals die Scheiben sich nicht losreifsen können. 
Mit den Kolben seien in der Mitte senkrechte Kolbenstangen 
s und q verbunden; an diese schliefse sich wieder ein Quer- 
balken 99,» an, welcher sich in der Mitte um einen fest- 
sitzenden Bolzen à, an den Kolbenstangen c, q aber um die 
1) Vgl. S. 77— 79. 


2) Statt dessen b: “wie sie in den Blasebälgen der Kupfer- 
schmiede angebracht werden, um die Luft ein- und auszuführen’. 


182 


134  HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKONN A. 


sioyraı iv vÀ vemvvítovr. VÓcogQ Gyysío dıa vob 

wenıhnusvov tig «Or0 Gégog.  éàv oov ai sipquévo: 

zví(üsg Hbv vij zQ0g «)TÀg xovcoxsvi) uA? GG» sic 
A 


et , - \ 7 
vdarog &yysiov rd ,Z, H,OM x«l anAoveinsaı 6 A,A 
xevov éx TÜV (xocov abrod TÜV A, ‚A EvahidE xıvov- 
[4 \ M / 35 - , 
u£vov zeol viv ‚I zegóvqv, oi &uoAsig nadızwevoL 
B 


erdAldovoı did Tod „Es coAZQvog xci Tod M Enı- 
éroezToU oToulov TO Oygóv: 6 yào MN éufoAsvg 
Avaosıdusvog uiv Avolysı TO T voijue éxoctoou£vov ToV 
XP rvuneviov, anonkeisı 62 v0 P doodpıov' xo9u&- 
usvog Ö8 v0 uiv T anoxieieı, vo 08 P Avoiyaı, di oo 
x«i TO VOmo éxOAuBóusvov Avanızderaı' v Ö8 are 
ovußelvsı xci meot vv KA éufoAée. To uiv oov M 
GoAqvéguov &vavsbov xci émwsÜov TOV É£xzxwvvGu0v 
zQ0g TO Óo8&v Üwog zoisivot, oUxérL u£vroL ztQ0g TV 
doFeisav émwroogniv, ei un 0Aov TO Üpyovov ézxiovo£- 
qser«," Toro O2 Poadd xcl uoy05o0v zog vég x«c- 


&z&LyoUGug xosíug Urndoye. Vv obv sÜxózog tig vOv 


OoDévra Tózov Exnıröbntaı TO Dygóv, zoujcousv Tüv 
‚Es eoAiv« cóvOsrov Kara TO wijxog éx Óvo cvvsoum- 
gucuévov GAA(Aow, | @v 6 uiv sig Gvugvie &cro và 


1 dvamırikovrı AG: dvamoritovr Tb: in vase potui aquam 
exhibente i: corr. J. G. Schneider 9'T ong d 11 ó? (ante 
P) G, Tb: om. AG, 14 &unırvouov AG, T: ixmiwouóv G,b: 
elisionem L 18 ivo oov T 19 Eumırööngeı AT,: Eumvrd- 
Snceı G,, v prius in ı corr. alia m.: &uworiänres G, mg.T, : &x- 
nıeönter b, elidatur L 20 zo om. T 20—21 cvvsounoic- 
uévov A,, corr. A, 


3 aot 
BL...9 
adaperiet 


à: cvbrovg b 4 nt9u b: -a-2-0-m- L Tu 
«cetóuevog A: &viéuevog bL (remissum) &wvolyeı: 
10 &moxisísQ a: &moxA(veu bL, item lin. 11 


e. S- 
Ss 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 135 


Bolzen ß und , bewege. Mit dem Rohre 806€ stehe 
ein anderes, vertikales Rohr (Steigrohr) ,;,5 durch eine 
Öffnung in Verbindung, verzweige sich bei ‚s zu einem 
Doppelarm und sei mit den luftdicht eingefügten Röhren 
5 (&merismata, Rohrverschleifungen) versehen, vermittelst 
welcher es die Flüssigkeit emportreibt, Röhren, wie wir 
sie oben bei dem Gefälse zum Auftrieb von Wasser 
mittels komprimierter Luft beschrieben haben.!) Wenn 
nun die erwähnten Stiefel mitsamt der zugehörigen Aus- 


10 rüstung in ein Gefäls Endw mit Wasser gestellt wer- 
.den und der Querbalken 9y),« infolge der abwechselnden 
Auf- und Abwärtsbewegung seiner Enden 9) und « um 
den Stift à auf- und niedergeht, so treiben die Kolben, 
falls sie niedergezogen werden, die Flüssigkeit durch das 


15 Steigrohr s,s und die drehbare Mündung li hinaus. Denn 
wird der Kolben uv aufgezogen, so öffnet er das Boden- 
: ventil rz, indem die Scheibe yq sich hebt, verschliefst 
aber das Klappenventil go. Wird er dagegen niedergezogen, 
so schlie[st er v und öffnet o, durch welches auch das Wasser 
20 hinausgeprelst und emporgetrieben wird. Dieselbe Wir- 


kung bringt der Kolben x4 hervor. Das Röhrchen a 
das bald aufgerichtet, bald niedergelegt wird, treibt nun 
die Flüssigkeit bis zur gegebenen Hóhe empor, vermag 
jedoch eine bestimmte Seitendrehung nur dann auszu- 
25 führen, wenn zugleich der gesamte Apparat gedreht wird. 
Das wäre aber bei dringenden Notfällen zu langwierig 
und mühselig. Damit nun die Flüssigkeit ohne Schwie- 
rigkeit nach dem bestimmten Punkte getrieben werden 
kann, setze man das Steigrohr e,s der Länge nach aus 
30 zwei luftdicht in einander geschliffenen Rohren zusammen, 


1) Vgl. 8. 73. 


16 xol 04ov bL (ró 04ov P, vó in corr.) 17 focóv aBC, 
et tardum L: ooyv P 18 ömdeyoı B 19 zowjcousv à: 
zovijcousv bL 20—21 ovveoungiousvav: connexis L 


136 HP2NOZ AAESANAPEQ9Z IINETMATIKS$N A. 


XOZ4Z ooAjvı, 6 Ó& Ereoog vÀ dıynda v no0g TO | 


/ 


/ 


gt ERIOTGEPOLEVOV y&Q Tod Endvo GoAW$vog x«i Ent- / 


vedovrog tod M 6 dvamısoudg yivsraı, modg dv dàv 
BovAmusda ronov. Ss. Ób xol 6 ivo cvvsaumouGuéves 
604Qv xoAvucruc zo0g TO un bad Tijg Tod vyooU Pag 
duninteıw Tod Ógydvov: vaUra ÓÀ fovow youuosnói, 
GvyxexoAAquéve. cróvq x«i mEgl xoíxov GTOEPOUEVE fregu- 
xcíusvov TQ "vzx0XcTO OOAÍVL. 


XXIX. 


Karaoasvaßeraı Ob Ev Tıvı vómo VÓcog Eriogvrov 
Exovrı Coov sive q«AxoÜv sive EEE ding wog VAng' 
n000EvEYFEVrOg Ó3 «vr movqoíov miveı werd wógov 
x«l Bong, Bote Yavraolav zoitiv Oüue: Eorı Ói N 
KETXOKEUN TOLKÜTN. 

"Eóro tı Gyysiov r0 AB, év à émígovvróv éou 
Aoovvıoudrıov To I" Ev Ó& v AB yysío xoumiAog 
Gípcov &6vo 1| wvınrög Óvcfhjvyg 6 AEZ, 00 ro &rsgov 
Gx£Aog éxvO0g vzegeytvo ToU zv)uévog ToO Ayyeiov. 
ozoxsío0c 0$ vooro oig oveyvy n HOKA Eyovoa 
x«i cr» Öuolag xe«uzcvAov oípovc rov MNA ozo- 
xcíG0c Óà vÀ Z ovouío yaın *? OII, ng 6 xcvàog 
gepoévo eis viv HOKA Pdow aneywv &zó Tod zv8- 
u£vog 800v Ddarı Öidopvoıw. To 0$ tod Endlov ccó- 





1 ro (ante s) Mb: wa 3 0vom.T — éà» AGb: à» T 
11 $ó0i0v, dio in ras., G 17 evo ABCGLT,: om. PT, 
Erepov codd.: f. $v? cf. p. 140, 13 20 u»t£ T 








ASIN B 
1 ó£o£ CP: d&o BL 3 M: & BL yivsraı A: yeviü- 
oetaı bL 7—8 neoırsiusvog b, circa claviculum conversa qui 


ex 


a 


10 


15 


20 


t5 
e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 137 


von denen das eine (das innere) mit dem Rohre &£oó£, das 
andere (üufsere) mit dem Doppelarm bei s verbunden sei. 
Wenn dann das obere (üufsere) Rohr gedreht wird, indem 


man , so lange niederlegt, kann der Auftrieb nach jedem 
behebigen Punkte hin erfolgen. Das als Aufsatz dienende, 
genau verschliffene Rohr muís auch mit Haken versehen 
sein, damit es sich nicht infolge starken Wasserdruckes 
vom Apparate losreilst. Diese Haken sollen die Form 
des Buchstabens [| haben, mit dem oberen Rohre verlötet 
und um einen Ring drehbar sein, der um das untere 
(innere) Rohr liegt. 


XXIX. 


Stellt man an einem Punkte mit fliefsendem Der trinkende 
Adler. Fig. 30. 


Wasser die Figur eines Tieres aus Bronze oder 
anderem Material dar und läfst ihm einen Becher reichen, 
so schlürft es unter lautem Geräusch und erweckt so die 
Vorstellung, als hätte es Durst. Die Einrichtung ist folgende. 

Man denke sich einen Behälter «8 (Fig. 30), in welchen 
ein Zuflufsröhrchen (Wasserspeier) y fliefsendes Wasser?) 
laufen läfst. Der Behälter «8 enthalte einen gekrümmten 
oder einen Kapselheber de$, dessen einer Schenkel aulsen 
unter dem Boden des Behälters hervorrage. Unter diesen 
stelle man eine luftdicht verschlossene Basis „9x4, die 
ihrerseits gleichfalls mit einem gekrümmten Heber uvs 
versehen ist. Unter die Mündung $£ setze man einen 
Trichter oz, dessen Röhre (Schaft) in die Basis n9xA 
führe und nur so weit vom Boden abstehe, als erforderlich 
ist, um Wasser durchfliefsen zu lassen. Der Mund des 


1) Es ist vorauszusetzen, dafs der Zuflufs unterbrochen 
werden kann. 


tubo inferiori circumpositus est L 11 eive (ante yaAxoöv) 
om. b 12 «óvó BC: coóvoo P 12 cum quodam strepitu L 

15 £orı om. bL 18 ro? (prius) om. P 23 Oidgovciw 
eivaı b 


18 


e» 


138  HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z£ IINETMATIKS$N A. 


uov Zora zog a P, di ob coÀQv xeíG9c YEowv 
di évóg TÜV zoÓóv 13 Ov ÜAAov vivóg ué£govg voO 
foó(ov xovzrOg sig vv Bici: £6vo 0$ obrog 6 PZT. 
ovußijoereı oov zAuoog6vrog Tod AB yysíov omzeo- 
BAvoav v0 Oygóv Evsydivaı sig viv IIO xyówvqv xci 
zAqoGOGc. uiv vv HOKA Paoıw, xsvàca, 08 v0 AB 
&yysiov. zéAw ON nAnomdeions Tio écosog vmep- 
BAvoav To U0cQ Oià roD MNAE Gípovog xsvoGsi NV 
pécw, ng xevovusvng 6 &«4o dia Tod P cvouíov &va«- 
zÀ«4006sL TOV xtvoUutvov rTózov. ÜOr«v (gc zxQOGsvey- 
xousv to P TO norieıov, ziereı ur (Meg Eriono- 
usvov Avril Tod dEgog TO byoöv, üxoıs àv 43] Beoıs 


I 


0 


xevobUj Evrög. oUvo 02 máAw Tod AB ayyelov mÀ«- 


oo0évrog xsvobrai, x«i voor Eoreı Toig slomuévois. 


a 138, 4—140, 5 ovußnoster ... morüovov — b 138, 
16—140, 23: cvufijcsror ovv mÀqooOévrog Tod AB &yysiov 
oztgDAócov TO ygov Eveydivar sig viv IIO yavnv nei 
zA«oGcoi uiv dr cevrüo viv HOKA fáciw, nevöcaı Ób To 
AB yysiov. sive Zugooyévrog uiv Tod oroulov ig qve, 
ninowdelong de Tic Paosng OmtoDAocuv TO Vdwg dia rot 
MNE oipwvos xevooss mv fow, Mg xsvovuivqg 6 ang 
dic od P oroulov Ügkereı và HEvoVueva uíom ig Bios 
avarcımgoöv.  Ürov gc mgooeveyswusr vÀ P Gcrouío To 
norngelov, nieraı uev Diog émiconousvov vri Tod d£gog TO 
Oygóv, yog Gv 1) Pdoıs xevo Oi Tod QygoU. ah de ei 
zÀ«oócousv T0 AB Gyysíov, và ev Eoreı Toig sipmuévoig. 





15 AGb: có T relodo ab: ponatur L: f. aatelcd«n 

3 xovzrüg AGT,b: xovzrwóg T, 11 «à T: vó AG 

Pias: an Bons? cf. p. 136, 13 13—14 roö aß Ayyslov 

zAnooQívros AG,: v0 aß &yysiov mAmooOiv G,T 14 f. xe- 
voörcı x«i del. cf. lin. 26. 


2—3 1 ... £o0tov om. bL 18 repleri L di’ ovrífjg 
om. BL nv: vov B evacuari L 


. DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 139 


Tieres (der Schnabel des Adlers) sei bei go. Durch diesen 
lege man eine Röhre, die versteckt durch einen Fufs oder 
einen andern Körperteil des Tieres in die Basis gehe. 
Das sei oor. Wenn nun der Behälter «ß gefüllt ist, so 
5ist die Folge, dafs die Flüssigkeit (über den Heber de$) 





Fig. 30. 


übersprudelt, (sobald infolgedessen der Heber anfüngt zu 
fliefsen,) in den Trichter zo läuft und!) die Basis q9x4 
füllt, hingegen den Behälter «ß leert. Wenn nun die 
Basis gefüllt ist?), so sprudelt das Wasser wieder (über 
10 den Heber uv£) und leert durch diesen die Basis. Während . 
diese Entleerung vor sich geht, füllt?) die Luft durch die 


1) Zusatz in b: “durch diesen’. 
2) Zusatz in b: “und die Trichteröffnung verschlossen ist’. 
3) Nach b: ‘wird anfangen ... anzufüllen’. 


140 HP9NOZ AAERANAPE29X IINEYMATIK9SN A. 


m" 2 


iv’ oOv Hard vov Ócovr« xcugóv, TOVTEOTL KEVOVWEUNS 


Tic Pdoswg, TE00pPEENTAL TO zováoiov, £ovro OLX vijg 
éxgócsoc tig did Tod MNE Owefhjvov xıvodusvov c. 


ETITINTOVTOG voU vOÓ«rog «ovQ, Ev à dmoßAenovreg Ovav 
xvwvijreu TO000L00UEV TO NTOTNELOV. 5 


XXX. 


"Eorı Ó$ x«i AAcg émiggórov Óvvog VÓc«rog Tod 
Ilavioxov Enıorgspousvov zívew To Cdov. 

"Eoto yàg oTeyvn Paoıs navrodev y ABI'A óiu- 
poayua Eyovoa' éxi 0$ víijg ép£O eg Epsordrw v0 Coov: 10 
0? Ói& Tod GvÓuevog «oroO GoAjv £ovro 6 EZH. 
éyévo Oi 5 fécug Ev émvrij xci xaumdAov Gípovo vov 
OK. Ev vij xívo qoo, ob vó Ev oxéAog éxvog Omso- 
EIETO ToU zv0uévog. Ói& Ö& TOD uécov Ówwgpocyuerog 
xavn &ovo 9$ MN, ns 6 xcvAóg dasyero dad coU 15 
zvb)uévog Boayv. Enıneioden 03 vij ABIT fios évéoa 
Bécis 7 EO, Ep’ ng égsovávo Ilavíoxog 6 II P G&óviov 
&yov v0 2 omsgéyov tig rd üvo u£oog tig Bdoews, o 


iv’ ovv xor& Tov Ofovrea xotgóv, vovrtori xsvo sione Tijg 
Bácsoe, mgosdynrei uahıv TO morngLov ue9* Vdarog, Eorw 20 
did "ijs énQUcsoc Vic dia vo0 MNA Oro frjrow &yyeióv TL 
xivOUpEVOY y 0 v0 éxgéov doo Omoüf£svow «ol ov erorod 
cahıv TO 7t0T1QiOV GztozAWooO16srot. 


- 


3 £. ct C&yyeiov). cf. lin. 21 9—10 D dıdpgayue dba». 
cf. lin. 14 10 zo à: f. vt 18 &vo Rochas: zaro à 





7 tod a: xol bL 10 gyovc« Hark ro uécov b L v B: 
om. CP 12 àà xol bL nal om. bL 16 fice. om. bL 
17 Baoıs fooysío bL 18 Éyov b: habens L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 141 


Mündung o das entstehende Vakuum an. Wenn wir also 
den Becher an o!) halten, so zieht das Tier mit Heftigkeit 
statt der Luft die Flüssigkeit an und trinkt sie, bis die 
Basis innen?) leer ist. Wenn aber der Behälter «f wiederum 

5 gefüllt ist, so entleert er sich von neuem, und es wieder- 
holen sich die erwühnten Vorgünge. Damit nun zu rechter 
Zeit, d. h. wenn die Basis sich entleert, der Becher dar- 
gereicht wird, so falle das Wasser bei seinem Ausflusse 
durch den Heber uv& auf irgend einen Gegenstand und 

10 setze ihn in Bewegung. Sobald wir diesen sich dann 
bewegen sehen, reichen wir den Becher dar. 


XXX. 
Noch auf andere Weise kann man mit Hilfe Der trinkende 
fliefsenden Wassers durch Umdrehung des jungen Ben) De 
15 Pan?) das Tier trinken lassen. 
Eine von allen Seiten luftdicht verschlossene Basis 
«f y9 (Fig. 31) enthalte*) eine Querwand. Auf der Ober- 
flüche stehe das Tier. Durch dessen Mund gehe eine 
Röhre s$4. Im Innern der Basis enthalte die untere 
20 Kammer einen gekrümmten Heber 4x4, dessen einer 
Schenkel aufsen aus dem Boden hervorrage. Mitten durch 
die Scheidewand gehe ein Trichter uv, dessen Röhre 
(Schaft) fast bis auf den Boden reiche. Auf der Basis 
«By liege eine andere?) Basis £o. Auf diese werde ein 
25 junger Pan wo gesetzt und mit einer kleinen Achse c 


à 4—11 Wenn aber... reichen wir den Becher dar — 

b 27—33: Wenn wir den Behälter «ß wieder füllen, so wieder- 
holen sich die erwähnten Vorgänge. Damit nun im richtigen 
Augenblicke, d. h. bei Entleerung der Basis, von neuem der 
30 Becher mit Wasser dargereicht wird, so werde infolge des 
durch den Heber uv& erfolgenden Ausflusses ein Gefäls (Fig. 30) 
in Bewegung gesetzt, welches das ausströmende Wasser auf- 
fängt. Damit kann man dann auch den Becher wieder füllen. 


1) Nach b: “an den Schnabel o'. 2) Zusatz in b: ‘von 
der Flüssigkeit’. 3) Vgl. die Prolegomena $ 4. 4) Zusatz 
in b: “in der Mitte". 5) Zusatz in b: “kleine. 


18 


«d 


149  HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN A. 


ovugvye &oro coAqv 6 TT &yov £x Tod íxgov Pıdkıov 
Gvpgvig x«l Gvvreronusvov «0vrQ To TO: nAıxoörog 
ó0& £ovo 6 TT cov, Govs dnooroagpevrog tod Ila- 
víoxou TO TO gucALov xEiodaı xcvi vv MN yóvqv 
üneodvo ocyó. era dt viv MN góvqv émi tig 
pécsog £oóvo quíiAvov TO KV ovvrsronusvov 17) BG, 
év ©. qegéo9c TO émígovvov (ÓcQo TO f) rocobrov, 
Bote zÀ£ov eivaı Tijg Óuà tod | OKA dıaßitov &zoo- 
QUGsog. £veyOünjcsru,. Lou TO MOOEENUEVOV vygov Oud 
Tác MN yów«yg sig To xévo uégog vijo ABI Paosws, 
tod Ev «vij &égog yogobvrog did Tod EZH owAnjvos. 
x«i del Eoraı mAnons "| Pdsıs Tod vygobD dıa To uel- 
Cove give viv émígovoiv TTS dzogoUoscg. drav &oa 
&zo6voégouev TOv Ilavioxov, TO TO gıdlıov nip 
nv XOv«qv ytvóusvov Ötbera nv & éÉm(oovoiv, Hrıs 


a 2—8/9 vqAmobVroc ... &mogoUcsog — b 17— 23: 
nlıxodrog Óà £óvo 0 T T owAnv, Gore &mxooroegévrog vo) 2 
&Eovoc dia vic Tod IIP Ilovíoxov cvgogíjg v0 TD yıdkıov 
#Eiodeı xorà ımv MN yavnv Önegdvo Boayv.  &vo9sv 0i 
Tác Pasewg &vrixov ing MN Ave x&tíG0c pıchıov ró XP 
Gvvrergijuévoy rij Paseı, ev © gegécOn To énígovrov 0óco 
ro 2 Tooodrov, Gore mÀéov eivar tig dia voU OKA Óia- 
B*yvov droggedoews. 

a 142, 13—144, 1 örav ... vómov — b 142, 25— 


IB 


0 


20 


144, 14: Orav Ggo megiGTQéwopuev vOv llovíoxov vóv IIP 25 


^ wm 2 bd \ /, e Di A f 
cvv rQ afovı to Z2, To DÀ gıdlıov onig viv MN yavnv 


9 zeosıenusvov AGhL: mgoHELLEvOV T 12 xol de AGhL: 
nünsi T voi om. T 18 &moóóécsog Tb: &mopov5csoc AG 
14 &zocrocwousv T 





17 TT: ipse L 21 gegeoteı CP 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 143 


versehen, welche in den oberen Raum der Basis rage. 
Mit der Achse sei eine Röhre zv verbunden, an deren 
Ende eine nach der Röhre offene kleine Schale vg be- 
festigt sei. Die Róhre zv sei so lang, daís die Schale vg 
5 etwas oberhalb des Trichters uv zu liegen kommt, wenn 
der kleine Pan gedreht wird.!) Gegenüber dem Trichter uv 














Fig. 31. 


stehe auf der Basis eine kleine Schale «4p, welche mit 
der Basis (durch eine Röhre) in Verbindung steht. In 
diese laufe ein solcher Wasserstrom o, dafs mehr zu- 
10 strömt als durch den Heber 9%4 abfliefst. Die erwähnte 
Flüssigkeit soll also durch den Trichter uv in die untere 
Kammer der Basis «0 laufen, indem die darin ent- 
haltene Luft durch die Röhre e&n entweicht. Die Basis 
bleibt immer voll Wasser, weil der Zuflufs grófser ist als 


.1) b: “wenn die Achse c infolge der Umdrehung des jungen 
Pan ze sich mitdreht’. 


144  HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


dıa toU TP coAivog sig &vsgov xog1os. vómov. UN- 
HETL 00V émigofcovrog ToO ygoD sig TO Karo uépog 
Tío 4BI íosog, 6 OK A Owhjvyo xsvoosu adrıiv, 
Tod &égog elonintovrog did Tod EZH co&Aivog, Govt 
zooGsveyOcvrog Tod mornolov zAw nieraı TO Coov. 


XXXI. 

Aövarcı 0$ xci CAÀog zívsww TO Cgov unte émio- 
oQUrov Övrogs UOcrOG uirs KAAov TLiVOG Kıvolvrog TOv 
IIevioxov. 

"Eévo yég PBdoıs uiv 7 ABI: vó ài tod fo0(íov 
oröuov &Gvo zgoóg TO E, xol dıa vrÀv Gvíovov Tod 
CBov xci Tod ÓziGO(ov zo00g N rijg ovoüg &z0 tod E 





Fig. 32a. 


yeysvnuévov Ötbereı mv $5 imíoovow, Ars dia vo TT 
owimvog sig vóv Eregov qog1osi vómov ig Báosog. 


1 ro? om. T 10 uà» G, Tb: om. AG, 11 zo ABCG: 
ro PT | 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 145 


der Abflufs Wenn wir also den Pan!) umdrehen, so 
kommt die Schale vg über den Trichter zu liegen und 
füngt den Zuflufs o auf, der alsdann durch die Róhre zv 
in den anderen (oberen) Raum der Basis geht. Wenn 

5 nun die Flüssigkeit sich nicht mehr in die untere Kammer 
der Basis «ßy0d ergiefst, so wird sie durch den Heber 9x4 
entleert, indem die Luft durch die Röhre e&n einstrómt. 
Und so wird das Tier wiederum trinken, wenn man ihm 
den Becher reicht. 


19, ^ XEXED 


Man kann das Tier auch auf andere Weise ohne NEU 
" : . irsch u. à. 
fliefsendes Wasser trinken lassen und ohne dafs ein Fig. 32a und 


andrer den Pan in Bewegung setzt. ae 
Es sei aßyd (Fig. 32a und 32b) eine Basis. 





Fig. 32b. 


15 Der Mund des Tieres liege bei e; durch dessen Brust und 
den hinteren Fuís oder den Schwanz lasse man von dem 


1) Zusatz in b: “zo mitsamt der Achse 0°. 


3 diaßnens ócov bL 5 bibit L 8 t0«vog CP: roö 
vOorog B 10 £oó6ov a: &oov b 19 x«i: aut L 
Heronis op. vol. Il. ed. Schmidt. 10 


146  HP9NOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A. 


oröuatos Óu.c9c0 coAQv 0 EZH YEowv sig To Evrög 
vio Baoswg, x«l vetsíong dxıyyrov tig Biosog TETOV- 
zmío9o ó EZH coAQv 6 did Tod toov AsmvQ xai 
Óvco)sop6ro rovajuatı 5r E xsuuévo zog Óvwwhnivuv 
vÓ H oroulo. àv oov vig zÀmoóog vov EZH 
OLe(hjvmv VOc«rog dLd TIvog uevepov GoASQvog, ob TO 
üxoov nodoxrsıra oO! E, uevei zANous vbarog 0 EZH 
dıießitns dıa To ££ [oov xEiodeı và GrÓuwu« cOrOD. 
Ür«v ovv zQgocsvéyxousv vQ E Gvouí(o To zoTigLov 
x«i Bozxvuc9j Tı utgog roO ovouíov, Ovußijocra roO 
EZH Oiwfhjvov vó zgóg to H xóàAov usifov yevsodaı. 
x«i did Todro Eniondostaı TO Oyoóv: To Ó2 ÉmiozmO- 
uevov peoeraı eis mv ABI Paow. ox avayan O8 
vv ABI Pdow orTeyvoöv émi Tadıng Tíijo xocvo- 
OREUNS. 


à 1—15 dioodw ... tig xureoxevig = b 17—29: 
dinodm coÀqv 6 EZH dia Tod Evröog víijg Pdoswg sictpyó- 
usvog xal éxróg Anymv tig xgovvóv róv H »Asıdiov Eyovre 
To xeAovusvov nap& roig moAhoig Eruıroviov. OTev ovv coU 
EZH coMjvog dıanepoayusvov Ovvog To HAsıdlo ANEW- 
Gouev abrov Ddarog dia TIvog Ywvıdlov xerà TNg Ocysog 
tod fo0íov xeıutvov Tod OK, ira diepodsnusv Kopaaög 
A M , \ , A M , 3? Jr 
TOv TOU 4cviÓtov xcvÀóv sig TO pur Övvaodaı Goo TTaQELO- 
aydivaı sig Tüv EZH coAQvea, moocsveyOfvrog uiv voU 
nornolov và E oröuarı od £oov, &vogpoeyévrog Óà vo0 H 
xgovvoi xol Gg&cuívov ósiv ToU ygoÜU ovvemiondoeran Ó 
owAnv ÓL.à vo) E crouíov xoi TO Ev rà movrqoío Öyoov, xol 
Oófe. mívew To fov. ox &váyxm Ó Evraüde mv ABI'A 
Bacıv Greyvobv. 


,,l vó AG: «& T 4—5 t f. vovzijuotu to O, wsuivov 
(66 icov av) mgüg và E (xol) vó H cvoutov (vox d1eßnenv. 
ex lin. 6 irrepsit) 4. 6 vo G, T: 70, AG, 42a: 90M 

5 etp T 7 và T: ro AG € codd.: f. O, 0 uev& civ; 


10 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 147 


Munde e aus eine Röhre e&n gehen, welche in das Innere 
der Basis führt (Fig. 32a). Sobald letztere feststeht, 
bohre man in die Röhre s£$4, die durch das Tier geht, 
ein feines, schwer erkennbares Loch 2. Die Heber- 
5 mündungen bei e und n müssen aber in gleicher Höhe 
liegen. Wenn man nun den Heber e&n durch eine empor- 
gehobene Röhre, deren Ende auf $ gesetzt wird, mit 
Wasser füllt (und darauf $9 wieder verschliefst), so bleibt 
der Heber &&n voll Wasser, weil seine Öffnungen auf 
10 gleichem Niveau liegen. Hált man dann den Becher an die 
Öffnung e und taucht einen Teil der Mündung ein, so ist die 
Folge, dafs der Heberarm bei n länger wird. Und deshalb 
zieht er die Flüssigkeit an. Ist sie einmal angezogen, so 
läuft sie in die Basis «ßyd. Bei dieser Vorrichtung ist 
15 es indessen nicht nötig, die Basis aßyd zu verschliefsen. 


à 1—15 welche ... verschliefsen — b 16—28 (Fig. 32b): 
welche durch das Innere der Basis geht und aulsen in ein 
Ausflufsrohr n mit einem Verschlusse endigt, den man gewöhn- 
lich Hahn (Epitonion) nennt. Wenn wir nun die Röhre e£ 

20 durch den Hahn verschliefsen, sie durch ein auf dem Rücken 
des Tieres angebrachtes Trichterchen ?'« füllen, dann die Röhre 
des Trichterchens dicht verstopfen, daís in die Röhre e£: keine 
Luft eingeführt werden kann, den Becher an den Mund e des 
Tieres halten und den Hahn n öffnen, so zieht die Röhre 

235 durch die Mündung s auch die Flüssigkeit in dem Becher mit 
an, sobald die Flüssigkeit einmal in Flufs gekommen ist. Und 
es gewinnt den Anschein, als trinke das Tier. Hierbei braucht 
man jedoch die Basis «ßyö nicht zu verschliefsen. 








Éyyvow ztdAw &zeoveyvoct)o uevel Scripsi: uéver à 1110 
T: zo AG 13 d& om. G 


1.ez-th.f. L 17 ó owAnv B 18 éxvóg BL: &vrog CP 
Anyov B: Anyov CP: (tubum) habentem L 20 EZH scripsi: 
e£ bL dianepoayutvov CP zAnoócousv CP: zAnoóco- 
pev B 21—22 xovr& ... foÓíov om. P 23 zo om. B 
25 € CP: om. BL &vogooyévrog scripsi: &zogoocyévvog bL 
27 € CP: om. BL 28 -a-b-c-d- L: «y b (in C post y 
una littera erasa) 
x 10% 


148  HP9NOX AAESANAPEQ9Z IINETMATIK9N A. | 


XXXII. 

15 Ev rois Alyvariov isgoig zog voig TROROTEOL 
TQoyol yaarsoı émiGTQezTOl Yivovraı z0g TO TOUgG 
siospyou£vovg émioTQéqsuv ebvovg Óiux TO Ooxeiv vOv 
qy«Axov Gyv(tsuv' Eorı Ó& xol TEOLEORVTNOL« Moog TO 5 





Eig. 99. 


vovg clotoyouévovg zsguoocívscOcu..  Ófcov oov &crO 
nroNocı, WOTE éxiGvooqpévrog Tod vgoyob UOcQ EE «roO 
émigoésuv elg TO (pg Elonreı zegugooiveatrou. 

"Eovo ónmic)sv vig ze«g«covíÓog xgvzrO0v &yyeiov 
VO«rog TO ABI vevogucvov Tov wvdusve và E10 
voNUCTL —OzOxexoAANoU0 Uno TOv zvOu£cvo «vA(0xoc 


e 


ö ZHOK £yov xci «rog TQUzqu« Herd TO Ev TO 


à 148, 11—150, 12 omoxexoAlgo8o ... Dong Qvo 
— b 148, 14—150, 29: ómoxexoll cOc Ó' Uno vróv zxvO- 
uéva cevAoxog 6 HZOK Pfyov xol e)r0c roUmmu« TÓ 215 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 149 


XXXII. 


In den Tempeln der Ägypter stehen in den Vor- Das ägyptische 
hallen drehbare Rüder aus Bronze, damit die Besucher cba E 
des Tempels sie drehen, weil man glaubt, dafs das "24 99». 

5 Kupfer eine reinigende Wirkung ausübe. Dazu gehören 
auch Weihbecken, die zum Besprengen der Eintretenden 
dienen. Es sei nun die Aufgabe, eine derartige Ein- 
richtung zu treffen, dafs infolge der Umdrehung des Rades 
das Weihwasser, wie gesagt, zum Besprengen herausfliefst. 

10 Hinter dem Pfeiler stehe versteckt ein Gefäls mit 
Wasser «fy0 (Fig. 33), in dessen Boden das Loch .e ge- 









CU ZZ 
x 
Sa 





A d zi 
SS d 

7 NEE ; 

Fig. 93a. Fig. 33b. 





bohrt sei. Unten an den Boden lóte man ein kleines 
Rohr &n%x. Dieses sei gegenüber dem Bodenloche gleich- 


. 9 Alyvzsí(o» AGT,: Alyumzioıs T, bL 3 ylvovaaı G,T: 
yiveraı AG, 11 f. cà" » ozó. cf. lin. 14 


4 óià cO ‚soneiv: ut (= orte?) videatur L 5 £t Ö& 
«X«L a: sich y&o b: sunt autem et L ztouQoovvyoio, b 
6 ÖLegyowevovs CP torw aBCL: Eoraı P 8 megipgai- 
veodaı og elonraı tr. b 10 $0«vog mAijosg bL 11 rovz1j- 
por. BC, in textu, corr. C, mg. 


150 HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


zvO9uévi. coijuc* évróg Ób voUrov Eregog «UvA(Gxog 
ö AM x«và uiv TO A uégog zQoGxsxoAAmuévog TO 
ZHOK, xovà Ö8 vó E voüu« xci abrog volue &yov 
v0 Il: ustatd Ó$ vOv sigquévov Óvo «vA(oxcov ErEoodg 
iéov.v 6 INEOP cvveounoicuévog duporeooıg xoi &yov 
voiju« x«r& tb E tofua v0 2. xevaAA(AOv oov Tov- 
TOv av rQqUucTOv Óvrov, é&v Eyyen vug eig v0 ABIA 
&yysiov V0c9, i£o HEV0Eı did Tod AM wbAloxov' é&v 
ót émióroépouev vóv NZOP evA(Gxov, óg zoegeAAdEot 
r0 2 voijuw, obrerı QeUGst. vysyovévo ovv Ó vQoyog 
ovupvns to NXOP a«oA(oxo, GOTE ÉmwioTQsgoutvov 
«roD zÀsovéxig TO UÓcQ ÓOsUGcL. 


xorü TO u£goc, x«9' 0 xol r0 E teunnud ic: tod ABI'A 
ayyeiov' Evrög Óà melıv Todtov Eregog eUA(óxog 6 AM 
xor& piv TO A uígog mgocxexolÀmuévog tn ZHOK, xara 
0$ và E, Z2 ronuare xol c)r0g roljua Eyav To II usrabo 
óà cÀv sioquévov Ó$0o wvllorwv trspog Eorm 6 NAXOP 
Gvvssungiousvog Gqgorégorg xal £yov Hark To E ronua xol 
autos T0 T. del dt vosiv vràg TÜV cvowo)0rov avAlorwv 
enıpavelag mzávvg Epianreodeı GAMjAov, vijv ve vou HZOK 
xo(Àmv vije tod NXOP wvovijo xol viv vo NZOP xollnv 
rijs tod AM xvgvijg. voUrQv ovv oUrac xoTEGxEvOGuÉVOY 
x«i Tod INE OP odAcxov mégueGtQeupEvov, Gore 70 T cvoijuc 
ui) sive, ünd vó £X, dàv eyyen "wg (ÓcQ eig và ABI'A 
&yyttov, o0 óevoz ài To nage Moog To ronuare TOV 
avklorwv' éxv Ói organ vv NEOP, Gore v& voluere 
npe yeviodaı, HeVosı dia tod AM wvAloxov. dei ovv 
Tov Toogov snupun ylveodaı và NZOP Meno, Govt émi- 
Gr9spouévov «Tod mÀsovéxig TO ÜOcpo HEvoeL. 





2 f. (fero? và 3 x«l ewbrüg voijuc om. G,, add. G, 
&yov T 7 övrov AG,: om. G,: aörav T 9 Hzwtoé- 
goutv T 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 151 


falls mit einem Loche (Fig. 33a) versehen;' Innerhalb 
dieses Rohres liege ein anderes kleines Rohr Au (Fig. 33), 
welches bei A an £5 9x angelótet und gegenüber e?) eben- 
falls mit einem Loche z (Fig. 33a) versehen ist. Mitten 
5 zwischen den zwei erwähnten Rohren sei ein anderes v£ogo 
(Fig. 33) mit beiden luftdicht verschliffen und?) mit einem 
Loche o*) (Fig. 33a) gegenüber & ausgestattet. Wenn nun 
diese Lócher einander gegenüber liegen und man in das 
Gefäls «8 y 0 Wasser gielst, so fliefst es durch die Röhre Au 
10 aus. Wenn wir aber die Röhre v$og so drehen, daís 
sich das Loch c (Fig. 33a) verschiebt, so hört sie auf 
zu flefsen. Das Rad sei mit dem Rohre v$0o verbunden, 
so dafs das Wasser bei wiederholter Drehung abflielst. 


à 7—13 Wenn nun ... abfliefst = b 14—25: Es ist aber 
15 darauf zu achten, dafs die Oberflächen solcher Rohre sich 
überall scharf an einander legen, die innere Rundung von n&#x 
auf die äulsere v£oo und die innere v&oe auf die àufsere Au. 
Hat man nun bei solchen Vorrichtungen das Rohr véoo so 
umgedreht, dafs das Loch z (Fig. 33b) nicht unter c liegt, so 
20 strömt das Wasser, das man etwa in das Gefäls «y giefst, 
nicht aus, weil sich die Lócher der Róhren nicht entsprechen. 
Wenn man aber v£oo so umdreht, dafs die Löcher unter ein- 
ander zu liegen kommen, fliefst es durch die Röhre Au aus. 
Das Rad muís mit dem Rohre v&oo verbunden werden, so dafs 
25 das Wasser bei wiederholter Drehung abfliefst. 


1) b: ‘sei mit einem Loche c auf der Seite versehen, auf 
welcher das Loch s des Gefälses «ßyö liegt’ (Fig. 33b). 

2) b: “gegenüber den Löchern se und 0’ (Fig. 33b). 

3) Zusatz in b: 'gleichfalls'. 

4) b: ‘’ (Fig. 33b). 





16 rorjuare CP: revanuare« B 19 T scripsi, -t- L 
(secundum Ambros. G 78 inf. et Monac. gr. 431, -s- sec. Taurin. 
H II 27 et Ambros. J 38): © b. cf. lin. 23 21—22 xoL nv 

. *vorijg om. L 23 m&guovoeuuérvov B 26 sim autem 
quispiam (= rıs) verterit. L 


186 


159  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKQSN A. 


XXXIII. 

"Ayysíov óvrog évóg, éu(Asiv did Tod ovóucvog 
abrod olvcov nmAslova yEvn x«i Óu& TOD coro xgovvoo 
Aaußdvsıv Eraorov «vüv, 0 idv vig TOOKLENTEL, GGTE 
zmAeióvov EußaAdvrav vovg olvovg Ex«orov Tov iÓiov 
Offect9«. x«rà uégog, 0cog éàv N 6 dp éxdcorov Eu- 
pAn9 eic. 

"Eevo &yysiov oreyvov TO ABI'A4 Ówxsgoeyuévov 
vov rocynAov TO EZ ÓOwgotyuerw Ovwzigody9co de 
x«l TO 0Aov Ayyeiov sig yoo«g Tooadrag, 000vg (jovAÓ- 
usQ9« xcl rovg olvovg sivow nal Eoro | dıapodyuare 
à HO, KA, G6ve yivsodaı yoocg roeig rag M, N, &, 
eis üs EußAmdrjoere 6 oivog. evgáo9o Óà vb EZ 
Óucqooyue nad Exdornv yogav Asmroig vrQvzwNuotioug: 
x«i &oro Tà Tovmqucruu T& O, II, P: éx Ób tÓv 
O, Il, P rovanueriov coAqvágux &vovswéro ra II, 
OT, PT sig vóv rocynAov Tod &yys(ov Gvvvevoquéve 
«TQ: z«gc Ós £xaGrov GoAqvéágiov vovzwutux £oTO 
Aexrà iv và EZ Ötagpodyuerı Nduosıdn, di àv To 
$yo0v sig víg 1W00g yogQocst. Hrav oov BovAmucde« 


a 2—7 '"Ayyslov Ovrog ... &ußindeis = b 292—926: 
? / Pd my , - \ m , 7 m , 
Ayysiov ovrog &vóg, Eußakeiv dia Tod crvÓuorog aürod mAsLova 
yevn vygàv xol dıc Tod aurod xgovvoi Aaußdveıv Execrov 
airöv, O0 Qv Tig moomoijtai, duryeg vÀv Aoımöv, GGrs mÀsL- 
óvov gufeAóvrov géíg' simsiv olvovg Ötapögovg Exocrov róv 
idıov desaodaı x«rà uégoc, Ocog &v  EußAndYelg 0g Exéovov. 


5 ZußeAövrov AG: EußaAlövrov T 6 000g, c ex v corr, T 
£à» (sc) G f öp’ 8 ÓLeztqoceyu£vov T 10 Bovió- 
pego T 15 rovanudte A (ux in litura), BCG: vrovzsjuocvo T 


16 &vovswwévo AG: &vorswícQo T 18 Tevanua A 19 
iduosıöj AG Tmg.: loduosıd7) T: correxi ex Par. 2512 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 153 


XXXIII. 


Durch die Mündung eines einzigen Gefälses sind Ein Automat 
mehrere Weinsorten Y) einzugiefsen und jede beliebige Mad e 
durch denselben Hahn abzuziehen." Wenn daher Weinsorten aus 

5 mehrere Personen die Weine?) hineingiefsen, zieht fáíse. Fig. 34a 
der Reihe nach jede ihren eigenen Wein in der von ee 
ihr hineingegossenen Quantität ab. 

Ein luftdicht verschlossenes Gefüfs «ßy6 (Fig. 34a) sei 
im Halse durch die Scheidewand sf verschlossen. Das 

10 ganze Gefäls ist in so viel Räume (Kammern) abzuteilen, 
als es Weine enthalten soll. Die Scheidewände seien 4€ 
und xà, so dafs sich drei Kammern u, v, 5$ bilden, in 
welche der Wein gethan wird.*) In die Scheidewand s£ 
seien gegenüber jeder Kammer kleine Löcher gebohrt. 

15 Das seien o, v, og; von ihnen mögen kleine Röhren z6, 
or, ov in den Hals des Gefüíses aufsteigen und nach dem 
Halse hin offen stehen. Neben jedem Röhrchen sind in der 
Scheidewand e£ kleine, siebartige Löcher anzubringen, durch 
welche die Flüssigkeit in die Kammern geht.?) Wollen 


1) Nach b: “mehrere Arten von Flüssigkeiten’. 

2) Zusatz in b: “ohne dafs sie mit den andern vermischt ist. 

3) b: ‘z. B. verschiedene Weine’. 

4) Nach b: “die Weine gethan werden’. 

5) Nach b: “jede Flüssigkeit in die für sie bestimmte 
Kammer geht’. 





8 -a-b.c-d- L: egy b 11 dıdpoayua P 13 Zußin- 


djcovzeu ob oivor bL xci v0 BL 15 ono a: zoo bL 
15—16 £x.... P om. BL 16 one à: zoo CP &vocet- 
véto: &vovtwécQ o B: Avareiveraı CP: erigantur L IROT 


(-0-t- L): om. B: or CP 17—18 síg vv vocymAov ... aöro 
A: OVvrstonusva To Tocjy0Ao tod dyyelov bL 19 Nduoeıöj: 
toduosıdn b 19—20 di’ ov ... yagrosı: Óv óv ywonoeı 
f£waGrov tÀv OyogÀv eig qv olnelav yooav bL 26 öp’ BC: 
2-43 

ép! P: ab L 


154 HP92NOZ AAEZANAPERZ IINETMATIK9SN A. 


iyyéewv. Eaaotov oivov, xovaAwwVóust« roig baxtvAoıg 
r& &, T, T xci éyyéousv vóv oivov Ói& Tod D rou- 

/ T " M ? , , / / \ \ 
AnAov' obrog Ó& Eis ov0tuíav ycg«v yognosu dla TO 





Fig. 34a. 


ENSE / \ ? - , 9 f er 5 

un Eysıv Óué&oÓov vOv Ev voig qOgoig RER. Ovav ovv 

&vécousv Ev vOv Z2, T, T OÓiwvyíiov, 6 £v iM xav 5 

£xtivo yoo« NE éxycoonosu did Tod q9uoD Tod oivov 
a 154, 4—162, 3 Orav ovv dviomuev ... vóv B 

xgovvóv — b 154, 8—162, 14 Ore dt Avnoousv tv TÜV 

Z, T, T dıavylov, 6 £v vij xov ixeivo wog ME Enxwonosı 

din vOÜ voLo?TrOV dıavylov, Tod olvov sig viv yogav Eu- 10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 155 


wir nun den einzelnen Wein eingiefsen, so halten wir die 
Öffnungen c, r, v mit den Bine zu und lassen durch 
den Hals @ den Wein einlaufen. Dieser tritt aber in 





Fig. 34b. 


keine Kammer ein, weil die in den Kammern enthaltene 
5 Luft keinen Ausweg hat. Lassen wir nun eins der Luft- 
lócher c, r, v los, so entweicht die Luft, welche sich in 








2 f. «à Z, T, T (Qwibyte) FILES AGT,: &yyvoouev T, 
3 ro om. T 5,0 T: om. AG 6 10100 Par. 2512: iuo$ 
ÀG,: icQ)o9 G,: toduod T, idem yo. (9'uoo 


2 éyyéousv: Eyyeodusv b 


18 


-1 


156 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKR2N A. 


eig viv xyOo«v Eunintovrog. zAw xeveAcupovóusvor 
TO dıadyıov, &AÀo Óuoíog Avnioousv xci éufoeAoUusv 
&vegov oivov, siv« é£ijg voUg AouxroUc, 8601 Ev dou 
ot te olvor x«l ei Ev v ABI yysíp icomAmQeig 
qGoct.  ÓOstóus8c ÖE Exaorov cbrOv xcvi uígog Oi 
ToU KÜTOd xgovvoD oUroOg. Ev TO zvOucvi voO A BI 
&yysíov EE Endorng qOgeg GoA6Qvsg EoTwonv éx uiv 
víc M ó XP, ix 0b tig N 6 £g, éx 0b is 5 Ó 
Q9): và Ób xoc «ovv và W, 5, 9) cvovrerQnoto 
évéoo oWAivı và '"DPo9y, 4 Gxéyovva dm GAMAGV, xal 
édéveyvoc0coG«v sig To Evrog Tod WAY 4. Ereoog O8 
GoAQv <EoTw)> ovvsounoıousvog 6 ‚BI và '"Ug9y A, 
ETEOTOUWUEVOG UEV xar& TO Evrög uEgog v0 ‚I, tor- 
ucro Ó& £yov x«v& và *U, c, 9», BOoTE ErLoTgEpouEvov | 
tod .B,I'cGoAivog và Ev «ovd ToNuaTe zogeyuwóusvo 
z«g Eraorov vOv *U,c,9y rouucvov Ó£ysaOnu vov Ev 


nintovrog dic Tod iv cvi TOuotidoÜg ronuarlov. mw 
xeveleuBávovrec T0 diavyıov, GÀÀo önolag &vicousv xal 
eußaAoönev Eregov olvov, elta SUIS TOUG Aoimovie, 000: i&v 
wow ot Te oivou zul oí iv rn ABI ayyelo icon An tic 
qoot. —OcbOusüc 0i fxecrov cUrÓv Krk uéoog dıa ToU 
? M ^ rr ? - [4 m ? , 

«Ur0U xgovvoU ovrog. &v TO mzvOuévi Tod ABI'A Gyysiov 
2% e / , M a ? M m c 

é$ Endorng ywoag GoA(vsg £ovoooav £x uev vio M 0o XD, 
ix de vio N 6 Sig, ix de rio EM Ó 99). «cà de Üxge 
corQv rà P, c, 9) cvvrevQnoOo Eregw coMjvi v) I 4 B 
évróg Ó& vovrov Tod GcoM,vog Eregog Eorw cvvsoumnouwcuévog 
QUrG ‚engıPs ó I'A ronuare Eywv xorà rà P, 5, 92, 
WoTE ERIOTgEDOuEvoV tod [A owAivog rà Ev euro roro 
magayırdusva rag Eraorov vOv "P, c, 9) vomudrov Öeye- 


1 érfoav zagav A,GT 2 r0 AG: om. T &vijcopev 
Scripsi; cf. lin. 18: &vécopuEv a — 3 ocv om. G 4 oí G,T: 


om. AG, 8 qv G: vy AT, 9 69 T: ga AG aso 
T: ys4 AG 10 ys9y,x T, mg.: psıa AGT, f. (goego» 


M 


9 


[52] 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 157 


dem ihm gegenüberliegenden Raume befindet, ') während der 
Wein durch das Sieb in die Kammer dringt.) Dann halten 
wir dieses Luftloch wieder zu, öffnen ein anderes in 
gleicher Weise und giefsen einen andern Wein ein, darauf 
5 der Reihe nach die übrigen, je nach der Zahl der Weine 
und der gleich grofsen, in dem Gefälse «à befindlichen 
Rüume. Jeden einzelnen von ihnen kónnen wir ab- 
wechselnd auf folgende Weise durch dasselbe Ausflufsrohr 
abziehen. Am Boden des Gefáüíses «y 0 mögen aus jeder 
10 Kammer Röhren laufen, „w aus u, oc aus v, 62) aus £. 
Ihre Enden wy, c, 9) sollen in ein anderes Rohr «ps9, « 
(Fig. 34a) münden, mit geringem Abstande von einander, 
und sie seien in «/52),« eingelótet. Wieder ein anderes 
Rohr |f y sei in v 29) « eingepalst (eingeschliffen), an dem 
15 inneren Ende , geschlossen und qw, c, 9) gegenüber mit 
Löchern versehen, so daís bei einer Drehung des Rohres 
‚B,y seine Löcher (nach einander) neben (= unter) jede 
der Öffnungen ip, c, 9) zu liegen kommen, den in dem 


a 157, 11—163, 5 Ihre Enden ... bewirken = b 157, 20 

20 —163, 16: Ihre Enden v, c, & sollen in ein anderes Rohr 
y c B (Fig. 34b) münden. Innerhalb dieses Rohres befinde 
sich wieder ein anderes, genau eingeschliffenes Rohr y,9 mit 
Löchern, welche mit 4p, 5, 25 korrespondieren, so dafs bei einer 
Drehung des Rohres y ó seine Löcher neben (= unter) die 
25 Löcher 9, €, 9) zu liegen kommen, den in dem einzelnen 


1) Zusatz in b: “durch dieses (freigewordene) Luftloch’. 
2) Nach b: “während der Wein in die Kammer durch die 
darin befindliche siebartige Bohrung dringt’. 





dreyovie 11 vsÀ,« a: corr. Haasius 12 (foro inserui; 
cf. lin. 26 — «$9 « T: ye2 « AG 14 as 9y T, (dvoyiae 
praeponit T, mg.): övoyile wsiı AG, (= fws210,) 15 fy 
G,: Övoyıklov reroyıalov AG, (= y): By T 16 ys9 T,: 
vsÀ AGT, &v om. T,, add. T, 














17 nN9uosıdodg scripsi: lodwosudodg b zw: consimi- 
liter L 19—20 elta ... oivoı om. P 20 &yyeío om. L 
26 ö Ersoog B 


158  HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A. 


ExdoTN 4000 oivov x«i sig TO Exrog anodıdovaı dıd 
tod éxvóg oroulov tod ,B,I'coA«voc. to oov BT 
coAijv. Gvugpvije Eorw odngodg ÖßeAlorog 6 „I ,E' xai 
x«r& uiv v0 ,E u£oog <Paoog)> éx uoAißdov zoooxs- 
xoAANGOc r0 ,E, xcvà 0i To „I msgórvo ciómo& m" 5 
‚I,s Pyovéa ix voU uéGov zQocxexoAAquévov quiALov 

T0 ,g và xoiA« sig TO (vc ué£oog éyov. £ovo ÓÉ vig 

x«l x&Gvog xoiAog xóAovooc, ot Ó uiv us(&ov xóxAog 

&cvo 6 ,Z, 6 0$ éAdocov 6 ,O, di ob xci Ss 

z&egóvm Ówsoy£o9c. yeyoverw Ó2 Aal Gqetoíe« woAıßd 10 
&vvioc Toig ueyEdeoı voccUra OÜccu elol xci el M, N, 
qG0oct. Ev oov TO £A«GGov TÜV Gqouoíov imu Ousv 
to ,Z,O0 gyıckio, xe«veaoijowxv Eis TO x&vo WEOOS 
EVENINOETAL, Üyoıs &v wevon Tijg Tod xWvov xoAoUgov 
xolAng Eripavsiag, x«i émwoToéweu, vov ‚BI owAiva, 


je 
Q 


oda 0v iv E£xáovm qoe olvov xol sig TO Euntög &mididóvet 
dı& Tod ixróg crouíov tod TA coAávos. và ov TA 
Gov. cvpvijc &cro ciÓmooüg ÖßeAlonog 0 E JS' nal xe 
piv T0 ,S uégoc Pdoog woAlßdov mpocxexoliijsdo vo Z 
Íxevóv Groégenv. rv IA ooMjva, xerü de TO ,E neoovn 90 
ae n ,H,9 !yovoa iv và uéco mtgoGxexoAqu£vov pıdkıov 


3 \ w , \ » , 2r , M 
ro M ra xoiÀa tig TO vo uégog tqov. yeyoverw Ó& 
B 


xcL Ggeioíov uoAißdıvov to M zoÀÀQ PBaovregov üv Tod Z 

3$ ^ ^ 
Bdoovg. Ovev ovv zgooigouste Ómoiov IN rıva vOv Eußin- 
Oévvov olvav iv vQ ABTA Aafeiv Gyysío, mávrov vüv Ev 25 
To dıapgdyuarı Tobrov OvrOV TQqucríov dLamepoayusvov 





3 06 T,: 99) AG: 9O T, LET: 9) AGT, «f«- 
009) inserui; cf lin. 19 5 €: n ed. Paris. ut etiam p. 160, 
5. 11. 162, 1 sıuöned om. A,, add. À mg. 6 ad gudAtov in 
À margo hoc. habet scholion: oiueı, ro cbró Aéyet gıdlıov xal 
XOvOv 7 &xov AG: Éyov T 1—8 f. £evo 08 (T& noild) 


zig [xol] xGvog 9 ,9 A,G: m A,T 10 woiıß& AT, (-ó- T): 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 159 


einzelnen Raume enthaltenen Wein aufnehmen und ver- 
mittelst der äulseren Mündung des Rohres |f y nach aufsen 
leiten. Mit dem Rohre f y sei nun ein eiserner Spiels ‚de 
verbunden. Bei ‚ sei ein Bleigewicht , angelötet, bei 
5 Ó ein eiserner Stift Ó c; mitten an diesen ist eine kleine 
Schale s gelötet, deren Innenseite nach oben liegt 
(Fig. 34a).!) Diese bilde eine Art hohlen Kegelstumpf, 
dessen grölsere Grundfläche $, dessen kleinere 9 sei. 
Durch diese gehe auch der Stift ds hindurch. Man 
10 stelle auch kleine Bleikugeln von verschiedener Grófse in 
einer den Räumen u, v, & entsprechenden Anzahl her. 
Wenn wir nun die kleinste Kugel auf die Schale £29 
legen, so geht sie infolge ihrer Schwere abwärts, bis sie 
die innere Fläche des Kegelstumpfes berührt, und dreht 
ı5 das Rohr y. Dann kommt dessen eines Loch unter qj 


Raume enthaltenen Wein einlaufen lassen und mittels der 
äulseren Mündung des Rohres ,y 9 nach aulsen leiten. Mit 
dem Rohre y ó sei nun ein eiserner Spiels e,s verbunden. 
An sein Ende ‚s sei ein Bleigewicht £ gelötet, welches aus- 
20 reicht, um das Rohr y 9 zu drehen, bei E dagegen ein eiserner 


Stift 5 9 mit einer kleinen Schale u, die in seiner’ Mitte an- 
gelötet ist und deren Innenseite nach oben liegt (Fig. 34b).?) 


Man fertige auch eine kleine Bleikugel fi an, die viel schwerer 
sei als das Gewicht f£. Wenn wir nun von 'den in das Gefüfs 
26 « gy Ó gegossenen Weinen einen beliebigen abziehen wollen, so 
verschliefsen wir sämtliche Löcher in der Scheidewand (e£) "des 


1) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 34c und 34d 
in den Prolegomena. 2) Vgl. auch die handschriftliche 
Figur 34e in den Prolegomena. 





volßd& GT, 18.£ 9 AGT,: tn IN: 15 xoíAne: f. nollov; 
cf. lin. 8 &rioroeye AG: Emisredapm T, q. ex.&r oorr. 


18 xai om. CP 19 f. woAıßdoöv, (pondus) plumbeum L 
‚Zseripi: £ b. 20 DI'4om.L 26 ronuariov BC: vov- 
znuerío» P 


160 HP9NOZ AAESANAPER2E IINETMATIKSNN A. 


Gore TO £v wOvQ voijuc yeveodaı xov TO W nal Óc- 
qs69«, vóv Ev vjj M xóog oivov ó£ovra éxi vocobrov, 
Ep’ 000v xol émíxevreuu 1) Opalou TO quxACO, ei um 
&oa 0Aog N éxgsgevxdg. àv Ó& &g£Acousv TO Ggo- 
olov, zíAw TO ,E Pdoog xovaGvoévav dzoxAs(ctu TO 
J* roijuc, GoTE umaerı Qésuv vOv olvov. cAw oov 
jv Ereoov TÜV GqQectgíov Eenıd@usv, mAéov xovtveyuj- 

M , > 14 \ M PA ^ 
GevaL x«i zÀA&ov émiorQtyseu vOv ,B coAi$v«, Gyoug Av 
r0 Ev aÖTO voijuc yErnrar Kate To & voii" xci obrog 
devosı 6 Ev vjj N góge oivog. x«l zdáAw &o9érvrog 
Tod Gqoigíov xe«r«oo&Uev To „E fégog &xoxAt(osu TO 
c vou«, Gors unaerı desıv vOv oivov. éiàv Ob fvegov 
usitov émwrs9j. mAEov Eriorgapioereı 6 ,B col, 
er er \ 2 - km A i. - , \ 
Gore Qfeuv TOv Ev Tjj 4 00a oivov. dei uEvror TO 
éA«GGov TÜV Gqoeigíov éxwsüiv Earl TO quuA(Q xota- 


&vegpodtousv uiv TO NS yogoc Exelvng romudtov, Mg Tv 
A 
4 , AR Er AUT T , 
RR Poviousda Aepsiv* £uBoeAoUusv de év v0 M yıckio 
ro M ogaıglov. «cL vovrov ytvouévov Orgapnoera 0 [A 
A \ 2 » ji M ? , , * re » , 
wmv nal ist eig vÓv Tod ayyelov mvOuévoa v0 Oz ixcívqv 
vjv qOgev Tomudtov' xcl oUro6 Qsootu 6 iv voór TH yo 
B 


olvog. wer& Oi và 6edonı Todrov iximOiv vó M Ggouolov 
A 


ix tod M gueMov orosye rov [TA owMniva dia voU Z 
Bágove. zul mdhıv Morıvog qoe olvov BovAöusda Außeiv, 





5 2a@:nM xaraorespav a: naraooerpav Voss. 19; cf. 
lin. 11 ^7 4v A,: &&v A,GT 9—12 x«l otro ... Tonwe 
in margine iterat A,, in textu GT,, iterata delet T, 10 N 
om. À,G (locis iteratis) — 11 xereoo&wov A, G: xeroósbcov A,: 
noradoedoav T (xcveósbca. G loco iterato) TAG ML: P 
ai: om. 6, 15 &mi om. Par. 2512. Voss. 19: f. émi del. 
et. im. 3 


m 


0 


1 


1 


2 


2 


e 


e 


5 


e 


Lu 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 161 


zu liegen und läfst den in der Kammer u enthaltenen 
Wein einströmen, der so lange fliefst, als die Kugel auf 
der Schale liegt, falls der Wein nicht etwa ganz ausläuft. 
Nehmen wir aber die Kugel fort, so dreht?) das Gewicht 
den Eisenstab nebst Rohr und verschhefst die Öffnung V, 
so dafs der Wein aufhórt zu fliefsen. Wenn wir c 
eine andere Kugel auflegen, senkt sich?) diese noch mehr 
(mit ihr der Eisenstab) und dreht auch noch mehr das 
Rohr ß, bis dessen (zweites) Loch der Öffnung s ent- 
spricht. Und so wird der in dem Raume v enthaltene 
Wein ausflefsen. Hebt man die Kugel wieder auf, so 
senkt sich das Gewicht ,; von neuem, schlielst die 
Öffnung c und unterbricht den Ausflufs des Weines. 
Wenn aber eine andere, noch grófsere Kugel aufgelegt 
wird, so dreht sich das Rohr ,8 noch mehr und zwar so 
weit, daís der in dem Raume $ enthaltene Wein aus- 
strömt. Doch mufs die kleinste Kugel so schwer sein, 


Gefälses, lassen dann aber das Loch desjenigen Raumes offen, 


dessen Wein wir entnehmen wollen. In die Schale u werfen 


wir aber die Kugel fi. Darauf wird sich das Rohr y,ö drehen 


und das mit jenem Raume korrespondierende Loch an den 
Boden des Gefáfíses bringen. Und so wird der in diesem Raume 
enthaltene Wein ausflielsen. Ist dieser abgelaufen, so wird die 


Kugel (i aus der Schale u T entfernt, und das wird mit Hilfe 
des Gewichtes £ die TEoluns des Rohres ‚y 9 hervorbringen. 
Treffen wir bei demjenigen Raume, dessen Wein wir abziehen 


1) Nach einer anderen Lesart: “so senkt sich das Gewicht 
und verschliefst das Loch’. Vgl. Zeile 12. 

2) Sowohl wegen des grölseren Gewichtes als auch der 
grüfseren Länge des Hebelarmes, an dem diese Kugel wirkt. 
Denn sie sinkt ja nicht so tief in den Hohlraum ein als die 
erste. Damit ist auch die Bedeutung des Kegelstumpfes erklärt. 
Vgl. auch Rochas a. a. O. S. 142, 1. 





16 &vogodbousv scripsi: adaperiemus L: zog ocibousv b 
uiv om. B 19 óz': super s. supra L 21 ó oivog C 
22 gueALov scripsi: phialula L (cod. Mutinens., spherula cet.): 

opaıelov b vóy om. P 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 11 


169 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


xgateiv tod ,E Pdoovg, vovvéovww mwvQéQsw vOv 
M a er N M \ / \ \ 
,B coAiv« oUvog y&o x«i T& 6paıpia ve Aoıma 
, \ / 
xerarparjosı x«i Eniorpäber vov ,B xgovvóv. 


XXXIV. 


Aóyvov KaTaoxEvdouı EUVTOV TO00WVOOOVTE. 


[4 


"Ecvo 6 Avyvos 6 ABI" dia 5 vo) ocróucvog 
«OroU z&toóvo ciÓmo& dınaodw 9) Z LE xıvovusvn sóAUTOS 
zsol v0 E oqusiov: zmsgl Ó&$ Tv zegóvqv TO £AAÓqwiov 
ztQueLAe(GU c EUAVTOV. m«goxcíatc O2 x«l vóuzcvov 
GQOovroutsvov TO Z xwoüusvov zsQi G&óviov s0AUTOG, 
ov ol óÓóvrsg vevévoG«v Tí mEodvng, Ozog émi- 


xol im éxsívqo và Opuoiw mxoujcevreg Guys vóv éx vo oTqQc 
olvov Ós&óusOc' xol éml vv GAÀov, si mAsloveg Einoav ai 
q6oot, Öuolmg. 

a 162, 5—164, 2 4óyvov ... vüv 00óvrov — b 162, 
16—164, 22: Abyvov xaraGxevácoi TO00WVOCOVTE EuVTOV. 

"Eovo 6 Auyvog 0 ABI" dia de voU Gróuevog cvr00 
nEo0vn ci0mo& ÓucQ0c sül)UrOg ag& mv xoiMav Tod Aoyvou 
Oisoyouéva xol Odóvrag Eyovoa roıywvozdeis m 4E.  moga- 
xtíGOo Ói xol Tuundvıov Ouoíog dOOovrouévov TO Z xwov- 
usvov ztgL G£óviov eüóvOc, ov oí Ödovres GvuflAAécOoGav 
roig 00o0cL Tijg mtgóvqo, Omog émiovosqouévov AUTOD 7100- 


3 Zmiorgeper AG: Énmwoéwer T 6 6 om. T on AG: 
ó& T 8 zeol v0: f. vag To &Aóqviov M,, Voss. 19: &- 
Avyvov à 9 zsgiciAe (o0 AG: megievAToUd o T TÜJULOLV OV : 
f. rvundvıov Haasius 10 óàovvouévov AG: óóovrouévor T 
ut etiam p. 164, 5 11 ózog AG: üzov T 


12 immistum et (= &wyij(?) nel) L 18 &ölvrwog om. L 
20 d& C: ön B: om. PL vvun&vio» P: vouzavoyr BCL 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 163 


daís sie auf die Schale gelegt das Gewicht an Schwere 

übertrifft (und es empordrückt), d. h. das Rohr ß zur 

Drehung bringt. Dann werden auch die übrigen Kugeln 

das Übergewicht haben und eine Drehung des Ausflufs- 
5 rohres | bewirken. 


XXXIV. 
Eine Lampe herzustellen, die von selbst den Pie sich selbst 
2 x regulierende 
Docht zur Tülle schiebt. Lampe. Fig.35 


Die Lampe sei «ßy (Fig. 35). Durch ihre Mündung 
10 (Tülle) stecke man eine eiserne Stange de, die am Punkte e 





Fig. 35. 


leicht vorwärts gleitet. Um die Stange schlinge man lose 
den Docht und stelle auch eine gezahnte Welle (Zahnrad) & 


wollen, (allemal) wieder ähnliche Vorkehrungen, so erhalten 
wir den Wein aus diesem Raume ungemischt. Falls mehrere 
15 Kammern vorhanden sein sollten, machen wir es bei den 
übrigen ebenso. 
à 163, 9—165, 4 Die Lampe ... vorgeschoben wird — b 
163, 18—165, 29: Die Lampe sei «y (Fig. 35). Durch ihre 
Tülle stecke man eine Eisenstange de, die sich längs des Innen-. 
20 raumes (Bassins) der Lampe leicht fortbewegt und mit scharf- 
kantigen (dreieckigen) Zähnen versehen ist. Daneben stelle 
man eine ähnlich gezahnte, kleine Welle £, welche sich leicht 


Tis 


188 


189 


164 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


6voeQouévov c0roD zgocoU0ivc,. TO £AAUyviOV Ou& vüV 
ó0óvrov. éyéro Ói 6 Aoqvog &vsoyóva Tov ÓugoAov 
imr mAéov. EußiAmdevrog Ó& vob cAa(ov émwwyécgo 
Aepqváguiov TO H &£yov óvugvig ógOtov xavóviov v0 © 
GQÜovrou£vov xci GcvuzxszAeyu£vov Toig 6dodcı ToU 
tvunaviov. Gvu[hjasva, oov Óczovoutvov Tod £A«(ov 
zo Asßnrdgıov xevefoivov Eriotgspev TO Z Tuundvıov 
dic | vàv Tod xavoviov ó0óvrov, Gore TOOWFEIOHELL TO 
EAAVXVIOV. 


XXXV. 

"Ayysíov Övrog Kal xgovvov NUR cvv zxvO0u&£vo 
&vegyóva Eyovrog x«i éyysoutvov sig «ovo OygoU, 
CEN \ , 9 \ LAU A / MN \ \ N 
ÖTE uév xov GCQy6g QsUGsL Ó xgovvóg, Óóvà Ó& xor TO 
jjuGv, Orte ÓR xol OAov zAqooUévrog' N x«l xoc9 640v, 
ózócov dv EußAmdEevrog voU v$yoob HEVoEL 6 xgovvós, 

N E , \ 2 \ c [4 
x«i züv xsvoGs. TO EußAndEv vOypóv. 

"Eovo tw cyysiov vó AB Owwmxegoeyuévov vv 
rocyuAov: did Ó$ Tod dıapodyucrog | zadelodn coA)v 
ó IA evvsoreyvouévog TO dıapodyuarı, &zéyov Ó& 
Tod zvOüuévog Ocov Vdarı Owuoovow. ovo dt xoi 


m c , bd M ? , \ b ^ , 
ovo, N NEEOVN Gyovcoo TO EAAvyviov mzQ0c TO TOU Avyvov 
Gro. 


12 Éyovrog &vsoyóro ir. T,, corr. T, 18 f. roc znAov 
(diepedyuarı). cf. p. 168, 1 20 $0crog T xoi AGT,: 
om. T, 


5 xol cvuzemAsyuivov à (cf. Heronis Barulcum apud Papp. 
coll. lib. VIII p. 1066, 4 ed. Hultsch): xol aörd x«l ovußeßAn- 
uévov b, et ipsam et conformem L 8—9 dove ... EAlbyvıov 
a: co Ób vówzovov (tvundvıov B) ócoóvog émwosqóusvor zo- 
osi» civ ztoóvqv ovv và &wyvio bL 11 zoo& a: mei bL 

13 có om. B 14 xoi (prius) om. b 010v: secundum totum 


10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 165 


daneben, die sich leicht um eine kleine Achse bewegt und 
deren Zühne in die Stange fassen sollen, damit durch 
eine Drehung der Welle der Docht mit Hilfe der Zähne 
vorgeschoben wird. Die Lampe habe in der Mitte (des 
5 Bauches) eine weitere Öffnung. Ist das Öl hineingethan, 
so lasse man ein Kesselchen n darauf schwimmen. Mit 
diesem sei ein senkrechtes, gezahntes Stäbchen 9 ver- 
bunden, das in die Zähne der kleinen Welle fasse. Je 
nachdem nun das Öl verbraucht wird, erfolgt ein Sinken 

10 des Kesselchens und mit Hilfe der Zähne des Stäbchens 
eine Drehung des Zahnrades f£. Die Folge davon ist, 
dafs sich der Docht vorschiebt.') 


XXXV. 


Wenn man in ein mit einem offenen Ausflufsrohr Regulierung 
15am Boden versehenes Gefäls eine Flüssigkeit gielst, he Te eR ead 
so soll das Ausflufsrohr bald zu Anfang fliesen Yin ae 

bald, wenn das Gefüís zur Hälfte, ein ander Mal, 
wenn es ganz gefüllt ist. Oder allgemein, das Ausfluís- 
rohr soll fliefsen, in welcher Quantität auch die Flüssig- 

20 keit eingegossen sein mag, und es soll die ganze hinein- 
geschüttete Flüssigkeit zum Ausflufs bringen. 

Ein Gefüfs «8 (Fig. 36) sei im Halse (durch eine 
Scheidewand) verschlossen. Durch die Scheidewand lasse 
man eine Röhre yó hinab, die in sie eingelótet sei und 

25 fast bis an den Boden reiche, aber noch den nötigen 
Raum für den Durchfluls von Wasser freilasse. Ferner 


um eine kleime Achse bewegt. Die Záhne der Welle sollen in 
die der Stange fassen, damit durch die Drehung der Welle die 
den Docht führende Stange ihn zur Tülle der Lampe vorschiebt. 


1) Statt des letzten Satzes b: “während die Welle ebenso 
durch ihre Drehung die Stange mitsamt dem Dochte vorschiebt’. 


(= «x«9" 010v?) L 7j om.bL xc«96ó1ov om. bL 15 od 
AG: om. Tb 20 Oóicoovow sivo, b 


166 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


xaumdbAog Gípov 6 EZH, ob To uiv évrüg GuéAog 
GxEyévo And Tod zvOusvog 0cov dörrı ÖLdogvoıv, TO 
ÖE Ereoov sig TO éxvog dmododtv slg xgovvov dıLe- 
GxcviG0c' 7 08 xvgróvuo Tod dıaßijtov zog «rov 
éGvro cvóv Todynkov Tod cyysíov. éyévo Ó& x«i Ói- 
[A \ > - \ M /, ^ [4 
avyıov rd AB c&yysiov z«g& To Óutqoeyuo, To € qépov 
tlg TO xvrog. Ev oov BovAmusda xev Gpyóg EyyEo- 
uEvov TOD oygoU HEEIV vÓv xgovvóv, AareAmbousde TO 
Ó«xrUAQ v0 © diadyıov, xal E00 Ó xgovvóg' ua) 
y&Q &£yovvog TOD Ev TO AyyEi@ 4£pog KVTITEDLOTAOLV, 
To vyoov dounos Óu& Tod xaunmdvAov cípovog tig TO 
2 \ [4 N \ \ , \ N 4 
éxvóg u£oog. Ev Ó& uj xevcAefousü)« To ÖLadyıov, 
/ \ e M x , \ ’ r [4 T 
wonos TO Oyoüv sig TO xórog, x«l ov um QeUGsL 6 
xgovvóg, &youg Av mzAw xcvcAccouws)« TO Öuavyıov. 
uevà Ó2 TeÜrT« Avedevrog Tod Owxwvyíov 6 Owwfhjvuc 
Gzxxv xsvdoGtu TO vygóv. 


XXXVI. 


Keraoxsvaßernı Ó& x«l &yysiov, 0 Ep 0009 uiv 
&xwyéetg TO ypóv Óéyevon, Ev Ó& ÓuxAUQc, ovxér. Ó€- 
yeraı. Yiveraı (8 vOv vQózov ToUcov. 

"Eovo To &yysiov vó AB Owxeggeyutvov Tov 


6 zoo& 02 T 8 xovoAmpóused« G, Tb: xovolinpousv AG, 
10 &£ooc om. T,, add. T, 13 eis om. T,, add. T, 20 roö- 
tov: vr0cobrov T 21 ro &yysiov: f. vv &yystov. cf. p. 164, 17 


2 didggvoıv sivo b 5—6 có aß («gy CP) &yysiov xoi 

diedyıov tr. bL 6 zcoà a: mag’ coro bL 7 oöv om. P 

18 @Alo &yysiov bL 21 vó (ante dyysiov) om. b. 21—168,1 
vüv rodynAov om. bL 


15 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 167 


sei e$* ein gekrümmter Heber, dessen innerer Schenkel 
von dem Boden nur so weit abstehe, dafs er noch Wasser 
durchlüfst. Der andere Schen- 
kel gehe in Form eines Aus- 
flufsrohres nach aufsen. Die 
Krümmung des Hebers befinde 
sich ganz dicht neben dem 
Halse des Gefäfses.. Ferner 
habe das Gefüfs «ß neben der 
Scheidewand ein Luftloch 5, 
welches in das Innere führe. 
Wenn nun das Ausflufsrohr zu 
Anfang, während die Flüssig- 
keit eingegossen wird, fliefsen 
soll, halten wir das Luftloch & 
mit dem Finger zu. Dann 
fliefst das Rohr. Denn da die 
im Gefüíse enthaltene Luft kei- 
nen Ausweg hat, so wird die 
Flüssigkeit durch den gekrümm- 
ten Heber nach aufsen getrie- 
Fig. 36. ben. Wenn wir aber das Luft- 
loch nicht verschhnefsen, geht 
die Flüssigkeit in den Bauch des Gefüíses, und das Aus- 
25 flufsrohr wird sicher nicht fliefsen, bis wir wieder das 
Luftloch zuhalten. Läfst man darauf das Luftloch los, so 
erschópft der Heber die ganze Flüssigkeit. 





XXXVI. 


Man konstruiert ferner ein!) Gefäfs, welches die Ein Gefäss, 
Flüssi : f 1 ' b das nach unter- 
30 Flüssigkeit aufnimmt, solange man (ununterbrochen) prochenem Ein- 
zugiefst, aber nichts mehr hineinlüfst, wenn man ee. 
das Eingiefsen unterbrochen hat. Das geschieht auf mehr aufnimmt 
P Fig. 37. 
folgende Weise. 


Das Gefüfs «aß (Fig. 37) sei im Halse durch die 


1) Zusatz in b: 'anderes'. 


190 


- 


168 .HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


rodynAov to II Ói«gocyuerw Óu& de Tod dıapody- 
ucrog nadelodn coAjv 6 EZ &xéyov uiv do Tod 
zvOu£vog Bocyd, ozsgéyov 0$ Tod dLapodyuarog, Gore 
uxo0v Gméysuv Tod yelkovg Tod dyyelov. sol Ó2 
Todrov reoıHElodn Eregog 0 HO aneyxwv and Tod Ödıa- 
podyuarog 0cov Döarı ÖLdogvoıv x«i ano tod EZ 
owANvog' Erınepodydo de 6 HO coAQv v0 &vo wEoog 
kenıdio.  éyévo Óà TO üyysiov nal Öıadyıov | vó K 
pEoov sig v0 KUTog. Ór«v 00V Eyyeousv TO bygov Oi 
Tod vocy5Aov, cvu[hjceva. qoosiv ocOrO dıd TE TOU 
H® coA5Qvog x«i dıd Tod EZ sig To xOvog, TOD &épog 
éxyooobvrog Ó.& Tod K dievyiov. àv obv ÖdLakino- 
uev xci xsvoUj; 6 TOD Ayyeiov vrocyuAog, 6 co ÓLa- 
oTijosL NV OoVVEysLav, Gore TO Evov Ev ra HO coAijv. 
vygóv xarapoayev neoelreı émi TO OÓuégooyue &ovo 
y&o T0 &Ugog TO zeol vóv HO owANva u£ya, Gove 
To Pdosı xovezxsosivuu. TO ygóv.  émsyyvOévrog ài 
évégov ygobD 6 Evamoinpdels iv và EZ owAnvı 
ano x«i Ev v HO ovx Edosı magsvosAQtiv TO byoov, 


? 


GÀAÀ QOmio TO xciÀog Tod Gyytí(ov Ozsoyvbnjoscot. 


10 BCG,T: ro AG, 3 ómsoíyov G 5 Ersoog cov G, 

6 xcl om. T f. Canoregov) dn 6—7 ano vo EZ 
owAnvog: fero yag To sogog vob HO owiivog usya, dors To 
Pdosı narameositeı TO ©yoov inserit et infra lin. 15—17 Zoro 
. $yoóv delet Rochas 8 x«i om. T 16 59 GT: x9 Ab 


18 évoamoAng9tig AGhb: évomoAntgOsg T e£ AG: om. T 





2 xsícüo CP A &méygew a: ndrwodev eivaı bL 6 dide- 
gvcıv sive, b 12 oöv a: óà bL 16 y&e a: óà bL 
ueya a: dEıöAoyov b, condigna L 217 xovoztcotiogo, b 


18 zoö évégov B. g£ BC: £g P: .ez-L 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 169 


Scheidewand yó verschlossen. Durch diese führe man 
eine Róhre e$ ein, die (unten) fast bis auf den Boden 
reiche, aber (oben) über die 
Scheidewand so weit hinaus- 
rage, daís sie nur wenig 
vom Gefüísrande absteht.?) 
Um diese Róhre lege man 
eine andere 4€ in solchem 
Abstande von der Scheide- 
wand, als für den Durch- 
flufs von Wasser erforderlich 
ist, und (in etwas grófserem) 
von der Róhre sf. Die 
Röhre 7% sei oben mit einem 
Metallplättchen verschlossen. 
Ferner habe das Gefäls ein 
Luftloch x, welches in dessen 
Inneres führe. Giefsen wir 
nun die Flüssigkeit durch 
den Hals, so ist die Folge, 
dafs sie durch die Róhren 
Fig. 37. 439? und e£ in den Bauch 

des Gefälses dringt, wäh- 

rend die Luft durch das Luftloch % entweicht. Unter- 
25 bricht man den Einguís und läfst den Hals des Gefüfses 
sich entleeren, dann hebt die Luft den Zusammenhang 
auf, so dafs die in der Röhre 4€ enthaltene Flüssigkeit 
sich losreifst (?, vergl. oben S. 41, 31 und 85, 6) und auf 
die Scheidewand füllt. Die Röhre «44 soll nämlich eine 
30 grofse?) Breite haben, auf dafs die Flüssigkeit zufolge ihrer 
Schwere zu Boden stürzt. Wenn man dann eine andere 
Flüssigkeit zugielst, so läfst die in den Röhren e£ und 49 
eingeschlossene Luft die Flüssigkeit nicht hinein, viel- 
mehr wird diese über den Rand des Gefälses überlaufen. 





1) Nach b: ‘nur wenig unterhalb des Gefáfsrandes liegt’. 
2) Nach b: “ansehnliche’. 


170 HP9NOZX AAEEANAPE9Z IINETMATIK9NN A. 


XXXVII. 


Karaoxevaßeraı 68 Hal  Zwvvogíoxog  émí *vwog 
Bácsog doxdv Ev Taig xsool x«végov, © zpoGze«od- 
xeıraı Aovrnoldıov, x«i Eyyudevros sig MÖTO Oypob, 
DOTETANOW- 5 
var, ELQ- 
080081 da 
ToU  &6xoU 
vOWE sig TO 
AovtQotÓLov 10 

x«i 00% 
bztQoyv)1- 
Gera, (y OLG 
ov müv T 

dıa TOU 15 
&6xoU0 vOoQ 

X£v001* 
Eotı Ó£ 1) x«- 
TEOKEVUN TOL- 
urn. 20 

"Eoto vic 
Baoıs n AB Fig. 38. 

Grey) ndv- 

rodev, dou xvAwOQuxo) N) ÖATEPWOVOg EÖUMOENEIKG Evang, 
Oiczeqocyuéivm và II diepodyuerı: Ow ÖE Tod ÓLa- 3 
podyuarog dvarsıveodo owAnv 6 EZ ovvreronuevog 

à 170, 21—174, 9 "Eovo vg ... napauevew —= b 
170, 28—174, 25: "Ecvo rıg Bácig m AB oreyvn ndvrodev, 
Gregeà nagakinAeninedog, dıanepgayusvn và! IA Oiegody- 
narı' Emmi ÖdE Tadıng ig ácsog Eordrw 6 Xevupíoxog' xol 30 
dia Tod dıapgdyudrog Avarsıvodn owAnv 6 EZ ovvreron- 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. EOUOCYI 


XXXVII. 


Man konstruiert ferner auf einer Basis einen Ein Herons- 
kleinen Satyr!) mit einem Schlauche auf den Armen s 
und stellt ein kleines Becken daneben. Giefst man 

5in dieses Wasser, daís es voll wird, so soll durch den 
Schlauch noch Wasser ins Becken fliefsen, ohne dafs es 
überläuft, (und zwar so lange,) bis alles durch den 
Schlauch zuströmende Wasser erschöpft ist. Die Ein- 
richtung ist folgende. 

10 Eine Basis «ß (Fig. 38) sei von allen Seiten luft- 
dicht verschlossen, aus Rücksicht auf ein gefälliges 
Aussehen entweder cylindrisch oder achteckig und dürch 
die Scheidewand yd (in zwei Kammern) geteilt. Durch 
die Scheidewand steige eine Röhre e$ auf, die durch 


15 a 171, 10—175, 10 Eine Basis... andauert = b 171, 16 
—175, 28: Eine Basis aß (Fig. 38) sei von allen Seiten luft- 
dicht verschlossen, habe die Form eines Parallelepipedon und 
sei durch die Scheidewand yö (in zwei Kammern) geteilt. Auf 
dieser Basis stehe der kleine Satyr. Durch die Scheidewand 


20 steige eine kleine Röhre e& auf, welche durch sie hindurch- 


e 


1) Unsere Figur giebt statt eines jungen Satyrs mit ge- 
ringer, durch den Text bedingter Änderung die Nachbildung 
eines Silen, wie ihn eine pompejanische Bronzefigur (Overbeck- 
Mau Pompeji* S. 552) darstellt, weil diese schöne, als Gefäls- 
fufs dienende Figur die eigentümliche Körperhaltung beim 
Tragen einer schweren Last in anschaulicher Weise zum Aus- 
druck bringt. 


11—13 xai o0 brreoyvdioeveu codd.: «el vo)ro Eoraı 

Rochas, malim x«l voro Zoraı post ózsoyvOnosroa, inserere 

25 To G,T: có AG, 26 ovvreronuevog (ut infra lim. 31): 
f. Gvveczsyvopivog 


3—4 7:907 Co EU OUL à (cf. Heronis geometr. ed. Hultsch 

p. 44, 12): mh QA EVEOLL b, adiaceat L 4 ciró aB: eóvoo CP 

14 ov a: &v b 14—16 v0 ... &c6x00 A: và (Tod in corr. 3 
ài &cxoS b 18 óà «ei BL 


19 


179 HP9NOZ AAERANAPES9Z IINETMATIKS9N A. 


TO Öıepocyuarı, &x£yov Ób vio oreyng Bowyd. Ou de 
tig oreyns ÓuóG9c coAyv 6 HO onxsp£yov uv slg vo 


.üvo uégog Boeyo x«i £yov Aovrnoidıov Enıxeluevor, 


— 


&zéycov Ób And TOD zvOuévog Tod Ayyelov 0cov UO«rL 
dıdoovaıv, Gvvsorsyvoué£vog Ó$ TH ovéyy voU dGyysíov 
xcl v dıapodyuarı. Ereoog Ó& Óuo(cg ÓuóG9« ÓLC ig 
oreyns 6 KAM dneywv uiv and Tod Ówocyuo|vog 
Boayd, cvvscreyvouévog Ó$ vjj OTEYN Hal pEowv Tv & 
abrod QUow sig To Aovrmoldıov, O ON zmoócxsuveL, T® 
HO o@ANvı ovvreronuevov cov. zezAquoco0c oov TO 
AA &yysiov oygoo Out Tıvog bang vis N, Hrıg uev; vv 
Eyyvoıv EOTEYVROIW. EV oov EyyEwusv sig v0 Aovrmm- 
oidıov Oygóv, ywonos Ó.& Tod HOO owATvog eig TO 
BI' &yysiov, voU Ev «ovrQ dEEog yogobvrog did ToU 
EZ owAivos, 0g ywonjoag eis To AA &yysiov ErdAtpeı 


uívog TO diapedyuarı, Gméyov de ng oreyns Poayv. dic 
0i vic oriyns dincdn cov 6 HO Omsoéyov uiv sig TO 
&vo ooeyv xci Eywv Aovrmoldıov Emmineluevov Omó TO cró- 
piov TOU GGxoÜ, Ov xartysı 6 Zevvoíoxog, &méyov Oi dd 
Tod mudutvog Tod Gyysíov, 000v (QÜOcw:. dıdogvoıv sivo, 
Gvveoreyvmusvog de vi oTEyN Tod Ayyelov xol và dıapody- 
uarı. Ereoog dE Ömolns dımoda GcoAqQv dıa ig oréymg 6 
KAM ontyov uiv Gm oU dıapodyuarog Boo, Suveoreyvm- 
uévog de „Mi ren xol qépov mv 85 Eavrod Qoi sig vOv 
doRöV, od zo orópuov eig TO Aovrngidıov ELOEQYETAL, KAIETTEO 
EITTOUEV. TOUTWV OUTW KRTEOKEVAOUEVOV TMERÄNMEWEIW TTEW- 
TOv 1Ó AA Gwyysiov OygoU did rwvog Ómijg víjo A, Mrs uer 
viv Eyyvoıv Eoreyvaodo.  iàv o)v iéyyíousv sig v0 Aovry- 
giduov öyoöv, KRgNSEL dıa voö HO owAnvog sig v0 TB 


dyyelov, TOU £v c)rÓ 0908 Exywgodvrog dıa od EZ oA 30 


vog, 0g ywenoas sig rd AA dyysiov ixOàbpsi to dv coro 


6 cà AG:z0 T — óuoíog AGT,: om. T, 9 oro scripsi: 
cvr00 à iivssATmp o TOENOO 15 yog5cs. T , 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 173 


sie hindurchgebohrt!) sei und fast bis an die Decke 
reiche. Durch letztere setze man eine Röhre 4 ein, 
welche oben ein wenig überrage und ein kleines Becken 
trage, am Boden des Behälters aber noch den nötigen 
5 Raum für den Durchflufs von Wasser lasse und in die 
Decke des Behälters sowie in die Scheidewand eingelótet 
sel. Ebenso stecke man durch die Decke ‚eine andere 
Röhre #Au bis auf geringen Abstand von der Scheide- 
wand und löte sie in die Decke ein. Die Röhre leite 
10 ihren Wasserstrahl in das Becken, welches eben auf der 
Röhre 4$ steht und mit ihr durch eine Öffnung in Ver- 
bindung gesetzt ist. Nun werde die Kammer «d mit 
Flüssigkeit durch irgend eine Öffnung v gefüllt, welche 
man nach dem Eingiefsen verschleíse. Gielsen wir nun 
ı5 eine Flüssigkeit in das Becken, so geht sie durch die 
Röhre 49 in die Kammer ßy, während die darin enthaltene 
Luft durch die Röhre e$ entweicht, in die Kammer «ad 


gebohrt!) sei und fast bis an die Decke reiche. Durch die 
Decke setze man eine Röhre 7% ein; sie rage oben ein wenig 
20 darüber hervor und sei mit einem kleinen, unter der Offnung 
des Schlauches liegenden Becken versehen. Den Schlauch hält: 
der Satyr. Die Röhre 7% stehe vom Boden des Behälters nur‘ 
so weit ab, als für den freien Spielraum des Wassers erforder- 
lich ist, und sei in die Decke und die Scheidewand des Be- 
25 hälters eingelötet. Ebenso stecke man durch die Decke eine 
andere Röhre Au fast bis an die Scheidewand und lóte sie 
in die Decke ein. ‚Die Röhre leite ihren Wasserstrahl in den 
Schlauch, dessen Öffnung, wie oben bemerkt, in das Becken 
mündet. Hat man diese Vorrichtungen getroffen, so fülle man 
30 zunächst die Kammer oó mit Flüssigkeit durch irgend eine 
Öffnung £?), welche nach dem Eingielsen zu verschliefsen ist. 
Giefsen wir nun eine Flüssigkeit in das Becken, so geht sie 
durch die Röhre n® in die Kammer yf, indem die darin ent- 
haltene Luft durch die Röhre e£ entweicht, in die Kammer «6 


.1) Richtiger vielleicht: “in sie eingelötet?. 
2) Die Offnung & in b kann man sich an derselben Stelle 
denken, wo sich nach a v befindet. 


18 ózó BCL: ixi P 20 00er. CP: 90avoc B 24 £ov- 
v00 CP: o)vo B 31 gwenoag BL: yworosı C (ag ex ev corr), P 


114 HPQ2NOZ AAEEANAPE9Z IINETMATIKO9N A. 


v0 £v ara vygov dia voO KAM Gco4Aivog eig To 
Aovrnoidıov. Toro ÓÀ zAw gqsoóusvov eig ro BI' 
&yystov éx9A(ys. Óuoíog rüv Ev «órÓ deoa, Og OT) 
z&Aw T0 £v TO 44 üyysío Vbwo éxQAGpeL sig TO 
Aovrnoldıov' x«i voDro Eotaı, (youg Qv xsvoUj TO Ev 5 
to AA üyysío VÓog. demos 08 vov M AK aoAijve 
Óià Tod GvrÓóu«rog TOO GoxoÜ Eivaı x«l AsezmTOV zavcá- 
raoıv voziíoysuv &vex« Tod TOv Enideikıv émi mAs(ove 
X9óvov zc«geuévev. | 


XXXVIIL. 10 


Neioxov xcvcoxsv5, Gors Ovcíxg ywuwouérg vg 
YVoas «orouérog &voíysatw«., afleaD siano 05 tig 9'voíag 
mAw xA&(eGUCL. 

"Eovo 6 moosıonusvog vaionog émi osog Tijg 
ABIA, &9 ns émuxs(ó0c PBouloxos 6 EA dia Ói 
Tod Pouisxov dınoda omAıv 6 HZ, ob ro uiv Z 


I 


5 


Oygóv dia vo KAM coAjvoc. Hal zpürov uiv mÀmoo- 
Inoeraı 6 Goxóg ÜOcroc' sive Enyvdnoeras eic To Aovrnoldıov' 
T0 ÖE éyye0iv Ev e)và Ü0co gsoóusvov máhw eis vó I'B 
&yyetov. ErdAlıpeı Öuolag róv iv aeUrQ dega, Og ON mdiuv 20 
vo Ev vÀ AA Gyysío Vöwg iwOMwsi sig vóv &oxoóv xol sic 
ro Aovrmoldiov' al voUro dei yevjoeraı, QGyoug Qv xevo9i 
T0 &v 0 AL Ayysln übmg. denosı de vóv KAM owAnva 
AemróverOv Tavrdmaoıv Ümagyeıv Ever Tod mv émíüsihuv 
énl helova 106v0v mogeuéverv. 25 





2 gy AG: eB T — 4 £0A we, T,: dudAße AG: &Arßeı T, 


6 ÀAyx T — 8£vewsv T 11 votes ywoueung (y&vouévms G,) 
AG,: zvoög eo Aro G, bL: mugös &zrouévov T 12 oße- 
süeiong de zig Quvoíug A,: c[jeaüévroc 0$ vo) mzvgóg A,GTb 

f. xol». Powiorog 18 f. iva (ro $0c9» 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 175 


dringt und die darin enthaltene Flüssigkeit durch die 
Röhre «Au in das Becken drängt. Dieses läuft dann 
wieder in die Kammer ßy und verdrängt (abermals) in 
gleicher Weise die darin enthaltene Luft, die ihrerseits 
5 nun wieder das in der Kammer «d enthaltene Wasser 
ins Becken treibt. Dieser Vorgang wiederholt sich so 
lange, bis das in der Kammer «ó enthaltene Wasser aus- 
gelaufen ist. Die Röhre uAx muls aber durch die Schlauch- 
öffnung gehen und ganz fein (eng) sein, damit das Schau- 
> 10 spiel länger andauert. 


XXXVIII. 


Bau einer Kapelle, deren Thüren infolge eines Didier 
. s: empelthüren. 
Opferfeuers sich von selbst öffnen, dagegen nach Er- 7. wig 39. 


löschen des Feuers wieder schliefsen. Na Verwen- 
ung erwarm- 


15 Die erwähnte Kapelle stehe auf einer Basis «(jy Ó — ter Luft.) 
(Fig. 39), auf welche man (auch) einen kleinen Altar ed 
stelle. Durch den Altar stecke man eine Röhre n&, deren 


dringt und die darin vorhandene Flüssigkeit durch die Róhre 
“Au prefst. Und zwar füllt sich zuerst der Schlauch mit 

20 Wasser), sodann ergiefst sich dieses ins Becken. Das Wasser 
aber, welches sich in das Becken ergofs, geht wieder in die 
Kammer yß und prefst in ähnlicher Weise (wie vorher) die 
darin vorhandene Luft hinaus. Diese drängt nun ihrerseits 

. wieder das in der Kammer «ó enthaltene Wasser in den 

35 Schlauch und das Becken. Dieser Vorgang spielt sich immer 
wieder ab, bis das Wasser in der Kammer «ö erschöpft ist. 
Die Röhre x4, mu(ís aber besonders eng sein, wenn das Schau- 
spiel länger dauern. soll. 


1) Nach b mufs man sich die Lage der Mündung u der 
Röhre «4p bei ihrem Eintritt in den Schlauch denken. Dafs 
sich erst der Schlauch füllen soll, stimmt schlecht zu der unten 
verlangten Enge der Röhre. 





16 £5 CP 19 éyysQiv b. cf. Veitch Greek Verbs* p. 702 
7B B: oßCP: -a:b-L — 24cqv éniOti£w : monstratio ista L 





. 
ns fj^ : 


176  HP9NOZ AAEEANAPEOZ IINETMATIKON A. — 


oröuov évróg &6vo Tod Pouloxov, vo Ö& H &v 
opaloe vui zsgueLAg 9c Tjj O dneyov dmb Tod xév- 
Toov «Orio Doc«yó' cvvsovsyvocO0co dt xci $ Gqoioc 
rÓ HZ owAivı.  éóvo Ó& xol Ev vjj 6gaíoe. xouamiAog 


De — 


nuuumumMi 











Fig. 39. 


oipoav ó KAM. oi dE ovrgogeig vv $vgàv zagsxvs- 5 
víGQ0cOGc«v sig TO AUTO WEOOS x«i OTOEPEEIWORV Ev 
xvodanioıs oboıw iv vij ABI. (csi. sbAUTOS. £x Ö8 
192 rv Grgogécov | &Avos(Ót« sig Ev &moüsO£vra. Óuà. Too- 
Xí(Aov G&zo0s0ÉcUc sig Gyysiov xoiàov td NE xosud- 


-— RE 


| 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 177 


 Mündung & innerhalb des Altars!) liege, während n von 


ex 


1 


I 


2 


e 


Cx 


oO 


einer Kugel 9 umschlossen sei und fast deren Mittelpunkt 
berühre. Die Röhre nf werde in die Kugel eingelötet. 
Die Kugel enthalte ferner einen gekrümmten Heber xày. 
Die Thürangeln sollen nach unten verlängert sein und 
sich leicht um kleine, in der Basis «y stehende Zapfen 
drehen. Von den Thürangeln aus sind Kettchen, die zu 
einer einzigen Kette sich verbinden, über eine Rolle hin 
an ein hohles, schwebendes Gefäls v& zu knüpfen. Andere 
kleine Ketten, die in entgegengesetzter Richtung als die 
ersteren um die Thürangeln geschlungen sind, sollen (eben- 
falls) sich zu einer einzigen Kette verbinden und über 
eine Rolle hin an ein Bleigewicht gebunden werden, durch 
dessen Niedersinken die Thüren geschlossen werden. Der 
äulsere Schenkel des Hebers xiu führe in das hüngende 
Gefüfs. Die Kugel werde zur Hälfte mit Wasser durch 
irgend ein Loch m gefüllt, welches nach dem Eingiefsen 
zu verschliefsen ist. Wenn nun das Feuer brennt, so ist 
die Folge, dafs die Luft in dem Altare erwärmt wird, 
sich ausdehnt und einen grófseren Raum einzunehmen sucht. 
Diese Luft geht durch die Röhre 4$ in die Kugel und 
prefst deren Flüssigkeit durch den Heber zAu in das 
hängende Gefäfs. Dieses zieht jetzt, infolge seiner Schwere 
sinkend, die Ketten an und öffnet die Thüren. Ist nun 


25 das Feuer gelóscht, so entweicht die verdünnte Luft wieder 


durch die Poren der Kugelwand.?) Der gekrümmte Heber 


1) Zusatz in b: “unmittelbar neben dem Feuerraume'. 
2) Wir würden etwa sagen: 'Die Luft verdichtet sich 
wieder’. Vgl. auch S. 17, 12. 





2 &n£yov Mb: &nzégov a 


1 post Boulonov add. mag’ evi)» viv nvgneidv bL. 2 &nzó 
om. b 3 wórijg a: is opoíoug bL — 4 x«l év om. P. 5$—6 
nagentdodwonv CP 

Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 12 


178 HP$NO£XZ AAESANAPERZ IINEYTMATIK9NN A. 


usvov' Erso« Ób GAvos(óum Emreiindevre müg Tovg 
6T9oogtig rd Evavria roig zQóvegov sig Ev AmodsdEevre 
dıc vooy(Aov sig fígog uoAuBobv &zxoÓs0sG90, di oo 
xevcopéxzovrog GzoxexAsuGuévo, écovveu al Qgor. 6 
0$ KAM oipwv TO £xvO0g OxéAog EYETW gqégov sig TO 
xosuaorov cyysiov. EußeßAnjodn Ó5 did vwvog vova- 
ucrog roO II vÓcQ Eis NV opeioav, Bote dr Nuloovg 
yevsodeı, 0 UETE NV Eyyvoıv Eoteyvaodn.  cvu[hj- 
GETAL oUv TOO zvgóg Yvuadevrog (soucuvóusvov TOV 
év và Poulorw dega yelodaı sig mAslova T6moV‘ obrog 
08 dıc tod HZ owAnvog slg mv ogaioe«v XWoWv éx- 
»Albeı To Ev cOvjj Vyoov OÓ.& Tod KAM oipwvog eis 
TO xg&u«oTOv Gyysiov, 6 IN xereeoijoev ENLOMAGETEL 
và GAvosldır x«i Avolssı Tag 4$Ugec. méAw IM cfe- 
GÜ£vrog Tod zvgóg Ó uiv Asmvvvüsig NE éxycpnuosi 
Ó.& TÜV docıwudrav rob rsÓyovg tig Opalous. 6 Ö8 
raundAog Gíqov Emiondosteı TO OyoOv TO Éx TOD xg8- 
uaoTod dyysiov, Gore avaninoßocı Tv TÜV Éxxgi- 
FEVTWV Louwudtav Tóxov: Eoreı yàg covoO TO Üxoov 
pezxritóusvov sig v0 £v TO xgsucovo dyysio Vóoo. 
xovqiGOévrog Óà Tod Gyysíov zAw TO Exngeudusvov 
Béooc xaraposdav xAslosı Tag 9o«g. Evıoı Ób Avrl 
Vücrog ÜIEKEYVED yobvraı, Ereiönneo  (jagUrsoóc 
EoTı Tod Voarog x«i sÜxózmog Und Ts O59uóvqrog 
Averau. 


POLEN 
"Eorı óà xoi (AAog Hvolag Yyıvousvng vàg Ooac 
Avolysodaı. 


Caput XXXIX secundum b: "Eotı óà xol GAAog mvoüg 
&vomrouévov vràg Bons &volyscQon. 


je 


5 


25 


30 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 179 


zieht dann die Flüssigkeit in dem schwebenden Gefälse an, 
um den Raum der durch jene Ausscheidung entstandenen 
Vakua auszufüllen. Seine Spitze soll nämlich in das Wasser 
tauchen, welches in dem schwebenden Gefäfse enthalten 

51st. Ist so das Gefäls leichter geworden, so senkt sich 
das schwebende Gewicht!) wieder und schliefst die Thüren. 
Manche verwenden statt Wasser Quecksilber, da dieses 
schwerer ist als Wasser und leicht von der Wärme aus- 
gedehnt wird.?) 


10 XXXIX. 
Noch auf andere Weise kónnen die Thüren mit Aedui 
. : > empelthü : 
Hilfe eines Opferfeuers geöffnet werden. IT. Fig 40. 


Man denke sich wieder eine Kapelle auf einer (Mit Verwen- 
ung erwürm- 


Basis «8,0 (Fig. 40), auf welcher (auch) ein Altar e ter Luft.) 
15 stehe. Durch den Altar gehe eine Röhre £49. Man leite sie 


1) Nach b: “Bleigewicht’. 

2) Bekanntlich ist die Ausdehnung des Quecksilbers der 
Erwärmung etwa proportional. (Vgl. A. F. Weinhold Vorschule 
der Esxperimentalphysik S. 471.) Das spezifische Gewicht des 
Quecksilbers beträgt 13,6. 


1 éxs&ngOívro T z90g: f. neel. cf. p. 94, 7. 180,5 
2 moórsogov AG T,b: meor£ooıs T, 5 g&oov BCM: g£oov 
a, P in corr. 7 0v nwioovg AGT,: dinuion T 9 Supuuo- 
Qévrog G: SwuicOívvog A: Qvuocttévrog T 11 £9 T 18 
éwxgvOévvov (0i vàv» H. Schoene 19 dowınudrov: f. Goog 
coudtwv. cf. p. 22, 3 y&o om. T 21 zaAıw AGT,: om. T, 
Éxxosuocuévov T,, corr. T, 23 Baovreoog b: Qooórsoov à 
24 eönonog ÀG'T,b: sówóAog T, 27 Qvcíag yıvouevng A,: 
zvoóg &mrouévov A,GT (&- T) 28. 30 f. Caöroudrwog) &voc- 
ysodcı. cf. p. 174, 12 


1—2 szoüg vovg GTQoqQtig à: eig vovg oroopeis B: síg v& 
erogogsie CP 2 &nodowevre B 3 uoAio?v a: woAıßdovv 
BCb: woAvßdoöov P 9 Yvuadevrog: &vozvouévov b, accenso L 

Hsouaıwöusvov à: Veouaiveodaı bL 10 x«l yeiodaı bL 
12 wivf a: ara b 14 ha: db: om. Lin 17—18- £x 
... Gyyslov à: iv TO xosuacvo Gyysío b, in vas appensile L 
22 uoAıßdoöv (dooc bL 30 &zvouévov P 
12% 


180  HP9NOX AAEEANAPEOZ IINETMATIKO9N A. 


"Eovo máAw votóxog Emil vwog Baoswg vig ABI'Z, 


19389 ns é£cro fouóg 6 E. dia | Ób vob Bwuod coAQv 


&oto 6 ZHO: &zxoós0óc80c Ói sig donwudtıov v0 K 
GrEyvov z&vvoQsv, c Enıneiodn [oUAALov td A, & 
oo &Avos(Ó.ov dia TQoyí(Aov drodsdeodw sig và spl 
tovg oroopeis aAvosidın, Gore émvvyutvov TOD &6xd- 
uerog xararoareiv To A fégog x«i xAsíew vOg Opec, 
Eeritedevrog (8 roD zvgóg Gvo(ysw: máAw yàg 960- 
ueuvóusvog 6 é&v To fouícxo c5]o xs)sig xognos 
die vob ZHO  coA(vog sig TO doxwudtıov xci 
eragei wurd 00v TQ A Paosı, xoi Avoıydmoovraı ci 
Hvocı' ivo, yàg adraı d1 écvrüv abroudtag Kvoydn- 


"Eovo ndAv volóxog émí wwoc fácsoc vijo ABI, Ep’ 
ns &ovo Bouoc ó EA. i Oi vo) Bono? Gov Eoro Ó 
ZHO xai &mto0s0£co ovrOc &ig Gcoxóv vov K GTEyvÓv 
navrodev, c Enınelodn PagvRAıov To 4, EE ob dkvoeldıov 
dic vooyíAov AnodedEodw sig và megl rove ovgogsic AAvoeldıc, 
(ore émvvyuévov uiv Tod CoxoÜ mworoxoorsiv v0 A Pdoos 

M / x , ? , , M \ ? , . 
Hal vAeleıv vg O'Ugog, Kvapdevrog 06 TOD vvvgog Kvoiysodau 
akıv yàg Otouowóusvog 6 Ev vÀ Qouícxo dmo yedeig 
4091,68 dıa tod Z.HO coAQvog sig vÓv &oxóv Kal émogst 
«)r0v GUv Ta A Pdosı, wo &vovy9covro, ai Oipgoi. mudhıv 
0i cfecOfvrog Tod mVoög xol Erymonoavrog Tod &v cà 


3 dnodsdoodw AGT,: Kmodedtodn T, v0 K post mdv- 
todev habet T, sed delet, suo loco ponit TA 4 oreyvov Ov 
Vindob. 120  ó Zminsishn om. AG,, add. G, PxovAAıov 
AG: Beoóówv T 5 dzoós0óc9c Vindob. 120 9 zedelg à 
(yv9elg Coisl. 158, ieu v. supra p. 174, 19 et infra lin. 20 

11—182, 1 ai Boni . . . Kvoıydncovzeı om. T,, add. T, 
12 «örel H. Schoene 


15 &moós0íc0co bL: f. &moósóócOo 16 PBagddiov CP, 
(pondus) plumbeum add. L (secund. Ambros. J 38) 18 uiv B: 
were C: om. P 19 f. <rag Qéoecy Avolyeodaı 28 éyyo- 
enoavrog B 


IB 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 181 


nach einem kleinen, auf allen Seiten luftdicht geschlossenen 
Ledersacke!) x. Auf diesen lege man ein kleines Gewicht A, 
von dem eine kleine Kette über eine Rolle derart an die 
um die Thürangeln geschlungenen Ketten geknüpft werde, 
5 dafs das Gewicht A die Kette nach unten zieht und die 












SEL. 
DPI 27 







Thüren schliefst, wenn der Sack zusammengedrückt ist, 
dafs es dagegen die Thüren óffnet, sobald das Feuer auf- 
gelegt ist.) Wird nämlich die in dem kleinen Altare 
enthaltene Luft erhitzt, so dehnt sie sich wieder aus, 
10geht durch die Róhre $49 in den Sack und hebt ihn 
samt dem Gewichte A empor. Dann werden sich die 
Thüren öffnen. Das thun diese entweder automatisch 
durch ihr eigenes Gewicht, ühnlich wie die Thüren der 


 &181,11—183,6 Das thun ... schliefsen — b 181,14— 183, 23: 
Wenn das Feuer gelóscht und die in den Schlauch gestrómte Luft 
entwichen ist, so senkt sich zugleich mit dem Schlauche das 


1) Nach b statt dessen allemal “Schlauch’. 
2) Nach b: “angezündet ist/. 


182 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A, 


covraı, xc9zso x«i ai vOv PBahaveiov Yıgaı abro- 
uctog nAslovrei, N &&ovoí vi Avrıonxoöv PBdoog To 
dvoiyov «Ovrác. oßeodelong dt ns Yvolag xci ixyo- 
goUvrog voO Ev TO Aoxwuarim elosAd6vrog dE00g, TO 
A Bdoog x«vagsoóusvov 60V và LOADUATI ENLONKGETRL 
xci »Aslosı Tas Vous. 


XL. 

"Ayysíov Övrog zAQgovg oivov x«i xoovvovs EXovrog 
toeis did uiv Tod uéGov Qésw rv oivov: Örev Ó& 
VORGE Erıyemusv, vóv uiv oivov umnerı 6Esıv, GAAG TO 
vowE Óià vrÀv Aoınav Óvo xgovvov: Órav Ó$ TaVoN- 
zaı T0 VOwE ó£ov, vov oivov did roO uécov óé&cuv: 
x«i roUTO ylveraı, Ó0€xig Qv $ÓcoQ ixwy£ouev. 

"Eovo vw &yysiov vo AB Óüvuzegoeyuévov vov vocyn- 
Aov TO I'4 diapocyuarı. ztg0g 03 v zvüu£évi xgovvov 
&yévo. T0v E. Oià Óà Tod OÓwgodcyuevog Óvo xoOs- 
ovoccv coAiveg ol ZHO, KAM sig xogovvobg &zo- 
ÓsÜou£vou xci Üregsgovres vo Tod dLapodyuarog' 
&GxQ EloeAd0vrog G£gog, TO A Pdgog xevregsoóusvov cvv 
TQ od Emuondoereı xol uAelocı vàg 4 gag. dei de To fv 
TO od egóAAov Begórsgov sivo, Tod éréoov Pdgowg, 
Qg &v GvumrvGoouévov roU LORD sig Euvrov xoraxourij To 
ueifov Tod éAdrrovog. 

2nT: e£ AG 5 4 AGT,mg.: om. T, f. miondesran 
(và &Avos(Óóum». cf. p. 178, 14 10 $9oo b: ro $$0oo à 

12 óésww AG: óéov T 13 ylveodaı H. Schoene fei. 
Erıy&ousv post 6£sı 186, 11 tr. cf. p. 118,15. 82,4. 106,13. 110, 11. 


126,19 passim — 16—17 xo'eíod'ocav B: nadiodwoav AG (-foz-), 
T e corr.: xe/cü'ocov CPT,: dimittantur L 


9 zóv oivov Qtiv ir. b 10 geiv P 11—12 óià ràv 
. tóv oivov om. BL 12 ndAıv vóv CP o9 CPT, mg.: 
om. BT, — óéew: deivb 17—18 dnodedousvor aB: &z00106- 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 183 


Bäder sich von selber schliefsen!), oder sie werden mit 
irgend einem Gegengewichte versehen, welches die Óffnung 
herbeiführt. Ist das Opferfeuer gelöscht und verschwindet 
aus dem Sacke wieder die hineingestrómte Luft, so wird 

5 das Gewicht A nebst dem Sacke sinken, die Ketten an- 
ziehen und die Thüren schliefsen. 


XL. 


Wenn ein Gefäls mit drei Ausflufsróhren voll Wein aco 
. . = ® . us 8. 
ist, so soll der Wein durch die mittlere fliefsen; wenn Fig. yv 


10man Wasser zugielst, soll nicht mehr der Wein, 
sondern das Wasser durch die beiden übrigen Ausflufsróhren 
fliefsen. Hört jedoch das Wasser auf zu fliefsen, so soll 
(wieder) der Wein durch die mittlere ausfliefsen. Dies 
geschieht, so oft wir Wasser zugielsen. 

15 Ein Gefáís «ß (Fig. 41) sei im Halse durch die 
Scheidewand yó verschlossen. Am Boden sei es mit einem 
Ausflufsrohre e versehen. Durch die Scheidewand sind 
zwei Röhren £49 und «Au einzusetzen, die (unten) als 
Ausflufsróhren endigen und oben die Scheidewand über- 


20 Gewicht 4 wieder, zieht die Ketten an und schliefst die Thüren. 
Das Gewicht auf dem Schlauche muls übrigens schwerer sein 
als das andere Gewicht (das Gegengewicht), damit das grófsere 
Gewicht das kleinere emporzieht, wenn der Schlauch sich 
zusammenlegt. 


1) In den Thermen, z. B. den kleineren in Pompeji (Over- 
beck-Mau Pompeji S. 208), schlossen sich die Thüren sowohl 
zwischen dem Apodyterium (Auskleidezimmer) und dem Tepi- 
darium (Auskleidezimmer für heifse Bäder u. s. w.), als zwischen 
diesem und dem Caldarium (Schwitz- und warme Wasserbäder) 
durch ihr eigenes Gewicht, um Zugluft oder das Entweichen 
von Hitze zu verhüten, falls aus Nachlässigkeit die Thür offen 
gelassen war. Zu dem Zwecke sind in "Pompeji die Thür- 
pfosten geneigt. 


uevor CP: assignati L 19 eiae D óvvog om. L (aere qui est in 
utre). vid. indicem s. v. &v 20 f. Emiondosran (và KAvasidın). 
cf. p. 178, 14 


» 


184  HP$NOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A. 


neol 08 Tas Oxsgoyóg Eregoı Enınelodwoav ol N, & 
ETITENWUROUEVOL üvoOtv xci Gz£yovreg End Tod ÓLa- 
gocyuorog  Ocov 
voorı ÓOwcgovotv. 
ETE008 0$ conv Ó 
IIO cóvvvsvoij G90 
v ZHO owAnvı 
üzxéycov And T00 
TA diapoayuaros 
Boexv. xareAn- 
o9 évvog ovv roo E 
Xgovvob, NENAN- 
ooo Ou vuvog 
ons Tijg D v0 AB 
&yytiov olvov, 0 user& NV &yyvow éovsyvoGQ9G. Gvu- 15 
Brjoereı oov dpedevrog Tod E xogovvoU Qésuv vOv oivov: 

0 y&o ano i£o9cv dia Tod © oToulov x«l vob OII 

GoAWvog sig TOv xsvoUusvov cTózxov «oos. éàv Ö8 

éyyéousv vÓoQ ézmi 70 I dıcpoayua, éveyOnjosvat 

eig To éxvróg uégog dıa vàv ZHO, KAM coAMijvov: 2o 
tod Ó& dEgog un Eyovrog mugeloövow eg To AB 

ayyslov, ooxéru. QsUGsL 6 oivog, Üxgıs Qv Exgedon x&v 








Fig. 41a. 


v0 ÜÓco. x«i zAw TOD £pog &yovrog ze«osícóvouw 


1—3 neol... diapodyuaros om. T,, add. T, 2 of &vo- 


9sv G 15 0: 7] Par. 2512 20 g£9 T 23 fyovrog a: 
eyóvrog Vind. 120 





1oi N, 5 om. L 4 Öidogvoıv sivo, b 7 £99 C 

16 Qésuww vóv oivov om. bL 17 ro? (ante OII) om. B 

18 de aP: óy BC 22 duosdon aCP: éxoevoe, B 23 £yov- 
rog om. bL ztcoelcÓvow sóoórvrog bL 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 185 


ragen. Um die hervorstehenden Enden sollen andere 
Röhren v und $ gelegt werden, welche oben verschlossen 
sind, unten fast 
bis an die Scheide- 
wand reichen und 
nur den nötigen 
Raum für den 
Durchflufs von 
Wasser freilassen. 
Eine andere Röh- 
re zo stehe dicht 
unter der Scheide- 
wand yó mit der 
Röhre £49 durch 
eine Öffnung in 
Verbindung. Nun 
fülle man, nach- 
dem man die Aus- 
flufsróhre s zu- 
gehalten, das Ge- 
fáfs «B durch eine 
Öffnung g mit 
Wein. Das Ge- 
fäls!) ist nach 
dem Eingielsen 
(wieder) zu ver- 
schliefsen. Wird 
Fig. 41. nun das Ausflufs- 

rohr & geöffnet, 

so so erfolgt der Ausflufs des Weines. Denn die Luft dringt 
von aufsen durch de Mündung 4 und die Röhre oz in 
das entstehende Vakuum ein. Gielsen wir aber Wasser 
auf die Scheidewand yd, so geht es durch die Röhren £5 
und xAu nach auísen. Da alsdann die Luft keinen Zu- 
a5 tritt mehr zum Gefälse «ß hat, wird der Wein so lange 





1) Genauer wäre: ‘Die Öffnung”. 


195 


186  HPS$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


6 oivog des.  Óóvova, Ó$ vrl tod OII owAnvog 
&repog O6vvreronu&vog TE diapodyuarı sivo. 6 PZ, 
eol Ov Ereoog 6 TT zeguxs(o)c Öuolwg volg N, 5, 
OuAóvegog uEvroı cOvOv, (ovs vzio TO wsiAog Eivaı 
Tod Ayyslov vóv P2. xol và word cvuMjcsvot. 


XLI. 
Bdoswg oVong, EP Tg égéovqxs ÓsvÓpUguov, z&pl 
0 Ooéxov siAsivat, x«i ze«gsorog "HoexAig vobsóov 
x«i unAov &ruxeuuévov Ti Bcosu &xàv TO uijAov uuxgov 


ind Tijg Béácsóg vig xovgíon vij xeıol, 6 uiv "HooxAijg 10 


&g1j6s. v0 [Aog zxgóg tv dodaovre, 6 Ó& Ópdxov 
G'vo(LGeL. 

"Eovo n uiv eionuevn foiwg oreym y AB Oi- 
qocyuc Eyovoa ro IA‘ và 03 dıapodyuarı Gvugvig 
&cvo xoiAov xóAovoov xovágiov TO EZ Eyov EAd000v« 
rov Z xóxAov &vsoyóre zo0g TO mvdusvı, 6Alyov Ö8 
aneyovra 6009 Üdarı HLdopvaıv‘ rovro Ó& cvvsounuoi- 
ousvov Eorw Ersoov v0 © xul é& üAvosıdlov TIvög 
anodsdeuevov dıa Tonuarog sig TO K uwiüAov Emıxei- 
usvov Th Paosı.  xeveyévo O8 | 6 “Hoaxing To&doıov 
KEOATIVOV EXOV EVTETAWEVNV TNV VEVORV Gz£yovoav 
and Tíjo ÓsbiGg yeıods Tod abragnes‘ iv 08 vij Ócku& 
yeıol Kara Tov Öpdxovre é&6vo «sio Öuole« vij ExTög 


3 roig M: víjg AG: om. T 7 &p’ ne om. T,, add. T, 
8 eileitaı AB: eleitıı CGPT 18 «a1 A()BCGT,: om. PT, 
23 &urög Leid. Scalig. 45: &vrög a (v ex x corr. T) bL 


2 eivaı to dıiapgdyuarıtr.b 5 vv PZom.bL 7 égé- 
ornne à: Eorıme b: consistat L — 8 «al vo£eóov BC 9 puxoóv 
om. bL 10 vj xeıei om. b: manu L 15 «ólovoov BL 
(conus . . mutilus); om. CP 15—16 róv iAkccova wowAov ToV 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 187 


aufhören zu fliefsen, bis das ganze Wasser abgelaufen ist. 
Wenn die Luft wieder Einlafs hat, so fliefst der Wein 
(von neuem). Es kann an Stelle der Röhre oz eine 
andere oc (Fig. 41°) durch die Scheidewand getrieben 

5 sein. Um diese setze man in gleicher Weise wie v und & 
eine andere rv, die jedoch so viel höher sei als diese 
(beiden), dafs sich oc über den Rand des Gefüfses erhebt. 
Dann werden sich dieselben Vorgänge wiederholen. 


o XLI. 


10 Auf einer Basis steht ein Bäumchen, um welches Herkules und 
sich eine Schlange windet; daneben steht Herkules v eem 
als Schütze. Auch ein Apfel liegt auf der Basis. 

Hebt man mit der Hand!) den Apfel ein wenig!) von der 
Basis auf, so soll Herkules den Pfeil nach der Schlange 

15 schiefsen, diese dagegen zischen. 

Die erwähnte Basis sei «(9 (Fig. 42). Sie sei luft- 
dicht verschlossen und mit einer Scheidewand yo ver- 
sehen. An dieser sei ein kleiner, hohler Kegelstumpf && 
befestigt, dessen kleinere Grundfläche $ nahe dem Boden 

20 offen sei, aber noch Raum genug für den Durchflufs von 
Wasser freilasse. In diesen hohlen Kegelstumpf sei ein 
anderer (massiver) Kegelstumpf $ genau eingepalst und 
mit Hilfe einer kleinen, durch ein Loch (nach oben) ge- 
henden Kette an den auf der Basis liegenden Apfel x ge- 

25 bunden. Herkules halte einen kleinen Bogen aus Horn 
mit gespannter Sehne, letztere in genügendem Abstande 
von seiner rechten Hand. In dieser sei in der Richtung 
auf die Schlange (ein Drücker, d. h.) eine Hand ange- 
bracht, die der äufsern in allem ähnlich ist, nur dafs sie 


1) Die Worte “mit der Hand’ und “ein wenig? fehlen in b. 








€ (e£ CP) tr. b 17 óudoovciwv eivaı b 19—20 eis to émi- 
neluevov Tjj Baosı wijiov vo x tr. b (ró x om. BL) 20 xecs- 
qívo AB: x«i éyévo CP: teneat autem L 


188  HP9$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKQN A. 


xoà ndvre z Av Ov uuxoi, &yovoa xoi vov d in 
éx 0$ TOD (xoov Tijg 6XKOTNELaS &AvGs(ÓLov N Oz. oTOG 
&zo0s0ó69c Oi Tijg Pdoswg 
eis voóyuAov zig To Oud- 
go«yuc xs(usvov xci Er eig 
To &AvGs(ÓLov To évÓsÓsu£vov 
elg TE TO xovíguov x«i TO 
uwijov.  émwém«cdusÜ« ovv 
to Tró&ov xci bnoßaAdvres ozó 
viv sioe xevoxAsioousv vov 
syaornolav, BOTE Eivaı TETC- 
uévqv mv ondorov xci fud- 
eodaı To wijAov slg TO xvo wEgog. &ovo Ó& 7 ozáo- 
vog ÖLE vov Gopuorog x«i vic yeigog Eowdev roO 'Hoo- 





Fig. 42a. 


à 188, 8—190, 5 émonmecóucüo ... ,rosigrov de To 15 
—.b 188, 16—190, 25 Zmionaoöusde 00V To vóbov xol 
on ví xeloe 100 "Hoaxklovs Pohövres werenhelsouev mv 
oyaoınglav, &ore elvaı verauevnv mv Gmáorov xL BucteotoL 
r0 uÀov sig TO xdro uEgog. Eorw de m omdgrog dia Tod 
Gouerog xol vijo yEıoös £Gc tv rod "HooxAéovg. x Ó& Tod 20 


NE 


1 x«l ATb: ö: G 3 dnodsdochw Leid. Seal. 45 ali: 


é&modsdzo8o G: amodsdeccdo ATbL die víjg Pdoswg &mo- 
dedecdw tr. T 9 f. <Bekog) omo[Aióvrsg. cf. p. 186, 11. 
188, 17 adn. 190, 16 10 xorexAsícousv T 


1 örı om. b: praeterquam quod L Eyovoa aBC: £yovze P: 
habens L f xal £yovca ir. oyaorneiav (yoovno. CP) rg 
vevgäg bL 5 £v. évósOsuévov bL 17 sub manum sagit- 
tam Herculis proiciens L.— f. CPERos) Parövres 19— 204, 22 


foro ... Ó fufoAsvg om. B, in textu signo A ab alia manu 
addito, quae eadem in margine adscripsit: Aslmesı moAA& év- 
taöde. manus prior verbo weoeog nullo intervallo nulloque 
signo verba xei EuWAlypeı (p. 204, 22) adiungit. easdem partes 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 189 


klein und mit dem Abzuge (Schasteria) versehen ist 
(Fig. 42a). Vom Ende des Abzuges leite man eine kleine 
Kette oder eine Schnur durch die Basis nach einer auf 
der Scheidewand stehenden Rolle und auíserdem nach dem 


es 
NUN 
Ev 





Fig. 42. 


5 Kettchen, welches den massiven Kegelstumpf mit dem Apfel 
verbindet. Nun wollen wir den Bogen spannen, (einen 
Pfeil) unter die Hand!) legen und den Abzug einstellen 
(schliefsen), dafs die Schnur straff und der Apfel fest nach 
unten gezogen wird. Die Schnur gehe im Innern des 


1) Zusatz in b: “des Herkules’. 


(p. 188, 19—204, 22 Zero ... EußoAevg) versio Latina cum recen- 
sione priore (a) consentientes habet 


1955 


190 HP£NOZ AAESANAPER2Z IINETMATIKSN A. 


xA£ovg. &x 08 TOD Óiepodcyuerog Gversuvévo GoAqvá- 
guov Into viv fécw vàv si9iouévov ovgißew' vobvo 0$ 
éGvo Ind v0 ÓsvÓgUgiov N z«Q wurd To ÓtvOQUQiov. 
zexmAmoóoG)o Ós v0 AA &yysiov ÜÓ«rog. xoi £oro có 
uiv Óósvógiqiov v0 AM, vo£coiov ó$ v0 NS, vevok 08 
n OLI, n 0$ Enıkaußevouevn xelo * PZ, Gyo6vuoío 05 
n TT, ondorog 0$ v) O X, voóyuAog 0 6 X, meol Ov 1j 
ordorog, ovolyyıov 0$ vo PR. àv oov éxdory vig v0 
K uijAov, Gvvezagsi x«i TO € Kwvdoıov x«i éxvozcéosvot 
viv TO X ondorov xoi 6ydosı viv qeioo, ove Gqebivet 
to BéAog. xoci ro Ev vÀ AA &yysíp U0cQ YEodusvov 
eis ro BI' éxxgovGsu; vov £v «ovd déow Ow Tod 
GvQvyyíou xci vOv Sov &zorsA£osi. v&tÜ£vrog bt voO 
undov zAwv TO xcoviguov év«guóccav TO évíoo OTE- 
yvoosı Tiv QUciw, Govs UNXETL qUOcyysoOUQL. div 
oov xcvcoru.GOus0ce Ta xcvà To PEiog nal édcousv. 
zA«oo9é£vrog Ö& tod I'B &yysíov, míAw xsvot)ucsvot 
did vwvog xgovvoO xAsıdlov Eyovrog' v0 Ó& AA zAquoó- 
Gousv (g xci TO zórsgov. 


Y / 9 / / RAS \ / - 
Öiapoayuarog Avarsıveıw oWwAmvdgıov dvomég viv fécw cv 
, , , , > [4 . M x Ld 
eidıousvov Gupgítewv nvsduarog ElomE00vrog' voUro de foro 
$x0 To devöguguov rag” c)r0v Tv Opıv, Gore To &vo 
oTouov cOroU Ooxciv TO würd eivaı TO Tod OpEmg cráneo. 
nemAqooo0o oov v0 AA dyyelov Bdaros. xoL Eoro TO uiv 
devdougıov v0 AM, vó&ov de v0 NA. 


7 vedzilos Vindob. 120: ro«yılos a n (post 0v) G,b: 
6 AG,, T e corr. 


b (in his igitur partibus — OP) 10 v49 P 
11 «ó x. E P 14 ujAov Evda Ensırob 14—15 oveyvó- 


25 


ai 


1 


2 


ex 


e 


e 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 191 


Herkules durch den Körper und die Hand. Aus der 
Scheidewand steige über die Basis ein Róhrchen auf, von 
derjenigen Art, die zu pfeifen pflegt.) Diese Röhre gehe 
unter oder unmittelbar neben das Büumchen.?) Man fülle 
nun die Kammer «à mit Wasser. Das Bäumchen sei Au, 
der Bogen v£, die Sehne oz, der Drücker, der sie falst, oc, 
der Abzug vv, die Schnur gy, die Rolle, über welche die 
Schnur läuft, y, die Pfeife o. Hebt man nun den Apfel x 
auf, so zieht man auch den Kegel 9 mit empor, spannt die 
Schnur vg; (noch mehr) und zieht den Drücker?) ab, dafs 
der Pfeil fortfliegt. Zugleich geht das in der Kammer «d 
enthaltene Wasser nach y, prefíst die dort vorhandene 
Luft durch die Pfeife heraus und erzeugt den (zischenden) 
Ton. Wird der Apfel wieder*) hingelegt, so schiebt sich 
der (massive) Kegel wieder in den andern (den Hohl- 
kegel) und stopft den Ausflufs ab. Und so hört die Pfeife 
auf zu zischen. Nun mag man den Pfeil wieder auflegen 
und (eine Zeit lang) liegen lassen. Hat sich y gefüllt, 
so wird man es durch irgend ein mit einem Hahne ver- 
sehenes Ausflufsrohr (einen Kran) wieder leeren. «ad aber 
fülen wir wie vorher. 


1) Zusatz in b: “wenn Luft eindringt’. 

2) Zusatz in b: “Diese Röhre gehe unter das Bäumchen 
unmittelbar neben die Schlange, dafs ihre obere Mündung 
scheinbar den Rachen der Schlange bildet’. 

3) Es wird bei der Rekonstruktion Fig. 42a, zu welcher 
eine handschriftliche Figur nicht vorhanden ist, vorausgesetzt, 
dafs der Drücker (d. h. die innere Hand) bei o schwerer ist 
als bei c und infolgedessen bei o sich senkt, bei c aber hebt, 
Sobald v nach unten gezogen ist. 

4) Zusatz in b: “an seine frühere Stelle’. 


ce a: Epeksı C: xol Ee, P 15 gO9éyysctoet và ovgiyyıov b 

16 »oraprıoouste b ^ édcousv b 17 mAnooQiv P v0 y 
&yysiov b 19 x«l om. b 20 zig ıv (cw om. b 23 
TÓ 


c)0r0 C: advo ro tr. P 


2272? 


199 HP929NO£X AAESANAPERZ IINETMATIKSN A, 


XLII. 


"TOÓocvAuo00 Ópycvov xovccxesvy. 

"Eóvo vig Boulonog ydAneog 6 ABI 4, iv à V0cQ 
&otw' Ev Ob và Ddarı xoi|Aov NuLopaipıov xeveovoau- 
u£vov Zora, 0 xeAsivuu. nvıyebg 6 EZHO £yov Ev 
To OoyoG dıdoovov sig và no0g TO zxvOuév. uégm. 
and Ó& vijg xogugijg abrod Óvo Avarsıverwoav GoAivsg 
Gvvreronusvor «Orà Uno vov [ouícxov, sig uiv Ó 
HKAM xevaxexcuutvog sig TO éxvóg Tod Douwíoxov 
uépog xci Ovvrergnusvog zvE(O, vij NAOI xévo To 
óvóu« éyovom xci mV Evrog Enipaveıav Ópfgnv zog 
EußoAca &zsuoycouévqv. Tadım Ó$ EußoAsbg &ouoocóog 
&orw 6 PX, Horte £go un zeganveiv' v Ó& Eußokei 
vugpvng é6ro xe«vov 6 TT ioyvoos opddon" zgóg Ó& 
tov Gguótovra Ere0og xavov 6 TO zsgl zsgóvqv 
xıvodusvog viv zgóg TO T" 6 «rog 0$ x«uAovevécdo 
z90g Op0iov xavóvc vov PX fspuxóvea dopaiög. Tij 
0$ NZOI zv&(Ó, éxvxeío0c Hard vov zvOu£va &vsgov 
mwvgidıov TO 2 cvvvevQquévov covij xci émuxemoua- 
Guévov éx TÜV vo usogv xol £yov voUzwqu«, Óv o 
ó «qo sicsAsUGera. eig nv nveide. Uno 08 TO vQU- 
nu Asmidıov iov EXIPOLOOOV cor0 xci GvsyÓusvov 





1 Hoc caput edidit J. G. Schneider Eclog. phys. I, 2, 227 —230 


5 Kyov 4t 7 &vevewéctocov T 15 &ouófovv« a: ad 
hanc autem accommodata L: f. zoóg d: vóv (T T xuvova Eorwo) 
&ouófov  megi A, Gb: zeo& A,T 17—18 7 d& PT: ci; A: 
cw G 19 auch CG,P: eóvjj 0$ AG,T 20 £yov A Gb: 


Zyov T. 22 &vseyóusvov PT: &vreyóusvovy ACG 


. .9 tie Powionog zcÀxsog 6 a: dyyeiov gdAxsov vo b 50a: 
zo b &yov P 8 ómio rov Pmuionov A: bztoéyovvsg eig và 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 193 


XLII. 


Bau einer Wasserorgel. Die Wasser- 
Es sei «y à (Fig. 43) ein kleiner bronzener Altar renda hin 
(altarähnlicher Behülter)?), welcher Wasser enthalte. 

5 Im Wasser befinde sich eine umgestülpte, hohle Halbkugel, 
ein sogenannter Windkessel (Pnigeus)?) e$n® mit einem 
Durchflufs im Wasser nach dem Boden des Behälters. 
Vom Scheitel des Windkessels sollen zwei Röhren über 
den Altar*) aufsteigen und sich nach dem Windkessel 

10 öffnen. Die eine nxAu sei auf der Aulsenseite des Altars 
gebogen und münde in eine Büchse (Kolbenrohr, Stiefel) 
v£om, welche ihre Öffnung unten hat und deren innere 
Oberflüche zur Aufnahme eines Kolbens gerade gearbeitet 
ist. Mit diesem Stiefel sei luftdicht ein Kolben oc ver- 

15 pafst. An diesem sei eine sehr starke Kolbenstange zv 
befestigt. In diese sei eine andere Stange (Querstange) vg 
eingelenkt, die sich um einen Stift bei v bewege. Eben- 
diese werde auf einer senkrecht und fest stehenden Stütz- 
gabelp4 wie ein Brunnenschwengel auf- und niederbewegt. 

20 Oben auf den Boden des Stiefels v£om setze man eine 
andere, nach dem Stiefel offene, oben verschlossene und mit 
einem Loche versehene kleine Büchse o (Fig. 43 und 43a). 
Durch das Loch wird dem Stiefel die Luft zugeführt. 
Unter dem Loche sei ein Scheibchen angebracht, welches 

35 das Loch verschliefst und von einigen mit Köpfen ver- 


1) Vgl. auch Fig. 43c—h in den Prolegomena. 

2) Nach b: “ein bronzenes Gefäls’. 

3) Der Pnigeus (sonst ein Kohlenersticker) dient als “"Regu- 
lator. Eine andere Verwendung desselben s. S. 99, 7. 

4) Statt dessen in b: “zwei nach aufsen über das Gefäls 
hinausragende Róhren'. 


&rtög Tod dyys(ov uéom b 9—10 vo? Boulorov wegog om. b 
10 ovvrsrgruufvog b 14—15 zgóg Óà v0v cGouófovra A: 

vovvo 6’ b 15 Ereoov P xovov &ouotéro bh 17 vy a: 

75 b | 19—20 émuxezouoacuévov P: Enınouaousvov C 
Heronis op. vol. lL ed. Schmidt. 13 


194  HP2NOZ AAEEZANAPEQ9£Z IINETMATIKQSN. A. 















































" Fig. 43. 


rd 


> 


g. éyóvvov, 


\ 


da TEnuaTiov Und vuvov zsgovíov. x&go. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 195 


sehenen Stiftchen mit Hilfe kleiner Lócher 
oben gehalten wird, so dafs die Scheibe 
nicht abfallen kann. Diese Scheibe nennt 
man Plüttchen (Platysmation). Von £ steige 
eine andere Röhre s& auf, die in ein 
anderes, quer liegendes Rohr (Windkasten) 
4% mündet (Fig. 43b). Auf diesen Wind- 
kasten sind die nach ihm offenen Pfeifen o (Fig. 43) zu 
setzen. An ihren unteren Enden sollen sie gleichsam 





Fig. 43a. 








N 





R 
N 
N 
N 
N 





TSESSSSSSES 
SAL 


DD. 


Fig. 43b. 


10 Kästchen (Schubfächer) haben und mit ihnen durch Öffnungen 
in Verbindung stehen. Deren Mündungen ,8 (Fig. 43c)?) 
1) In der rekonstruierten Figur ist ß nicht sichtbar. Die Mün- 

dung | ist mit der Öffnung ‚ö in der Spezialfigur 43b identisch. 


1 ronuoriov aC: ronuarov P 
18* 


196 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSNN A. 


Govs un éxmímvewv TO Aenidıov, O OT) x«AsivocL wAarv- 
oudtıov. And Ó& Tod Z Eregog &vortwvévo GoAmv Ó 
SZ ovvreronusvog Ereow owAivı mA«yío TO GR, Év 
© Erıixeisdwonv ol abAol GvvrerQquévou «vd oli „A 
x«l éyovreg £x TÖV Andro usgüv Kauddneo yAcoGGÓxouc 
GvvverQquéva abrols, Gv và orduara üvepyóva £ovo 
v& ,B. dıa Ó& vv Grouévov và zóuova Óv090 
zonuare Eyovre, ove Eloanyousvav TÜV zourov T 
Ev adroig ronuara xardiAAnde yliveodaı volg rV (0AOV 
roruaoıy, &&eyou£vov bt nagaAAdoosıv xol ETOPEKODEV 
voUg «OAoUg. £v oov 6 nAdyıog x«víov ANAOVEUNTEL 
dic tod D sig v0 xévo wEoos, 6 PLZ éufoAebg EndAlıbeı 
uerswoıböusvog vov Ev vj N,XOII zvbidı deon, Og 
&zoxAs(asu u&v TO Ev vQ $2 nvbdio rodanua did Tod 
ro0EENUEVov  zA«vvGucor(ov' YwoNos HE did cob 
MAKH owAivog sig vóv nvıyea' éx Ob TOD mvvyéog 
qj001X6su. sig vóv nAdyıov cGoAivc rov q9) did vo SZ 
GoAQvog' éx Ó& Tod nAaylov GoA$Qvog sig vovg KbAodg 
ywonos, Ovav xcvéAAyAc T  xe(ueve [Ev] voig abAoig 
và Ev voig mouadı vQueve, TovrEotıv Orav elonyuEve 


à 11—20 àv 00V ... rà iv voig mógeci vore 
— bh 22— 32: àv oov 6 mÀéyivg xoevov wmAoveonrot 
dia oU D Eis TO xdrm weoog, 6 P2) éiupoAsvg KaTEg- 
qouevog EIMIOTMAOETEL dig dir Tod Ev vÀ muiıdin và S) 
mÀervouoríov Gvovyouévov sig MV NEON muslda, add 
dE &veoyóusvog dik Tod xAcvevouévov Kavbvog Gmoxsiost 
uiv TO QqOiv miarvoudtıov, rov dt deoa dmt. dia Tod 
MAKH owAnvog sig vóv nwiıyea' ix Oi Tod mvwyéog má 
dia Tod Z S coAvog Ó ano ywonosı eis vüv mAdyıov Gojve 
TÓV av &n Ói vob nAaylov GoXijvoc gagnoEı eig vovg 
auhodg, Orav verdhinke 001 »elueva [Ev] Toig avAoig Ta 
Ev voig TOuasL ToNuarTe. 


20 


25 


30 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 197 


seien offen. Durch diese stofse man die Schieber (Fig.43b)), 
deren Bohrungen so angebracht sind, dafs sie den Pfeifen- 
mündungen gegenüber zu liegen kommen, wenn die 
Schieber hineingeschoben werden, dafs dagegen die Boh- 
5 rungen der Schieber von den Pfeifen wegrücken und sie 
schliefsen, wenn die Schieber herausgezogen werden. 
Wenn nun die Querstange mit Hilfe von g niedergedrückt 
wird (Fig. 43), so geht der Kolben oc in die Hóhe und 
verdrängt die in dem Stiefel v&os enthaltene Luft. 
10 Diese wird mit Hilfe der erwähnten kleinen Platte das 
Loch in dem Büchschen o (Fig. 43a) schliefsen und 
durch die Röhre uA%n (Fig. 43) in den Windkessel 
gehen. Aus diesem tritt sie durch die Röhre c£ in den 
Windkasten 9%, aus diesem dann in die Pfeifen, wenn 
15 die Schieberbohrungen unter den Pfeifen liegen, nämlich 
wenn die Schieber entweder alle oder einige von ihnen 


a 7—12 Wenn... Windkessel gehen = b 17—24: Wenn 
nun die Querstange mit Hilfe von p gehoben wird, so geht 
der Kolben oo nieder und zieht durch die in dem Büchschen 

20 0 befindliche kleine Platte, welche sich nach der Büchse v£oz 
öffnet, Luft an. Steigt der Kolben aber wieder infolge Nieder- 
drückens der Querstange in die Hóhe, so verschliefst er die 
erwähnte Platte, während er die Luft durch die Röhre urn 
in den Windkessel drängt. 


1) Die Schieber (griech. zauare, pömata Deckel) haben in 
der äufseren Form mit den Registerschleifen der modernen 
Orgeln eine gewisse Ähnlichkeit, sind aber gleichwohl nicht 
mit ihnen identisch, da die Schleifen bei gezogenem Register 
einer ganzen Pfeifenreihe den Zutritt der Duft vermitteln, die 
Heronischen Schieber aber immer nur für je eine Pfeife. 


2 £ Ab: q£ G: £u Amg.T 6 orouare ATb: orouıe G 

14 9 om. T 15 mgoELENWEVOV AG: £lonuévov T 19 üvov 
T: örav x«l AG,, sed G, xoi del. n Scripsi: ein a [£v] 
seclusi: roig &» Paris. 2512. cf. p. 198, 16, sed v. etiam lin. 9 


b 23 «dvo spurium: f. &vo. 


3scta:£c b T8 agde 
C: om. P — 81 [év] seclusi 


sed v. prolegomena 27 uiv 


LÀ 


198  HP2NO£X AAESANAPERZ IINEYTMATIKO9N A. 


N v& nouare Hroı ndvre i| vwe« abrov. ve ov, 
Ürev nooKLEBUE DE vv cvAGv rıva pHEYYyEOdaL, Kvolyn- 
Teı Tà xcv Exelvovg Tonuata, Or«v Ó& BovAmuede 
TaVEoHaL, ANOAAEIMTeL, ARTEOKEVEODUEV TO. 
Nosío9c &v vüv yAoGGoxóuov éiyxs(usvov xwgig 5 

T0 I'4, ob ro 6vóu« £Gro v0 „A, 6 Ó$ Ovvreronuevog 
voUro «040g 6 ,E, muc Ó$ ivo Couooróv wur To 
s,Z voijux £yov vo ,H meguAAemyuétvov ano Tod E 


e 


«0400. Eortw GE tig Hal Gyxovíoxog voíxoAog Ó 
AB ; 
€ M \ » m 
29 Z 90MM, ov vó ,Z,O xàAov | Hvupves uev écvo To 10 
A 


s,Z awouerı' moög 02 v |OM neol zegóvqv Hıvelodo 
r B 
4 z 5 u \ \ 
ueonv nv M. éà&v oov xevétousv Tj yeıol TO M 
(xgov roO Ayawvioxov émi v0 4 GvÓuLov Tod YAW600- 
XÓóuov, zcgoGousv TO zu tig TO £Gc WEOOg, Govt 
Or«v é£uz£oy tig TO Evrög uégog, TÜTE TO Ev «ovd 15 
vofjux xardAAmAov TO «AQ yiveraı. — Vvec obv, Örav 
, / \ ^ ? b m" 2 M 
ApEAmuEsv TQv sioe, c«oróucrov TO zuo EEEAKVOT 
A IE 
a 198, 11—200, 3 noög 0$ 1 0M ... 0 MM — 
A 
b 198, In 22 moöz de To ,O.M xev& To uécov meoovn 
foro m M, megl $v Kıvmdnosrar. Liv ovv woroyóyopusv rjj 20 
B 
gig vo M Gxgov ToU Gyxovíoxov og Emmi ro „A ovójuov Tod 
, [4 à - , 5 bl , 
yÀoGcoxóuov, zvwocGousv TO SZ muc sig TO EGO pégoc, 
Ogre Or«v Zumeon tig TO Evrög uégoc, vore T0 év «orQ 
au / m m , /, cr 
vofjuc xor&ÀAmÀov yernocraı TO cUvÀQ. ivo de mv, Orav 
&qéílouev mv weige, cróuerov TO zuo ibeÀwvoOt wol 95 





1 iv’ oiv T 2 f. viveg. cf. p. 200, 15 4 xoTOGcXEvd- 
cout£v AG: wereoxsvécousv Th 5 distinguit T Eynei- 
uevov AGT,: &yyousvov T,, f. éxxs(uevov 11 f. nouarı (meög 


1 


ex 


oO 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 199 


hineingedrückt sind. Damit nun die den Pfeifen ent- 
sprechenden Bohrungen sich óffnen, wenn von den Pfeifen 
einige!) tónen sollen, dagegen sich schliefsen, wenn sie auf- 
hören sollen, treffe man folgende Vorrichtungen. 

Man denke sich, dafs eins der Fächer (Kästchen) y,9 
abgesondert liege (Fig. 43b)?); seine Öffnung sei à und 
die mit dem Fache in Verbindung stehende Pfeife E 
Der in die Lade passende Schieber S£ sei mit einer 
Bohrung 4 versehen, die von der Pfeife s abgerückt sei. 


Von einer dreigliedrigen Taste?) £9u i sei das Glied £9 
an dem Schieber ‚s f befestigt. In der Mitte des Gliedes 9. 
bewege sich die Taste um einen Stift u. Wenn wir nun 


die Tastenspitze n nach der Fachöffnung ‚d hin mit der 
Hand niederdrücken, so stofsen wir den Schieber ££ in 
das Innere. Und so kommt, sobald er hineingeschoben ist, 
die in ihm befindliche Bohrung der Pfeife gerade gegenüber 
zu liegen. Damit aber, wenn wir die Hand fortnehmen, der 
Schieber sich von selbst wieder herausziehen und von der 


1) Handschriftlich in a: ‘eine’. Nach b: “eine oder einige’. 

2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 43d und 43f 
in den Prolegomena. 

3) Einem dreigliedrigen Winkelhebel, dessen beide Enden 
sich nach entgegengesetzten Seiten rechtwinklig umbiegen. 
Das dritte Glied £ 9 ist in der Rekonstruktion mit dem zweiten 


Fu nicht aus einem Stück, sondern hat freien Spielraum darin, 
um ein Einschieben von s $ ohne besondere Schwierigkeit zu 
ermöglichen. 


ro © megl TEEOVNV ıwodwevov)' z00c dt meiste T,, corr. T, 
14 zeoócousv M: zmoeoócousv A,T,mg.: mwegdoouev A, GT. 
16 vràóv coÀív 


2 zw&a 1| rwüs b 5 tv tov om. b yAwooorouov bh 
&ynslwevov: neluevov b 6 ó d8 a: xol b 10 uiv om. b 


200 HP9$NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKS9SN A. 


xci maoaAiden vOv wbAöv, Eoraı TEE" bzxoxs(o00 Und 
và yAoG6Góxou« xcvov l0og TO Q9) OmANvı x«l aodi- 
4 E 
, € , x ? \ , > , 
Ankos wuro xeiuevog 0 MM. év de voUvo Eumennyero 


e 


, / PA M y ! ea 2 
ozoO(c xsoirwvo sÜrove xol énuxexouuéve, àv £v £6vo 
3 
10 M xs(usvov xovà ro AT yAoocóxouov.  éx Ó& 


ToU Üxgov cUvroU vevoc& GzxoO0cücio« Gz00s0ó00c z&ol 
T0 (9 Öxoov, BoTE é&co NKOWOHEVTOS TOD TWOURTO 
4 0 ? 0 5 u S 


B 
TETLOPaLı viv vEevodv.  éiàv oov xevrá&avreg To M 
&xoov Tod dCyxovíoxov ze«gooousv TO zc sig TO 
éGc gu£gog, N vevo& Emiondosreı TO GzeO0(ov, BOTE 
&voot9c«, TvQv x«uz»v coroU Díc: Oruv 0$ GgOusv, 
scakıv TO OzxcQ(ov sig mv EE Koyig TdEıv xeauzxTóusvov 
EbeAxVosı TO Our TOD cvrÓuorog, Dore maouAAnErı TO 
voiju«. TOUTWV 00V xc0' £x«cvov yAoGGÓxouov ysvq- 
HEvrov, Or«v fovAousOc Tıvas vv c0A0v g9€yyscta, 
xcvi5ouev roig Ó«xTÜAOLg TE KAT £xsí(vovg &yxcovíoxvu 
ötav Ó& wwuxévü pYEyyeodaı PovAmusda, émocpgoUusv 
Tobg ÜcxvrÜAovg, xci TITE zC«0GovruL, TV ccOWrOV 
eEeAnvodevrov. To dE Ev TO ÜDouíoxo Vóopo EußdAls- 


nagaAlasn vOv alAov, Eoro ade‘ OmoxcíoOc UOm0 TO yÀc0GÓ- 
\ ^ od M M , 3 €- 

xouov xocvov 1005 TO GN coAÀQvL “al rragaAlnAwg aba 
IE 


xeluevoge 0 MM. 


1 Eoraı AG: Zorw T 3 &unsnnyero AG: Zumennyeoho T 
5 v0 (prius) Tb: 6 AG 16 nardbousv Tb: xoevdtousv AG 
19 EEeAnvodevrov AGT,b: EAnvodevrov T, 


3 éwmemmyívo: Eunennydo db 4 iv om. b 6 &zo- 
ós00c00c AG (&zoósÓó00c T): &zoósÓfscüc bh 8 xerobovctg 
à: narayayovreg b 14—15 croórov ... yEVNPEVTWV A: TOLOV- 


e 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 201 


Pfeife abrücken kann, wird folgende Vorrichtung getroffen. 


Man setze unter die Fächer!) eine Leiste "m die: ebenso 
lang als der Windkasten G9) ist und ihm parallel liegt. 
Auf dieser Leiste sollen kleine, elastische und gekrümmte 


Hornspateln festsitzen, und davon soll eine 7 dem Fache 
jy gegenüber angebracht sein. An ihr Ende binde man 
eine Sehne und ziehe?) sie rings um das Ende 29, so dafs 
die Sehne schon straff ist, wenn der Schieber heraus- 


geschoben ist. Drücken wir nun die Tastenspitze j nieder 
und schieben den Schieber hinein, so zieht die Sehne die 
Spatel an und richtet so deren Krümmung gewaltsam 
gerade. Lassen wir aber los, so biegt die Spatel sich 
wieder in ihre frühere Lage um und zieht den Schieber 
aus der Mündung heraus. Und so wird die Bohrung ab- 
gerückt. Diese?) Vorrichtungen werden bei jedem Fache*) 
getroffen. Sollen nun einige von den Pfeifen ertónen, so 
drücken wir die entsprechenden Tasten mit den Fingern 
nieder. Sollen sie dagegen nicht mehr pfeifen, so heben 
wir die Finger hoch. Dann werden sie aufhören, sobald 
die Schieber herausgezogen sind. Das Wasser wird des- 
wegen in den kleinen Altar?) gethan, damit die überschüssige 
Luft in dem Windkessel, ich meine die aus dem Stiefel 
hineingeprelste, das Wasser zum Steigen bringt und die 
Luft selbst so zusammengehalten wird, auf dafs die Pfeifen 
immer Luft haben und tönen können. Der Kolben oc 
prefst, wenn er emporgehoben wird, wie gesagt, die in 


1) Nach b: “das Fach’. 

2) Nach b: “binde?. 

3) Nach b: “Derartige. 

4) Nach b: “bei jeder Pfeife’. 
5) Nach b: “Gefäls’. 





tOV 00V YAwccordumv «o9 Enaotov ovA0v yeyovorwv b 18 zo- 
uoriov b 19 Bouícxo a: ayysio b 


209  HP929:,NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A. 


Ta &vex« TOO TOV MEQLOGEVOVTE GíQoa £v TQ TUVUyEl, 
A£yco ON vov £x ig xv£(Oog ob$obusvov, ixcígovvo TO 
VDE Ovveysodaı zQüg TO del Eysıv TOdg abAodg Óvva- 
usvovg PPEyysodeı. 6 0$ PZ Eußoledg Émowgóuevog 
uiv éml TO (vo, @g elonzaı, EEodei vov £v vij zwE(OL 
&&oc elg vov mzwwvyt«, xoveyóusvog ÖE Avolyeı TO év 

67 , , ? e (v M D» 4 
to 2 nvidia mAarvouctov, Óv ovo N mvíig G£pog 
EEondev mAngoütaı, Govs naAıv vOv EußoAce &vo900- 


usvov éxO0A(Bsw c«orOv sig TOV nvıyean. Peirtıov ÖE 


Eotı nal vov T T xavova wEol ztgóvqv Kıveiodeı zog 
TQ T Ötroouiag oVong Ev To nvdusvı Tod éiufoAéog 
tkouoodnjoerau, Óv qe dejosı meodvnv ÓvotreioQ«. og 
to rov EußoAda un) ÖLaorespeoden, &AAG 0ptóv GvoOsci- 
dal TE x«l nardyeodaı. 


XLIII. 
'Ooyévov x«rcGxsvi, BOTE Cvéuov Gvgífovrog qyov 
QztortAcio0«L «0400. 


a 9—14 féíkuov ... xerdyso0o, — b 19— 23: 
PeArıov Of ior. xoi vóv T T xevóve Egli EgOVNV Kıveiodnı 
zoóg ro T, Gore OtQon müg To nvOpévi Tod £upoAéas 
miypiviov ivan, n Gguoodjozren 01d egovng 6 T T xavov 
z90g ro róv éufolée un dıaorgepeode, GAÀ  0g80v &vo- 
Velodal TE Hal nardyeodaı. 


5 SED AGb: EEndeiv T 7ToAC: 0m. GPT- 10 
AG,: zö röv G, T, sed zö del. T 11 dirogulag A, (quam lectio- 
nem optimam coniectura invenerat Meister): uy cb 9 pag A.GT 

éufoA£og T 12 &ouocTjoerot a: (O0) &guoct1jotvot Butt- 
mann 1.1. p. 143: (0105 &ouoct1sevat Meister 1.1. p. 185 adnot.: 
f. (7) douoodrocrau (sc. 6 T T xovàv) (Aal) 


2 ix aC: ixi P 7—8 £ÉEo$9tv &£gog tr. b 8—9 &vo- 
Qovusvov a: elowdodusvov b 16—17 'Ooydvov ... «400 A: 


15 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 203 


dem ‚Stiefel enthaltene Luft in den Windkessel. Wird 
er nach unten gezogen, so öffnet er das in der kleinen 
Büchse c befindliche Plättchen, durch welches das Kolben- 
rohr von aufsen mit Luft gefüllt wird. Wird der Kolben 

s dann wieder aufwärts bewegt"), so drängt er daher die 
Luft wieder in den Windkessel. Praktischer ist es, wenn 
sich auch die Kolbenstange rv bei z (Fig. 43)?) um einen 
Stift bewegt und am Boden des Kolbens in einen Doppel- 
zapfen, durch welchen ein Stift zu stecken ist, eingelenkt 

10 wird, auf dafs der Kolben sich nicht verdreht, sondern 
senkrecht auf- und niedergezogen wird. 


XLIII. 
Bau einer Orgel, die eine Pfeife tönen läfst, wenn Dis E 
der Wind bläst.?) Windmotor) 


ı5 Es seien « (Fig. 44) die Pfeifen, f» das mit Fig. 4. 
ihnen durch Öffnungen in Verbindung stehende Querrohr 
(Windkasten) und de das, Steigrohr. Aus diesem führe 
ein anderes, horizontal liegendes Rohr e$ in den Stiefel 
n%, dessen innere Oberfläche für einen Kolben gerade 

20 gemacht sei. In diesen Stiefel passe ein Kolben x4, 
der sich leicht darin abwärts bewegen kann. Mit dem 
Kolben sei eine Kolbenstange uv verbunden, die (selbst) 


a 6—10 Praktischer ... eingelenkt wird = b 24—27: 
Besser ist es, wenn auch die Kolbenstange vv sich bei r um 
25 einen Stift bewegt. Daher ist am Boden des Kolbens ein 
kleines Gestell anzubringen, in welches die Kolbenstange cv 
mit Hilfe eines Stiftes eingelenkt wird. 


1) Nach b: “hineingestolsen’. 

2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 43c und 43e. 

3) Statt dessen b: “Ein solches Instrument kann auch 
tönen, wenn Wind weht’. 





Óvvovóv (Övvaraı C) ÖE nal &véuov zvéovvog TO voiobvov Öeya- 
vov $yov &movtitiv b 20 và (ante T) C: v0 P 


230 


904  HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A. 


e 


"Eotwoav abAol uiv oi A, 6 d& HVvreronwevog 
avroig nAdyıos owAlv 6 BI, 6 Öd& öodLog 6 JE, éx 
Ö& rovrov aAdyıog Ere0og 6 EZ qgégov sig mvE(Ó« 
viv HO. Eyovoav nv Evrog Enıpavsıav moóg éufoAée 
&zcoo9cuévQv. «org Ó& &ouotévo EußoAebg 6 KA 5 
&DAUTOS Övvdusvog sig «UvQv xcvíoysoto. Todra de 
Gvuqvig &óvo xavóviov TO MN zoooxs(usvov ErEo@ 
xcvovío rd NA xuAovsvou£vo zsgi ü&ovo vóv PII | 
xcl zoóg uiv vÀQ N zsgóviov £6vo sÜAvrov: zoóg Ó& 
TO 5 nAatvoudrıov 7000xEL09W Guugpuig tod AO, To 10 
0$ KO magoxeío)c tov 6 2 xoi Eorw xıvodusvog 
zegi xvoOcxe«g ci0Woobg Ev nnyuarı Óvvauévo usrd- 
ysodaı.  vÀ 02 2 übovı Gvuqvij écvo ruvundvıa Óvo 
TG T, O, àv To uiv T oxvrahın éyévo émuxs(usva To 
AO niAorvouerio' To Ó8 D nidrag EYE xe dmi 15 
và xc«Aoóusva GvsuoUgu«. ÖTav 00V vozó roO Gvéuov 
vvxTÓusveL Ereiyovraı ztücou. xoci émiovoéqocu TO D 
TVUNÄVIOV, Éxi0TQoqnjosreL xcvi 6 Eov, WOoTE xci TO 
T rvundvıov xci và Ev «ovd oxvvéAu éx OvxAs(uuoog 
rünrovre TO ,3O nAcrvoucrov Eraloesı vov KA éu(Vo- 20 
Aé«* xci &zooTévrog TODO Gxvt«A(Ov xcersveyOnjosru, Ó 
&ufoAsUg xci ExdAlyeı vov Ev vij HO szv&(OL &éo«. eig 


1 uiv om. T 2 óg00c A,T, 5 &zoo)coucsvq» A,G,b: 
&xo0990vusvnv A,G,T tadznv T 6 voro AGb: vo?ro T 
9 và Tb: zo AG 10 zooxsíctvw T 11 6 AGb: s T ut 
etiam lin. 13 15 zAcre«g Paris. 2512, Lipsiens. 17: mAdrog ab 
17 Exeiyovraı C'T: Eneiyovraı AGP f. n&ocaı (al midraı) 
18 «ol (ante ó) AG,Tb: óà G, 20 émegsi Paris. 2512 
Darm 


2 aörtois C: om. P 8 Ereoog mzÀdcywg ir. b 18 ó v 
&£ov bh 22 a verbis xol &uwAlhpsı B (fol. 1427, 11) et L 
rursus incipiunt (hinc igitur b — BCP) vjj AB: và CP 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 205 


an einer andern Stange v5 befestigt ist. Diese bewege 
sich wie ein Brunnenschwengel um eine Achse oz auf und 
nieder. Bei v sei ein leicht beweglicher, kleiner Stift. 
Auf & lege man eine kleine Platte &o fest. Neben £o 





Fig. 44. 


5 setze man eine Querstange c6 als Achse; ‚sie bewege sich 
um eiserne Zapfen in einem transportabeln Gestelle. Mit 
der Achse c seien zwei kleine Wellen v und g verbunden. 
Von diesen sei v mit (speichenförmigen,) kleinen Stäben 
versehen, die sich auf die Platte £o legen. q habe dagegen 


206  HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKS9N A, 


TÜüg oVoıyyas x«l vroUg @bAodg x«l vOv qyov dmotekgosı. 
éEsor. 08 TO zmijyux TO &yov vüv ÜEova émwovoégsuv 
del zmgóg vOv nveovre üvsuov, óg v Piaiorson x«i 


e 


23309 GUVEYEOTEOR N émioTQogn] Yivntaı. 


4 ylyncaı AG: yerncoı T in fine libri ”Howvog &Asfov- 
Ópéog nvevuarınav zoórov add. AG,: "Hoovog &At&avOoéog 


nvevuarıröv zoorov r£Aog add. T: om. G, 


4 yivnraı B: yiyvnraı CP subscriptionem om. b 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 207 


ruderartige Flügel, wie die sogenannten Windmotore 
(Anemuria).!) Wenn nun (der Reihe nach) alle Flügel 
vom Winde einen Stofs erhalten und angetrieben werden 
und die Welle p umdrehen, so dreht sich auch die Achse 

5(c) mit. Die Folge ist, dafs die Welle v mit ihren 
Speichen in Absätzen auf die Platte £o schlägt und den 
Kolben x4 emporhebt. Wenn die Speiche sich wieder (von 
der Platte) entfernt, fällt der Kolben nieder, prefst die 
in dem Stiefel 7% enthaltene Luft in die Röhren und 

10 Pfeifen und bringt den Schall hervor. Das Gestell mit der 
Achse kann man immer nach der Windrichtung drehen, 
damit die Umdrehung lebhafter und stetiger wird. 


1) Anemurion ist sonst die “Windfahne’. Seine äulsere 
Einrichtung kann indessen nach der handschriftlichen Figur 
nicht zweifelhaft sein. S. oben in den Prolegomena Fig. 44a. 
Es ist danach fraglich, ob man mit Woodoeroft (a. a. O. S. 108) 
und Rochas (a. a. O S. 200, 1) an Windmühlenflügel denken 
darf, da aufser den pompejanischen, von Sklaven oder Eseln 
getriebenen Mühlen (Overbeck-Mau Pompeji. S. 386—388) aus 
römischer Zeit nur W.assermühlen (Vitruv, Varro) bekannt sind. 


195?* 


HPOQNO£X AAEZANAPEQX 
IINETMATIKQN 


AETTEPON. 


; Ji 


"Ayysíou xev«Gxev) Tod Asyousvov ÓOuxeLouérQOv' 5 


vovrov 0$ zAnooUévrog vygob, 601415 é&v xevaovQogi,, 
ro iGov Engel. 

"Eovo Tı &yysiov v0 AB diamepoayuevov Tov 
rodynAov to AB diapodyuarı" zoóg Ó8 TO zuvdusvı 
Tod Ayysliov opaıolov Eortw T0 I yogobv To uETooV 
000v BovAóus9« arogokev. Óui& Ó& Tod dLapodyucrog 
xc0tío00€ OWAnvaoıov Aemróvarov TO AE ovvreron- 


uEvov TO Oogocigío' sig Ó& TO Ogpaıplov TonudTıov 


Eoto T0 Z Ev TO xovorTérO usos, LP oo KVaTElvereL 
ooAnvagıov TO ZH YEoov ozó v0 Or(ov TOD &yysíov 


a 208, 11—212, 2 dia Ó& vo diapodyuarog ... TO 
owAmvagıov — b 208, 17— 212,22 dıa dE Tod diapodyuarog 
xo eo9c Sodvágiov kentov T0 JE ‚Suvrergnuevor To 
spaugla' eig de zo Spaıglov Tonudruov Eoro "obs To Karo 
wEgog, T0 Z, dp’ o9 &voravévo coAqvdgiov TO 2 H ovvnu- 


6 öcanı A &&v ab: àv Paris. 2512 7 Engel A, b: 
T 
Engeiodaı A,G,T: ixos? G,: effundit L 9 và (ante AB) Tb: 


DIE DRUCKWERKE 
HERONS VON ALEXANDRIA. 


BUCH ll. 
I. 
5 Konstruktion eines Gefüíses, welches die Mafs- Die Mafskanne. 


kanne (Dikaiometer) heifst. Füllt man diese mit einer PE 


Flüssigkeit, so fliefst immer die gleiche Quantität aus, so 
oft man sie auch umkippt. 
Es sei o (Fig. 45) ein Gefäls, dessen Hals durch die 
19 Scheidewand «8 verschlossen sei. Auf dem Boden des Ge- 
füfses stehe eine kleine Kugel y, welche ein so grofses Mafs 
aufnehmen kann, als ausfliefsen soll. Durch die Scheide- 
wand setze man ein sehr enges!) Röhrchen de ein, welches 
luftdicht in die Kugel mündet. In ihrem untersten?) Teile 
15 habe die Kugel ein kleines Loch f, von dem eine kleine 
Röhre &n aufsteigt, sich unter den Henkel des Gefälses 


1) Nach b: “ein enges’. 
2) b: “unteren’. 





ro AG 19 Aszróv proponit Rochas p. 152 13 r0. 011 
có AT 


1—3 inscriptionem hab. AG, T: om. G, bL 6 zoórov à? a: 
ov:wog b, quo L 11 &noggeiv BovAousde ir. b 18 x«9- 
síc9o BC: xsícüc P Aemróv b: tenwissimus L 20 &va- 
ctu ézo CP: &vozswécdo B 


Heronis op. vol. L ed. Schmidt. 14 


196 


210 HP9NOZ AAEEZANAPE9Z IINETMATIKRN B. 


GvvrerQnu£vov cOvQ xo(AQ Ürdoyovri. «o Ó$ TO 
elonusvov Toijux &vsgov é£6vroO cQoiu« q&oov sig TO 
xÜroc Tod Ayysiov TO A.  éyévo de TO @riov xal 
dıiadyıov v0 ©. xcvcAeBóusvor oov TO O dıavyıov 
Amowoousv TO G&yytiov vygoD OÓi& Tıvog Ózijg, jug 
usre | viv éyyvow oTsyvadmoereı, N xci Ov abroV 
tod AE GoAi«vog zAqoovo90 TO &yytiov, Óóvrog wévcot 
Ev TO xOvsL Tod Gyysíov AsmvoO tomuarog, Óv oo Ó 
No Exxgovodmjoeraı' GvuzAnooOc0sra, 0b xal ro I' 
Gpaıolov $ygoD did Tod AE coAqvagíov. àv oov 
KATaoTgEHavrss TO Gyycsiov &vOusv r0 © dıavyıov, 
éxgevocL TO Ev TQ I' opaıoim Oygóv xol TO £v tO 
AE coAqvagío.  záAw oov éàv xovaAcfMóusvo, TO 


uévov TO crío Tod Gyysíov owAmvosıdei xol voro Omáo- 
yovri. mag db rà elonpévov voie ro Z £6vro Tonua 
&regov gégov sig TO wörog ToU Ayyelov 10 4. fio ói 
rd (Oríov al dıievyıov ro ©. voraraponevor oov vó O 
dıavuyıov mÀmocGousv TO Gyysiov OyooU did Tivog Orig, 
Aug wert mv EÉyyvow oreyvadnoerar, 7) xol Óv oro od 
AE cwhijvog nAngovodw To &yysiov, To dEgog Enywgoüvrog 
dic Tod © dievylov. qavsgóv ovv Orı xal vó I’ opaıplov 
nAnowdnoereı OyooU 3| did [ve] voU AE coAqvegíov 7| dıa 
od A romuerlov. div ov naraoro&bavrss v0 dyytiov 
vögev ro © diaöyıov, ExgeVosı TO iv và I' opaıglo oygóv 
„ei v0 £v 8 AE coAmvegío. dei de vó ve A ronwdrıov 
x«i 10 Z Grópuov vo HOZ coijvog iyyvc sivou cov 
nos wurd TE mvOuivi Tod cqouglov.  máAw ov Liv 


lero AG: vóvQ? T 2 Zero voíjux Eregov tr. T 4 oov 
AG,: 68 A, G,T 5 minoócopsv, oexocor, A 8 ro5uac- 
vog AG: TevmMuarTog ik 9 x«l AGT,: om. T. 9—10 ró 
G6qpoíguov oygoU To I' iro 10 f. soimverglon (n dia vo A 
tonuarlov)y 12 iv «à (ante 4E) G, T: om. AG; 


17 x«i CP: zo B 18 zAmoócousv PE zAnoccops» P 
22 ve b: ipse seclusi, om. L 26 f£ OH 


10 


t5 
o 





20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 211 


legt und in den ausgehöhlten Henkel mündet.") Neben 
dem erwähnten Loche?) führe ein anderes Loch A in den 
Bauch des Gefüfses. Ferner 
sei der Henkel mit einem Luft- 
loche ® versehen. Nun wollen 
wir dieses zuhalten und das 
Gefüfs mit einer Flüssigkeit 
durch eine Öffnung füllen, die 
nach dem Eingiefsen geschlossen 
wird. Oder es mag das Gefäls 
auch durch die Röhre de selbst 
gefüllt werden; doch muls als- 
dann in der Gefälswand ein 
kleines Loch?) sein, durch wel- 
ches die Luft hinausgetrieben 
wird. Zugleich wird auch die 
Kugel y durch die Röhre de 
mit Flüssigkeit gefüllt.*) Kippen 
| wir nun das Gefäls um und 
Fig. 45. lassen das Luftloch 9 los, so 

fliefst die in der Kugel y und 

der Röhre ds enthaltene Flüssigkeit aus.?) Schliefsen wir 
das Luftloch wieder und richten das Gefäls auf, so füllt 


1) Nach b: ‘von dem eine kleine Röhre £5 aufsteige und 
mit dem gleichfalls röhrenförmigen Gefäfshenkel verbunden seı’, 

2) b fügt £ zu. 

3) Dafs auch dieses nach dem Eingiefsen durch die Röhre 
ós wieder zu schliefsen ist, setzt der Autor nach dem Vorher- 
gehenden als selbstverständlich voraus, Ubrigens könnte das 
Luftloch $ oder die zuvor erwähnte Öffnung sehr wohl den 
Dienst des kleinen Loches versehen. 

4) Nach b: ‘Oder es mag das Gefáfs auch durch die Röhre de 
selbst gefüllt werden, indem die Luft durch das Luftloch 4 
entweicht. Offenbar füllt sich nun auch die Kugel y entweder 
durch die Röhre ds oder durch das kleine Loch A mit Flüssigkeit.’ 
(Die Luft entweicht bei £ zum Teil in Form von Luftblasen.) 

5) Zusatz in b: “Das Loch 4 und die Mündung & der 
Röhre $n& müssen unmittelbar am Boden der Kugel nahe 
bei einander liegen.’ 

14* 


196 extr. 


919 HPQ2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS$NN B. 


dıLadyıov Avaotosdausv, zxA«uoo)"osvo,. TO Ggeugíov 
x«l TO GcoAqvágiov' 6 yàg EV abTolg &"»o £xxgovoUnj- 
Gev«, und Tod Eumintovrog OygoU. sivo mzAwv Ürav 
xovcGTotpopusv TO Ayyeiov, z&Aw TO [cov vygóv Qvij- 
oEreL, El un ge zoà nv dıapooa@v Tod AE eoAijvog: 
oo yàp &si nANEWdINOErK, GAAG Kara vov TOD &yysíov 
KEVOOLV x«i cor0g xcevotbosru,. «Ur Ó$ N ÖLapopk 
navranaoıv Ehaylorn Eotiv. 


II. 


Eig &vwx &yysie dıapvondevra VDE &vezLéte. ovrog. 
Zik Tod Gvóuerog abrod Óvc)sir«, GoAQv &mxéyov 
uiv and Tod zvOuévog Poayd, cvvsGveyvou£vog de v6 
oröuarı xci eig Aszmvov Ovvnyusvog OTÓuLov.  éàv 
(otv? zarakaßdusvor vo siguuévov óvóutov và ÓcxvóAO 
éyyéousv Ói& vivog Óziüjg Oyoóv xci uevà nv Eyyvoıv 
\ LÀ ’ M ’ M 2 / , ? ^ F 
dia Tijg avıng OnNS éugvoncavcsg HAELdLO anonkei- 
Gouev Trqv Óózxqv xci Avßusv TO Tod OWATVvog OTOULoV, 
NEUN di’ adrod TO vygóv Oz0 Tod Faro gu 
O£vvog x«l z&miAmuévov &£pog. 
xovoloBóuevor TO dıadyıov &vecroéousv TO &yyciov, stÀnoo- 
Yrosraı TO Ggougíov dıa Tod A Tonuerog xoi To AE 
GoAqvégiov. 
5 ragt AT,b: mol A, GT,: iuxtaL 8 Eorıv &loylorn tr. T b 
10 Gyyete AGh: &yyetov T Öiapvondevra (-oıd$- AG) ab: 
f. (C&£oog» £ug vong évros. cf. lin. 18--19, sed v. etiam II 15 
(p. 242, 9) avamıceı ab: dvanıkteran M,: comprimitur L 
11 à? zoo T adrod codd. ‚ per orificium ipsum L5 &yyetov, 


nisl forte sic legendum est: ’Eoro ti Gyyetov did Ó& roO 
eróuorog abrod wr 12 to Tb: om. AG 14 oöv bL: om. a 


5 owAnvog à: coAnvaoíov bL 12 uiv CP: om. BL 
18 avanorıodnosraı CP: GvonvvtioQjoerot B 19 zenun- 
pévov a: mılmdevros b 20 zö dyyeiov BCL: om. P 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 213 


sich die Kugel und die Röhre.!) Denn die in ihnen ent- 
haltene Luft wird von der eindringenden Flüssigkeit ver- 
drängt. Kippen wir das Gefüís dann abermals um, so 
fliefst wiederum die gleiche Menge Flüssigkeit, wenn man 

5 nämlich von der Differenz absieht, die sich bei der Röhre de 
ergiebt. Denn diese ist nicht immer voll, sondern entleert 
sich ebenfalls, je nachdem das Gefäfs sich entleert. Diese 
Differenz ist aber ganz unbedeutend. 


I. 


10 Manche Gefälse spritzen, wenn man hineinbläst, Ein Heronsball. 
auf folgende Weise ie n 
Wasser empor. 

Durch die Mündung 
eines Gefälses (Fig. 46) 
wird eine Röhre hindurch- 
gesteckt, die fast bis auf 
den Boden reiche, in die 
Gefälsmündung eingelötet 
sei und (selbst) in eine 
enge Mündung auslaufe. 
Halten wir nun letztere 
mit dem Finger zu, gie- 
(sen durch eine Öffnung 
eine Flüssigkeit, blasen 
nach dem Eingiefsen durch 
dieselbe Öffnung hinein, 
verschliefsen sie durch 
einen Hahn und lassen 

fie. 46. die Mündung der Róhre 

59738 los, so wird durch sie 

das Wasser von der eingeblasenen, komprimierten Luft 
emporgetrieben. 





1) Nach b: ‘so füllt sich die Kugel sowie auch die Röhre de 
durch das Loch 4°. 


221! 


214 HP9:NOXZ AAESANAPERZE IINETMATIKS9N B. 


IH. 

’Eni vwog Bwuod zvgog Avanavdevrog EOdLa KaTa- 
Pavioereı yogsdvovre' ol yao Pouol dıapaveis, Hroı 
beaAıvor N *EodTIvVoL, E6OVTAL. 

Ad Tod Enımdgov xe«O(ísvu, ccAQv zoóg uiv iv 
Baoıv cvoU0 Pwuod iv Avadaxı cvosqóusvog, zog Ó& 
To vo uégog Gvouyyío Guugvsi ÖvTı TO £murvoQ. 
éyévo Ó& x«i Eninexauusvae GoAqvéágus Ó GoÀQv Gvv- 
TETONUEVE xci OVUPVN écvrQ xovàü Ówtusroov xsiusvo 
&AANAoug x«i Tag (xouzüg» nal évaAAGE Eyovra. éxéro 
dt 6 coAQv xal vóuzevov cvuquéc, 6 Enineitaı v 
qoosvovra Eodın. EEapdslong ovv vij Qvo(ag Hsguaı- 


Caput LI secundum b: 'Exí zıvos Bmuod mvoóg &va- 
pOévrog Lodıd rıva wvxAuüg lordueva Óoxtiv Yogsveıv. 

"Ecvo Bowuög 6 ABTA xol Ev air Eninvoov v0 EZ: 
&zó Ó& Tic xogvgíjo rot émumógov. cov xo Oeo o moös 
viv Bácw vo? Pwuoö 6 HO, ov rÓ mQ0g. v) © uégoc Ev 
zvodaxı OTOEPEEHR.  &yévo ài Ó codi obroc x«L Er&govg 
waves TíGccegec éyxeocíog xsuuévovg Hal Óivwsvoolvrog 
aAAmAovg, iv TO eorQ wege de Gvvomrouéívovg TO dm Tijg 
xogvgijg Gov. voro: oltıveg 017) vÀ&yioL GoMjveg éyévooav 
iml TÜV üxgov émixoumág, Gore TOV Eva MOOg TOv Ereoov 
GroígeGO0o," émi voórov dt TÜV coAQvov zgóg voíg &xgoig 
émuxc(ó0c  xóxiog ovupung e)roóc 6 KAMN, ig! ov 


1 De huius capitis in singulis codicibus loco v. prolegom. 


2—3 xetoqovijoetet AG: narapaviserau T 5 non disting. 
codd. 7 f. (iv) ovgıyyio ovugpvei M: ovupvn a (ij ex ei 
corr. À) 10 xeuz&g M: om. a spatiis litterarum quinarum 


vel senarum vacuis relictis 


17 9 BL: x9 CP và B: ro CP 18 ö& om. L 
19 «ícoxoeg B: 6’ CP 21 rovro b: om. L on BC: 
ó? P: om. L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 215 


III. 


Wird auf einem gewissen Altare (Fig. 47) Feuer MAS 
.. . ruc er- 
angezündet, so kann man Figuren tanzen Sehen; wärmter Luft) 


denn die Altüre sollen durchsichtig sein, entweder Fig #7. 
5 aus Glas 
oder Horn. 

Durch 
das Feuer- 
becken wird 
bis zur Ba- 
sis des Al- 
tars eine 
Röhre ein- 

gelassen, 
die ‚sich 
(unten) um 
einen Zap- 
fen dreht, 
oben aber 
in einer 


Kapitel II 
nach b: 
Wird auf 
einem ge- 
wissen Altar 
Feuer ange- 
zündet, so 
sollen 
scheinbar 
einige rings 
im Kreise 
stehende Fi- 
| guren einen 
Fig. 47. Reigen auf- 
35 führen. 

Es sei «yo (Fig. 47) ein Altar mit einem Herde (Feuer- 
'becken) sf. Von dem oberen Teile des Herdes lasse man eine 
Röhre 39 nach der Basis des Altars hinab. Das bei $^ be- 
findliche Ende drehe sich um einen Zapfen. Diese Röhre sei 





221 extr. 


197 


918 | HP9NOX AAEEANAPEQZ IINETMATIK9NN B. 


vóusvog 6 ANE Ói& ToU Gvguyyíov qogosu sig vOv 
GoASQv«, éx 68 rovrov Ói& TV &vexsxouuévov (6041- 
voolav) stotoóusvog xci &vvsge(óov TQ TEÜgEL ToO 
peuob Eniorosds vóv GoA6v« nal và yogsvovro Cou. 


IV. 


"Ex ówuAsuuudvov qovei yivovraı óovvQaoíov oUvos. 
"Ayysiov Eotaı Gveyvóv, Óv oo qva Óisivat, ng 6 
xecvAog AnEyEL And Tod zvÜüuévog 000v tOcv. Öıdogvoı. 
dbreoneıtaı ÖE Tag Yavns Gyysiov xoiAov Ev xvóOa&i 
oTospöusvov v& Pdon sig TO vo ué£gog £yov, sig O 


orroovrar a foie. foro dt xol m tod Pwuod Um Oia- 
pavııs, 7] é& otov ÖmAadn 7| xsodwvog, mg0c TO di cric 
palvsodaı rà yoosvovr« Lodın. rovrov oÜrog xertoxsva- 
Guévov iàv &véwousv Ertl TOD émwmügov zio, Otouowvóusvog 
0 &v TO Gov. &»o ywonos xol dıa vOv 'ivoxexalvuuévov 
GoMjvov zei orgkiye e)róv, Guo de xol vóv wóxiov, ig 
ov ra Lodın Dífwxe, xol dogs votre qogstewv. 

a 216, 6—218, 1 'Ex dielsıuudrov ...énígovvov 00co 
— b 216, 19—218, 19 'Ex dielsiıuudtav qovol ógvi&agíov 
yivovraı obrog. 

Ayysiov EoTo oreyvör, 0i o qn xo9sirot, To 6 
navkög Gmeyévo m ro nvOuévoc , 000v bdarı dıdogvoıy 
elvan. ümeonelodn dt vijo ywvng &yytiov xoiAov Ev nvmdası 


2—3 <o@Anvagiov) inserui. cf. lin. 16, v. etiam II 11 


p. 232, 1 7 Eoraı a: f. ovo Av G, T: g@vog AG, 
0 G, "T: om. AG, 8 Antyaı AG: dneyov T 10 c& Bien 
T: c& "Boigv AG: Tus Botov &vo A: x&ro Burneianus 81 in 


margine, quod Woodcroftio et Rochasio iniuria probatur 





12 aut ex vitro aut utique ex cornu L 13 f. rovrov (ov) 
Nx om. L 15 Gvoxexoivuuévav ‚(-vuev- P) b: goopertos 
Lie Svynerakvuuevon): f. &vansnauuevov 01 dy ab IE 

nayeircı b: cui effusori vum insideat L 


m 


5 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. ZW 


kleinen, mit dem Feuerbecken verbundenen Pfeife (Rohr). 
An der Róhre seien auch kleine, (am Ende) umgebogene, 
nach ihr offene Röhren befestigt. Sie liegen einander 
diametral gegenüber, ihre Biegungen (x, u und A, v) gehen 

5 nach entgegengesetzten Richtungen. Mit der Röhre sei 
ferner eine Welle (Scheibe) verbunden, auf welche die den « 
Reigen tanzenden Figuren gestellt werden. Ist nun das 
Opferfeuer angezündet, so wird die Luft erwärmt und 
geht durch die Pfeife in die Röhre. Aus dieser wird die 

10 erwärmte Luft durch die umgebogenen Röhren hindurch 
ausgestofsen, und indem sie auf die Wand des Altars einen 
Druck!) ausübt, läfst sie das Rohr und die tanzenden 
Figuren kreisen. 


IV. 
15 Man kann auf folgende Weise mit Unterbrechung _Der unter- 
die Stimmen kleiner Vögel nachahmen. M 


In einen luftdicht geschlossenen Behälter (Fig.48) 
ist ein Trichter gesteckt, dessen Röhre (Schaft) nur so 
weit vom Boden absteht, als nötig ist, um Wasser durch- 
90 zulassen. Über den Trichter wird ein hohles Gefäls ge- 
setzt, das sich um Zapfen dreht und dessen Schwerpunkt?) 


ferner mit vier andern, quer (zu ihm, also horizontal) liegenden 
Róhren versehen, die sich gegenseitig durchschneiden und an 
demselben Punkte mit der von der Spitze kommenden Róhre 
a5 verbunden werden. Diese quer liegenden Röhren nun sollen 
an den Enden so umgebogen sein, dafs sich eine Róhre nach 
der andern wendet. Auf diese Röhren lege man an ihren 
Enden eine kreisrunde Scheibe (Welle) «Zu v und befestige sie 
daran. Darauf sollen die Figuren stehen. Das Material des 
s0 Altars schliefslich sei durchsichtig, nämlich aus Glas oder 
Horn, auf dafs die tanzenden Figuren durch dasselbe sichtbar 
sind. Wenn wir bei diesen Vorrichtungen auf dem Herde 
Feuer anzünden, wird die Luft in der Röhre erwärmt, geht 
durch die verdeckten Róhren und bringt die (senkrechte) Róhre 


35 selbst zur Drehung, zugleich auch die Scheibe, auf der die 
Figuren stehen, und diese werden zu tanzen scheinen. 





1) Wir sprechen von einer Reaktion der ausstrómenden Luft. 
2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 48 in den Prolegomena. 


19 


oo 


218 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


pEosteı del Eripovrov cg. ovußelveı otv xsvob 
Óvrog ToU éxvoOw«xiGucvov Ayyelov ópg80v abro ÖLe- 
uévew* fjagAALov y&g &yev | ztooGxs(usvov và zvb)u£vi. 
zAqoo9évrog ÖL x«v«cvQéqpevo, TO UÓcQo sig TO Greyvov 
&yysiov. 6 de £v voóro ano ix9AiBóusvog Out vwvog 
Gvouyyíov vov Nov &zovsAsi. xsvoUreu, Ób TO Kyyelov 
did Tıvog xcuzAov Gípovog. Ev Dow dt T7 x£vocic 
yiveraı, naAıv TO f£xvo0cxicuévov d&yysiov zAmooO0iv 
xaraoroipera. — OsWosu ÖL Tv émípovow un xecrà 
u£Gov géosc)«, ToU Exvmdarıousvov, Gore TANEWHEV 
TAYEDG xe«rcOTQEQEGt at. 


M 


Kal &AAog 0$ ix dıalsiuudtov Nyoı Yivovraı vóvàe 
TÓv TQÓzOY. 

"Ayysióv Eotı zÀAs(ova &yov Óiegodyuovoa zAcywx 
Ev Oi Teig ywocıs OvMjva( eicı qéoovrsg sig Tg 
bzoxsuuéveg yOgeg &vıooı Taig EriogVbosow' Ev Ói vÓ 


orospöusvov Tà fom sig TO Gvo uéoog Eyov, sig 0 pegerau 
dei dÓcog émígovrov. 

a 218, 15 — 220, 21 "4yysiov .. . &xoveAei — b 218, 21— 
220, 28: "Ayyeiov Eorw mAslova &40v Öiapodyuara nrAdyın, Ev 
0i Taig ywgaıg Óioijros qéoovreg sig Tag Dmoxsiuévog qoas, 
jyovv AO uiv Tío mow@ıng sig vjv Ótvríoev, &mü de zig 
Öevrioug sig vv voívv xol and Tijg Tolıng sig viv Terdormv 

3 Papvrlıov AG,b: Paeddıov T,: PBaeidıovy Amg.G,T, 

nooorsliuevov AGhbL: mooxsiusvov T 8 Envoödnıov A,, 
corr.A, — 11 xaraoreepecteaı bL: narapeosodaı a 15 f.Eoro 


zAéovo T 17 sqq. de recensione à v. prolegom. adnot. ad 
fig. 49 


\ 


2 nervodanıousvov B 3 y&ko BCL: óà, sed y&o supra 
ser, P 6 &nzoreAeiv B 13 ö& om. B 


I 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 219 


oben liegt. In dieses ergiefst sich ständig ein Wasser- 
strom. Ist nun das sich um Zapfen drehende Gefäls leer, 
so steht es aufrecht. Es 
hat nümlich ein kleines 
Gewicht auf dem Boden 
liegen. Ist es aber voll, 
so kippt das Wasser nach 
dem geschlossenen Be- 
hälter um. Die in diesem 
enthaltene Luft wird hin- 
ausgedrängt und erzeugt 
mit Hilfe einer kleinen 
Pfeife den Ton. Der Be- 
hälter wird durch einen 
gebogenen Heber geleert. 
Während der Entleerung 
füllt sich wieder das sich 
um Zapfen drehende Ge- 
fäfs und kippt (von 
20 Fig. 48. neuem) um. Das zu- 
strömende Wasser darf 

aber nicht in die Mitte des Gefälses mit den Zapfen fallen, 

damit es schnell umkippt, sobald es voll ist. 


( 





V. 


25 Man kann noch auf andere Weise in Zwischen- Dasselbe 
3 & h - in anderer 
räumen Töne hervorbringen, und zwar in folgender. Ausführung. 


Ein Behälter (Fig. 49) hat mehrere horizontale Fe: #. 
"^ Scheidewünde. Jeder Raum (Kammer) enthält einen Heber, 
welcher in die darunter liegende Kammer führt. Die Heber 
30 sollen nicht gleichmäfsig fliefsen. In dem unteren Raume 


a 219, 28— 221,10 Jeder Raum ... hervor = b 219,32 — 221,32 

Jeder Raum (Kammer) enthalte einen Heber, welcher in die 
darunter liegende Kammer führt, d. h. von der ersten in die 
zweite, von der zweiten in die dritte, von der dritten in die 
35 vierte u. s. w. Die Heber sollen aber nicht gleichmälsig 
fliefsen. In jeder Scheidewand ist ein Pfeifchen angebracht, 


220  HP2NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKS9NN B. 


OZ 0X(T0 AY- 
ysío  zQóo- 
X&UTUL TO 
GUvQyyLOV 
To xl TOV 
Nov zo.- 
obv' sig Ö8 
To vo Gy- 
yeEiov @EQE- 
TCL 7] ÓU0LG. 
x«i ovußel- 
veL zAnoo- 
HEvros Tod 
ivo ayyelov 
UETEXWOELV 
did Tod £v Fig. 49. 
«ur OLe(hj- 





TOU eig v0 broxeiusvov, äygız Gv éxl vo TeAsvraiov zaga- 
yernraı TO bygüv OTeyvod abrod Ovrog' 6 0" iv rovro 
eng ErdAıßousvog dıd Tod Gvovyyíov vov Tjyov üzovcAsi. so 


x«i Hoden, vicoi Oi rai énigoóGeGuv. ày endo ó$ 
dLapokyuatı moooREITa To Ovolyyıov T0 xol cüv Tov 
z0L0Üv. qégouévm ovv 1j QUGig moürov ev TO vo ‚yyelo 
XL TOUTO rAngodoe y@gelv moLel TÓv de£ge did 100 dv dr 
Svoryylov xal oras Nyelv. tir ndkıv Ouk Tod dv irn 25 
Oro f irov 490v To „Üygöv eic vv KOT@TEgm qOoov moti To 
Ev cvi Gvoiyyiov dwsiv xol imi vOv Aoımav 4o096v Ouolcc. 


19 oreyvov AG: orevon T croco codd.: f. od 0Aov &y- 
ystov, et f. steyvod Tod ÜAov &yye(ov Övrog post &moreAei (20) 
transpon. voUrQ: f. Éxdoro (&yytío», nisi forte oreyvod ... 
&zovtAsb interpolata sunt. cf. p. 218, 4—6 


24. 25 «rjj b: f. airo 26 xororíoo BC: xarworeonv P 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 991] 


wird allemal das Pfeifchen angebracht, das den Ton her- 
vorbringen soll. Der Wasserstrahl geht (zunächst) in den 
oberen Raum. Ist der obere Raum voll, so geht die 
Flüssigkeit durch dessen Heber in den darunter liegenden, 
5 bis sie zum letzten kommt. Da der Behälter!) geschlossen 
ist, so wird die Luft, welche 


Pe» | in jedem einzelnen!) Raume 
(«C ^» enthalten ist, durch das 
Kn Pfeifchen hinausgedrüngt und 
10 MG 2 bringt den Schall hervor. 





VIL 


Ferner können Bälle Der springende 
auffolgende Weise?) in vati Be 
der Luft schweben.?) 

Unter einem Kessel (Fig. 

50) mit Wasser, dessen Mün- 
dung verschlossen ist, wird 
Feuer angezündet. Von dem 
Deckel steigt eine Röhre auf, 
deren offenes Ende in eine 
kleine, hohle Halbkugel mün- 


15 


20 


das den Ton hervorbringen 
soll. Indem nun das zustró- 
mende Wasser zuerst in den 
oberen Raum geht und diesen 
anfüllt, läfst es die Luft durch 
dessen Pfeifchen entweichen 
und so den Ton hervorbringen. 
Fig. 50. Dann läuft die Flüssigkeit 
30 wieder durch dessen Heber in 
die niedriger gelegene Kammer und läfst deren Pfeifchen tönen 
und bei den übrigen Kammern ebenso. 


25 


1) Die Worte: “der Behälter’ und ‘jedem einzelnen’ sind 
nach Vermutung übersetzt. Vgl. auch vorn die Bemerkung zu 
Fig. 49. 

2) Nach b: “mittels folgender Vorrichtung’. 
3) Statt dessen in b: ‘springen’. 


199 


999  HPS$9NOZ ALEZANAPEQZ HNETMATIKRN B. 


VL 
Kel opeiocı dt Óyobvvra, ém &£oog obcvog. 
Acus vÓog yov Ünoxaisrer émurtqoeyuévog TO 


Gróu«* And Ó&8 TOD Erıipodyuarog Avareivera GoANv, 


oo éx Tod üxgov NUopalpgıov xoiAov GVVTETENTEL. 
&àv oov xobgov Opaıglov EußaAwusv eig TO NULopalgLov, 
svußnosra viv éx Tod Aeßrytog arulda Óu& Tod OWANvog 
pEoouEvnVv Avanovpißev TO ogoioíov sig vüv dEOR, 
BOTE ENOYEIOHUL. 


MIL 


IYverat dE xol opaloa Ówqpov)s £yovew Evrög 
éxvrig &£ga x«i Oygov x«i évróg «orig Ev uéco 
Gge«Lotov sig ozxó0svyue Tod xóouov. 

Tivesraı yàg Ivo Nuıopeloın OáAwa: v0 Ób &v 
cOrQv Eripodooera, Aem(Óóu qaAxi voUmque éxyovom 
Ev £oQ  orgoyyUAov: coívro Ó$ Ggoeugíov Yiveraı 
Eiarrov xobgorv, xci EußdAkeraı TO Gqoeugíov eig VIME 
év TO érígo TuLopaıplo. sivc zQocríOsr«L voUTQ TO 
ÖLETEPORKYUEVOV qutGgaetouov, x«i ztoGo0 vygoU é&cugs- 
Oévrog éx voU UO«rog xadedeı TO Gqeugíov 6 Ev uéco 
TÓx0g. NOOOTEHEVTOg oov Tod érígov NULCPaLELlov 
anorsieiteı TO zgoxsiuevov. 





4 oröua AG: orouıov T 8 eis vóv d£oa om. T,, add. T, 
9 vmoyeiodaı T 10 caput distinguunt GT: non dist. A(?) bL: 
interpolatum existimat Rochas p. 156 adnot. 12 aórijg scripsi: 


«orc a 16 óà.(&ouoctóv» 18 zoovíQevou G 20 $0a- 


voc: f. Nuopaıglov to uíco A,T 22 anoreleitaı bL: 
anotslei d 





2 X«L... obrQg à: Hal opaloaı 68 Ógyobvrcu dıa HaTa- 
exsvijg voLc0Tnc b 8 eis rov &£égc om. bL 9 éxoysicQo:: 


10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 993 


det. Werfen wir nun einen leichten Ball in die Halb- 
kugel, so ist die Folge, dafs der aus dem Kessel durch 
die Róhre aufsteigende Dampf den Ball in die Luft hebt, 
so dals er schwebt.!) 


5 VII. 


Man stellt ferner zur Darstellung des Weltalls Figürliche 
eine durchsichtige Kugel her, die in ihrem Innern regem. 
Luft und Flüssigkeit und in ihrer Mitte eine kleine Fs. 51. 
Kugel enthält. 

Man macht nümlich 
zwei Halbkugeln aus 
Glas (Fig. 51). Eine 
von ihnen wird durch 
eine in der Mitte mit 
einem runden  Loche 
versehene Bronzeplatte 
verschlossen. Man stellt 
auch eine in dieses Loch 
passende, leichte, klei- 
nere Kugel her und 
wirft sie in die andere 
Halbkugel ins Wasser. - 
Dann wird auf diese 
die verschlossene Halb- 

25 kugel gesetzt. Und auch wenn man eine beliebige Quan- 
tität Wasser herausnimmt, so bleibt die Kugel doch in 
der Mitte sitzen.) Durch das Aufsetzen der zweiten 
Halbkugel ist also die Aufgabe gelöst. 





1) Nach b: ‘den Ball hebt, dafs er zu springen scheint’. 
2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 51 in den Prolegomena. 





doneiv Öoyeioheı bL 12 Evrög «orig om. bL — cà u£co b 
14 yívovrau b y&ào ABL: ó? CP to Ó$ à: nal zo b 
15 £yovoo P 18 évéoo om. L 


200 


224 HPS2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9NN B. 


VIII. 

H x«Aovuévo Aug&g oraßeı, NAlov Erıßaisvrog wor). 

"Eoto Bdoıs oreyvn 1 ABI'Z, 0v $e yóvy 0.56090, 
qs 6 x«vàAog Gzxsyévo and Tod zvOucvog Boayd Alav. 
&ovo 6: xol opaıelov rd EZ, dp oo GoAQv qsoévo 
eis mv cw &zxéyov And Tod nvduEvog Tod Ayyslov 
x«i voU TEÜYOVg Tod opaıglov Boayd. naumdAog Ö8 
Gípov Evaguooteig sig TO Gogeugíov qsgévo slg mV 
yóvqv, xci &éufsAco9c sig TO Gqoigíov 00c9o. Orcv 
oov 6 NArog émuBéAm TO Gqoeugío, Osouoavbüsig 6 Ev 
nor duo ErdAlieı TO Dygóv, 0 On did vo H oipwvog 
é£o Evsydrijoeraı xol did Tío yavns sig mv PBdoıv 
wonoeı. dTav ÖL ENLIOKLKONT, ERXWONGAVTOS TOD &£poc 
Ó.à Tod opaıplov 6 ccoAQv &veA(vera, TO ©ypov x«l 
Avanimowosı vov KAEVOHEVTE« TÓmov: x«i vobro Lore, 


c 


óccxig Qv 6 Avg éxi Am. 


IX. 


GOocov sig ÜÓco yakdoavra "yov dzovsA£oau ijvoL 
oVoLyyog N ógvéov cLvÓg. 
"Eéóvo 4ocog 6 ABI cvoiju« &yov xara nv 


NEN 


Tod xoodußov xogvg1v ro A" xoiAog Ó& £cvo 0 #0gvußog 


2 Zmıßaaövrog ABCG: Emißatlovrogs PT — 7 «ol Ab: om. GT 
9 f. 0ócQo (OLd vwog rovnnuatog, 0 wer& viv Pyyvow sci 
&necteyvocUo». cf. p. 228, 3—4 19 £&£o Eveydmostaı AG,: 


eSeveydnoeraı G,TbL 18 Oocov natanonevdonı, DOTE yoo- 


cüévro tig 0OcQ Nyov Kmorelkocı «vé Vindob.120 — 21 ó om.T 


3 «fy b 5 gsofc9o b 6 &zó om. b 10 émifdim 
BC: émigcAAy P, ut lim. 16 13 tod &£gog om. bL 14 ó 
coAv: spherula L 18 yaAdoavra: descendentem L 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 225 


VIH. 


Die sogenannte Traufe (Libás) wird tröpfeln, Ein Thermo- 
wenn die Sonne darauf scheint. Mte, T 
‚Durch eine geschlossene Basis ey (Fig. 52) stecke 
5 man einen Trichter, dessen Rohr (Schaft) ganz dicht. bis 
auf den Boden reiche. Ferner sei c£ eine kleine Kugel, 
| von der nach der 
Basis eine Róhre 
gehe, welche nur 














10 „HS wenig Abstand 
San vom Boden des 

& = Gefälses und der 

zs Kugelwand habe. 

c Ein | gebogener, 

15 luftdicht in die 
Kugel eingepafs- 

ter Heber führe 

a nach dem Trich- 
ter. In die Kugel 

20 thue man Wasser. 
fà 6 Scheint nun die 


Fig. 52. Sonne auf die 

Kugel, so wird 

die Luft darin erwärmt und drängt die Flüssigkeit hinaus. 

25 Diese geht durch den Heber n nach aufsen und dringt 

durch den Trichter in die Basis. Wird die Kugel in den 

Schatten gestellt, so saugt die Róhre die Flüssigkeit wieder 

auf und füllt das entstandene Vakuum aus, nachdem die 

Luft durch die Kugel entwichen ist. Dies wiederholt 
30 sich, so oft die Sonnenstrahlen darauf fallen.?) 


1) Vgl. oben S. 177,26. Wir würden sagen: “nachdem die 

Luft sich zusammengezogen hat’. Heron stellt sich vor, die 
Luft sei in dem Mafse verdünnt, dafs die Luftmoleküle durch 

* die Poren der Kugelwand entweichen können, 5. Rochas S. 158. 
2) Vgl. auch unten Philo de ingeniis spiritualibus VII, wo ein 
ühnlicher Versuch, aber in einfacherer Weise, vorgeführt wird. 


Heronis op. vol. Il. ed. Schmidt. 15 


201 


290 HPR&NOZ AAEEANAPES X IINETMATIKSN B. 


xcQmto GvroópiAog x«l vOv x&vAOv Éyévo Owwmzsqony- 
uEvov uuxgoóv Oxo To O6vóuu TO AE diapoayuarı' 
vOUrQ Ó& zpooxsío)c ovolyyıov TO Z omo v0 Gvóuc 


xe(usvov TOD coàAivog x«i ovvverouwévov TO Ovpocy- 


uarı. Or«v oov EußaAdvres td Hvoolov eig OcQ 9AC 
Bousv Eis To Karo, 6 EV vov Ano éx0AwuBóusvog &% 
Tod ÜÓc«vog yov &zxovsA£GsL. xci éàv uiv N wir TO 
Gvoíyytov, GvgíGsu uóvov: iv Ó$ é£ym Hal mocóv 
vÓéri0v zig TO Óuigoeyuea, xcyAdGov Eoraı Tyog. 


X. 

Zodiov Ent Pdoswg Óvrog xci Eyovrog Ev TO ccó- 
uarı OdAnıyya, é&àv Eupvonowusv, GcAAGEL. 

"Eoto Bdoıs oreyvn 4 ABI LI, ig do Epsordıo 
Endıov' Evrog Ó& vijg Paoewg Nuopaigıov Eoro xolAov 
enınepoayusvov TO EZH éyov zeg&à vóv nVduEVe 
rovanuaue' ix 08 TOD NuLopaıolov &vareuwéro coA)v 

à 5—9 Ovav oov ... os — b 17—22: düv ovv 
eußehovres TO Yvoolov eig To UÓco OÀhpousv tig TO xáro, 
6 iv «ivà do EudAıßöusvog md Tod üdarog Tov dmo- 
teheoeı. Mal é&v uiv m Wılöv TO Oovgiyyıov, Gvgloeı uóvov' 
Ev de al b0Órióv vi m émávo Tod Owepoéyuevoc, woylátov 
&ove, Ó Tog. 


2 có om. T, 2—3 và AE ... 6cóuca om. A,, add. A, mg. 
(iterato xs/uevov) | 9 ómig À,: ómó A,GT önxos Vind. 120 


15 z«oà A (=, quod scripturae compendium saepe a libra- 
ris falso legitur), T,: z&ol GT, bL 


1 nadeneg orgößıkog: ad coni similitudinem L _3—5 rov- 
tO ... Ötapodyucrı om. CP 16 &varsıveodo BL 21 ri 
om. P 


10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 227 


DX 


Den Ton einer Pfeife oder die Stimme eines Der pfeifende 
Vögleins dadurch nachzuahmen, dafs man einen pi; ss. 
Thyrsus in Wasser taucht. 

5 Ein Thyrsus «ßy6d (Fig. 53) sei mit einem Loche à 
an der Spitze des Kopfes 
(Knaufs) versehen. Der Knauf, 
wie ein Fichtenzapfen geformt, 
sei hohl. Der Stiel (Rohr- 
schaft) sei dicht unter der 
Mündung durch die Scheide- 
wand «s abgeschlossen. An 
dieser sei ein Pfeifchen £ an- 
gebracht, welches unterhalb 
der Mündung des Rohres liegt 
und durch die Scheidewand 
getrieben ist. Tauchen wir 
nun den kleinen Thyrsus in 
Wasser und drücken ihn nach 
unten, so wird die darin ent- 
haltene Luft vom Wasser 
verdrängt und bringt einen 
Ton hervor. Wenn die Pfeife 
ihre Mündung frei hat, pfeift 
25 sie blofs; hat sie aber eine beliebig kleine Quantität Wasser 
über der Scheidewand, so ist es ein glucksender Ton. 





X. 


Blüst man in eine auf einer Basis stehende Die tónende 

Figur, welche eine Trompete im Munde hält, so er- "es 
30 tönt Trompetenschall. 

Es sei «ßyö (Fig. 54) eine luftdicht geschlossene 
Basis, auf welcher eine kleine Figur stehe. Innerhalb 
der Basis liege eine hohle, am Boden durchlöcherte, sonst 
verschlossene kleine Halbkugel efn. Aus dieser steige 

15° 


998 /HPONOZ/AAEEANAPEOZ IINETMATIKON BIC 50 


e 


6 OZ sig v0 Eodıov YPEowv éxi vijv OdAnıyya' éyévo 


de xe yAwooide 1 SATIN UM 0E eig, nv 
Bác. vyQOv. uc TLVOS Ózt,e, 4j uerd nv £yyvow, zdÀ 


202 


&zxcoreyvoGO9c Guquoíouerí vU... Üzav 00v. iéuqvaóo|- 


uev eig vov xd0ov« ig odAnıyyosy ó EE quéóv ano‘ 


Edler TO Ev TO TjuLGgotoío VOWE dıc vOv TOUENUL- 
TOv, 0 moooavaßnaeraı sig mv Décw uerewgıßöuevov' 
Otav Ó& &zoozcécousv, mcAw elosAsóGsvoL sig TO NuL- 


4066008 e&eoguevog vOv ig OdAmıyyog gov. Cz. 0TE- 
Aeaeı: 


XI. 


Gqoíorov, xoi; éx0ACUUsL. tov &£oc. obrog Ób dia vigo 


AeBnros bzoxeitou£vov Ggcugíov OS xe cod 3 


Kıvelodat. | ] 


"Eovo AEßng, Ümoxaıodusvog &yov (cp Ó AB P 


éxuxegiod 9e. TO, oröuov To TA nwuerı: todo Ób 
GvvrevQ1jo0 6 /acoA)v Eminaunng 6 EZH, o0 v0 &xoov 


REN «eyógoo de... anoreltoe: — W 18—26: xol 
xejógOo eis viv Pdoıv Xwoóv dıd vivog omiies 3 werd "hv 
Dg 2 IY Egreyvocd@ oungloueri rıvı. — dv oov Eu- 


fer 


5 


20 


goto. eig TÓy, x00Qvo vig odAmıyyog, 0 dE. Tuv. END .. 


nö klıpeı, T0. Ev To nuopeıglg vdwe dıad x&v. TOVNuETOY, 

0 argocevapijserat. eis mv Pasıv neremgı£önevov. OTav à 
zc0cousv Eupvoßvreg, ahv Erravaorg&ier eig TO Tucgol- 
g.ov xol éxOÀbpe, rov £go; oUrog Ö: dia ng YAwooldog 


E&eoydusvog, vv. vijo odAmıyyog yov dmorekoeı. are 


2 yAuocid« BM: yAoccióww aCP: lingulam, Lande E uerd-, 


Becw |G, — usreooisóuevov | G, T, : un&ooi£óusvor AG,T, 
13 sgg: f. zeol. c£. 204) 12 A &yov Tb: iru AG 





$i Exo] (-ns A G) à: Errinaumrög b eb &xiov Ton bL 
22 769 CP: rivov BL 24 de sevo intrans. usurp. v. lex. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDBIA. I 229 


eine ‚Röhre 9€ in der Figur auf; und münde in.die mit 
einem. ‚Mundstücke: ‚versehene | Trompete... | In ,.die ı Basıs 
giefse man durch eine Öffnung, die nach dem ‚Eingielsen 
wieder mit Hilfe eines Ventils (Smerisma)!) zu verschliefsen 





Fig. 54. 


5 ist, eine Flüssigkeit. Blasen wir nun in den Schalltrichter 
der Trompete, so drüngt die von uns ausstrómende Luft 
das in^der Halbkugel enthaltene Wasser dureh: die Löcher 
hinaus) und dieses geht in der Basis nach oben.”) Setzen 
wir aber ab?), so fliefst es wieder in die Halbkugel und 

1) Vgl. S. 55.. 245, 3. 251, 9. 2) Heron hätte besser ge- 
sagb: "und dieses bringt das Wasser in der Basis zum Steigen’. 
3) Nach b: “Hören wir aber mit dem. Blasen auf?.. | 


930  HP9NOZ AAERANAPEQ9 £X IINETMATIKOSN B. 


eig xolAov opeıolov Evnoudodo To OK: và de (xpo 
to H xara Ödıdusroov &ovo xvoda& 6 AM efhxos 


exi voO I4 
ZuOTOg. 1| 
Ó$  cgoioc 
&yévo — Óvo 
60 Aqvégoua 
éxxo uii 
xov ÖLdus- 
TQOV GUVTE- 
TonuEva «- 
vij xci émi- 
X EX OLET C 
&vcAACE. cl 
Ó xaumel 
EOTWORV 
zog ÓópfGg 
ETTLVOOUUE- 
var xci La 
Tv H, A 
ef euOv. 
ovußnioerau 





Fig. 55. 


ovv Heouaıvousvov Tod Aíf«voc mv drulda dia vo) 
EZH eis mv opeioav Eunintovoav Exnintev Ói& vív 


1—2 äreo rö BCG,T: &xgov ro AG,P 19 «cl G,T: 


om. AG, 


1 opaıgiov om. P 
uevaı ... ebQcióvy om. bL 


20 an HZ, MA? 
Par. 2512, Voss. 19 


23—24 tod tfm coàlivog 


2 :à H: v 9 P — 18—21 émwoos- 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 231 


verdrängt die Luft daraus, welche durch das Mundstück 
entweicht und den Trompetenton hervorbringt. 


XI. 
5 Uber einem geheizten Kessel soll eine Kugel sich np: Ao 
! ipile). 
um einen Zapfen bewegen. Vig. 50, ia 


Es sei «ß (Fig. 55) ein mit Wasser gefüllter, "n4 95b.5 
geheizter Kessel. Seine Mündung sei mit dem Deckel »à 
verschlossen; durch 
diesen sei eine ge- 
bogene Röhre e£ ge- 
trieben, deren Ende?) 
luftdichtineine Hohl- 
kugel 9% eingepalst 
si. Dem Ende q 
liege ein auf dem 
Deckel y feststehen- 
der Zapfen Au dia- 
metral gegenüber. 
Die Kugel sei mit 
zwei gebogenen, ein- 
ander diametral ge- 
genüber stehenden 

Röhrchen versehen, die in sie münden und nach entgegen- 
25 gesetzten Richtungen gebogen sind (Fig. 55a). Die Bie- 
gungen muís man sich rechtwinklig und quer durch die 
Linien 4 und 4?) denken. Wird nun der Kessel geheizt, 
so ist die Folge, dafs der Dampf durch e$$ in die Kugel 
dringt, durch die umgebogenen Róhren nach dem Deckel 





Fig. 55a. 


1) Fig. 55b ist handschriftliche Figur und steht in den 
Prolegomena. 

2) Zusatz in bh: “deren Ende n?. 

3) Ungenau statt “&n und Au’. In b fehlen die Worte “und 
quer ,.. A. Ebenso läfst b weiter unten die Worte “nach 
dem Deckel hin? und den Schlufs “ähnlich ... Figuren’ aus. 


e» 


232  HP$NOZ AAEZANAPE2Z IINETMATIK9N B. 


avoxexeuuévaov (ooAqvagíov» sig 0 ou xol OTOEDELV 
viv Opealoav, xotzx:o &mi vÀv yogevóvrov foo. 


XII. 

Koarfjoog Óvrog Emil vog Auges xe BROBUNE 
Exovros &vegyóva querat TOD Qéew nTaVoaodeL ui, 
Óvroc &ouocroU Medis Tod xAs(ovrog vOv xgovvów. 

"Eovo xo«v)o 6 AB éxi fécsog is I. dia Ói 
Tod zvÜuévog Tod dyyslov xal is fécsog GoAQv 
0.0090 6 Z4 EZ sig xgovvoóv &zo0sÓouévog. mi Ö8 
Tod @Tlov TOD xg«rijoog xcvóviov Epsorata r0 HO 
rernyög, Moog 0 »xAovevéc)o Eregov TO KA msol 
zeodvnv mv O" ix 0$ Tod K (xgov xavóviov xoa95ío80 
&vegov TO KM aeol usv to K megóvm | xwvoiusvov: 
zg0g de vr M zv£(OÓ« éyévo viv NA Pdoog Eyovoav 
x«L Ovvauesvnv neoıßaivev meol vOv AEZ owAnve. 
Ór«v oov nANo0vVg Övrog Tod xgurijoog mieowusv vO A 
(xoov TOD x«vóvog sig TO ALTO WEOOG, «veveyOnjoevot 
n- NA av&ig‘ tavıng Ó& Enapdeiong v0 Ev TO xga«- 
vio. U0oQ dia Tod AEZ coAivog EEw Eveydnioeraı‘ 





1 ooAnvaelov inserui ex bL eroégtwv coAmnvegtav M, 
2 nV Vindob. 120, b: eig zw à opaioav AGT,b: xyo- 
ocv T, énl AG: xal émi T So tcov AG, (od. 381.3 


tox eolov G1. 12 vadeisdo Tb: xcdio)o AG 13 "n? 
om. T,, add: T, megövn Tb: zsoóvnv AG 14 và BCT: 
td AGP  své(óen Tb: zvéióu: AG 18 v& G, Tb: uE AG, 
(u ex v corr. A) 





1 eis to zóp« om. bL 2 BB . Sodiov om. bL 


10 vo? xgevíjog om.bL 10— 11 &psordıw WENNYOg TO i 
ir. BC 11 zennyös om. P 14 EyET@ a: habeat L: Exov hb 

19 ói& ... coAijvog om. L EEo Evsydnostaı APL: é&- 
evsydnoeraı BC 


m 


Q 


5 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 233 


hin ausströmt und die Kugel zur Drehung bringt, ähnlich 
wie. schon. bei den tanzenden Figuren.!) 


XII. 


Steht auf einem Untersatze (Fufse) ein Misch- , Der unter- 
brochene Aus- 


5 krug mit offener Ausflufsróhre, so soll er mitten, 8uís . Fig. 56. 





Fig. 56. 


im Fliefsen aufhóren, ohne Hilfe eines passenden Deckels, 
der die Ausflufsróhre schliefsen kónnte. 


1) Vgl. oben S. 215, wo indessen nicht Dampf, sondern 
erwärmte Luft die Bewegung verursacht. 


ee 


934  HP2NOX AAEZANAPERZ IINETMATIKSN B. 


é&kv Oi Ggüusv To A Üxgov, Karaydmosrar 1j zvblg xol 
negıneioereı To JEZ ooAiw, xci 6 &v avcvi cuo 
un éyov dıEEodov dıaoreiksı vO zegl vóv AEZ owANve« 
Oyoóv, Gore umaerı pEosodaı dic Tod I oToulov. 
Órav 0$ naAıv nıeswuev slg TO Aura wEgog vo A &xgov, 


QevosL Ó xgovvóg. 
& 


XIII. 


"Puro xovaGxevQ, Gott &cwXcuuEvov beilvov EnidE- 
uarog xci éxgéovrog Tod Hvrod zoocavefovsw To 
bcA(vo xci avaßdilsodaı To | oyoóv. 

"Eóvo 6vrov TO ABI Enınepoayuzvov và AE 


Eripodyuarı' ix 08 tod IE Óvo coAi(vsg gspéroGav .— 


oi ZH, OK, óv ó uiv ZH sig ro éxvóg, 6 0b OK 
tlg v0 Evrög. Todrovg Ó& zsouAeuBavéro o£Awov éní- 


à 1—6 iàv di &püusv ... 6 xgovvóg = b 16—19: 
dàv Ób GgGusv t0 A Uxgov, xKurayInoereı m) mwvílg xol 
meoinelosreı vÀÓ A4 EZ Gov. xol Eupodssı e)vóv, cres 
unser Qsiv.  Ovav de mu muíGoutv TO A üxgov sig TO 
x&v uíoog, QeUvGeL Ó xgovvóg. 

a 234, 11— 236, 14 "Eovo óvibv ... v ZH — b 234, 
21—2306, 32: "Eóro Qvróv 10 ABIT énwegooyuévov 8 AE 
erripodyuarı' ix de voU 4E v0 coM,jveg gsoévocav oí 
ZH, OK, àv ó uiv ZH slg và zxróg Tod mvOu£vog Tod 


QuroU, 6 Ó& OK Eis ro ivvóg. Tovrovg de meguloufevéro 


1 saraydmosteı AGT,: narsveydrioera: T, 3 Owxoc£AleL 
AGT,: diaorain T,: f. dınorelet 9 Qvvot ab: óyoo? Vind. 120 


10 


10 f. vaAlvo (éniüéuoavi) — óyoóv AGb: $0oo T 11 éx- . 


ztpooyuévov T 12 de émipoéyuorog Voss.19 Vo om. T,, 
add. T, — gegécQüwcov T,, corr. T, 13 oí T; 7; AG. 14 vó 
om. T f. Evrög (gsoéro» rovrovg AGT,: vovvo T, 


10 sivo b, Vind. 120 18 deiv BC: devosı P, vos e 
corr. 24 f. Evrög (gsoévo», deferatur L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 235 


Es sei «ß (Fig. 56) ein Mischkrug auf einem Unter- 
satze y. Durch den Boden des Kruges und den Fus 
stecke man eine Röhre de£, die in einen (offenen) Hahn 
ausläuft. Auf dem Henkel des Kruges stehe ein Stäbchen 7% 

5 fest. Auf diesem bewege sich ein anderes Holz, der 
Hebel x4, um einen Stift 9 wie ein Wagebalken auf und 
nieder. Von dem Ende x lasse man eine andere Stange xq 
hinab und lasse sie sich mittels eines Stiftes um x be- 
wegen. Bei u sei sie mit einer Büchse v& versehen, die 

10 (eine gewisse) Schwere besitzt und sich um die Röhre def 
zu legen vermag. Drücken wir nun bei gefülltem Kruge 
das Hebelende A nach unten, so geht die Büchse v& nach 
oben, und sobald diese emporgehoben ist, flielst das in 
dem Kruge enthaltene Wasser durch die Röhre 0ef$ nach 

15 aufsen. Lassen wir dagegen das Ende A los, so fällt die 
Büchse nieder und legt sich um die Röhre de£!), und 
die in der Büchse enthaltene Luft unterbricht, da sie 
keinen Ausweg hat, den Zusammenhang der Flüssigkeit, 
welche die Röhre ds& rings umgiebt, und verhindert den 

20 Ausflufs durch die Mündung d. Erst wenn wir das 
Ende A wieder niederdrücken, beginnt der Ausflufs durch 
den Hahn von neuem. 


XIII. 


Ein Trinkhorn anzufertigen, dafs die Flüssigkeit Der 
25 beim Entleeren des Trinkhorns erst nach einem Glas- ea Eu 
aufsatze geht und gehoben wird. Und 5op 
Es sei ein Trinkhorn «fy (Fig. 57a und 57b) durch 
den Deckel às geschlossen. Von de sollen zwei Röhren $$ 
und $« ausgehen, von denen $n nach aufsen?), 9x nach 
30 innen führe. Diese Röhren fasse ein Glasaufsatz uv 
ein. Der Deckel sei aufserhalb des Glasaufsatzes mit 


1) Nach b lautet das Folgende: “und verschliefst sie, dafs 
sie zu fliefsen aufhört. Erst wenn wir u. s. w.". 
2) Nach b: ‘aus dem Boden des Trinkhorns heraus’. 


236 .HP9NOZ AAEEANAPEQ2£ TIINETMATIKREN BG 5| 


Deu« r0 MN. E00 08 TO Enipodyuarı éx Tod deAlvov 
dıavdyıov TO A, Óv ob tOÓcog éyyvOdosro. MANOW- 
Ücvrog oov Tod 6vrod Ou TOD ElonuEsvov Ówi«vy(ov, 
GvuzxAnoo0osr«L xci 6 
OK coAnv' xci éyyvvo- 
WEVOV ToO ÖYOOD, T000- 
avapyoeraı eig TO &£AL- 
vov, Qore Oi& Tod ZH 
GoAijvog sig TO EXTOG &ve- 
q9j6svow* xev Eoraı, ol- 
qgorvog xu«uacoAov viu, 
ov v0 uiv &£A«GGov axéAoc 
to OK, vo 0$ usitov c 
ZH. i0 à) éxvoztcaevot 
T0. £v TO QurQ. Oygoov 
roooa@veßeivov sig c0 
víAwov Erideun.  moó- 





\ \ 2 ? M 
TE00v O8? TÜV £v AUTO 
&£oo émiGz Gero, (La TO 
xovqóregov Eivaı ToU OygoU. sig Ó vov xevoUusvov 20 
tod dEgog vózov TO Oygoóv &vof«AAÓóusvov qgoviQosceL 
EN € , , / ‘ \ [4 \ 
x«i. TQ Win Page xarapepousvov' NEIL quoiw yo 
aÜTO N qog& sig TO (vo uégog yiverat. 


béAvov Enideun vó MN &xguBGg mTmouoouévov xol Eoreyvo- 
u£vov TQ QvtQ. dia de Tod veAlvov Erideunrog nal TOD 25 
erıpodyuaros xo9c(o0o Gov 6 EO, OU ob To 0oo 
Eyywämoeren.  mAmooOtvroc oUv Tod QvroU Oi TOD oio TOv 
coàÀivoc, evumAnoo9150:re. xol 0 OK cov, xol moocova- 
Bjoeraı di cOroU eig To VElıvov émíOsua, Bote xol dia 
too ZH, owAivog Eis r0 Exrög. Enyvänoeraı' Hal Foro, 30 
Gípovog KaumvAov Tas, oU TO uiv fÀeGgov cxéAoc Eoraı 
ro OK, zo dE usifov 10 ZH. 





15 


20 


DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II 237 


einem Luftloche & (Fig. 57a)!) versehen, durch welches 
Wasser eingegossen wird.) Wenn nun das Trinkhorn 
durch: das erwähnte Luftloch?) gefüllt wird, so füllt sich 


auch die Röhre 9. mit, und die. eingegossene Flüssigkeit 


steigt?) in den Glasaufsatz, so 
dafs sie durch die Röhre & 
nach aufsen gelangt. Man 
bekommt so die Einrichtung 
eines gebogenen Hebers, dessen 
kürzerer Schenkel 9x, dessen 
längerer &n ist. . Deshalb 
wird also der letztere die im 
Trinkhorn enthaltene Flüssig- 
keit, welche in den Glas- 
Fig. 57b. aufsatz steigt, anziehen. Zu- 
vor zieht er aber die hierin 
enthaltene Luft an, weil sie leichter ist als die Flüssigkeit. 
Daís aber die Flüssigkeit in den luftverdünnten Raum 
aufsteigt.und infolge ihrer eigenen Schwere sich wieder 
abwürts bewegt, kann man deutlich sehen. Ihre Aufwürts- 
bewegung ist freilich nicht natürlich. 


1) Vgl. auch die handschriftl. Fig. 57c in den Prolegomena. 

2) Statt dessen b: 'Diese Róhre fasse ein Glasaufsatz uv 
(Fig. 57b) ein, der mit dem Trinkhorn genau verpafst und 
verkittet. sei. Durch. den Glasaufsatz und den Deckel lasse 
man eine hóhre £o gehen, durch welche das Wasser ein- 
gegossen wird.’ 

3) Nach b: “durch solche Röhre’. 

4) Zusatz in b: 'durch sie’. Es fehlen in b die Worte 
‘die eingegossene Flüssigkeit’. 








1 ix a: f. Euzög. cf. p. 238, 14 12 f, on&tog (fevaw). 
ef. lin. 81 13 «9 T,, corr. T, 17—18 zooregov A, G,T,: 
nodbs Amg.G,T; 20 rsvovVusvov G,: xıvovusvov AG,T 21—22 


yavnosıcı ... narapeodusvov om. G,, add. G, (xnemopeg. G,) 
14 attrahetur (= Emiondohmoerar) L 20 0$ CP: om. B 


23 N eis v0 &vo u£oog ylvercı qooc tr. b 24—25 f. cv»- 
EOTEYVOWEVOV 29 f. «oro (To oygóv» 31 Zoreı om. P 


2598  HP9NOZ AAEZANAPEQSZ IINETMATIKO9N B. 


T 


XIV. 

"Eotı Óà xol (AAo xe«vacxeó«cue, Ev Q bygov &va- 
peostaı vofuc xci uEve, Gove del mooo«vofoivov 
bo&odaı. 

"Eovo rıg Bdoıs n AB oTeyvn) navrodev Öıdpoayuc 
&yovoa v0 I, o£Awov ÖE émíOsue xvAwÜOQuxOv TO 
EZ xal «ro cvtyvóv zvroüsv: Ev 08$ vrQ EZ ém- 
Heuarı coAqv ovo 0 HO d&xéyov dno ig ovéyug 
c0roU Boayv, ovvreronusvog Ó$ v TA Öiepodyuarı. 
&vegog 0$ owAnv 6 KA cvv- 
verg(o9c0 uiv TO Eripodyuatı 
is Bdosws, dneyero bt dd voU 
Ó.«pocyuerog Bocyv. Eorw à? 
x«i Tjj Bios. éxvóg Tod beAlvov 
enıdeuatog dal m M, dv ns 
zAqoot01:0 70 AA ayyeiov. 
éyévo) 0e xoi nm AB foie x00v- 
vov ao  «Urov vov zvQusva, Fig. 58a. 


a 238, 5—242, 7 "Eovo vic Bácio ... dia vg M omg 
— b 238,20— 242, 21:"Eovo rıs Báciwe 7j AB Gveyvi] máv- 
Todev Oiégoeyue Eyovoa ro TA‘ ofMvov de imíOsue Foro 
»vAıvögırdv En’ aürijg cvveoreyvouétvov aivij Kopahög ro EZ. 
ev àà và EZ Emideuar cov Eorm 6 HO üméyov dm 
vg GrÉyqe eU)roU Powyb, Gvvrevomuévog (de) ro IA Oia- 
podyuazı. Eregog OE Gov 6 KA cvvvevoo0Q àv rij 
oreyn Tác Báceos, core] éco) 0i And Tod Óveqodyuoroc Boe. 
£ovo Ói el vij Bdosı Enrög Tod Verlvov Erideuarog omi, 3 
M, ài ns nAmowdrnosras To AA &yysiov. dyfvo de xol 7 


^» 


2 x«l om. T,, add. T, 7 16 A,GT: c0 A 1—8 Emı- 
»Euarı A,GT,: Emideue A, Ts 12. ENENETO T. &zéyov AG 


16 «à 6, T. o f BE 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 239 


XIV. 


Es giebt noch eine andere Vorrichtung, in welcher Der saugende 
eine Flüssigkeit allmühlich nach oben steigt und rbd. 
(dort) bleibt, so daís man eine stetige Aufwärts- 

5 bewegung sieht. 

Eine Basis «B (Fig. 58) sei von allen Seiten ge- 
schlossen und mit einer Scheidewand yd versehen. Ferner 
seil) ef ein 
Glascylinder 
(cylindri- 
scher Glas- 
aufsatz), der 
gleichfalls 
auf allen Sei- 
ten luftdicht 
verschlossen 
sei.?) In dem 
.Aufsatze s£ 
reiche eine 
Röhren fast 
an die Decke, 
sei aber auch 
durch die 

Scheidewand yó gebohrt. Eine andere Röhre «x4 durch- 
25 schneide den Deckel?) der Basis und reiche fast bis an die 
Scheidewand. Aufserdem habe die Basis aufserhalb des 
Glascylinders eine Öffnung u, durch welche die Kammer «6 
zu füllen ist.) Dicht am Boden sei ferner die Basis «ß 





1) Nach b: ‘Ferner stehe auf der Basis ein cylindrischer 
Glasaufsatz e£. 

2) Nach b: ‘der in die Basis fest eingekittet sei’. 

3) Nach b: “die Decke’. 

4) Nach b: ‘gefüllt wird’. 


22 £y" CP: ön’ BL 23—25 coÀnv ... Öiapodyuarı 
om. P 24 cvvvevonuévov B ö& inserui 28 7j CP: om. B 


240 HPR2NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN B\ | 5:0 


e 


205 v0v N. £&6vro Ö8 xci | Ereoog GoAQqv 6 JO ovvreron- 
u£vog uiv TO dıapodyuarı, &zméyov 0s and Tijg Bdoswg 
Boayv, 07 ob zAugo910svo, To IB Gyysiov. xe«va- 
Anpdevros ovv Tod N a 6 &v v I'B ang ErY@- 
orjosı did tod HO xal tod KA xci riis M ózijg eig .5 
to. éxvóg. ÜÓv«v oov zAqoo9$ v0 IB &yysiov, wAnoo- 
óousv x«i ro AA Oi ig M ómiüg 6 yàg Ev «oTO 
imo dıa Tijg Ózmijg Erywonjos. éiàv ov àgusv vóv N 
xoovvov Qésv, tig TOv xcvovusvov Tod I'B cózxov 6 
NE. éx Tod vsA(vov émi9£uovog usveyconosu ÖLE TOD 10 
HO coAijvog: eig Ó$ vov xsvosusvov voUrov vóxov éx 
tod AL &yysiov $0oQ Moooaveßioere dia Tod KA 
coAivog. " xcAuv Ó& eig TOV xsvoUusvov T6rov Tod. AA 
&yystov 6 ano dıa vijo M ózijg magsıoeiedoeraı' nal 
rodro KEoraı), üyoıs Qv zA«oco9j vo o£ALvoV Eridreun. 15 


AB ácig xgovvüv mag abrov rv nudueve vóv N. oro 
de xaL Ereoog GoAqv 0 SO Suvrergmuevog vjj TE OTEyN Hal 
To dinpgapparı ng Pdoews, mega de vlc Ovéync Bees, 
do mno ose to I'B cy yelov. sevo évrog 0Uv 
od N xgovvoU, 6 iv và I'B ang Exywonosı Out ve voi 20 
OH xoi vobU KA xol Eu tig M mig sig To Éxróg. 
zÀnoocouev Ói xoi ro AA dia ig M mie, v00 év e)rÓ 
&ígog Exywonoavrog Ói& Tod II diavylov, O0 uer& viv mAd- 
ooGu Gnoqoátousv. Liv ovv dpßusv vóv N xgovvóv Qéav, 
eig. TovVv xevoUucevov tod I'B rómov 6 qo 8% Tod Veilvov $5 
EruudEuarog weraywonos dia Tod HO coMjvog' sig de TovV 
xtvoUusvov ToU Vellvov Tonov And od AA dyyslov To 
üyobv moocavaßnsereı Óux vo) AK cwAnvog. denosı obv 





108° AG: NT 2 f. ázxà (vov mvüuévoc) 5 vob KA 
scripsi: zig «A a 6—7 mÀnoócousv AG: mxAnococousv T 
9 y G 11 rózov cvo?rov ir. T 14 rüs w ómijg A,G;: 


i 


1 


2 


ex 


e 


5 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 241 


mit einem Ausflufsrohre v versehen. Eine andere Róhre £o 
gehe schliefslich durch die Scheidewand und reiche fast 
bis auf den Boden der Basis.) Diese Röhre dient zum 
Füllen der Kammer „ß. Hält man nun das Ausflufsrohr v 
zu, so entweicht die in yß enthaltene Luft durch 78°), 
durch xà und endlich durch die Öffnung u nach aulsen. 
Wenn die Kammer yß nun voll ist, so wollen wir auch 
«d durch die Öffnung u füllen. Die in der Kammer «à 
enthaltene Luft kann nämlich durch dieselbe Öffnung ent- 
weichen. Lassen wir nun das Ausflufsrohr v fliefsen, so 
wandert die Luft aus dem Glasaufsatze durch die Röhre 49 
in den leer werdenden Raum von yß. Dann steigt in den 
luftverdünnten Raum des Glascylinders aus der Kammer «d 
Wasser durch die Röhre x4?) empor. Dagegen tritt in 
das in der Kammer «d_ entstehende Vakuum die Luft 
dureh: die Öffnung ‘u. Dieser Vorgang - wiederholt‘ sich 
so lange, bis der Glasaufsatz gefüllt ist.*) Die Räume 


à 7—10 Wenn... entweichen = b 18—21: Wir werden 
ferner «à durch die Öffnung u füllen, indem die darin ent- 
haltene Luft durch das Luftloch z (Fig. 58 a) entweicht, welches 
wir nach der Füllung verstopfen. 


1) Nach b: “Eine andere Röhre £o gehe schliefslich durch 
die Decke und die Scheidewand der Basis und habe von der 
Decke (so die Handschriften, richtiger wohl ‘dem Boden’) nur 
wenig Abstand (Fig. 58a).’ 

2) Besser b: 9. 

3) Besser b: Ax. 

.4) Zeile 14—17 “Dagegen ... gefüllt ist? fehlt in b. 


ToU wu vovziueros T (Tevamuarosg etiam A,G, in margine) 
15 Zoraı ins. Haasius in schedis Schoenianis 


17 re om. f 18 0$ om. P oreyng Spurium. cf. lin. 2 

21 nal &rı ... &urög: et adhue in foramen exterius L 21—22 
eis .. . Ómxijg iterant CP 23 II scripsi secundum figuras 
codicum BC: .p- L: & b (in textu) 24 &zogoc£ousv scripsi, 
obturabimus L: &vogoctousv b 27 vózov P 28 ob» ex 
ó& corr. P 


Heronis op. vol L ed. Schmidt. 16 


242  HP9NOZ AAERANAPE2Z IINETMATIKS9N B. 


dejosı 0b và AA, TB, EZ xopijuavo loo sive, Üzcg 
eis (AAmA« uevoyooí) 6 ve AN x«l To Oypóv. ÜOvcv Ói 
xtvoOj to I'B &yysiov x«i Ówxova9j 1) v00 &£pog Gvv- 
&yeLX, Tzw4ALV xoveveyOnjoevu, ix Tod vsA(vov UÓcQ sic 
T0 AA dyyslov, TOO &£pog wereycopoobDvrog did Tod N 5 
xpovvoU xal Tod HO coAivog sig To vEeAıvov Erideun' 

6 08 iv và ATI dno Enywgiosı dıa tig M Oz. 


XV. 

Eig Evıa Godıa Eupvondevra did Tod orduarog di 
érégov vómov (0co Eumvriteı‘ oiov dàv Ziervgionog 10 
&oxóv KETEYN, Hd ToO KR PETUTLOUN NEM 

"Eovo oig oreyven n ABI, iq Ns Enınelodo 
v0. £9óLov, x«i did Tod oTöucrog Tod Éfoóíov GoAQv 
dinodn 6 EZ ovvreronusvog cj Pdosı xol Eywv 
vzoxt(usvov Aatvoudtıov v0 HO émipoéocov to Z15 
rojue Tod GcoA6Qvog xci c&veyóuevov bad zsgovíov 
AwAvudtın £yóvrovV TOOg TO UMKETL £xzímvsuv TO 
riervoudtıov. | Ersoog 0$ coAqv 6 KA dıa rig Pdoswg 
0.0090, ob rd uiv K &x00v T000xEloFn vQ ..., ÓV 
ov BovAdusda TO UOcQ Eunvriteode. To Ób A dmsyévo 20 
:à AA, TB, (EZ» dieyworuare loo elvaı GAMjAotg, Omas 
eis Alma weraywofi 0 TE UNE xol TO Üyoov. rev ÖE 


‚nevodn 10 L'B. &yysiov xal dieoradn 7 Tod dEgog Ovvezee, 


nchıv Harsveydnoereı ix Tod Vehlvov TO Dong Eis ro AA 
&yysiov, TOD Gégog ueroyoo15ccvrog Ói& tod N xoovvoU zul 25 
voU HO owAnjvog eig To VElıvov émíOsuo" 6 de iv và AA 
NE Enywonos Ou tig M mie. 


3 dıeoraesn; AGT,: evo; T 7: 7 91€ Rochas 9 Eu- 

pvondevre AGT,: QwigvenDivco T 19 mooxetoQo G 

f. to (rózo». "cf. lin. 10. p. 254, 6: và oröuearı Tod &cx*09 
Paris. 2519, Voss. 19 m. 2 20 BovAbusda ÉL 


1 


2 


a 


0 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 943 


ad, yß, e£ müssen!) gleich sein, damit die Luft und die 
Flüssigkeit ihre Plätze gegenseitig wechseln können. 
Wenn die Kammer yß sich entleert hat und der Zu- 
sammenhang der Luft (mit dem ausströmenden Wasser) 
unterbrochen ist, so fliefst das Wasser aus dem Glas- 
cylinder wieder in die Kammer «d hinunter. Denn die 
(atmosphärische) Luft dringt durch das Ausflufsrohr v 
und die Röhre n% in den Glascylinder, während die in 
ad enthaltene Luft durch die Öffnung u entweicht. 


XV. 


Blasen wir bei manchen Figuren in den Mund, Ein Heronsball. 
Fig.59 und 59a. 


So bewirkt dies an einer andern Stelle ein Hervor- 
sprudeln von Wasser. Wenn z. B. ein kleiner Satyr einen 
Schlauch hält, so soll ein Wasserstrahl aus dem Schlauche 
hervorspritzen. 

Es sei «70 (Fig. 59) eine geschlossene Basis, auf 
welcher die Figur stehe. Durch ihren Mund stecke man 
eine Röhre sf. Diese münde in die Basis und habe ein 
Ventil 7% (Platysmation, Plüttchen) unter sich, welches 
die Röhrenmündung £ verschliefse und von Stiften mit 
Haken (Kolymatia, Hemmungen) festgehalten werde, damit 
das Plättchen nicht abfällt. Durch die Basis stecke man 
eine andere Röhre x4, deren Ende x an der Stelle?) an- 
zubringen ist, aus welcher das Wasser hervorsprudeln soll. 


1) Zusatz in b: “einander”. 
2) Die Worte “an der Stelle’ sind nach Vermutung über- 
setzt, da der griechische Text hier lückenhaft ist. 





9 £oóiw aBP: £àc C EupvonPevra: ÓwqvconQivra CP: 
gvonüévvo B 10 éwmvvítev. ab: expuitur L éàv aBC: 
à» P 12 Enınelo®o a: £ovquévo b: stent animalia L 13 zo 
om. BP 17 unn&rı a: un bL 20 Bovióust« B 21 EZ 
inserui: om. bL f. yoonuare (dı& ex ££ depravato) 24 x ó 
CP: «8 BL 

16* 


944  HP9NOZ AAEEANAPEQ9XZ IINETMATIK9N B. 


Tod zvQu£vog 0cov ÜOcr. Óutgovow. vo dE K üxoov 
«UroU iyévo oumoıoudtıov, bl ob &zxoxAcsuoOjosvor TO 
K orduov «roO Aszvóv Ozdoyov. Eyyeovreg ovv sig 

\ / \ ls \ / 2 m e \ M 
viv Bao zxocóv Oygov Ói& vwvog Ózijg, Tv uevà nV 
Eyyvoıv | &zooveyvoGousv, éàv dmonheioavregs TO K 5 








7 


Fig. 59. 


GróuLov Eupvorowusv did tod EZ GoA(vog deon, 6 
Eupvondels ANNE MaEWOE TO NARTVOULTLOV Kal KUTEVE- 
xdnjoeraı elg viv Bao, xoi TOVToV zAsovdxi yıvousvov 
uhndmoereı 6 Ev «jj Pdosı ano xci dmondeiosı TO 
nArtvoudtıov. AVOLYPEVTOS 00V voU GUMELOUKTOg, wer’ 10 
6Alyov qoóvov 6 muAmdeis ano éxOAUsu TO Ev rij 
Baosı oygóv did Tod K oToulov uevà noAANg Bias, 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II, 245 


Das Ende A reiche so weit nach dem Boden hin, als für 
den Durchflufs von Wasser erforderlich ist. Das Ende x 
sei mit einem kleinen Hahne (Smerisma!), Fig. 59a) ver- 
sehen, mit dem man die enge Mündung x verschliefsen 
5 kann. Wenn wir nun in die Basis eine beliebige Menge 
Flüssigkeit durch eine Öffnung giefsen, 
die wir nach dem Eingie/fsen zustopfen, 
wenn wir dann die Mündung x ver- 
schliefsen und durch die Röhre e£ 
Luft einblasen, so stölst. die einge- 
blasene Luft das Ventil fort (nach 
Fig. 59a. unten) und dringt in die Basis, und 
wenn sich dieser Vorgang öfter wieder- 
holt, wird die Luft in der Basis komprimiert und ver- 
15 schliefst das Ventil. Öffnet man nun den Hahn (Smerisma), 
so wird nach kurzer Zeit die komprimierte Luft die in 
der Basis enthaltene Flüssigkeit mit starkem Drucke 
durch die Mündung x pressen, bis entweder die ganze 
Flüssigkeit ausgespritzt ist oder?) die Luft ihre natür- 
20 liche Ausdehnung wiedergewonnen hat, d. h. wenn ihre 
Verdichtung?) aufhört. 








1) S. S. 55. 229, 4. 251,9. 

2) In den Handschriften steht “und? statt “oder’. 

3) Die Verdichtung hört natürlich auch auf, wenn alles 
Wasser ausgespritzt ist. Sie kann aber schon vorher durch 
Öffnen von s ihr Ende finden. 


2—3 £yévo ... «)ro0 om. T,, add. T, 3 yyeovreg M: 
&yovreg a: f. Eyyeavres 7 «ne om. T,, add. T, 


2 aözoö om. bL 3 Eyyeovrss: Eyydoousv BC: iyyocousv 

P: infundemus L 4 zocóv om. bL rn» (ante Zygvoiw) om. P 

5 éàv oov bL 7—10 xol wersveyünjcsvoaL ... vÓ mÀaTv- 
oucztıov om. bL 10 ro? cwnoícuorog à: rovrov bL 


20 


{I 


.246 .HP2NOZ AAESANAPERZ INETMATIK2N B. 


&youg Qv Aroı zv ExnvrodN v0 ©yoov x«l Ó ano 
sig viv Hark qovw vd£uv xovaGru0;, vovréóruw OTav 
zíAqow Ev Envr® unxerı Eym. 


XVI. 

"Evi à& &yysio xov &pxyóg iyyvOcvrog ToU vygob 
Qésv OwvAs(uuevog Ob yevouévov oUxér, Qésu Pyyvvo- 
u£vov Tod $y9oob, (you Óv Tuícovg yévqvou xol Tore 
&oyeraı Qéeuv* ÓwxAs(uuoTog ÖE yevouévov obxéri Qécu, 
(xoig &v zAnoo91;. 

"Eévo yàg dyysiov vo AB £yov Ev Eavro Toeig 
xeumdAovg Gípoveg vovg I, I, E xsxovuuévovg év 
vij ydoroa, Gv và uiv fFvsge ox£A Mods TO zvOu£vi 
&óvo ToU Kyyslov, và Ó& Fvsgo ÉxvOg gegévo sig xoov- 
vovg OLsoxsvcGuéve. Toig 08 é£xvóg üxgoug brav 
z9o6xs(ó0c Ayysie và Z, H, ©, @v oi zvOyuéveg 
&z&eyévoGcv And TOv Grouíov 0Gov Üdarı ÖLdogvaınv. 
zvre 08 zegueuAdg9ooav évéoo Gyysío xogdzso Bost 
jj KAMN xgovvóv éyoong vóv 9. xoi 6 | uiv T 
O,e[hjvgg vQv xvovróvqra éyéro moüg cbr vÀ mvduerı, 
0 0$ I mgóg To Tuícsu Tod Uwyovg tod AB &yysíov, 
ó 0à E meg wabrdv vOv TodynAov. éàv obv éyyéoyusv 
vdwo sig ro AB &yysiov, xev c&oyàüg uiv HEVoeı OLG 








iro. AGT,: om. T, xol ab: f. 9 21 éygéousv: 
&y is uiv T,, corr. T: 


1 7o. om. bL 3 avrà b 6—7 éyyvvouévov Tod 
öyood om. L 8 wahıv Gy eva b (deyssdau E iterum. in- 
cipiunt L 12 ydorgx a: xoulg vov &yysiov bL 14 abróv 


om. CP 15 dyyeia à: dyysldıa bL 16 orouiwv vàÀv cohr- 
vov bL 19 zv)uévu abl: zvüuév. Tod &yyelov b 20 ó 
02 ... &yysiov om. P 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 247 


XVI. 


Manche Gefälse lassen gleich zu Anfang, sobald Intermittieren- 
der Ausflufs 


die Flüssigkeit eingegossen ist, sie (wieder) &àUS- aus einem Ge- 
strömen, fliefsen aber nicht mehr, wenn man das re mit drei 
5 Eingiefsen unterbricht, selbst wenn man es (darauf) Hebern. 


fortsetzt. Vielmehr beginnt der Ausflufs (erst wieder), Ww 





Fig. 60. 


wenn die Gefüfse bis zur Hälfte gefüllt sind. Tritt (noch- 
mals) eine Unterbrechung ein, so hóren sie so lange auf, 


bis sie ganz voll sind. 
10 Ein Gefüís «ß (Fig. 60) enthalte drei in seinem 
Bauche!) versteckt angebrachte, gebogene Heber y, ó, s. 


1) Nach b: ‘in der Gefälshöhlung’. 


248  HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN B. 


tod I' Ówefhjvov, émsímsQ N xVoTöTNg abTod zog TO 
zvOu£v, Eoriv‘ éàv 68 ÓwuA(mOusv, KEVONNEETKL uiv 
v0 Ooygóv TO éyqvOiv did vro0 A xgovvobD, r0 Óà Z 
&yytiov naralsıpdmjoeraı zAWosg UOcrog: TO Ói Aouxov 
tod I’ olpwvog uéoog Eoraı &éoog mAijoeg. Üvav oUv 
4 5 / \ e , ’ / \ m 
akıv émvwyéousv TO Oygóv, oo opos; Óuà tod I' 
Gípovog dıd TO dega sivau. Ev và I' oipwvı usroto 
Tod TE éyyvvouévov x«i Tod iv TO Z üyysío VO«rosg. 
noooeveßiosreı ovv TO Oygóv you Tí tod A Oua- 
fnivov xeuziüg. dug zQ0g TO Nulocı weoeı éoví. el 
tote üoxev«u Q&ewv. OwcAs(uuovrog Ó& ysvouévou zdAuv 
v0 «r0 Gvu[hjosvet, 6 x«i ixi Tod I' sigqvou. và Ó' 
work xci Ent tod E dıaßitov vosícOc. Hdenası Ób TO 
Eyyvvdusvov vygóv mqoéu« &éyyóvew zog TO un Uno 
- , 24 M A H n m 
tüs Pius ErdAıßrvar vov Evamoicußevdusvov Ev Toig 
GípoGuv KEOR. 

a 5—16 örav ovv ... &éga = b 17—28: Orev oov 
zÀuv ém&yyfoOutv TO v»yoóv, s q01jost dıc roO I' olpwvog 
dia To Tov Ev vr D' cipavı ad un dvvaodaı eie Oei did 
Tod mooc To T ayyelm  Grouíov meggaoyuévov Üvrog Oro 
tod iv và aüra Z ayyelo Üdarog. ngooavaßosre 00V TO 
$ygóv yo. Tijg Tod A dıiaßmrov xauniig, Ärıg mQóg To 
nulosı wegsı Tod Ayyelov Eori' nal Tore oberen Qéswv' Óia- 
Asiuuarog ÖE vysvouévov hy To aurd ovußnosran, 0 xol 
imi tod I eionreı. và 6° aöra xol imi od E diaßnrov 
" vostíoOo. demosı Ói TO éyyvvóusvov OOo Totue Eyybveiv 
790g TO um 0x0 rg Opodoornrogs xol ig Bias éxOlBscOon: 
rov Ev Toig GÀÀoig Gígociv foa. 





2 ‚Iıakeinouev T 3 &£ Ab: Lo 6 imufouev AG: 
E ju éneyyéousv zdAw TO oyoóv tr. T 1808 GT: 
om 


21 &yysío P: &yystov BC 22 4 om.L 26 oportet L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 249 


Die einen Schenkel derselben sollen nahe dem Boden des 
Gefüfses liegen, die andern in Gestalt von Ausflufsróhren 
nach aufsen führen. An ihren äufseren Enden seien die 
Gefüfse?) £, n, 9 aufgestellt, deren Böden von den Mün- 
5 dungen?) nur so viel Abstand haben sollen, als nótig ist, 
um Wasser durchfliefsen zu lassen. Sämtliche kleinere 
Gefälse seien von einem anderen Gefüfse (Behälter) «Auv 
umschlossen, das gleichsam als Basis dient und mit einem 
Ausflufsrohre & versehen ist. Die Krümmung des Hebers y 
10 liege unmittelbar am Boden?), die von à in halber Höhe 
des Gefüfses «f, die von s dicht am Halse. Giefsen wir 
nun Wasser in das Gefäls «ß, so fliefst es anfangs durch 
den Heber y, da dessen Krümmung nahe dem Boden 
liegt. Unterbrechen wir das Eingiefsen, so fliefst das ein- 
15 gegossene Wasser durch das Ausflufsrohr $ ab. Das Ge- 
fäls € wird jedoch voll Wasser bleiben, während der 
übrige Teil des Hebers y voll Luft sein wird. Wenn 
wir nun wieder Flüssigkeit zugiefsen, so geht sie nicht 
dureh den Heber y, weil in diesem zwischen der einge- 
»0 gossenen Flüssigkeit und dem Wasser im Gefüfse $ sich 
Luft befindet.) Die Flüssigkeit wird also bis zur 
Krümmung des Hebers ó steigen, welche in halber Höhe?) 
liegt, und dann beginnt der Ausflufs (von neuem). Tritt 
abermals eine Unterbrechung ein, so wiederholt sich der- 
25 selbe Vorgang, wie er bei y beschrieben ist. Auch bei 
dem Heber s hat .man sich die Vorgänge ebenso zu 
denken. Das Wasser, welches zum Eingiefsen bestimmt 
ist, mufs man langsam eingiefsen, auf dafs nicht infolge 


1) Nach b: “kleine Gefáfse'. 
2) Zusatz in b: “der Röhren’. 
. 8) Zusatz in b: “des Gefälses’. 

4) Nach b: 'Giefsen wir nun wieder die Flüssigkeit zu, so 
geht sie nicht durch den Heber y, weil die in diesem enthaltene 
Luft nicht durch dessen Mündung bei (= in) dem Gefäfse & 
entweichen kann. Denn die Mündung ist durch das in dem- 
selben Gefälse & enthaltene Wasser verschlossen.’ 

5) Zusatz in b: ‘des Gefälses’. 


20 


oo 


250 | HP29NOX AAEEZANAPEQ9)X IINEYTMATIKS$N B. 


XVII. 
2ZxU«g xoroGxev) tig üvev zvgog &xL6zOu£Vwug. 
"Eévo cwe *X ABI, ovx eidıoraı yivsodaı To 

oyruerı, Óucqocyuc uwécov Eyovoa v0 Zl E" dia Ób vo0 

zv9u£vos oujoroua ÓvucG9c0, o5 6 uiv Eurög wbAlanog 5 
ovo 6 ZH, ó Ö8 
évvóg 0 O K. ovroı 
ÖE EYETWORV xa«- 
toAAnAe TonuaTe 
TG A, M &xrös 
Övra Tig GjxU«g: 
Trà 0b évróg cvv 
ordula  &vegyóce 
&oto' tod d& OK 
TO é£xróg émume- 
qocxy9c xoci émi- 
tóviov EYETO. éovo 
0$ xol ozo v0 A4 E 
ÖLd|pgRyuc oungı- 
Guo vo NE Ouoıov 
TQ no0g TO zxv9- 





uevı eigquévo. và 
uevroı xardAAmie ToucTc Eis TO Evrog Tijg Gixvag 


. wE0og <EoTw) xol Ovvreronusve v IE Ödiapodyuerı. 
 tOoUrOv ON KETLOKEVAOPEVTWV éxiovoeqéot o và Errıtövie 25 


vOv GuuouGuérov, HOTE v& uiv Ev v zvOu£vi TonuaTe 
xcviAAmAe xeiodaı, và Ói 0x0 TO Óidkqouyue zeguá- 
Aayevarı xci GzoxsxAsio0ot. Tod AT oc cyysíov 


à 250, 28—252,14 vob AI’ (go &yyetov ... nahoüuev — 
b 250, 30—252, 31: vob AT’ &ga &yyeíov mAwoovg Üvrog 30 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 251 


ungestümen!) Eingiefsens die in den?) Hebern enthaltene 
Luft hinausgetrieben wird.?) 


XVII. 
Anfertigung eines Schrüpfkopfes, der ohne Er- Der kalte 
t . Schröpfkopf. 
5 wärmung anzieht. Fig. 61. 


Es sei oy (Fig. 61) ein Schröpfkopf von ge- 
wöhnlicher Form mit einer Scheidewand de in der Mitte. 
Durch den Boden stecke man eine Rohrverschleifung 
(Smerisma)*), deren üufsere Hülse £4, deren innere Röhre 

10 9% sei. Diese Röhren sollen aufserhalb des Schrópfkopfes 
einander entsprechende Löcher A und u haben. Ihre 
inneren Enden seien offen, dagegen das äulsere von 9% 
geschlossen und mit einem Griffe versehen. Ferner sei 
unter der Scheidewand ds ein Ventil (Smerisma) v& an- 

15 gebracht, welches dem erwähnten, am Boden befindlichen 
ähnlich ist. Doch müssen die mit einander korrespon- 
dierenden Löcher in das Innere des Schröpfkopfes führen 
und mit einem Loche in der Scheidewand des in Ver- 
bindung stehen. Hat man nun diese Vorkehrungen ge- 

20 troffen, so drehe man die Griffe der Drehrohre (Smeris- 
mata) derart, dafs die Löcher am Boden einander gegenüber 
zu liegen kommen, während die unter der Scheidewand 
(von einander) abgerückt und verschlossen seien. Man 
kann daher aus der mit Luft gefüllten Kammer dy einen 


1) Nach b: “infolge heftigen und ungestümen’. 

2) Zusatz in b: “übrigen’. 

3) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 60 in den Prolegomena. 

4) Ein als Ventil dienendes, in eine Hülse luftdicht ein- 
geschliffenes, drehbares Rohr, eine Art Hahn. Vgl. auch oben 
S. 55. 229, 4. 245, 3. 








4 oyiuarı AGb: oauerı T 6: Tb: om. AG 1429 AG 
24 £evo b: om. a 
15 có durög: extrinsecum | orificiwm L 25 05: 0i P 
21—238 szapnAAeyévo, a: magndAdydaı b 30 4I'om.L 


959  HP9NO£X AAESANAPERZ IINETMATIKRN B. 


zAoovg Ovrog Gégog, Óvveróv Eorı zxQocOüévra TO 
oröuerı v0 AM Tofu éxwvtijoat vu uégog TOD céposc, 
eita ZG AL. émiovoéiovra v0 éxvcóviov xol un &qsAóvro 
Tod GrÓueTrog TO Guiououe &ysuv NoKLWuEvov TOV Ev 
v& IA üyyeiw deoa. vobro oUv zÀAsovéxig zoioUusv, 


ueyoıs oo zoAUv éxwvtbücousv dEoa. Ensite zoooUcig 


Tjj G«gxi Tiv GiuxÜnv, Gg &8og Eoriv, &voíyo và £v 
to NE ounelouer ronuara OLG Tod Enıroviov. dvay- 
xciov oov Eorıv eig vov Tod Ev và IA dEgog vómov 
ueraywonoal vu uEgog Tod Ev TO AAE dyysio dEoog' 
eis ÓE TOV xsvoUusvov &vri TOÖTOV TÖNOV ENLONKOETAL 
vív TE GéQx« Hal T)v band Tv odoxa UAqv did vív 
Lonıwucrtav Tig 600X0S, à ON dcO9sognrovg zópovg 
| «CA0UUEV. 


XVIII. 
Kal 6 xeAovusvog Ói zvobtAxog did Tadımv cv 
altiev évegyei. 
Kuaraonevdbsrar yàg cA(óxog xoiAog Eruumang 6 


&£poc, Óvveróv Eorı ngoodEvre To OTöueTL r& A,M sunglönere 
Eruwvinoel TL ‚u£gos Tod d£oog, sive mdÀiv EroTgenpavre To 
émiróviov Hal égsióvre Tod oröuarog To ounooua Eysıv 
Tjgewopévov Tv Ev To I4 &yysío &£oe.  roUro ovv mÀso- 
váxig mOLOÜuEV, wergus ob z0ÀUV eruvSnoonev 0EQ0. Erreite 
c:9060évveg TM GeQxL nv omvov, wg P90c Eoriv, &volyousv 

\ ? - b f [4 \ m > , ' 
x& iv và INA ouneloueri ronuare dıc Tod Emıroviov. xol 
2 ? / , \ - é - ? , 2 4 , 
ib Avayang sig Tv Tod Ev vrÀ I ayyeiw ó£gog vOmov 
ueroywonse Ti uégog Tod iv rÀQ AAE Grouío vio cixvac 
&£gog Eis Avanınawoıv voU xevoOtvrog" sig Óà TÜV xsvoU- 
uevov coU Grouíov Gége GvremiomzeGcO0TGtro, TG GoQxóg TE 
uEgog xol N negl Tav odoxe Ax dia rv &oewoucrov Tic 
Gvgxóc, & dm z0govc &ÓXAovg xalsiv elwdaoıv. 


6 Euuvßnoouev T: ixwvt5coutv AG 12 $zó Haase in 


10 


15 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 253 


bestimmten Teil der Luft aussaugen, wenn man das Loch Au) 
an den Mund hält. Dreht man den Griff dann wieder 
um, wobei man das Smerisma nicht vom Munde abzu- 
setzen braucht?), so erhält man in dem Raume yó ver- 
5 dünnte Luft. Dies wiederholt man öfter, bis man eine 
Menge Luft ausgesogen hat. Dann setze ich, wie ge- 
wöhnlich, den Schröpfkopf auf die Haut und öffne mit 
Hilfe des Griffes die in dem Ventile v& befindlichen 
Löcher. Alsdann tritt in den luftverdünnten Raum in 
10 yd notgedrungen ein Teil der in dem Raume «de?) ent- 
haltenen Luft. Zum Ersatz dafür wird der Schröpfkopf 
nach dem entstehenden Vakuum sowohl die Haut als 
auch die darunter liegende Materie durch die Zwischen- 
rüume der Haut, die man unsichtbare Poren nennt, hin- 
15 ziehen.*) 


XVII. 
Auch die Wirksamkeit des sogenannten Eiter- Der Eiterzieher 
ziehers (Pyulkos) beruht auf diesem Prinzipe. ne 


Man fertigt ein längliches, hohles Rohr ef (als 


1) Nach b: ‘die mit einander korrespondierenden Löcher A 
und uw’. 

2) Nach b: “indem man das Smerisma vom Munde absetzt?. 

3) Nach b: “Mündung ade’. 

4) Der letzte Satz lautet in b: “Nach der verdünnten Luft 
in der Mündung wird sowohl ein Teil des Fleisches als auch 
die rings darin liegende Materie durch dessen Zwischenrüume, 
die man gewóhnlich unsichtbare Poren nennt, zum Ersatz 
hingezogen'. 








schedis: oózio à 13 nöoovg AG: vózovg T 18 yàp AG,T: 
de G, xoiiog om. L 


19 và Au oungiouar« bL: f. và (iv vo» AM ounelouarı 
(sorjuaro. cf. lin. 25 20 zod &£ooc om. P 21 émwóviov 
seripsi: intentorium L: nuırövıov b 23 faciamus L 24 ape- 
riamus L 28 óà om. BL 29 Avrenmionaodmostaı CP: &v- 
srionachnoeraı BL 


20 


«o 


954  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N B. 


AB, © £vegog Gvvsounowcuévog 6 IA, ob ro uiv T’ 
&xoov Erınenoudodn Ami: noög de To Zl énivóviov 
&yévo v0 EZ. xoci voU AB Ói abAloxov TO moóg To 
A Gvóuiov éxuxsqoéy9c Asnidı éyovom cvvrevouu£vov 
Aentöv ovolyyıov 10 HO. Örav oov BovAnusdae mbov 5 
KAxswv, mooGOévreg v vómQ, év à | vó mOóv Eorı, td 

(xoov Tod Gvguyyíov, TO O oróutov, éxvozousüe vOv 

TA «A(óxov did Tod émwvovíov sig TO éxvóg WEOOS. 

ysvousvov IN vózov Ev Ta AB «vA(oxo xsvoU, dvayın 

eis vro0rov AAo TL Avrınaraoriivar. N Övrog 00V 10 
&AAov Tóxov N TOO GrÓóuevog Tod GvQuyy(ov, Avayan 
dia cTOUTOV TO mcgoxs(uevov Üyobv ERLIONKOEAODLL. 
nahım oov Ovav Eveocı tı BovAmusde Oyoóv, Euße- 
Aóvrsg abro slg vóv AB cvA(oxov xci xovcAcfóusvor 
v0 EZ ó900vvsg vov D evA(oxov OAíBousv, Üüyoıs 


e 


&v quiv coroig ÖöEn 7| évecug yeveodaı. 


Im 


5 


à 9—16 yevouévov IN ... ysvíécüo, — b 18—25: 
, M E , m ? - $247 - 
yevou£vov OT Tod ronov tod Ev và AB ovMGxo wxsvo, 
&v&yxq eis voUrov GÀÀo Tı GwtuxorocTivet wm Ovrog Ói. 
LÁ '4 ^ m [4 Ll , ? , \ 
&AÀov Tonov N voÜU OGTöuarog Tod Guguyyíov, Avayan OLX 20 
rOUTOU T0 magaxelusvov Öygov Emionaodnvar.  müÀw de 
er 2 P, e ji , 2 , \ e 1 
Orav Eveoaı Ti Oygóv Povimusda, EußeAovreg TO Owoóv sic 
róv AB wülloxov, vóv de TA willionov c900vrg sig Tu 
Evdov tod AB Oihpousv v0 Oyoóv, O0 Euneupdnoeren did 


' 00 HO cvgowytov. 25 


1 f. £regoc (foro, coaptatus sit L 2 cà M, Vind. 120, b: 

To à 5 Povinusda GT: Bovióusüe A zov codd. ut 

infra lin. 6 11 roö AG,T: xoà G, 19 »aransluevov T,, 

corr. T, 13.00v om.T(?) dveoaı a: yo. Evıevaı Par. 2512 

in marg. 13—14 EußaAlovres T 15 yó T,: yß AGT, 
16 0ófy wöroig tr. T 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 255 


Hülse, Fig. 62) mit luftdicht eingeschliffener Röhre yó an, 
deren eines Ende y durch ein Plüttchen geschlossen werde, 
während sie bei Ó mit einem Griffe e£ versehen sei. 
Ferner sei bei « die Öffnung der Hülse «f durch eine 
5 Platte verschlossen, durch welche ein enges Pfeifchen 54$ 
(eine Düse) getrieben ist. Wollen wir nun Eiter heraus- 
ziehen, so halten wir die Spitze der Düse,') die Mün- 
dung 9 an die Stelle, an welcher sich der Eiter befindet, 





und ziehen die Röhre yd mit Hilfe des Griffes nach aufsen. 

10 Dadurch entsteht in der Hülse «ß ein leerer Raum, an 
dessen Stelle etwas anderes treten muís. Da es nun 
keinen anderen Eintrittspunkt giebt als die Mündung der 
Düse, so muís der Eiterzieher durch diese die in der 
Nähe befindliche Flüssigkeit anziehen.?) Wenn wir da- 

15 gegen eine Flüssigkeit einspritzen wollen, so giefsen wir 
sie in die Hülse «p, fassen an e$, stofsen die Röhre yó 
hinein und drücken so lange, bis wir glauben, daís die 
Einspritzung erfolgt sei.?) 


1) Zusatz in b: ‘d.h. 

2) Nach b: 'so wird notgedrungen durch diese die in ihrer 
Nähe befindliche Flüssigkeit aufgesogen?. 

3) Nach b: “und werden auf die Flüssigkeit einen Druck 
ausüben. Diese wird dann durch die Düse 5 9 hinausgeprelst?. 


7 tovzeorı ro 9 b 18 ön BC: d& P: autem L ob Low co 
scripsi: adAlonov b: (in) tubulo L 21 d& om. L 


956  HP9NO£Z AAEZANAPEQ9:X IINETMATIKOSN B. 


XIX. 


"Ayysí(ov Tivog Óvrog zAWoovg oivov x«i xgovvov 
Zyovrog Qéovr«, ÖTav émuyéousv émi vOv vQdyuAov 
«OroU xócQov UOcuroc, oUxév,. ÓviGsro, Ev Ó& Eregov 
xvc0ov éxmwuyfousv, vóvs Qvüosra, xoci «br0g GUv TA 
zooríoo xvc&0g AMroı x«i oi Óvo xo«?oi Tod VO«rog 
EE évígov Ówv0 xgovvàv. xci usrà TO E40EVORL TO 
vdwmo nahm 6 oivog éx TOD uéGov xgovvob Qvácstau 
xci rodro Eoraı, ÓGcxig üv émwysóusvog éxgvi;. 

"Eovo vi G&yysiov v0 AB yov zegi vóv zvOyuéve 
xgovrvov TOv I xci Owsgoéy9c Tov Todymikov To 
AE Öiegpocdyuarı' ix 08. Tod Ovwgocyuorog coAQv 
&vovswvévo 6 ZH, zsgl Ov &£vegog zeQuxs(oU o iméyov 
end Tod Óv«godcyuorog 0cov Vbatı HL«OEVOLW, xoddzso 


2 M ^ 


ent vÀÓv nvırröv ÓOwqvov. i600 Ó$ xci Fvrspog 


? m 

a 2—9 Ayyelov vwög ... éxovij — b 17—24: 
2 
Ayyslov Ovrog nAngovs olvov xol xoovvóv FZyovroc ófovre, 
er / 7 , 
OTav é£yyéousv émi vOv Tocyuiov wvo90v Q0orog, oUxér, 
e , . ^ \ er , ? , » e , 
Quijoevo," iàv Óà frsgov wóoO0v imwousv, TOTE Qvidctro: 
xol ceUr0g GUv TQ mQoríoo Hvddm dro. Öuod xol ol Óvo 
#Vad0ı Tod Vdarog EE frégov IVO xgovvüv. xol usv& TO 

u 5 ^— — 
Engsdocı TO dÓco mÀuv Ö olvog ix Tod uéícov xgovvot 
Goferan Ofewv' wol voro yevjocraı, OGdxig àv TEOLIEWUEHE, 
BR NUCTN [4 er c 3 2 - 
&cr Qv ÖmAovörı 0Àog 0 oivog éxovij. 


3 émuéousv AGT,: éyyéouev T,. similiterlin.5 4 oó- 
tod A,GT: om. A, 9 f. óccxig àv (0 wooS0g» énvuysóusvog. 
cf. p. 260, 3 íxovjj scripsi: éxofj AG: éxoer T 10 zeet: 
f. ragà. cf. 226, 15. 238, 18 


13 Avarsıyera aB: avarsıvgodo CP: extendatur L 14 
dicppvcıw tiva, b 20 nroı: hoc est (simul) L 21 xdadoı 
om. P 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 257 


XIX. 


Ein Gefüís sei voll Wein und mit einem Aus-  Wechselnder 
flufsrohr versehen, das fliefst.  Giefsen wir einen ists 
Becher (Kyathos zu 0,05 1) Wasser in den Hals des "9P Amee- 
Gefüfses, so soll das Fig. 63. 
Rohr aufhören zu fliefsen. 
Wenn wir dann einen zweiten 
Becher daraufgiefsen, soll 
dieser mit dem ersten aus- 
strómen, oder vielmehr beide 
Becher Wasser sollen aus 
den beiden andern Ausflufs- 
rühren fliefsen. Nach dem 
(vollständigen) Abflufs des 
Wassers soll der Wein wieder 
aus der mittleren Ausflufs- 
röhre fliefsen.!) Dieser Vor- 
'vcang wiederholt sich, so oft 
als der Becher?) (Wasser) 
zugegossen wird und aus- 
läuft.?) 

Ein Gefüfs «ß (Fig. 63) 
habe am Boden eine Aus- 

flufsróhre y und sei im Halse durch die Scheidewand de 
25 verschlossen. Aus dieser steige eine Röhre $4 auf. Um 
diese Röhre ist eine andere?) zu setzen, die fast bis auf 





1) Nach b: ‘soll der Wein wieder anfangen, aus der mitt- 
leren Ausflufsróhre zu fliefsen’. 

2) “Becher? ist nach Vermutung übersetzt. Nach den Hand- 
schriften von a mülste es eigentlich heifsen: “so oft als er 
(nämlich der Wein, von dem zuletzt die Rede ist) zugegossen 
wird und ausläuft’. 

3) In b lautet der letzte Satz: “Dies wird beliebig oft ge- 
schehen, bis nämlich der ganze Wein ausgelaufen ist”. 

4) Statt die umschliefsende Röhre wie sonst in der Schwebe 
zu halten, haben wir in dieser Figur die Móglichkeit des un- 
gehinderten Eintritts von Wasser durch seitliche Ausschnitte 
angedeutet. 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 17 


210 


258  HP9NOZ AAEEZANAPE2Z IINETMATIKS$N B. 


dic Tod Ówqocyuerog owAnv 6 OK vregeywv sig To 
(vo Tod diapodyuarog EAaooov 1) 6 mzpóvtQog, écyi- 
ouevog sig Óvo xg0VvoVg vo)g A, M' xci rodro de 
z&ouxe(G00 ETE00g OWANV üzéyov Tod Ów«pocyuerog 
Boayv. éyévo | Ó& TO &yysiov xai und To dıdpoayun 
dıadyıov vo N. é&v oov Kuraraßduevor vovg xgovvoUg 
éyyécouev TOv oivov, XwoNosı sig TO xórog did Tod 
ZH co4ivog: 6 yàg ano Erywonjosı dıa tod N diev- 
ytov: éàv Ó$ xevaAeóusvoi TO HLadyıov &qusv Tovg 
xgovvoUg, ex uiv vOv A, M Qviáceva, To évozoAqngOv 
ev vrQ OK owAnvı Oygóv, ix O8 Tod I wo &v To 
KUTEı Uvygóv. éàv oov óéovrog Tod I' Eneyyenuev 
xóc90ov VOcrog ixi TO ÖLapoayun, obxerı Es Ó cao 
nageonintev did vov ZH coAivoc, &AÀ& madoeraı 

I' xgovvóg Qécv. é£&àv ÖL £vsgov émsyy£ousv, Uoz&9- 
BAvosı vóv OK coAivea xci di coroD fvsyünosvoL 
eis vovg 4, M xoovvoVg, x«i 0A4ov EMIONdosTeL TO 


a 258, 3—260, 3 xol rovro ... vovg auddovug — b 
258, 19— 260, 22: xal ro)ro Ói meginelode éregog cov 
(0:l TwLixTOG Öraßrjeng [ofovet]. yévo Ob TO diyyelov bo 
TÓ Öudpgayuo Kal dıavyıov ro N. éàv 00v sevo eB ópevot 
TOUG xgovvovc éyyéousv rov oivov, qog16su sig TO wvroc 
tod Ayysiov dia tod HZ Goog O0 yàp Co Exywonoeı 
dıa Tod N diavylov' éàv de xevoÀoDOousvor TO dıadyıov 
Gqüuev vovg xgovvoss, En uiv Tv 4, M óvijsereu TÓ 
evanoheupdev ev v) OK coAwı Oyoóv, ix de Tod I’ To &v 
TÀ xóreL QOygóv. Liv o)v 6kovrog roö T Emeyyeagev 
xócOov Vdaros émi TO didponyua, obxernı Es 6 NE 
sagelodvov dia voU ZH ‚soMjvog. 010 xol mavoereı 6 I' 
xoovvóg Qéov. Liv Óà xol Ereoov wóc9ov éneyyéouev, Gore 
onteoenf Gon vv OK Goive, éveyüjoevon T0 Ü0oo di 
«UrO0U eis rovG A, M xgovvove, xol OÀov Eniomdoeren To 

Üócpo. sivo loBbv avenvonv 6 ZH coXQv noımosı óuolcc 


5 


10 


15 


25 


30 


" DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 259 


die Scheidewand reiche, aber dem Wasser noch freien 
Spielraum läfst, wie bei den Kapselhebern. Man stecke 
ferner eine andere Röhre 29x durch die Scheidewand, 
lasse sie oben weniger über die Scheidewand hervorragen 
5als die erste und sich in zwei Ausflufsröhren A und u 
gabeln. Auch um diese lege man!) eine andere Róhre 
mit geringem Abstande von der Scheidewand. Das Gefäls 
sei ferner unterhalb der Scheidewand mit einem Luft- 
loche v versehen. Schliefsen wir nun die, Ausflufsröhren 
10 und giefsen den Wein in das Gefäfs, so dringt er durch 
die Röhre &n in den Bauch?); denn die Luft entweicht 
durch das Luftloch v. Halten wir aber das Luftloch zu 
und öffnen die Ausflufsróhren, so wird aus A und y die 
in der Röhre $« eingeschlossene?) Flüssigkeit, aus y die 
15in dem Bauche (des Gefüfses) enthaltene ausströmen. 
Giefsen wir nun, wührend » noch fliefst, einen Becher 
Wasser auf die Scheidewand, so kann die Luft nicht 
mehr durch die Röhre £4 eindringen*), vielmehr wird die 
Ausflufsróhre y aufhören zu fliefsen. Gielsen wir noch 
20 einen zweiten darauf, so fliefst es über die Röhre 9% 
über?) und geht durch sie hindurch nach den Ausflufs- 
rühren A und u, und so zieht sie das ganze Wasser an. 


1) Zusatz in b: ‘nach Art des Kapselhebers’. 

2) Zusatz in b: “des Gefälses’. 

3) Nach b: 'zurückgebliebene'. 

4) Nach b: ‘so hat die Luft durch die Röhre $7 keinen 
Zutritt mehr’. 

5) Nach b: 'Giefsen wir noch einen zweiten Becher darauf, 
so dafs es‘über die Röhre #% überläuft, so geht es u. s. w.' 





7 àyyéousv AGT,: &yydvousv T, 8 ZH om. T 10 
züv T: vroó AG iv&nolgp9iv A,G: &moiug9iv T,: iv-: 
&molsupOüiv A,T, 17. 32 malim émwmecünjosvot 


20. otovel seclusi, om. L 21 oov om. P 23 £m P 

24 óà BL: 07] CP (P ex corr.) 26 oyoóv om. L 30—31 

Bote... coAijva*om.L 31 dmegenßAöoaı BC: ümegerßhvocı P 
175 


21 


260 HP2NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKO9N B. 


V0oo. siv« A«fov &ve«xvojv 6 ZH coA«v zoujost 
c , X \ ny \ — f is /, 
óuo(cog vOv I'xgovvóv HEsıv. xci vo0ro Eoraı, óocxug 
&v éxmeyyé£ousv vovg xvcvoug. 


XX. 

"Ayys(ov Óvrog zAágovg éxoírov xci xoovvóv &yov- 
rog ÖTE uiv vOv oivov Eugksiv, Vdarog Ób Eyyvvouevov 
xocxgóv TO UVÓcQ éxosiv, elite mzcAu TOV Üxgoerov' 
xüv oóAqva( Tig, TOO dVOÓcvog £yyvvouévov xQoüuc 
QuijGeve. 

"Eovo rtı &yysiov v0. AB OÓwgooyue &yov zmegl 
rv TrQcynAov r0 IA, di o xudeiodn coAQv 6 EZ 


En ToU zvO)ucvog gégov, Og Eoraı xgovvóg. EXETO 


[um 


de 6 EZ coAQv Tovanudtıov Evrög TOD Ayyslov TOR 
róv avdusve v0 H. £6vo Ói x«i Öıadyıov Oxó cvÓv 
rocyuAov To ©. éàv obv xev«AcBÓóusvoi TOV xgovvóv 
rov Z éyyéoucv tÓv oivov, qoos. sig TO xoc, 
TOD &égog éxyogoUvrog did Tod © Ów«vyíov. àv ài 
xev«AcBóusvou TO Hıadyıov | Cqusv vóv xogovvóv, oo 
QviGsruu, sb un uóvov TO Evanolsıpdev Ev và ZE 
GoAiv. Ev oov Ereyyenusv UÓcoo, KUIAOOV HUNOETEL, 


M I n4 M ^ „ c [4 *A , 
vüv I' xgovvóv Qécw. xoi votvo Eoraı, Ócóxig Qv émeyyéousv 
TOVE xvd&90vg. 


3 émeyyéousev AG: émwéouev T 7 éxooétuv. (sic) T 
f. eir . . . &xoevov post gvnosrau (9) tr. — 8 govAnvo Tb: 


: BovAeraı AG 13 rovanudrıov T,: rovudtov AGT, 16 £ 


AGT,: 9 T, 


7 ov &nparov: mixtum L 8 dE vig b (0$ om.L) 10 
zı om. bL 11 zo aB: vróv CP xoesíc)o aBL: xsícoo CP 
coAnv om. L 12 0g Eoraı «govvóg A: xoà zo0iÀv xoovvóv 


IR 


5 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 261 


Alsdann bekommt die Röhre £5 (wieder) Luft und wird 
in gleicher Weise die Ausflufsröhre y fliefsen lassen. Dies 
wiederholt sich, so oft wir die Becher (Wasser) zugiefsen. 


XX. 


5 Wenn man ein Gefáífs voll ungemischten Weins Ein Zauber- 
: : . krug, aus dem 

hat, das mit einem Ausflufsrohre versehen 1St, SO bald Wein, 
soll zunächst der Wein ausfliefsen.  Giefst man bald Wasser, 
aber Wasser ein, so soll das Wasser rein auslaufen, ^ Mischung 
dann wieder der ungemischte Wein, und wenn man "er Fig. 64. 

wünscht, eine Mischung (von Wein 

und Wasser), so lange (wenigstens) 

das Wasser eingegossen wird. 

Es sei ein Gefäls «ß (Fig. 64) 
rings im Halse mit einer Scheide- 
wand yó versehen, durch welche 
man eine Röhre e£ hinablasse, die 
als Ausflufsróhre aus dem Boden 
heraustrete. Die Röhre ef habe 
innerhalb des Gefälses nahe dem 
Boden ein kleines Loch «y. Ferner 
sei unter dem Halse ein Spund- 
loch 9 angebracht. Halten wir 
nun die Ausflufsróhre & zu und 
giefsen den Wein ein, so dringt 





Fig. 64. : 
25 er in den Bauch (des Gefüfses), 


indem die Luft durch das Luftloch $ entweicht. Schliefsen 
wir aber das Luftloch und óffnen das Zapfloch, so fliefst 
der Wein nieht aus, abgesehen von dem, was etwa in der 
Röhre £e zurückgeblieben war.  Giefsen wir nun Wasser 
30 auf, so flielst es rein ab. Lassen wir aber das Luftloch 








rv £ bL 13—14 ztol zóv zvdwevo tovmnudzıov bL (vovznu. 
ante &vrög om. b) 15 xe«veAeóusvog CP 19 «e£ bL 20 
oöv om. BL 


269  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


éàv Ob Gvüusv To dıavyıov, xoüu«, éàv de UNKErL 
yyóvousv, xotwoóg Ó oivog. 


XXI. 
Bouod &vezvou£vov và uiv magıdovusve Cou 
Gz£vüsuww, vróv Ó$ Ógcxovva ovolkev. 5 


"Eévo tıg fcu xoíAg n AB, iq! ns Bouóg 6 I' 
éyov «0À0v uEoov ixi vv ow nadıEusvov &z0 ToU 











Fig. 65. 


exındoov rov IE, 0g slg votig Eoylodn coA6vag vov 

\ A, \ \ / A , [4 N \ 
usv EZ Eni v0 oóvrÓuc Tod Ogéxovrog qégovro, vov OÓ& 
EHO éni oivoÓóyov &yysiov td KA, oo 6 zvdunv 10 
? , ^ - , , d 2 
&voréoo &ovo tod M EwÖlov, zooonuvouévov TO éxi- 
podyuarı tod KA &yysíov xaoanosıdög' Er&gog Ót Ó 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 263 


los, so fliefst ein Gemisch (von Wein und Wasser) und, 
wenn wir nichts mehr!) eingiefsen, reiner Wein. 


XXI. 


Wenn man Feuer auf einem Altare anzündet, so Die nt 
$ sollen die daneben stehenden Figuren ein TE B3 uH 
darbringen, wührend die Schlange zischt. 
. Man denke sich eine hohle Basis «f 
(Fig. 65)?), auf der ein Altar y mit einem 
in der Mitte vom Feuerbecken nach der 
Basis gehenden Rohre de stehe. Dieses 
gabele sich in drei Röhren, von denen c£ 
nach dem Rachen der Schlange führe und 
£49 nach einem Weinbehälter #4, dessen 
Boden oberhalb der Figur u liege. Die Röhre sei mit 
15 dem Deckel des Behälters x4 palissadenartig (gitterförmig 





Fig. 65a. 


1) Nach b: “kein Wasser mehr’. . 

2) Die Figuren sind mit einigen Änderungen einem pom- 
pejanischen Relief nachgebildet, das ehemals Winckelmann 
gehörte und sich jetzt in Paris befindet. S. O. Jahn De 
antiquissimis Minervae simulacris Atticis, Bonnae 1866, S. 15 
Anmerk. 49 und Taf IL (Die Tafel wurde mir von Herrn 
Prof. Loeschcke in Bonn gütigst zur Verfügung gestellt. Man 
erwartet eigentlich, dafs auch die: Hebervorrichtung für das 
Auge unsichtbar sei. Aber dennoch erscheint es nicht statt- 
haft, sie nebst den Rohren und Beháltern ins Innere der Figuren . 
zu verlegen. Darauf weist weder der Text hin, noch ist es in 
der handschriftlichen Figur angedeutet. Dieser entsprechen 
vielmehr die beiden Pfeiler, wie sie in unserer Zeichnung dar- 
gestellt sind. Schliefslich sei hinsichtlich der Schlange daran 
PHA eine wie grofse Rolle sie in Pompeji (Overbeck- Mau 

S. 244) in bildlichen Darstellungen spielte. 


2 ó.om. CT,, add. T, 6 ig^: dp GC £. dg? dg <dype- ^ 
E. cf. p. 80, 7. 226, 13 8 Enındgov G,T, b: nögov AG,T, 
Hugo EL ABG,TL: 49 CG,P 11 zoocnvousvov T: zooc- 

qvouivog AGb 


2 éyyóvousv a: íyyéousv v0oo b 7—8 &nó tod émi-, 
z0oov om. L 


211 extr. 


264  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS9N B. 


ENBA xoi «rog Óuoí(cog Gv«uxévro sig ETE00v oivoOóyov 
&yysiov vo OII x«i abrog y«ooxosi0Og' GuvtOTsyvO- 
6906«v Ói xal Auporsoo. voig rvduessı TÜV Cyysiov. 
EoTwoav Ó0& Ev éxevégo vv oivodógov (&yysíov» xau- 
zAo, Gípovsg 0 ve PX xol ó TT, óv ci uiv &oyol 
Eotwoav Ev TQ oivo, Ta Ó$ EAN Óujxovvte zxwvwxvüg 
did Tod zepupocyuerog vv olvoÓoysícov, xo)" (v Ósi 
yivsodaı vig GzsvÓoUG«g yeioag vOv Eudiov. Or«v 
ovv u£AAms EEdnteıv, moosucAAov roig 6WANoıv v$0d4- 
tıov Boey6, Gore un Óvcgocyijv«, rovg OWANvag vz0 
En000 TOO zvoóc, izóqootov ünavre, og un Óvwxvéscv. 
v0 Ó& Tod zvgóg zvsÜuc Eyrarauıyev và Vdarı Oi 
vOv GcoAQnvov Avshsdosruı El vovg yégoxeg xci Ov 
«UrQOv O4/5pcv vOv oivov Avolocs ixi vovg KaumbAovg 
Gípov«g vóv te PZ xai vov TT, Gore did vv xysugív 
TOV Üfoóícv HEovra oz£vótw, éq' 0cov 6 Bwuog xaleraı' 
6 08 fvregog 0WANv TO zvtÜu« Gvsvsyxov émi TO GcTó- 
wov Tod Ögdxovrog Ovoißsıv zoujoeu vov Ogcxovro. 


XXL. 
Avyvias xovcoxev), Gor: AUXVOV ERIKELUEVOV, OTEV 
H \ 9 , / ? M P] \ > m 2 - 
EAALTNS &éA«(ov YEVNTaL, ix TOO @TOG KVTOD ENLYEiodaL 
&AcLov sig vOv Avyvov, 000V &v TE0«LOWUEHE, uNdEvog 
2 f. aörog’(«reoonvmuEVog và Zmıpedyuarı) 4 Ayyelov B: 


om. aCP 8 yiyveodaı T 9 ucAAgs AGh: uéiAg T 
ztoo£vfdALov A: meooevßdhlov G: zooccufdALov T 11 xol 


, &zxógooEov T 12 &ynarauıyev | A, b: Eyrotaueuiywevav AT: 


Eyrarausnıyuerap (sic) G 13 dvehsdoereu A S US vide A, 
16 &odiov A,b: kodagiov A,GT 


1—2 olvodoyov &yysiov aBC: olvodoysiov iR 2oraBLl: 
DIE 2—3 SVVEOTEYVOOUWCAYV 3H Gyyetom A: Gcvvsorttyvo- 
Ted To nuduevı Tod &yysiov bL 6 oivo: utero L 9 z:oo- 


eußdAwv P 11 &veoö P 19 óà a: oov bL nvsüun Tod. 


r$ 


9 


a 


10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 265 


mit Schlitzen, Fig. 65a) verbunden. Ferner steige eine 
andere Röhre ev& in ähnlicher Weise nach einem andern 
Weinbehälter oz auf und sei gleichfalls palissadenartig 
(mit dem Deckel des Gefüfses oz verbunden). Beide 
Röhren seien in die Böden der Gefüfse eingelótet. In 
beiden Weinbehältern seien gekrümmte Heber gc und rv. 
Ihr eines Ende möge in den Wein tauchen, das andere 
dagegen durch den Deckel der Weinbehälter luftdicht 
hindurchgehen. Unter diesen müssen die das Trankopfer 
spendenden Hände der Figuren liegen.' Wenn du nun 
das Feuer anzünden willst, so giefse zuvor in die Róhren 
ein wenig Wasser, daís sie nicht infolge der trockenen 


"Hitze platzen, und verschliefse alles luftdicht. Die durch 


e 


1 


20 


25 


das Feuer in Bewegung gesetzte (erwürmte) Luft wird 
nun mit dem Wasser vermischt durch die Röhren nach 
oben zu den Palissaden (bezw. den Schlitzen) steigen, 
durch sie hindurch auf den Wein einen Druck ausüben 
und ihn nach den gebogenen Hebern oc und zv hinauf- 
drüngen. Und so bringen die Figuren, indem der Wein 
durch ihre Hände fliefst,?) ein Trankopfer dar, so lange 
das Altarfeuer brennt. Die andere Röhre leitet die (er- 
wärmte) Luft nach oben zum Rachen der Schlange und 
läfst sie zischen. 


XXII. 


Einen Kandelaber herzustellen. dafs aus dem Fine unversieg- 
, liche Lampe 


Henkel einer aufgesetzten Lampe sich eine beliebige (ein Herons- 


PR h 3 P ] zs r b V 
Menge Ol in sie ergielst, wenn das Ol in der Lampe iz od 


1) Es wäre deutlicher, wenn Heron gesagt hätte: “Die 
Heber endigen in den Händen der Figuren’. Das ist jeden- 
falls gemeint. 

2) Zusatz in b: “anscheinend. 





zvgóg tr. b 14 @voloeı aB: @vnosı CP: efferetur L 16 vàv 
om. P czmivósw a: omevdcsıv Ooxsiv bL 17 coAlw a: 
ovA0g b. 18 ovoítew aBL: covoícsew CP 19 cap. XXII 
om. bL. de libris decurtatis v. prolegomena 


266 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKOSN B. 


dyysiov émi Tod Aóyvov éxwxeiuévov, e& 00 TO EAcıov 
ETLOGERL. 

Karaoxsvateodn 77 Avyvia xoíAqv Eyovoa iow 
voíycvov xozeg nvoauida ylvsodaı. xol Zora ficis 
5j ABI xoí(Ag dıdpoayue E&yovoa vó EZ. 6 Ói vic 
Avyvíug xcvióg éovo 6 HO x«l «rog xoiAog, vaio 
Ó$ vOv xcvAÓv, óg elonraı, xoiAog xcéA«cQog 6 KA 
Övvdusvog zAéov éActov qogosiv. xci éx uiv tod EZ 
ÖLapodyuarog &vovsuwéro co4Aqv 6 MN ovvreronusvog 
TO dıapodyuarı xoci aneyov ano vod KA émupody- 
uceTog Tod xuAldov, Ep 6 IN x«i Errineıteı 6 Avyvos, 
860v d£gı dıetodov. Ersoog Ó$ coAqvíoxog 6 XO 
xc06íc0c Ói& Tod KA Enıpodyuarog &xéyov &zxó vob 
zvÜuévog roO xcAdc(ov 0009 UOcrL HLdEQVOLWV. ÜTEQE- 
era 08 6 EO coAqv Tod KA Enıpodyuarog Bowyd. 
vjj 68 Omxsgoyij cvvscuuoícüco fvsgov coAqvéágiov TO 
II émuxeqo«yu£vov TO vo Govóut.ov, O0 Ói& Tod zvó- 
uévog Tod Adyvov *Ovofe. cvvqvoc9o vÀ AUyvo undev 
'£yov sig TO é£xróg roD Avyvov. và Oi II owAnvı 
GvyxsxoAANGQ)c ETE00v ocoA«qvégiov AemrOv Cvevcivov 
eis TO üxgov TOO W@Tog xci ovvvevQuüo)c c«vrQ, Govs 
enıogeiv Ev TO xoıAdoucrı Tod AUyvov, £yov voijuc 
Boreo xol oi Addoı. Uno Ó& TO EZ Owgo«yue 
bzoxsxoAANo)o HAsıdiov PEoov sig mv TAEZ 1600», 
Gore, &àv GvoiyOjg, TO £x vig ABEZ xaoas VÓcopo 
ustaßeiveıw eis vv TAEZ. Zorw 0b iv và AB 


4 f. Coote) naddanee Traviov M,: aölov a eg Eien- 
v«L suspecta, nisi initio capitis quaedam interciderunt 18 
ó,o09:l codd.: f. ó,cocO iv unóiv AG: unds T 19 £yov 
codd.: f. £yov. particip. £yov recte se haberet, si haec fere ab 
Herone scripta essent: vo? Aóyvov Oi6c9o, (0 Ó& II conv» 
cvrqvócUo To Abyva wnüiv Pyov xvf 22 od Aóyvov om. G 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 267 


ausgeht, ohne dafs man nötig 
hätte, einen Behälter auf die 
Lampe zu stellen, aus dem 
Öl zufliefsen kann. 

Man stelle den Kandelaber 
mit einer hohlen Basis in 
Form einer dreiseitigen Pyra- 
mide her. Die hohle Basis 
sei «ßyd (Fig. 66), sie sei 
mit einer Scheidewand e£ ver- 
sehen. Der Kandelaberschaft 
sei n% und sei gleichfalls 
hohl. : Oberhalb des Schaftes, 
[wie gesagt,] sei ein hohler 
Behälter xA in Gestalt eines 
Kühlers!), der reichlich Öl 
zu fassen vermag. Aus der 
Scheidewand sf steige eine 
Röhre uv auf, welche durch 
jene hindurchgetrieben sei und 
fast bis an den Deckel x4 des 
Ölbehälters reiche; doch lasse 
sie noch Raum für den Aus- 
tritt der Luft. Gerade auf 
diesen Deckel ist die Lampe 
gestellt. Ein anderes Röhr- 
chen £o stecke man durch 
den Deckel x4 fast bis auf 
den Boden des Kühlers, dafs 
nur noch Wasser durchfliefsen 
kann. Die Röhre $o rage 

Fig. 66. etwas über den Deckel x4 
hervor. In den überragenden 
Teil sei ein anderes Röhrchen sz luftdicht eingeschliffen, 





1) Kálathos gewöhnlich ein Korb in der gezeichneten Form, 
aber auch ein Kühlgefäls. 


223 


268  HP9NO£Z AAESANAPERZ IINEYMATIKSN B. 


éxupocyue. voqucciov, Oi oo zAqoócousv viv ABEZ 
q69«v vOÓarog, xci 6 Ev cori (dqo» ErxXwonosı dıa 
Tod sloqu£vov co5uctog.  &qeupsüévrog oov | ToU 
Adyvov zAqoocousv &£A«(ov vov xcAc(ov did Tod ,5O 
GoAQv«gíov, roO EV TO xcÀc0c dGépog éxyopobvroc 
dia oo MN coAqvíoxov x«i Erı dıa Tijg év v IA 
zuduevı nAsıdög Avorydelong, Ore Ó" xci TO £v mi; 
TAEZ y609« U009 Erpviosraı. EXiTedEvrog 00V TOD 
Avyvov Ou& Tod II oungioucros, Orav den EAcıov 
erıyesiv, Avolsousv v0 Ev và I nvduEvı aAsıdiov. 
uereywgoövrog oov tod Ev vjj ABEZ yóo« VOÓc«rog 
eis mv TAEZ, 6 &v vij TAEZ ano did Tod MN 
swAnvioxov tig vov xéA«90ov dpıxvovusvog BAlıpeı TO 
ev wird EAcıov, 6 0N dıa tod XO 6WANvog xci ToO 
GvveyoUg «ÜrQ eig vOv Aóyvov qoos.  Óvav Ó& 
unaerı BovAdcustüc Qésuv, Anorkeloereı TO HAcıdlov xci 
navoera. x«i madıv Orav ben, (TO) adrO momoouEV. 


XXIII. 


Avvaraı ÖE xoi (AAcog Er vig «UTijg KatayoapNg 
z9oyetoórsgov, WOoTE (un) Pdoww xuraoxevdtsv, Ev. 
v0 Doo éiov( za uiv oov üAA« và word £Gvo ywolg 


vio féocsog xci roD Ev «ori; UOccog. 


2 f. vóuvog (xol O0 usc& viv Pyyvow dreoreyvoo®w). cf. 
supra p. 118, 10 &io M,: om.a 7 öte scripsi: üzev codd. 
10 &voífousv a: &voítousv Monac. 431 yO0 mzv9uévi: f. 
yöes &yysto 126M: na 16 f. &no(us»uAsicevat 17 





X10» inserui cf. p. 274, 2 20 un inserui 





18 Cap. XXIII om. bL 


ro 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 269 


dessen obere Mündung verschlossen sei. Das Róhrchen gehe 
durch den Boden der Lampe und sei derart mit ihr vereinigt, 
dafs es ganz im Innern derselben liegt. Mit der Róhre x 
sei ein anderes, enges Röhrchen zusammengelótet, das nach 
5 dem Ende der Handhabe aufsteige und nach der Róhre (z) 
sich. óffne, so dafs das Ól in den Hohlraum der Lampe 
fliefsen kann; denn das Röhrchen ist mit einer Mündung 
(Loch) versehen wie die übrigen. Unterhalb der Scheide- 
wand e£ lóte man ein in den Raum yded führendes 
10 Ventil derart fest, dafs das Wasser aus dem Raume aßs& 
nach ydef laufen kann, wenn es offen ist. In der Deck- 
wand e sei ein kleines Loch, durch welches wir den 
Raum «e£ mit Wasser füllen, indem die darin ent- 
haltene Luft durch das genannte Loch entweicht.!) Wenn 
15 wir nun die Lampe abgenommen haben, wollen wir den 
Ölbehälter durch die Röhre £o mit Öl füllen, indem die 
im Behälter enthaltene Luft durch die Röhre uv und 
ferner durch den am Boden yd befindlichen Hahn ent- 
weicht, der geöffnet wird, wenn nämlich auch das in dem 
20 Raume ydesd enthaltene Wasser ausfliefsen soll.?) Hat man 
nun die Lampe mit Hilfe der (in £o) genau passenden 
Röhre (Smerisma, Rohrverschleifung) m aufgesetzt, so 
öffne man das Ventil im Bodenraume yó(sf), wenn man 
Öl aufgiefsen muís. Läuft nun das im Raume «pet ent- 
25 haltene Wasser nach yóef, so gelangt die in yde£ ein- 
geschlossene Luft durch die Róhre uv in den Kühler und 
übt auf das darin enthaltene Ól einen Druck aus. Dieses 
geht natürlich durch die Róhre £o und was damit zu- 
sammenhängt nach der Lampe. Soll es aber nicht mehr 
30 fliefsen, so schliefst man das Ventil und der Zuflufs hört 
auf. Dies kann man je nach Bedürfnis wiederholen. 


1) Dieses Loch ist natürlich nach dem Füllen luftdicht zu 
verschliefsen. 2) Man denke sich hinzu: “und der dann 
eine Zeit lang offen steht’. Im griechischen Texte ist ein Fehler. 
Wenn man statt der Konjunktion das Verbum (&4evrjoscraı in 
íxovj) ändern dürfte, erhielte man folgende Lesart: ‘der offen 
steht, wenn nämlich das ... Wasser abgelaufen ist’. 


r5 


, N \ " 
xtr. GX0VTÜGELV TO &EAGLOV. 


(2 


^90 HP2NO£X AAESANAPERZ INETMATIKRN B. 


'O 0 MN coAQv v0 M 
6TÓuLov. EYETW OVVTETONUEVOV 
TO TEÜyEL TOO navAod, WOTE elg 
TO Extög PalvsodheL voO xovAoQD, 
x«l MEOLEOTEYVOOIW. £v oov 
TiG NO00RYyaywv TO OTÓUO Eu- 

, \ , \ H 
qvoxon sig TO &xvóg GOvÓuLOvT, 
qyoonosu. TO nveüun sig vOv 
xcAeOov xci Halıbeı TO EAcıov 
dir Tod 5 'O coAivog. x«l Eotaı 
T0 QUTO TO zQórsQov' OGcxig 

4 
\ 2*4 2 E 2 / 
yao éctv éugvaOusv, éxvyv)nj- 
vera &ig vOv Avyvov éAoLov. 
derjosı Ó& TO ToU OrOg Üxgov 
ETIHERLUPPAL xoà xédevov v 
Avyvov ronuerı, QoTs un é&o 


XXIV. 

<Avyvias xevcoxsvi, GOTE 
Tod é£Ac(ov ueiovuévov Ev TO 
TOv Avyvov Änteıv VOcTOSg &y- 
qvvou£vov zigoocvez Anooto9«L 
viv Avyviav Ehaiov.) 

"Eovo y&o ózó viv Avgvíav 
&yysiov ovreyvóv ziívroOtv TO 
AB ijo, óvugvig coi) N) xol 
die nelusvov. éx 0$ vovrov &varswévocav Óvo coAivsc 

a 270, 24—274, 23 "Ecvo yàg ... émiggsiv — b 270, 
29— 274, 32: "Eorw 0x0 mv Avyvíav &yysiov oveyvóv mdv- 
Todev Guugvtg c)vjj To AB. ix de voírov &vortwéroGev 30 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 91] 


XXIII. 


Unter Benutzung desselben Entwurfes kann man Eineunversieg- 
denselben Versuch Bach anders und leichter ausführen, ee 
ohne Herrichtung einer Basis mit Wasser. Die Pal). Fig. 67. 

5 übrigen Vorrichtungen seien also dieselben mit Ausnahme 
der Basis und des darin enthaltenen Wassers. 

Die Mündung u (Fig. 67) der Röhre wv sei durch 
die Wand des Schaftes getrieben, so dafs sie aufserhalb 
des Schaftes sichtbar ist, und die Röhre sei rings eingelötet. 

10 Wenn man nun den Vids ansetzt und in die äufsere 
Mündung hineinbläst, so dringt der Hauch in den Ölbehälter 
und drückt das Öl durch die Röhre £o. Dann wiederholt 
sich derselbe Vorgang wie vorhin. Denn so oft man 
hineinbläst, fliefst Öl auf die Lampe. Das Ende der 

15 Handhabe mufs aber rechtwinklig zu dem Loche der 
Lampe gebogen sein, damit sie das Öl nicht nach aufsen 


laufen läfst. 


XXIV. 
Einen Kandelaber anzufertigen, dafs infolge Ein- Verwendung 
20 giefsens von Wasser sich die Lampe mit Öl füllt, nen 5er 
Nachfüllen 


je nachdem das Öl beim Brennen!) der Lampe anf ib ID 

gebraucht wird. Fig. 68 u. 68a. 
Unter dem Leuchtständer befinde sich ein allseitig 
geschlossener Behälter e (Fig. 68), der entweder mit 
25 ihm verbunden sei oder für sich (ohne Verbindung) auf- 
gestellt werde.") Aus diesem sollen zwei Röhren yd und 





1) Wörtlicher: “beim Anstecken’. Z. 19—22 fehlt in a. 
2) Die Worte “entweder” und *oder... werde’ fehlen in b. 





1 uv AG: ui» T 6—7 Zugpvorjos T 10 Eoraı AG: 
&ovo T 16 f. (r00» Avyvov 17 &xovvit£ew M: dnovrikaı G: 


&xovt(te AT 19—23 Avyviag ... EAulov ex b inserui: om. a: 
Avyviag xev lacunae signo addito edit. Paris. 26 cori 
Amg.GT: e$óró A, 27 &vovtwévocav A,: &vertwcOocav 


Amg.GT 


272  HP9?NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


oi IA, EZ evvvevguuévou v AB &yysíg. To GEST: 
o6róuiov ToO GoAWQvog ANEYETW And TOO TVNUEVOg TOD 
AB üyysiov 600v Üdarı dıdogvoıv' xol 6 uiv I 
(xov Tijg Enıpaveiag Eortw Tod Avyvov QYıdkıov Eywv 
\ ET P ? Tan wr e El mt Wr. 
zo0g to I Üxoo, Óv ovo Zora 7 Eyyvoıg Tod VORTog. 
ó 0b EZ coAqv oVVreTrejodn vÀ auduevı tod AUyvov. 
éàv oov Tig Óià Tod OÓugüAoD Tod AUyvov éyyóvm 
Pl] / M E] \ 3 L * 
EAcıov, Xwonosı zQoürov eig TO AB dGyysiov, sire 
zAwocoUévrog aUTod .nANE@dmooVreL xci ol IA, EZ 
m LY rJ , / 5 e , , , 
GcAijvsg x«t, o AUxvog. Haıousvok oov 6 AUxvog &zó- 
xcvog Eoraı.  Üvav oov £yyéousv Óuk Tod mzoóg vÓ 
A quxA(ov UO0cQ, ycog1osu eig To AB ayyelov uyvó- 
usvov TQ fAm(p, To dt Ev rÀÓ AB dyysiw £Aocwov 
zgoG«vofüv zAgooGsu TO &AAuxég TODO AUxvov, yoig 


à$o owAnveg of IA, EZ ovvvevouutvor và AB dyysio. el 
r0 uiv I’ orouov tod IA coAQvog Gmeyéro dd Tod zwv9- 
uívog Tod Gyysíov PBoayb, 000v üdarı didggvow sivowr To 
0€ A uEoog Qvo tig Enipavelas Eorw ToU Abyvov pıdlıov 
&40v móc To 4 xoc, di ov Eoraı Ü Éyyvoig Tod Vdarog. 
od EZ Gov Qujéodo, uéyoig ung Tic wolhmg éni- 
pavelag ToU ‚höyvov. é&v 00v tig dia Tíjc xoiMe énupovelorg 
TOU Avyvov éyyém &hetov, qo1j6cL ztoGrov eig ro AB dyysiov, 
era nAngwdevrog auTod nino 9ovra xecL oL swAhves 0 
te IA «oí 0 EZ, ala ON xal 6 Aoyvog alrög. xouióusvog 
o0v 6 Avyvog QUARE UA £óvoi. Orav Oi iyyéousv dic vo 
noög TQ A guoAíov 4ÓcoQ9, ywonosı sig v0 AB Gyysiov xol 


8 «f A,G: x1 A,T — 11 zr AG: 70T 12—183 f. (uw) 


puyvousvov 


16 L4 scripsi: ßy bL 18 4 scripsi secundum L: B b 
19 &xov scripsi: Éyov b 22 procedit L 25 &móxsvog 
&oraı om. L 


[2 


0 


I 


5 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 273 


e£ aufsteigen und nach dem 
Behälter «(0 offen stehen. 
Die Róhrenmündung y_rei- 
che fast bis auf den Boden 
des Behälters «B, lasse aber 
noch Raum für den Durch- 
flufs von Wasser. Die Röhre 
yö gehe bis zur oberen 
Seite der Lampe!) und 
sei am Ende d mit einer 
kleinen Schale versehen, 
durch welche man das Was- 
ser eingielst. Die Röhre 
e£ münde in den Boden 
der Lampe.?) Wenn man 
nun in den Nabel (Mittel- 
punkt)?) der Lampe Öl 
gielst, so läuft es zuerst 
in den Behälter «B. Ist 
dieser gefüllt, so füllen 
sich auch die Röhren yod 
und e£ nebst*) der Lampe. 
Steckt man nun die Lampe 
an, So wird sie sich ent- 
leeren. Gielsen wir dann 
Wasser durch das Becken 
bei d, so läuft es in den 

Behälter «ß, ohne?) sich mit dem Öle zu vermischen, 

während das im Behälter «ß enthaltene Ol aufsteigt und 
so das in der Lampe Fehlende ersetzt, bis das Öl zur Tülle 


1) Nach b: “Der Abschnitt à befinde sich über der oberen 
Seite der Lampe'. 
2) Nach b: “Die Röhre ££ gehe unmittelbar in das Bassin 
der Lampe’. 
3) Nach b: “den Hohlraum (das Bassin). 
4) Nach b: “aber natürlich auch die Lampe selbst’. 
5) Nach Vermutung übersetzt. Handschriftlich: “und ver- 
mischt sich’. 
Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. ; 18 





213 


274  HP9NOX AAERANAPEQ9Z IINETMATIK9NN B. 


a \ \ 7 / Nor d 35 / 2N 
&v zog tqv wo&ev yEvnraı To EAcıov. sive mdAıv Ev 
vzoxe9(íoy v0 EAaıov, TO MOTTO zoujcousv xci TOVTO, 
&youg Qv To £Acwov Ó«zavQOtz. éàv Ó& den Eri xova- 
Asıpdevrog EAclov sig 
zov Avyvov Apeisiv TO o 
AB &yysiov, Eoraı 6un- 
gıuoucrie iv Toig LZ, 
EZ 0@AN0ı zog cO 
2 , M \ 
AB ayysio xot zo0g 
To Avyvo xAsıdia, BOTE 
ETLOTEUPEVTWV  «OvrOv 
GvVEeyEodaı TO TE Ev TO 
Avyvo &Actov xci TO Ev 
voig 6WATjoL, Kal oUrOG 
Apaıostov Eoraı. Hal 
örtav BovAmusde, adv 
[4 , - 
TOOGTEDEVIWV | cOoTOV 
&voí&ousv và xAsıdie. PeArıov Ói v0 uiv EZ co4«- 
véotov elg v0 ovg Tod AUyvov ge, v0 0$ I'A4 ózíoo 
Tod Ov0g Uixgov WETEWOGTEOOV é&yov zooxs(usvóy cL 
„ \ , , € ? $12 / 
&vo gYıwhosıdsg GvvrerQuuévov Kor, OU oo £yyv)nxjoc- 
\ [4 [nid er ^ 2 y M er , M 
za TO VW, HoTE (uo Tjj Eyydosı TOO VoaTog £X TOU 


Fig. 68a. 


@Tog To EAcıov Eriopeiv. 


mv «r0 qogcv Enrijoav noooaveßnvaı one To EAuıov 


: M ? [4 M m LA *N 1 M , 
x«L vanımowosı TO Asimov, Gygig Qv mög mv wösev 


5 
yevnraı To Ehaıov. tiva Tiv éàv OmoxoQícn TO fAoi0ov, 
TO cOrO noımTeov xal voUro, (youc &v To Elaıov danavndN,. 
, \ \ x y ? \ 5; m , 
BeAtıov de To uiv EZ coAqvégiov eig TO ovg Tod AUyvov 
peosıv, v0 Óà TA Omíco Tod MTög MIRO0V WETEDOOTEOOV 
, 
&yov mgooxe(uevov vo Tb cuvrveroquévov quduov, di ov 
,? F 1 rr er e E ? , A- ng ? 
éyyvOnjceva, TO dO0c9, WOTE Que vij éyyoocu Tod Voarog Ex 
yyetiserus rà (dap, dore due ri iyi ; 
TOU WTog TO &Àoi0v émiQQsiv. 





20 


25 


30 


1 


1 


5 


0 


ex 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 275 


kommt.!) Wenn das Niveau des Öls dann wieder sinkt, 
wiederholen wir?) das Verfahren, und zwar so lange, bis 
das Öl aufgebraucht ist. Sollte?) man den Behälter «f 
fortnehmen müssen und doch noch Öl auf der Lampe 
behalten wollen, so werden an den Röhren yd und e$ 
dicht am Behälter «f kleine, genau passende Verschlei- 
fungen (Smerismata, Fig. 68a)*) und bei dem Leuchter 
kleine Hähne angebracht. Dreht man sie daher um (bez. 
schliefst man sie), so kann man das Öl in der Lampe 
und den Röhren zurückhalten. Und so kann man auch 
den Behälter «ß fortnehmen?) und nach Belieben die 
Röhren wieder ansetzen und die Hähne öffnen. Besser 
ist es, wenn die Röhre e£ (unmittelbar) nach der Hand- 
habe der Lampe (Fig. 68a) führt, yd aber oben hinter 
der Handhabe mit einem nach der Röhre offenen, schalen- 
förmigen, etwas höher liegenden Aufsatze®) versehen ist. 
Durch diesen wird das Wasser eingegossen, so dafs das 
Öl zur selben Zeit aus dem Henkel zuflefst, in welcher 
das Wasser eingegossen wird. 


1) Nach b: 'Giefsen wir Wasser durch das Becken bei à 
hinein, so geht es in den Behälter «ß, bringt dadurch, dafs 
es nach unten läuft, das Öl zum Steigen und ersetzt so das 
Fehlende, bis das Ol zur Tülle kommt’. 

2) Nach b: *mufs man das Verfahren wiederholen’. 

3) Zeile 3—12: ‘Sollte... öffnen? fehlt in b. 

4) In der abgebrochenen Figur ist diese Vorrichtung der 
Raumersparnis wegen etwas hóher angebracht. | 

5) In Pompeji (Overbeck-Mau S. 439) ist ein Kandelaber 
aufgefunden, dessen Schaft aus zwei in einander steckenden 
Teilen besteht. 

6) Nach b: ‘mit der etwas höher liegenden, nach der Röhre 
offenen Schale versehen ist. Durch diese u. s. w.’ 








9 dmonadion A,: bmonadeon A,G'T — 3—4 narelsıpdevrog 
àíov M: wevoAsuptiv và Maıov AG: weraAsupüirvvsg EAciov 
T, (&Aviov in cà £fAeww corr. T,) 6—7 oumeroucriov T 

8 coAijvsg T 20 àróg AG, T: ariov G, 


27 mowriov BCL: zoujcouev P 
18* 


916 HP2NOZ AAEZANAPE9Z IINETMATIKQ9N B. 


XXV. 


AAyy&(ov Övrog GveyvoU xci xQovvOv &yovvog &veg- 
yore xol O0"'ocov zogoexsuLEvov, e) ÜNOKETEL TOTNOLOV 
zAijoseg VO«rog, £àv é&zoGzon Tig TO ToTioLoV, WAEOV 
6evası 6 xgovvóg, ig! Ücov v có moripıov sim 
ozsozocuévov. LVWOHEVTOS oov TOD zovquoíov, obxér. 
02V0EL 6 xgovvóg. 

"Eoto vó sioqu£vov &yysiov v0 AB Ó.zegooyu£vov 
vov TodynAov TO IZ Ötapodyuarı. | ix Ó8 voO IA 
GoAQv Avarsıveıw Gvvvevouuévog «ov 6 EZ. Tovro 
ài meoızeiohn Frepog 6 KA, Bors sivou mvınrov Ówa- 
fiiv. và 0$ KA ovvreronodw Ereoog owAnv 6 MN 
avsoyog &yav To M: r0 Ó& éxróg GxéAog voU MN 
GoAivog Eorw Ev rıvı ztovqoío và OF, eig 0 éyxey odo 

Caput XXV secundum B: "Ayyslov övrog creyvob x ai 


e 


j E , / Y r 
K00VVOV cyovrog AVEWYOTE Kal O'QGov TTRORKEIUEVOV, Qo 


Ünmöxsıraı morngiov mAnges UOorog, iàv Vmoondon vig To’ 


7zOToLOv, uinobv 6EV0EL 0 xoovvóc, Ep 000v Qv TO movüorov 
ein vomeomeGuévov' moooavaßıpaodevrog Óà Tod mornolov 
eis v$v é& dogs HEoıv, obxerı devosı Ó xgovvóg. 

"Ecvo T0 sioquévov &yysiov 10 AB diemepoayusvov vóv 
rodynAov ro TA diapodyuarı. ix dt od TA coÀqv Gva- 
ewvero Ovvreronusvog auto 0 EZ. Tovrw de megınelodn 
&vegog 0 KA, Gore elvaı nwinzöov Öießiemv. và de KA 
cvvreroijoto &regoc cov ó KMP gégov uiv to P ovójuov 
eis vóv PN $óocov, v0 02 M Avepyuzvov Po" ó de 
$$ococ 0àog 6 PN foro) Ev tivi oTnolo To OA, eig 0 
éykeyó00c 0o, Dove rv Qiocov oraßomeriteoHeu Ars 


4 f. ómoczcy. cf. lin. 6. 17. p. 278, 7. 280, 2. 3 5 ein 
a: £.3 12 0 u» M: om. a 14 và G,M: vó AG,T oT 


17—18 zàfjss ... movüoiov om. P — 19 ei] b: £. 3 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 277 | 


XXV 


Ein Gefüfs sei verschlossen und mit einer offenen Der unter- 
Ausflufsróhre: versehen. Daneben setze man einen Pepe 
Thyrsus, unter welchen ein Becher voll Wasser 

5 gestellt ist. 
Zieht man 
den Becher 
fort (bezw. 
hält man ihn 
niedriger), so 
fliefst die 
: Ausflufsröh- 
re, so lange 
der Becher 
nach unten 
gezogen ist, 
nur wenig. 
Hält man 
ihn wieder 
höher!), so 
hört die 
Ausflufsróh- 
re auf zu 
fliefsen. 

Das er- 
wühnte Ge- 
fäls sei «B (Fig. 69), es sei im Halse durch die Scheide- 
wand yó geschlossen. Aus yó steige eine Röhre ef auf, 
die durch die Scheidewand hindurchgetrieben ist. Diese 

30 Róhre sei von einer andern Róhre x4 derart umschlossen, 
dafs ein Kapselheber entsteht. In x4 münde eine andere, 
bei u offene Röhre wv. Deren üufserer Schenkel tauche 





a 277,81—219,3 In x4 ... mit — b 277,33—219,24: Mit x4 
stehe durch eine Öffnung ein anderes Rohr «uo in Verbindung, 


1) Nach b: *Hebt man ihn wieder in seine frühere Stellung’. 


| 278 | HP9NOZ AAERANAPE9X IINETMATIKSN B. 


| 914 


V0co, Gore mAWoseg sivow. ovuniAmondnjocreı IN xol 
\ 2 e , y M M E] , 

TO év TO zoTQuoío OnEA0g TOO GoA$Qvog. EYHEXVOID 
dE xal eig vóv ToaynAov Tod AB c&yys(ov vOcQ OALyov, 
BoTE Eripocdsa viv dvanvorv. cA6oovg Övrog Tod 
AB ayysiov, ob HEVoEL 0 II xgovvog xaltoı &vsoyog, 
eneiönneo 6 NE 00x Eysı maoElodvowv dıa TO Éyyvbiv 
eis TOV TodynAov 0c. ozoozcc0évrog Ö& roO XoTN- 
olov Avdyan xsvotijve( Tı wégog roO Ev và zoTqoío 
6x£Aovg ToU Gígpovoc: sig Óà TOV xsvoUusvov vózov 
éxLozoGoO6src. 6 Gvveyns Guo. ovrog ÓR TO gyyvüiv 
eis vóv TodynAov v$Óiriov GVVERLIONKOETEL, Gore ÜNEO- 
Prvaı vó Z orduov. x«i did vrobro TOD Goog E0XN- 
xórog zx«gsícÓvo»w, ósvos, 6 II xoovvóg, | &yoıg &v To 
AO zorioıov &vocOv vó Ev TO vocyXAo $ÓoQ zoujor 
? / \ 9 "ul / \ 9 \ > 9 T 
eripocdka iv &vozvoqv: z&Aw yàg sig Tov && Goyijs 
t0 mgóg ro N oröwov vegyóc.  GvumAmoo9/serot ovv 
Vdaros 0 TE Ov9coc, GAA& OT] Kal Tod cGxíAovg Tod coAQvoc 
To guígoc 000v Uno Tod ÜOerog Panriteran. EyaeyVodn de 

M , N / w ’ , [uA 24/7 [wd 
X«L EIG TOV roaynkov todo AB üyyeiov Uc Oklyov, (ort 


Emupodai mv dvanvonv Tod nwIRTod dießirov. ‚wAngovs 


oVv ovrog tod AB diyyslov, 0v devoeı 0 II xgovvóg xoíroL 
&vsgyog, Ensiönnmeo 6 do o)x Eysı magelodvow dia To 
iyyvOiv sig róv Todynaov Vbwg.  OmoomecOivrog Ói ro) 
zoTrQgíov Avdyan xsvoQivaí v. uéoog Tod Ev TO mornoío 
Gxélovg ToU Gcípovoc' sig Ó& TOV xsvoousvov rómov émi- 
GzoGc010srw. 6 Gvveync do. ovrog de TO iyyvOtv sig vOv 
roaynAov Vbng OVvenıondostaı, (Gre cmopodber Tiv Tod 
nvırrod dıaßnrov Tod EZ GGvemvorv. Hal dia robvo Tov 
32^P ? /, ! 1 Bu A e [4 N 

&éoog éoymxórog magelodvoıv, Qevotu 0 II xoovvóg, OCwxoic 
a V ei , 2 \ /, ? LA M ? , . 
&v v0 /3O norngiov &vocOv nomon Erripodäaı vi]v Kvanvonv 
nahtv yàg eig TOV E5 Gyijg vómov dmoxerooroÜncsrow xol 


Iron A. GEOP 3 x«l om. T 4 f. nAngovg (oiv). 
cf. lin. 21 övrog A,GT: àv A, 5 avswyag À,: dvemyorog 


15 


20 


25 


30 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 279 


in einen Becher o£, der voll Wasser gegossen werde. Daher 
füllt sich auch der in den Becher eingetauchte Schenkel der 
Röhre mit. Man gieíse auch in den Hals des Gefälses «6 
ein wenig Wasser, dafs es die Luft!) absperrt. Trotzdem 
5nun das Gefüfs «6 voll ist und die Ausflufsróhre z offen 
steht, fliefst sie doch nicht, da ja die Luft wegen des in 
den Hals geschütteten Wassers keinen Zutritt hat. Senkt 
man aber den Becher, so leert sich notwendigerweise ein 
Teil des im Becher befindlichen Heberschenkels, und in 
10das entstehende Vakuum wird die (mit der auslaufenden 
Flüssigkeit) in Verbindung stehende Luft gezogen. Diese 
zieht ihrerseits das wenige”), in den Hals gegossene 
Wasser mit an. Die Folge ist, dafs das Wasser über die 
Mündung & hinaus nach oben steigt.) Und wenn infolge 
15 dieses Umstandes die Luft Zutritt erhalten hat, so fliefst 
die Ausflufsröhre z, bis der Becher £o wieder gehoben 
wird und durch das im Halse enthaltene Wasser*) die 
Luft absperren läfst. Denn dieses kehrt dann wieder an 


dessen Mündung o in den Thyrsus ov führe und dessen Mündung 
20 u offen stehe. Der ganze Thyrsus o» liege in einem Becher o£, 
in welchen (so viel) Wasser gegossen sei, dals der bei » mit 
einer offenen Mündung versehene Thyrsus untertaucht. Es 
wird sich nun wenigstens?) der Thyrsus mit Wasser füllen, doch 
auch der Schenkel der Róhre, soweit er unter Wasser taucht. 


1) Nach b: “dafs es das Luftloch des Kapselhebers schliefst?. 

2) Nach b einfach: “das in den Hals gegossene Wasser’. 

3) Nach b: ‘Die Folge ist, dafs sie die Öffnung des Kapsel- 
hebers s£ frei macht (so nach Vermutung übersetzt; in der 
Handschrift steht “schlielst’ statt “frei macht’). 

4) Die Worte: “durch das ... Wasser’ fehlen in b. 

5) Dieses Wort ist nach Vermutung übersetzt. 





A,GT 9 on&hovg A,G T: exéiog A, 11 ovvemiondoster 
evrvey)s &5o T 


16 ta CP: zo B 17 re b (om. L): f. ye ON ex uiv 
corr. B 27 &nzogod&e, bL: f. avapoadaı 


280  HP9NOZ AAEZzANAPEQ9Z IINETMATIKSN B. 


TÓzOv dCzxoxcveGove)osteuL nal obxér. soos; 6 Il 
xgovvóg. x«i roUro, ÓGtxig v OÓzxoczürc. x«l moc- 
peontaı To zxoTXoiov. dei Ó$ adro u) 0Aov broondonı, 
(vc un 640v yvuvo9j, v0 oxéAog roO oíqovog. Ó uiv 
ov MN G6oAqQv sig 95696ov OwGxcváo0o, 6 0$ PN 
eis viv mz&gl vobrov Ówusroov, Uva Ebdıdderov N To 
doaue. 
XXVI. 

Aayvvov x«rcGxevi] vio qO9eyyou£vue, Otav zootx- 
za vyQÓv. 

"Eovo d ozxoysyoeuucvg Adyvvog OÓiezeqoeyuévo 
rov uev vocynAov vQ..4B, vó 0 oröua to IA. dic 
ÖE G&ugorégov vOv ÓLicQo«yudrov coAQv Óvwc90 6 
EZ ovvreronusvog duporsooıg roig dLapodyuroı. TO 
0i tig A«yóvov w@rlov Eoro v0 HO. x ób Toö 
ETEOOV uégovg voU @Tog GoAÀQv £cvo 6 KA ovvreron- 
u£vog uiv và AB Ödtapodyuerı, &mó Ob vot TA 
obx#erı QeUGcL 6 II woovvóg. Aal voro, Ócdxig Qv vmoGmüvoL 
x«l mE00PEENTaA To zovQoiov. Os; de cvr0 um ÜÀov dmo- 
ondocı, lvo un 0Àov yvuvodn To oxélog Tod cígovog. 

a 280, 11—282, 13 "Eotw . . . Kvriusteywooüvrog — 
b 280, 22— 282, 27: "Ecro m bmoyeygauuevn Adyvvog Ou 
zegooyuiívm Tóv (uiv? rodymAov Ta AB, ro de oroue ro 
TA. Ov &ugoréoov dE TÜV Óiwpooyuárov owAmv Ói569o 


6 EZ ovvreronusvos &ugorígoig voig Ödıapodyuası, TO de 2 


tig Aeyóvov wrlov Eorw r0 HO. £x ói roO Avrıngd vob 
Gríov u£govg omAnv Eorw 6 KA Gvvrevoquévog uiv cà 
AB diapodyuarı, no de Tod I4 &néyov, 000v bdarı dıdo- 


1 anonaraorarnjoereı AG: Aroneraornoereı T 2 f.roöro 
<Eoraı) 3 dmoonäoca A,GT: droondota. A, 5 f. 90000v 
vv PN 6 Oucuevoov a: f. zeo/uevoov 12. 23 f. ro AB 
dıapodyuarı) 14 ovvreronusvog Aa: f. cvveovsyvouévog 


15 n® AGT,: x9 T, 


o 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 281 


seine frühere Stelle zurück, und das Ausflufsrohr z hört 
auf zu fliefsen. Dieser Vorgang wiederholt sich, so oft 
man den Becher senkt und hebt. Man darf ihn aber nicht 
ganz wegziehen, damit nicht der ganze Heberschenkel 
blofsgelegt wird. Die Röhre 
wv lasse man des gefälligeren 
 Aussehens wegen in einen 
Thyrsus übergehen, und man 
setze (den Thyrsus) ov auf 
den (äufseren) Umfang der 
Röhre.!) 


XXVI. 


Eine Flasche herzu- Die pfeifende 
stellen, die pfeift, wenn pide E 
sieFlüssigkeitauslaufen : "95 
làfst. | 

Die unten gezeichnete Fla- 
sche sei im Halse durch (die 
Scheidewand) «ß.(Fig. 70a), 
in der Mündung durch yà 
abgeschlossen. Durch beide 
Scheidewände stecke man eine 
Röhre e£, die durch sie hin- 

Fig. 70a. durchgetrieben sei.) "Der 
25 Henkel der Flasche sei n®. 

Auf der andern Seite des Henkels?) sei x4 eine Röhre, 

welche durch die Scheidewand «ß getrieben sei und von yó 





1) Die Worte ‘Die Röhre uv ... der Röhre’ fehlen in b. 
2) Wohl richtiger: “die in sie eingelötet sei. 
3) Nach b: “Auf der dem Henkel gegenüberliegenden Seite’. 








9 Aey)vov a: Acívov b ut lin. 26. p. 282, 24 18 f. vo?vo 
(fervor) 22 Adyvvog scripsi: Adivog b ut p.282,20 23 (piv 
inserui: om. b 25 cvvzeromuévog b: f. cvvecreyvouévog ^ voie 
om. P ^ óugodyuecr scripsi secundum L (diaphragmatis): àw- 
yoduuacı b 28 00avog P 


282  HP9?NOZ AAEEZANAPE29Z IINETMATIKS9N B. 


&zéyov Ocov vdarı Óuwpovow.  zoóg de ro TA 
ovoiyyıov éovo v0 M Övvdusvov pHEYYyEodaL. — zÀAqoo- 
Hrostaı oov T Acdyvvog did Tod EZ oWwAivog, vo) 
&£oog Erywoodvrog did Te tod KA oWwANvog x«i Qu 
tod M ovoıyylov. ÖTav oov xuraoyovres TO @Tlov 
tig Aayvvov émuxA(vousv, DOTE TO0EODEL, TOONGETEL 
uiv did Tod EZ owAnvog sig TO Extög u£oog' did Ó& 
todo KA t0.Oygóv opos. sig vróv BI' vrocynAov: 
0 de Ev «OrQ ANE ixxgovóusvog did Tod M ovgıyylov 
preykeru. Eoro 08. x«l Ev ro AB dtapodyuarı 
ToUmque Ersoov, Óv ov 6odmdelong Tio Auybvov TO 
Ev TO Toayiim GmoAsupOtv byoov zAw KWonjosı sig 
T0 XOTrOg Tijg Auybvov voO cégog ÄVTIUETEXWEOUVTOS. 


XXVII. 

'"Exí vwog Bdoewg &yys(ov Övrog olvov £yovrog nal 
xgovvóv &vsgyóva zcgegpsgouévme As(«g zovijo«. HEELV 
TOV xgovvóv zoóc uérgov, oiov óvi uiv TuwxorUALOv, 
ór& Ó& xovUAqv xol xc9óAov 0cov iív vig mpocioijrot. 


gvoıv sivot. moög de To IA ovolyyıov Sero ro M dvva- 
uevov gO£yyscOor. aoo sere otv 4| À&yvvog Ói& Tod 
EZ co ijvoc , ToÜ óéoog Enyagodvrog de rıvog dıavylov 
voU N, 0 ueri viv mtn Toö dyyelov crtoqpoc 9 ijsevea. 
Eotaı ab Ereoov dvsmyog r0 E.  Ürav oUv wxoréyovreg To 
críov Tijg Aeyóvov émwutvousv, (ovs mofo9er. Uno, 

, M \ E m , M ? ji , " \ 
oonoereı uev dıa Tod EZ 6WAnvog sig TO Errög uégog' dia 
0$ tod KA ywonoeı v0 üyoov sig vóv I'B rodymkov' 0ó de 
£v «)rQ ANE ixxgovóusvog dia Tod IM ovgıyylov pPEyserau. 





1 ddarı AG,T: 90evog G, 10 pdeysera AG: ge yyezou T 

13 ro) &£pog. &vrwueroyooo00vvog À,G,: Ó ang Vd Ci 

A mg. (etiam in textu ex „g0Övrog "A, -ge£ aurog corr.), G,: 

Tod &égog Avrıustaywgei coróg T 16 zowjccu Tb: moıjoHaı A: 
noeiodeı G,, c9 expunxit et c supra scripsit G, 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 283 


nur so weit abstehe, als nótig ist, um Wasser durchzulassen. 
An y6 sitze ferner ein Pfeifchen u, welches ertónen kann. 
Nun soll die Flasche durch die Röhre e$ gefüllt werden, 
indem die Luft durch die 
Röhre x4 und die Pfeife u 
entweicht.!) Wenn wir dann 
die Flasche am Henkel fassen 
und sie nach der Seite kippen, 
dafs sie Flüssigkeit auslaufen 
läfst, so wird sie dieselbe 
durch die Röhre ££ nach aufsen 
strömen lassen, während durch 
#4 die Flüssigkeit in den 
Hals By geht. Wird die darin 
15 Fig. 10b. enthaltene Luft durch das 
Pfeifchen u hinausgedrängt, 
so wird sie pfeifen. Es sei ferner in der Scheidewand «p 
ein anderes Loch, durch welches die im Halse zurück- 
gebliebene Flüssigkeit wieder in den Bauch der Flasche 
20 zurückfliefst, wenn sie wieder aufgerichtet ist und die 
Luft als Ersatz für die Flüssigkeit (in den Raum yf) 
einstrómt. ?) 





XXVII. 


Aus der offenen Zapfróhre eines auf einer Dasis Ein Weinauto- 
25 stehenden Gefälses mit Wein durch Anhängen eines nn 
Gewichtes ein (bestimmtes) Maís ausfliefsen zu lassen, 
z. B. bald einen halben Becher (= 0,137 1), bald einen 
Becher (= 0,274 1)?), überhaupt beliebig viel. | 


1) Nach b: ‘Nun wird die Flasche durch die Röhre e£ 
gefüllt, indem die Luft durch irgend ein Luftloch » entweicht, 
welches nach dem Füllen des Gefälses wieder verstopft wird. . 
Ein anderes & soll offen sein (Fig. 70 b).’ 

2) Die Worte: “Es sei... einströmt? fehlen in b. 

3) Genauer 0,2736 1. Vgl. F. Hultsch Griechische und 
römische Metrologie S. 703°. 


18 idv a: &v b 19 z& CP: ro B 28 Zoraı BCL: 
fero P &vegog P 


984  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


- 


e 


"Eévo to uiv &yysiov vó ABI, év © 6 oivog 
éyyvOjaevut, xoovvóg Ó& Ev «ovQ Rod vóv zv9uéve 
&óvo 6 Zh: Ów«xeggéy90 Oi Tov TodynAov vÓ EZ 
dıapocyuarı. Ou de Tod EZ diapodyucrog. Óu6090 
coAjv 6 HO ánzéyov dad Tod zvOu£vog Tod dyyslov 


000v Üdarı Öıdopvomw. 7 Ó& broxsuevn TO Ayyeio 


Beoıs &ovo y KAMN. Ereoog Ó& GcAQv Zora 6 BO 
&xéyov uiv And Tod Öıapodyucrog Bocyó, Óujxov O8 
dıc ijo Pdoswg. Eorw ÖE Hal Ev TH Bos. VOco 
ETLPELEOOV v0 oTöulov Tod XO owAnvog. EZorw ÓE 
x«i xcvov 6 IIP £yov TO uiv Huov u£oog Evrög Tío 
péácsog, vo Ó$ ijucGv éxvóg xqAovevóusvov zsgi TO 
2 Gqusiov.  éxxgcudíot0c O3 ix vob II üxgov cob 
x«vóvog xAtvv0o« 7 T rQUzwquu« Eyovoa Ev TO zxv8- 
uevı. TO uiv oov Gyytiov zAxoocousv dıd. od HO 
GoAWvog, zgiv £yyvbijva, TO Ev Ti) Paosı bog, ToO 
&£gog EXXWGODVTOS Ó.& roO XO coAivosg, xe«v«Acóuevot 
tov A xgovvóv. sivc éufeAoUusv Ev cj PBdosı có 
Vóco did Tivog Ómiüjg, Üyoug oo émupodtousv td O 

a 284, 18—288, 7 sive iufoloUusv.... &güyusv dei 

— bh 284, 21— 288, 24: size DEEP I év vij Báce To 
Vcg did EIvOR orig, Aygıs o émupod&ousv rd O ovójuov: 


1 ro RE om. T «fy AGT,: «fg T, 2 Eygudnoere Gb: 


Enyvdnoeraı AT 4 08 G,Tb: om. AG, 7 £evo (ante 6) 
"om. T 9 f. die en evéyne y rüs Bdosog óà Tb: om. AG 

11 uégog AGT,b: uévoov T, 12 xniovevóusvor AGT, 
(-Aov- A): wxmAovevóusvoc T, b 15 n® BCGL: $n APT 


17 narakaßowevor AGb: xorodepfovóuevor T 19 ézigod- 
Éousv T: énipod&ouev AG 


1 aß bL 2 noo& a: z£gQi bL 3 00 0 B 6 ói&o- 
Qvowr eivaı h 9—10 ero ... owAnvos om..bL 13 & 
a: éxvóg b: ex L 15 nineaowusv P 29 émwpod&ousv BP: 
énigoctouev C 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 285 i 
Das Gefäfs, in welches der Wein gegossen wird, sei 
«By (Fig. 71); es habe am Boden eine Ausflufstóhre . 
Sein Hals sei durch die Scheidewand s& verschlossen. 


—— T TII 


EE : 
ES 
| = E 


SSH 


| 





Edo. 


Durch diese stecke man eine Röhre n% und bringe sie 
5 dem Boden des Gefälses so nahe, dafs nur noch Wasser 
durchfliefsen kann. Die unter das Gefäls gesetzte Basis 
sei #Auv. Eine andere Röhre £o reiche fast an die 


21 


[*r] 


986  HP9NOXZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN B 


Gróutov, xol &qusv vv I xgovvóv. Yavegdv oov 
Or, o9 Hevosı Ó olvog did TO undauddrev dEga ÓUvacta, 
&loxguO voi. drav Ó&$ x«ví&ousv v0 P üxgov Tod 
xcvóvog, émcgOn6sr«u u£oog Tı Tijg xAtvv0Q«g éx ToO 
ÜÓcoroc, x«l yvuradelong vig O &vazxvoijg Hedası 6 A 5 
xgovvóg, (xoig &v TO uerecQuo0iv vj xAtUvOQc UÓcQ 
&zopgebocv Eripodsn av O Avanvonv. ikv 05 záAw | 
zAqoco9síoqg Tijg xAsvU0gag xcvckycusv TO P üxgov 
zÀA£ov N TO zwgórsQov, zA&(ov« ygóvov E40EVOE TO Ev 
vjj AAELVIOR UETEWOLOHEV vyoóv, Gore x«l £x ToU 10 
xgovvoUo zAéov Hvjosteı. Ev Ó$ xol OA 1) xAewvOpc 
usrecQuG9$, zoÀAQ zÀA£ov Hvnoereı Vvc oov uw») ci) 
xgıol xovcycusv v0 P xgov Tod x«vóvog, &ovau vig 
Asia 1] D zagegegouévy Ev TO éxvóg wégeu oO xovóvog 
&gnjcousv Oi xol róv A xgovvóv.  qevsgbv oOv Ovi o 15 
6evoa 6 oivog dia TO undauodev ÓOóvacOer elongıdnvar 
ga. dOzogpoirrousv yàg “al v0 H orouov vo HO coMjvoc. 
Orav de Haraydymusv To P &400v TOD xevóvog, EragIMoETEL 
wEoog Ti. Tg xÀswü0gec ix Tod ÜOerog, xol yvwvoOsícnc 
vic O d&vemvoije debosı 6 A xgovvóg, Gygig v TO uevec- 20 
g.G0iv Ti xAmwóOgg dO0cQo Arropgsücav Aropodsn viv O 
&vemvoqnv.  éàv Oi máMv niAngwdelong vijg xAswv$O0gog 
sero y aue to P üxgov mÀ£ov 9) moórtQov, mÀsíove 4góvov 
Engevseı TÓ £v Tj xAepióoe pereogugOEv 5200, Gore Hai 


£x TOD xgovvot TÀéov óvij6evoa. iva ovv un Tij wstQL 25 


c 
" xetüyoucv TO P xgov Tod xoevóvog, &6ro tig Asím 4) €D 


7ztvgogegouévm Ev TO Eurög eos Tod xevóvog To PX. xol 


1 &gáàusr: f. &prjcowev. cf. lin. 15 3 f. elongıdnvan... 
örav. cf. lin. 16—18 9 ró om. T 





17 &zogocvvouev scripsi secundum L (obturamus): &voqgocz- 
rouevb yàg BCL: om.P HO scripsi: q£ B: -e:z- L: «£ CP 
23 xal ante zAs(ovo inser. L (ef) 26 £ero BC: Eoraı P: sit L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 987 


Scheidewand und gehe durch die (Deckwand der) Basis. 
Die Basis enthalte ferner Wasser, welches die Mündung 
der Röhre £o verschliefst.!) Es sei auch ein Balken ro 
angebracht, der zur Hälfte sich innerhalb der Basis, zur 
5 andern Hälfte aufserhalb befindet und um den Punkt c 
sich wie ein Brunnenschwengel auf- und niederbewegt. Am 
Balkenende xz hänge eine Wasseruhr r, die im Boden ein 
Loch hat. Wir füllen nun das Gefüís durch die Röhre 7%, 
bevor das Wasser in die Basis gegossen wird, indem die 
i19 Luft durch die Röhre &0 entweicht; denn die Ausfluls- 
röhre ó halten wir zu. .Dann giefsen wir durch irgend 
eine Öffnung das Wasser in die Basis, bis wir die Mün- 
dung o geschlossen haben, und lassen darauf die Ausflufs- 
röhre ó los. Es ist klar, dafs der Wein nicht ausflefst, 
15 weil auf keiner Seite Luft zugeführt werden kann; (denn 
wir stopfen auch die Mündung n der Röhre 49 zu).?) 
Drücken wir das Balkenende g nieder, so wird die Wasser- 
uhr zum Teil aus dem Wasser gehoben, und wenn das 
. Luftloch o frei geworden ist, fliefst die Ausflufsröhre 0, 
20 bis das durch die Wasseruhr emporgehobene Wasser (aus 
dieser) wieder abgeflossen ist und das Luftloch o ge- 
schlossen hat. Füllt sich nun abermals die Wasseruhr 
und drücken wir das Ende o noch mehr als vorher nieder, 
so wird der Ausflufs des in der Wasseruhr emporgehobenen 
25 Wassers länger dauern. Folglich wird auch aus der 
. Ausflufsróhre "mehr ausfliefsen. Falls man aber die Wasser- 
uhr ganz heraushebt, so strömt noch viel mehr aus.?) 
Um nun das Balkenende o nicht mit der Hand nieder- 
drücken zu müssen, bringt man an dem äulseren Teile 
30 des Balkens oz ein Gewicht‘) p an. Wenn es nahe bei 


1) Dieser Satz fehlt in b. 

2) Die Worte: “denn ... zu’ fehlen in a. 

3) Dieser Satz fehlt in b. 

4) Unsere Zeichnung giebt das Gewicht in einfacher Form. 
Bekanntlich sind die in Pompeji (und auch sonst) gefundenen 
Gewichte meist mehr oder weniger verziert. S. Overbeck-Mau 
a. a. O. S. 447. 448. 


288  HP9NOZ AAESANAPEQZ IINETMATIK9N B. 


To PX. xoi Óvav uiv &yybg m Tod P, OAqv &vdta 
viv HAsbVdoav‘ Óv«v bt GzovtQov, £Aovvov.  m&íQc 
5: Q^ y \ , e / es Le 
ovv Ebodvrss Ta utevoc & DovAóusOü« Qsiv vOv A 
xpovvóv, &vrou&g zoujcousv Ev và PX xavovı xoi 
\ m 4 er e , /, , 
émLyooqég vv uéroov, Gore Öndrav fovAdus)« uépgoc 
vL ErosVocı, EM Exelvnv Tv Evroumv maodyovres vov 
As(«v &güusv Qsiv. 
XXVIII. 
"Puroó xcvaGxsvi, ovs £v &oyij uiv xoüue« ftu 
1s oy Mk DRK DEELV, 

örev ÖE BovAmusda Ereyyvvousvov Vbarog, TO VOWE 
cUTO KM OT Exoseıv, Kal mahıv xoüuo. 

"Eotw QurOóv vó AB diarspoayucvov vóv ToaynAov 


to TA <diapoayuarı), di ob coAQv dinodn 6 EZ 


qégov sig viv Exgvoıv, Tonudrıov é&yov Evrög To 
6vrod r0 H. diadyıov dt Eorw Ev TO QuvQ Und v0 
Öicpoayuc, 0 ©.  iàv oov xuaraiaßduevo Tv Z 
Erovoıv EyyEouev TO xoüue, eloeAsvoeraı sig TO QuvOv 
dı& tod H ronuariov‘ Óvav bt dgüusv vQv éxgvouv, 
Orav uiv éyyvg m voU P, qv ever "iv „leyodgev 
OrTav ÓO& Gmovegov, EAorrov. melgg 00V ebgövreg To werger 
€ PBoviAousda óciv vóv A xgovvóv, évrou&c zowjcousv Ev 
vO XP xavövı xol émwygegüg vv uévoov, Gore Ómórav 
: » , , ? E 2.50142 , \ 2 M 
BovAmusda vrocóvÓs uégog éxoeÜGoL, ém £xsLvqv NV Evrounv 
nagdyovres nv Acíav &guiévor Qgiv. 





1 oy A (sed y in x, ut videtur, corr.), T: ov G uev 
om. T,, add. T, 2 dimbregov T,: eümóregov AT, (eózocv. G,, 
(TOT. C1.) 028, 20—21 f. uévoo (ngog) | &. cf. p. 282, i7 4 noLN- 
COUEV AG: ee fk 7 &póusv: f. &prjoouev 13 và 
G,b: vó AG,: dirpocyuarı bL: om. a 14 f. (nei) 
Tonudrıov 17 Fre T 18 &püusv A,GTb: apa A, 


10 
c 


11 óésw B 18 Orav a: àv b. .19 &vdisy B: &AAdén ' 


CP: adaperiet L 20 ovv om. L 21 fgovióus)« B 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 289 


o hüngt, wird es die Wasseruhr ganz herausheben; je 
weiter es davon entfernt ist, desto weniger Man mag 
nun die Mafse ausprobieren, nach denen die Ausflufsróhre à 
fliefsen soll, und auf dem Balken oy Einschnitte (als 
5 Skala) machen und die Mafse daran schreiben. Wenn 
daher ein bestimmter Teil!) ausströmen soll, möge man 
das Gewicht auf den entsprechenden Einschnitt schieben 
und die Röhre fliefsen lassen. 


XXVIII. 


10 Ein Trinkhorn anzufertigen, daís anfangs eine Ein Zauber- 
Mischung fliefst, dann aber auf Wunsch blofs reines re 
Wasser ausströmt, wenn Wasser hinzugegossen wird, 

und (schliefslich) wieder 

eme Mischung. 

Ein Trinkhorn «ß 
(Fig. 72) sei im Halse 
durch (die Scheidewand) 
»6 verschlossen. Durch 
diese stecke man eine 
Röhre s6, die im Zapf- 
loche endige und inner- 
halb des Trinkhorns mit 
einem kleinen Loche 4 
versehen sei. Unterhalb 
der Scheidewand habe 
das Trinkhorn ein Luft- 
loch 8. Halten wir nun 
das Zapfloch $ zu und 
giefsen die Mischung 
30. Fig. 72. hinein, so läuft sie 

durch das Loch n in 
das Trinkhorn. Lassen wir dann das Zapfloch los, so 
fliefst die Mischung aus, indem die Luft durch das Luft- 





1) Nach b: ‘so und so viel’. 
Heronis op. vol. l. ed. Schmidt. 19 


21 


-1 


990  HP9NOZ AAEZANAPEQZ IINETMATIK9N B. 


QeUcsL TO xg&u«, Tod d&£oog Elonintovrog Óuà Tod © 
dıavyiov. Or«v Ó& naradaßouevor TO © dıadyıov 00c9 
xoQ«oov éxsyyfoucv, TO uiv xoüu« o) Huvnoeraı Oud 
to uj) &ysıv nagelodvov vov deoa, UÓcQ de xoQwoóv. 
er AE uw \ 2 , e / L e, 
ötav Ó$ Avöusv TO ©, &ugóvso« QviGsrou., TO TE vÓOQ 
x«i T0 xgüuc, 0 O5 é& duporsowv zcAw Yiveraı 
x9. 


XXIX. 
"Ayysíov Övrog émi Pdoswg x«i xgovvóv &yovrog 
UTEOLVO ToU TVNUEVOg ... xci &yyvvoutvov sig cOrO 


VOcrog, Óv2 uiv xoet)«góv TO T0co Exgesıv, óvb OL 


xo&pe, Ott ÖE uóvov üxgerov. 

"Eóvo cyysiov v0 AB émi fícsog xgovvov &£yov 
vov IA, oo To I' óvóutov ozsoávo £ovo Tod zvb)uévog 
Tod Gyysíov. dıamepodxdn dt vov roéynAov To EZ 
dıapodyuarı, ÓU ob xudEelodn coAv 6 HO wxgóv 
oztoéyov Tod ÖLaporyucrog eig TO (vo uégog, ATEYWV 
0& And Tod zvÜu£vog Tod Ayyslov 060v Vbarı ÓwdQ- 
gvoıv. Eorw Ó& x«i &vsgog OWmANv zog vij yéovoc Tod 
&yysíov 6 KA éxvóg, & Omoxsío0c Gyysiov dxgdvov 


vo KM. £6vo 0$ xoci Ev v EZ diapodyuarı Aszvóv 
voUzmucn TO N. rovrov oov Óvrov iàv éiyyéousv 





1 elonimtovrog AGT,b: Enmimrovtog IX 3 EmEyyEnuev 


- Tb: Emiye@wev AG 6 0 codd.: f.xel — 10f zvb)uévog (ol 


coire, o brtónevro Gyy tov xod tov,». cf. 1in..20.09.232, 16 
14 z0v Tb: zo AG 18—20 6009 ... &yyelov om. G,, add. B. 
22 f. Cotvog» Övrov, his autem ita se habentibus L 


10 post mudwevog add. £yovrog Ó8 xol oivov bL 11 àx- 
oéew aUP: óéew B 12 v0 &xgoarov BC 14 I'om. P 
15 ós om. P collum -a:b- L 16 nadelodw B: x8lcdo 
CP: expellatur L 18—19 óuoovoi sive, b 19 yáctQo a: 
xoiAto b j 


m 


0 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 291 


loch $9 eindringt. Halten wir aber das Luftloch 9 zu 
und giefsen reines Wasser zu, so fliefst, weil die Luft 
keinen Zutritt hat, nicht die Mischung, sondern reines 
Wasser. Lassen wir (darauf) ® los, so fliefst beides, 
5 sowohl das Wasser als die Mischung. Aus beidem ent- 
steht nun wieder eine (neue) Mischung. 


XXIX. 


Wenn auf einer Basis ein oberhalb des Bodens ns 
: Y E A usflufs. 
mit einer Ausflufsröhre versehenes Gefäfs!) steht Fig. 3. 





Fig. 73. 


10 und man Wasser hineingiefst, so soll bald reines Wasser 
ausfliefsen, bald eine Mischung, bald nur reiner Wein. 
Ein auf einer Basis stehendes Gefüfs «ß (Fig. 73) 


1) Zusatz in b: “mit Wein’. 
18* 


oo 


292  HP9NO£X AAEZANAPEQ9Z IINEYMATIK9N B. 


Vócoo sig v0 Gyysiov Óu& Tod vo«yíAov, TO u&v meol 
viv vozsgoyn]v Tod coAi(vog Ev TO vocynAq wevei, TO 
Ö& ozio Todrov sig TO KUTog éveyOnjocevou, üyoug Qv 
éxl TO I' óvóuiov TOO xgovvot zegoy£vqvot. xol ovrog 
\ \ e > / ? , \ nV 
xc)cg0v TO V0cQ EXEVNOETE.  Goé«uévov Os Qé&tuv 
TOO xoovvob, xc z&o &xi TOD Owhjvov cvveziozdostat 
xci vov Ev TO KM d&yysío Üxoarov, xci éxoviostar 
4 T4 4 0 2 0 N 

^ er m \ ri , „ 
xo&ue«.  Orxv dt danarndn TO Ü0co0, TITE Üngarog 
uóvog HvYoera, el un nag 000v To z«oà r0 EZ 
ÖLdpowyuan VOWE oVvenıondoera.  Oruv ÖE did vob 
N rovaYuarog zv Exosdon TO neEol v0 ÖLdpoayuu 
böcTıov, TOTE z«QtiGtADQv 6 o dıaAdosı TE mv 

/ M PE! PL £y 
Gvveysav, Kal ov0iv Erı QsUG&L. 


XXX. 


"Ayys(ov Övrog nAngovg olvov Kal x00vv0V EXovros, 
( ÜrÖKEITEL TOTNOLoV, ztQ0g uétgov TO Óo9iv Tov 
olvov slg TO zoTáoiov ErLQGEEW. 

„ ^ ^ * „ , P ^ \ 

Ecvo v0 vOv oivov Eyov &yysiov v0 AB x00vv0V 
&yov vóv I: vó 0$ | zgóg to I' óvóutov Tod xgovvoo 
As(uv éyévo viv vo émupivsuuv, ove TVUNaviov 





2 ueve? Tb L: uevsı AG Score om. G,, add. G, — f.$0oo 
(nal &zogoeyj to H oröuov Tod coAivog» 10 óvev T: re 
AGb 10—11 dı& rob N G,Tb: om. AG, 11 &xgedon A 


N er 
(y ex &ı corr), G: &xosvceı T, 4 supra scripsit ead. m. zeeoi 
ab: f. wood. cf. lin. 9 18 Zorw v0 &yyelov to vóv oivov £yov 


zo eg radit 19 và Tb: zo AG 


. "^u CP 80 &xoarog B 11 &rgevoeı b 13 Myystov 
övrog émi (jjcsog ... Aenrov voózQuc to v (290, 9—22) hic ite- 
rat 0 15 oivov om. L 20 &va om. bL Ertıpdvsuav 


aneıßös b, superficie ad amussim levigata L 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 293 


mit einer Ausflufsróhre yó habe oberhalb seines Bodens 
die Mündung y. Sein Hals sei durch die Scheidewand «e£ 
verschlossen. Durch diese stecke man eine Röhre 49, die 
oben etwas über die Scheidewand hinausrage und fast 
5 bis auf den Boden des Gefäfses reiche, aber noch Raum 
für den Durchflufs von Wasser lasse. Ferner sei eine 
andere Röhre x4 auísen am Bauche des Gefälses ange- 
bracht. Unter diese stelle man ein Gefüís ungemischten 
Weines xq. Schliefslich sei auch in der Scheidewand e£ 
10 ein (ganz) kleines Loch v. Giefsen wir nun bei diesen 
Vorrichtungen durch den Hals Wasser ins Gefäls, so ver- 
bleibt das Wasser, welches den hervorstehenden Teil der 
Róhre umgiebt, im Halse, wührend das Wasser, welches 
über diese hinausgeht, in das Innere lüuft, bis es zu y, 
15 der Mündung der Ausflufsróhre, kommt. In diesem Falle 
wird das Wasser rein auslaufen. Hat aber die Zapfróhre 
angefangen zu fliefsen, so wird sie wie beim Heber auch 
den ungemischten Wein im Gefälse xu anziehen, und es 
flüefst eine Mischung aus. Ist das Wasser verbraucht!), 
20 dann fliefst allein der ungemischte Wein aus, abgesehen 
von dem Wasser, das er etwa an der Scheidewand z£ 
mit anzieht. Wenn das ganze Wasser auf der Scheide- 
wand durch das Loch v gesickert ist, dann tritt die Luft 
hinzu, unterbricht den Zusammenhang, und der Ausflufs 
25 hört auf. 


XXX. 


Wenn ein Gefäls voll Wein eine Ausflufsróhre Ein Weinauto- 

hat, unter welcher ein Becher steht, so soll eine Tid nu d 

bestimmte Quantität Wein in den Becher fliefsen. get). Fig. 74. 
30 Das Gefüfs mit dem Weine sei «ß (Fig. 74); es sei 
mit einer Ausflufsróhre yó versehen, deren Mündung y 
oben an ihrer Oberfläche?) abgeschliffen sei, auf dafs sie 


kein Wasser auslaufen läfst, wenn sich eine kleine 


1) Soll die Vorrichtung als Heber weiter wirken, ist 4 
natürlich zu verstopfen. 
2) Zusatz in b: “scharf”. 


294  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSNN B. 


enıtsdevrog Tod EZ ovéysww v0 0c. £ovo Ób xol 
xcvóviov ópg00v mennyog émi Tod vog v0 HO, dp’ 
o6 Ereoov xquAovevécüc vó KA. £ovo Ó$ xoi Ereoog 
x«vv und mv Bdoıw ToU Gyysiov 6 MN xqAovev- 
Óusvog zeol TO 3° Ereooı 08 ÖVo xavöveg oi KO, AII 
TO0ONPIWOAV Ev stgóvoiug Kıvodusvor, BOTE OMOTAV 
xcTyy TıS T0 M xgov roO xevóvog, EIKLOOUEVOV vot 
EZ rvundvov Avolysodaı TOV xgovvoóv x«i é£xgsiv, 
&gsOüZvrog Ób zAw xarankeisodeaı. Erirelodn OoUv 


tö MN xavovı zovüáotov, sig 0 PBovAdusda TO zog 10 


uEToov byoov ÖEtaodaı, xol Eoreı TO P Omxoxsiusvov 
To xoovvo. éovo Ó2 nal Asia vig 7| 2j Óvvauévm uà 
xoíxov ze«ocyeo)«, eig TNV vozxtgoynv TOO xcvóvog TV 
MO. iàv obv zagdíto sig ro moög và M uéposc, 
avoıydioereı Ó xgovvóg xci HEVoEL sig TO zoToiov, 
x«i Baoovusvov TOD zovqoíov zAw &vovsoosi 1) Asia 
x«l GzoxAs(GsL vOv xgovvóv. vc oov zQ0g uérgov 
aroooEn, éufeBAo9o sig To morNoLovV, si TÓyOL, XovUAY. 
To 0’ éx TOD xgovvobO éxg£ov Ev GAAo &yyeío Aeue- 
4 4 
, \ / e ‚ er e / / 
- VEOIO, xci zegoy6o00 N Asia, EWG 00 zQOTOS UNKETL 





1x AUTDE zo D 3 xgAovevécüo b: xpAovtvéro A 


5 ó$0 om. G xo, An T: xoàv AGb: om. L 9 68 om. T 
add. T, 10 eis om. T,, add. T, BovióueQo T 11 Zoraı 
AG: Écvo Tb: sit L 19 T AGT, b: zo T, A4 éà&v A GT, b: 
órov T, ta Mb: zo a 15 £. (rà bygor) Qebcet 17 o)v 
AGb: yoóov T 18 morngiov: f. &yyeiov 19 à" ix AC: ói 
ix BGPT éxoíovr AGT,b: óéov T, 20 zapocyéc?o T, b: 
ragaysveodo AGT, od: oov» T 








1 cooperiatur L (or&yeodaı?) 2 &p’ aCP: &p’ B, Vind. 120 
4—5 »nAovevópevog val ovrog bL 8 Tvunaviov C 11 
dEEaodaı a: Engeiv b, fluere L 14 uo BL: u CP zt octéo 
a: mapaydyousv cori» bL 16 Pagovusvov a: B«ovvouévov b 
18 zoyoı CP: voxqn B 20 zoóovog om. L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 295 


Scheibe e£ darauf legt. Auf dem Henkel stehe ein senk- 
rechter Stützbalken $$ fest, von welchem ein anderer, 
(der Querbalken) x4, auf- und niederwippe. Unter dem 
Fufse des Gefälses sei ferner ein anderer Querbalken uv 
5 angebracht, der!) um & wie ein Brunnenschwengel auf- 





und niedergehe. Noch zwei andere Hölzer xo und Am sind 
(an xà) zu befestigen und sollen sich derart um Stifte 
drehen, dafs, wenn man das Balkenende u nach unten 
zieht, die Scheibe s£ sich hebt und die Ausflufsröhre sich 
10 öffnet und fliefst, sich dagegen wieder schliefst, wenn man 


1) Zusatz in b: ‘gleichfalls’. 


219 


296 HPRQNOZ AAEEANAPE2Z IINETMATIKS9N B. 


den Ó xpovvóg, xcl csoqwsuboO9c ixi roO xcvóvog x«i 
éxvysyoíq9c xoróAm OÓuoíog de zul TuwxovóAg x«l 
Oso xorvAOv' x«l ov iiv BovAmusda WETOOV, TE crO, 
zoujGousv xci EEousv vOv uéroov T& onusla, Au € 
Ósi nepayousvnv nv Aslaev TE uéroc dmodıdovan. 
Övvarov Óà &vrl Tod EZ Tvunavlov neoıTideodaı TO 
xgovvo Og OTEyvov vi &yysiov, Bote ÖLaoreAAousvov 
Tod OygoD Und Tod Ev wurd dEgog wqxévu Qécuv vOv 
#00vVOV. | 
XXXI. 

"Ayys(ov oivov Éyovrog x«i xoovvóv xoi ozxoxsuuévov 
xg«tijoog, 0Gov (v tig ToU xocvijgog Apeintai, vocobrov 
eig cÜvóv émigoéewv oivov éx TOd xgovvob. 

"Eovo v0 Tod oivov &yysiov v0 AB (xgovvog Ó& 
6 IA) zyov vó EZ tuvundvıov xoci voog HO, KA, 
KO, AM xavóvag óg xci émávo' omzoxsío00 Ó& TO 
xgovvàO zorngLov r0 ID: rà 0$ KO xevovío mgocgvéig 
éovro Aspnragıov ro P Evov Ev ayysio và ZT. owAnv 
0 6 TO ovvreronodon roig ZT, II ayyeloıs. vovvov 

. ÖVTWV xci xcevOv Övrov vOv II, ZT &yysiov To 


1 6&n T: Qéev AG b ceonusiocdo Tb: seonucınodaı AG 
2 f. xovoAne et Nuwnording 4 xxi AGb: £og T UETEWV 
AGb: usoóv T 6 vo Tb: om. AG * óc suspectum, nisi 
quid intercidit 15 Eyov AG: £yov Tb 15—16 Tovg . 
xXoavóvoag A,G: và ... «avóvie A,' Tb 18 và CG, PT: TÓ ABG, 
20 lacunam statui; f. roórov (oov obras» Ovrov, his ita 
(itaque cod. Taurin.) se habentibus L: voóro» ài üvrow Leid. 
Voss. 19 nal xsvàv Ovrov om. T 


1 xavovog aB: navoviov cp 2 NunorvAıov BCL 3%- 
TvÀÀv a: norvAcı b od éà»v a: 0 àv b ueroov b 6 et 
pro (= xai avi) L Tvunavlov F MEI b * og: et L 

8 óyoo?9 a: &éoog bL 16 KO om.b: KO40m.L 17 II: 


(xr. L 19 oz aBL: sa P: zz C 20 evz bL 


10 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 297 


es loslüfst. Auf dem Querholz uv stehe ein Becher, in 
welchen wir das entsprechende Mafs Flüssigkeit zapfen!) 
wollen. Das soll o sein, der unter der Ausflufsróhre 
steht. Schliefslich bringe man ein Gewicht c an, welches 
sich mittels eines Ringes auf dem Vorsprunge wo ver- 
schieben läfst. Schiebe ich?) es nun nach « hin, so 
öffnet sich die Ausflufsróhre, und die Flüssigkeit strömt 
in den Becher. Wenn infolge dessen der Becher schwerer 
wird, so hebt sich das Gewicht wieder und verschlielst 
10 die Ausflufsróhre. Damit nun ein bestimmtes Quantum 
abfliefst, schütte man in den Becher?) etwa eine Kotyle 
(— 0,27 l. Die aus der Ausflufsróhre ausstrümende 
Flüssigkeit fange man in einem andern Gefüfse auf, und 
man schiebe das Gewicht so lange zur Seite, bis zum 
15 ersten Male eine Unterbrechung des Ausflusses eintritt, 
bringe auf dem Holze eine Marke an und schreibe “Kotyle’ 
daran, ebenso *!/ Kotyle' und ‘2 Kotylen'. Dies wieder- 
holen wir bei jedem beliebigen Mafse und bekommen so 
für die Mafse die Marken, nach denen man das Gewicht 
20 verschieben muís, um die entsprechenden Mafse zum Aus- 
flufs zu bringen. Statt der Scheibe e$ kann man ein 
geschlossenes Gefüís (eine Art Glocke) um die Ausflufs- 
röhre legen, so dafs der Ausflufs aufhört, wenn der Zu- 
sammenhang der Flüssigkeit von der in jener Glocke ent- 
25 haltenen Luft unterbrochen wird. 


a 


XXXI. 


Hat ein Gefü(s mit Wein eine Ausflulsröhre, unter Kin Welnauto: 
: : R : mat (durc s 
der ein Mischkrug steht, so soll so viel Wein, als nae ug 


man dem Mischkruge entnimmt, aus der Ausflufs- Zen eines 
Schwimmers 


30 röhre zufliefsen. geregelt). 
Das Gefäßs mit Wein sei «ß (Fig. 75), die Aus- Te” 
flufsróhre yó. Es sei wie vorhin mit dem Scheibchen e£ 


1) Nach b: ‘in welchen das entsprechende Mafs . .. fliefsen 
soll’. 2) Nach b: 'Schieben wir’. 3) Richtiger wohl: 
‘in das Gefäls’. 


208  HP9NOZ AAEEANAPEOZ IINETMATIKON B. 


P Asßnragıov zgóg và nvduevı Eoraı Tod Zi T &yys(ov 
M ’ L4 \ "d P \ , M 

x«i avolssı 0v II xgovvóv. é£ovrog Ó& adrod sig 

&ugórsoc ra TZ, II ayyeic, mo000vaßeivov v0 Asfn- 





Fig. 75. 


víguov zAw xAs(osL TOv xgovvóv, &og o0 mcAw 
&gé£Acuev And ToU xgcvijooc. x«i voUro Eoraı, Óóodxig 5 
&v &géAQuev. 
XXXII. 
^ \ \ v , 
OwnGcvgob x«vcoxsvy) TQoyov EXovrog ovrosgóusvov 
q&Àxsov, 0g xcAsivcL. Kyvıorjgıov‘ voUro y&g ciQucuv 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 299 


und den Stangen «49, xA, xo, Au versehen. Unter der 
Ausflufsróhre stehe ein Krug z. Mit der Stange xo sei ein 
kleiner Kessel o verbunden, der sich in einem Gefälse or 
befinde. Eine Röhre vg setze die Gefälse or und z in 
5 Verbindung. Sind nun bei derartigen Vorrichtungen die 
Gefüíse z und or leer, so liegt der Kessel p am Boden 
des Gefüfses or und läfst die Ausflufsróhre y offen. Da 
nun die (infolgedessen ausströmende) Flüssigkeit sich in 
die beiden Gefälse z und or ergielst, so steigt der Kessel 
' 10 und schliefst die Ausflufsróhre wieder, bis man den Misch- 
krug von neuem ausschópft. Dieser Vorgang wiederholt 
sich jedesmal, wenn man etwas herausnimmt. 


XXXII. 


Eine Schatzkammer mit einem rotierenden Bronze- Der pfeifende 

15 rade, dem sogenannten Sühnrade (Hagnisterion)?), zu Bé 
bauen; dieses pflegen nümlich die Tempelbesucher 
zu drehen. Wenn sich das Rad dreht, so soll die Stimme 
eines Mönches (Vogel) erschallen und das Vöglein selbst, 
welches obenauf steht, sich drehen. Steht dagegen das 
Rad (wieder) still, so soll der Mönch aufhören sowohl zu 
pfeifen als sich zu drehen. 

Es sei «ßy6 (Fig. 76) eine Bold Eur; darin sei 
eine leicht drehbare Achse sf quer gelegt. Mit dieser 
sei das Rad 9x verbunden, welches man umdrehen muls. 
. 35 An der Achse seien innen zwei Räder A und u befestigt, 
von denen A mit einer Winde versehen sei”), u dagegen 


9 


e 


1) Vgl. oben 8. 149, 1—4. 
2) Vgl. auch Fig. 16a—c in den Prolegomena. 





1 Zero. TbL: Zozo AG — 2 &voí& (sic) A 36x BG,T,: 
tan AG,T,: f. II, ZT. cf. p. 296, 20 


1 od GT dyyslov à: tod &yysíov tod ov b 2—4 óéov- 
TOg ... XQOvvÓv Om. 


220 


300  HP9NOZX AAEEZANAPE29X UNETMATIKRN B. 


ol sig và iso& sloióvveg GTQéQsuv. iov obv vob 
TQoyob GrQegévrog usA«yxooUgov YiIvsodcı gqowvQv, 
x«l «U0rO0 O8 TO ÓgvUQuiov EPEOTWS OTOEPEODEL, OrcUÉV- 
tog 0$ TOO TO0XOd uNKETı püéyysate, TOV usAeyxógugov 
urs 6T0EPEOdAL. 

"Eovo Wider uiv 6 ABI, i&ov ó& dıexsiwevog 
ev word 0 EZ soAvvog Ad ec GroégtoOwt., © 
ovupvns écvro 0 O K vooyóg, 0v dei Groégew. Eotwoav 
0i v tov. ÖVo vrgoyol cvugvsig Evrög ol A, M, @v 
6 uiv A éibeAxvoav éyévo, 6 0b M dGxvwocvóg Eoro. 
ztol Ó& Tv EbeAlaroav ondorog ErsiANod@, qc mo 
ToU (xgov éxxgeuco00 nvıyevg 0 IN coAive yov | rov 
AO xci ovoliyyıov éyov Er xgov usAcyxogvgitov. 


 óxoxs(o0c  Ób vÀ mzwwysi Üdarog dyysiov v0 IIP. 
xocteíG0c O02 xci abovioxog 6 ZT and vig xogvgijg 15 


AG: unger T 10 A om. 


Tod YIMOKVE00 EÜAUTWg Óvvcusvog OTOEPEOHEL, MOOS 
\ m ? \ / ' \ € 
usv To 2 £yov vóv usA«yxógugov, zgóg de vr T 
&xT»wvoTOv TÜuzecvov Eumenieyusvov và M Tvurdvo. 
svußrioereı ovv Erioroapevrog Tod OK Tooyod Eneı- 
Aslodaı Tqv ondorov meol vqv EEeAlargav xol Aveysıv 
rov avıyda, KpsdEvrog Ó& roO TO0X0d TO Pdosı xova- 

DH obr (for. cf. p. 302, 10 3 ögvögıov AG: devi- 
9vwov Tb dap ab: lpsorüg M, alii deteriores 3—4 occ«- 


Qévrog scripsi: "ereSrrog A GrQeqévtos. A,GLTb 5 units 

ÀG 11 Gztdorov A 14 $Óocroc 
G, Tb: om. AG, 17 2 om.T 19 x4 T 19—20 Emeı- 
AeicQot AG, Tb, ei ex jj corr. A: ézeuijo9eu G, 


1 Eoro: accidet (= svußnoszeı) L 5 wire org&EpeodaL 
om. CP oro&epsodar vróv utAoyxóovpov B 6 ÖLanelusvog 
aCP: nEllLEVog BL 8 Eoracav om. B 9 .l-et -m- L 

13 xal om.bL ywv a: Eyovra bL 2228 vadelodo BCL: 
relodo P ErEpog &5ovíoxog BCL ó ZT om.bL &móÓ à: 


éx vü» GvoOtv (yovv bL 17 rà BC: ro (bis) P 19 $ BL 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 301 


ein Sternrad bilde. Um die Winde sei eine Schnur ge- 
schlungen. An ihrem Ende hänge ein Windkessel v, 
der eine Röhre &o und auf deren Spitze eine kleine 
Pfeife habe, welche die Stimme eines Mónches nachahmen 
5 kann. Unter dem Windkessel stehe ein Gefäls zo mit 


7 
4 
A 
; 
$ 
* 
[4 
f 


CAO 


9 RR CNRC ENTE 





Fig. 16. 


Wasser. Von der Spitze der Schatzkammer lasse man 
eine kleine, leicht drehbare Achse or hinab, sie habe bei c 
den Mönch, bei r ein Sternrad, welches in das Wellrad u 
fasse. Wird nun das Rad 9% umgedreht, so ist die 
19 Folge, dafs die Schnur sich um die Winde wickelt und 
den Windkessel nach oben zieht. Wenn dagegen das 
Rad losgelassen wird, so fällt der Windkessel infolge 


[t 


302  HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


pEodusvov vov zvvyéa eig TO UÓcQ vov qyov dmorekeiv 
u 237 2 , e \ M \ 

Tod &£oog éxQAuBouévov, Kun Ó& xoci TOV usAeyxópugov 

ETLOTOEPEOHEL Ou Tijg TÜV vvuzxivov éxiovoogiis. 


XXXIII. 


Pd 5 ^ , , ?, / , AF z 
Evıoı Ev voig &yystotg euBaAAÓusvot aíqovsg Qéovotv, 5 
et * ie) aus ’ ^ m 
&og àv N «evo, TE &yysie nn Tod Vdarog éxiupivsux 
yevnraı — xov 
t0 éxvO0g GTÓ- 
uLov ro? Gíqo- 
vos’ Ó£ov &evo 
Q£ovrog «UTOÜ, 
Ove BovAdusde, 
unaerı Qésuv. 
"Ecco tt &y- 
ysiov 10. AB, 
? € Gl 
ev © Gígpov 
(&vo0» 0 IAE 
&yov TO uv év- 
\ / ? 
T0G 6x&éAoG &va- 
HERLUUEVOV (Gg 
tod IZH. éovo 
dt xcd xcvóviov 
0990v mernyög 
to OK, zog 
0 ErE00v 2«-- 
, ' 
Acvevéodo TO Fig. 77. 
A M, €& ov Ere- 
gov xcavóviov iv megdvn xwoiusvov v0 MN &yov ztoóg 
to N üxoo yysiov Óvváusvov zsguaivew vv ZH 
Tod Gípovog Avanaumiv' éyévo Ób vó AM xavóviov 30 





DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 303 


seiner Schwere ins Wasser und erzeugt den Schall, indem 
die Luft hinausgepreíst wird. Die Umdrehung der Zahn- 
rüder hat zugleich eine Umdrehung des Mónches zur Folge. 


XXXIII. 


5. Manche Heber fliefsen, wenn sie in die Gefüfse Der Wasser- 
gesetzt werden, bis entweder die Gefälse leer sind a 
oder der Wasserspiegel mit der äufseren Heber- pet 
mündung auf gleichem Niveau steht. Nun sei ver- 
langt, dafs der Ausflufs in jedem beliebigen Zeitpunkte 

ı0 aufhören kann. 

Ein Gefüfs «ß (Fig. 77) enthalte einen Heber yde, 
dessen innerer Schenkel nach oben umgebogen sei wie 
y$&n. Auf einem senkrechten, feststehenden Stützbalken 9 
gehe eine Querstange Au wie eine Wippe auf und nieder. 

15 Daran hänge eine andere Stange uv, sie bewege sich um 
einen Stift und sei an ihrem Ende » mit einem (kleinen) 
Gefälse versehen, welches das umgebogene Heberende $4 
umschliefsen kann.!) Die Querstange Au habe in A ein 
Gewicht hängen, so dafs das Gefüís, welches sich um die 

20 Heberbiegung legen soll, über der (inneren) Mündung des 
Hebers liegt und dieser fliefsen kann. Soll aber der 
Ausflufs aufhören, so nehmen wir das bei A hängende 
Gewicht weg, so dafs sich das in v befindliche Gefäls 
(Deckel) senkt und sich um die Biegung £« legt. Und so 

25 hört der Heber auf zu fliefsen. Soll der Ausflufs dagegen 
wieder beginnen, hängen wir das Gewicht von neuem an. 


1) Also einem cylindrischen Deckel für die innere Heber- 
mündung. 


6 Éog: óg T 10 f. deov <> 17 foro BC: sit L: 
om. aP 28 f xevówov (éxxgsudcüo» !yov ABG: £gov 
CPT 29 &yysiov om. T,, add. T, 


5 cíqoveg EußaAlöuevor Ev Ayyeloıg tr. b (om. voíg) 10 xoi 
óéov bL 21 y&n BC: yq£ P:-ez f. L 


22119 


224 


304  HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


Pdoos éxxosucusvov zgóg To A, Govs vo neoıßaivov 
&yysiov vqjv Tod Gípovog Avanaumw voxsogívo sivo 
Tod Grou(ov x«l Qsiv vóv Goípove. rav dt fovàAo- 
usde umnerı Q&ewv, &qgsAoUusv To zog ro A Paoos, 
Gore xarexPivaı vo moog TO N ayyelov xoi zegupijvet 
vv ZH é&vexoaum(v. xoci ovrog oUxéór& Qevosu Ó Owe- 
Bijens. Ötav Oi Bovióus)« Qéswv, mdAw éxxosuécousv 
to fWoog. 
XXXIV. 


Mihiaplov xovaoxsví, BoTE émuxsuuévov Eo0ngíov 
4 

ÖLEOKEVAOUEVOV sig puvaGvrog voózxov «avó vs To ÉoLov 

E \ MN M er / ' 
qvGüv sig vovg vb)gexog Hal oUvrog xoeísobtbei TO 
utAutoLov Etı TE xoovvoU MOOOXELWEVOV zogí TOv 
tocynAov Tod uidıaolov xoci &veoyórog un óésw, ei 
un zxQóvsgov wvyoov [&v] éyyéousv sig vu Xoa@TNgLoV, 
\ \ \ \ F , ^ ^ 
TO Ó0& vvygov un TOOTEXOV HVvavaulyvvoraı TO HEQUD, 
ei um eis vóv zvOu£ve qog1osu, ix Óà vob xoovvot 
TO Oeguórorov éxo&ew. 

"Eovo TO uiv owijuc Tod uuALxoíov oiov üv Tig 


roomoNta. Ev Ó& TH qoe Tjj TO VÓcoQ Ócsyouévm 


1 zgóg om. T,, add. T, và AGb: vó T ut lin. 4 2 c(- 
gov (sic) À 4 de futuro &gsiobusv cf. Heron. Metrica III 18 
(vid. vol. III), Diopt. 312,28 Vi 10 Muuaegtov b: unlıaglov AG: 


unAuaglov T, ı supra scr. m. 1 13 wiAragıov b: unAıdoıov à 

14 pmnAtxoíov a ut lin. 19. p. 306, 5. 10. 25. 310, 4. 314, 9; 
omnibus locis secundum b correxi 15 àv seclusi éyy£o- 
uev A: éyyéousv G'T b 20 post roocaupfitcı lacunam statuam. 
dici enim debebat, quot et qualia spatia discernenda essent, 
utro spatio aqua contineretur, utro carbones . 


5 naraydijvaı AB: woveveyOijva, CP 11 x«i Ö1eonev- 
«cuévov bL voÓzOov qvcóvrog tr. b 18 re B: vo) CP 
15 xoarngıov à: xoc«tno(óuov b 18 éxgétww a: éxgésu bL 


IR 


r5 


0 


0 


e 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 305 


| XXXIV. 
Einen Badeofen (Milliarium)!) herzustellen, dafs Ein Badeofen. 
obenauf eine kleine Figur eine pustende Stellung neos um 


einnimmt und auf die Kohlen bläst und dafs so der 
Badeofen geheizt wird. Ferner soll an dem Halse (oberen 
Teile) des Badeofens eine Ausflufsröhre angebracht sein, 
aber obwohl sie offen stehe, soll nichts ausfliefsen, es sei 
denn, dafs man zuvor kaltes Wasser in einen kleinen Krug 
giefst. Das kalte Wasser soll sich nicht eher mit dem 
warmen vermischen, als bis es an den Boden kommt. 
Erst dann soll aus der Ausflufsróhre sehr heifses Wasser 
ausstrómen. 


1) Das Milliarium ist ein Badeofen in Form eines römischen 
Meilensteins. Die Heronische Beschreibung des Ofens weicht 
von der aus der Litteratur (s. die Stellen vorn in den Prole- 
gomena unter der Bemerkung zu Fig. 78) bekannten Einrichtung 
ab. Nach der Beschreibung des Seneca z. B. lagen im Innern 
dünne, kupferne Róhren in Spiralwindungen um den Feuer- 
raum. Bis zu einem gewissen Grade kann man dagegen einen 
pompejanischen Herd vergleichen, von dem bei Overbeck-Mau 
S. 442 ein Durchschnitt abgebildet ist. Allerdings ist darin 
der cylindrische Zwischenraum mit dem Wasser ziemlich eng. 
Auch in dem samovarühnlichen Gefälse, das a. a. O. S. 443 
abgebildet ist und das zur Bereitung der Calda diente, umgiebt 
der Raum mit der Flüssigkeit ein inneres, mit glühenden Holz- 
kohlen gefülltes Rohr. In letzterem Gefüíse sieht man ferner 
unten deutlich einen siebartigen Rost, der den durchaus not- 
wendigen Luftzutritt vermittelt. Wir haben daher kein Be- 
denken getragen, auch in unserer Figur einen derartigen Rost 
zu zeichnen, obwohl im Text nichts davon erwähnt ist. Auch 
dem abgesonderten Raume mufs von unten Luft zugeführt 
werden können, daher ist die Röhre 48 von uns innerhalb des 
Kohlenbehälters noch mit einer Öffnung versehen. Von tech- 
nischer Seite werden übrigens gegen die Zulässigkeit eines 
derartig abgesonderten Raumes Bedenken erhoben. (Neuerdings 
ist nach Mau Scavi di Boscoreale, Mitteil. des Deutsch. Archaeol. 
Instit. Roem. Abteil. IX, 349—358, 1894, in Boscoreale bei 
Pompeji ein Badeofen, “la caldaia dell’ aqua calda’, gefunden, 
der aber für Heron nicht zu verwerten ist.) 

2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 78c und (8d 
in den Prolegomena. 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 20 


306 HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


&zxoAcupévera( vig qoc uxo Óvol ÖLapoayucoıv 
óp8(íotg, gc zvrofev sive, Gveyviv, i£ dg mag&à vóv 


zvOuév« GoAQv GvvrérQqv«L stg Qv TÓV ÜNOHEIUEVOV . 


Toig v99goiw, OU TO ETEOOV WEOOS Gzozegocy90, 
ri \ , , ’ \ ei > m , 
Gore um eloıcvaı sig «ovrOv vÓcQ éx TOD wuiALQ(ov. 
oi Ó& Aoımol GoAivsg sig Tv Aowxmv yógev, Ev N) TO 
vÓOQ, Q&govoiv, DOTE xcLou£vovg vovg üvOgcxcog OLC 
uiv ToU Evög GoAi(vog Tod sig vQv uuxoiív &yovrog 
qgépeuv qooov &ruov éyysv(v»Gv. oorog Ó& did vwvog 
GoAijvog GVVTETEONUEVOV To ETLDOLYURTL Tod ULALOQ OU 
peosruı dd TOO Ovróucerog To Smdaglov sig vovg 
(vOgexag' émwwévevxs yàg TO Ewdıov, ovs Ada 
- 9*4 *5 , M > , 3 N \ - 
qvo&v. del ovv aruod éyysv(v»ouévov del x«i qvod. 
6 0$ üvuüg yevvöäraı ix TOD zvoóg. àv ÖL xol wuxgóv 
bvödTıov éyyéousv sig Tv umodv yogQav, zA£ovo vÓv 
ATuov yEvvijoousv, DOTE vaio uérgov gvoGv To £o0Lov 
zAsiov ExYeguaiveiv TO uuALCQuov, xeO0dzso OÓgüusv 
éml vOv xe«toutvov As(hjvov &vegsgóusvov xezvóv éx 
^ ei » \ 9 \ \ , , 
Tod d0«rog. Eoraı O& dpaıgsrov To CoOcgiov Ouc 
TLVOG GuWoiGueTíov ztgóg TO EYYUVEOdRL TO WIXOOV 
dbyodv. ue Ó& nal éàv un PovAausda To Eadıov 
m ? * „ , , , \ \ 
qvoüv sig vovg vÜgaxog, Gzxoovoéqousv cor0 did 
n , \ El / EU \ M 
Tod oumoloucrog eis TO é&o weoog. £ovo Ób xoci 
#00rnoldıov Enixeluevov TO Eripocyuarı, é& o 0@ANv 
PEOETW z«g&à TOv zvüu£vc Tod uiAL«Qíov, Gore Or 





4 &zoztgody9o Mb: &zogocy90o a 6 Aowurjv om. T 
11 Sodaelov Mb: £oóicoíov a 17 unlıdeıov à ut p. 308, 2. 
316, 1, correxi ex b 23 ounelouaros G: ewnoícua AT 


1 anokaußdveraı a: &zoAng91ro bL (-9eívo P) 1 aqua 
est L pegovow à: qsoévocav bL 8 £yovvog géosw a: 


m 


0 


m 


8 


cQ 


10 


15 


20 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 307 


Die äufsere Form des Badeofens sei beliebig. In dem 
Raume, der das Wasser enthalten soll, teilt man einen 
kleinen Raum (Kammer) durch zwei senkrechte Scheide- 
wände so ab, dafs er allseitig verschlossen ist. In diese 
Kammer geht und öffnet sich am Boden eine von den 
unter den Kohlen liegenden Röhren. Deren anderes Ende 
sei verschlossen, so daís kein Wasser aus dem Badeofen 
in sie eindringen kann. Die übrigen Röhren führen in 
den übrigen Raum, in dem sich das Wasser befindet. 
Daher geht der Dampf (bezw. die heifse Luft), den die 
brennenden Kohlen erzeugen, durch jene eine nach der 
kleinen Kammer führende Röhre. Dann gelangt er mit 
Hilfe einer Röhre, die durch den Deckel des Badeofens 
getrieben ist, durch die Mündung der kleinen Figur nach 
den Kohlen hin. Denn die Figur ist geneigt, so dafs sie 
nach unten bläst. Jedesmal nun, wenn sich Dampf ent- 
wickelt, bläst sie. Der Dampf wird vom Feuer erzeugt. 
Wenn wir ferner ein wenig Wasser in die kleine Kammer 
giefsen, bringen wir den Dampf in grölserer Menge hervor, 
wie wir ja auch bei den geheizten Kesseln aus dem 
Wasser Rauch aufsteigen sehen. Wenn daher die Figur 
stärker als gewöhnlich bläst, so erwärmt sie den Bade- 
ofen auch mehr. Die kleine Figur sei in die Röhre so 
eingepalst (eingeschliffen), dafs man sie zum Eingielsen 


25 jener geringen Quantität Wasser abnehmen kann. Zugleich 


30 


kann man die Figur, wenn sie nicht mehr auf die Kohlen 
blasen soll, mit Hilfe der Verschleifung (Smerisma) nach 
aufsen drehen. Auf dem Deckel stehe auch ein kleiner 
Krug, von dem eine Röhre nach dem Boden des Bade- 
ofens gehe, so dafs durch sie das kalte Wasser, welches 





peoovrog bL 13 éyyevouévov C: Eyyevovusvov B: yevo- 
uevov P 15 mAéova aB: mAslova CP 16 ysvvnoousv a: 
zovjcous» bL pvcàv ex pvoäv corr. C: pvodv P 18 x«l 


. énl b L (et in) 19 &gouoezóv CP: &qouoetüàv B 20 uno0V 


om. L 21 iàv Qovióus9e un Yvodv To Smddgıov tr. bL 
22 avertamus L 
20 


308 HP2NOZ AAEZANAPE9Z IINETMATIKSN B. 


«0ro0 TO ÜUÓcoo TO vvyoov éyyovóusvov sig vOv zxv9- 
uévo qyopsiv. Vvc 0$ xci ÓUvqvoi TO utALéQuov zÀmooo- 
60x. Eyyvvousvov TOD UO«rog xci Que To OztoxoyAdGov 





Fig. 18a. 


a 308, 2—3106, 13 iva dE xol Óbvqvor . . . EußAmdnoereı 
— b 308, 5—316, 31 iva dt Óóvqve, vó wüudoiov xol 5 


5 x«i om. L 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 309 


(etwa) eingegossen wird, nach dem Boden laufen kann. 
Damit der Badeofen, wenn das Wasser eingegossen wird, 
sich auch wirklich zu füllen vermag und zugleich das 





Fig. 18b. 


übersprudelnde Wasser nicht nach aufsen abfliefst, münde 
5 eine andere, kleine Röhre in den kleinen Krug, und zwar, 


a 309, 4—313, 13 münde ... neigt — h 309, 6—313, 27: so 
werde eine andere kleine Róhre durch den Deckel des Bade- 


225 


310 HP9NO£Z AAEZANAPE9£Z IINETMATIKS$N B 


Vóco un é&o éxyoamvau, &vsgov Gc Aqviótov cvvvevoijoto 
eis TO xgevuoíóLov dıa Tijg Evrog «OvoU Enipaveias, 
Gore un Toaydınte Tjj Oven mzxeoéyewv. viv 68 vob 
utALCQíov xovruGxevQv Om ww ERIMOOUENK. 
'"Exxsío0c Ó" xóAwÓoog xoiAoc, oo £Óüpc uiv 7 
AB, épéügo 02 d) II‘ GAMog Ó£ vig xóALvÓQog xoiAog 
HETEOHEVLOID NEL vOv covOov KEova TO zQosiupuuévo, 
ov 5 uiv &don £6vo y EZ, Epedon dt y HO. reis 
0$ irvoı vOv &&o vOv xoíAcov émuxs(o)c émiupotyuere 
Óvváusva Gvvéysww vovg xvA(vOgovg x«l éxupodocovre 
tag irvug. égyévo Öd& 6 EZHO xóAwópoog coAives 
voveo OK, AE, MN, àv ó uiv AH cvvrvevoijo9 c £x 


- I d vw 0 3 En 4 \ € / d 
zÀngoUcOo«L Eyyvvousvov voU ÜOcvoc Kal Guo TO DrtegxoyAdGov 
rr M 2. , er ‚Sn , - 
V0cQ un Em Enyinrar, fvegov OwmAnvidıov GvvrevorjoOo TO 
Errıpodyuarı Tod wihraplov x«l Avanerdupd9m sig TO KouTN- 


oidıov dia vijo Évrüg aurod Enrıpaveius, Gore uN ToRyUrnte 


vij Oweı zegéyswv. mv ÖE Tod wiliwolov Kataoneunv Om 
oyıv x 9m6óus9o. 

"Eoro dij To ULLA Tod wiAıagiov xvÀwvOgosiÓéc, ov 
Baoıs uiv mn AB, K0gVPM de 9 D GÀÀog ÖE vig wühvdgog 
KOTECHEVLOOW wegl TÓv adroV «over To mooztonpévo , 0v 
Bdoıs uiv Eorw 5 EZ, xoovon de 1 H9 oztgéyovoo civ 
IA xoovpnv EN, oVcav. Tais Ob Irvoı vÓv 
wüxÀov Tod TE xollov Hal ToU xvgroÜ EoTmonv Kavoveg 
Övvdusvor Gvvéysww vovg HUvAlvdoovg dia Tod cvvüscuov 


"TOv wóxÀov. éyévo de 0 EZHO wólvOgog owAjvag vovg 


OK, MN, A5, ov 0 uiv AH ix voU Evög uégovg ovvre- 





1 &uyvvnraı AG: éxyóvevou T 1—2 f. Gvrvevorjoto n 

eis. cf.b lin. 14—15 4 End noÓu edo Fr. Haase: £x node e a 
5 ó5y AG: &T f. uiv (foro 7 narsonevaodn AG: 
yaraorevacho T 8—11 reis Ö8 irvoı ... vàg irvag secludi 
vult Rochas 9 róv (ante £o): f. vais 10 rove wviívóoovs 
secundum b (lin. 25) scripsi: zn» xviívOgo à 11 cXg om. G 


or 


HR 


0 


[52] 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 311 


um die äufsere Erscheinung nicht zu beeinträchtigen, 
durch seine Innenseite. Wir wollen nun die Einrichtung 
des Badeofens vor Augen führen. 
Es werde also ein Hohlcylinder aufgestellt, dessen 
5 untere Grundfläche «ß (Fig. 78a), dessen obere yÓ sei. 
Man stelle ferner. einen anderen, (inneren) Hohlcylinder 
her, der mit dem erwähnten Cylinder um dieselbe Achse 
liegt; dessen Grundfläche sei e£, seine Oberfläche 79%. Auf 
den Kreisründern!) aufserhalb der Hohlräume seien Deckel 
10 befestigt, welche die Cylinder zusammenhalten kónnen und 
die Ränder (also auch den ganzen cylindrischen Zwischen- 
raum oder Wasserraum) bedecken. Der (innere) Cylinder 
e£n$ enthalte die Röhren ox, 4$ und uv, von denen 


ofens getrieben und werde oben nach dem Kruge, aus Rück- 
15 sicht auf ein gefülliges Aussehen durch dessen Innenseite, 
umgebogen. Wir wollen nun die Einrichtung des Badeofens 
vor Augen führen. 
Die Gestalt des Badeofens sei also cylinderfürmig, seine 
Basis «ß (Fig. 78a), seine obere Seite 70. Man stelle noch 
30 einen andern Cylinder her, der dieselbe Achse hat als der 
vorhin genannte. Dessen Basis sei ef, seine obere Seite 74, 
welche über die verdeckte obere Grundfläche yó hinausgeht. °) 
An den Rändern des innern und üufsern?) Kreises (Cylinders) 
seien Leisten angebracht, die mit Hilfe des Kreisbandes die 
35 Cylinder zusammenhalten können. Der (innere) Cylinder e$ 
sei mit den Röhren ox, uv und A& versehen, von denen 45$ auf 


1) Das entsprechende griechische Wort bezeichnet sonst 
schon allein den Zwischenraum zwischen zwei konzentrischen 
Kreisen, also einen Kreisring. Ein solcher ist ohne Zweifel 
auch hier gemeint. Der Kreisring bildet hier die obere Grund- 
fläche des Hohlraumes zwischen dem üufsern und innern Cylinder. 
Vgl. die Bemerkung zu Fig. 78 in den Prolegomena. 

3) Dieser Vorsprung ist in der Beschreibung von a nicht 
erwühnt. 

. 8) Eigentlich: “des hohlen (konkaven) und gebogenen (kon- 
vexen). (Gemeint ist entweder die Innenseite des innern und 
die Aufsenseite des äufsern Cylinders oder besser der Innenrand 
des äufsern und der Aufsenrand des innern. 








15 vó om. C 19 ön BCL: óà P 22 n «cw B 
.th-f- L 27 óv ... A& om. BL 


319  HPS9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSNN B. 


Tod évüg u£govg Tod zog và jA' oi Ó& Aoımol && 
&xcvéoov u£povg ÓLcvevooO9cco«v, x«i EOTWORV oret 
ai doyal é& Exarepov sig mv yogev iv Ev u£oo vv 
xvA(vOoov. nadElodn 0s sig viv yogcv vijv droAcußevo- 
u&vqv ozxó Tr)v Óvo xvA(vÓgov OÓw*0o Oi«gocyuere T 
EH, ZO anokaußdvovre y0oav iv HOEZ, eis qv 
vero1G9 0 To slgquévov coAqvéágiov TO cx Tod Evög 
u£govg TEeronusvov.  émuxs(G9c Ó& TO émiupocyuet, 
rovr£orı vQ HO, GoAqvéguov &£yov To Gm0dcgiov émi- 
xeluevov x«i GvvvevQmuévow: xci ÓióAov Ó& To Emda- 
gidıov cevrQQoO)c xci imuxsxéuqüco mzgóg TO Evvedsiv 
eis vv vOv dvOgéáxov yóg«v. zxo0g Ó& TO OÓzóvav 
BovAousde wi qvoüv To foÓdoiov 6 coAjv, ég! à 
xc&01Tct, Ovvsoumgıousvog éGro é£vríoQ, dg OTav émi- 
Gro&Uousv abrov tig TO é&o u£gog, oUx£vu qvonom 


1954000 Ta EZHO mwviivógo, oí Oi Aoımoi i £xevágov. 


ufgovc, Bote silver! e)rovg tig &oy&c xol i$ £xorígov uépove 
eig Tv yagav mv uevabo TOv xvÀivdgov.  Owmoncoc de 
N apa urn dia Ivo dıiapoayudıov roU vs HE xoi rod 
ZO anohaußavovra 1agav viv H OZE, eic qv tere 
ro eionusvov GoAqvágiov TO &% TOO Evög uégovg vevonuévov, 
rovzeor v0 AA. Ennelodn de và HO Enipodyuarı ToU 
HEZ O0 aviivdgov owmAmvagıov, Ev à égeovávo ro Laddgiov' 
0 IN owimvaoıov dia“ Tod ocvÓóuerocg tod CoÓcoíov 2&soyö- 
N SoAwdg ro) oröwarog roU Snduglov degy 
uevov émuxexAdGQ0c mo0c viv rv GvOgdxov mxvgxeikv viv 
-TTOX. mgüg de To Omóvav fovióusüa un qvoüv To 
Inddgıov 6 cov, ig! c xáOwrei, cvveoumouguévog Foro 
m.) bd " {nd 7 [4 223 ?, \ f 
&végo TO FR, oc Orav émwvgéwoucv ov:0v sig To iio 
2 crc, A, spurium videtur (an adzrois?) ^ 6 Tw: mv T,, 


corr. T, — 11 éveósww a, corr. T, 1329’ AG: EET 14 om 
AG: zo T 


16 Aowrol x«i BC 17—18 wt et ad principia tendant 
(= reivaı?) et ex utraque parte ad locum qui inter cylindros est L 


IM 


0 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 313 


sich A& nur auf der einen Seite bei $ öffne; die übrigen 
seien auf beiden Seiten durchbohrt. Die Enden (Öffnungen) 
der letzteren sollen auf beiden Seiten in den Zwischenraum 
mitten zwischen den Cylindern (den Wasserraum) führen. 
5 In diesen von den beiden Cylipdern eingeschlossenen Raum 
lasse man zwei Scheidewünde en und £9 hinab, die eine 
Zwischenkammer 4s 9s6£ absondern. In diese münde die 
vorhin erwühnte kleine Róhre, die nur auf einer Seite 
(durch den inneren Cylinder) getrieben ist. Auf den Deckel, 
10 d. h. auf 49, sei die Róhre gesetzt, auf welche die kleine 
Figur gesteckt ist. Die kleine Figur sei nach der Röhre 
hin offen, sei ganz und gar ausgebohrt und so gebogen, 
dafs sie sich nach dem Kohlenraume neigt. Damit die 
Figur nach Belieben aufhóren kann zu blasen, sei die 
15 Röhre, auf der sie sitzt, in eine andere!) genau eingepalst 
(eingeschliffen), auf dafs sie nicht mehr nach dem Kohlen- 
raume, sondern nach aufsen bläst, sobald wir sie nach 


einer Seite durch den Cylinder ££: 9" getrieben sei, die übrigen 
auf beiden Seiten, so dafs ihre Enden beiderseits in den 

20 Zwischenraum zwischen den Cylindern zu liegen kommen. 
Dieser Raum sei durch zwei Scheidewände ns und £9 geteilt, 
die den Raum n®£s absondern. In diesen münde die erwähnte, 
nur durch eine Seite (des innern Cylinders) getriebene Röhre, 
nämlich 4&. Auf den Deckel n% [des Cylinders?) ns&%] werde 

25 eine Röhre gesetzt, auf welcher die kleine Figur stehe. 
Diese Röhre endige in dem Munde der Figur und sei nach 
dem Feuerraume cvg (Fig. 78b)°) hin umgebogen. 


1) Zusatz in b: ‘yo’. 

2) Richtiger wäre: “des cylindrischen Zwischenraumes’ 
oder noch genauer: “der Zwischenkammer n2£%’. Es scheint 
indessen eine Interpolation vorzuliegen. 

3) Vgl. auch die handschriftliche Figur in den Prolegomena. 





17 f. aöroig v&g doyas. cf.lin.2—3 19 à$o om. L 20 ano- 
Acußavovre b, requiritur &zoAeugevóvrov. sed vid. prolegom. 

interseptum locum -f-th.z.e- L 22—23 f. vo HEZO 
xvAtvOoov del. 26 litterae vvg ; in codicum figuris recte 
positae esse non possunt. vid. prolegom. de fig. 78 


226 


314  HP9NOX AAEZANAPEQX IINETMATIKSNN B. 


eis vóv vv &vOgíxov vómov, AAN éxvóg. moóg Ó& 

to DéAAsw mug vOcQ sig vv HZEO xógaev Eoraı 

quiv yoQcuuov coTO TO GoAqvigiov TO OVVEOUNOLOUEVOV' 

dodEvrog y&o tod Ewdlov éx Tod coASvos, à éxíxsvraL, 

éyyéouev OU abrod vo oO0driov: mAs(ov yào druög 5 
dirdodmoera sig To CoOdcQiov. Erineiodn On ro OT 
eripodyucrı zoo 6 P2 ovvreronusvog cUvQ Kal 
&yov EOS TO (xgov OWANvE Oujxovrc ucyou Tod zv9- 
u£vog vob uLAL«gQ(ov, üzéyovra Ó& Erd voO zvOQu£vog 
Ocov Üdarı ÖLdogvoıv. Örav ovv BovAoust« TO0EOdAL 
O9couóv, Eußahoduev dia Tod PLZ  wvyoóv. To Ö8 
dıekedoeraı dLd TOO OWATVog TOD GVVTETONUEVoV sig 
viv xóg«v Tod Peguod' x«i Ursonvaßav TO HEouov 
EXOEVOEL ÖLE TOD MEOL vOv TOKYNAOV xgovvob: ov0£zO 
y&Q To sioxoiOiv wvyoov | dia Tod coAi$vog Gvvsucyn 
TO vzxoxsuLévo $&guQ. xci roUro del zoLo0vvsg &&ousv 
Heoudv vrl (tod) émueAAouévov wvyoob. zio Ói 


m 


0 


5 


"pm 


, 5 "uf , > \ m ’ / / ’ ? 
Méoog, oUxér. PVonosı sig vOv vOv Avdodkwv Tómov, AA 
Entög. moög de To PdAdeıv quüg Ü0op sig mv EHOZ 

Ld 2t e M , 279 X [A \ 
noav Eoraı uiv qvoncuuov cU0ró TO GoAqváguov TO Guve- 90 
Sungıousvov' &gOévrog yàg Tod CoOíov ix Tod coQvoc, @ 
Ervinsitei, iyyfousv di’ eivoU ro Öddzıov' màs(ov yàg &vuüc 
diedodmsereı sig To Lwddeıov. émuxcíoOc O7 ro IA éma- 
podyuorı xol zone 6 PL ovvreronusvog cov xol yov 


M d N m , / -— , Ll 
.7T90g TO xoc GcoAWve Owjxovre ucygu TOD svvÜuivoc vot 25 


uihıaolov,  &méyovra de And Tod nudusvos, 000v Vdarı 
didgpvoıv sivot. drav oUv foviousO« mooEodaı YEguov, 
zußokodusv dıc Tod PZE wvyoóv. To Óà duskevocreı did 
Tod GcoÀQvoc sig TNV XWoav Tod YEguod' zul üregavaßav 
T0 Beouov £4gEV0E1 ÓiX TOD Teol vóv todymAov xgovvob: 30 
obdenn yàg T0 sio:iOÓv apvyoóv dic Tod owAmvog Eulyn 
TO omoxeuuévo  OcouO. Hal Todro del mMoLodvreg EEowev 
Deguov Avri Tod émijeAlouévov AbvygoD. mig de coU 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 315 


aufsen drehen. Gerade die eingeschliffene Röhre wird sich 
uns beim Eingiefsen von Wasser in die Kammer n tel) 
als nützlich erweisen. Denn wenn wir die Figur aus der 
Róhre heben, auf der sie sitzt, kónnen wir durch sie 
5jene geringe Quantität Wasser eingiefsen. Dadurch wird 
nämlich mehr Dampf für die Figur beschafft. Auf dem 
Deckel $5?) stehe nun ein Krug oc, der durch den Deckel 
getrieben ist und am Ende mit einer Röhre versehen ist, 
welche bis auf den Boden des Badeofens reiche, aber am 
19 Boden noch genügenden Raum für den Durchflufs von 
Wasser lasse. Soll der Ofen nun warmes Wasser liefern, 
giefsen wir (zuvor) kaltes durch oc ein. Dieses gelangt 
durch die Róhre, die mit dem Kruge in Verbindung steht?), 
in den Raum für das warme Wasser. Dann steigt das 
15 heifse Wasser auf und strömt durch die am Halse be- 
findliche Ausflufsróhre aus. Denn noch hat sich das 
durch die Róhre zugeführte kalte Wasser nicht mit dem 
unter ihm befindlichen heifsen Wasser vermischt. So oft 
wir dies wiederholen, bekommen wir heifses Wasser statt 
20 des eingegossenen kalten Wassers. Um aber zu wissen, 
wann das Wasser im Ofen aufwallen wird*), stellt man 
das Chasmation (kleine Öffnung; Sicherheitsventil?) her, 
das ganz durchbohrt ist. Es sitze?) auf dem Halse (bezw. 


1) Besser b: en®&. Ebenso 8.317, 6 in b besser $em39. 

2) Nach b: yo. 

3) Die Worte: “die mit ... steht? fehlen in b. 

4) Nach b: “wann in dem Badeofen die Mischung an- 
gebracht ist'. 

5) Nach b: “werde gesetzt". 





2 qju&g A: $u&g GQ)T f EHOZ. cf. b lin. 19 5 
mÀsióvov T,, corr. T, 6 émíxewQo, T OT a: öy M,. 
cf.blin.23 8f rà &xgo. cf.b lin.25 ^ cov: G 14 meoi 
a: f. magi. cf. p. 304, 13 17 vo) inserui cf. b lin. 33 


22 infundamus L 23 ön CP: d& BL 30 zeoi bL: 
f. magi. vid. a lin. 14 


316 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN B. 


ToU yıraoxsıv qTQuüg, zóvs TO wiAıdgıov &veodasr, 
xaraoxsvdtereı TO yaoudrıov Teronuevov OLóAov' xoci 
TEONPEVTOS TOD émigoiyuevog muxo 090 TO vocyNAQ 
Éyov coAijve uuxoóv. ovrog 0$ &xofAéver sig vóv PZ 
xgcTijoc, Ozcg zoge«ywuwoutvov roO O&guoU 7| TEOPOEK 
tig vÓv xoevijoe plımraı. 1) ubv 00V xovoGxcv) ToLeUt. 
éàv uEvroı zgoctocustw« un) 0.ó4ov vv ZH EO xyóoav 
&zoAcuBivsw., &GAÀG uéyou uégovg, Aaraoxevaberaı To 
dLapodyuare wExgL oO quíGovg. x«L Erıtlidereı c'OrobG 
évegov Ougo«yuo x«i ocAgáve Auußdvsı Ovíjxoveo uEXQL 
TOU ÉfoÓ(ov, xci émuxeLouévov EotTaeı N TO0POER Tic 
aruldog éx vijg uuxo&g woas. Ouoícg Ó$ xol eig abrnv 
to t0oo EußAndrioerau. 


XXXV. 
Xoüvra, ÖE xal évíg« xovaoxevj) vowovn zo0g TO 
oaAniksıv xci xocGUgov qovqiv GzxortAsv. 
IléAw y&Q To abro uwALkQuov xovcoxevé&eve, Éxov 
zvrag voUg GoAveg voUg Ev vij EIER OVvreronusvovg 
is và mag! Endrega uéQu. ep) O8 vQv ég£ügav &ovo 


jwoGxsw Muäg, note TO wiAıdgıov GouóGeL vQóg TO wiQvüv, 
xerox evderett TÓ Jesuémiov teronuevov OuÀov' “ei ven- 
Oévrog TOD Erupgdiyueros enınodelodn TO Toaynim yov 
co ijvo uuxoóv.  oU0rog Ob coto Ape eis vóv PX xgeríjge, 
Ortag magayıvoutvov Tod OeguoU 1 790gogó elc TÓv xQa- 
vie wvívqrot. U uiv 00V xorccxevi, roLeden. éàv wEvroL 
roonemwusde un dıölov mv ZEHO ywoav anokaußaveıv, 
GAÀà uEygL uígovc, Haraoxevatereı và Ówwpodyuero Erg 
Tod dquícovg. xol émuríOsro, cüroig Eregov Öudpgayue Kol 
Aaußdvei soAve Orio vro ueygı Tod Swölov, Kal EITIKALO- 


Q 


uévou &ovoL M gopoge vis &vuíÓoc ix víjg wwoüg Ywgug. 30 


öuolwg dE xol sig auımv vó Ü0coo EußAmdmosrau. 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 317 


der oberen Seite), wo der Deckel durchbohrt ist, und sei 
mit einer kleinen Röhre versehen. Diese Röhre soll nach 
dem Kruge oc (nach dem Innern desselben) gerichtet sein, 
damit das aufsteigende heifse Wasser in den Krug abflieíst.) 

5 Derart ist also die Einrichtung des DBadeofens. Wenn 
man jedoch den Raum £$4se9 nicht völlig, sondern nur 
zum Teil (Fig. 78b) absondern will, so stellt man die 
Scheidewände nur in halber Höhe her und legt eine 
andere Scheidewand darüber. Und diese erhält eine 

ı0 Röhre, die bis zur Figur geht. Wird dann Feuer ange- 
zündet, so steigt der Dampf aus der kleinen Kammer auf. 
Das Wasser schüttet man auch in diese in ähnlicher 
Weise (wie vorher). 


XXXV. 


15 Man verwendet noch eine andere derartige Ein- Derselbe Bade- 
; E ofen mit Vor- 
richtung, um den Ton einer Trompete und das Ge- richtung zur 


zwitscher einer Drossel nachzuahmen. Nachahmung 
von Trom- 


Man fertigt nümlich wieder denselben Badeofen petentónen 
i 1 A F 4 e 2 : sel- 
(Fig. 7 9) an mit sämtlichen Röhren, die sich wieder ee. 


20 an der Grundfläche auf beiden Seiten öffnen.?) An der "ie. 9? 


1) Das Ventil hat nach Rochas a. a. O. S. 193 Anm. den 
Zweck, den Dampf hinauszulassen. Das ist richtig, so lange 
der Hahn geschlossen ist. Vgl. aber auch oben 5. 305, 7; 
danach soll der Hahn offen stehen. Ein Ventil zum Ablassen 
des Dampfes ist in dem 8. 305 Anm. erwähnten samovarähnlichen 
Gefäfse (Overbeck-Mau S. 443) angebracht, aber unmittelbar 
mit dem Hahn in Verbindung gesetzt. 

2) Vgl. auch die handschriftliche Figur 79a in den Pro- 
legomena. 

3) Indessen ist eine Röhre auszunehmen. Vgl. oben 8. 318, 1. 








1 vob6 AT: r0 G 2 zeouerıov AT: xyoAecudruov & 
8 dninadelodo M 4A £yov A: Eyov GT, sed o supra scr. T 
7f.ZEH®. ef.blin.26 11 &xınaiouevov AG: énixodovu£vov T 
17 wıiAıdoıov b: unkıdgıov a £yov Mb: £yov a 18—19 ovv- 
reronuévovg ... uEeN suspecta 19 zeoi abL: f. mood 


15 towuın om.P 22 £yov D 23 &mofMéms P 


N 


318 | HP29NOZX AAEEANAPE9X INETMATIKRN B. 


Tug owAnv 0 DE Q'ijAvg yov &vegov ovveounovouevov 
róv KA Óuvowuévov sig vijv yóogav Tod 959uo0 x«l 
xıvodusvov megl viv zsgóvqv cvv KA.  vobro Ób 
rıroötcı sig voíc Tonuare xare ví M, N, 3° Óóuotog 
xci 6 DE coAQv Tıroäraı eig Tola voxjuero xoviAAQAG 
voi; M, N, 5, xei zog uiv TO 5 vwgoüvoi Borg vig 
Eyovoa Ev «vj coAiv« Gvvsorsyvouévov vd A, ép 
0v xcivuL, TO Co0cguov Ouoíog, Gozso xol émávo 
elorixausv. ix 02 av M, N coàAivég sio, Óujxoveec 
oí MO, NII £yovzsg | v& E vo üxgc xsxouuevo* 
voUro(g Ó& GvvrevQQGo00 x«l GVVEOTEYVROOHW Tu 
Tod uLALGQíov. did de vv Tonudteov Ou(jxovoiw EregoL 
GWANVEg ovvsoungıousvor voig II, O, oig Erınddntan 
tabs‘ Ep Evi uEv GvQovO(ov £yov và évvóg xev EOS 

a 318, 3—322, 6 toöro dE tırgdtan ... obvog ylyveraı 
— bh 318, 16— 322, 21: roüro 0? vevg1jo090 eig volo: TonueTe 
ent wiös eidelag và M, N, A, óuoíog xol 6 DE coq 
eis role ronuare xoviAAqAo voig M, N, A, xol mgóg uiv 
Ta 8 ovvreronodw (cie owAmvosdng, ig! ng lovers To 
Swddgıov Ouoícg, Wong x«l émávo elomnausv. ix de T@v 
M, N coMjveg quévocav of MO, NII Eyovrss v& &xge 
xexouuévo. TOVTOLS ÖbE cvvrerQsoO 0 Hal GvvsoveyvoGOo 1 
épéüpgo Tod quALxgíov. dıc Ó& vOv Tonudtav Óupxérocav 
&regor Go Mjveg oVveoungıouevor voig IL O, oig émuxd ron 


1 dU S2 255 VL \ , » $a» 1 \ \ \ 
ví0s' ép Evi uàv Gvgovü(ov Fxov và £vróg xsvà mg0g TO 





2 Öimvoryusvov ab: ÖimvouuEvov p Ouevrveyuévoy Wood- 
croft, delatum L 3 Toöro: f. oovog 4 xoc& om. T 6 roig 
M: ns a 7 ar a: Eavrjj Scalig. 45 9 vóv scripsi: tod a. 
cf.blin.20 owAnves M: cofjvog à ^ Ówujxovrog G. — 10 ot M: 


e 


7 & 12 wiAıaglov ex b correxi: unAuxoíov AG: weikınglov T 





3 vij» (ante zegóvv) om. b 16 roöro: f. oorog 16—19 
eis Toí« QUIA .. . Gvvzeronjoto om. P 17—18 óuoíog ... 
voig M, N, 5 om. C 20 eionnsınev OC 21 &xovre P 


15 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 319 





Fig. 19. 


Oberfläche (bez. dem Deckel) sei eine Röhre pe angebracht, 
welche als äufsere Umfassung eine andere Röhre x4 um- 
schliefse. Diese wird luftdicht in jene eingefügt, ist nach 


320 HP9$9NOZ AAEZXANAPEQ9Z IINETMATIK9N B. 


/ 


v0 Övvaodaı bEEaodaı UÓcQ. cbrog oov Ó GoA(v, 
ETIKLINTAL, xéx«uzT«L &yov q€oyyáoiov TÜV Yıvo- 
U£vOv zgóg TO v&g qovàg Tapleodeı' xov 7) Avanaumn 
Oujxovoc uéyou Tod UOc«vog £v TQ GrQovO(lgo. Orcv 
uiv oov 5 gor» Tod g9oyycgíov opt eis TO VORR, 
TÓTE yov HU ERBE zo0L&i. maAıv Ó& 6 Ere0og GoAQv 


€ 


Eysı x«i «rO0g ErE00v OWmANva cvvsouqoucuévov, @ 
enınddnter Eoödoıov Eoxynuerıousvov sig Toírove x«i 
&yov Ev vt orduarı odinıyya. mdAıv Ob «tog obrog 
ó coA(v, à Eninddntar, £c. viv yAnocida xcl vov 
xcücve, tg Eladeı yiyvsodaı. sooiotca o0v 1 üvuls 
x«i GvvavrOG« Tj TE VÀOOGO(0L x«i TQ xo00vi mv 
qorQv &xovcAéGsu vijo odAmıyyog. Eid 00V GXxtVO- 
usüc, note uiv xardAAmAov To voijuc và MO G6oAivi, 


bm 


nöte Ö& vQ NII, móve dt v A Ent Z và émuxewévo 


eu 


duvaodaı ÓffacOor ÜÓng. würög dt 6 coM(v, o Eundnten, 
xexcugOüo £&ywv pdoyyagıov TOv yıvouzvav mög To Tag 
qgov&e megisodaı Kal u) evocat dırnovoe uéyor voO 
Üüeroc Ev vQ oroovO(o. Ürev ovv 1j govij Tod gOoyyogíov 
mol eis 10 Vomp, TOTE mv 4066 gpoU moiei. muehıv de 
Ó €regog _c@ANv yet Kal abrog Eregov Gm ijvo suveoumgi- 
cuévov, m) Erinddnren So dgiov Eoynuariouevov. eis Toitwva 
Eyovra iv TO Ooröuerı odamıyya. ovrog Ó& 0 coMjv, o 
émuxdÜmvon, EEsı mv yAwooida xol róv xdücve, Kaas 
ende yiyvsodaı. mooloüce ovv 34 erue x«l GuvovrüGo 
Tij ve ylococ(ÓL xol và woócwvi vv govijv GTt0TSÀÉGEL "ijs 
ocAmıyyog. melge ovv cxewóuete, NOTE uiv wereMmdov To 
vovmque vQ MO coA6vu more 0& vÀ NII .... xoi taüre 


1 o om. G 2 £yov G: £yo AT 3 f. xai (foro 
12 ovvavraoa G: cvvaróca A: ovvantücı T 





17 £yov CP invoce qioyy&ouov desinitL — 18 f. «el (Zovo 
25 x«i om.CP 26 xoivivP 28 lacunam indicavi. cf.a 1im.15 


15 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 391 


dem Raume mit der heifsen Luft offen und wird mittels 
eines Stiftes (Handgriffs) x4 gedreht. In diese Röhre 
werden drei Löcher in u, v und & gebohrt.!) Ebenso 
werden auch in die Róhre ge drei Lócher gebohrt, die 
5 den Löchern u, v und $ entsprechen. Bei & wird eine 
Basis durchbohrt, die eine in & eingelötete Röhre enthält.?) 
Auf diese Röhre wird die kleine Figur gesetzt, ähnlich 
wie wir es oben (S. 313, 10) bereits beschrieben haben. 
Von u und v gehen die Röhren uo und vr aus, deren 
10 obere Enden gebogen sind.?) Diese Röhren sind durch 
den Deckel des Badeofens zu bohren und in ihn einzu- 
löten. Durch die (so entstandenen) Löcher (des Deckels) 
gehen) andere Röhren, die mit z und o genau verpalst 
sind. Auf diesen Röhren sitzen folgende Figuren: auf der 
15 einen ein Vöglein, dessen Inneres hohl ist, damit es 
Wasser aufnehmen kann. Die Röhre selbst, auf der es 
sitzt, ist?) gebogen und mit einer kleinen Pfeife (Stimm- 
röhrchen) von derjenigen Art versehen, wie man sie zur 
Hervorbringung von Stimmen anfertigt. Der umgebogene 
20 Abschnitt (der Röhre) erstrecke sich bis zum Wasser 
im Vóglein. Wenn nun der Ton des Stimmróhrchens in 
das Wasser dringt, dann ruft es das Gezwitscher einer 
Drossel hervor. Die zweite Röhre ist ebenfalls wieder 
mit einer andern, genau eingepalsten Röhre versehen, auf 
25 der eine kleine Figur in Gestalt eines Triton mit einer 


1) Nach b In diese Röhre sind drei Löcher u, v, & zu 
bohren, die auf einer (vertikalen) Linie liegen’. 

. 2) Die Figur 79 weicht im Anschlufs an die handschrift- : 
liche Figur 79a (in den Prolegomena) etwas ab und verlegt die 
erwähnte Röhre dicht über die Basis. Die andere Rezension b. 
versteht unter der Basis die Róhre £f. A 

3) Nach b: “Bei & sei (mit der Röhre pe) durch eine Öffnung 
ein röhrenförmiger Untersatz [nämlich ££] in Verbindung ge- 
setzt, auf welchem ähnlich, wie oben (S. 313, 10) erwähnt, die 
kleine Figur steht. Von u und v sollen die Röhren uo und vz 
ausgehen, deren Enden gebogen seien.’ 

4) Nach b: 'sollen . .. gehen’. 

5) Nach b: ‘sei gebogen’. 

Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 2t 


2228 


23020 


322  HPQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B. 


Endaoin. zul veÜr« yvóvvsg onusid vue Ev abroig 
raoKonusıwodusde z«oà viv KA mzsgóvqv' mgóg To 


ómórav uiv mzooctoóusQ9c ceAm(Gsw, Ovav ÖE mw 


BovAdóust)w« qvcü&v, wurd qvaüv, ózóvav ó$ BovAmusde, 
xoGGvQítsuv. TO Ó$ roO xgoríjoog Kal vijg Tod OtQuo0 
&ve[casog, BONEO xoci éxé&vo sigixousv, oUvog yiyvevat. 


XXXVI. 


Zoov TEuvsodal vs xci mÜv&ww. 

"Eovo yàg Ev và orouarı abrod owAnv 6 AB, &v 
dE TO roayyAo 6 TA Oujxov Óv Evög TÜV Exrög 
zoÓ0Àv' uE0og Óà Gugoréoov &ooNv xAwÓgog Eorw 
ó EZ, © mpoGxsxoAAM(o9cGauv xc«vóvsg óÓovrovol oi 
H, ©. x«i vob uiv H omsoxsío0c Tuvundvov 00ovro- 
tod u£oog TO K^ và de © ozoxsíc)c Óuoíog u&oog 
rvundvov Ödovrwrod rd A‘ ozsoxsío0c Ó&$ závroOv TO 
M roöxıov Exov Tıjv Evrög (vrvya zoyvv£égav rijg éxvóg. 
yvovreg Gmusi& Tıva TagaoNuEewoguEsde mag viv KA 
egovnv móc vo Ömorav usv mooaıgwuEde coÀmítsw, Orav 
de mw BovAmusde, gvcüv «oro, Omoraev Ot BoviousOo, 
xoGGvgítewv. TO ÖdE coU xooerijoc Hal vijo Tod souoU 
&veácsoc, Gomso ém&vo sig5nousv, oÜvog yYlveraı. 


1 &v aöroig spuria 6 ylyveodaı G 9 f. ante £cro 
lacuna statuenda est; desideratur enim descriptio basis earum- 


^ que rerum quae ad hane pertinent 10 f.<Eregog oov» 6 TA 


11 uécog b: u£og AG: uéco T 12 zoooxexoAMjoQocav b: 
zoocxsxoAvcgoccv à — 13 xal AGT,: éx T, vob b: ràv à 

15 vó (ante A) b: vo? a. cf. p. 326, 20 16 roóyiov Tb: 
tooyiovı AG 0$ £yov T ziv om. T &ntög et évrüg inter 
se permutanda esse censet Rochas. £xróg pro évróg habet 
Monacens. 431, habebat Argentoratens. C III 6 deperditus 


8 &öov ri b 12 e£ a: e£m b oa: xol b 19 aöro 
B: «örov CP 21 eloijnsıusv CP otvog B: otro CP 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 323 


Trompete!) im Munde sitzt. Eben die Róhre, auf welcher 
der Triton sitzt, soll wieder mit dem Mundstücke und dem 
Schalltrichter, wie gewóhnlich, versehen werden.  Dringt 
nun der Dampf vorwärts und trifft auf das Mundstück und 

5 den Schalltrichter, so bringt er den Ton der Trompete 
hervor. Durch Probieren mag?) man nun festzustellen 
suchen, wann das (einzelne) Loch (in der Röhre x4) der 
Röhre wo entspricht, wann vr, wann & nebst f£, der auf- 
gesetzten Figur.?) Sobald man dies weils, vermerkt man 

10 einige Zeichen an ihnen‘) neben dem Griffe x4, um je 
nach Belieben das eine Mal die Trompete erschallen, ein 
anderes Mal wieder die Figur (auf die Kohlen) blasen, 
oder die Drossel zwitschern lassen zu können. Alle Ein- 
richtungen, die mit dem Kruge und dem Steigen des 

15 heifsen Wassers zusammenhängen, gleichen den oben er- 
wähnten. 


' XXXVI. 


Ein Tier soll geschnitten werden und trinken. Das geschnit- 

In seinem Munde sei eine Röhre «f (Fig. 80 und bh iiri 

20 80a), in seinem Halse (eine andere) yd, die durch pe 
einen der Hinterfüfse geht. Mitten zwischen beiden 80a-e. 

sei ein innerer (männlicher, d. h. in die beiden erwähnten 

Röhren eingeschliffener) Cylinder e£ (Fig. 80a) angebracht, 

an welchem die gezahnten Leisten n und $ befestigt seien. 

25 Über N setze man ein Zahnradstück x, unter & lid gleich- 

falls ein Zahnradstück A. Über dem Ganzen liege die kleine 


Welle (Rad) u, deren üufsere?) Rundung dicker sei als die 


1) Bekanntlich werden den Tritonen Muscheltrompeten 
beigelegt. Vgl. Ovid Met. I, 333: Caeruleum Tritona vocat, 
conchaeque sonanti inspirare iubet. 

2) Nach b: “wird man’. 

3) Die Worte: "wann £... Figur fehlen in b. 

4) Wohl richtiger “an dem oberen Rande der Röhre 9g, 
um zu wissen, wie weit man den Griff oder die Röhre x4 um- 
drehen muís. Die Worte “an ihnen? fehlen in b. 

5) In den griechischen Handschriften: “innere’. 


213 


324  HP9NO£Z AAEZANAPERZ IINETMATIESN B. 


éxvevuajo0 c) xÜxAoig vTQuGL toig M, IN, &, (ove Exaotov 
231 dıdormua vOv TouGv icov | eivaı vjj éx Tod x£vvgov 
Tod Tvundvov' volg Ó& xÓxAoig GvvrevudoOc xoc m 





Fig. 80. 


LA [uA , , 5 M m A 

üvrvs, Qovs unaErı xóxAov Eivaı TV TOD vQoyoU TEQL- 
pEpsıev. ÖLarerunusvov 08 émávoO9sv Tod ToaynAov 5 
Tjj OII voujj x«l Evrog Tijg Towijg HEywgLouevng vij 


1 &urerwjodo M: Zursunodwo aP: Eurerunedo Ob cod. 
Paris. 2433 in marg. 2 ioog GT 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL. 395 


innere?) (vgl. den Querschnitt Fig. 80c). Die Welle sei?) 
mit drei kreisfórmigen Ausschnitten u, v und & in der 
Weise versehen, daís jeder Abstand der Schnitte (von 
einander) dem Radius der Welle gleich sei. Zugleich mit 





Fig. 80a. 


5 den Kreisen sei auch der (üufsere) Rand ausgeschnitten, 
so dafs die Peripherie des Rades keinen (zusammen- 
hängenden) Kreis mehr?) bilde. Man mache aber von 


1) Handschriftlich: “äufsere’. 
2) Zusatz in b: ‘ferner’. 
3) Das Wort *mehr? fehlt in b. 








1 0 x«l éxveruoOc b reich ACP: cio) B 2 av 
roußv Öidornuc tr. b 4 unrerı a: un b 5 ro om. CP 


326  HP929:NOX AAESANAPERZ IINEYMATIKO9N B. 


KEDaANg, éyxexoAdq 9c Ev «ovi xouAóTvQs zsoupspr]s Te 
iv Bars mAevórsga Eyovoa vOv £xrüg uspgOv, Vvo m 
Gozso BijAvg mehsnıwoadng coA(v, Ocmsg s&ísu Óvo 
zAevoig Tod éyygoqgou£vov EEaymvov eig vóv vóumovov: 


&cvo 08 7 P2, sig qv éuf&coa zx&c« vooycosu n MNE 


A e M I a4 \ / mM nus [4 
&vvvé, BOTE ziv Erpaviivaı TO véAog TOD $vog WEOOVS, 
Avrsıosideiv NV Goynv Tod Ósuríoov xoi obrog TO 

, e / y \ m 12 
voírov, (ors PAnYEvrog mEegoViov did roO TVUNdKvov 
6TOEPEODAL u&v vov vQoyóv, OvvErEodaL Ó& viv xegodnv 
To GOuc«r.. idv 00V xo9j rug ucyoíouov dıd «ijo 
M 2 \ [4 ^ , à ^ 
OII rouns, Eußav sig uiav vob vpooyíov zesougsoi, 
Eevroujv, viv M, ize«gexAsioQe,. abro Tjj OII xo(Am 
xexoAcuuévg zegupeos(o' xovopiv Ó& émwhjosres ij 
&&eyovom xsgoíy Tod K uégovg vob Tvundvov, OMEO 
' uégog xe«voyóusvov &évaguócosu vovg LdLovg ó0óvrvag oig 
00000, Tod H x«vóvog, 00780 sig*vO Óz(Gc ze«geysvó- 
usvog EuÖvoeteı Tod AB soAWQvog vov xÜAwOQgov, 
or \ — / /, ? MM \ 
DOTE OÜi& ToU ysvouévov OwcvQucrog EXXWENERV xc 
x«TrtAQOv TO u&yoíguov &uztotiv Tjj &&eyoson xsoacíc 
tod A u£oovg Tod TUundvov. c00ro Ó& xer«yóusvov 


\ ? / M » / - "W m y 
xci &vcguótov vovg O0óvrag vQ O,.000vvroTÓ xcvóvi. 


e&cksı vOv (ggeva xAwÓgov ix vob IA [Eorı Ó& 


2 B&9v G 3 zeAewwwOELOT)G b: zeAewwwosióove AG: reis- 
“wosıdıdovs T 0czso b: önso à 4 f. ro. cf. b 6 ué- 
eos G 11 zegıpeon b: megıpegoüg A 12 mv b: zo a 

raganheiodeı a: magankeiocı b: magankeisohau Fr. Haase: 
f. nogandıvei 13 xexoAouuévg b: xexoAauévg à 16 7 AGb: 
xv T 17 &uövoereı M (v supra o scripto): éxóócsrou. a 

21 xoi b: om. a 22—328,4 &ovv ... aó0c seclusi. cf. etiam 
Rochas 1. 1. p. 202 ; 





4 Syyoegouévov eis TO vouzovov (Tvundvıov CP) &&eryóvov 
tr. b 6 oc à: oz b 10 x«95 a: nadeis b 16 roö- 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL. 397 


oben den Einschnitt oz (Fig. 80 und 80a) in den Hals, 
sondere innerhalb des Schnittes den Kopf ab, stelle darin 
eine kreisförmige Höhlung her, die in der Tiefe breiter 
ist als am üufseren Rande (vgl. den Querschnitt Fig. 800), 
5 damit sie gleichsam eine schwalbenschwanzförmige ) 
Trommel bilde, die zwei Seiten des auf die Welle einge- 
schriebenen Sechsecks in sich fassen soll Das sei gc 
(Fig. 80a und 80c). Darin läuft der ganze Radkranz 
wv&, sobald er hineingetreten ist, derart, dafs, bevor der 
10 eine Flügel zu Ende ist, schon der Anfang des zweiten 
dafür einrückt und so auch der dritte. Steckt man daher 
einen kleinen Stift (als Achse, Fig. 80a und 80c) durch 
die Welle (Rad), so dreht sich das Rad und stellt gleich- 
zeitig eine Verbindung zwischen Kopf und Rumpf her. 
is Läfst man nun ein Messer durch den Einschnitt oz fallen, 
so stölst es auf einen der kreisfórmigen Ausschnitte der 
Welle, (z. B.) & (Fig. 80a), und schiebt das Rad (d. h. den 
zugehörigen Flügel der Welle) mit Hilfe der kreisförmigen 
Aushöhlung (Trommel) oz zur Seite.?) Ist das Messer 
?0.aber weiter nach unten gekommen, so trifft es auf den 
vorspringenden Arm des Zahnradstückes x (Fig. 80a). 
Eben dieses wird niedergedrückt und fafst mit seinen 
Zähnen in die der Leiste 4. Dadurch wird diese zurück- 
geschoben und zieht aus dem Rohre «f den Cylinder (s£) 
25 heraus. Infolgedessen entsteht eine Lücke (Fig. 80b); 
durch diese geht das Messer hindurch, bewegt sich noch 
(weiter) abwürts und füllt dann auf den vorspringenden 
Arm des Zahnradstückes A (Fig. 80b) Dann wird dieses 


1) D. h. mit trapezfórmigem Querschnitt (Fig. 80c). Die 
erwähnte Höhlung innerhalb des Kopfes stellt sich nicht als 
eine vollständige Trommel dar, sondern nur als einen Teil 
einer solchen. 

2) Denn der Flügel bewegt sich in der Höhlung (Trommel) 
zunächst nach unten und dann seitwärts. 





zíco b 17 duövosreı om. b spatiis vacuis relictis a«ßy B 
18 &uywenjocı B 22.800 P 


23 


r5 


398  HP9NOEZ AAEEANAPEQ9X IINETMATIK9N B. 


GcoAÀQ)v uécog éveguotóusvog Óvo coA(vov 6 xóAwógoc 
Tod TE Ev TO orduarı Tod Co0(íov xci roO Ev TO ano 
Tic Toufg Tod ToaynAov Oujxovrog sig TOv Orion 
zó0c] coAfQvos xci &ouócc. v AB 14e. ÓvcAB óvvoc 
HN Tod ueyaıglov di’ O4ov Tod ro«yiAov xci Tod EZ 
VRANvog Eparausvov duporeowv tod te AB xci voO 
IA, | ei zxgocevéyxo, vig Vóco Ta £o xol Emioroeipei 
v0 Ozxoxs(usvov TQ ovxóAco ounoıoue, Óv oo crQa- 
gévrog HaTapgEVGE TO Ev TI (vo X009« vygov sig viv 
xétO. dia vob TAEZAB GcoAWQjvog v0 zvsÜuo TO 
EAHÖUEVOV ÜNO TOD xc«vcQotovrog VIRTOG &mLozCGtTCL 
T0 zoGsvey0tv TO OoTduatı Oyoóv. vVOV WEvToL TO 
GujouGue xerc«GxevcteveL oUrQg, (OTt ÉxLOTOUQEVTOG 
tod DovxóAov xardAAnda yiyvsodaı và TOVUANURTE. 


XXXVII. 


Advaraı Ó& xci AAcOg un Oxágyovrog ErLEOVTOV 
vORTOS TO c«OTO YiIvsodaı oUroOg. 

"Eévo ow mw oveyvQ ndvrodev d ABI, 
dıdpoayuc uécov Eyovoa ro EZ, 6 0$ éx Tod orduerog 


ne 

a 8—14 di oo ... rà rounnuere — b 21—24: 

, J , \ ? ^ b [4 € \ 
roórov Grgegévrog naraggevoeı TO fv vjj &vo zug yoóv 
eis mv xdro, dıa voU IA xoi EZ xoi AB coMQvog ovv- 
cAxouévov. TOD ztveUuorog Uno TOD xovroooíovrog ÜOoroc' Aal 
, / \ / \ \ v L e , 
Eioncoerer v0 Lwdıov TO mQoctveyOtv TO ovÓuovi vygóv. 

* 


2 f. àv và (ante dmö) del. cf. b 3 Oujxovrog b: Ouj- 
X0PTL à 4 post $*j4:. lacunam statuit Rochas l.l. p. 202 
adnot. 3 7 £& A'T, b: xod GT, ztoocevéyxoy, D: ztoocsvéyusu 
à (f. corrupt. ex zrgocevéyxat) f. énwro£wsue 8—9 croa- 
gévrog b: eroégorcoc à 11 &miondonge: T 12 uévvo, GM: 
ueror A: uévgo, T 13 raraonevdßereı M: nataonsvdortaı A 


15 


[52] 
c 


al 


1 


a 


e 


oa 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 329 


niedergedrückt, fafst mit seinen Zähnen in die Zahnstange 9, 
zieht den inneren Cylinder (das Rohr e£) aus der Röhre yó 
heraus!) und schiebt ihn wieder in das weibliche (um- 
schliefsende) Rohr «ß hinein (Fig. 80b). So also geht 
das Messer durch den ganzen Hals hindurch, und es wird 
mit Hilfe der Röhre s£ zwischen den beiden Röhren aß 
und yó die Verbindung wiederhergestellt. Falls darauf 
jemand dem Tiere Wasser reichen und zugleich das unter 
dem Hirten (Fig. 80)?) liegende Ventil (Smerisma, s. 
oben S. 251, 4) umdrehen sollte, ein Ventil, durch dessen 
Umdrehung das im oberen Raume (der Basis) enthaltene 
Wasser in den unteren lüuft, so wird die Luft von dem 
nach unten fliefsenden Wasser angezogen und zieht ihrerseits 
mit Hilfe des Gesamtrohrs yOe£«( die vor den Mund ge- 
haltene Flüssigkeit an.?) Das Ventil wird natürlich so 
eingerichtet, daís die Lócher einander gegenüberliegen, 
wenn der Rinderhirt sich (nach dem Tiere). hinwendet.*) 


1) An dieser Stelle findet sich folgendes handschriftliche 
Einschiebsel: “Der Cylinder ist eine Röhre, die mitten in zwei 
(andere) Röhren passend eingefügt ist, nämlich in die in dem 
Munde des Tieres befindliche und die, welche sich in dem 
Rumpfe vom Halseinschnitte ab nach dem Hinterfulse erstreckt’. 
Diese Erklärung ist mit andern Worten bereits oben 5. 323, 21 
gegeben. 

2) Da dieser oben nicht erwähnt wird, so ist im Vorher- 
gehenden eine Lücke anzunehmen, in der aufser dem Hirten 
auch die Basis beschrieben war. 

3) Nach b: ‘so läuft infolge der Umdrehung des Ventils das 
im oberen Raume enthaltene Wasser in den unteren, indem 
zugleich infolge des nach unten fliefsenden Wassers durch das 
Rohr yó, s& und «ß hin die Luft angezogen wird. Und so 
schlürft die Figur die ihr vor den Mund gehaltene Flüssigkeit.’ 

4) Der Schlufssatz fehlt in b. 








14 rà om. T 15 de hoc capite vid. prolegomena 17 yiyvs- 
odcı T 


1 uécov CP 22» ro (ante &xó) om. b — 5 03; CP: d& D 
18 méAw om. b 


. b 
330  HPONOXZ AAESANAPERZ IINETMATIKON B. | 


coAQv qéoov sig tv fcw 6 HOK, Eregog 0$ GoAqv 
dia te vio ATI Epedous ins Bdoswg xci did tod EZ 
dıepodyucros 6 AMN rodamua yov óxig v0 EZ 
didporyua TO 3. Ereoos Ób GoAQv GVveoungLouevog 
«or Eorw 6 II x«i obrog roUzwque« yov x«rà To 5 5 





Fig. 81. VA 


xe(usvov v0 P, à ovugpvng &vo ijtoı Ilàv 3) (Ao vi 
Eodıov ódflüov Eyov. Ov«v uiv oov Ereotgauusvov T 
to Eodıov zgóg TO Cóov, oo un in naddnso Und 
qópov xoAvóusvov: Orav Ó&$ ANOOTORPN, TÖTE TÜETEL. 
ijv oov éiufAousv eis vó AAEZ dyysiov did vwvog 1 
vovziucrog roo d 0o xcl adv ENLOTEYVOODUEV | 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 331 


XXXVII. 


Man kann dieselbe Wirkung noch auf folgende Der trinkende 
Weise erzielen, ohne daís man fliefsendes Wasser Br OE 
benutzt.) 

5 Es sei afjyÓ eine Basis, die wieder?) auf allen Seiten 
verschlossen und in der Mitte mit einer Scheidewand e£ 
versehen sei. Die Róhre, welche aus dem Munde nach der 
Basis führt, sei 49x. Eine andere Röhre Auv gehe durch 
«0, die Deckwand der Basis, und die Scheidewand £t 

10 hindurch und sei oberhalb?) der Scheidewand e$ mit 
einem Loche & versehen. In die Röhre Auv sei eine 
andere Röhre x eingeschliffen und enthalte gleichfalls ein 
Loch o, das in gleicher Höhe mit & liege. Mit dieser 
Röhre sei entweder ein Pan oder irgend eine andere 

15 Figur verbunden, die mit einem Stocke ausgerüstet ist. 

Ist nun die Figur nach dem Tiere hingewendet, so wird 
dieses, gleichsam eingeschüchtert, gewils nicht trinken. 
Ist die Figur dagegen abgewendet, dann wird es trinken. 
Schütten wir nun durch ein Loch p Wasser in den Ge- 

20 füfsraum «ós£ und stopfen es wieder mit Wachs oder 

einem andern Stoffe zu, so ist die Folge, dafs das ein- 


1) Dieses Kapitel steht vermutlich an unrechter Stelle, 
obgleich sümtliche Handschriften, die es überhaupt haben, es 
an den Schlufs des Werkes setzen. Vgl. die Prolegomena. 

2) In b fehlt *wieder'. 

3) Nach einer Vermutung übersetzt; die griechischen Hand- 
schriften haben alle *unterhalb'. 





3 ómio Wooderoft: ózó ab ° có A: và GT, sed T o supra 
Scripsit ££ Ab: As& Amg.GT 4 Ödıdpoayua b: dıa- 
gocyuocu à cunoucuévog T,, corr. T, 50m ÀGb:oz T- 

7 odßdov Paris. 2428, Lei . Scalig. 45: 6addov A ENTEOTEKU- 
uevov Mb: émwroeuuévor à 


2 @d a: aßb 7 daßdov BC: Ggeüdv»P 11 ETLOTEYVO- 
couev b 


339  HP929NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKOSN B. 


x) NEA 


TO TrQUzw«uc xuod 7) &AAC Tıvi, Hvußmosraı xo AM AOV 

#eıusvoav vOv P, X vovzqudvov v0 fu(Ag8iv V0co 

usraywosiv eig TO EBI'Z &yysiov: xsvovusvov à$ To 

AAEZ Enıöndosraı dıa Tod ovóuevog tod Coov rov 

&£gcu, xci TNVIHKÜTE zQooosveyOévrog covrO TormElov 5 
aec. 


6 Télo(g» Tis Tod 4joovog &At&evOoíog PißAov B meol 
rvevuorınöv. 4e ydoıs. &unv subscribit T: subscriptio deest 
in AGb 


erh 


DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II, 333 


gegossene Wasser!) in den Raum eßy& wandert, wenn 
die Löcher o und & einander gegenüberliegen. Infolge- 
dessen leert sich «ósf und saugt durch den Mund des 
Tieres die Luft an. Wird alsdann dem Tiere ein Becher 
5 vorgehalten, so wird es trinken. 


1) Zusatz in b: ‘durch das Loch x’ (wohl verschrieben statt £). 





2 càv 9, £ vovzmudvov uswévov tr. b 3 &yystov Ói& vo9 


4 vovzijucrog b (f. & pro 4 legend. sed etiam codicum figurae 
foramen quoddam in diaphragmate factum littera y significant). 


Uu POT 
m Lu © 
im dieu 4 JSbU P7. d 3 RE 
T SOM fI I Ter 
^ RR ob Dn ty. utat SUME 
EE ro eon 005 2 


pu. d sitit 





\ ; 
B us . % ’ "y 
: { 
'] 4 9 : * 
Uftao^P i 25 Q out 
2 T B k i4 RD WE a A 
n 
\ d D A d 
(UL e Ku b 1 
d'en 
E, vyY DIU had 
t i 
PU aibi 
* 
" * 
. 
r 4 
, » i A 
* 
, 
ij 
c 
* 
* 
dw 
* 
2 t 
-" 
[L M. 
: - 
Po 4 
£94 P 
n 
. 
E » 
D 1 , , 
Mey . 
ow 
. L] 
n - » ^ 
4A 
NO ta A d 
i n t 
wt u > ya EL 





HERONIS ALEXANDRINI 
DE AVTOMATIS 


OONSPEOTUS NOTARUM. 


A = cod. Marcianus 516 saec. XIII. 
G — cod. Gudianus 19 saec. XVI. 
T — cod. Taurinensis B, V, 20 anni 1541. 
— consensus codicum AGT. 
M = cod. Magliabecchianus II. III 36 saec. XVI. 
... lacunam significat, 
t locum corruptum, 
[ ] delenda, 
( ) inserenda. 
Potiores tantum lectiones dabuntur. 


HPO9NO2S AAEZANAPE9X 
IIEPI AYTOMATOIIOIH TIKHA 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 22 


I 


p. 248 
ed. Paris. 


HPQNOZ AAEZANAPEQX 
IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH 2. 


Tijg abroueronomrırig moayuareiag $z0 TÓv zó- 
veQov GzoÓoyig NEıwuevng dia Te TO mO/wx(AOvV Tijg Ev 
«Tjj Ömuiovpyiag x«i dia TO £xmA«xvov tig Vew- 
olas. Eorı ydg, dg ovveAdvrı elmeiv, züv u&£oog 
Tig unyavınjg Ev cori vjj abrouaronomtaAn mapaAeu- 
Bavousvov Oià rv x«và uE00og Ev «ori émwtAovu&- 
vov.  é&óv. Ó& «ovügo N Enayysiia Toldde' xe«ra- 
orevdbovreı voovi N Pwuol oVuueroo. c«brÓuoTO( Te 
TO000YydusvoL Aal xocv& TIvag @OLOUEVoVg LOTEWEVOL 
vózovg, x«l rv £vóvvrov «roig fo0íov Exaorov Löie 
x»wvtiv«L 009g Aóyov TOv xev viv MOOKEUEVNV zQoó- 


214 Peoıv N uOt90v &ouóCovre, | x«i sig vov EE &oyijg &zo- 


xadlorevrar TÓzOV. à uiv oov Towür« Óquiovoyi- 


3 uote TOv coroucrov x«AsivuL Ünayovre. Eorı Ó& 
M er 5 2 , - e - , » 
xci ETE00V &iÓog Ev coroig, 6 x«Asiv«, OTCTÓV. Eotı 


2 aörouaronomtnng AG: eovouovozoucuxóv T — 3—4 z9o- 
tegov G 5—6 f. Hewoias, (&voyxaiov ozdoysw voutousv 
xcL ocórol rà mzooocÓoUkívra oóz0 vÀv &oyaíov eig vdéw &yoystv, 
xal & Tusig Ó8 mQocsevon«ouev slodeodaı). cf. p. 2, 7—10 

6 cvvtióvrwi eineiv wg tr. a, corr. Diels 7 y A'T: xol é» G 
9 Zorı óà Leidens. Vulcan. 4 et Barberin. II 82: £ozw a (v ex 
compendio vocis ó corr. A) 10 7: f. x«l 11 zooodyovzaı a, 
corr. Diels: zoocyovrsg Brinkmann 15 post rózov quaedam 
intercidisse suspiceris. cf. p. 350, 15 (xe9dzso eiontaı). de 


69 


10 


15 


DIE AUTOMATENTHEATER? 
HERONS VON ALEXANDRIA. 


I Die Schaustellung der Automaten (Automaten- Die zwei Arten 
theater) erfreute sich bei den Alten grolser Beliebtheit, an 

5 einmal, weil eine mannigfaltige Kunstfertigkeit dabei ent- 
wickelt wird, sodann, weil das (dargebotene) Schauspiel 
geradezu staunenerregend ist.?) Denn eben die Anfertigung 
der Automaten bringt, um es kurz zu sagen, jeden Teil der 
Mechanik vermittelst dessen, was im einzelnen dabei aus- 

10 geführt wird, zur Anwendung. Was der Bau der Automaten 2 
verspricht, ergiebt sich aus folgendem. Man stellt Tempel 
oder Altäre von müfsigem Umfange her, die sich von selbst 
heranbewegen und auf einigen bestimmten Punkten halten; 
dann bewegt sich jede von den darin befindlichen Figuren 

15 entsprechend dem vorliegenden Plane oder einer passenden 
Fabel für sich, und (schliefslich) kehren Tempel und 
Altar nach ihrem ursprünglichen Platze zurück (Fig. 82). 
Die auf solche Art gearbeiteten Automaten nennt man 
fahrende. Es giebt aber unter den Automaten auch 9 

20 eine andere Art, die sogenannten stehenden Automaten. 


1) Wörtlicher, aber nicht so bezeichnend, lautet die Über- 
schrift: ‘Der Automatenbau’. 

.2) Im griechischen Texte ist hier vermutlich eine Lücke, 
welche vielleicht nach S. 3, 7—11 (Daher ... einzuschalten") 
zu ergänzen ist. 





turriculae superficie igitur scriptor se iam ante egisse dicere 
videtur, si modo vox eienraı sana est. sed cf. infra adnot. ad 
p. 350, 15 

22* 


340 HP9NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


ÖE x«l TOVToV 17] UNOOYEOLS TOLKÜTN‘ El TIVog XLOVÍ- 
0xov zíve& éqéovuxs Doug &yov Gvovyoutvag, xol Ev 
wurd ... ÓLc)ecug Go0íov zoóg Tiva uwb9ov Óiscxeve- 
Guévov.: xexAsvauévov 00V TOD zívexog «i 9Upoar coró- 
ucroL Kvolyovrar, xci gaiverau T vOv 6o0(cov ciu 
; \ , , \ / - 
ysyo@uusvn' xci uev o0 zoAUV qgóvov xAsiwc9tuGOv 
vOv $9voOv zw coroucrog xci C&vouyOsucQv, ETEOR 
palvera dıddesıs Co0íov &ouótovo« Ti) zoóvsgov ga- 
veion' xci z&Aw xAsLo0cuGQv xci QGvovyüsuGOv TOV 
m ET A , , , , e , 
OvoOv érég« OwicOtoig av qeívevau, Co0ícov c&ouó- 
M , , L \ 

Covca Tij zQóveQov xEıuEvn, xci Nroı anraoritsı TOV 
zooxe(usvov uÜbtov 3) adv usevrà TEÜTNV évíQa go- 
vet«L, Üyoıs &v &zoagriG03, 6 wörog. x«i TÜV qcwo- 
uévov Ó$ foÓí(ov TÜV yeyoauusvov Ev TO wivanı Ev 
EXAOTOV Ev Amos Övvarcı palveodaı, ELv dran) 6 
ub90sg, oiov & uev moltovre, à 08 oxezxagvitovva, & Ö8 
Opvocıs 1) zteAéxeouv. Eoyaböueva, OPoVv zoiobvro xo 
Endormv aAnynv xe9dzxsQ Ent Tijg GAmO9&(ng. Ibvavraı 
0$ xol Ereocı xvwvijGsug bad vov zívexe yiyvsodaı, oiov 
zÜ0o Avanrsodaı N Eodıa Eripaiveodaı zoóvsgov UN 
qoeuvóueve x«i zéAw apaviscodeı. Hal nis, (0g v 
vig Eimer Óvveróv Eotı xwvsiv guwuÓsvóg zQocióvroc 
roig fe0íoug. Eorı Óh yj TÜV cr«rÀv c«Uroudrov év- 
3 f. (gaívevot) Ówtdecu. cf. lin. 8. 10.12—13: (yéyoez vay 

' à. Brinkmann 3—4 Ödısonevaousvov T,: óucxsvouévov AT,: 
Ö1sonevaoutve G — 4 xsxAsewuévov T oov (££ &ozijg» H. Schoene 
11 f. nroı (ovn) &zocoríts. R. Schoene: &zoegrítovoo A 
14 óà om. T 14—15 rivanı Enaorov AG: nivanı, va Ena- 
orov T (va add. etiam A mg.): corr. R. Schoene 15 eözaırn T 
16 zsoí£fovra T onsonaevigovre a: corr. M, et cod. Paris. 2431 
17 cpóoows AT: &pvonıs ex &pvoss corr. G an Epyadöueve, 
(& Ó& &oíc, nal Tevmavoıg yomusvay? cf.p.412,25 19 oz: 


f.ozio. cf.p.414,15.18: x«r& Diels 22 meosintaı H. Schoene 
zrooocıovrog AT: zoociévvog (sed & ex o correcto) G 


0 


m 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 341] 


Diese Art verspricht folgendes zu leisten. Auf einer 
niedrigen Süule steht eine Tafel mit Thüren (Fig. 101), 
die sich óffnen kónnen, und auf dieser sieht man eine 
Darstellung von Figuren, die in ihrer Anordnung irgend 


5 einem Stücke entsprechen. Die Tafel ist nun (zu Anfang) 4 


geschlossen; dann óffnen sich die Thüren von selbst, und 
die Gruppierung der Figuren auf dem Bilde wird sichtbar. 
Haben sich nach kurzer Zeit die Thüren wieder von selbst 
geschlossen und geóffnet, so erscheinen die Figuren anders 
10 verteilt, aber doch der zuerst vorgeführten Darstellung 
entsprechend. Wenn die Thüren wieder geschlossen und 
geóffnet sind, zeigt sich abermals eine andere Verteilung 
der Figuren, die zu der vorher erschienenen paíst, und 
entweder führt diese das zu Grunde liegende Stück zu 
15 Ende, oder es kommt nach dieser nochmals eine andere 
Darstellung zum Vorschein, bis das Stück zu Ende geführt 
ist. Von den auf der Tafel sichtbaren, gemalten Figuren 
läfst sich jede einzelne in Bewegung zeigen, sobald es die 
Fabel erfordert, z. B. können die einen sügen, die andern 
20 das Schlichtbeil handhaben, wieder andere mit Hümmern 
oder Zimmerüxten arbeiten, indem sie bei jedem Schlage 
ein der Wirklichkeit entsprechendes Geräusch hervorbringen. 
Es kónnen auch andere Bewegungen auf der Bühne?) vor- 
geführt werden, z. B. kann Feuer angezündet werden oder 
25 es können bis dahin nicht sichtbare Figuren plötzlich er- 
scheinen und wiederum verschwinden. Kurz, man kann jede 
beliebige Bewegung ausführen, ohne dafs man sich den 
Figuren nähert. Die Thätigkeit (bezw. der Mechanismus) 
der stehenden Automaten ist sicherer und weniger gefährdet 
30 und läfst in gröfserem Malse jede Art der Darstellung zu 


1) Wohl richtiger “über der Bühne’. Wenigstens erhellt 
aus S. 415,15. 20, dals das Feuerzeichen und die Erscheinung 
der Athene auf der Schwebemaschine (woran hier vermutlich 
gedacht ist) “über der Bühne’ vor sich gingen und nicht “auf 
der Bühne’. (Letzteres [auf der Bühne] bedeutet nämlich ózó 
tov nivane, obwohl man versucht sein könnte, es nach Analogie 
von $zó oxnvnv “hinter der Scene? zu übersetzen.) 


5 


6 


7 


II 


245 


342 HPQ2NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ, 


épysux GoqoAsGvÉéQe TE xol CxvvÓvvoréou xci uüAAov 
züocv &miÓsyouévm Ouc)tcu vOv ozxcyóvrov. éx&Aovv 
Ó& oi raAnıol vovg TE ToicÜro Óquiovoyobvrag O«v- 
uerovoyodg dıa TO PxmAwxvov TS Vewolag. Ev uiv 
ov vToóro TQ PıßAim zegi TÜV Ozcyóvrov yodpouev 
éxOéusevou ÖLadEoıv zovux(Av xcvi ys qu&g., Tug Q- 
udosı zo bıadeosı no0g TO ÓOUvcoUcL TOV TO0RLEOV- 
uevov Er£owg bLarideodaı undev émifqvobvra zo0g viv 
vi; dıadeoeng Evepysiav' Ev 08 TO Eis msol vÓv 
oTETÖV cOroucrOY Yyoapousv. 

Ast Ó& zodvov dndroorov Eivaı x«l GxAwig zul 
öuaAov v0 Zöapog Ev Q uéAAsu TO abrouatov Oxysw, 
(vc unte ol To0X0lL «roD xovoóUvocu mıebdusvor wire 
éuzoü(tovvo. ÜNO TORXUTNTOS TIvVog UNTE zo0g Gvd- 
Baoıv Pıeköusvor sig vó 6mlow Enıvedwow. àv Ób u) 
ozíoyu v0 &dapog ToLodrov oiov elontaı, dei oavidag 
&zog8dccvr«g imi Tod Eidpovg ÖLaudEvar, £v dig 
xott wixog Eoovraı oWwANvES Óv EPNAOTOV xocvóvov 


.mOOg TO ToUG TQoyovg Ev roig 0WANjoı xvA(scb o. Oel 


0& Ta ozcyovre xcvcoxevdtsw éx xoUqov. vs x«l ENoWv 
EUAov, xiv i& (AAqg Óf vwvog VAng vozdoyu Tı Ev @ö- 
TOig KRTEOKEVROUEVOV, x«i vobro Ó&osi | og xovgócra«- 
Tov ztuigGoU«u, moLeiv, iva un dia To Bdoog Övoxivnte 
yeryraı.  Ósi Óà xol 0c Qv Eynvaklovg 6T00PaS ij 


1 &xwóvvoríoy M et Leid. Scalig. 45: G&wwóvvoréíoc A 

3 Önwodvras G 5 rovrov T 6 &urıWeusvor H. Schoene 
7 Öiadeosı: voof cer coll. p. 338, 13 Brinkmann 8 unóiv 
émienvobvro Barberin. II 82, Leid. Vule. 4: un évezifnvobvco à 
10 f. yocwouzv. cf. p. 28, 13 11 capita distinguunt, sed 
non numerant codd. 14 Zunoöitovrau A: Zunoölkovrau GT 
16 ümdoysi T 17 &nopdwoavreg scripsi: Anodoavrag AG: 
Enmdhouvreg T. cf. Papp. UI 166, 2 ed. Hu. róuwzovov moösg 
xovóvo. &zogtou£vov: f. Cdwiwweig y anoedmoavrag. cf. p. 4, 19. 


10 


15 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 343 


als die fahrenden. Die Männer, welche sich mit dergleichen 
Dingen befafsten, nannten die Alten, weil das Schauspiel ihre 
Verwunderung erregte, Wunderkünstler (Thaumaturgen).!) 
In diesem Buche schreiben wir nun über die fahrenden 8 
5 Automaten, indem wir eine Darstellung veranschaulichen, 
welche wenigstens nach unserer Meinung mannigfaltig 
ist und zu jeder beliebigen (anderen) Darstellung past, 
damit der, welcher die Vorführung eines andern Stückes 
plant, dazu imstande ist und in Hinsicht auf das Ge- 

ı0o lingen der Vorstellung nichts vermiíst. Im folgenden 
Buche?) handeln wir dagegen von den stehenden Automaten. 

II Zunächst muís der Boden, auf dem der Automat Beschaffenheit 
vorrücken soll, fest, wagerecht und eben sein, damit En 
seine Räder weder infolge des Druckes einsinken, noch ten Materiales 

15 von einer rauhen Stelle gehemmt werden, noch bergauf 

getrieben zurücklaufen. Wenn ein solcher Boden, wie er 2 

eben beschrieben, nicht vorhanden ist, mufs man Bretter 

wagerecht auf den Boden legen, auf denen der Lünge nach 

Schienen vermittelst festgenagelter Latten hergestellt werden, 

damit die Rüder in den Schienen (Fig. 83a und 83b) rollen. 

Die fahrenden Automaten mufs man aus leichtem, trocknem 

Holz anfertigen. Sind sie aber teilweise aus anderem Material 

gemacht, muís man versuchen, auch dieses móglichst leicht 

zu machen, damit nicht infolge der Schwere ihre Bewegung 

35 zu schwerfällig wird. Es muls ferner alles, was kreisfórmige 8 


2 


e 


1) Thaumaturgen im gewöhnlichen Sinne sind Gaukler 
und Taschenspieler. Vgl. Baumeister Denkmäler des klassischen 
Altertums I, 584. 585. 

2) Es ist der zweite Abschnitt gemeint. Eine Einteilung 
in Bücher kennen die griechischen Handschriften nicht. 





356,9. Dioptr. 242, 3 Vinc. (&xAwij voQiovévos) Ev: &p’ Prou 1. 1. 
p.143 18 égmieróv T 21 ómdogn G: ómcoysw (sed fortasse 


ózáoryn scribere voluit; scribit enim sic: ómo0) A: ómdogov T 

29 xorsoxevoacuévov Leid. Scalig. 45: naraonevaousvov à nal 
Fr. Haase: e£ a 24 80° &v scripsi: 0o a dynunklovg M: Evijv 
xAoto0g A: iv 79 wAowovg T: évíijv #Aoıovo (— xAotovcóv, quod in 
codd. deterioribus exstat) G 


344 HPS2NOZ AAEZANAP.IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHX. 


xunjaeug Tote, v«0vc évroové ve dnoıBög x«i meol 
& xıveitaı Asie x«l uw» vocyíc vozdQoysuv, oiov oi uiv 
TQoyoL zeol xvoOocx«g ci0mooUg éufe[hjxóvag eis Eu- 
zvsiA(Óü«g odmoäs, và Ó& foÓwi« meol KEovag qoaAxoUg 
&uspuxóvag sig owuixíü«g xo«Axüg OVVEOUMOLOUEVEG 
avrois. xci EAuıov Ó& magenıyesv eost sig voro, 
Ózog xev& |navre] voózov sóxvA. ve andvre ozxéoyn xci 
undtv z«oc& ro0ro Gqíyue yEvnraı sb Ób un, 00% &ovat 
TOV zQoxsuu£vov xcv& Aóyov ov0i £v. del Ób nal vóg 
Gzxgvovg, vig elg verc zooGyodusDw, wire Éx£xvacuv 
urs 6voroAnv Auußdveıv, aAAR Toadrag dıausverv 
voig unxeoıw oicı x«l é&£ &oyijg Karsorddnoav.  vobro 
0$ Eoraı, éàv Außovres abrdg mtoí vuvag zcoGcA(oxovg 
dıereivavrss &U uA« x«l ELoavrss «UT&g OÀCyov q9ó- 
vov zAuv Enexteivouev xai voUro zAsovéxig zouj- 
G«vrsig xqoóv uer& Omtivns x«vcwunocousv. PeAtıov Ó' 
ei xoi Bdoog EE «ovv éi&dwvevreg Edoouev Ent zAs(ove 
X90vov. ooß«oavıorEioe Ó& oUrog obdeulav éméxva- 
oıv Ampere N mavreißg Powyelav. 7) zAw &zoxówo- 
usv, Or«v EEuprdoavres TO MÖTOUATOV TIVa QcOTÓV 
NEDEATETAUEVNV EVOWUEV. vevoívo Ó& obdevi Ósi Xonj- 
GÜcL, ETEIÖN zxegexve(vev«L xoi OVOTEAAETEL xov Tiv 
Tod &£pog z&gíovacuv, el un Goa Óvrav den vomxAyyt 
xoNoaodeı. 6 02 VoriAnyE £6vo xuddnreo Ev roig xeva- 





1 zoijvx. Scripsi: moiodeı à: (ücc) roıeiteı Brinkmann 
evrogva Prou l.l. p.161 3 eis om. T,, add. T, | 3—4 Eumus- 
AócQ9«ug T 5 inter yoAx&g et ovveoungLouevag album quinque 


litterarum T cuneicuévoc T,, corr. T, cv (in ovveou.) ex 
£yov corr. A 6 abroig 4 wvroig ex crt ig corr. À: abrag G 
nagsnıyesıv AT: mol Enıyeswv G 7 mdvvo AG: mávrn M: 


zcvrı T: del. R. Schoene coll. Philon. Mech. Synt. p. 88, 32. 96, 4. 
cf. etiam Heron. Belop. p. 13, 8 ed. Wesch. Dioptr. 300, 10 Vinc. 
rönov Brinkm. . óz&oysw T 9 oödeer (sic) AG: oödev T 


e 


10 


1 


2 


2 


5 


e 


ex 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 345 


Wendungen oder Bewegungen macht, recht rund, und die 
Gegenstände, um welche die Bewegung stattfindet, müssen 
glatt und nicht rauh sein, wie z.B. die Räder um eiserne, in 
eisernen Naben ruhende Achsen und die Figuren um kupferne 
Achsen, die in kupfernen, entsprechend ausgeschliffenen 
Büchsen (Lagern) liegen. Man mufs auch Öl daran gielsen, 
damit in rechter Weise alles leicht rollt (sich bewegt), ohne 
dafs dabei irgend welche Klemmung entsteht. Sonst wird 
die Lösung der vorliegenden Aufgabe auch nicht in einem 
einzigen Punkte unserer Erwartung entsprechen. Es dürfen 
ferner die Schnüre, welche wir noch dazu gebrauchen, sich 
weder dehnen noch zusammenziehen, sondern sie müssen 
immer so lang bleiben, als sie anfangs gemacht sind. Das er- 
reichen wir, wenn wir sie um einige Pflöcke hängen, sie recht 
fest anspannen, kurze Zeit so lassen, dann wieder weiter 
ausdehnen und nach öfterer Wiederholung dieses Verfahrens 
Wachs mit Harz daranstreichen. Besser aber ist es, wenn 
wir auch ein Gewicht daranhängen und längere Zeit es so 
hängen lassen. Wenn man die Schnur vorher so erprobt 
hat, dehnt sie sich gar nicht weiter oder nur ganz wenig. 
Oder falls wir beim Bespannen des Automaten finden, dals 
eine von ihnen sich noch mehr gedehnt hat, schneiden wir 
sie ab. Man darf aber nichts verwenden, was aus Sehnen 
gemacht ist, da es je nach der Beschaffenheit der Luft sich 
ausdehnt oder zusammenzieht, falls es nicht etwa nötig ist, 
ein Spannholz zu verwenden. Das Spannholz (Hysplenx) sei 


11 ovoroAnv M, Leid. Scalig. 45: ovoroAnv ex owAnv corr. A: 
coAjv GT 13 Außövrss: f. wegıßaiovreg. cf. p. 356, 10. 358, 19: 
BeAövreg H. Schoene 14 (xai) dıereivavres Diels 16 xovewj- 
cOpsv à, correxi 16—17 óà & T 17 f&oog M: Qoovc a 

édcousv AG (o ex o corr. A): &dowusv T  zActov T 19 7) (ante 
z&Aw): xci R. Schoene: 7j» Hildebrandt 20 £&«erwcevreg a, 
corr. Brinkm. coll. Philon. Mech. Synt. IV 54, 44. 56, 45. 57,40. 
58,2.061,9 et H. Schoene 21 magenterauevnv scripsi. cf. lin. 22: 


nagevrerauevnv AG: magevcevvouévoy T ojüsvi dei: oddevi 
dei A (oödevi igitur corrigere voluisse videtur): oöderi ( der 
(obdevi ex oödevög corr.) G: otótvüg (Oe T  21—22 yojotaı, 
n ex « corr, A 22 xol: an 7? 


9 


346 HP$NOZ AAESANAP. IIEPI ATYTOMATOIIOIHTIKH. 


4 P4 , bl m c , e 
zéAvoug 6 Eov HaTaterayusvog Ev TO Tuwrovío, dg 
eins Eoreı OMAov. advre Ó$ vaUra và Ozdyovva viv 
&oyqv Acußdvsı vijg xwuj6sog dia ÜVozmAqyyog N Aslag 
woAıßüg. xowov Óé icr. TOD xwvobvrog Kal voU xvivov- 
u£vov ondorog é£yovo« Tv uiv ulev &oynv zQog To 
Kıvodvrı z:90060s0cuévqv, viv Ó& érégav zoóg TO xwvov- 

4 , \ \ , x H , 
uévo zooox(yxv»Aouévqv. TO 0$ Kıvodusvov G&ov EOTi, 

Name e 4 , * \ PA 
zteQL Ov N ONKOTOg ztsQie(AqvoL. TO de bow. TT006- 


[4 ER » M" w X , \ 
«oeooreg &eloi TO0OXOL, Gore TOD (&ovog 6TOEPOUEVovV xai 


&ztLALGGOuÉVQS Tüg OGzégrov GvoroégsoDoL x«i TOU 
vQoyoUg égs(Óovrag Ent TO Edapog. Toig ÖE Tooyoig 
reglneıtaı TO TOÜ Ozéyovrog abroudrov AmdorV. 
víovv Ó& VonAmyyos à] Pdoog Asiag Ósi zog TA OAÀ« 
Nousodeı, Üzxcc u» xer«xocrijre, diro, v0 foog 1| 1, 
Tod VorAnyyog véGig vzx0 Tod zAwO(ov. «i Ó& £x Tijg 
nogeiag xwcsug yivovraı zcv vOv ONLETWV zQoG- 
qyxvAouévov uiv roig Kıvovusvorg 6EYdvoıg, zo00s- 
Osu£vov 02 sig vrqv Asiav. 7) Ó& Asia Eoriv Ev vwv( 
GUoLyyt, &ouoGvOg x«i eoAUTOS Övvauevn naraßaivev 


eis aurıv. Ev Ói vij OVoıyyı imi uiv TÜV baaydvraov 20 


? 


N xéyyoog N v&zv EußcAkereı Ói& TO xobqé TE Gugó- 
regu sive, x«l Ö6ALodnod, Ev ÖE Tolg oraroig &uwog 
Enoa EußdAisraı, Gv éxgsóvrov Óià TOD nVduEvog ng 





1 &Éíov à: &yxov (1e. &yxov) supra scripsit Paris. 2434 
XovteTttOyuévOos à: xovottveuévog M et Paris. suppl. 11 de 
axe et hemitonio cf. Heron. Belop. p. 83, 5 ed. Wesch. et huius 
editionis vol. II 2 £oraı ÖN2ov M, Paris. suppl. 11, Leid. Vule. 4: 
fc ... Aov spatio trium fere litterarum relicto a. cf. p. 404, 9 
4 xowàv G: xowóv ex xowóg corr. A: xowóg T — x«i AGT,: 
tjs T, 7 moocnAouérnv a, corr. Brinkm. coll. v. 16. p. 348, 4. 16 


, LA 7 , , 

8 meguit(Aqvat M: megıeiinteı A: megieinnraeı GT 11 éost- 
dovreg Leid. Vulc. 4: &geidovrog à — éml om. T 12 córoudvov 
Scripsi: aörouatoc à: ocóroucvog M 13 fégovg à: corr. 


pe—ÁÀ7À 





DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 347 


aber ühnlich wie bei den Katapulten die in den Halbspann 
(Hemitonion, Sehnenstrang) gesetzte, (sogenannte) Achse 
(Spannbolzen), wie man weiter unten) sehen wird. Alle diese 
fahrenden Automaten erhalten den Antrieb zur Bewegung 
durch eine Schnur oder vielmehr ein Gegengewicht aus Blei. 
Gemeinsam ist dem bewegenden und dem bewegten Gegen- 
stande eine Schnur, deren eines Ende an den bewegenden 
Körper gebunden, deren anderes aber mittels einer Öse an 
dem bewegten Gegenstande befestigt ist. Der bewegte 
Körper ist eine Achse, um welche die Schnur gewickelt ist 
(Fig. 835). An der Achse sitzen Räder fest. Wenn daher 
die Achse sich dreht und die Schnur sich abwickelt, drehen 
sich auch die Räder, die auf dem Boden ruhen. Die Räder 
umgiebt beim fahrenden Automaten der Radkasten. Die 
Spannung der Schnur oder die Schwere des Gewichtes muls 
aber dem Ganzen angepalst sein, damit nicht der Kasten 
das Gegengewicht oder die Spannung der Schnur überwiegt. 
Abgesehen von der Bewegung von Ort zu Ort erfolgen 
die Bewegungen dadurch, dafs sämtliche Schnüre sowohl an 
die bewegten Vorrichtungen vermittelst Schlingen befestigt 
als an das Gegengewicht angebunden sind. Das Gegen- 
gewicht befindet sich in irgend einem Gewichtskasten 
(Syrinx, Pfeife) und kann passend und leicht in demselben 
hinuntergleiten. In den Gewichtskasten wird bei den 
fahrenden Automaten entweder Hirse oder Senfkorn ge- 
schüttet, weil beides leicht und schlüpfrig ist; bei den 
stehenden Automaten thut man trockenen Sand hinein. 
Wenn dies nun durch den Boden des Gewichtskastens aus- 


e 


1 


e 


1 


[^u] 


2 


ce 


2 


[2 


1) Das dürfte ein Hinweis auf die Belopoiika (s. Bd. IT) sein. 
Vgl. in der Einleitung die Bemerkung vor der Erläuterung zu 
Fig. 82. 





Fr. Haase in schedis Schoenianis deig T 14 narangareita: u 

15 f. Zurös. cf. p. 380, 14, fuori di quello che si fà da luogo 
a luogo Baldi 19 &ouocróg AG (or supra üg scripsit A): 
&ouocrol óg T: &guocr? og M. cf. p. 372, 28 20 vij v ex o 
corr, A: cà GT 21 xéyyoog M: xégoog a 21—23 did. 
ZußdAkeraı in textu om., in margine add. A 22 0AicO noc 
Leid. Vule. 4: öAıornod à 28 ns AG: xol T 


I] 


246 


10 


11 


12 


348 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


oVoıyyog N Asia axjoéu« AATapsgouEvn TAGS KLvmosıg 
aroteiel EnionwuEvn éxdoTqv Gzdorov. oy» Ó$ xwi- 
0285 Eotı Toig Gztígrov, xuvijoeog | Ó& ovécig czxóAvorg 
Gzégrov éxzsGovong vig CyxÜAgs dad Tod TrOÀOV TOU 
Ev TO xıvovusvo boyavo. ci Ói ozó rg Asiag &Axó- 
uevaı ondoroı oc loorayWg uiv EAnovraı, 00% iGo- 
taysis ÖE vÀg Kıvijosıg morodvraı OLG TO un) mEol Ououe 
doyava words wegısıkeiodeı, GAAC üg uev zsgl uelfovag 
xUxAovg, üg Ó& neol EAdooovas. del Ó& vOv un due 
KIvovuEvav 6bEYLVOV TÜS ONKETOVS uw! due TETEODAL, 
AAAR TOV VOTEOOV xwovuévov vào OzéQrovg ycAcouotc 
&yewv. T& Ób qcÀdouere umovuara dei moLeiv x«l 
z906x0AÀAüv x49 évróg Tod zAwvO(ov xovà TOv Émi- 
BaAkovra vómov, Ozcg 7 Asia Erionwucsvn TO ycA«cuc 
TOREDg TEelvn NV Gzgrov. zQoGéysuv Ó& del xci Teig 
Gzgroig, Onwg Exdorn abrov TQ iÓí(o Ógycvo 7000- 
ayaviodn xci un Em doworeod Tv Eneiinow Adfm 
uLäg yàg «oràv KAAayelong 1 EX LgLoTEO« EreiinPei- 
ons v& OÀ« oTdoıw Anıperaı. dei bt Kal Tag vOv g- 
q«íov Expvyeiv Ovi écsug, Ozxcg KULVOTEOOV TO xota- 
oxeUccGue YPalvnraı' Ovveróv yg, Og TOOEENTEL, vcio 
abraig uEdodoıg yodcusvov éríg«g xci érvégeg Ove D éGsLG 
zoisioQwt. PEhArıov OÖ’ Ev vovro:g Avaorosde Ó qapgi- 


&Grépev Erıvoov Hıddesıw. 1v Ói dusig Ertideucde, 


^! , 
EOTL TOLO'UTT. 





2 Enıonousvn T 3 v&cig ed. Paris.: zéeng a: omacıg M 

4 &yxolow T 6 ondero G: onagroı, ov. ex ecu corr., A: 
eztcorou T 7 nowövreı A (Zu ante mowoövraı del. A) GT, : 
&umowodvraı TT, 8 aüörois T, usltovag M: usldova a 
10—11 öoydvov ...*wovu£vov om. G 12 ungoduare AT: 


unovouereG — 13 xqoà» T — 14 0zog AT: meo G — 15 zocogc 
Leid. Vule. 4 et Barberin. II 82 (supra scr.. (meatog etiam 


25 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA, 349 


läuft, so senkt sich allmählich das Gegengewicht und 
bringt durch das Anziehen jeder (einzelnen) Schnur die 
Bewegungen hervor. Den Antrieb zur Bewegung giebt 
die Anspannung der Schnur, das Aufhören der Bewegung 
5aber die Loslösung derselben, indem die Öse von dem 
an der bewegten Vorrichtung befindlichen Pflocke ab- 
fällt. Die von dem Gegengewicht gezogenen Schnüre 
werden alle gleich schnell gezogen, rufen aber nicht gleich 
schnelle Bewegungen hervor, weil sie nicht um gleiche 


. 10 (maschinelle) Vorrichtungen gewickelt werden, sondern die 


einen um grölsere Peripherien (nämlich Achsen), die anderen 
um kleinere. Die Schnüre derjenigen Vorrichtungen, die 
nicht zur selben Zeit mit bewegt werden, dürfen nicht 
gleichzeitig gespannt sein, sondern die Schnüre der sich 


| 15 später bewegenden müssen lockere (nicht gespannte) Teile 


haben; diese ungespannten Teile müssen (lockere) Strünge 
(Schnurlagen, s. Fig. 83—85, S. 360) bilden und sind 
innerhalb des Kastens mit Wachs an der richtigen Stelle 
anzukleben, damit das Gegengewicht durch das Anziehen 
20 des lockeren Teiles allmählich die Anspannung der Schnur 
herbeiführt. Man mufs auch darauf achten, dafs jede der 
Schnüre mittels der Öse an die zugehörige Vorrichtung 
geknüpft und nicht verkehrt aufgewickelt wird. Wird 
nämlich eine von ihnen vertauscht oder verkehrt auf- 
25 gewickelt, so wird das Ganze zum Stehen kommen. Man 
muls ferner die Darstellungen der Vorgänger zu vermeiden 
suchen, damit der Apparat als etwas Neues erscheint. Denn 
man kann, wie oben bemerkt, unter Anwendung derselben 
Methoden immer wieder andere Darstellungen bieten. Je 
30 anmutiger die Scenerie ist, welche einer erfindet, um so 
grölser wird sein Erfolg sein. Diejenige, welche wir ver- 
anschaulichen wollen, ist folgendermafsen beschaffen. 





Philon. Mech. Synt. IV, p. 66, 19 ed. R. Schoene) 16—17 zooc- 


aynvAochn T 18—19 &milmdelons T ^ 992 fzfoeg (ante xol) 
AT: éréoo G 23 0" iv ex éÉ oo corr. A: à? àv G: oov T 

f. &vacvo£wsvot. cf. p. 2, 11. 404, 6. Philon. Mech. Synt. IV, 
p. 59, 44 ed. R. Schoene 


11 


III 


r2 


350 HP$NO£X AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


CEovo» fcis wijxog &yovcoc óg máysog, mAdTog 0i 
DS zv«AcLovOv TE06L0WV, tvyog 0$ ig zeAeu6TOv TQiOv, 
xvuctıov éyovo« TEOLTEEKOV sig ve TO (vo xci TO xcvo 
u£gog.  émi Ó& vàv yovibv «)rüg égéorqxs xıdvıa 
TEOOAO«, tog uiv Eyovra og naAnıorov n', zAcTOS 
0$ maAcıor@v OVvo, Eyovra zoxs(ueve OrEıgla xoi voU- 
? 
toıs Gouobodoag xspaAGg Erineiuevag.  émL Ób TOV 
#epaAlov Émíxsvveu xodzso émiGvOALOv xUxAc V)woc 
?! x m , ei [j , , \ 
&yov OyOoov roO xíovog O0ÀAov, Og ÓcxrOAOV 6€. AKUTE 
dE vrÀv émiGvvA(OV x«víGvooreu oKvidıa xcAUmzTOvra 
vuv émávo EXipdveav, xo zegíxevvot XÜxAc xvuirLov. 
BEER \ ^ , ) [4 , y. 
erl ÖE TOO xovcoTrocueTog EPEOGTNAE WEOOV voloxog 
GrQoyyUAog meoıpavng éyov x(ovag E. émi Ób voUvov 
zvoy(ov xovosiÓ:g EPEOTNKEV Evrerausvnv &yov cov 
ErIpaveav, xob)msg sigmvo. Emi Ó& vig xogvgijg 
Epeornae Nixn éxmsmsvaxvi« vàg mzvíovyag xoi év ij 
- \ / , 2 M , m E 
Ostu& yeugl Gvépavov xareyovoa. év ÖE uíóo TOD vai- 
\ m m 
Gxov Eodıov HJıovVcov égéovuxev Ev uiv Tjj KOLOTEOK 
xeıol S9igcov xareyov, Ev Ó& vij Óskuk oxbgov. z«ga- 


nadekereı Ói navdmoioxog zooóg Toig Tod Zzf.ovócov 


nooiv. Ev Ót voig £uzgocoO0sv xci roig ÖnLodev WEQEOL 
tod ZlLovócov émi TOO x«ve«ovocucrog BPouog Enrixeıtaı 


1 "Ecro inserui z:y£0g a (cf. Philon. l. l. p. 73, 42): 
z1jy£0c Paris. 2431, Leid. Scalig. 45. sed formae ionicae Heroni 
non incognitae sunt 3 eis ve M: site a 7 couodovons T 

8 f. &miasıral (ti). cf. Philon. Mech. Synt. 62, 6 ed. R. Schoene 
Eerineiohel vu wodmnso imwvolvov 9 2yov Leid. Vulc. 4 et 
Fr. Haase: £yov a EZa:f.d’ 10 vó émiovóliov R. Schoene: 


f. tod EmiovvAlov Hereorewraıo | Ötanakdrrovzı T,, idw add. 
T, mg. (ce«víów igitur corrigere voluit T,) 15 eienreı: futur. 
requirit R. Schoene. cf. p. 384, 7. vid. etiam prolegomena ad 
fig. 82. 16 éxzenztvoawvic M, Leid. Vule. 4: éuzezsvowviag AG: 
Eunenstanoüceg T 17 ó$ ıterant. AT 


10 


20 


351 





ri 





Fig. 82. 


352 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


&yov EVoucre TÜV  caví(ücov Texrovind ENOR Gore 

247 EUKAVOTA Eivaı. Karl OS Alova vOv Ev v voloxgo | voU 
AwovVoov ze«gé£óvuxsv EXTOg Tod voioxov Béxym dıs- 
Gxsvecuévm Gg v vig MEOKLENTEL. 

IV Toórov dt oUrog ómxcpyóvrov Ev Gy TeFEvrog 5 
TOD cOToucrov émí TIva TÓZzOV XC Gzt0GTÓvTOV WET OU 
z0AU0v qyoóvov ozé£si TO coTÓuoTOv Exil vwv« (0pLGuévov 
TorovV. Hal Grívrog «oroU dGvexevbesruu. Ó xoà 
zoóc9ev Tod Zhovéócov fouóg. xci éx uiv TOD 9Uocov 
tod Z[Lov6cov Troı yaha N vÓcQ ixzwvvo)nosruL, Éx 
ÖE TOD Gxógovg oivog E&uyvdmosteı émi TOv zox&- 

2 usvov zavdmoloxov. Gvspovot1osro, Ó$ züg 6 nal 
voUe Tr£GGCQ«c x(oveg ig Pdoswg vóxog. ci Ó& zspi- 
xUxAco Bíxyou megıehsdoovraı Y00EVovoKı zeQl TOv 
voioxov. xci Nyos Eoreı Tvundvov xci xvoufcAcv. 15 
x«i uer TEÖTE OTAHEVTWV vOv ijyov KTOOTEKPNOETKL 
ro tod ZJıovdoov Ewdıov sig TO éxvóg u£oog. (uc Ó& 
vOUTQ x«i 7 émiuxeuuévw TO zvoyío Nixn ovveziovQa- 

3 prioeraı. nal zAw 6 Eungoodev ysyovog TQ Zio- 
vóco Bwudg, zoórsgov Ó& OzíG0iog bzgyov &voxcv- 20 
Yrostaı. Hal zAw £x uiv roO 9U06ov 6 Kvanırvouog 
Eotaı, ix 08 TOD Gxógovg T] éxyvoug. Hal naiv ci 
Báxyeu yogevovot zegvegyóuevau vov voloxov UETE qógov 


I 


0 


1 f. càv oavidwv del. cf. p. 382, 11. 442,21 2 ednaore T 
X ÜOVO. (Enaorov) R. Schoene 6 f. dnoordvrov Cuàv5. 
cf. p. 402, 12 7 ond£sı scripsi: Endbsı T: Endksı A: Emdbsı G 
8—9 var nooodev T: nuTamgoohev AG. cf.p. 432, 4. 440, 25. 
vid. etiam lin.19 10 Enmvrıodjoerau M,. ef.p. 134, 19. 382, 21 
13—14 megındalo Diels: zs9i 49xAo & Ld zt£gLEAccovvou T 
yogsvoocag T 16 f. sradsıchv vv Baryav. cf. p. 854, 1—2: 
crcQ0(tucóv av Bowyóv nal zov)»irvrov Brinkm. ovo vro 
(zàv foÓ(cov x«i mavodEvr@v) H. Schoene nx&@v? R. Schoene 
19—20 f. too ziiovócov 23 f. xogsdoovoı megiegöuevear T,, 
corr; T, 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA 353 


| 


III Man denke sich einen Sockel (Fig. 82), etwa eine Äutsere Ein- 
Elle (— 46 cm)?) lang, etwa vier Spannen (= 31 cm) a 
breit und ungefähr drei Spannen (= 23 cm) hoch, ee 
mit einer oben und unten ringsum laufenden Hohl- 

| 5 kehle versehen. Auf den vier Ecken des Sockels stehen vier 
kleine, etwa acht Spannen (= 62 cm)?) hohe und zwei 

|. . Spannen (= 15,5 cm) breite Pilaster, unten mit Wulsten 

| und oben mit entsprechenden Kapitälen versehen. Auf 

| den Kapitülen ruht ringsum eine Art Architrav, ein Achtel 

. 10 des ganzen Pilasters (= 7,71 cm), etwa vier*) Finger 

|o (971 em), hoch. Über die Architrave?) hin sind kleine 2 

.  Bretter gelegt, welche die Oberfläche verdecken, ringsum 
liegt eine Hohlkehle. Auf der Überdeckung steht in der 
Mitte ein rundes Tempelchen, von allen Seiten sichtbar, 

| 15 mit sechs Säulen. Auf diesem steht eine kegelfórmige 

' Kuppel (Türmchen), deren Oberflüche überspannt (über- 

| . dacht) ist, wie oben bemerkt.) Auf der Spitze steht Nike 3 
mit ausgebreiteten Flügeln und in der Rechten einen 
Kranz (s. auch unten Fig. 94) haltend. In der Mitte des 

20 Tempelchens steht eine Bacchusfigur mit einem Thyrsus 
in der Linken und einem Becher in der Rechten. Zu den 
Füísen des Bacchus sitzt ein kleiner Panther. Vor und 4 
hinter Bacchus steht auf der Überdeckung ein Altar mit 
trockenen, leicht brennenden Hobelspünen. An jeder Säule 

25 am Bacchustempel steht aufserhalb desselben eine Bacchantin 
in beliebiger Stellung. 


1) Die Figuren zu den Automaten sind auf Grund der vor- 
liegenden deutschen Übersetzung und nach Mafsgabe der hand- 
schriftlichen Figuren (von denen einige vorn abgebildet sind) 
von Herrn H. Querfurth, Maschinerie-Inspektor am Herzoglichen 
Hoftheater in Braunschweig, rekonstruiert. 

2) Vgl. F. Hultsch Griech. u. röm. Metrologie S. 697°. 

3) Genauer 61,7 cm. 

4) In den Handschriften steht ‘fünf’. Das wären beinahe 
10cm. Das stimmt aber nicht mit den obigen Angaben. 

5) Wohl richtiger “den Architrav’, wie R. Schöne vermutet. 

6) Thatsächlich ist davon oben noch nicht die Rede ge- 
wesen. Vgl. die Einleitung zu Fig. 82. 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 23 


V 


r2 


354 HP$9NO£X AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ, 


vvuxévov x«i xvupcAov. x«i zAw Gov«9t06Qv cU0- 
Tov TO &otóucrov Avaywonosı sig vov && &oyijg Tomov. 
x«l oUrco T£Aog Eeı v Enideidig. Toig Ó& siguuévoig 
uérooug EYENodusda Avayaalog' usi£óvov yàg yevogüv- 
vOv Ozóvoiv Es TO Ógeuc (g Evrög TIvog TeÜTE Ó-- 
uovoyodvrog. dıo ON Ev TE volg bnayovoı x«i Ev volg 
oraroig avroudroıg bei pvAcoosoDoL TE uEyEedn OLG mv 
écou£vqv ozóvovwv. Tijg oov bLadEoewg Elonucvng EENG 
viv ARTEOKEUNV TOV xovà WEOOS EV cOTjj mowucóusto. 

Oi uiv oov zgó Nußv mv En ui&g Óó00v ig cs 
rogeiag x«i vijg Cz0zx0Qsí«g zcgéücxocv "uiv xci Tad- 
TNv HUHN TE x«i émuxivÓvvov: Omdvıov yàg émi- 
vvysiv naranoAovdoüvre Teig voz c«rüv Gvoysygau- 
uEvaıs ue06000ig, @g &oTL q«vegóv voig TETELOKUEVOLS 
«rv. wusig HE brodslkousv, wg Eotı vv ém Eebdelag 
zogs(«v xoci &zozogsí«v YivEodaı s0xózcg TE xol GXLiV- 
Övvog Erı ve x«i wg <Eorı) To zALvO(ov 1) To Ewdıov 
x«Tr(& XUxAov roD OoO8£vrog PEOEOdaL, oo unv CAAC x«l 
Ev z«gcAAQAoyotuuo ópgQoyovío và bodEVTı PEOEOHEL. 

Kai zoóvsgov, @g émi EbdElag, égobusv. 

"Ecvo yáo vu zAwO(ov vó ABI, év à ü&cov Oia- 
xs(o0c 6 EZ Ev xvodakı ovrgsqóusvog, Eußeßnrwg sig 
nvsildag oUo«g Ev Tolg Tod zAwO(ov Tolyoıs. To Ö8 
(tov, cvugvsig Eotwoev Óvo rooyoi ico. oi HO, KA 





2 &voyopros. M: &vogooícsu A 7 gıldooschaı à: ex M 
correxi 11 &zomootíag T: sbzozoosíog A: eünopeiagG — 14 £ori: 
£z, T,, corr. T, memsıgaowevorg T 15 eußelag A: ce eleg 
ty El 16 dmomooeiav ed. Paris.: eümogelav ex EÜTOTOEEAEV 
corr. A: edmogeiav GT ‚7 Eorı inserui og del. Hildebrandt 
zb A en lin. 21.f.n 70 S@dıov del. 18 oo AG: xoi T 

20 ézi a: Em’ M 23 an Zumvehlöag? cf. p. 344, 3. 370, 1 
&v rois G: &vroı AT (£v- T) 24 ovugveis M: ovugvuns à 
&orocov T: Eorooav AG ob M:na 


5 


M 


20 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 355 


IV Ist bei solchen Vorrichtungen zu Anfang der , Die Auf 
Automat an irgend einem Punkte aufgestellt, so wird ce 
bald nachdem wir zurückgetreten sind, der Automat Automaten. 
nach einer bestimmten Stelle vorrücken. Wenn er dann 

5 stehen bleibt, wird der Altar (das Altarfeuer) vor Bacchus 
angezündet. Und aus seinem Thyrsus spritzt Milch oder 
Wasser, aus dem Becher ergiefst sich Wein auf den darunter 
liegenden Panther, der ganze Unterbau wird an den vier 2 
Pilastern bekrünzt, die Bacchantinnen ringsum umkreisen im 

10 Tanze den Tempel, Trommelwirbel und Beckenschlag wird 
vernehmbar. Hat sich darauf der Lürm gelegt, so wird sich 
die Baechusfigur nach aufsen wenden. Zugleich mit ihr 
wird sich auch die auf der Kuppel stehende Nike drehen. _ 
Dagegen wird nun der Altar, der jetzt vor Baechus steht, 9 

15 vorher aber hinter ihm stand, aufflammen. Abermals 
sprudelt es aus dem Thyrsus hervor und erfolgt aus dem 
Becher der Ausguís, und die Baechantinnen tanzen von 
neuem unter Pauken- und Beckenschal um den Tempel. 
Wenn sie dann zum zweiten Male stehen bleiben, führt 

oo der Automat nach seinem Ausgangspunkte zurück. Und 
so wird die Vorstellung ein Ende haben. Die erwähnten 4 
Mafse haben wir notgedrungen verwendet. Werden sie 
nämlich gröfser genommen, so wird die Schaustellung 
Verdacht erwecken, als ob im Innern jemand diese Be- 

25 wegungen hervorbringe. Deshalb muís man also sowohl 
bei den fahrenden als den stehenden Automaten sich vor 
grofsen Dimensionen hüten, weil eben Verdacht entstehen 
kónnte. Nachdem nun die (allgemeine) Einrichtung an- 
gegeben ist, wollen wir der Reihe nach die einzelnen Teile 

30 darin konstruieren. 

V Unsere Vorgänger haben uns als Weg der Vor- und Die Be- 
Rückwürtsbewegung nur den auf einer Linie über- Meu 
liefert, und noch dazu einen mühseligen und unsicheren. 
Denn selten hat einer Erfolg, der sich nach ihren schrift- 

35 lich aufgezeichneten Methoden richtet, wie denen bekannt 
ist, welche sie auf die Probe gestellt haben. Wir werden 2 
aber zeigen, dafs die Hin- und Rückfahrt auf einer geraden 

28* 


24 


oo 


356 HP9:NOZ AAEZANAP, IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH-Z. 


vig z&Qupeoe(eg Eloyaousvoı quxosiósig xol xovà WEOOV 
vov übova Ebshinron T MN xoi ev] ovugvus To 
&Eovı, zeol IV "| Gzégrog EmeiAndmoereı. — vory O8 
GvuQvi)s Zorn TÓÀog 6 M, zegi Ov 1 Tijg ondorov 
&yxÜAw negıneioereı. Ereoog Ó& £oTO TQoy0g Hard ué- 
onv qv TA zAsvo&tv 6 OII Ev anyuorı zoAevóusvog 
to | PETT aeoi üova vóv D X uixgóv op6don. o0- 
wos 0$ évqouócO0cGav ol d&ovesg vOv TOOYWV, BoTE TO 





Fig. 83a. 


zÀwvO(ov &xAwig KAMEoTavaı xcvi züv u£gog. ijo 
oov Ayading Tijg ondorov neoıßAndelong meol TOv E 
vÓÀOV, £ztiAt(GOQ neol nv tísA(xvoav 0") Omdorog. 
xci GUQuyyog émuxeuuévug vevQeycvov zoóg 0ópf&g xoà 
uéGov TO zAwSO(ov, T évíg« doyn Ti ozcgrov Oi& 


. TQoy(Aov &zo0s0óG0c sig TO (vo uéoog Tijg ovQuyyoc 


x«i EEipdw sig woAugobv fgog Evov évrog Ev. vij OV- 
oıyyı.  ovxobv Edv Tig pn To fégog iv vij Odoıyyı 


1 panosıdeig Paris. suppl. 11: paonosıdeis a — f. «ol (Éovo 
| Xor& A GT,: uevà T, 4 & scripsi ut infra lin. 10. p. 358, 9: 
vÉ (ter) a 5 0° Écro T 6 ON scripsi: oz à 11 ém&- 
AsícUüv T: Ensıleiodn A (2), G 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 351 


Linie sich sowohl mit leichter Mühe als mit sicherem 
Erfolge ausführen láfst, und werden ferner die Möglich- 
keit darthun, dafs ein!) 
Kasten oder eine!) Figur 
sich auf einem gegebe- 
nen Kreise bewegt, ja 
sogar auf einem ge- 
gebenen rechtwinkligen 
Parallelogramme. 
Zunächst wol- Das Vorrücken 
len wir die Móg- A e 
lichkeit der Be- Qe wasp. 
wegung auf einer 
geraden Linie erórtern. 
Es sei aßyod ein 
Kasten (Fig. 83a)?); in 
diesem bringe man quer 
eine Achse c£ (Fig. 83b) 
an, die sich um Zapfen 
dreht und in Büchsen 
(Zapfenlagern, Pyelides) 
ruht, welche sich in den 
Wänden des Kastens 
befinden. Mit der Achse 
seien zwei gleiche Räder 
49 und xà verbunden, 
deren Peripherien (Lauf- 
flächen im Querschnitt) 
linsenförmig gearbeitet 
sind. Mitten an der 
Fig. 83b. Achse befinde sich eine 
Walze uv, welche gleich- 
falls mit der Achse verbunden (aus einem Stücke) ist; 
um diese wickelt man die Schnur. Mit der Walze sei ein 4 





1) In den Handschriften: “der Kasten’, “die Figur’. 
2) S. vorn auch die handschriftliche Figur 83c. 


358 HP9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOHOIHTIKHZ. 


AUTO YEOEOdEAL, TElveı viv. Ondorov. avın be Ameıhov- 
uevn and Tijg éibeA(x«vgag Emioroebesı vovg HO, KA 
? e \ \ AU , [a P 
TooyoUc* otro, Ó$ nara Tod Eödpovg xvAióusvor i&ovo, 
ro zÀwvO(ov, (yog Qv ijo, 7) &yxiAy Enneon do ToO 

víAov N TO Pdoog émuxodío Tıvi. 

'H uiv oov zogsío yívevau vOv sioquévov voózov, 
e \ E) / er 
n O0& czozogsíc ovcoG. 

’ErsiAnd»eiong yàg Tijg ondorov zsgl mv é&sAíx- 
vo«v émí vu u£gog, ztQursÜüsio« zteol vOv 5 vUÀOV Te 
evavria éxsuAs(G0 c Tjj zQÓórtQov zsQi viv éisA(xvoQowv. 
eita &z00c066090 Óuo(cog sig viv Aslav xgíxov Gvvsyo- 

, 9. / 5 / e ‚ E) / 
uEvov «OTi. zw ovv xovoqsoouévy 7) Asie Kmeıhmoeı 
vv no@rnv éxs(AqgOGw, xci TO zAwO(ov zogsvbnj- 
vera. EITR GzxootücGc And TOU vUOAov sig và Evavria 
émiGTQtieu. ToUG TQoyoUc. x«i otrog Eoraı T] Kromo- 
osia Tod zÀuvO(ov. éàv Ó& BovAmusda zogsvOiv TO 
zAwe(ov oTjvaı El vwv« yoóvov xoi obvrog TQv Czo- 
zogs(«v zoujoaG)o., EmeiAnoavres mv OoNdoTov xc 
ztoifeAóvrsg zsQi TOv TÜAOV 004 coffcog và Evavria 
ErsiANodusda, &AAC wuovucruov zoujocvreg xoi 7000- 
xoAANG«vreg |émsuAGousv| éxi Tov EEsAlaroav Hal 





1 {.norapigeodeu. cf. p.348, 1. 358,12. 308, 10—11. 392,10. 22. 
. f. revet 4 7 om. 'T 65M: ea 9 ce ioo T scDren., 

4m» megl Prou 108: mo0TEgov (Emeihyosı). cf. lin. 18. 
minus placet 7) pro cj 11 (0u&» xoíxov Brinkmann — cvveyo- 
uevov: an GvyxEXOLVOLÉVOV ut infra p. 388, 9? 11—12 &zo- 
ócÓó00c ... xovcgsgouévm om. T, (pro his, uno versu sine 
dubio omisso, habet dmoóeuévm, sed del. TÀÀ add. T, mg. 

15—16 &romogeia G: dmonsıgeia AT 17 nv Leid. Vule. 4: 
te a 19 megußahövreg A: zeQuoAAóvvsg GT 20 ErsıAnjcouev 
Brinkm. an unevudrın? cf. p. 348,12. 360,6 20—21 zrooo- 
roAAnoavresg Leid. Vulc. 4, Taurin. B, [TE ' Ricard. 47 m. 2, 
Fr.Haase: moo0noAdoavreg A: mg00n0Ldeuvreg M 21 Emeıhnoo- 
uev del. Brinkm. ut correcturam ad Zzeuncóusto v.20 appositam 


M 


0 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 3590 


Pflock £1) fest verbunden, um den die Öse der Schnur gelegt 
wird. Ein anderes Rad oz (Fig. 83a) befinde sich mitten 
an der Seite yd und drehe sich in einem Rollenkasten 967v 
um eine sehr kleine Achse py. Die Achsen der Räder seien 
5 so in ihre Lager eingepalst, dafs der Radkasten mit jedem 
seiner Teile wagerecht steht. Ist nun die Öse der Schnur 
um den Pflock & gelegt, so wickle man die Schnur um 
die Walze. Und nachdem eine viereckige Pfeife (Syrinx, 5 
Gewichtskasten, Fig. 83b) rechtwinklig mitten auf den 
ı0 Radkasten gesetzt ist, leite man das eine Ende der Schnur 
vermittelst einer Rolle nach dem oberen Teile des Gewichts- 
kastens und knüpfe es an ein Bleigewicht, welches sich im 
Innern des Gewichtskastens befindet. Wenn man nun das 
Gewicht in dem Gewichtskasten losläfst, dafs es niedergeht, 
15so spannt es die Schnur. Diese wird dadurch, dafs sie 
sich von der Walze abwickelt, die Räder 7% und x4 drehen. 
Diese werden aber über den Boden hin rollen und den Kasten 
fortbewegen, bis entweder die Öse von dem Pflocke fällt oder 
das Gegengewicht auf irgend einen Gegenstand aufstölst. 


VI Die Hinfahrt wird also in der besprochenen Weise Die Rückfahrt 
T . E . es t 
ausgeführt, die Rückfahrt aber in folgender. aut sinon pod 


Nachdem nämlich die Schnur nur zu einem ge- "e ,p UT 
wissen Teile um die Walze gewickelt ist, lege man 
sie um den Pflock & (Fig. 84) und wickle sie in einer der 
25 früheren Umwicklung entgegengesetzten Richtung um die 
Walze. Sodann leite man sie ebenso nach dem Gegen- 
gewichte, indem die Verbindung mit ihm durch einen Ring 
hergestellt wird (Fig. 86). Wieder wird nun das Gegen- 
gewicht, indem es niedergeht, die erste Aufwicklung?) ab- 
30 wiekeln, und der Radkasten wird vorrücken. Ist dann die 2 
Schnur vom Pflocke abgesprungen, so wird sie die Räder 
nach der entgegengesetzten Richtung (Fig. 84) drehen. 
Und so wird die Rückfahrt des Kastens erfolgen. Soll der 
Kasten aber nach dem Vorrücken eine Zeit lang stehen 
1) In den Handschriften steht v& statt £. Ebenso Z. 7 u. 24. 


2) Man beachte, dafs die erste Aufwicklung in Fig. 84 folg. 
rechts vom Pflocke & liegt. 


360 HP&NOZ AAEZANAP.IIEPI ATTOMATOIOIHTIKHE. 


s49 maAıv Ta Evavıria EneiAnoavres drodwoousv eig iv 
3 Asiav, x«i Eotaı TO mooHEiusvov. àv ÖE xol moAAdxig 
BovAnusda TogsVeodal ve xci zonogsótaQ«L v0 zAw- 
Oiov, zAtovéxig x«l Tag fv«AAQE EmsiAfosıg zowjaó- 


AB 


2 Let im DR... inj 
| 1 \ TIN 
: N N N N £ 
NO Mae 2 


Fig. 85 b. 





. ueÜc xci và Ówovüucre qA« Qv zoocigóustDua xcl 5 
Tovg TÜV Ücwuóvov yoóvovg zoujcousv Ói& vv unpv- 
4 ucrov NAlnovg v zpocuoOustü«.  vosícOc O8 xol 
x«v& xoóreqov T0 zAwO(ov Gov Tjj GUQtyyt Óodusvov, 
2—1 ad &üv... zQoctoóuEd o v.prolegom. | 5—6 z& Ótoc1j- 
uare ... moımoouev om.G, add.G mg. 5 ns Riccard. 47 mg. 
et Fr. Haase: qwíxo a 6 Ociuóvov: dt uovóv Brinkmann 


(non opus videtur scribere x. vovg ó? ràv u. vel #. tüv ó? u. 
vovg 4o. Br.) f. yogovg 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 361 


bleiben und dann erst den Rückweg antreten, so wird man 
die Schnur, nachdem man sie aufgewickelt und um den 
Pflock gelegt 
hat, nicht so- 
fort nach der 
entgegenge- 
setzten Rich- 
tung wickeln, 
sondern eine 
lockereSchnur- 
lage (Fig. 85a 
und 85b)') 
herstellen, sie 
auf die Walze 
kleben, dann 
wieder nach 
der entgegen- 
gesetzten 
Richtung auf- 
wickeln und 
wieder nach 
dem Gegenge- 
wichte leiten. 
Dann ist die 
Aufgabe ge- 
löst. Wenn der 8 
Kasten oft vor- 
und zurück- 
gehen soll, so 
lassen wir die 
Tig. 96. Richtungen 
der Aufwick- 
lung ófter abwechseln, machen die Abstánde nach Belieben 
grofs und dehnen die Tünze?) der Gottheiten vermittelst der 





1) Vgl. auch Fig. 83b 8. 357. 
2) Tänze’ ist nach Vermutung übersetzt; die Handschriften 
haben ‘Zeiten’. Nach anderer Vermutung: “dehnen die Halte- 


362 HP9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX. 


xci &ovo zAwO(ov uiv TO WR, Eksiiaron Ób d c, 

oVoıy& Ói y T, omdorog Ó& 7 AB neol voógiAov [68] 

reoırsıuevn vov 9, Asia den Z1, Ó 08 Ev eov] xoíxog 6 E. 

VII 'H ó& ézxi xóxAov nogeia yiveraı vóvós vov vQózov. 
"Eévo yàg xóxAog, x«9' ob pEosodaı dei To mAÀw- 5 

9í(ov, v0 ABI, ob xévroov v0 A. xci Óujy9c Tig 7 

AL, x«i ravım ópü? ano roO A EAZ n 08 EZ 




















Fig. 87. 


dLdustoog EoTw évóg TOV TOLWV TQoyOv, TÀ(xov v 
 z:9o«LousÜüc. Hıyorouia Ó& w«ovig £ovo To A. xci 
2 Eneevydonoav ai 4 E, AZ. và Ó& usp&dsı Tod (&ovog 10 
tv vgoyOv io« &oro 9$ AH, x«i vjj EZ zmagdAAqAog 
n HOK. 10 0$ zAw9(ov ovo r0 MAN zopd4- 
AyAov &£yov mv NA im AA. x«i iy9c Tig Ereoa@ 4 
AO, x«i vcórm zgóg 6odag y IIP Óíya Teuvousvn 
und Tod O' Eoovraı IN ai vOv TooyOv 4é£csug xov 15. 
dıauetoovg tag EZ, OK, IIP, &&oveg dt c«ovrOv oi 


| DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 363 


lockeren Schnurlagen nach Belieben aus. Man stelle sich 4 
den Radkasten mit dem Gewichtskasten auch in einer 
Seitenansicht (Fig. 86) vor. Es sei der Radkasten vo, die 
Walze s, der Gewichtskasten z, die Schnur «8, welche um 
. 5 eine Rolle G läuft, das Gegengewicht à, der Ring daran e. 
VIL Die Fahrt auf einem Kreise geht folgenderma/sen Die Kreisfahrt 
vor sich. | wem 
Es sei «fy ein Kreis, auf dem sich der Kasten be- 
wegen soll und dessen Mittelpunkt d sei. Man ziehe eine 
10 gerade Linie (Radius) «ó und errichte auf derselben in « 
das Lot se«f. Es sei aber e£ Durchmesser eines der drei 
Räder, in welcher Grófse.es auch beliebt. Halbierungs- 
punkt von e£ sei e, und man verbinde de, 0$. Es sei ap 2 
an Grófse der Achse der Räder gleich und «9x der Linie e£ 
parallel. Der Radkasten sei uAv&, dessen Seite v5 mit «à 
parallel ist. Auch ziehe man eine andere Linie do, und 
rechtwinklig zu dieser zo, die von o?) halbiert wird. Die 
Stellungen der Räder befinden sich also auf den Durch- 
messern e£, 9% und wo, während rv, oy ihre Achsen sind. 
20 Die Räder seien nun beim Aufstellen so hingesetzt, dals 8 
der auf ihnen stehende Kasten sich im Gleichgewicht be- 
findet. Es werden also die Zapfen der Achsen an den 
Punkten v, v, 0, y sein. Dagegen soll zwischen « und 4 
die Walze liegen, um welche die Schnur geschlungen wird. 
25 Sonst verfahre man ebenso wie oben angegeben. Auf diese 
Weise führt dann der Kasten auf dem bezeichneten Kreise. 


1 


e 


zeiten ... aus’. (Auch die Tänze finden statt, während der 
Automat hält und die lockeren Schnurlagen der Radachse 
sich abwickeln.) 

1) Die geometrische Figur entspricht im wesentlichen der 
handschriftlichen. 

|. 9) Richtiger: “von do’. 





2 ovowy& M: ovgı à ó$ seclusi 3 megineiuevn Leid. 
Vule. 4: meoınsıuevnv a Tv scripsi: mv à 6 ró (ante ABI?): 
f. 0. cf.p.380,25 7 ógU7: f. moög OpÜGc. cf.v.14. p. 440, 2 

10 ueyeßn T 11 :j ed. Paris: vÓ a 12 f. OHK 
18 f£. NZ (másevoiv» 15.700. O: f, 716.210 


364 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


3 TT, OX. obrog ovv TErdydWoav oi Tooyol vjj 9GsL, 
Gore Eorög Er’ «OrÀv To nAıvdiov icogoozsiv. oi (gc 
xvo0«xsg vOv &&óvov Eoovraı zmg0g roig T, T, O, X 
Gqustoug. Aw oov userato TOV A, H qd EEeAlaron 
xt(GQ00., eol NV T] Omdorog Ensikeiteı, Kal TE abra 5 

250 yeyovévo Toig £uzooo4ev sigquévotg. xci ovrog | Evsy- 
Broeraı Kara Tod elomusvov xóxAov TO zAwÓO(ov. 

VII — 'Eàv y&o xóvog avAlnrar xevà Emımedov, T uiv 
Bdoıs «roO yodıpsı xóxAov, ov N &% Tod xévroov ion 
iori vjj TOU xWvov zAsvoü, 7 Ó& xogugy «OroU uve, 10 
&xívwvog xévtgov ovoc Tod siguuévov xóxAov. 

Oi óà EZ, OK, IIP rooyol Ev xwvoıg siol Óvotv, 
àv écsg uiv oi EZ, IIP xóxAot, xogvg) de v0 4 
onusiov. (Or. Ó& oi x&vouv oi icooxsAsig xvALÓusvot 
XÜXAoUG TE YOAPovoL x«i TNV xogvgnv Eyovoıv &xívm- 15 
TOV, Qa«vegóv: xe(ucvog yàg Ev và émwurtóo x«l Beßn- 
x&g xcvà vv Eavrod zAsvoüv 106000708 Eotiv Euvro' 
teEuveraı y&g vz0 Tod Oi vijo zmAevoüg ErßaAkousvov 
erınedov óOg900 zoóg rüv Ópgífovva Olga.  Órav Ói 
évéoe Övvdusı xovoxocTuütg xvAUQvOL, ExccTOv Trüv Ev 30 
vjj Erıpaveia covoO TuuxvxA(Ov Tüv émi rà aord Ti) 
icy Óvvcusu xocvoxocrsi roO A0ınod TOO cDroD xUxAOU 
3 quuxvxA(Ov, Kal oUrcog TOÖTO Kıveitai. éÉzxivoovuévov 

0b vcàv quuxvxA(Ov vOv yo vig xoguqgijc, oU AsízevaL 

z90g Tjj xogvgj, ors TuUXÜXALOV oVTE KAAo TL ÜLCGTOTÓV. 25 

010 N) x.votG« Övvauıs unXerı Ééyovao, vívu ARTEKORTNOEL 

TOD EL và ETEOR KEIUEVOV u£on, &Óvvorsi Kıv]jocı Tv 

K00OVpNVv Ev cjj Kara TV émiovQognv xunjosu, Ei ua, 

LER xocvà TOV TO0WOU0V | Erinodrnog «vig Yiveraı. 


r2 





2 Eorög AT: icrg G. vid. p.48,28 aöröv T 5 éz&i- 
Asizaı, priore &ı ex ı (?) et altero ex n corr., A 7 wvxAcov T 


III 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 365 


Radius der Seite des Kegels gleich ist, während 
seine Spitze als Mittelpunkt des genannten Kreises un- 
5 beweglich bleibt. 

Die Räder ed, 9x und vo befinden sich in zwei Kegeln, 
deren Grundflüchen die Kreise e$ und wo bilden und deren 
(gemeinsame) Spitze Punkt à darstellt. Dafs die gleich- 
schenkligen (gleichseitigen) Kegel beim Rollen Kreise be- 

10 schreiben und dabei ihre Spitze unbeweglich bleibt, ist 
bekannt. Wird nümlich der Kegel in die Ebene gelegt und 
ruht er auf seiner Seite, so ist er im Gleichgewicht. Denn 
er wird von der Fläche, welche durch die Seite rechtwinklig 
zur horizontalen Ebene gezogen wird, halbiert. Wenn 

15er aber dem Drucke einer anderen Kraft nachgebend ins 
Rollen kommt, so hat jeder der auf seiner Oberflüche nach 
derselben Seite liegenden Halbkreise infolge der gleichen 
(bewegenden) Kraft über den anderen, zum selben Kreise 
gehörigen Halbkreis das Übergewicht. Und so wird dieser 

20 in Bewegung gesetzt. Wenn man sich die Halbkreise bis 
zur Spitze vorstellt, so bleibt an dieser weder ein Halb- 
kreis noch irgend eine andere räumliche Ausdehnung übrig. 
Daher vermag die bewegende Kraft die Spitze bei der 
rollenden Bewegung nicht zu bewegen, weil sie eben nichts 

?35 mehr hat, wodurch sie über den nach der anderen Seite 
liegenden Punkt ein Übergewicht gewinnen kónnte, es sei 
denn etwa, daís sie einem vorwärts gerichteten Stolse 
nachgiebt. 


8 «óvogc ((icooxsAijg» H. Schoene 9 yoaası A (ip ex q corr.), 
G: yodypsı T (cf. lin. 15) 10 f. usvet 13 ßdosıs scripsi: 
Pdoıs à oil scripsi: 7; à 15 xol om. T,, add. T, 16 f. à 
(nag& vóv ÓgíCovro émwvrióo (cf. Heron. Dioptra 226, 9 Vinc. 
Papp. 1028, 12. 1054, 5 ed. Hultsch) vel và ézuz£óo (zoooaAMjAo 
và öotlgovrı) (Heron. Dioptra 194, 4. 220, 8. 18. 224, 3. 9. 17 passim) 

18 y&o om. T 19 óra»v AG: otvoc T 22 ion: an xıvodcy? 

24 «àv (ante NuınvrAlov) om. T- av (ante &yov) Brinkmanno 
suspectum 26 n ex xol 7) corr. A 27 nsıuevov AT: wwov- 
uevov G 29 moowoubv AT: rooweıouov G 


Wenn nämlich ein Kegel über eine Ebene rollt, Matlicz d 
. . .. . . egründun 
so beschreibt seine Grundfläche einen Kreis, dessen der Kreisfahrt. 


^ 


IX 


251 


2 


366 HPQNOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHE. 


'H ói& Ev và ógOoyovío zoag«AMQAoyocuuo TogEl« 
tod zALvO(ov Eoreı TOVÖE TOV TOONOV. 

"Eoo yo zAwO(ov rd ABIA, iv à ü£ov Zorw 
ó EZ ovugveis &yov vTooyobg rovc HO, KA, 6 Ó& 
toitos Tooyog &6vo 6 MN, Ov @v |i re mogsía xol 
7 dnonoosia yiveraı, @g rooyeyparıcaı.  éovo ÖE x«l 
Ereoos ü&ov 6 XO cvugvsig &yov Tooyodg rovg IIP, 


db t] 


zd 


7 
4 
7 
A 
A 
"A 
7 
6 
7 
A 
5 
PA 
4 
3A 
ND 
LA 
4 
7 
2 
A 
9 
6 
$ 
LA 
2 
4 


WVFTAMASTASKSEFSMIFE TF ÓPCB IE ADB DRGB TBB BSR T DB BB BBSTBBBBDT BEER 





Fig. 88. 


ZT x«l óuoíog vróv TO. závo 0: £ovro 6 EO ov 
tod EZ ü&ovog &zéyov ano Tod EZ ü&ovog ixavówv. 
Óvvác)cGcv Ó3 oi IIP, ZT vgoyol cóv và EO ü&ow 
ustewolLsoduı x«l TaxsuvotoO0«t, Og EENG EOODUEV' 
óuo(og Ó$ nal 6 TG rgoyóc. éàv oov xaraßıBaowuev 
vovg IIP, ZZ T, T rTooyoVs, Gore Erınadiocı và Eid- 
get, uereoguoQjcovra, oi HO, KA, MN rooyol ano 


TOU Eddpovg, x«l omoereı T)V mopelav To mAw9(ov. 


dıa vÀÓv IIP, ZT, VD’ xci dvaonaodEvrog Tod ZO 
üEovog, Bote zAw rovc HO, KA, MN énixoicot 


15 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 367 


IX Die Fahrt des Kastens auf dem Rechtecke bringt Die Fahrt in 
man in folgender Weise zustande. de 
Es sei nämlich «ßy6 (Fig. 88) ein Radkasten, in Fs 88. 
welchem sich eine Achse e$ befinde, mit der die Räder 7% 
und xA verbunden sind. Das dritte Rad sei uv. Durch 
diese Räder erfolgt sowohl die Vorwärts- als die Rückwärts- 
bewegung, wie oben vermerkt ist. Es seien ferner mit 
einer anderen Achse 50 die Räder zo und or verbunden, 
und ähnlich sei es mit vg. Die Achse 80 liege über der 2 
10 Achse e£, in genügendem Abstande von ihr. Die Räder x9 
und cc sollen mit der Achse $o sich heben und senken 
kónnen, wie wir weiter unten auseinandersetzen wollen; 
in ähnlicher Weise auch das Rad vg. Wenn wir nun 
die Räder wo, or und vg senken, dafs sie auf den Boden 
zu Stehen kommen, so werden die Räder 7%, x4 und uv 
vom Boden emporgehoben, und der Kasten wird vermittelst 
der Räder zo, or und vg vorrücken. Und wird die Achse £o 8 
emporgezogen, dafs wieder die Rüder 7%, x4 und uv auf 
den Boden zu stehen kommen, so rückt auf ihnen der 
20 Kasten vor und bildet so die zweite Seite des Rechtecks. 
Nachdem er dann wieder zum Stehen gebracht ist, werden 
die Räder wo, or und vg niedergelassen. Und durch sie 
wird der Kasten von neuem auf der anderen Seite des Recht- 
ecks vorrücken. Wenn so gewechselt wird, so wird der Kasten 
25 beliebig oft durch seine Vorwärtsbewegung das Rechteck 
bilden. Infolge der Aufwicklungen der Schnur und ihrer 4 
locker zusammengelegten Teile wird er nach Belieben halten. 
Damit nun das Gegengewicht infolge seiner Schwere 
nicht allzu heftig in dem Gewichtskasten niedergeht und 
30 so eine schnelle Bewegung des Radkastens herbeiführt, so 
wollen wir in den Gewichtskasten (r, Fig. 83b und 86) 
einen leichten, feinen, leicht hinuntergleitenden Körper thun, 
z. B. Hirse oder Senfkörner. Auf diese wird dann das 


[2] 


1 


na 





4 rovg ed. Paris.: röv a 675 M: om. a 7 vovg ed. 
Paris.: vóv a 8 f. öuolog <rolrog vooyóg» 6 T 12 xaca- 
Pıpaoouev G: waro(mBdcousv A: naraßıßacawev T 


368 HP2NOZ AAEZANAP.IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ. 


to E&dapeı, [xoi] Óv «orOv vov Eregav Tod nagaAAndo- 
yoduuov zAsevo&v rogsvdrjoera v0 nAıvdlov. sire adAıv 
orevros abrod zareßıßaeodmoovreı oí IIP, ZT, TO, 
x«i zAuv Óv abrov TQv Eroav Tod zogo«AAmAoyocu- 
uov zÀsvo&v éveyOnjoervon TO zAwO(ov. xci vrovrOv 
&v«AAGE ywvou£vov, óocxig é&v zoocioóuste EAEVGETEL 
éxl To rapaAAmAöyoauuov TO zAwvO(ov. zogsíug Ó& 
uovég zxoujGerat, Og Qv zQocupousüc, Hd TE TV Tijg 
ordorov émcLAMOsQv xci TÜV yoA«cudTOY. 

"Ive oov un ro PBdoog Tijg Aslag GqoÓgórsoov xcvc- 
qsegóusvov Ev Tjj OVgıyyı Taysiav orte Tov ToU 
zÀw9(ov x(vqcw., EußaAoduev Ev Tjj 6Vgıyyı xobgóv 
TL nal AezrOv xcl yA(Gyoov, oiov xéyyoov N v&üzv, sig 
0 Erıneloereı 7) Asle. vovaanGousv ÖE vOv zvOuévo cíjg 
GUQuyyog Gvuuéroo Tovajuatı, 0 xA&LO gio cCvovyOn- 
Geve( TE nal HAsıodnjosraı iéxÓcOlv Gomáovo, dg TO 
(xoov éxvóg did TEVMWURTOS qpovsgov quiv Eoraı, OztoG 
Or«v BovAwusda xıveiode To zAwO9(ov, Erikaußevo- 
usvor Tijo Ondotov AsAq9órog Avolwuev TO KAELYELoV. 
x«i oUrog Tijg xÉyyoov Qsovong qo£uc sig mV vzo- 
#eıuevnv ficu, xwsi v0 zAwO(ov. Viva Ói un uc 
TO Avoıydivaı To xAsvOgí(ov dounv To zAw9(ov Acn, 
&&eu. uuxgóv yahcoudrıov 1) Gz&oroc, Ozxog OACyue x£y- 
XQov éxgvs(ono vóvs votcioc Kıvijosı TO zAweov. 

Ns 0$ Ósi rovg vosig rooyoUg uevecoíteaDa ve x«l 
ransıvovodaı évaAACS, vov EgODUEV. 

"Eevoc«v oi eiomuevor vgoyol vosig oi AB, TA, 
EZ, vàv 0$ AB, TA i&ov 6 HO. qovsgóv oov Oct 
oi zgóg roig H, © xvóOaexsg Evnouoousvor siolv eig 





1 x«i del. Brinkmann 2 zogtevóivo: a, correxi. cf. 368,5. 
358,13 7f. él vo9 nagalAnkoyoduuov. cf.p.362,4 8 (xal) uovàg 


t5 


5 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 369 


Gegengewicht gelegt. In den Boden des Gewichtskastens 5 
bohrt man ein Loch von mälsigem Umfange, das durch 
einen kleinen Schieber geóffnet und geschlossen wird. Dieser 
ist an eine Schnur geknüpft, deren Ende durch ein Loch 

5 nach aufsen geht (Fig. 83b) und uns sichtbar ist, damit 
wir, wenn der Radkasten sich bewegen soll, heimlich an 
die Schnur fassen und den Schieber öffnen. Und indem 
so die Hirse allmählich in den unter ihr liegenden Raum 
(Basis) rinnt, setzt die Schnur den Radkasten in Bewegung. 

10 Damit aber nicht zugleich mit dem Öffnen des Schiebers 6 
der Radkasten einen Antrieb zur Bewegung erhält, so soll 
die Schnur eine kleine lockere Stelle enthalten, damit erst 
dann, wenn etwas Hirse ausgelaufen ist, die Schnur sich 
spannt und den Kasten in Bewegung setzt. 


X Wie die drei Räder sich abwechselnd heben und Das abwech- 
1: : ; b selnde Heben 
16 senken müssen, wollen wir jetzt erklüren. nd Senken 


. . s E Y der Räder- 
Es seien die genannten drei Räder «aß, yü und eg. E Fig. 89, 


(Fig. 89)7); zu «f, yó gehöre die Achse 49. Nun 90a u. 90». 
ist bekannt, dafs die Zapfen bei n und 9? in gewisse Lager 
20 verpalst worden sind, die sich an den Wänden des Rad- 


1) S. auch vorn die handschriftliche Figur 89a. In dem 
rekonstruierten Querschnitte (Fig. 89) sind das Rad yó und das 
Achsenende # nicht sichtbar. Es entspricht indessen yó dem 
Rade or in Fig. 88 wie «ß dem Rade zo und à dem Ende o 
der Achse £o ebenda. s£ in Fig. 89 entspricht dem Rade vg 
in Fig.88. Die in Fig. 89 in Klammern zugefügten Buchstaben 
sind aus Fig. 88 zur Identifizierung übernommen. 





Brinkm.; ipse 8—9 re ... xoi delere volueram 8 uovag à, 
eorr. Fr. Haase in schedis Schoenianis 11 noısir«u T 13 zig T 
«Éyyoov ed. Paris.: xéyoov à | vézv a 16 éxósOüiv a: 
iévósQüív M, Leid. Vulc. 4: f. éxósQévv, sive &vdsdevn. cf. 
p. 188, 6: éxósüév(r, Ev) Brinkm. 19 o? ante AsAndorwg 
add. a: om. Leid. Scalig. 45, Parisin. 2431 20 «éyoov à, corr. 
Riccard. 47 m.2 21 xıveiraı Leid. Vulc. 4 in marg. cf. p.372,9 
22 xAsvÜ'g/ov ... mtÀw9'(ov om. T,, add. T, in marg. down» 
AT, mg.: ó ui» G 23—24 x«éyyoov Riccard. 47 m. 2: «£yoov a 
25—26 te nal tamesıvododeaı om. G 27 hie caput disting. a 
29 évnouocuévoig A, corr. Riccard. 47 m. 2 
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 24. 


310 HP9NOZ AAEEANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


rıva Eumveildia Övre MOOS voig vo(youg Tod zAw9O(tov. 
và odv siouuévo Eumveildin Eorw sig Tıva xavdvıa“ 
và 08 xavövın did zeAex(vov xevofewévo 609 sic 
2 rovc tod aAıvdlov voíyovg. OÓuoíog dt xci v0 EZ 
roöyıov éGvo Ev Tıvı xavovío ÓóggQ dıd Tıvog meie- 5 
#ivov auraßıßaebousvo sig Tov zog To EZ roigov Tod 





Fig. 90b. 


zÀw$9(ov. é&crco 00V TO uiv Eiomusvov xcvóviov TO 
252 H 0: Enxomn 08 iv «ovo d$ AK|MN: £v d& ad 
.tgóyiov v0. EZ ü&ove Eyov vóv KO. zoög de zo |H 
(xoc ToU xcvovíov vóAog évas(o0co 6 IL Ev ài ro 1 
vo(yo Tod zAuvO(ov và zxg0g To EZ év&As(oOcGav 
1cwoa M:rıa reiyoısG 2 Eumvildıe a, corr. M, | f.£ovoo 
Cévnouocuévo?) (cf. 368,29) sive foro (éiufsfmxwóre» 6 wova- 
Pıßafouevo scripsi: xevopuofouévov a 8 H,9 scripsi ut 


p. 372, 5: m$ (bis) a. cf. p. 368, 28 9 H scripsi: 5j a 
10 éveiieíod o : Eveiodo Paris. 2428 (? habet Fr. Haase in schedis). 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 371 


kastens befinden. Die genannten Lager sollen sich nun 
in gewissen Latten befinden, diese aber mittels Schwalben- 
schwänze sich in vertikaler Richtung in die Wände des 
Radkastens einfügen. In ähnlicher Weise befinde sich auch 2 
5 das kleine Rad e£ in einer senkrechten Latte (Fig. 90a), 





die mittels einer schwalbenschwanzartigen Vertiefung in die 
Wand des Radkastens bei e£ (Fig. 90a) eingelassen (ein- 
geschwalbt) wird. Die genannte Latte (Fig. 90b) sei 
4,9), ein Ausschnitt darin A«uv; in diesem sei ein kleines 
ıoRad e£ mit der Achse £o. Am Lattenende ; schraube 
man eine Nase m (Fig. 90a) hinein, in die bei e$ gelegene 


1) Die Handschriften haben blofs 7%. Das widerspricht 
der oben erwähnten Bezeichnung der einen Achse mit 79. 


24* 


= 


ID 


372 HPS2NOZ AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


ÖVo youypoı xc)ézso xavovın, oi P2, TT: £v Ö8 
toVroıs zoÀAsvéo0Q xoyA(ug 6 DX, xci Eußepnaero 6 
II vóAog sig mv Tod xoyA(ov Elına.  éàv oov cg 
ETLOTEEPN vov OX xoyA(nv, werecQuG9)oevon xol Ta- 
reıvodmoereı To H,O xavovıov did tod II vóAov. ive 
oov cOrÓucrOv ToÜro yivnreı, émxsLAs(G9 C MEOl TO 
&oyóv u£gog ToU xoyA(ov ondorog év«AAGEÉ vàg &m&- 
Anosıg Exovoa Hal yoAccouovro ÖLaweumgvueve, éouooro 
voig dıaoriunsıv oig aıveitcı td zÀAw9O(ov: và 0b abre 
ysyovéro xal émi vàv Aouxüv Óvo xcvovíov, iv oig 
eioıv oi zoóg voig H, © xvoOuxsg' dei Ób rovg vosig 
xoyAlag icoug volg zxysouv eivaı xol Tag émsuAosuo 
Tig neol abrodg GxgouBOg long Hal TE qeAdouero 
óuo(ícg, Ozcg Guo vs Eralowvraı oi vQsig TQOXOl xci 
&ue xo9uvr«, oUro Yyao &GqcAns nal Ebxlvmtog 1) 
tod zxAwvO(ov zogsíc &ovoL. 

Avvarov Ó£ Eotı xoi CAAog xcuztsww To zmAwO(tov, 
ov uóvov Ev ógfgoycovío nagaAAnioyoduum, &AAG xci 
Ev zavr sügvyocuuo cyxuoru Erı Ó& xe v»v zogsíav 
0guo01 yivsodaı Óvvavóv Eorı nal z0AAÓ tÜyso£oregov 
Tijg zooytyo«uutvug uctüóÓov. 

"Eovo yàg zo zAwO(ov, iv à sicww oi vooyot, TO 
ABTA, iv à dıanelodwoav &oves Ödbo ol EZ, HO, 
àv 6 uiv HO Ev xvóOcatw süAóvog GvosqécOc EÉycov 
cvugvi; rooyov Tov KA, 6 0à EZ ovvaoapws Eorw 
to zÀLvO(co And vógvov icoz«yng eloyaouevog. zsol 
de vobUrov z&guxs(aQc cav yowi|x(ósg vo ei MN, EO 
EVAUTWG xol &guoovrüg MEOl c«oróv Gocvosqóusvet xol 
covcL md Tógvov av &vróg nal viv éxvóg émwpávswv 


4 émwroége, T 6 yivercı T 7 &gróv T 8 dıe- 
ueungvusve scripsi. cf. p. 380, 8—9 (sed v. Quxusunovcuévov 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 373 


Wand des Kastens aber zwei lattenühnliche (= flache) 
Bolzen oc und zv. In diesen drehe sich eine Schrauben- 
spindel (Schneckenschraube) px, und die Nase z fasse in 
die Schraubenwindung. Dreht man nun die Schraube g;, 3 
so wird sich die Latte n,® vermittelst der Nase x heben 
und senken. Damit dies nun von selbst geschieht, so 
wickle man um den freien (zu Schraubenwindungen nicht 
benutzten) Teil der Schraube eine Schnur, deren (gespannte) 
Aufwicklungen und quergezogene lockere Schnurlagen ab- 
wechseln; sie mógen den Entfernungen entsprechen, auf 
welche der Kasten sich bewegt. Dieselbe Vorrichtung treffe 
man auch an den beiden übrigen Latten, in welchen bei 
n und 9$ die Zapfen lagern. Die drei Schrauben müssen 4 
aber gleiche Umfänge, genau gleiche Aufwicklungen rings- 

15 herum und ebenso gleiche lockere Schnurlagen haben, 
damit die drei Räder sich zu gleicher Zeit heben und zu 
gleicher Zeit senken. So wird nämlich der Kasten sicher 
und leicht vorwärts gehen. 

XI Der Kasten kann noch auf andere Weise Wen- Kompliziertere 

20 dungen machen, nicht blofs in Form eines Rechtecks, Fig. 91a, 81, 
sondern auch jeder (beliebigen) geradlinigen Figur; ??%* "nd 92b. 
ferner kann die Bewegung schlangenfürmig gemacht werden, 
und zwar viel leichter als auf die oben beschriebene Art 
und Weise. 

25 Es sei nämlich «y (Fig. 91a und 91b) der Kasten 2 
mit den Rädern, in welchem man zwei Achsen e$ und 49 
quer lege. Von diesen drehe sich n% leicht um Zapfen 
und sei mit einem Rade x4 verbunden, e£ dagegen sei fest 
in den Radkasten gefügt und gleichmälsig dick gedrechselt. 

30 Um diese lege man zwei Büchsen uv und £o, welche 
sich leicht und passend um die Achse (e£) drehen und 
gleichfalls auf der Innen- und Aufsenseite gedrechselt sind. 


e 


i 


o 





Heron. Belop. 98, 11 ed. Wesch.): óweusunonuéva à — 12 an (&xor- 
Bàe» icovg? Emeihjocıs T: émujóeig AG 15 nadlovreı codd, 

19 £r: dovi T 26 looneyn G 28—29 xol adzaı a: f. nel 
aözel. cf. p. 356, 2 


374 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ. 


eloyaouevaı. tag dE yowırlcı Hvupveis £ovoG«v Too- 
3 yol looı oi IIP, ZT. àv oov zsgl Exardoav yowı- 
x(üc onagros mEgLEANdeise drodod sig vov Ev Ti 
HVoıyyı Asiav, ovußnostaı Hatapsoouevng vijg Asus 
aneıAovusvoav TV ONLOTWV émioroépsotweu Gv Teig 5 
yoıvırioı rovg TO0XOVg x«L oUrog T0 zAuvO(ov ém Eb- 
Helag mogeUsoUw«L Guvemioroeouévov xol todo KA 


16 





Fig. 91a. 


4 voogoU. Ev obv éx vàv IIP, ZT vooyóv 6 IIP uévg 
&x(vyvog xéAccuc EXovong vij xcv «rov Gzáorov, 
eriorgagpnoereı 6 ZT vgoyóg x«l ovvenıorogäbe vOv 1 
KA, &youg ob vó Ev vj MN yowızidı qdA«Gue Tod 
unoVoucrog Eriondosteı 1) Asla. zit TAL TOL Ac- 
Bovons tig ondorov, (uc oi IIP, ZT vooyol evocgnj- 
Govret. nal Eveydioeraı To zÀwO(ov iml ebhelag rijg 

9 x«v& Tv ErIöTEOPNV Tod zAwO(ov yerndelong. Occ 15 





1 etoyocu£vog T 3 meoieuAmg eico T 4 x«l ante 
cvufücsro,. delevit T 12 ungedouarog scripsi (urovu. p. 376, 
4—5. 8): unglouarog a 14 rüg AT: cj» G 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 375 


Mit den Büchsen seien gleiche Räder zo und or verbunden. 
Wenn nun um jede Büchse eine Schnur geschlungen und 3 
nach dem Gegengewichte in dem Gewichtskasten geleitet 
wird, so ist die Folge, dafs, wenn das Gegengewicht sich 
5 senkt und infolgedessen die Schnüre sich abwickeln, mit 
den Büchsen sich auch die Räder drehen und so der Rad- 
kasten auf einer geraden Linie fährt, indem sich auch das 
Rad x4 mitdreht. Bleibt nun wo von den Rädern no 4 


MM 


4C 


a 


SNNSNNNWNWNKNKNKAMNKNKÁNMNK.KÉNANANY 
Nh MS 2 

(CX A4:8 " = re : 
NN 


RON PA 


a N 
AE nj) 


NND 
zr 


Ci 
EJ 














nn. 2: 
pem 
= 5a. d 
r1 





d xL. 
mes C ria E 
SITIIS , 2 
KULT 


e rr 


SE 

z 

NS 

E = E. — 
== > ab 4 
=> 5a vt OE 
LÀ ws 
zz Fig. 91b. - 
> Sg c 
> MA 

Re E SB“ 

e PS —- 


| 


i 


und cz unbeweglich, indem seine Schnur eine lockere 
10 Schlinge bildet!), so wird das Rad or sich drehen und wird 
auch xà mitdrehen, bis das Gegengewicht die an der 
Büchse wv befindliche lockere Schlinge des Stranges an- 
zieht. Ist dann die Schnur wieder gespannt, so werden 
sich die Räder zo und cz zusammen drehen, und der Kasten 
15 wird sich auf einer Linie bewegen, welche die Drehungs- 
linie des Kastens in gerader Richtung fortsetzt. Die ge- 5 
nannte lockere Schlinge wird nun so grols sein müssen, 
daís sich der Kasten nach der geraden Linie hin dreht, 


1) Fig. 91a illustriert dies für or. Vgl. 8. 377, 1. 


376 HP$9NOZ AAEZANAF. IIEPI ATTOMATOHOIHTIKHZ. 


oov TO Eeionusvov qéA«cue vocobrov Eivar, BoTE Ent- 
orocpivar To nAvdiov xerà mv Ebdelav dv fovAó- 
usda «Oro Evsydmvaı. TE Ó' ara Erivosiodwm x«l ixi 
tod ET 00x00. zAsióvov oov ErsiAijoewv xol unov- 
ucvov ywouévov &xoAoógcog Talg slonusvaug eoü sous, 


xc) üs Oti PEosodaı TO zALvO(ov, Eoteı ysyovóg TO 


6 zxooxs(usvov.  ÓeWosu ÓÀ ví vs wüxm vrÀv émsuMjosov 


x«i TE vOv wovuérov EE aurig vijg meloag yiIvsodaı, 
&oyouévov Tuv Tag £xsuAjosug NoLsiodeı x0 TOV 
róxov Ep ^ ov uéAAeL narainysıv TO zÀAwE tov: &vézaAuw 
y&g «oTO xvvobvreg volg yeooív, og WEAAEL TOQEVEOHEL, 
éxeLAGousv TAG GzéQrovc x«i ycAcou« ÓcGousv' oUrco 


ty&o Gglécusvov nogsVeoda TO zÀwO(ov xovoANEs, 


Ósóvrog sig vóv Tomov O9:v No&duede Ereiheiv vig 
ordorovg. [féAvuov Oi xci vov KA vgoyoóv Ev yowı- 
xidı egıneiodheı ro HO (tov. vov Ó& &ove ovugvi, 
óuoícg TO zAwO(o ylIveodaı nadanso xoi vov EZ xal 
oA zegi viv yowixíüc vod KA vooyot nv ozáorov 
ersiAndEeloav xci vi yahcouara £yovcoav vij Asia dro- 
dodmvaı, *Ozcg Ov«v BovAcust« xdunteıv To zAwe (tov, 
Eva vOv IIP, ZT vooyOv Eotdvar, Ó«Aovórt xaAd- 
GucTrog Óvrog Ev vij xov cUrOv GzmQro Tjj meol viv 
yowırida, vov d& KA vooyóv usev& Tod AouxroU GovQ&é- 
qsotu. vgoyobD, youg üv To zALvO(ov Qv Ó£ovGav 


.Acfm Eriotoopiv, sive zAww votsíono rg TO qéAcoue 


EXOVONg Gzígorov Cue vÀv TQuOv xwovutcvov vQoydv 
viv Er soOs(ug 000v peonraı vO zAwO(ov.] Erel oov 





2—3 Boviausde T 3 68 air G 4 émswudjosov M: 
enıilmoeov à 6 yeyovóg, og ex wg corr., A 7 Eneılmoswv G: 
enıAnoeowv AT 9 EmeiAjocıg, eL ex ı corr., A 11 de og 
cf. Kühner Gr. II 842 adn.5 12f. yaAdsuare. cf. lin. 19. p. 372, 8. 
380, 8 14—16 OUtv.... yowınddı om. G 15—27 Q£4- 


r5 


0 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 377 


auf welcher er sich bewegen soll. Dasselbe Verfahren 
denke man sich auch bei dem Rade or (Fig. 91a). Wenn 
nun mehrere Aufwicklungen und lockere Schnurlagen ent- 
sprechend den genannten geraden Linien, nach welchen sich 
der Kasten hinbewegen soll, gemacht werden, so wird die 
Aufgabe gelöst sein. Man wird aber die Längen der Auf- 6 
wicklungen und lockeren Schnurlagen durch die Praxis 
selbst finden müssen, indem man mit den Aufwicklungen 
von der Stelle aus beginnt, auf welcher der Kasten die 
ı0 Drehung beendigen soll Denn indem wir ihn mit den 
Händen in entgegengesetzter Richtung bewegen als er 
(nachher) fahren soll, werden wir die Schnüre aufwickeln 
und eine lockere Schlinge machen. Wenn der Kasten 
nämlich unter solchen Umständen anfängt vorzurücken, 
15 so wird er notgedrungen an der Stelle aufhören, wo wir 
anfingen die Schnüre aufzuwickeln. [Praktischer aber ist ? 
es, wenn auch das Rad x4, an einer Büchse befestigt, 
um die Achse «$9 liegt, die Achse (59) in gleicher Weise 
wie schon sf£ mit dem Radkasten verbunden wird und 
wiederum die Schnur um die Büchse des Rades xÀ ge- 
wickelt ist, lockere Schlingen enthält und nach dem Gegen- 
gewichte geleitet wird. Wenn daher der Kasten einen 
Bogen machen soll, bleibt eins von den Rädern zo, 67 
stehen, nümlich weil an seiner um die Büchse gewickelten 
s5 Schnur sich eine lockere Schlinge (Fig. 91a) befindet, 
während das Rad x4 sich mit dem übrigen Rade dreht, bis 
der Kasten die nötige Drehung ausgeführt hat und bis, 
wenn darauf die mit der lockeren Schlinge versehene Schnur 
wieder gespannt ist, der Kasten infolge der gleichzeitigen 
so Bewegung der drei Räder auf gerader Linie läuft.]') Da 8 


a 


2 


oO 


.1) S. die Bemerkung zu Fig. 91 in der Einleitung. 





ziov ... TÀAwO (ov seclusi. v. proleg. ad fig. 91 15 v a: f. cov 
16 f. zov 0$ (HO &£ova 19 Eneılnpdeioav T Hei v& 

qeAdcuovo Eyovoav suspecta 19—20 dmodedijwaı M 20 masc 

spurium, f. óc (= dors): Üzoc (ovußij vel woınsousv) Brinkm. 
25 rijg om. T 27 peontaı cum Ozog iungit Brinkm. 


378 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


e , e \ \ ?f , 
cL yowırides ai vovg TgoyoUg Eyovoaı [msouxs(uevou 
voig (E£ociv] Ev vij Kıvnosı Ovaysodg éxioroégovra, OL 
(r0» ro 04ov Tod zAwe(ov Pagog ém «cvràg Émuxsi- 
oda, GQéGxe, Ev volg Kbroudroıg z&vro và ÉyxvxACOG 
7 \ , , / 5 
KIVOVUEVE TEOL xvoOc«xog OTOEPEOHRL. TMOMOOUEV 00V 5 
9 0070‘ ysyovéro y&Q ro zALvO(ov xo9' Ov vgóxov 6 
rovg OÓ*0 TooyoVg £ycov tov, óg9iov Owzwyue &oa- 


rae 





\ [A 


005° Ev Ó& rovro Eumveildia &ovo EE Exategov u£povg, 
eis & ol xvoOexsg Eußıßaodnoovreı. ÖVo HE &ovsg 
yEyoverwoav Ovupveig Eyovrss vovg vQoyoUg, (v Eud- 10 
vtQog x&í(G90 uErasd Tod cigquévov óg0(íov bLeanyur- 
"0g xci rv Tod zAwO(ov vro(yov Ev xvdOa&uw, dors 
Beßnaevar émi Tod iÓdqovg vovg vgoyoUg xol ExacTov 
10 oro&peodaı Ev roig Eavrod xvoOae&w. [ai Ó$ zegl vovg 





1—2 neoıneiusveı roig &Eocıv delevi 3 Oö prius inserui 

4 &oécxseu AT: &oécsu G 6 yeyovévo A, T: yevécdüoo A,G 
f. Cév và £uzoootev uegsı) Tod zAwSOiov. cf. 424,17 và mAw- 
io Brinkm. zAw$(ov (£yov» Hildebr. 6—7 nad Ov ... 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 379 


nun die Büchsen, die mit den Rädern um die Achsen 
liegen, sich bei der Bewegung schwer drehen, weil das 
gesamte Gewicht des Kastens darauf ruht, so empfiehlt 
es sich, bei den Automaten alles, was kreisfórmige Be- 
5 wegungen macht, sich um Zapfen drehen zu lassen. Wir 
wollen daher folgende Einrichtung treffen. Es habe nüm- 9 
lich der Kasten vorn eine festgefügte, aufrechte Querwand 
(Fig.92a und 92b). In dieser seien auf beiden Seiten Lager, 








Fig. 92b. 


in welche die Zapfen eingelassen werden. Man mache aber 

ı0 (in der Weise wie die Achse mit den zwei Rüdern)!) zwei 
Achsen, die mit den Rädern verbunden sind; von diesen 
soll jede zwischen der genannten, aufrechten Querwand 
und den Wänden des Kastens in Zapfen ruhen, so dals 
die Räder auf dem Boden stehen (Fig. 92b) und jedes 

15sich um seine eigenen Zapfen dreht. [Die Schnüre sind 10 
doppelt um die Achsen zu legen, so dafs sie das Rad in 
die Mitte nehmen und auf gleiche Weise drehen. Man 
stelle noch eine andere Achse her, welche ebenso wie diese 


1) Die eingeklammerten Worte stehen im griechischen 
Texte nicht hier, sondern irrtümlich nach “Kasten’ Zeile 7. 
Statt “in der Weise, wie? ist vielleicht auch “an der Stelle, wo’ 
zu lesen, falls überhaupt die eingeklammerten Worte echt sind. 





&Eov secludam, nisi f. hinc post yeyovérocov lin. 10 transponenda 
sunt (mutato fortasse voózov in rómov) 12 an dote ... «vó- 
öadıv del.?_ 14-380, 6 al 02... vgoyóv seclusi 14 ro? G 


380 HP2NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOTIOIHTIKHEZ. 


255 KEovag ondoro | dınkai &ovoGuv, Bote uccov Außeiv 


11 


XII 


18 


ö ABIA, vovzquc 


Tov TQoyov x«i é& ioov OTo&pev.  yeyovévo dt xoi 
ETE008 (ov robroig Ouoícg xvvoUusvog &umoocOtv ro 
aAıvdiov, ovs z&Àuv Éxi TÜV vouÓv vgoyOv qéosodu. 
TO zALwVO(ov. xci zegl Todrov Óuoícg ÓwuxrA zeouxeíaQ c 
ondorog uecoAefoóc« róv Tooyóv.| dA oov Tov 
ordorov émsuAOtudv éveAAAE ÓGdxig Gv BovAbusde 
xci Ta yahdouara Eyovadv dg é&àv zooctuooust)« ÓLa- 
usumovusva, (Og Eionra, x«l vj Tod zAwO(ov zopsía 
&ov«L Og ERV NOOKLOWUET, sóxóxzog TE xal sUxvA(GTOS 
0.& vovg xvoOoxag. 

IIegi uiv oov tig mogelag xc vijg &mozogtí«g Tod 
zALvO(ov «ovéáoxcog vouítousv siouxévet.  £&ijg Ó$ meol 
Tv Extog Tijg zo- 
ose xvivjoeov égoó- 
uev‘ Eorı 0$ quiv N 
XEWTn Alvnoıs zl 
Tig TOO zvgüg &va- 





N 
= 


u vao uam ue Ws VR UAE Ra NL UT 


ea 


Da i e m 


x«5050g ToU £v TÀ 
Bou. 

Iiveraı oov o0- 
os’ é6r0 yào Douog 
&x Aenidwov qoÀxóv N 
GL.Óxoàv zezouju£vog 





SSSSSSSSSSSNSNS 


SSSSSSSSSQOSSSSRANISQS 


Rl 






X 





&yov Ev u£oc TO ézt- 
vom ro E. Uno ób 
ToUvro Aem(Oiov &oTO 
T0 ZH  megcxvóv 
Gozo yAcGGOxÓóuov 
TOM, ETUXCAUZTOV Fig. 93b. 


15 


20 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 381 


in dem vorderen (?) Teile des Kastens!) bewegt wird, so 
daís der Kasten wieder auf den drei Rädern läuft. Um 
diese Achse lege man in gleicher Weise eine doppelte 
Schnur, welche das Rad in die Mitte nimmt.]?) Wenn 11 

5 nun die Schnüre in beliebiger Abwechslung aufgewickelt 
und unseren Absichten entsprechend mit lockeren, (quer) 
durchgezogenen Schlingen versehen sind, wie bemerkt, so 
wird auch wieder die Vorwürtsbewegung des Kastens in 
der beabsichtigten Weise erfolgen, nümlich wegen der 

10 Zapfen ohne Mühe und in leicht rollender Bewegung. 

XII Die Hin- und Rückfahrt des Radkastens glauben Die übrigen 
wir genügend besprochen zu haben. Wir werden "meyerenzs. 
nun der Reihe nach die (übrigen) Bewegungen mit apparate. 
Ausschlufs des Fahrens (also die Bewegungen am Orte) 

15 besprechen. Die erste Bewegung aber, die wir erklären 
wollen, betriffü das Anzünden des Feuers auf dem Altare. 

2 Sie wird folgendermaísen ausgeführt. Es sel Das Altarfeuer. 
nämlich «ßy6 ein aus Bronze- oder Eisenplatten her- "8-9? w.93». 
gestellter Altar (Fig. 93a), mit einem Loche s mitten auf 

20 der Feuerstütte. Darunter sei ein Metallplüttchen $4 
(Fig. 93b), das sich wie ein Kastendeckel verschieben lälst 
und das Loch s verdeckt. Von dem Plättchen leite man 


1) In den Handschriften steht merkwürdigerweise ‘vor dem 
Kasten’. Man erwartet Z. 1 “hinteren? statt ‘vorderen’. 

2) Die eingeklammerten Worte unterliegen starken Be- 
denken. Bei der geringen Breite von 31 cm ist, zumal bei der 
nicht unbedeutenden Belastung, ein Umkippen zu befürchten, 
wenn die häder einander noch mehr genähert würden. Ferner 
ist die Bemerkung, dafs nach Einrichtung der zweiten Achse 
der Kasten wieder auf drei Rädern laufe, seltsam. Gerade das 
dritte Rad (x4) bleibt, wie es war, und läuft immer mit. S. auch 
die Bemerkung zu Fig. 92. 





1 dımAov T f£ ueoo4Aaßeiv. cf. p. 380, 6 3 Eregog G: 
&vegog voívog AT — óuoíov T an (év và» ömiodev? 5 có 
Katz T vobrOv Scripsi: rovrov Aa. cf. p. 372, 27 

dinAn, n ex or corr., A 9 Gore nal og T 17 «vnus 
suspectum Brinkmanno: an unvvoıs? cf. Dioptr. 33 p. 298, 14 


382 HPS$NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


v0 E cvoUzqu«, ix Ö& rovrov dAvosidıov v0 HOK 
&zo0sÓoué£vov TEeol dótóviov é£vróg Tod ouo xz- 


\ , [4 ON 4 T 2 M 64 > , 
3 usvov x«l s0AOvOG OTQsQÓusvorv. TEv de vÀ Gbovío 


25 


XIII. 


Ir] 


n2 


&zo0s0óGOc sig vQv Aslav Ondorog' «Ovx Ó$ werd mv 
rogsiav voO9tiG« vz0 rg Aslag émvuovQéweu To GEóviov 
x«l maoaAAdksı TO Asmidıov, x«i vij CyxÜANg Exme- 
V0oVonS and Tod vUAov Ta EENg émwvvtAsGUOnjoevon. vzo- 
xsiodon Ós To E rovanuarı Aauntno 6 MN viv qAóyc 
&yov Üroxsıusvnv TO TovaNiuarı. — muxce(o0c ÖE, WG 
roosionrar, Ev TO (ou UA Óvveut£vm sóxómog &v- 
anrrsodeı.  uüAAov ÓS vOv AAcv zov và rtxTOVUXO 
Evouarae.  Órav oov zogsvóusvov TO | mAwO(ov Gri, 
tote n &x tod HOOK dGAvosiÓ(ov Gzégrog voUtioc 
enıondosteı v0 ZH Asnildıov, Govs GvovwyOWvon mv 
? ^ M] ^ , x 2 ^ 3 - M 
ózmv xci vv qAóya üvo Evsydeloav Kvanavocı TOv 
peouóv. TE Ó' «rà émivosíotc x«l imi Tod ETEEOV 
M / e \ M /, , - 

Bouob, uóvov Orı TO Tijg Gzégvov x&A«oue« weißov 
eivaı El Tod viv sioquévov, Ozcg Hark Tag ENG xi- 
viosıs vo'eioc 1] OndKoTog viv Ersoav Ebarıv Homonraı. 

Mezv& 0b mv Yvolav Ósi ix uiv Tod YVg00Vv ydA« 
? LÀ b \ ^ , ? 
&vozivvoQv«t. 6x Ó8 roO oxogovug oivov. 

Tivstaı oov x«i voro oUrcoG' UOz0 vovg zó0«g ro0 
Zovócov HVugpvNg yíveveu OWANV &yov vovamíuoroa Ev 
- > , ? \ lj d , > \ [4 
vjj Enıpaveia éyyvg &AMjAQv ÓvUo, £x ÖE TOVTWV Go- 





2 ázxoósóouévov G: &zoOsóouévov A(?)T: &moósÓsuévov M 


éyróg AG: évvó T 3 &ioroc T f. &4 0i tod G&Eovíov, 
nisi lacunam post &£ovío statuere mavis 4 &moós0000o a: 
&zoósÓícQco M 6—' f. gig ... Tod vóÀov post Togeiav 


(lin. 5) transpon. aut omnino del. cf. p. 348, 4 13 &Avcıdiov T 

f. omdorog (Endsteica) 18 xarà: uer& Brinkm. 19 zouj- 
cero, T 21 dvanvrıodnvaı M. cf.p. 352,10 23 f. ovupvuns 
Krodrw). cf. p. 384, 4 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 383 


ein Kettchen 54 €x um eine kleine Achse, die innerhalb des 
Altars liegt (Fig. 93b)*) und sich leicht dreht. Von der 3 
kleinen Achse leite man eine Schnur nach dem Gegengewicht 
(Antriebsgewicht). Diese Schnur wird nach dem Vorrücken 

5 (des Automaten) von dem Antriebsgewichte gespannt, dreht 
die kleine Achse und schiebt das Plättchen zur Seite, und 
sobald die Öse vom Pflocke abgesprungen ist”), kommt 
das Weitere zur Ausführung. Unter dem Loche & stehe 
eine Lampe uv mit der Flamme unter der Öffnung. Wie 

10 oben bemerkt, liege auf dem Altar Material, welches leicht 
angezündet werden kann. Leichter als die übrigen Dinge Í 
können das die Hobelspäne. Bewegt sich der Radkasten 
nun vorwürts und bleibt darauf stehen, dann wird die an 
das Kettchen gebundene?) Schnur sich spannen und das 

15 Plättehen f$ anziehen, so dafs die Öffnung frei wird und 
die Flamme nach oben schlägt und das Altarfeuer an- 
zündet. Dasselbe Verfahren denke man sich auch bei dem 
anderen Altare, nur dafs die lockere Schlinge der Schnur*) 
grüfser sein muls als die eben erwähnte, damit wührend 

eo der folgenden Bewegungen die Schnur sich spannt und 
das andere Feuer anzündet. 

XIII Nach dem Opfer soll aus dem Thyrsus Milch sans rom 


; \ WeinundMilch 
aufspritzen, aus dem Becher Wein. u 
. B . un : 

9 Die Ausführung ist folgende. Unter Bacchus vig.o94a u. 94v. 





1) Sie ist hier horizontal gedacht; die handschriftlichen 
Figuren stellen sie vertikal. Vgl. die Bemerkung zu Fig. 93 
in der Einleitung. 

2) Die Worte: “sobald ... abgesprungen ist’ gehören, falls 
echt, vermutlich weiter oben hinter die Worte “dem Vorrücken 
des Automaten’. Denn die Öse der die Vorwärtsbewegung ver- 
mittelnden Schnur mufs eher von dem Pflocke £ an der Walze 
(s. oben S. 359, 1) abspringen und so mit Hilfe der lockeren 
Schnurlagen das Stillstehen des Automaten herbeiführen, als die 
vom Antriebsgewichte nach den Apparaten für die Bewegungen 
am Orte (also hier nach dem Altare) gehenden Schnüre in 
Thätigkeit treten. Vgl. aber die Einl. zu Fig. 93 am Ende. 

3) Das Wort ‘gebundene’ ist nach Vermutung übersetzt. 

4) Es ist die nach dem Antriebsgewichte führende Schnur 
gemeint. 


384 HP92NOX AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKH2. 


Anvaoıa &vesívovvo sig v0 évróg u£gog Tod zí.ovUcov 
pEoovra r0 uiv sig vov $gcov, To Ó& sig TOV Gxigov. 

"Eóro Ói 5 uiv fcis Tod Zhiovócov 5 AB, 6 Ö8 
cvugvye rovro coAqv 6 IA‘ và 0$ Ev eov rovnjuate 
và E, Z' tà Ó& éx vovrov Gvert(vovra GoAqvégu 
t& ZH, EO, vó uiv ZH sig vóv 9Uocov, ro 0$ EO 
eis vóv oxóqov. £6vo HE Hal 6 émuxe(uevog zvQnv 
vÀ voloxp 6 KAM. évróg 0$ Todrov dyyeiov £ovo 
vro NE uécov Óuígoeyue Eyov td O. xol éx uiv To 
NO &yysí(ov gsgévo ocoAQv 6 IIPZT sig vwa Eregov 
soAlva rov TO cvvsougoicuévov và IA GoAivi, 
Gvugvij 0$ Övra ix TÜV Oozoxíro uwsgüv và xovaorQO- 
4 uarı, éq' 0 6 voloxog ixíxsvreu. vo 08 T vQUmmue xel- 
090 xard ro E. £x 68 Tod EO dyyelov... ETEgog Gov 
6 XUVOs nal qgéíoov Ouoíog sig vov TP owAive. 
v0 Ó$ c voUmqua xsío0c Hard v0 Z. obxoüv Edv vig 
iv uiv vÓ ON &yyadío oivov Eyyen, év de và XO 
ycha, xcuuévov TOv E, Z rovayudıov xevàü và T, 
dveydjseraı 6 uiv olvog sig vóv Gxógov, vo Oi yéA« 
eig vóv $iocov. iv’ obv créyp và Oyg& vOv zQóvspov 
xoövov, xAsig &ovo 4| G4,T &zxoxAs(ovca, cg sipnvc«L, v 
vyo& di Enıroviov Tod ‚A, zeol O0 &yxÜAN OondgToV 
reoıBeßAjodHn yaAcoua ?Eyovoa xoi d&zoÓsÓouévw sig 





1 dvarsivovre Amg.GT,: @vareivovseı A,T, 2 gegovıe 
AG: ovugpeoovr«e T 4 revaiuere AG: cvoómquuc cvv TT 
6 f. <pEoovra) TO uiv. cf. p. 384, 2 8 ó om. G 
19—13 zaraoromuer T: naraoroöouerı AG 14lacunam statui. 
f. (nodeloHo) vel, dummodo x«i géoov deleantur, (Pegerw). 
cf. lin. 10. p. 386, 7: werogsoéro pro x«l péoov Hild. —17 ro 
(post à3) M: zo a 21 q,T scripsi: Gr & (rex e: eorr. G): 
G9) Brinkm. 22 onderov M: onderog A 23 f. &yodans 
&z00tÓou£vo a: &moÓsÓtuéivg M: f. &moüsóouévnc 


I 


5 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 385 


' Füfse (Fig. 942)') wird ein mit ihm in Verbindung 
stehendes Rohr gesetzt, das auf der Oberfläche mit zwei 
nahe bei einander liegenden Lóchern versehen ist. Von 
diesen steigen kleine Röhren ins Innere des Bacchus empor, 

5 eine führt nach dem Thyrsus, die andere nach dem Becher.?) 

Die Basis des Bacchus sei «f, der mit ihm verbundene 
Cylinder (Rohr) yó, die Löcher darin s und f, die von 
da aufsteigenden Röhren $4 und c0, von denen $4 in 
den Thyrsus, e? in den Becher führt. Ferner sei xAu das 

10auf das Tempelchen gesetzte Dach; innerhalb desselben 
stehe ein Gefáís v& mit einer Scheidewand o in der Mitte. 
Aus der Gefüfskammer vo führe eine Röhre mweor in 
einen anderen Cylinder (Rohr) vg, welcher mit dem 
Cylinder ;yó verpafst und von unten mit der Überdeckung 

15 verbunden ist, auf welche der Tempel gestellt ist. Die 
Öffnung 7 Hioc se gegenüber. Aus der Gefüfskammer £o 
führe eine andere Röhre os in gleicher Weise nach dem 
Cylinder vo. Die Öffnung s liege £ gegenüber. Giefst 
man nun in die kleine Kammer ov Wein, in $o Milch, 

20 so wird der Wein in den Becher, die Milch 3 den Thyrsus 
fliefsen, wenn die Löcher e, & den Öffnungen c, s gegen- 
über liegen. Um nun nicht gleich im ersten Augenblicke 
die Flüssigkeiten auslaufen zu lassen, werde ein Ver- 
schlufs Gr eingerichtet, welcher, wie Bbsnet, die Flüssig- 

25 keiten vermittelst eines Hahnes ‚« abschhefst. Um diesen 
lege man eine Öse einer mit einer lockeren Lage ver- 
sehenen und nach dem Gegengewichte geleiteten Schnur, 
damit sie, im rechten Augenblicke gespannt, den Hahn 


1) Vgl. auch vorn die handschriftliche Figur 94c. 

2) Eine bildliche Darstellung (Gemälde) einer ähnlichen 
Bacchusspende ist in Pompeji in einem zum Tempel des Apollo 
gehörigen Raume gefunden und noch erhalten. Ein jugendlich 
schöner Bacchus, welcher in der Linken einen Thyrsus hält, 
giefst stehend mit der Rechten einen Becher Weins auf einen 
zu seinen Fülsen sitzenden Panther aus. Statt der tanzenden 
Bacchantinnen zeigt das Bild allerdings einen die Leier spielen- 
den Silen, auf welchen sich Bacchus leicht stützt. Vgl. die 
Nachbildung Overbeck-Mau S. 103. 


Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. 25 


386 HP&NOZ AAESANAP, IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


viv A&(«v, Ozcg Hard vov ÖEovre xctgóv veO0tioc émi- 
orToELN TO émwuóviov xci iveyO0$; và Oyod. mA Ó& 
&xL.6TQegévrog Tod Zzi.ovócov xoi Tod Ereoov pouoU 
&vexcvOcvrog, Ósi zAw QsUGeL. vóv vs oivov x«i TO 
y&A«' oroépso)e«, Ó& obrog "uwwxvxACov Tregıpegeie. 


6 ysyovévo xcv& Owtusrgov Toig T,s Towucow &vcoc 


25 


-1 


roiuare v& ‚B, ‚I, xoci éx uiv tod ,B geoévo coAQv 
eis vóv PZ 6 ,B,Z4, ix 0$ Tod ‚T' Ereoog ooAqv eig 
vov PN 6 I'E. Ovav oc émwvQegévrog tod Zıo- 
vvoov yevnraı và E, Z tovaiuore xcvi re B. D xol 
zéAw Avoıydmoera 7 G,T xAclc, x«l 6EVoeı Öuolog | 6 
te olvog x«i TO ydıa. [dvolyeraı Ób N xAsig Ereopug 


OTLETOV ERLOTaORUEVNg v0 Erıtoviov eig và Ereoa *Bdon.]. 


dei Óà vovg PZ, "P9, coAQSvag Óv EVOg xwovíoxov 
vv £v TO vetoxo xo(Aov Övrog Eveydivaı Ozxó mv 
4 a E e 5 - e /, 2 
pcow Tod veioxov, Oxmcog dpavsig Ozáoyoow.  émi- 
orospera Ó& 6 Zhióvvoog Gov TH Enıneiuevn Nien To 
zvpivı oUrog. x«9tíc)c tov ovupvung Qv vij Nian 
dia Tod zvgijvog 6 ,cG,Z eÖbAvrwg OTQsQóusvog Tregl 
xvodana vov ‚Z, xai TEOl abTOV zegueLAmt'eloe Gzdotog 
0.& TooyiAov Tod ,H anoded0odw sig ıyv Pdow Tov 
veioxov x«i Out TooyiAov Tod ‚© sig To Üregeyov Tod 
IA owAnvog. obxo0v Ev Eniorocpgn tus vOv IA 


ooAnva, ansılnosı Tqv neol TOv S,Z ü&£ove Ondorov 


1—2 Emioresya T 5f.oreipereı ovrwg: ovrog Brinkm. 

f. wegıp£osıav 6 yeyoverw A,T,: yeveodn A,G f. yeyovévo 
(de) sive y. (09v) 10 x«í AGT,: eis T,, sed obliteravit 
.11 q,T scripsi: qz AG: qs T: q9) Brinkm. 11—12 0 reö 
oivog G 12—13 @volyeraı ... (tom seclusi 13 ßden AT: 
B&oe G: f. uon. cf. p. 388, 2 20 ezcorog Ambros. C 266 infer. 
marg., Barb.I1 82: om. a 21 &zoót0óc9c a: &zoót0£c9v Paris. 


suppl. 11, M, 22 xoi M: om. à 24 SE M,: ef a 






































(ui d H 


SASSSSSESENSNN 
D 27) TII — 























CIONES TASASTRRTITETIRRIEIT. AH S 
TOSS. NW S E 5 j.^ 
uj 
N 
1 
N 
| | 
i 
N 
N 
M 
\ 
| 
y 

















xd l | 











j 
í 


EIU 
p 


Fig. 94a. 


XIV 


258 


388 HPO9NOZ AAEZANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHE. 


x«l uc émioroéyeu. Tiv Níwqv xoi vov ZióvvGov: 
end và «brü Ób Zóvo ueon v Emioroop) corwv' xoi 
icog dt oro xe«và ro mzáyog 6 ‚s,Z üov v! IA 
owAnvı, Oxmcog (uc dnonereoradHow 4 ve Nian xci 
6 Jıövvoog undtv nagaAAdooovrss xav mv éco. 
iva yobv coróuerov Toüto ylvmraı, EreiANoF@ ETEOE 
üAveig sol Tv breooyıw vot I'4 coAQvog x«i Ou 


el B 
vooyíAov tod M sig PBdoog &zoósÓóc)c to M. ó 68 


[4 - (A , M [4 M 
Gvyxexovwouévog TO gs. xoíxog KELOL xoveyevo xot 


Gy«cTQoía,  xocO0dzsQ fmi vov noranehrov yívevuL, 
Ómcg vio GxyacTqoíug AnoAvdelong And vwog oezéo- 
vov TO Pdgog xe«vevey9iv émwovorum vÓv ve Zhióvucov 
xci viv Néíxqv. xoi 5$ ‚H,O 0: ondorog Ov évégov 
xiovíGxov KOVATEOIW, xo)dzso xoi ixi vv GoA(jvov 
eigo. 

Mer& 0b to oneiocı mooTog TOv zhióvvcov den 
xvupéAcov x«l vvuz&vov xvózov yEvEodaı. 

IYXvsrau. 0$ x«l vobvro oUrog' iv vij xévo Paosı, Ev 





GEL 


n eloı xal ol vgoyoí, &yysiov Tidereı £yov Ggetoíc 
m , \ , 2 \ € ! 
uoAıß& Gvoo£ovre sig vov muYuEva. Ev 06 v zvOuevL 


15 


voiju« yivercı ebAUTwg Óvvdusvov ÖEEROdKL và Gqoi- | 


oia, xÀsuQoíov £yov &vovyóusvov vozó vij; ONdKETOV, 
Otav den. dnóxsweu. 08 TE ToNuarı Tuundvıov Ézix&- 
xAuu£vov: xci voro ép?) xuußdiov.  Exxímvovro 
ovv TE GQ«uoí« xooUcsu zQOrov TO TUumavıov x«l éx 


1 vianv AG: «évqv T 6 f. oóv yivsraıT — éneuieiodo G 

8 dnodsdochn Aa: &-oÓsÓfcüc M 9 xove4f£60c slve xa«- 

t£yereı Brinkm. 11 f. ómó. sed cf. p. 152,6 14 wovzrécdo 

M: xouzrícO9vc à Hal om. T 16 zoórov M 18 zovrov T 

xov dos. G. cf. p. 396, 8, sed v. Heron. Mens. 16 p. 192, 6 ed. Hu. 

20 woAıßd& M. 22 &movyóuevov T 23 den AG (ex denjosı 
corr. A): denosı T 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 389 


umdreht und damit die Flüssigkeit (weiter) fliefsen kann. 
Wenn dagegen Bacchus sich umgewendet hat und auf dem 
anderen Altare das Feuer angezündet ist, so muís wiederum 
der Wein und die Milch fhefsen. Des Bacchus Drehung 
5 macht so einen Halbkreis aus. Man bohre diametral ent- 
gegengesetzt den Löchern z, s andere Löcher ß, »; und 
von f führe eine Röhre ‚8 à nach oc, von ,y eine andere y s 
nach ijo. Wenn also nach der Drehung des Bacchus die 
Löcher eg, $ gegenüber ß, y liegen, so öffnet man den Ver- 
10 schlufs Gr wieder, und Wein und Milch fliefsen in gleicher 
Weise. [Der Verschlufs wird dadurch geóffnet, daís eine 
-zweite Schnur den Hahn nach der anderen Seite!) dreht.!)] 
Die Röhren 06, yo müssen durch eine kleine, hohle Säule am 
Tempel unter dessen Basis führen, damit sie nicht sichtbar 
15 sind. Bacchus dreht sich aber zugleich mit der auf dem 
Tempeldache stehenden Nike auf folgende Weise. Man lasse 
durch das Dach eine mit der Nike verbundene Achse s £ 
hinab, die sich leicht um einen Zapfen £ dreht, und man 
leite eine um sie gewickelte Schnur vermittelst einer Rolle n 
20 nach der Basis des Tempelchens und mittels einer Rolle $ 
nach dem überstehenden Ende des Cylinders yd. Wenn 
man nun den Cylinder yd dreht, wird man die um die 
Achse z f£ laufende Schnur abwickeln und zu- 
gleich Nike und Bacchus drehen. Deren Drehung 
erfolge aber nach derselben Richtung. An Um- 
fang sei die Achse ,z f (bez. ihre Welle) dem 
Cylinder yó gleich, damit Nike und Bacchus 
zu gleicher Zeit unveründert in ihre frühere 
Stellung zurückkehren. Um diese Bewegung 
automatisch zu machen, wickle man eine andere 
Fig. 9b. Kette um den hervorstehenden Teil des Cylin- 


ders yd und leite sie über eine Rolle u nach einem Ge- 





wichte jd Der an dem Gewichte befestigte Ring halte 


1) ‘Seite’ ist nach Vermutung übersetzt, da der griechische 
Text verderbt ist. Der ganze Satz ist mterpoliert. S. die Ein- 
leitung zu Figur 94. 


eq 


390 HPQNOX AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ, 


voUrOov Gzoxímvovto eig TO xvußdkıov vov $yov üzo- 
teAkosı.  ÓUvevo, Ób u£cov OÓwgoeyue Außov To &y- 
ysiov à^o ypo«sc ztovijouu, ore EV éxovéoo eive 6PELELE 
(Hal) và uiv Ev vjj uu& yOQc TOV moror qyov &zo- 


dl 









// LUE de den 35 





THHTTHHTITIIUI 


TIZILIZD? 


vtAsiv, và Ói év vij Ereoa vOv Eis, xAsvOQ(íov Öuolag 5 
&vovye'évcog. 

XV Eins ó& dsl TO megioTrUALov oTspavadnvaı To àv 
vjj Peoeı. 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 391 


dieses mit Hilfe einer Hand (Cheir, zweier handartig ge- 
bogenen Stifte, Fig. 94b) und eines Abzuges (Schasterta), 
wie er bei den Katapulten verwendet wird, (oben) zurück, 


damit das Gewicht (erst) niedersinkt und Bacchus und 


5 Nike umdreht, sobald der Abzug von einer Schnur los- 
gemacht (zurückgezogen) ist. Auch die Schnur 9 leite 
man versteckt durch eine andere kleine Säule, wie es 
schon bei den Röhren angegeben wurde. 


XIV Nach der ersten Spende des Bacchus soll Cymbeln- Cymbelnschall 
10 schlag und Trommelklang erschallen. Mice 


Dies macht man folgendermalsen. In dem unteren 
Raume des Sockels, in welchem auch die Räder sind, 
wird ein Gefäfs mit kleinen, nach dem Boden hin zu- 
sammenrollenden Bleikugeln aufgestellt. In den Boden 

15 wird ein Loch gebohrt, welches die Kugeln leicht auf- 
zunehmen vermag, und mit einem kleinen Schieber (Ver- 
schlufs) versehen, der von der Schnur im richtigen Augen- 
blicke geöffnet wird. Unter dem Loche steht eine kleine 
Trommel angelehnt, und daran sei ein kleines Becken be- 

20 festigt. Fallen nun die Kugeln heraus, so schlagen sie 
zuerst auf die kleine Pauke und rufen, indem sie von 
dieser auf das Becken springen, den Schall hervor. Wenn 
das Gefäls in der Mitte eine Scheidewand bekommt, kann 
es zwei Kammern bilden, so dafs in jeder Kugeln sind 

25 und die in der einen den ersten Schall hervorbringen, 
die in der andern den nächsten, nachdem in ähnlicher 
Weise ein Schieber geóffnet ist. 


XV Nun mufs das Peristyl (d. h. die Pilaster) an Bekränzung 


F der Pilaster. 
dem Unterbau bekrünzt werden. Fig.95a u.95b. 


30 Das macht man so. Man stelle sich vor, dafs der 
üufseren Brüstung (Rahmen) «ßyd (Fig. 95a) auf dem 
viersäuligen Unterbau innen ein anderer Rahmen 2&n® 
entspreche, so dafs der Raum zwischen den beiden Rahmen 
nach unten leer (Fig. 95b) ist. Es wird aber eine recht- 

35 eckige Guirlande (Geflecht aus Kränzen), in beliebiger, 








4 xci inserui 5 xindoíov T 


9 


€ 


392 HP9NOZ AAEZANAP. IITEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


2 Tivstaı Ó& oUrog' vosiodw TO Hwodxıov T0 £mi- 
xs(uevov Ev TO cvevQuovUAQ T0 ABIA £yov évvog 
évegov Yoodxıov r0 EZHO, Govt viv usvafo av 
Ivo yop«v O'ugoxíov xsviv £x voU xiro u£oovg ozx- 
qsew. yevqOiv dE màÀ£yu« ix Gvepávov iverguyóvov 5 
zAoxjj oig é&v vig BodiAnraı x«l zog Tv Owwv Ebap- 
uócrog xci voUvro zvvybv éyxgémvevei sig vOv sion- 
u£vov uevato TOv O09«xíov vóxov càg vo Coco 

3 Einuusvag £yov éx Tod S«gcx(ov. xci Uv wy coró- 
uerov xarapepnrar, oavidıov éx(umxsg &guótov cà 10 
ueva&o TÜV OQoQgexíov TOD x«9' £xdovqv mAsvgiv Tod 
Oogux(ov yiveraı, Gove Erınwudonı TO zAÉyue xul 

259 Gvoyeiv sig TO vo weEoog. Vv« Ó$ un ebvóueva c 
G«víÓux Knoninn, £x Tijg wiüg nAsvoüg Tijg tig To 
Evrög voU OcQux(ov u£oog orQogoudrux EbAvr« Auu- 15 
Bavsı, Ivo Ov«v £zmuxcou«00j, £x ToU érígov u£oovg 

4 émwoTQEzTG xóQuxi Kareyntaı, Gre un Avoiysodaı. &x 
dE vob érígov u£govg Tod xóg«xog &yxóAm ondorov 
zegırideraı, vig TaHElong Tig ONKETOV x«l TOD xó- 
Quxog ENIOTEOKPEVTOG Gzxozízvsi. Hal otro TO TAEYUR 20 
nadleraı. Es HE TO mA£yu« sig v& xévo uon Bapdk- 
Aux uoALG Endsdeusva zog To TayEng xoveqpfosotot. 

XVI To Aoınov ÖE ON x«veAsixevet, bnodeikaı, zog ai 
Baxyaı x0gEVovoı xard Tov Ófovve KaLoÖV. 

Tiveraı oov x«l vobro oürwg' Ó vaioxog 6 6T00Y- % 
qàiog, &u Q Eorıv 6 Zhóvvocog, orvAoßdınv éyéro 
GrQoyyUAov* xal Asiov Hard TO vYyog. 0 obv 
obrog 6 ABI'4: zsgl Ö8 vobvov miguxe(o8c Trug d 





1 f.ób (xol vobroy. cf.p.382,92. 388,18. 396,10 ^ 1—3 
Owodxi0v ... Eregov om. G, add. G mg. 5 f. cevoc'yovov 
6—' f. ebaguócco 7 Ennounteraı T 9 £yov Fr. Haase 


5 


10 





15 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 393 


aber dem Auge gefülliger Form geflochten; und zwar wird 
diese zusammengefaltet und in dem genannten Raume 
zwischen den beiden Rahmen versteckt gehalten, indem 
ihre oberen Enden an den Rahmen gebunden sind. Damit 3 
sie nicht von selbst herunterfällt, wird ein kleines, läng- 
liches Brett, das in den Zwischenraum zwischen den 
Rahmen paíst, auf jeder Seite des Rahmens angebracht, 
um die Guirlande zu verdecken und nach oben zusammen- 
zuhalten. Damit die Bretter nicht von selbst herunter- 
fallen, erhalten sie auf der einen Seite im Innern des 
Rahmens leicht drehbare Scharniere, damit sie, wenn sie 
zugeklappt sind, auf der anderen Seite durch einen dreh- 
baren Winkel (Kórax, Haken) festgehalten werden, so dafs 
sich nicht (von selbst) öffnen können. Auf der anderen 
Seite des Winkels legt man die Öse einer Schnur herum, 
welche abfällt, sobald die Schnur gespannt und der Winkel 
gedreht ist. Und so wird die Guirlande heruntergelassen. 
Unten werden an die Guirlande kleine Bleikugeln gebunden, 
damit sie schnell herunterfällt. : 


XVI Es bleibt nun noch das Übrige zu zeigen, nämlich 
231 wie es kommt, dafs die Bacchantinnen zu rechter 


Tanz der 
Bacchantinnen. 
Fig. 96 a—c.!) 


25 


Figur 96d in der Einleitung. 


Zeit tanzen. 

Dies wird folgendermalsen ausgeführt. Das runde 
Tempelchen, in dem Bacchus steht, sei mit einem runden 
und am Rande glatten Säulenstand (Stylobatstufe) ver- 
sehen; das sei aßyd (Fig. 96a). Um diesen liege ein 


1) Vgl. auch die allerdings ungenaue handschriftliche 





in schedis Schoenianis: &ywov à 10 &ouófov M,: &ouofn a 
14 dnoninteı T 15 éwvóg G 17 wovégevou a, corr. Fr. Haase 
in schedis Schoenianis f. un <aörouere) 18 uévgovg T 
19 zsgırideran.... ondorov om, T,, add. T, 21 zo om. T 
22 uoAvpóa M 23 0$ supra scr. G dn in litura, n ex &ı (?) 
et‘ ex ^ corr, A 24 an yoot?$6covoi? 25 0 (ante oreoyyV- 
Aog) om. T 27 To yog: an xoóreagov? cf. 394, 2. 360, 8 


98 oórog om. T | 6ó AG: vó T Toörov ex vroórov corr. AT: 
ro)rov G 


394 HP9NOZ AAERANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ, 


EZHOKAMN ceuoor và orvAoßdrn, Gore EbAvrag 

2 nepl «)rüv oTOEPEOHRL.  zegl Ói TOV xoóvaqov cijg 
KAMN aegıypegeiag Evrerogvevodn omAiv, iv © 
ondorog. EneiAndeloa Eyxexoıuiodn [eis TO é9og 
Tod owAnvog], NS 7| uiv ula &oy5 xexgovc9c di 5 


Fig. 96b. 









HE i13 4 L 
"th Zu ». TIT 53720 aive ud 


; Z7 : s 


M 





n EREZE2772) 1777722271772) N 
ni d irm P/4 
MUST. HERE 
















FA i vn; 
LEEHURS 77777772 0222712117722 


Ei an 
VALUIT IEHITEHEETT 





Fig. 96a. 


Fig. 96c. 


.&mioUgov sig To Pddog Tod GoAÓvog, Gor unnerı éx- 
3 onäodaı" j| 0i Erega did vQoy(Aov &xo0r0óc9« sig vo 
xévo uépos TOO 4cogoxíov x«l ErsiANodn sig roov 
WAVE Evovra Ev TO vvuzivo, © Gvuqvijs éco ü£ov 
EDAUTWS OrQrgópuevoc. và OL KEovı megLEıANodn £vígo 10 
Gzcoroc x«i &zo0s0óc0c sig Tv Aslav. cvufhjcsrau 
oov TadElong zig ztQl vov (tovc Gzáorov éxsuAsioS«L 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 395 


Ring s£q9xAuv (Fig. 96b), welcher zu der Stufe past, 
so dafs er sich leicht um ihn dreht. Rings in den äulseren 
Rand #Auv drechsle man eine Rille, auf welche eine 
Schnur gewickelt werde. Diese bette man in die Tiefe 

sder Rille. Das eine Ende der Schnur stofse man mit 
Hilfe eines Nagels tief in die Rille, so dafs sie nicht 
wieder herausgezogen werden kann. Das andere Ende 
leite man mittels einer Rolle (Fig. 96b und 960) (innen) 
nach dem unteren Teile der Brüstung und wickle es in 

10 eine andere Rille, die sich in einer Welle befindet, mit 
welcher eine leicht drehbare Achse verbunden sel. Um 
die Achse sei eine andere Schnur geschlungen und (von 
da) nach dem Gegengewichte geleitet. Ist nun die um 3 
die Achse laufende Schnur gespannt, so wird die Folge 

ıs sein, dafs die Schnur von dem Ringe sich (mitteis der 
Rolle) auf die mit der Achse verbundene Welle wickelt 
und dafs so die Bacchantinnen tanzen. Da sie nun zwei- 
mal tanzen müssen, so ist die um die Achse geschlungene 
Schnur mit einer quergezogenen, lockeren Schlinge ver- 

so sehen, um die Bacchantinnen mittels des lockeren Teiles 
der Schnur zum Stehen zu bringen; ist die Schnur aber 
gespannt, werden sie wieder tanzen. Die Bacchantinnen 
sollen nämlich auf dem genannten Ringe stehen. 

(VII Alle Schnüre aber, die aus dem unteren Raume Versteckte 

5 des Sockels nach dem Gegengewichte geleitet werden, PR pides 
müssen unsichtbar sein. En 


19 








1) Dieser Tanz ist zunächst als ein Umkreisen des Tempels 
zu denken, wie ja überhaupt der antike Tanz in erster Linie 
ein Reigentanz war. Indessen ist wohl bei den bacchischen 
Tünzen eine Umdrehung des Tünzers um sich selbst nicht völlig 
ausgeschlossen. Fig. 962 zeigt daher, wie es möglich war, die 
| Bacchantinnen sich auch um sich selbst drehen zu lassen. 


DIESEL HE t er 


1 srulmßdrovg T 3 Zvrerogvevicho a: corr. Fr. Haase in 
schedis Schoenianis 4—5 eis và Bí9oe vo? coAjvog delevi 
| cf.p.394,6 — 5 fig AG: eis T 7 &zoósóóc9o a: dnodsdtchn M. 


8 dnsıleiodo M 9 f. £v vo 10 söAvrogT meoıeıleioho M. 
11 &nodsd6chw a: &moó0t0fcüo M. 





396  HP2NOZ AAEZANAP. HEPI AYTOMATOIIOIHTIKH. 


ixl r0 Govugvig abr® vÓuzavov vijv éx vig ivvog | 


260 Gzdgrov x«l oUrog yogeísuv vràg Béxyag. ms oov 


XVII 


t2 


dig würds dei yopedoaı, Eysı ycA«Gue Óvcusunovuévov 


N zeol vóv Übova omzdgvog, bmwg OTdog yEryraı vw. 


Bexyóv dı& Tod yakdouarog. radelong 0b aurjg dA 
qoosócovauv: Enrineloovrar yàg vij siguucvg itvr ai 
Banyeı. 

"Ode, 68 ondoroı éx vijg xévo Bdoswg sig vuv Asiav 
anrodildovraı, bel TaVTag Ggavsig vzxéQysuw. 

Tivsraı oov xal Toöro oUvog' Eorw yàg v0 GTrÓuC 
is ovoıyyog, év d) Eorıv n Asia, vo ABIZ, xci 
xc«95ío9c ix Tod iv vij OVoıyyı ovóuevog Outgooyue 
x«r& viv EZ c9tiav anokaußevov ro A4 E Óutevque 
Or. OTevöororov. N uiv oov xéyyoog EußAnYmoeraı sig 
nv EB xyópgo«v, ci 0b ondgroı ix Tod xévotv uégovg 
&vsveyOcovru,. eis viv IA EZ yóoav x«i ézxo0o01- 
vovraı tig tqv Asiav mv év il ABZE xoc dia 
tooylAov' oUrog yàg dpaveig Écovvau nüocı ai xévo- 
Oev dvapsgdusvaı ondproı. Enel obv zoAAQv xwijGsov 
ywou£vov xci vig tod zALvQ(ov mogelag zoAAig Uz«9- 
yodons &véáyxy [un] EEaoxsiv vo vijg Gogvuyyos. vvosc, 
Ósi x«l vobro unyavioasdeı. zxo0g uiv oov TO uijxog 
zig zogsí«g Öbvavrcı ol zsol vOv ü&ov« Ówvo rQoyol 
abEavdusvorı zoAU uiWxog mz«oéysuv N TO Tod GEovog 


. ndyog &£A«GGov yıvöusvov' &zxa& yàg Tod ü&ovog Grga- 


pEvrog xwnd»aev«, vo zAwS (ov vuAvxoTqv 000v AC 


1 «ó:0 G 19 nadelcodn G: xadícOc AT 14 ortvó- 
T(TOV SCrlpsi: oreyvórotOv A 16 &veveydnoovraı M: &veydaj- 
covraı à: évey91jcovvo Fr. Haase in schedis Schoenianis 18 at 
om. T 20 zoAAijg: weydAng Brinkm. 21 un a, delevi: uiv 
M, Paris. suppl. 11 eEaxoyeiv T 25—398,2 an Gef ... 
zoi&iv del? v. proleg. ad fig. 97 


Ld 


0 


e 


5 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 397 


Das erreicht man auf folgende Weise. Es sei nümlich die 
Öffnung") des Kastens, in welchem sich das Gegengewicht 
befindet, «yó (Fig. 97). Durch seine Mündung lasse 
man eine Scheide- 
wand in der Rich- 
tung der geraden 
Linie £$ mit mög- 
lichst engem Ab- 
stande de hinab. 
Die Hirse wird nun 2 
in den Raum ef 

geschüttet, die 
Schnüre aber wer- 
den von unten nach 
dem Raume yóe£$ 
geführt und mittels 
einer Rolle nach 
dem Gegengewichte 
in dem Raume «£e 
geleitet. So wer- 
den nämlich alle 
Schnüre, die von 
unten nach oben 
gehen, unsichtbar 
sein. Trotzdem nun 
viele Bewegungen 
auszuführen sind 
und die Fahrt des 
Radkastens lang 1st, 
30° Fig. 97. muls doch die (ge- 
ringe) Höhe des Ge- 
wichtskastens ausreichen. Daher ist noch folgende Hilfs- 
vorrichtung zu machen. Was die Länge der Fahrt 3 
(Strecke) betrifft, so kann die Vergrölserung der beiden 





1) Diese Öffnung liegt natürlich oben. Unsere Figur giebt 
aber um der Deutlichkeit willen eine Seitenansicht, auf welche 
wir die Buchstabenbezeichnung entsprechend übertragen haben. 


398 HP9$9:NOXZ AAEEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


EOTIv N ToU é£vóg TQoyoU zegupéosuw.  Ói0 sUAÓyog 
u&(£ov«g eorovg dei zeugéoUe«L, mzOLSUV. 
XVII Oo unv &AÀ& xci obvog Óvvoróv Eorı. 
Nosío9€ yàg v0 Tod Éovog zog rd AB, n Ö8 
261 TOD Gvugvoüg «orO TO0Xod | meoıpeosıa v) IA, xal 5 
ozsoxeío0o ErE00g (Eov Ev avadasıv s0AUTOG OTOEPO- 
uevog, oo T0 zog Eorm r0 EZ. Todrw dt cvugvig 





Fig. 98. 


 &ovo töunevov v0 HO. x«i zsgi uiv vóv AB üove 
Gzovog megLeiAndeioe &zxo0s0ó00c meol v0 HO Tüu- 
navov. éx 08 Tod EZ ótovog évég« Gzdgvog éxÓsQsico 10 
xci émeuAmO9eioo czxo0s0óG0c Ói& TooylAov tod K sig 
vuv Ev Tj Ovgıyyı Asiev vqv A. cvufhjcevat obv Gza& 
oroapevrog Tod EZ ütovog óA(yov uiv uégog cic 
GUQuyyog xevoboO«t, vocoUrov don Eoriv N tod EZ 
@Eovog zsQupégeue, viv 68 éx Tod AB üEovog onderov 15 


t2 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 399 


Räder an der Achse oder die Verkleinerung des Achsen- 
umfanges eine recht lange Fahrt herbeiführen. Bei einer 
einzigen Achsenumdrehung wird nämlich der Radkasten 
einen so grofsen Weg zurücklegen, als die Peripherie des 

| 5 einzelnen Rades ausmacht. Deshalb muís man verständiger- 

weise die Rüder grófser zu machen suchen.!) 

‘VII Indessen bietet sich noch folgende Möglichkeit. Die Über- 

Man denke sich nämlich «8 (Fig. 98) als Umfang "wannae 

der Achse, yó als Peripherie des damit verbundenen Fie. 98. 

‚ 10 Rades. Darüber liege eine andere Achse, die sich leicht 

[ um Zapfen dreht und deren Umfang e$ sei. Mit dieser sei 

| eine Welle (Radtrommel) 49 verbunden. Um die Achse «8 
wickle man eine Schnur und leite sie um die Welle $28. 
An die Achse ef binde man eine andere Schnur, wickle 

15 sie darauf und leite sie mittels einer Rolle z nach dem 
Gegengewichte 4 in dem Gewichtskasten. Wenn nun die 2 
Achse s£ eine einzige Drehung macht, so ist die Folge, 
dafs nur ein kleiner Teil des Hirsekastens geleert wird, 
nämlich so viel, als die Peripherie der Achse :$ ausmacht, 

20 und dafs die von der Achse «8 kommende Schnur sich 
einmal auf die Welle 7% wickelt, welche grófser ist als 
die Achse «8. Daher wird die Achse «ß wiederholt mit- 
samt dem Rade yó gedreht, und daraus ergiebt sich eine 
bedeutende Länge der Fahrt. Doch mufs man sich merken, 8 

25 dafs es eines grölseren Gewichts (= einer grölseren Kraft) 
bedarf, weil die gröfseren Wellen?) von den kleineren?) be- 
wegt werden. Dies wird nümlich gerade durch die Hebel?) 


1) Vgl. in der Einleitung die Bemerkung zu Fig. 97. 

2) Wie g4 von s£. 

3) Man erwartet eigentlich “durch die Ungleichheit der 
Durchmesser oder besser der Radien’ statt “durch die Hebel’. 
Bekanntlich verhalten sich bei der mechanischen Übertragung 





3 xal om. T 4 vo AG: coo T 5 oovQ Scripsi: 
T) 
coro a (có A) 7 vovry (sic) T 9 zsoui&iAmg d ecoo T 


10 évíou AT: EreoogG 13 ovoogévrog scripsi: ezoégovcog à: 
&zocvoeqgérvrog Leid. Scal. 45 (om. &z«£). cf. p. 396, 25—26 


400 HPQ9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH. 


Gxa& Ensıhmocı ro HO vóuzevov usifov ov roO AB 
dEovos, Bote zAsovéxig vOv AB dEova ovoogijvat aov 
TO IA vooyQ xol Óuà vobvo moAd uijxog vijg mogsi«g 
3 ylvsodaı. eldevaı wévrou qoij, Orı uelßovog Astag 000- 
dsiraı did TO vovg u&(foveg xÜxAovg bad TÀOv EAu6- 5 
Góvov xıveiodeaı‘ vcrc y&üo dıa vÀÓY uoyAlov IM Eorı. 
x«i tags üAA«g 68 Tag EEodev Tg Mopeiag xác 
Övvarov Eotı usyaiag otG«g ÖLd uuixodOv Ovxcvqucvov 
4 Enıteisiodeı" ERv y&g "| xıvodoa TO doyavov tod Zíio- 
vódov Gz&orog Eol uelbovag xóxAovg drodıdoreı, 7) 10 
0i sig viv Aslav eol EAdooovag ü&ovag xci Ovupveis 
dvrag vG us(Covi, x«OdzmsQ x«i Émi vijg Mogelag Uze- 
Os(Éeuev. 
XIX  Livaraı 0b xol (AAcg 5| TE Enınogeia xoi T] &zo- 
ropsia yivsodaı xol ai EEodev (vijg Togelag) xunijastg. 15 
”Eoto y&o v0 vij; ovoıyyog oröua To ABI óia- 
zepoc«yué£vov Óvol Ödıapodyuccı dr ÖAov Tod Uwvovg 
262 tig OVoıyyog Toig zard rag EZ, HO soOtíug, | @oTE 
did Tod ueratd vóxzov vOv diepoayudrwv rüg Ada 
ONKOTOVS AVEPEIEODAL xci Gzo0(00c0«L sig Tag Aslag. 20 
245 uiv oov év Th ABEZ oVoıyyı Asia viv TE émi- 





1 Ensırjocı AG: Emeıheicaı T: f. Emreıkeioda (eig) 2 dore 
AG: óg za T 4—5 mgoodeizau à: an mgoodei? sed 
- ef. Kühner Gr. II 255 5—6 covg usífovag xóxAovg «ré. 
cf. Heron. Mech. II 7 Dioptr. p. 334, 23 Vinc., Philon. Mech. Synt. 
p. 59, 16 ed. R. Schoene, Pappi Collect. p. 1068, 20 ed. F. Hultsch 
6 f£ xıveicher, (brav z£ol TO auTO XÉVTQOY wvAtavroU) 
f. yàg 69 Ou Tov poyAéov tr. uoykınav OMA icr. Brinkm. 
9—13 an éàv yàg ... bmeösl&uuev del. ? v. proleg. ad fig. 98 
9 y&e om. M, Paris. suppl. 11: an y&g del? sed cf. Vahlen 
Aristot. poet. p. 128? 7 om. T 9—10 coi Zıovöcov del. 
Brinkm. 10 &nodidoraı codd., correxi 12 f. ueiovt diii. 
15 (rijs mogelag) i inserui ef.lin.? 16—17 acier i 
18 roig AT: rijg G 91 rs AG: óà T 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 401 


ermüglicht. Aber man kann auch, vom Fahren abgesehen, 
die anderen Bewegungen trotz längerer Dauer auf kleine 
Entfernungen ausführen, wenn z. B. die Schnur, welche den 4 
Apparat mit dem Bacchus (s. 8. 389, 23. 391, 4) bewegt, 
5 um gröfsere Wellen geschlungen wird, aber die für das 
Gegengewicht bestimmte um kleinere Achsen, welche mit 
der grófseren Welle verbunden sind, wie wir es schon beim 
| Fahren gezeigt haben. 
XIX Die Hin- und Rückfahrt und die Bewegungen Die Hin- 
i0 am Orte-lassen sich noch anders ausführen. rg 
Es sei nämlich die Mündung des Gewichtskastens 229 TUE, 
«Byà (Fig. 99a und 99b) durch zwei Scheidewände 
der ganzen Länge des Kastens nach in der Richtung der 
graden Linien sf, «9 so abgeteilt, dafs die Schnüre von 
15 unten durch den zwischen den Scheidewünden befindlichen 
Zwischenraum hinaufgehen und nach den Gegengewichten 
geleitet werden. Folgendermalsen wird das Gegengewicht 2 
in dem Kasten «ßs$ sowohl die Hin- als die Rückfahrt 
bewirken und das in 490 die übrigen Bewegungen. Es 
sei nämlich x (Fig. 99a) das am Boden des Gewichts- ^ pi, Aus- 
kastens eff befindliche Loch, durch welches die pbi. iil 
Hirse ausläuft, das in 49y0 aber A. Für beide werde am Orte, 
ein kleiner Schieber (Fig. 99b und 996) gemacht, Figs n 
der sich leicht verschieben läfst. Soll nun der Radkasten 8 
95 hinfahren, so schieben wir den Schieber (S) des Loches x 


2 


e 


oder Übersetzung beim Rade an der Welle Kraft und Last 
umgekehrt wie ihre Radien. 5. Herons Mechanik II 7, Müller- 
" Lehmann Grundrifs der Physik? S. 14. Nun gilt aber auch für 
den zweiarmigen Hebel das Gesetz, dafs sich Kraft und Last 
umgekehrt wie die Hebelarme verhalten. Vgl. auch Herons 
Mechanik I 24. 33—34. S. 175, 15. 188—192 de Vaux. Es bleibt 
also sachlich dasselbe, wenn Heron “Hebel” (= Hebelarme) statt 
*Radien? sagt. Vgl. Mechanik IL 8. Schon Philon von Byzanz 
hatte das Prinzip der Übersetzung in seiner Hebellehre [iv vois 
MoyAıroig]| behandelt. In welchem Zusammenhange Heron es 
erörtert, s. in der Einleitung zu Figur 98. 
1) Die genauere Beschreibung der rekonstruierten inneren 
Bewegungsvorrichtung nebst Figur 990 s. in der Einleitung zu 
Figur 99. 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 26 


402 HP$NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH. 


nopeiav Homosraı xci mv üzozxogsíuv, v Ó& £v mij 
HOTA rag üAA«g xwijGsug obrog* foro yàp To uiv 
ev vÀ zv9uiv. vio ABEZ oVoıyyog voijux, dl oo 
N nEyyoog éxgésu, TO K, vo 0$ £v vij HOT vo A. 
&x«réoQp Ób HAsıdolov yeyovévo Óvvéusvov sóxómog 5 
3 zmugáysoDo.. Óvrav oov uéAAm Xogsdeodaı vd zAwSOov, 
zeoctouev TO ToU K covmáuerog #Asıdolov, Govt 
avoydivar. x«i iva Kun) só9£og ÓouQv A«fóov có 
zAwOtov xwmn9j, 8 T" emágrog yj éx vÀv [zio] 
vooyGv drodıdousvn sig mv Asiav yaAcoudrıov. xal 10 
ÖNAov ÓrL yoóvog Tıg 
EOTAL ANOOTEVTOV 
qudv zoo TOO xwmm- 
Oivcu. TO zAwO9(ov, 
voGoÜrog  Ócov ^v 
To Tijg Ozorov qá- 
4 Acoua. rev Ói den 
orijvaı TO zAwe(ov 
al vàg ÜAdas En- 





; EN Fig. 99a. 
TEeAEOKL XUVYOSLG, ETi 20 


ETITOGEVOUEVOV KÜTOD ONKETOG vic ERLOMdosTeL TO MOOS 
To A xAsvOg(ov xci Avoigsı wurd. x«l zAw, (ve ua 
rogEvouEvov éríga yErnrar xívqGig, Ebsı yéAeaue xol 
€ 2 M ec [4 , » [4 / er 

1 €x Tijg &végug Asiag &xÓtütuévm ondorog, (itg va- 

5 Deioc Eniondosraı xai TO moog v K xAsıdeolov.) el 25 

oUroc Hrnoeraı To zAwO(ov, ai Ó& ÜAAeL Enıtehschr- 
Govv«L Hıvjasıs. Üv«v oov záAuv den dnomogedechen 


bi , 


4 xéygoog AG: xéyoog T &npecı AG: iwoím, m ex s 
corr., T 8 un inserui 9 zio seclusi 20 Erı AG: 
&ozı T 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 408 


zur Seite, so dals es geöffnet wird. Und damit der Kasten 
nicht sofort einen Antrieb erhält und sich in Bewegung 
setzt, soll die Schnur, welche von den Rädern nach dem 
Gegengewichte (G^) 
"Oo —«. geleitet wird, eine 
C | | lockere Schlinge 
ORO ! o1 ^3) enthalten. Treten 
wir dann zur Seite, 
so wird offenbar 
erst einige Zeit ver- 
gehen, ehe sich der 
Radkasten in Be- 
wegung setzt, näm- 
lich so viel, als das 
lockere Stück der 
Schnur betrug. Soll 4 
der Kasten halten 
und die übrigen Be- 
wegungen ausfüh- 
ren, so wird noch 
währendseines Vor- 
rückens eine be- 
stimmte Schnur (I, 
Fig. 99b und 99e) 
den Schieber (S) 
bei A anziehen und 
öffnen. Damit nicht 
noch während der 
Hinfahrt eine an- 
30 | dere Bewegung be- 
tL A as ginnt, so soll auch 
oy | diean das andereAn- 
triebsgewicht (G,, Fig.99b) gebundene Schnur!) (A, Fig.98b 
und 98c) wieder eine lockere Stelle enthalten. (Diese Schnur 
35 zieht, in Spannung!) versetzt, auch den Schieber bei x an.) 
1)In der Rekonstruktion (s. vorn zu Fig. 99) besteht die- 
selbe aus den beiden Teilen d und h, von denen b nach der 
26* 


[911 








Jan 
n 


10 





20 


25 


404 HP9NOZ AAEEANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. : 


to zÀAwVO(ov, évéo« OmdoTog Emıiondoereı TO zgóg TO 
K xAsvOgíov nel dvolke «ovó. x«i obvrog mv drro- 
z0Q&(«v z0UjGETCL. 


IIEPI ZTATON ATTOMATEN. 


XX 000 uiv oov Es zm&gli vv Ozeyóvvov croudvov 
cui roayuarsvdniveı, vouitousv ixevàg Kvsorodpdaı Ev volg 
zooysyoeuuévoug* Kal yàg süxómog x«i Gxwóvves xci 
Eévog moagé và TOO "uv &veysyoeuuévo xomoxeyoot- 
xausv, Og Eorı ÓWjÀov oig zszsugeuévoug TÀv zó- 
TE00V &vaysyocugévov. zegl Óà TÜV HTaT&v cvoud- 10 
vov BovAdusda yodpsıv xewórsgóv vw xol BeArıov 
vv od uv uc x«i zgoóg Oi0ccxcACnv QuGAAOv) 
&ouótov ovÓiv sÜgousv av ozo0 GO(Aovoc Tod Bvtbav- 

2 r(ov &vaysyoocuusvov. Eorı Ó& wödog x«i T, ÖLadeoıg 
tov weol vv Navndıov, Ev N zoAA«( Te nal moınlkaı 15 
d1LaHeosıs Ündoyovoı xoci 0b qe«Aog olxovouoVuEvaL 
zÀ»v vic unyaviig vijg weol viv ’Adnväv' EoywdEoregov 
yao zog viv xev«oxevQv émoujGcro' Óvvorüv yàg NV 





1 ró (ante zoóg) AT: và G 4 inscript. om. M  czóàv ore- 
av Par. 2431 4—452,12 IIEPI ... dielAdccovraı ed. V. Prou 
Les théátres d’automates en Grece p. 206—248 6 dvaysyodp- 
Seu M 8 Éévog: xawóg Diels. sed cf. Phil. Mech. Synt. 56, 23 
ed. R. Schoene — 8—9 xaraneywelnauev R. Schoene in schedis: 
xXotoxeyognxeuev a &ovou Oíjiov voig mereıgausvoıg (vÀYv TE 
$g' quÀv nal av óz0» av H.Schoene 10 an (x«l? z&oL? 

11 govióusQ9« AT: govious)« G: Bovióuevo, Fr. Haase (Ersch 
u. Gruber Encyklop. s. v. Philo p. 432 adnot. 34) énwyod- 
q&w T: Zrı yocgew Prou 1.1. p. 128 tı: Ó$ Prou p. 128. 207, 
qui etiam xeuvórsgov cum o?t0à» iungit 19 u&Aiov inse- 
runt Susemihl Gesch. d. griech. Litter. I, 744 adnot. 190 et Diels 

14 f. (05 u$og 15 vóv AG: xoi T: aut deleri aut in 
«öro (Philoni mutari vult Brinkm. 17 Eoywdsoregav Prou 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 405 


Und so wird der Kasten zum Stehen kommen, wührend die 9 
anderen Bewegungen zur Ausführung gelangen. Soll nun 
der Kasten wieder zurückfahren, so wird eine andere Schnur 
(m mit h)!) den Schieber (S) bei x anziehen und ihn öffnen 

5 (Fig. 99c). Und so wird sie die Rückfahrt herbeiführen. 





DIE STEHENDEN AUTOMATEN. 


XX Mit allem, was über die fahrenden Automaten zu Einleitendes. 
erörtern war, glauben wir uns im Vorstehenden genügend 
befaíst zu haben. Was wir angegeben haben, ist leicht 

10 und sicher auszuführen und ist, mit den Aufzeichnungen 
unserer Vorgünger verglichen, eigentümlich (— neu), wie 
denjenigen bekannt ist, die nach den früheren Aufzeich- 
nungen praktische Versuche angestellt haben. Jetzt wollen 
wir (auch) über die stehenden Automaten etwas Neues?) 

15 schreiben, und (zwar) haben wir unter unsern Vorgüngern 
nichts Besseres und zugleich für den Unterricht Dienlicheres 
gefunden als die Aufzeichnungen Philos von Byzanz. Philo Quelle. 
Den Inhalt des Stückes bildet die Darstellung der Nauplius- 2 
sage; dabei kommen viele und mannigfaltige Aufführungen 

20 vor, die nicht übel in Scene gesetzt sind mit Ausnahme 
der Schwebemaschine (Mechané) mit der Athene. Deren 


Einrichtung hat Philo nämlich etwas zu schwerfällig Philos 
gemacht. Sie hätte nämlich ohne Schwebemaschine Pe 


auf der Bühne erscheinen und hierauf wieder ver- zu kompliziert. 


Hinfahrt abfällt. Die in der Figur abgerissene Schnur muls 
man sich auch über Rollen durch den Schacht geleitet denken. 
Oben von h gehen auch die Einzelschnüre aus, welche die Be- 
wegungen am Orte vermitteln. Bei A ist die erste Spannung 
(bezw. lockere Schnurlage) oben und die zweite unten anzu- 
nehmen. 

1) Die Schnüre h und m treten fast gleichzeitig in Thätigkeit. 

2) D.h. im Vergleich zu unsern Konkurrenten. Vgl. 8.411,20. 
413, 17 ff. 


406: HP9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATYTOMATOIIOIHTIKHZ. 





Fig. 100. 


q00le ungarig pavivaı cóvQv bo tóv zívoxe xc 
\ M , ? - , * \ \ , 
uevà voUro zAw Qqevij yeveodaı' To y&o Go0iov 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 401 


schwinden kónnen. Denn es ist móglich, dafs ihre Figur sich 
in einem Scharniere um die Fülse bewegt, die erste Zeit 
unsichtbar am Boden liegt, dann etwa infolge Anziehens 
einer Schnur aufrecht erscheint und von einer andern Schnur 
3 wieder niedergelegt wird (Fig. 108). Aufserdem hat Darstellung 
6 Philo noch in Aussicht gestellt, es solle ein Blitz in die dones 
Figur des Ajax schlagen und Donnergetöse erschallen; gessen. 
aber er hat nichts darüber vermerkt. Obwohl wir nämlich 
viele Exemplare (seiner Schrift) eingesehen, haben wir keine 
10 bezügliche Aufzeichnung gefunden. Und vielleicht wird man 
glauben, dafs wir mit unserem Tadel Philo verleumdeten, 
als habe er sein Versprechen nicht erfüllen kónnen; aber 
dem ist nieht so. Da er bei seiner Aufführung vielerlei in 4 
Aussicht gestellt hat, so ist dieses Versprechen ihm vielleicht 
15 beim Niederschreiben entfallen. Es kann nämlich ein  Heronische 
Behälter mit kleinen Bleikugeln und durchlóchertem Var Donmens 
Boden sich im richtigen Augenblicke öffnen, die (Fig. 100) 
Kugeln können auf ein trocknes und festes, ausgebreitetes 
Fell fallen und so das Getöse des Donners hervorrufen 
30 (vgl. Fig. 100)'). Auch in den Theatern öffnet man nämlich, 
wenn man den gleichen Schall hervorbringen muls, Behälter 
mit schweren Körpern, damit diese auf ein, wie gesagt, 
trocknes und wie bei Pauken gespanntes Fell fallen und 
so den Schall erzeugen. Die übrigen Einrichtungen, die 
25 bei der Aufführung des Nauplius im einzelnen vorkommen, 
finden unsere Billigung, da sie in gehöriger Ordnung und 
in methodischer Weise von ihm aufgezeichnet sind. Gerade 
deswegen haben wir Philos Aufzeichnungen über die er- 
wähnten Dinge nicht verschmäht. Denn nach unserer Mei- 
30 nung ist es für die Leser am vorteilhaftesten, wenn man 
ihnen einmal die richtigen Angaben der Alten vorführt, 
dann aber das darlegt, was übersehen oder (inzwischen) 
verbessert worden ist. 


a 


1) Dieser Figur entsprechen im wesentlichen die Donner- 
vorrichtungen grófserer Bühnen der Jetztzeit. 





1 dmd T: inte AG 


Sr 


408 HP$9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


«orig Övvardv EoTı z:Qi voUg mzóÓng Ev ywuyAvuo 
x»ivoUusvov TOV uiv zQOTov xoóvov xocvuxsxAuLEVOV 
eivaı, BoTE uj] palvsodaı, énsvvc Ó& Gozeo vxo ozdo- 
TOV TiVOg Eniomaoausvng OÓg80v gpaviivaı xci Av 
[4 \ [ud , M ?! M x [d , 
und Ersoag XxevaxAvOWvot. Er Ó& x«i vozxocyóusvog 
z0g TOUTQ XE0RVVOV zcGtív émi TO Tod Ai«vrog 
, \ - eX / 9 , A 
Endıov x«i Doovtijg "yov YEvsodaı 00 KAUTEXWOLOE 
z0ÀAoig y&Q GVVTEYUAGL NEOLTUYOVTES 0X EVOOUEV 
Todro Avaysyoauusvov. xci iocg Öössı vig Tu&g xev«- 
rosygovrag Tod Diiwvog dıaßaiksıv covóv (g wj de- 
Óvrqu£vov vqv vzxóGysow Anaprioaı' GAR oUx oVrag 
&yeı. z0ÀÀDv Ó&$ obcoOv vOv Ev rjj dıadeoeı bno- 
[4 2 2! ES ? / er 
Gy£6ce0v, long Eiadev corOv Avayodpovra «urn. 
3 , 2 EJ - 2 c € , ? 
Övvarov Yydo £ovw dGyytióv vu év cvTQ 69cLQt€ EXOV 
uoAıß& xci &yov vevovzwWuévov vov zvOu£ve &zocwydte- 
Ha xcvi TOv Ófovr« xcugóv, TE 08 opaıolie Eumi- 
nrovra Oig0fo« éxAoutvg, E08 xol zxvxvj tov 
qyov Tig Boovrig &zo0i0óvet* nal y&g Ev voic Hedrooıg 
er / V ei 3 , 2 - Ej / 
Orcv ÖEN vov OuoLiov mov yevécQot, Gyysio Gzoowyá- 
Sovraı fou Exovre, tva qeoóusve émi Óupb)éoug, Gg 
elonraı, Enoäs x«i z&eogwvvevou£vuo vio Booonc| xe9«- 
zeQ £v TVundvoıg vOv yov üzovsAS. meol de TÜV 
Aoınav vüv Ev vj dıadeosı Tod NovzA(ov xocvà uépog 


' ywou£&vov EÜRQEOTOVUEHR Gg Ev Tabs xoci sousüÓOng 


1 zóÓ«g G: móÓovc T: zóóovcg ex modus corr. A 3 dozto 
suspectum, nisi quid intercidit 7 xoveyóonos à: corr. Prou 
9 x«i (ccg Fr. Haase in schedis Schoenianis: «og à: rang 
Prou: an x«Qg (...,»? . ÓóÉev a: AtEsı Prou 9—10 xara- 
tosyovreg T 13 «ürn H. et R. Schoenii: a«örnv à 14 ord 
R. Schoene Jahrb. d. Deutsch. Archäol. Inst. V, 1890, p. 75 et 
Prou: euro a 19—20 «rooydseraı R. Schoene 1. 1. p. 75 et 
Prou (secundum Paris. 2430?) 21 Emırerauevng M, 12715 
Bvoong seclusit R. Schoene ibid. 





Fig. 101. 


410 HP9NOZX AAEZANAP.IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHE. 


oz cUroU Avaysypauusvov. Oi IN o) zeonvqoduste 
v& oz abrod xeQi Ov eimousv ysyoeuuéva* obrog yg 
vouítousv rovg Evrvpyyavovrag NG usyíovggo GgsAsiag 
Tuyydvsıv, drav và uiv x«AOg omo TOv doyalov eion- 
usva zagauıditaı abrois, và Ób zapetksoonu8évre 1| 


364 GLOOPWGEDE vvyÓvvo xcvoyopt Exo. 


llegi ig vÀv mwvexíov oov xcrcGxsvijg viv doko- 
usda A£y&w. Eotı u&v 00V zt&o& zoÀU vàv braydovrov 
N... nolinoıg dopaksorepa TE x«l Gxvwüvvoréoe xol 
viv Enldsifıv ob dnidavov Eyovoa. 0 0$ mooßAnud 
EOTI TOLOÖTOV, BOTE z(vaxog Eritedevrog éxí vw xióviov 
EVAıvov Ävoydivai TE abrduarov x«l rà iv abro 
. £&oyoagnuéve Yalveodaı xwoüusve z9óg Aóyov Tg 
broxsiıusvng Ove éGscg, nal mAw xAsu.GÜÉvrog AbTo- 
ucrov ÖLayeveoda 6Alyov zavrtAóg yoóvov x«i dvor- 
y9évvog palveodaı GAA« và Ev «OvÀ ysyoauuéva ul 
tig TO Övvarov záAw TE «OrG N vwo abrov xwesictouL 
xci roUro zAw zAsovdxig ysvéaQot, nal ixróg vív 
zuvéxov N unyavag eloou£veg Yaivsodaı xol EpL- 
ayousvag T ÜAkag Tıvag KıvYasıs. 1) ubv 00V ozxó95Gug 
ToLXÓTQ' yagLEortarog ÓS vOv uereystoi£ou£vov 6 yAa- 
Pvowrdınv Ouwtvscw  émwoüv.  Q6vs zootncóus)« 
ulav vràv dLadEsewv, qv udALoTe xoívousv, x«l uev 
.(TaÖTE) Tov xc«v«oxeviv Eupavıodusv' doxécsi yào 


P DEIN , = \ M — > ( , \ 
TEgL &vog zívexog..." ÓOu& y&Q vÀv abrov zéAw cà? 





4 cà om. T 4—5 eoonuéva Prou. sed cf. Dioptr. p. 174,8 
Vine. 5 aut 7 del. aut 7 <maealsıp$evre) vel. sim. Brinkm.: 
f. 1 (Ovoycoóc Qn8évro) vel 7 (Owuoornüivro). cf. Dioptr. 
p. 174, 7—8. 10 5 neparidnter codd. 8 caput ante gor, 
disting. AG — 8—9 f. jj (àv orarav) zoínowg 9 zoíncig (av 
oraerav) Prou 10dmeidavovr AT I2f.relaörov) 1Af.ndAw 
del. 15 f. x«l (mdAw)» 16 Kia rà a: KARA” &vvo Diels: 
f. r& GAAa: GAÀe vww&à vel &AA& re Brinkm. 17 và c)rà a: 


D 
e 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 411 


XI Beginnen wir nun damit, die Herstellung der Bühnen-. 
kleinen Tafeln zu besprechen. Die Anfertigung der oe. 
stehenden Automaten!) ist um vieles sicherer und fis 101. 
zuverlässiger und ihre Schaustellung überzeugender als die 

5 der fahrenden. Die Aufgabe (der stehenden Automaten) ist 

folgende. Man stellt auf irgend eine kleine hölzerne Säule 
(Fig. 101) eine (kastenförmige) Tafel (Spielhaus, Bühne); 
die Tafel soll sich automatisch öffnen, und man soll sehen, 
wie ihre Figuren einem zu Grunde gelegten Stücke ent- 

10 sprechend sich automatisch bewegen. Hat das Spielhaus sich 
dann von selbst geschlossen, so soll nur ganz wenig Zeit 
verstreichen, dann wird wieder geöffnet, und es erscheinen 
andere Bilder. Und wieder bewegt sich nach Möglichkeit 
dies alles?) oder ein Teil davon. Dies soll sich öfters 
wiederholen. Und aufserhalb der Bühnen werden entweder 2 
Schwebemaschinen, die emporgehoben und herumgeführt 
werden, oder irgend welche andere Bewegungen sichtbar. 
Derart ist also der Vorwurf. Je eleganter die Aufführung 
ist, die jemand erfindet, um so sicherer ist er vor seinen 
Mitbewerbern des Beifalls. Wir wollen daher nur eine 
von den Aufführungen zeigen, die wir für die passendste 
halten, und wollen darauf ihren Mechanismus erklären. 
Es wird nämlich genügen, eine Vorstellung zu besprechen, 
die als die bessere erscheint”) Denn es kommt immer 

1) Die Worte “der stehenden Automaten’ sind nach Ver- 
mutung zugesetzt. 
2) Die Worte “dies alles’ sind nach. Vermutung übersetzt. 

Die Handschriften haben “dasselbe’. 


3) Die Worte ‘zu besprechen ... erscheint? fehlen in den 
Handschriften. 


1 


na 


2 


[I] 











va)vo R.Schoene: f. (rdvre) teure 19 aloouevag R.Schoene 
l.l. p. 76 adnot.: &ogwusvag A 20 7 AT: xci G 21 vàv 
om. G 21—22 yAapvowrdınv Riccard. 47 m. 2: yAapvoord- 
mw à 22 zaoc)«cóusfo Brinkm. 23 f. uclıore (&opuó- 
fovcov) £yxelvousv H. Schoene 24 voro inserui. cf. 
p. 406, 2. 430, 25 25 zsol M: zoo a (zog! T) lacunam 
statui. f. mivanog (Aéysw tod Óowobrrog woeítvovog». cf. p. 412, 
16—17: zmívoxog (Ówxcogsiv tod...) H. Schoene: nulla lacuna 
R. Schoene verbum ex &ugpavıoöuev supplet 


XXII 


419 HP9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHE. 


«or& olxovousitaı, naddneo xol émi vv Omcyóvrov 
anedsigauev. 

Oi uiv o)v doyasoı aeyonvrar &mAy vwv Ove £aec: 
&voryOévvog y&o Tod zívoaxog, Epalvero Ev evi zoóc- 
Gzt0v y&yoeuguévov. vobro 0$ rovs 0pQ'eAuoUg éxíveu nau- 
uvov re x«i &vofA£mov zoAAdxig. Orav (8 máAw xA&- 


GOtlc Avoydn 6 zíva£, To uiv zoóccozov obxért &opüo, . 


Eodıa 0$ ysygeuuéve £c tıva wödov Óisaxevecu£vo. xal 
nahıv Orav nAsıodelg &vovyOt,, ÓutOccig KAAN égaívevo 
6o0íov Gvvavanimpoüo« Tovg broxsıucvovg WÖROVg 
vovg EEG, BoTE vQslg uóvov xunjGsg ÓO.«qóoovg éxi Tod 
nivanog ylvsodaı, uliav uev vOv 9voOv, KAAnv 0$ vv 
öuudtov, riv voívqv vàv éxuxoAvzvóvcov. | oi 03 xo 
qu&g wócovsc vc éuefAdxacu sig Tobs zivoxeg dorslovg 
xci xıvjosoı #EXonvrar zoAAcig xcl Gvouo(cug.  xoe90 
ÖE zoosÜcuqv, E08 msgl £vóg mívexog Tod Óoxobvróg 
uou xg&(rrovog. WÖDOg uiv v vevayu£vog Ev «rà 
6 xcr&à vov NoszAwv. và 08 Hark uéoog siysv obvog: 
&vovyOüévrog Ev Ggyij Tod mívexog Epaivero tou 
yeygauusva Od0ex«* Taüre Ó$ dv sig vosig Gvíyovg 
Óvmouuéve: 00V Ói odroı zemowuévoi vàv Aavaov 
Tıveg EnLOREVdbovreg vüg veüg Hal Yırdusvor z&pl 
xodoAriv. Exıveito de Tadre và foi và uiv mgi- 


. Sovra, ta 0i meAÉxcoiwv éoyotóusve, và 0t Epdonıs, và 


0i Kpicı Kal vovzvowg yowusva (aa) vógorv éxoíovv 


6. f. öre 7 f. &vovy eim 8 eis Monac. 431, Argentor. 

C III 6 9 f. üve f. &voiyd ein égovevo M: égaívqro a 
11 vovg Leid. Scalig. 45: roig a 12 Qwocàv T: 909ocov M 
13 reitnv (025 Prou, f. (62) voíznv tr. 14 EußsßAraacıv G: 
EußeßArnacı AT 15 ad @vouoccıg cf. Lob. Phryn. 106 et 
Paralipom. gramm. graec. p. 468 22 rıveg AG: rıvag T 23 
nadtoAnnv Haase et Prou praeeunte Baldio (‘come s’havessero da 


r5 


5 


|. DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 413 


wieder vermittelst derselben Vorrichtungen dasselbe Ver- 
fahren zur Anwendung, wie wir schon bei den fahrenden 
/ Automaten dargethan haben. 
XII Die Aufführung, welcher sich die Alten bedient Antikes 
| 5 haben, ist ganz einfach. Wurde nämlich die Bühne Keen, 
geöffnet, so erschien darauf eine gemalte Maske. Diese 
/ bewegte die Augen, machte sie oft zu und wieder auf. 
Wurde die Bühne wieder geschlossen und geóffnet, so sah 
man nicht mehr die Maske, sondern gemalte Figuren, 
. 10 die nach irgend einem Stücke gruppiert waren. Wurde 2 
' gie abermals geschlossen und geöffnet, so erschien eine 
. andere bildliche Darstellung von Figuren, welche die der 
— A Reihe nach zu Grunde liegenden Fabeln zugleich abschlofs, 
so dafs nur drei verschiedene Bewegungen bei der Bühne 
15 ausgeführt wurden, nümlich erstens die der Thüren, zweitens 
der Augen, drittens (des Vorziehens) der (die Maske) ver- 
deckenden Prospekte. Unsere Zeitgenossen aber haben inter- 
essante Stücke auf die Bühnen (der Automatentheater) ge- 
bracht und bedienen sich mannigfacher, ungleichmäfsiger 
20 Bewegungen. Meiner Absicht entsprechend will ich nur eine 39 
einzige, zu den besseren zählende Aufführung behandeln. 
Auf der Bühne war die Naupliusfabel in Scene ge- Nauplius. 
setzt. Das Einzelne verhielt sich folgendermalsen. Zu argen 
Anfang öffnete sich die Bühne, dann erschienen zwölf 1. Scene. 
25 Figuren im Bilde, diese waren auf drei Reihen verteilt. Sie 
waren als Danaer dargestellt, welche die Schiffe ausbessern 
und Vorbereitungen treffen, um sie ins Meer zu ziehen. 
Diese Figuren bewegten sich, indem die einen sägten, die 4 
anderen mit Beilen zimmerten, andere hämmerten, wieder 
30 andere mit grofsen!) und kleinen Bohrern arbeiteten. Sie 
verursachten ein der Wirklichkeit entsprechendes, lautes 


1) Nach Art der Drillbohrer, s. vorn Fig. 103c. 





condurle al mare’): nadokınnv a 23—24 f. zoífovro, (và 68 
cxezogvi£ovvo,». cf. p. 340, 16 25 x«l inserit R. Schoene 
l.l p. 74 


265 


26525 
26629 


414 HP2NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIHOIHTIKH. 


z0ÀÓv, xcázeo (iv) él vijo | &AuBe(ec y(vowro. ypóvov. 


0i inavod Oi«ysvouévov xAsıodsioaı máAuv Nvolynoav 
ai Yoga, xci qv AA Öuddeoıg‘ ai yàg vig égot- 
vovro xcütAxóusva, nd vOv 'A4yctv. xAswGOtiGOv 
0i xol zíAw  &vowy9suGOv, obötv égaívsvo &v Te 
zivarı zAqv &éoog yeyoeuuévov x«l Yaldaong. werd 
0$ o) moAdv joóvov zegézAzov ci vijeg 6roAodpouodan: 
x«l cL uiv dmexoUmvovro, «i Ob égoívovro. moAAdxig 
zagenoAdußov Ób x«l Ósigiveg Ott uiv sig iv 9dAcc- 
r&v xoraÓvóusvoi, órh Ói Paıvöusvor xo9czeg Ent tig 
aAmdeiag. xevà wngov ÓÀ Epaivsro yeuufowog T) e- 
Aaoo«, xal ai vig Erosyov Gvveyüg. HAsıodEvrog Ö} 
zÀw xci AvorydEvrog, àv uiv zAtóvrov oo0iv Epai- 
vero, 6 0$ NavmAuog vóv zvgoov énoxóg xol 1 "A49«wvà 
TagEOITHOR, xcl zÜo ózig vOv mívcxe dvenaddm, dg 
$z0 TOD zvQcoU paıvoucvng üvo qAoyóg. HAsıodevrog 
0i xal mAw &vovyOévvog, 7) vv veüv Éxzvadig Epel- 
vero x«l 6 Alag vuyóusvog. ... unyaviig vs xal ivadev 
Tod zívexog Einem, x«l Boovriig ysvouévgg Ev „uTo 


€ , \ L4 37 N \ 2 ? , 
TO ZwVv«XL xegovvóg ENEOEV Ei vOv Alavre, x«i Npavi- : 


MN c«ovoO To fgÓiov. x«l obvog xAsuGOfvrog xora- 

^ 35 c - e M sJ 4 s 
GTroognv Eigev O wödos. | 7 uiv oov Oid9toiug dv 
TOLOUTT. 





1 àv inserit R. Schoene p. 74. sed cf. p. 340, 18 et 414, 10, 


' quibus locis yívowo prorsus deest, ita ut yivoıro delendum 
q y p , y 


videatur. 3 &An M: &AAqv a 8 et vjes om. T,, add. T, 


9 nagenoAdußov dt a: f. transpon. 11 xovà Haase in schedis 
Schoenianis: x«l a. cf. p.424,93 19 «( GM: 2AT 12.13 
nAeıodevra et &vouQévro a: corr. Prou et R. Schoene 16 5zó 


à: &zó R. Schoene et Brinkm. ^ geogouévgg (pro ge.) Brinkm. 
18 (7 de Admv& ini» ungevns Diels apud R. Schoenium 1. 1. 
p. 75 ungevn Prou et R. Schoene te: 0? R. Schoene 
20—22 xsgevvóg .. . uo90g alio loco (v. infra ad v. 22) 
iterant omnes libri 20 f£meotv a, (i.e. a hoc priore loco): 


€ 


1 


1 


2 


0 


ex 


e 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 415 


Geräusch. Nach geraumer Zeit wurden aber die Thüren 
geschlossen und wieder geóffnet, und es gab ein anderes 
Bild. Man konnte nämlich sehen, wie die Schiffe von 2. Scene. 
den Achüern ins Meer gezogen werden. Nachdem die 3. Scene. 
Thüren geschlossen und wieder geóffnet waren, sah man 
nichts auf der Bühne als gemalte Luft und Meer. Bald 5 
darauf segelten die Schiffe in Kiellinie vorbei. Während 
die einen verschwanden, kamen andere zum Vorschein. 
Oft schwammen auch Delphine daneben, die bald im 
Meere untertauchten, bald sichtbar wurden, wie in Wirk- 
lichkeit. Allmählich wurde das Meer stürmisch, und die 
Schiffe segelten dicht zusammengedrängt. Machte 4. Scene. 
man wieder zu und auf, war von den Segelnden nichts zu 
sehen, sondern man bemerkte Nauplius mit erhobener Fackel 
und Athene, welche neben ihm stand. Dann wurde über 6 
der Bühne Feuer angezündet, wie wenn oben die Fackel 
mit ihrer Flamme leuchtete. Machte man wieder zu 5. Scene. 
und auf, sah man den Schiffbruch und wie Ajax schwamm. 
Athene!) wurde auf einer Schwebemaschine und zwar 
oberhalb der Bühne emporgehoben, Donner krachte, ein 
Blitzstrahl traf unmittelbar auf der Bühne den Ajax, und 
seine Figur verschwand. Und so hatte das Stück, nach- 
dem geschlossen war, ein Ende. Derartig also war die 
Aufführung. 


1) Der Name fehlt an dieser Stelle in den griechischen 
Handschriften. 





om. a, (i. e. a loco iterato) 21 @örod Aa,: ov0T0 a, ovrog 
a,: oUvo Ób 8, 22 ordinem contextus restituit R. Schoene 
l.l p. 74 adnot. librorum et editionis Parisinae ordo hic est: 
post u$90g lin. 22 sequuntur p. 422, 1—426, 5 (otroe yiveraı 

. oUrag và mivoxi). post mívox. in plurimis libris lacuna 
his verbis in marginibus appositis indicatur: 00% &orı ovveyns 
ó Aóyog ovvog (in aliis verbo Asimeı). tum omnes libri lin. 20—22 
(xsgovvüg imi vóv Alavıe ... wöNog) iterant. denique sequun- 
tur p. 414, 22—420, 21 (N uàv oov Öudheoig .. . dıdoüce). inde 
iam suo ordine libri pergunt: xAsuwQé£vrocg Ó8 xol uev& vocc 
p. 426, 5. vid. prolegomena 


XXIII 


26 


-1 


416 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKH. 


Koraoxsvaßsıv Ó$ Ósi, xc) msg Eyodıbauev, dA(xov 
(v BovAowó vig vOv mívexa zowiv, vuAwuxoUDTOV To 

/ /, / > ‚Su 2 / 
uep&dsı mAwSO9(ov si&avva Ex cavíÓtv éAe«goordvov 
ravv' ahdrog 0$ éyévoav al GavíOsg TTod Extov WEOOVG 


TOD uNxovg TÜV uaxgoTEowv zAsvQOr. c0 Ó& &Óegog. 


Tod nivarnog del xotcouótsuv sig TO zAwvO(ov uéGov, 
Und Ó$ TO HAT u£gog Tod zAwvO(ov Hooaxıov xoiAov 
dnonfeaı dpavks sig v0 ÜmicO9sv uE0og, @ xoa9«guo- 
o69tc.G0v TÜV OvoOv xaraßrjoovraı oi orgogeig Wwijxog 
EXOVTES Gore x«i ToUrov xdvob)sv émuTQspoutvov 
&voíyso9o«t x«i maAıv xAs(soteu. vàg Vous. 

"Eévo oov v0 Hwodzıov éx vv £uzgoctQev HEwgov- 
usvov TO AB, ovoogsig 03 ol & Ov 9vg&v xaraßeßn- 
xórsg oi I, I. obxoüv Edv vig voig yspoiv émwvotum 
Tovg 6TQogsig Ep’ Exdregov uEoog, Avolssı xol xAs(GEL 
as $po«g. (va ovv voUro dıd Tijg Gzégrov yívqvat 
«orÓucrov, EAnousvng «tijo bad Tg Aslag Ev TH OUQUyyL 
0Vong exi Tijo dbauuov, raoatidnur Toig 6TO0WPEVOLV 
ove aAdyıov dpsorara uuxgov vv Grpog£ov vov EZ, 
6rosqóusvov évrógvog. ETEOUTNGE ÖE é£xíviQgov TÀv 
6rgopéov xci Ae«ov ondorov émsí(Aqoe OwurASv xc 
&véf«Aov TávÓs &xÀAWQv sig TO vQUzxqu« xci émíovgov 
uevà xóAA€e évéxgovoa Hal Gz£Aofov cóvov, dGors 
unnerı éxGzücO9ci., GAÀAG uéveww Goeoóvog. voro Oi 
zoujo«g GxoxeréoTgoc TAGS Ggy&g megl vov übova Tov 
uiv are TO II üvoOsv Tod ütovog, mv ÖE xov 


1 óà om. G 2 róv A: vq» GT 3 uey&der: an unneı? 
z1í«c a, corr. R. Schoene in schedis. an praefers nn&avrag? 
4 £»vov: 5 à f. v0 Exvov u£goc 8 &xovig Brinkm. f. 
(i © 13—14 xaraßeßnnorog T 15 zovg AT: vo? G 
16 yevntaı M 19 &gsevóre Haase et Egger (Prou p. 222): 


m 


r5 


5 


5 


<IIT 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 417 


Man muss aber aus ganz leichten Brettern einen Das Spielhaus. 


Kasten zimmern, der, wie wir. gezeichnet haben, so 
lang!) ist, als man das Spielhaus machen möchte. Die Breite 
der Bretter betrage ein Sechstel der Länge der grölseren 


5 Seiten. Den Hintergrund der Bühne (die Bühnenhinterwand, 2 


Schmuck- oder Dekorationswand) mufs man mitten in den 
Kasten passend einsetzen, unter der untern Seite des Bühnen- 
kastens aber einen kleinen Hohlraum?) anbringen, der 


nach hinten nicht sichtbar ist. In diesen sollen, nach- 

10 dem die Thüren verpafst sind, unten die Thürangeln 
gehen, welche so lang sind, dafs sich auch die 
Thüren öffnen und wieder schliefsen, wenn die Angeln 
sich unten drehen. 


Das automa- 
tische Offnen 
und Sehliefsen 
der Bühnen- 
thüren. 
Fig. 1022-8. 


Es sei also der Hohlraum von vorn gesehen aß 3 


1 


2 


2 


a 


e 


(Fig. 1022), die Angeln, welche von den Thüren nach 
unten verlängert sind, y und à. Dreht man nun mit 
den Händen die Thürangeln nach beiden Seiten, so wird 
man die Thüren öffnen und schliefsen. Damit dies nun 
mittels der Schnur von selbst geschieht, dadurch dafs 
sie von dem Gegengewichte auf dem Sande in dem Ge- 


 wiehtskasten angezogen wird, stelle ich quer neben die 


ex 


Thürangeln in geringem Abstande davon eine sich leicht 
drehende Achse e£ (Fig. 102a und 102b). Ich bohrte 
aber in jede der beiden Thürangeln ein Loch (4), nahm 
eine Schnur, legte sie doppelt zusammen, steckte diese 
doppelte Lage als einfache Schnur in das Loch, stiefs 
einen Bolzen hinein, den ich festleimte, und schlofs sie so 
fest ein, dafs sie nicht wieder herauszuziehen war, sondern 
fest sitzen blieb. Darauf legte ich die Enden wieder um 


- 1) In den Handschriften steht “grols’ statt ‘lang’. 
. 9) Darin befindet sich überhaupt die Untermaschinerie. 


ES EN aa a EAT a a a e ELE TLUPTE SUBIUBCEES ES ENREERS URN A SL OO ER 0 


dpsorüre a 20 ivrógvog a: sóvóQvoc R. Schoene. cf. p. 344, 1. 
432, 10 22 rjv ói a, correxi (nisi f. OumAijv, [nei] viv ài 
ivigolov &mAiv leg. Q...» viv àà Brinkm. 25 meol: f. zo o& 
265—206 f. và uiv xarà và I, 4 26 f. rag 0$ «or& và E,Z 
Heronis op. vol. l ed. Schmidt. 27 


418 HP$9NO£X AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ. 


5 r0 EZ xévobtv. vgvamuoeg óuoíog vóv KEove éxccovqv 
&oynv GxéAefov Emiodpoıg &geoóvog Ticlv EV udAc 
Tas ondorovg, viv zur v0 E x«i v0 Z. ai Ö8 

















7 7 
LLL 


VOS ABE CT AYER ABT PUTATE, 









Fig. 102c. 


75 


(Ue BEP RS RT CIR DP UII AES I RT DNI 





PECES 
NON 












xi 
(Ama OR ium cu. "ER TE cmn Werne ae Seem M. 
e u-— a ua ue WA V Um V à veo m ca. 
Cms ams ems cuo La E) DTI ay GUNT AE IN 






j " 
LDITLI 
Br 





III IF 
WZ/ZILZLLLLI 


| 
| 


(oae Ax CLE Ha a MA NND m Lat MM Rem RUE D CON A 


MMPYY/ PA 








N 
N 





N 
R 
N ap uy EU IN AED V AV AJ A07 ED AR EXT 





D 
LU 





LE" 
due — m — € à 


YA 
nun , 
man, ! 
LI--Z 


III FE S3 
mmuf® 
"= 





GzQvou éxLGvQéyovor vovg Groogelig x«i Avolßovaı Tag 
Yvoas. Órav Ó2 mdáAwv tà Evavria émiGvoégo cÓv 5 


1 zo om. T rovnnoas (62?) Óuoíog vóv &Eove (..., tum 
x«l éyxgovcag vel simile quid) £udernv Brinkm. f. (na) 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 419 


die Achse, die einen nach y und à hin!) (Fig. 102a) 
oberhalb der Achse, die anderen nach s und £ hin!) unter- 
halb derselben. Indem ich in gleicher Weise an beiden 8 
Enden ein Loch (a,, a,, Fig. 102b und 102e) in die Achse 

5 bohrte, schlofs ich mit Bolzen recht fest die Schnüre bei 
e und £ (Fig. 102b) ein. Die Schnüre werden die Angeln 






Fig. 102g. Fig. 102 f. 


drehen?) und die Thüren óffnen. Drehe ich aber die Achse 
nach der entgegengesetzten Richtung, so?) werden die (zuvor 


1) In den Handschriften steht: ‘das eine nach yà hin, das 
andere nach e£. 

2) Genauer wäre: 'Gespannt werden die oberen Schnur- 
enden die Angeln drehen (Fig. 1022)". 

3) Die Worte 's0 ... drehen? sind nach Vermutung über- 
setzt, da der griechische Text hier verderbt ist. 








Éxdovqv 2 tıolv &ocoóvog tr. Brinkm. 3 vàv comágrov 
Prou f£ váv ve, f xalb(mrv werk) 4 f. omdoroı vo tion) 
27* 


26819 


490 HP9NOX AAEZANAPF. ITEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


&&ova, *x«l u£vvo, &vetnjoovvo, ... OdEV xAc.aQTjoovva. 
ci Bo.  oUvog oov And WÄg xunjosog due du- 
poreonı ai Yvocı (Óvh uiv» AAsıodNooVraL, Óvà Oi 
dvoıydrjoovraı. (vc | oov Óu& ig Aslag <abröuarov) 
voUro ylvmraı, Evenmga vÓAovg sig vov KEova üvoOstv 
ip óv rà H xocl xívoO:v iq Gv và ©, xol Aefüv 
OTLETOV x«i xcv«usrogocusvog TO uijxog zog NV 
sVoryya Tqv Eyovoav viv véuuov xoi Aslav, Ev ózototg 
Óàv 7 dınoriuasıv, Te &yxóAag. x«l Eorw Gzporog 
uiv 5 K, dyavilvaı 68 oi A. mv zooTQv obv Gyx- 
Aqv mv ano Tod K zegıridmu meol vOv TÓÀOV TOv 
zoGrov vov and Tod E, imi vó H, mv Ó& écouévqv 
&yxÜAqv z&gi vOv ara vÓAov vov © x«i oUvrog EENg 
nous zQo0xoAAQv words zsgi vov EZ Übove x«oó 
[ve] uevà Quvívuc. Eorı Ói xsxeAvuuévov vrobro zcga- 
xóAAWue. Hal TE ze«geycAcoucTu cOTOÓV zo0g TOV 
&&ova sz900x0AÀO0, Vv« un TIıva ocOvOV TERORXPEVTE 
Óvcéoyswuxv zag£yuvet. ÖTav ovv N KoyN vijg ozcotov, 
&p Ns Eorı vo K, éxüsOtion éx ig Aslag &Axwvot 
zig, Avolksı zul HAslocı vov zívPoxe Xodvovg Hal 
ÖieAsliuuere ÖLdoüoe. | 


1 xci uevroi à: f. ai uiv (Tadeioaı oztdoyrov: ai uevzoı M, 


. Paris. suppl. 11 Avsdijcovraı A: Aveydnoovraı Paris. 2431: 


kvorydnoovzaı Prou. — f. (of 0$ orgogpeig nal và Evavıla Enı- 
cTERPNoOVTa:), OUtv 2 &zó: ózó Brinkm. sed cf. p. 152, 6 
3 óvb uiv inserui. cf. p. 488, 2. 17 óvà AG: óvov T 
4—5 ylvnraı <aörouarov) Haase in schedis Schoenianis (cf. 
p. 416, 17), sed transposui. cf. p. 372, 6. 388, 6 8 f. «al (mv) 
9 óc» (= dn &v) Brinkm. coll. Usener Fleck. ann. 1878 p. 66: 
dt àv à 10 f. ayndiaı neomv: & à 11 f. róv (&vo 
vvlov. cf. lin. 13 19 moórov: « à Ent a: f. mgl: émi 
(sive g^) (o? Brinkm. T0: f. TÓv écouévqv A: Émoué£vqv 
Prou: f. &yowsvnv. cf. p. 442,4 15 re a: seclusi. cf. 344,16 
an Eorı . . . maoandAAnue del.? f. r00vo (105 17 zpo- 


r5 


0 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 421 


gespannten, oberen) Schnurenden (an den Angeln) schlaff, 
während die Angeln (jetzt von den unteren Schnurenden 
angezogen) sich wieder (nach der entgegengesetzten Rich- 
tung) drehen, und infolgedessen schliefsen sich die Thüren. 

5 So werden also infolge einer Bewegung zu gleicher Zeit 6 
beide Thüren sich bald schliefsen, bald óffnen. Damit dies 
nun mittels des Gegengewichts von selbst geschehe, be- 
festigte ich oben an der Achse (Fig. 102c und 102d)) in 
den Punkten 4 und unten in 9 Pflócke, nahm eine Schnur, 

10 mals die Länge nach dem Kasten, welcher den Sand und 
das Gegengewicht enthült, ab und knüpfte in passenden 
Abständen Ösen (Fig. 102e). Es sei x die Schnur, A die 
Ösen (Fig. 102f). Nun lege ich die erste Öse von x 7 
aus um den ersten Pflock, von & aus gerechnet, auf s 

15 (Fig. 102d)?), die folgende Öse um den untern Pflock & 
und so alle der Reihe nach, indem ich sie um die Achse 
c£ mit Wachs und Gummi anklebe. Dafs sie angeklebt 
sind, ist aber nicht zu sehen. Die lockeren Schlingen 8 
(Fig. 102f), welche seitwärts (des Pflockes) zu liegen 

»0 kommen, klebe ich an die Achse, damit nicht irgend welche 
davon in Unordnung geraten und dadurch Schwierigkeiten 
(Verwieklungen) verursachen. Wird nun das Ende der 
Schnur bei x an das Gegengewicht gebunden (Fig. 102f) 
und sanft angezogen (Fig. 102g)?), so wird sie die Bühne 

»5 öffnen (Fig. 102a, 102b) und schliefsen und wird so Zeit 
(für die einzelnen Aufführungen) lassen sowie die (nötigen) 
Zwischenpausen herbeiführen. 


1) Fig. 102c und 102d zeigen den Mechanismus bei ge- 
schlossenen Thüren, Fig. 102a und 102b bei geöffneten Thüren. 

2) Fig. 102d ist Anfangsstellung der Achse bei geschlossenen 
Thüren. 

3) In Fig. 102g bezeichnen die punktierten Pflócke 5j, ® 
eine beliebige Mittelstellung. 





«x0AAo T taoayPevra scripsi: raueyPevrav A: magaydEvre 
Prou 19 zig Asiog M, Paris. suppl. 11: 779 Asiov a eig 
(pro £x) viv Aslav Brinkm. 


XXIV 


265°3 


422 HPQNOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX. 


(Tavra uiv oov» obvog yívevet yıvowevng CD) 
vis zooTQs Avoißeng Nuiv ... Lori, müg ... àv To 
river gavijvar Geüux Tertalvovra' megıeupavioaı Ö8 

e Tivi ToÓzQ Tv x(vucw Acußdvsı. dei 00V cà 
uiv &AÀe zévre uéom vüv Eodiov iv và &üdge, Tod 
mívoxog yeypdpdaı Ou éGstg &yovra TIIAVOTETUG, và 
Osfi&g Ó& yeigeg wi] ysyocuuéveg év TO ZXVC«XL, TO00- 
xsig9w, 08 neparivag ib &Aapoiv HEodtav AszTÓg EV 
uch norsıgyaousvas, iva noooriaTa0ı xol umdtv OijAov 
&zóoTQue Eywaı. dei Ób xcl v &ouévit, Ev oig Eoyd- 
Sovrar, xEgKrıva tive, ztQoGxeio9«, Ób iv veig ysool 
x«l Anoyeyokpdaı Tag yeloag óuoyoóovg Toig ÜAkoıg 
Gio. x«l và doukvin, ig zoocijxóv Larıv. 

"Eovo obv 4$ yelo 4 AB. Erovnyoen ov cUT)V 
x«t& vOv Ouov xel Eroinsa vó vovmque TETQÓyOYVOV, 
Og yEyganıaı, x«l Ac[Kov xsodruvov éx(ovgov évijouocc 
eig uiv róv Quov vevodycvov zoujGcg xcl &vexóAAnoa, 
T0 0i Aouzóv TOD émwoUQov GrQoyyUAov nal Asiov as. 
rovajoas Ói xord Tod Östıod Ouov t&dimon rov Ewi- 
ovgor xc«AGg, fog o6 lxgooxe9(om,vó yeolov eig vo 
EndLov. Liv oov xorcAdfousv roig ÓnxvóAowg £x vüv 


1 Kal taöra u&v oov inserit R. Schoene 1.1. p. 74. cf. p. 430, 23 
f. yevou£vnge 2 ài inserit R. Schoene lacunam statuo. 
f. Cbnodsınzeov‘y zs Leid.Scal.45 et Haase: zog à  f.züg 


' XEovi). vel (Ovvavóv Zorıy. cf. p. 354, 14. 404, 18 3 msQt- 


eupavioaı à: zeosugovíce, Haase: f. rgo0Eupavioaı. cf. Philon. 
Mech. Synt. IV, p. 72, 6 ed. R. Schoene zeei ... Eupavioaı 
Brinkm. 3—4 f. óà (dei) 6 mıdavordreg Monac. 431: 
ztUP)evovérog A 7 f. Ceivaı) év 8 élagoóv a: &Aegóv 
(sic, secundum Paris. 2434?) Prou (‘de corne de cerf’), apav 
mendose etiam M, Paris. 2428 et suppl. 11 9 zoonintocı G 

10 ad &v cf. p. 340, 17.412,24. sed v. etiam ad hoc & in- 
strumentale Usener Der heilige Theodosios p. 124 12 öuo- 
Xo60vg AG: óuógoovg Leid. Scal. 45: öuoxögovg T 13 cóuoot: 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 423 

XIV In der Weise also spielt sich dieser Vorgang ab. Nauplius. 
Wir haben nun darzuthun!), wie es möglich ist, auf zig 1054 
der Bühne nach der ersten Öffnung Figuren Zimmer- "nd 103». 
mannsarbeit verrichten zu sehen. Daneben ist zu zeigen, auf 

5 welche Weise sie in Bewegung gesetzt werden. Während 
alle übrigen Teile der Figuren auf der Flüche der Bühnen- 
hinterwand in recht natürlicher Haltung im Bilde dargestellt 
werden, dürfen die rechten Arme nicht auf der Dekorations- 
wand gemalt sein, sondern sind aus Horn und zwar ganz 

10 fein aus leichtem Horn gearbeitet anzufügen, dafs sie sich 
ohne sichtbaren Abstand anschmiegen. Auch das Hand- 2 
werkszeug, mit dem sie arbeiten, muls aus Horn bestehen 
und passend in die Hände gesteckt sein. Die Arme sind 
in gleicher Farbe wie die übrigen Kórperteile?) zu malen, 

15 die Gerüte dagegen in der ihnen zukommenden Farbe. 

Es sei nun ef der Arm (Fig. 103a und 103b). Ich 
bohrte an der Schulter ein Loch hinein, machte es vier- 
eckig, wie es gezeichnet ist, nahm einen Stift aus Horn, 
den ich ebenfalls viereckig formte, fügte ihn passend in die 

20 Schulter ein und leimte ihn fest, wührend ich den übrigen 
Teil des Stiftes rund machte und hübsch glüttete. Nachdem 8 
ich aber eine Bohrung in die rechte Schulter (der Figur) 
gemacht, stiefs ich den Stift ordentlich hinein, bis dafs der 
kleine Arm sich auf die.Figur (auf der Dekorationswand) 

25 legte. Wenn wir nun mit den Fingern hinter der Bühnen- 
wand den überstehenden Teil des Stiftes fassen und drehen, 


1) Dieses Wort ist nach Vermutung zugesetzt. Ebenso die 
Worte “wie es möglich ist’. 
2) In den Handschriften steht ‘Körper’. 


d Gap rav wege)cı 14 T oozQco T abrodg T 16 exspectes 
Öroysyoanıaı. similiter p. 416, 1 Evnouooe AG: £v Nou- 
cuoco T 17 évexóMaoa Taurin. B, 1,18 in margine et Haase 
in schedis Schoenianis: Evenbhvon a. cf. p.424,6 — 18 f. (ézxoínco 
6190y'] 040v 19 an xe«rà (rov) ToU (Endlov) dsEıöv Duov? 
cf. v. 15. p. 424, 4: (v0 $wdıov) xor& vov O. &. Brinkm. ad 
2dioca e ideo) cf. Hatzidakis Einl. in die neugr. Gr. p. 66 
21 oj» om. T 


5 


424 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


Ózic0tv UEEWV roD zívcxog TO OztQéyov TOD émioUQov. 


GTOEPOVTES, KLVNYNOET«L TO ysoíov. Üzog ovv oz tig 
Aeíag c«orÓuorov xKıviraı, od xavovıov TO IA xoci 
Tova& xcvi vo © x«l róv émí(ovgov vOv £x vijg gyeioóg 
Dbregsyovra eig TO ÖMIOHEV uégog voU zívexog évaguóto 
tig TO TOO xavoviov TOUTNUR Gocgórog x«i éyxoAAQ, 
ive xıvovusvov roO xocvovíov vita | x«i r0 zoóg To 
(QuQ. TO Ó& xcvóviov vobvo xcAsiv«, oozANyytov. sig 
r0 Ev oov u£gog Tod borinpyiov rovao«o &fómo« 
Gzgrov x«i éxgcucGe Asiav wuoAıßdivnv vqv I xci 
ozémmíoa émíovgov vz0 TO &400v Tod VozxA«yyog, rO Z, 
iva émoavezxoUNvo, Tod vozAmyy(ov TO (xgov. oUxoUv 
idv TQ ÜcxvóAo xévo B«oucousv To bonAnyyıov xov 
to I'u£oog, uere QuoQnjoevo. To Zl u£oog Gov cj) Ace: 
éàv 0& dguev, Karamsoeiraı El vov éxíovgov éxviozo- 
uevng Tijg Asiag xci wvóqov zoujost. émiódosu Ób Hal 
Tjj yet Tv x(vucwv Ev TQ £uzgoo0sv u£osu voO 
zívoxocg. Vv& oov zvxvOg Hal cOrouétOg Xi, 
zegeríü(us vov LOTEOLOAOV Groeqóusvov z&gl éxíovgov 
éuzezmmyóv« và Eddpsı Tod zívoxog Ggegóvog. £st 
0à Ó &Gvsgíoxog XO006VT« «vr zgoGqvij roóy.Aov vOv 
H, megi Ov N ondorog zegueiAmO cioe zoAACxig Gz0- 
OoO1jcsvau vij Asia, iva Erionwucvn T] Asie xovà wixgov 


émiovQégy vov &ovsQíoxov xal 0 &ortQíoxog vog 0T00- 


6 


oig vov Voninyya xooóg zvxvá. To Óbà £Gyavov 


4 rovzà AG: TQUmTUe T 7—8f. zo moös To Oo (xsolov): 
TÓ Cxeglov v0» wgög r.o. Brinkm. — 9 »:f.fvegov MWI:fE 
11 bz0 Scripsi: &zt a. cf. lin. 12. 15. an rfjg? sed cf. lin. 25 
12 f. EmavanKunTeL «Ent Tovzov) To Tod dorinyylov oov. 
Enavanadsruı T 13 f xovofoorjoouev. cf. p. 96, 4. 158, 13 
Lot, ‚Coregionov viv tr. rov &crtgíoxov (ràv Ey Brinkm. 
21 ooró scripsi: cor & 24 émiovoíge, a: corr. Haase et 
Prou 25 *9Qobsu, à: corr. Prou 


10 


25 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 425 


so wird sich der Arm bewegen. Damit er sich nun ver- 
mittelst des Gegengewichts von selbst bewegt, stelle ich 
eine Latte (einen Hebel) yó her, durchbohre sie bei ®, 
setze den Stift, der von dem AES aus nach hinten de 





Fig. 103b. 


5 die Bühnenwand herausragt (Fig. 103b), fest in das Loch 
der Latte und leime ihn ein, damit sich auch der Arm 
an der Schulter bewegt, wenn sich die Latte bewegt. 
Diese Latte (Hebel) heifst Schlaghölzchen (Hyspléngion). 4 
Nachdem ich dann in den anderen!) Teil des Hebels ein 


1) Nach Vermutung statt des handschriftlichen *einen' 
. übersetzt. 


426 HP92NOZ AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIHOIHTIKHX. 


uégog Tijo omdQrov dyxvioO9iv mgl vüv vAOv TEOL- 
tidereı &p' oo v0 H. Örav tunaerı viv yetoe XVvelot ou, 
GzoG0yu00cicc and Tod vóAov Tmegıyvoin. 

XXV T& uiv zegl&vobg vexvovsiovrag otro (Ev) Ta 
Be TUVOXL (pivera). | vAsıodevrog 0b xol werd ade 5 
Avoıydevrog, Ósi rotg uiv Textovedovrag unser pulve- 

ode, v&g Ó voabg xaOtAxou£vag. 

2 Tiveraı oov xol Todro, x«9üg uAAousv Afy&w. 
óDóviov dei Außeiv Aszvov xal zvxvóv, iGov &yov u£ystog 
TO Tod nivanog Eödpei, voUro 0L yoloavrag OygorárQ 10 
AtvxG yoojwurvío, Vv« sóAUvrOg Övvnteı Gvveıdeiodeı, 
Swypapiocı rag x«0tAxouévag vadg x«l ztoocQévrag zxoog 
TOv zt(vexc v0 u&v ivo ucoog z9oonAGGoL KEVTELOLS TOOG 
To Tod mivanog Émíms0ov om abrv viv Tod mAwS(iov 
wAevodv, zo0g 03 v0 xéávo u£pog Tod 6HoVlov zpooadwa 15 
y«Axobv OfsA(Gxov OV OAov zyog £yovra oUuusrQov, 

3 iva elAoövreg zegl vov 0ffeAtoxov vo 09óviov eis v0 üvo 
uégog ToO zívexog xol Gvoro&vevrsg xcAGg X90 T100- 
uev ózó iv zAtvgOv Tod zAwO(ov x, Or«v BovAo- 


1 róv rvAov M, Paris. suppl. 11: zo? vó4ov a 2 órov a: 
önog àv Prou 3 &zo06yoctt6cc om. T ztQvyvoém &: mwegl 
yvoí«g M, Paris. suppl. 11, Barber. II, 82: eoıyvoing Prou: f. 
megryvoln del. et totus locus sic restituendus est: ürev (à? ó£gy 
umAerı TV xsioe nıvsiodaı, &mocyacÜsice dd Tod vUÀov N 

. &ywóln Ennintery. cf. p. 348, 4. 358, 4. 430, 13 (D^ üvav 


unnerı <xosia 7 » Brinkm. 4 f. uàv Qobv» A. 8 £v et 
yiveraı inseruit Prou 5 de contextus ordine vid. p. 414 et 
prolegomena x«i AT,: om. G: eis T, 9 dei Aefeiv Prou: 


Öichaßeiv à 10 zó AG: có T xgloavrag scripsi: yoloavrsg a 


(xe1jo- G) 11 cvvasictüui M: cvveudijot'a: AT: ao9i ead V G 
12 zoocÜévr«g scripsi: zoocQévrztg a 13 zoocnAóoct scripsi: | 
meoonAoocheaı A »evroloıs Prou: xovroíowg à 15 moooayaı 
Prou: mgooyodyaı AG: meoyodyaı T 18—19 an xero d Ouev ? 
V. p. 428, 7. sed cf. p. 450, 10. 452, 3 | . 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 4927 


Loch gebohrt, band ich eine Schnur daran, hängte an diese 
ein Bleigewicht ı (Fig.103a) und befestigte einen Anschlag- 
stift & unter dem Hebelende als Stütze für dieses. Drücken 
wir daher mit dem Finger den Hebel an dem Ende y 
5 nieder, so wird das Ende d mitsamt dem Gewichte empor- 
| gehoben. Lassen wir es (das Ende y) aber los, so wird 
| ‘das Ende à infolge der Anziehung des Bleigewichtes mit 
lautem Anschlag auf die Stütze niederfallen. Der Hebel 5 
wird ferner auf der vorderen Seite der Bühnendekoration 
10 den Arm in Bewegung setzen. Damit er nun häufig und 
von selbst sich bewegt, stelle ich ein kleines Sternrad 
(Asterískos) daneben, das sich um einen fest in die Tafel- 
fläche (die Bühnenhinterwand) (als Achse) gefügten Bolzen 
dreht. Mit dem Sternrade soll eine Rolle « verbunden 
15 sein; um diese soll die Schnur vielfach geschlungen und 
dann nach dem Gegengewicht geleitet werden, damit dieses 
durch das Anziehen (der Schnur) das Sternrad allmählich 
drehe und letzteres infolge der Drehungen oft auf den 
Hebel schlage. Das üufserste Ende der Schnur wird 6 
20 in einer Öse um den Pflock bei n gelegt. Wenn aber 
der Arm sich nicht mehr bewegen darf!), wird die Schnur 
vom Pflocke abgestreift und fällt herunter. 
XXV In solcher Weise wird also die Arbeit der Zimmer- 2. Scene. 
leute auf der Bühne ausgeführt. Wenn dann ge- I mn 
25 schlossen und danach geöffnet ist, dürfen die Zimmer- 
leute nicht mehr sichtbar sein, sondern man sieht, wie die 
Schiffe vom Stapel laufen. 
Dies geschieht, wie wir gleich angeben wollen. Man 2 
mufís ein Stück feiner, dichter Leinwand (Prospekt) von 
so gleicher Gröfse als der Boden (die Fläche) der Bühnen- 
dekoration nehmen, sie mit einer sehr flüssigen (dünnen), 
weilsen Farbe bestreichen, damit sie sich leicht zusammen- 
rollen läfst, den Stapellauf darauf malen, sie an die Bühnen- 
hinterwand halten und oben mit kleinen Stiften an deren 


1) Nach Vermutung übersetzt, da der griechische Text 
verderbt ist. 


498  HP29NO£X AAESANAP. IIEPI A'YTOMATOIIOIHTIKHZ., 


usüw, (pOuev, &qeüiv Ób v0 09óviov c£cA(conves bad 
Tod Pagovg roO OffA(oxov x«l cvvvówog izstALGGó- 
4 uevov x«Àéym và £v TÓ nivası ysygouufva.  vobro 
oUv bei yEvsodaı xsxAsLouévov Tod mívoxog cOTÓUOTOV. 


Fig. 104a. 


7, 


| " is [27] 
SI 
N 


mUESIXE :e 


erste 
@! 1 


MON 


TONS V 


te 
iz 
G 
Z 
z 
| 
G 
Iz 
^ 15 
IE 
| I 
IE 
NZ 
7 
A. 
r 
27 
-3- 
i- 
z 

- FE 





\ E - \ 
Ev ÖE và mgovréoo dei uévsw qvo GvveLANuévov vo. 
yiveraı ov oUrOg. rcv eilndn x«AGg sig TO vo 
, m m ; 
wEg0g Hal TEedN bz0 iv mzAtvoàv Tod aAımdiov, ozo- 
[4 — / €- A , 
xcv ToU siAQ|uevog ze  «órQ Erovaidm sig v0 &dw- 


| 


- 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 429 


Flüche gerade unterhalb der Seite (Decke) des Kastens 
festnageln, unten dagegen an die Leinwand einen bronzenen 
Rollstab (Obeliskos) heften, der durchweg von mälsigem Um- 
fange ist, damit man die Leinwand (den Prospekt) nach dem 
5 oberen Teile der Bühne um den Rollstab wickeln, sie ordent- 
lich zusammenrollen, unter die Seite des Kastens zwüngen 
und nach Belieben herunterlassen kann. Wird der Prospekt 
niedergelassen, so soll er infolge des schweren Rollstabes 
sich abwickeln und, indem er dies schnell thut, die Bilder 
ı0 auf der Schmuckwand verdecken. Dies mufs nun bei ge- 
schlossener Bühne automatisch ausgeführt werden. Anfangs 
hat der Prospekt oben aufgerollt zu bleiben. Das erreicht 
man folgendermaísen. Wenn er ordentlich nach oben ge- 
wickelt und unter die Seite (Decke) des Kastens gelegt war 
15 (Fig. 104a), bohrte man unterhalb der Rolle, aber dicht 


dabei ein Loch in die Flüche der Bühnenhinterwand und . 


stiefs durch das Loch von der Rückseite der Bühnenhinter- 
wand nach ihrer Vorderseite die Öse einer Schnur (Fig. 104b), 
bis sie in ganz mälsigem Abstande vorragte und durch 
20 einen Nagel festgehalten ward. Wie grofs der Abstand sein 
muís, ergiebt sich aus der Sache selbst. Dann bohre ich 
gerade dem Loche in der Bühnenhinterwand gegenüber an 
der (oberen) Seite des Kastens ein Loch, das breiter ist als 
das untere, und feile es aus, um es zu glütten.) Neben 
25 diesem Loche muís man die Rolle des Prospektes zwischen 
die (Schnur mit der) Öse (und die Seite) zwüngen und von 
oben einen Bolzen durch das Seitenloch und die Óse stecken. 
So wird die Rolle des Prospektes zusammengerollt bleiben, 
da sie von der (Schnur mit der) Öse festgehalten wird. 


1) Dieses Wort ist nach Vermutung übersetzt. Die Lesart 
des griechischen Textes ist unverständlich und scheint verderbt 
zu sein. 





2— 38 &nsumnecóuevov a: correxi 3 »aldıpeı a: corr. Haase 

in schedis Schoenianis 5 f. moöregov 6 f. ov (vobvo» 

1—89 co) zAw$ov ... &reunion eis om. T,, add. T, mg. — ózó 
«ro à: correxi | 


e 


490 HP2NO£X AAESANAP. IIEPI AYTTOMATOIIOIHTIKHZ. 


qog ToU zívexog, xci dG0090*) Ói& roO rovzuorog éx 
Tod Omnio)tv u£sgovg ToO zívaxog eig TO &uzgooUtv 
uéoog &yxóAy Gzígrov, &og uiv zposiys oUuueroóv vL 
dLdornun xci Eniodow dCzxoAqp9y Couoórog. TQA(xov 
0i dei eivaı, abrd TO moüyuc deiksı. sivc xov abrd 
TO Ev TO Eddpsı voUmquc vovzO mz«o& viv zAsvoiv 
Tod zAwwO(tov roUmquc sbgUrsgov roO Ara xol Ówo- 
QuvÀ «OvÓ, Oxcg 'zAs(o. xol 'zegl toöro 'siAqu£vov 
tod 6Woviov Tmegıopiybaı sig viv &yxóAmv xal dı@ocı 


269 0$ rovjmqueríov Tod Ev vij mAevoü nal üvo9tv me- 
6 oóviov dıaoag did Tüg Ayaving. uévsu 00V Gvvsoguy- 


-J 


XXVI 


uévov TO siAqu« Tod O€0víov cvvsyóusvov oz Ovi. 
Ov«v Ó& Ó£m xc«AvgOivea. rà iv vÀ mívexi, xsxAst- 
cuévav rv 9vgàv Erondocı viv Ondorov vx»v no00ÖEÖE- 
uévmv Tjj ztQóvg, Anodsdouevnv Oi sig viv Asia. 
oUrog obv advre và Erınahvntöusve éxoreiro, GyveuAm- 
Oévvo xoci Eis vo émáAAqA« vetüfvva Hal Exacvov 
cUrQv GyxüAqv xci zsoóvqv Aeóv. 000v Ó àv róxov 
xev«Ac(m Ta siA«guéva vOv O80víov, imi voGoUvrov 
Avripocoosıy Gevícw, iva un BAéxqvet. To 08 6avi- 
dıov yiveraı Oz£güvoov rov vov. dei 0b Ev eovÓ 
zoımMocı ErLoTVALov 6TQ0yyVÀAÓyAvgov, va &yn Aslav Odıv. 

Tebvo uiv oov obro yivsraı. xAsıoHEvrog Ob nal 


&vovy9€vrog Tod zíveaxóg pausv uuóiv palveodaı zA)v 


&£gog x«i DaAdoong vyeyocuuévov x«i UETE TEUTE 
zCQUzAsiv TÓg voOg. 


1 de aoristo óO»j9c cf. Veitch Greek verbs* p. 715 zo ex T 
3 dynvins a: corr. Prou — ezégrov Ambrosianus C 266 infer. 


m.2:7:«0& TOU & moosige a: moooyfj Prou: f. zoo£ym 6 rovzó 
Prou: zeürkp (sic) A: vovz&v G: voozquo T 7—8 die- 


oQuvà à: corr. Prou 8 nleio a: f. Acıö z£ol à: f. zeg& 


M 


5 


d DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V, ALEXANDRIA. 431 


Soll aber die Bühnendekoration verdeckt werden, so muls 
man bei geschlossenen Thüren die an den Bolzen gebundene 
und nach dem Gegengewicht geleitete Schnur herausziehen. 
So wurden also alle Prospekte hergestellt, indem sie auf- 
| 5 gewickelt, der Reihe nach oben aufeinandergelegt wurden 
| und jeder von ihnen Halteöse und Haltestift erhielt. So 7 
* . yiel Raum aber, als die Rollen der Prospekte einnehmen, 
is& durch eine Bretterwand zu verdecken, damit sie nicht 
gesehen werden. Das kleine Brett wird über den Thüren 
10 befestigt. Darüber muís man einen Architrav mit rundem 
Schnitzwerk anbringen, damit er einen gefälligen Anblick 
darbietet. 
XVI So wird also diese Scene vorgeführt. Wenn die _ 3. Scene. 
Bühne geschlossen und (wieder) geöffnet ist, so er- Tn 
15 klàren wir, es sei nichts als gemalte Luft und Wasser zu 
sehen und danach würden die Schiffe heransegeln. 


1) Fig. 105c ist handschriftliche Figur und steht vorn in 
den Prolegomena. 


v0Ur0 ex roórov corr. A . regi vO0UTO: ztQÓvnv Prou — f.(v0» 
elAnuwevov. cf. p.434,8: ro elänue Prou: s(Amuévov edit. Paris. 
9 f. (dei) neoıopiydaı (an tantum meglsgyıydaı?) 9—10 f. 
eis vi]jv &ywbAqv nal GvoOtv msgóvqv dıLaocı Ó.& TEVTNURTOg Tod 
&v vij mAsvo& wol uà vg &ywbAne. wevei o)v are. 9 (Oe 
02) xci Prou 10—11 ói vovznruev(ov . . . ài& om. T,, add. 


T,mg.  11—12 GvveGquyuévov T 183 f. zívoxi (Cyeyoouuévo. 
cf.p.428,3 14 f. (der) &nondocı, nisi forte Eromacaı praeferes 
(dnonäceı codd.). cf. Philon. Mech. Synt. IV, p. 66, 1 ed. R. Schoene 

15 &zoósüsuívqv Prou 16 ovrog G: otro AT f. ém- 
woomrovva. cf p. 412, 13. 450, 15 17 xol (ante &£fjg) om. G 

f. (dore) [xol] £x«ovov eovüv 18 Außov a: f. ar (scribi 
poterat etiam [x«l] Erdorov ... Außovrog) 19 s/Amuévo: scripsi: 
tioqnuévo a: elAmuere Prou. cf. p. 434, 8 20 f. (dei) &vvi- 
qQococsuv (an G&vvígoaoos?) &vtwpococov G covícw: an 
covıdia? 21 f.rov QvoOv del. £v oov a: im^ obvó) Prou 

22 an (xo dmso» EmiorbAuov? cf. 350,8 Emuorölıov M,: 
&rtırvlıov a — £qy AG: Eyev T Asiov a: TÓstov Prou 23 oov 
om. A hoe caput non disting. T f. «ol (md 24 &v- 
oud'évvog 0: T unóiv galveodcı R. Schoene (cf. ad 342, 8): 
un &upalvscde: a: undtv Eupalveodeı Prou 


439 HP9NOX AAEFANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX. 


lloujGousv oóv x«i và mzsgl vOóv zAobv obcog. 
EE éx«végov WEOOVS vOv $vgüv z«gà rovg GvQogtic 
&, 6 míva& TONOVS xsvobg xovezspoeyutvovg éx TOD 
xcrà zoóo0sv Ilias dmsgyafou£vovg oiov TAOROTL- 
Ócv. Lv ÖE roig xsevouceGu cvoUroig vzomsqpouyuéve 
vavidıe Exriridereı xcvóvia EXOVTE uéooa vevQéyove 
icóxAsvocm sioyaouéve x«l óp8d, Gv ai yaviaı Eoovraı 
xaradsdsusvar. Eoovraı Ói vobva EAdrve, va ui 
kente Övra ÖLaoropmvrai. Hal HETOdEVv uiv «orOv 
Eoraı TE00RELUEVvE TvonVidie y«Àxü Evroova, oig Ozo- 
#sloovreı EZumveildia, Vv« Dom sÜGrQopu, vobsv 
3 08 TorooyyViAa E£oyaodevra al Adie.. nal üvoOtv 
tig zÀsvQ&g Tod zAwO9(ov TovVandelong bLmdmoeraı, 
Gore un oplyyeıv wire Alav EbAvrov eivaı Tag GvQ&- 
qto09«, TOÓTOY ytvouévov Ósi ycorqv Außovra Aszró- 
rarov TOV (eciuAuxÓv xcAovuécvov &zorsusiv «OvOU TO 
usjxoc, TA(xov v zsQiéym Uwog TO Tod zívoxog éOogog 
&og vOv OÓfoví(ov rv cvvaAquivov x«i 'Gzorsuvóv- 
TOv T0v Öupaiov ToU xcorov zoooxoAAWooL. cOTOv 
zo0g TOv xcvóv« TOv fx Octuóv ToU mívexog, MOTE 
&vrl Tod OuquAo0 vov x«vóvc zQoGxexoAAWoOQL, xol 


obrog vozxoGrQégovre TO ÜNEOEYOV TOÖ zvoxog MEQLE- 


4—5 naoaozadıe Prou l.l p.230 5 éw» edit. Paris.: éx a 
6 oavidın AG: die T,, corr. T, 9 dıiworgepovra T 10 
rooneluseve GM 11 sebovroogo T 12 f. 08 (và wxavóvix 
Eoro) ovgoyyóAa 13 f. diwodnostaı cf. p. 276,6 . 14 Ala, 
L ex sı corr., A: Ae(ev GT óg à: f. vó 15 f. ro?rov (oiv 
ovrog» 16 an oco (pro oózo?) (xovà)» ro uijxog? 17 meoı- 
eye T To Qwog a, transposui . éÓcgovg Prou 18 foc 
Prou praeeunte Baldio (“infino’): óg a 18—19 f. &zovtuóvzo: 
&mzorsuvÓvvog (sic) Prou 19 róv ÓugcAóv ex av Óugoeióv 
eorr. À 21 xoci Prou: 7 à 22 zocrofíqovra A: ómoccoé- 
povrag Prou: &miorg&povra Monac. 431. cf. p. 434, 2. 18 


[e 


5 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS Y. ALEXANDRIA. 433 


Die Seefahrt werden wir nun in folgender Weise dar- 
stellen. Auf beiden Seiten der Thüren neben den Angeln 
soll die Bühne leere, verdeckte, vorn eigens wie für Pfeiler 
(Pilaster) hergerichtete Räume haben. In diesen Hohl- 

5 räumen werden unten versteckt Brettchen niedergelegt und 
befestigt (Fig. 105a), in deren Mitte kleine, vierkantige, 
gleich stark (gleichseitig) gearbeitete Latten (als Achsen) 
aufrecht stehen; deren Winkel!) sollen unten verbunden sein. 
Diese Achsen sollen aus Tannenholz sein, damit sie sich 

10 nicht verdrehen, wenn sie (aus schwererem Holze gemacht) 
zu dünn sind. Unterhalb derselben sollen rundgedrechselte, 
bronzene Zapfen angefügt sein, unter denen sich kleime 
Lager befinden, damit sie leicht drehbar sind. Oben sollen 
die Achsen rund und glatt gearbeitet sein. Oberhalb der 

15 durchlócherten (oberen) Seite des Kastens soll man sie so 
durchstecken, dafs sie keine Klemmung verursachen, aber 
ihre Drehung auch nicht allzuleicht ist. Nach diesen Vor- 
bereitungen mufs man sehr feines Papier von der Sorte 
des sogenannten Königspapiers nehmen und so lang zu- 

20 schneiden, als die Fläche der Bühnenhinterwand bis zu den 
zusammengerollten Prospekten hoch ist, und nachdem man 
den Rollstab (Omphalós)?) der Papierrolle abgeschnitten, 
ist es an die Achse zur Rechten?) der Bühne zu kleben, 
so dafs statt des Stabes die Achse angeleimt ist (Fig. 105a), 

25 und indem man den über die Bühne hinausragenden Teil 
dreht, muís man bei geschlossener Bühne das Papier um 
die Achse wickeln. [Der überragende Teil wird so lange 
gedreht, bis die ganze Fläche der Bühnenhinterwand von 
der papiernen Wandeldekoration verdeckt ist. Das wird 


1) So steht im Griechischen. Man erwartet “Enden”. 
Vielleicht sind aber “die scharfen Kanten’ unten gemeint. 

2) Dieser Omphalös (umbilicus) war ein dünner, auf den 
Rand des letzten Blattes geklebter Stab, um den das Papier 
zusammengerollt wurde. Auch die hervorragenden, durch 
Knöpfchen von Elfenbein oder Metall verzierten Enden nannte 
man Omphalof. 

3) Von der Bühne aus gesehen. 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 28 


2 


3 


n5 


e 


[Li 


434 HPQNOZ AAEEANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


Asiv TOv yaoryv zsol vOv x«vóv« xtxAtLGuÉvov ToU 
zivaxog. [robro 0i émi6voégevon fog Qv émiuxaAvge, 
04ov To é£Ücqoc Tod zívoxog TO xdorm. Eoraı Ö8 
ToUro, E05 v Emil TOV TOD ErE0ov xavóvog vómov £y- 
ylons ... nEniNgWHEva TE x«l obvog, idv vv aAcovdn, 
Gzxoréuvewv.| dei àà bozxoxoAAWGe:! zo Qv &gy5v Tod 
Xcovov x«vóvc GqóO0p« Aszvóv sloyaouévov. Zora obv 
To slAquévov AIR Tov ze«geGríóc xsxovuuévov, boTE 
&vegyuévov Tod zívaxog u) 6odcdeı.  évagrà obv 
ozégvovg AemTüg | elg TO xavóviov Tb zo0c vij doyij Tod 
ycorov zpoGxexoAMuévov ... KLTWHEV TEIL TO muga- 
GvíüLov Tod zívexog, GAAwv Oi üvo9tv mag& TO ozto- 
Yvoıov xci anodidwu sig vóv üAAov xevóva rov dv 
roig &bcvÜuoig uEgEOV. oUxoUv iàv msQutycusv vóv 
xavóve, ENIONKOETKL vig Gmágrovg' éxsuAmthjooveat yao 
ai ondgroı Eimornusvaı slg viv &oyqv Tod ydorov, xol 


e , 


axoAovdmoEı 6 yéoTuc. xsxAsuGuévov oov TOO mzívoxog 
&og voGoUrov EXLoTgEpEodw, fog Qv ÉmwueAvp9y, BAov 
ro &dapog TO ydorn. Zora Ó$ obrog &éo« zul QA«G- 
cov £yov yeyoeuuéve. ive ovv abrdunTog zogey£vivat 
6 Xéovue x«i ig As(ug fegíog émiomou£v«ge veysie 
zUocyoyn) ylivnraı zog To zo0À0 zAij9og vv zAoícov 
raganielocı, Oti zoounyowxoccte rore. 


1 xavóvc a: Gbovo Prou, sed cf. p. 432, 6. 434, 4. 13 
2—6 vo)vo ... Kmorzuvew seclusi — 8 f (o)x) kom — 5f. 
(Os? de To vo) mívowoc Edapog uóvov Eng vàv óQovíov àv cvv- 
euAmuévov TOO ydágrov, Ürev và wovóvi Eyylong,> nenimpwrevaı cs 


nal otrog are. cf.p. 432,171.18 — 8 mapnordda AG: mogecrdóc T, 
Lov supra scr. ead. m. — «exovuuévov M: xsxovuévov à 9 iy 
&orà AT: £v aor G, ex Leid. Scalig. 45 correxi 11 (GAAqv 
uiv» inserit Prou: f. (ziv x 16 &&nornuevaı edit. Paris.: 
é&nvquévos a 18 rocoQro et vocobro Prou f. im- 
ovoegéoU)n (Ó xavàOv) 19 oorog G 19—20 YaAdsons T 


15 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 435 


aber nicht eher!) der Fall sein, als!) bis man der Gegend 
der anderen Achse nahekommt. Es ist aber notwendig, 
wenn man die Wandeldekoration der Achse wirklich nahe 
gebracht hat, dafs man die Flüche der Bühnenhinterwand 
5 nur bis zu den Prospektrollen gefüllt hat.") Und falls 
etwas überschiefst, ist es ohne weiteres abzuschneiden.] 
Man mu(ís aber unter den Anfang des Papiers einen sehr 
dünn gearbeiteten Stab leimen. Die zusammengerollte 
Wandeldekoration sei neben dem Pfeiler (Pilaster) ver- 
10 steckt, so dafs sie bei offener Bühne nicht zu sehen ist. 
Ich binde nun dünne Schnüre an das Stübchen, welches 
an den Anfang des Papiers geleimt ist, die eine unten 
neben dem Pilaster der Bühne, eine andere aber oben 
neben der Oberschwelle und leite sie nach der anderen 
15 Achse auf der linken Seite (Fig. 105a). Drehen wir nun 
die Achse um, so wird sie die Schnüre anziehen. Die 
an den Anfang des Papiers gebundenen Schnüre werden 
sich nümlich aufwickeln, und das Papier (die Wandel- 
dekoration) wird?) folgen. Man drehe also bei geschlossener 
20 Bühne die Achse so lange, bis der ganze Flüchenraum mit 
der Wandeldekoration bedeckt ist. Diese wird (zunüchst) 
ein Bild von Luft und Meer darstellen. Damit nun die 
Dekoration von selbst erscheint und trotz des schwer- 
füligen (langsamen) Anziehens des Gegengewichts in Rück- 
35 sicht darauf, daís eine groíse Anzahl Fahrzeuge vorbei- 
segelt, auch schnell vorgeführt wird, so muís man vorher 
folgende Vorrichtungen treffen. 
Es sei die Bühne, von hinten gesehen, «870 (Fig. 105a). 
Und der obere Teil der Achse, um welche sich die Wandel- 


1) Die Worte ‘nicht eher’ und ‘als’ fehlen im griechischen 
Texte. 

9) Dieser Satz, der fast ganz nach Vermutung gegeben ist, 
scheint, wie der ganze eingeklammerte Absatz, verdächtig. 
S. die Einleitung zu Fig. 105. 

3) Wohl zwischen Leitbrettern (z, z). 





20 &yov G yeyo«puéve, & ex qv corr., A 22 yivercı T 
zAoíov M, Paris. 2432, suppl. 11: mieiov a 
piis 


5 


e3 


436 HP92NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


ec 


7  "Eovo yàg xara vo ÖMLoNEV uégoc qewóusvog ó 
mívet 6 ABI, x«i Tod xavóvog, msol Ov éA(Gceva, 
Ó q&ovuc, TO Uztocvo u£goc é£sA(xvQuv verogvevuévqv 
viv ZH ..., «ci ag0g vóv zívaxa éxávo vàv oozAny- 
yiov xci vÀv d6Teploöxwv TÜV TàÀ qspíu xvwvovrvroQv 5 
&zoGzéo«c wuxooóv nEgıridnu vóuzxevov 10 OK. Zyéro 
0i TO vrÓuz«vov ... xc«và xovo&v UE00g xÓxAc TETOR- 

8 vevusvov ToóyuAov. x«l zsol vOv ütove Tod Tuundvov 
GAÀov negıridnu KEova umgdv zoocGeQ«oórc To ovi 
rov M, Onwg 'cvugvij óc Aue orgapiosteı welfovı 10 
Tvundvo.  xtQutLAYGCg oov Gzáovov eo viv HZ 
&eA(xrouv, bon uéAAsL EEeAloosıv vOv ydoryv, *Üv dzro- 
üíÓcuL ... zmegl Eregov tQÓyiAov ... TO zoÓTo Tou- 
navo Tóv M zeQi&AG vw sig viv Asiav &zoüsüouévqv 

I amogrev' £ovo Oi 7 N. OijAov ovv Ori wuxgóv vig 15 
Gmégrov &AxvGOüeícug Ooxó vij; As(ug m0ÀAU MÉpos TOO . 
yéovov xoi voy émeuAmonosvo.  ü&ov ÖE, iv à Eyeı 
To TUunavov, ... TO IN. xon 0à vobg &oreoíoxovg xol 
TO TÜuzcvov &vsuzxoü(orog xvwesicta.. 

folk distinguit T eroe y&e GT,:om.AT, »ar&om.G 4 f. 
(éyévo,) xai — smo0g à:f moQ& 6 f. megazidnu. ef. p. 424, 19. 
446,4 — 7 f. rounavov (xorü TO) wcrà xovoàr uígog xov- 
Q&v à: xoÓrvegov codex Graecus Baldii 1.1. p. 46 8 zeöyılov 
a: f. &óove 9 GEovo a: f. voóyuov. cf. v. 18. neoagaeörere T 

10 M scripsi: utv a f. ovupvns ov, nisi forte evuqvij oc 
ut glossema ad vroocepwoóvc delenda sunt f. (To) weigovi 
11 2£G 12 f. 1v (sc. orderov) 12—13 f. arodldauı (sis 
ro rdunaevov vr O K,y 13 f. (róv» Ereoov f ics 6TQ&- 


qóuevov) a — 14 uG T 16 EAnvodesiong Prou (c . p. 440, 6. 
452, 4—5): Eugudelons a: Euhudeionn M ueoog A: ueosı GT 
(A sic: udo, incertum propter chartae maculam, utrum uos 
corrigere voluerit necne) 17 f. &neindHeemı — iv à a: f. 
cv o &yev A: f. rogyeı 18 f. gero ins. v8 a: f. OX. 


in codicum figuris litterae axis desunt. JN iam funem significat. 
cf. lin. 15 


491 


Fig. 105a. 
































raa a a a a) 


D 





\ 


EEE ENT TE IE 


° 


N 
\ 
N 
N 
N 
N 


Meer RT 











Fig. 105b. 


XXVII 


211 


2 


3 c 


438  HPSNOZ AAESANAP, IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


O uiv oov zeoiímAovg oUro yivsraı. ol Ó$ ÓzA- 
giveg ÖTE uiv Haraddoovraı, Óórt Ó& PAViooVTEL xou 
vóv Ümoysyoauusvov TQózov.  éx Tijg xívo mAsvoüg 
Tod zxAwwO(ov Tijg zQ0g TO Pmopdxıov Touoouévuo 
uuxoov End vv 6TQogpécv zoAutOv éxmoíqc« ixxomüg 
Gvev&g WoE yougorTqoiorv, Gors dıapalverw sig TO 
OQwodxiov xé&ro. xe«vkAcBov oavida &ygopoe TO ÓsA- 
guvégux, Aline Bovkounı, xci NTEOLETEUOV x«i TEQLEO- 
olvnoa mv éxvóg yoauuiv. Eoro 08 ü£ó»iov Und c& 
oreova Tod ÖeApıvaglov, Ev à Enke neodvnv ci0uo&v 
X«L ... elg T& 6TE0v« Tod Öeigyıvaglov. &oro sig nv 


&xxomv 'óyosusvov && &évóg u£govg voóqyuAog xozso 


To vzoysyoeuuévov: y Ó& éxxomp "| ix Tg mA&voüg 
n AB, ü&ov 0$ 6 I4, voógyuAog 0$ 6 EZ. vovaó obv 
vóv üE£ova Kara Tv Ennommv (xe«víü» TO © xal Eve- 
ange nv mEodvnv Tod ÖeApıvaglov. oUxobv Edv Tig 
neoLdyn TOv TQÓyiAov Tjj yEıol, ÖTE uiv xovoÓUGstcL 
6 deApıvioxog Ada Oi Tijg éxxozijg sig TO PWopKxıov, 
órà 08 Avadvoereı Ev TO mívexi. iva 00v abröuaTov 
(ToÖTo) yYevyraı, Gzíorov AnayrvAmoag TeoLTldmuL 
ztQi vOv TÖAov Tüv Evövra Ev TO vgoyíAo ov Z xol 
neoıeilgag TOv Todyıhov Arodidwur sig nv Aslav. 





1 ob» om. T 5 émoínosv a: corr. Haase et Prou — éxxo- 
z&g Leid. Scalig. 45: éxoz&àg AG: éx mo&àg T 6 ids 
Scripsi: oreyrv&g A 7 ie a: f. nal Anßov — coví(óc à 


covíóu M 8—9 magısgelonon: AT: megL£ggiviod G 10 5 
refer ad á&£&óviov Enno M: £omnío a: f. Evennde. cf. lin. 
15—16 1E CEumemyviov) eis. cf. p. 440, 1 —Éfero $9. 
Prou 12 óyoóusvog Prou ^ oóyuioc: f. voóyiov 14 f. 
<Eoro) N 15 xorà inserui 16 f. ÖsApıvaglov (eis m 
Tod Gbovog Tobmnuc) 17 xevraüvcsrau. GT: vadvoeraı A 

20 ro)ro inserui. cf. p. 372, 6. 388, 6 22 f. (msgQl» vóv 
toöyılov 


0 


m 


20 


| DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 489 


dekoration wickelt, sei mit einer rund gedrechselten Walze £4 
versehen. Nach der Bühnenwand hin oben über den kleinen 
Hebeln und den Sternrädern, die die Arme in Bewegung 
setzen, stelle ich in geringem Abstande eine Welle 9% auf 
5 (Fig. 105a und 105b). Es sei die Welle an der Seite 
mit einer rings gedrechselten Achse!) (o&) versehen. Um 8 
die Achse der Welle lege ich noch eine andere kleine 
Achse?) u, welche mit der Achse (der Welle) fest ver- 
bunden ist, auf daís sie, damit verwachsen, zu gleicher Zeit 
| 10 mit der grófseren Welle sich dreht. Ich wickle nun eine 
Schnur um die Walze «f£, so lang, dafs sie die Wandel- 
dekoration abwickeln kann. Diese Schnur?) leite ich nach 
der Welle 9x?), und ich wickle um eine andere Rolle?) 
(Winde) #, welche zugleich mit der ersten Welle sich 
15 dreht?), die nach dem Gegengewicht geleitete Schnur. 
Das sei v. Es leuchtet nun ein, wenn die Schnur nur 9 
wenig von dem Gegengewichte angezogen wird, so wird 
ein grofser Teil der Wandeldekoration und zwar schnell 
aufgewickelt.") Die Achse, an welcher die Welle läuft”), 
20 sei®) o&. Die Sternrüder und die Welle dürfen sich aber 
in ihren Bewegungen nicht hindern. 
XVII Die Flotte segelt also in solcher Weise vorbei. _3. Scene 
Die Delphine aber werden in der unten beschriebenen ee 
Weise bald untertauchen, bald zum Vorschein kommen. 


T —— - 


1) Handschriftlich: “Rolle’. 

2) Diese Achse ist weiter unten (Z. 13) als “Rolle” (Winde) 
bezeichnet. Die Bezeichnung u beruht hier auf Konjektur. 

3) Im griechischen Texte, der hier verderbt ist, steht statt 
‘diese Schnur’ das Relativum *welche' in Bezug auf die Deko- 
ration. Die Worte ‘nach der Welle #x? fehlen. 

4) Vielleicht ist zu schreiben: *um die andere Rolle (Winde) 
u^? (= Achse u, vgl. oben Z. 8). 

5) Die Worte “welche zugleich’ und ‘sich dreht beruhen 
auf Vermutung. 

6) Richtiger vielleicht: 'abgewickelt". 

7) Dieses Wort ist nach Vermutung gegeben. Im Griechi- 
schen steht ‘hat’. 

8) Dieses Wort fehlt im griechischen Texte. Ferner nennt 
dieser irrtümlicherweise die Achse v& statt oé. 


440 HP$£NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATONOIHTIKHZ. 


6 08 ÓsAguvíaxog obvoc Lumennyaog Loreı sig cvÓv 
(bove óg ... ép. ob 6 K, moóg Öohds Ov và üEowi, 
6 0b I'A4 übov zgóg óg8àg và dmpaxim. 
XXVIII Ilegas ovv éyovvog vo 
mopczmAov  xAtuoO91j60vtcL 
méAuw ci Boni, xai m 
ondorog Einvodeloa«  éx- 
ondosı TO mEObViov x«l 
xorageliheı TO Of óviov, £v 
© Zora 6 NoómAuog ys- y 
yoauusvog 6 vov zvgoov 
qoxcog x«i v) Admva. nal 
&vovy9évtos ToO zívaxogc 
al uiv vig oO palvovrzaı, 
272 à 0b | mposıEnuEVe. Ózjoet 
OB x«i vov zvgGo0v sofvc 
2 dvonalsodeaı. ^ zowuj6ouev 
oov xcl và xc«và rv mvo- 
60V obvog' Eoraı "uiv Éxi 
TOU émioTÓAOv Kal TÜV TQL- 
yAUgov Gocvig éxioxorotoo | 20 
ÓvU 0Aov Tod zívoxog, ijvug Fig. 1062. 
erinahrhpeı Tüv re &beAx- 
TQ«v T)v TOv nepdnAovv Kyovoav x«l v)v ToU zvgog 
zoayucteiav xci viv NG ungaviis Eragoıv, ivo undtv 
TOV TEOEENUEVOV elg TO xovà NO60PEV u£oog toO zíva- 25 





Qt 






EN 
M 

ll 

HARD id 


p 4) 
7177 











10 


15 


1—2 f. cóv (TI) &£ove 2 f. oc (0 voóyiiog» f. ro K. 
cf. p. 426, 2 3 f. (loro cà 1—8 Enondos AG: xol 
ondosı T,, corr. T, 13 o0 AG: ET (&paivoveaı): an otuízi? 

15 xol om. G 19 émiovóAov AG: cvóAov T: imiorvAíov Prou 
28 zvoüg: f. mvoco? 24 Emapaoıv G 25 wovtà zoócO)zv 
AT: xevezoóc)tv G: wdvm zoóc)üsv Prou. cf. p. 352, 8. 432,4 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 441 


In der unteren Seite des Kastens (dem Bühnenboden), 
welche dem Hohlraume angepafst ist, machte ich in ge- 
ringem Abstande von den Thürangeln Ausschnitte (Spalten) 
(Fig. 1062 und 106b), so eng wie für Holzzinken, doch so, 


Fig. 1066. 













[ 
Ü ! 
X har), onem 
! l 
' ! 


& Be IN. RB 


LU 
les 


Fig. 106 b. 


5 dafs sie in den Hohlraum unten Licht lassen. Dann nahm 2 
ich ein Brett, malte beliebig groíse Delphine (Fig. 106 e), 
beschnitt es ringsum und feilte den äufseren Umrifs aus. 
Unterhalb der Brust des Delphins befinde sich eine kleine 
Achse. In dieser befestigte ich einen eisernen Stift, der 


442 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


3 xog qarmraw Oxoc 0i un GAóyog 7 | cavlg Erıneiuevn 
mM), derög moooridera abc x«dzso IM voloxo: và Ö8 
Anohsındusva EXATEIMHEV ATEoVYLa hg Gav(Oog + E&mı- 
pvVeraı ueiavı N dep‘ Tidereı 08 Eyoudım vhs EEsAlk- 
roc«g 7 ungern. Tij; 0$ ungaviig é« Tod GAAov uégovg 5 
N TOD zvgcoO Yiveraı xe«vcGxcevi ToLabın OUGQ. dx 
Aem(0cv  xy«AxOv si move. adden xuoriouov 

4 nöue un &yov, &AÀ& dyavss. Todro 68 dei cvijco. 
óp90v Orion Tijg oRvidog vijg émixoAvxzTOUGQo Hal 
xcmA&GGe«L zog mv zAsvoiv Tod zÀAwO(ov. £yéro O8 10 
to uiv Eöapog To xifWovéguov zog vij oavidı, và O8 
xécue Em BAémov tig oavidog. &u Ói tig üvo mAsv- 
Q&c Tod xiBcov«oíov £xxexóq9e Oz) dıLapalvovoa dos 
Yvois, Bote Or«v AUyvog xcióusvog TEIN slg TO xıßo- 
TegLov, TO Tijg pAoyog auTod Oujxcuv üxgov slg v0 vo 15 
u£oog Tod xiorcoíov dia Tijg bmg. roUrov Ó vzdg- 

5 yovrog 6 Aóyvog broxelodn xcióusvog. AA Ok Asmı- 
dio xcÀxQ TQvydvQ xovezouctousv mv ómáv, Gore 
anoxenheiodeı viv pAdya. mávo 0b Tod xif)oraQíov 
x«l Tijg zexcueGuérog Asnldos Exıridnu Ebouare 20 
TEXTOVUXG Enodterae. obxodv Örav droonden r0 Asmí- 
dıov To nenwunxog mv Ömiv, 1 YADE Tod Adyvov 


1 &mıneıuevn M. (idem proposuerat R. Schoene 1.1. p. 75): 
Erıunneiuevn AT: dmıuması ev weon G (altero xev a manu rec. 
deleto): &mıu<&v)n xewévr Haase: ig^ 7 sivo, Prou 9) prae- 
eunte edit. Parisin. inserui (ézl* un xsıu&vn ed. Paris, ** f. 4 
in margine) 2 mgooridnzeı Prou au AG: HT 3 &mo- 
Aınöusve T 3—4 Emıpdsra a: f. &nıpdosraı (synon. uoAdvo 
450, 4—5): &mıyoleraeı R. Schoene 1.1. p. 75. cf. Dioptr. 188, 12 


12 Bénov T 13 xıßoraglov T mg. (cf. p. 444, 3. 6): «i- 


Bóvoov T: xo (= *froov?) AG: xıßorod Leid. Scalig. 45 
14 sig om. T 16 roöro T f. óà (otros) 18 xor 
zopuctousv AT: xevà mouerítousv G 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 443 


auch in der Brust des Delphins festsitzt.') In den Spalt 
trete mit einer Seite eine Rolle, wie die unten gezeichnete. 
Der Auschnitt aus der Seite (= Bühnenboden) sei «ß 
(Fig. 106b), die Achse yd, die Rolle ed. Ich durchbohre 
5 also die Achse gegenüber dem Ausschnitte bei 9 (Fig. 106a 
und 106c) und stiefs?) den Stift des Delphins hinein. Wenn 
man nun die Rolle mit der Hand dreht, so wird der Delphin 
bald nach unten durch den Spalt in den Hohlraum ver- 
sinken, bald aber auf der Bühne auftauchen. Damit dies 4 

. 10 nun von selbst geschieht, mache ich in eine Schnur eine 

Öse, lege sie um den Pflock £ (Fig. 1062), der sich an 

der Rolle befindet, und nachdem ich die Schnur um die 

Rolle geschlungen habe, leite ich sie nach dem Gegen- 

gewichte. Der kleine Delphin soll aber so in die Achse (y6) 

: i5 eingefügt sein wie die Rolle?) bei x, nämlich rechtwinklig 
zur Achse (yö). Die Achse yd bilde aber rechte Winkel 
mit dem Hohlraume. 

VIII Wenn die Schiffe nun vorbeigesegelt sind, werden 4. Scene. 

die Thüren wieder geschlossen, und sobald die Schnur pn 20d et 

20 angezogen wird, zieht sie den Bolzen heraus und lälst 

den Prospekt fallen, auf welchem Nauplius mit erhobener 
Fackel und Athene dargestellt sind. Und nach Öffnung der 
Bühne sind die Schiffe nicht sichtbar, sondern nur die eben 
bezeichneten Personen. Es mufs aber auch sogleich die 
25 Fackel angezündet werden. Die Vorrichtungen zum An- 2 
zünden des Feuerzeichens treffen wir in folgender Weise. 
Auf den Architrav (Hauptbalken) und die Triglyphen 
(Dreischlitze) setzen wir ein Brett, welches die ganze Bühne 
überschattet und die das Heransegeln bewirkende Walze 

30 sowie die Vorrichtung zum Anzünden des Feuers und das 

Emporheben der Schwebemaschine verdecken soll, damit 
von den eben erwähnten Dingen vorn auf der Bühne 
nichts zu sehen ist. Auf dafs es aber nicht den Anschein 3 


e2 





1) Nach Vermutung zugesetzt. 

2) In. dem eigentümlichen Wechsel der Tempora schliefst 
sich die Übersetzung eng an das Original am. 

3) ‘Die Rolle’ nach Vermutung zugesetzt. 


444 HPQNOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. 


(wevet vv Evaudvov, nal cb9ocg Kvanavdmoereı. ztolv 
0b rà Edauare xcevbüvoi, oo BAémeva,. dj Tod Adyvov 
6 PADE xexovuuérm Ev v& xoraoío: xci yàg EUAwov 





Fig. 1072. 


LITTLE 





WEE. - - — m-— 4. a 


LITTIELLLI III 


DÄDANILAGANRITTAABLARAANTN 


éxvoUguov Es, Ev PovAmusda Teising ndvroden 
zwudsavres Gógerov oma Tv pAoya. iva 0b 5 


e 


&cq«AGg uévg 6 AUyvog iv vÀ xıßorapi@, mtgóvuov 
1 f. sóQvc (rede) — 8 yàg AG: vb T A4 émiobovov AT: 


éníovoor G: f. xAtu€oíov, nisi f. v. 8 xal yào usque ad vers. 5 
pAöya delenda sunt. vid. proleg. ad fig. 107 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 445 


gewinnt, als sei das Brett ohne Grund darauf gesetzt, 
wird ein Giebel grade wie bei einem Tempel darauf an- 
gebracht. Die nach beiden Seiten übrigbleibenden Ecken 
(Pterygia, Flügel) des Brettes werden mit schwarzer oder 
5 mit Luftfarbe bestrichen (Fig. 101). Die Schwebemaschine 
wird so aufgestellt, daís sie sich dicht neben der Walze 
befindet. Auf der anderen Seite der Maschine wird das 
Feuerzeichen folgendermalsen vorgerichtet. Aus Kupfer- 
platten ist ein kleiner kastenähnlicher Behälter herzustellen, 
10 der keinen Deckel hat, sondern offen steht. Man mufs 
. den Behälter aufrecht hinter das ihn verdeckende Brett 
stellen und an die Seite (Decke) des Bühnenkastens an- 
nageln (Fig. 107a). Der Boden des Behälters liege am 
Brette an, die Öffnung aber nach der dem Brette gegen- 
15 überliegenden Seite. Aus der oberen Seite des Behälters 
(Fig. 107b) schneide man eine Licht durchlassende, einem 
Fenster ähnliche Öffnung, dafs die Flammenspitze eben im 
Behälter durch die Öffnung dringt, wenn eine brennende 
Lampe in den Behälter gestellt wird. Nach diesen Vor- 
20 kehrungen stelle man den Leuchter brennend darunter 
(Fig. 107a). Mit einem anderen, dreieckigen Kupfer- 
plättchen verdecken wir von unten die Öffnung, so dafs 
die Flamme abgeschlossen ist. Aber oben auf den Kasten 
und die zur Verdeckung benutzte Metallplatte lege ich 
25 sehr trockene Hobelspüne. Wenn ich daher das die Öffnung 
verdeckende Metallplättchen fortziehe, so wird die Flamme 
der Lampe die Hobelspäne anzünden, und diese werden 
sofort in Brand geraten. Man sieht aber die Flamme 
der Lampe nicht eher, als bis die Späne wirklich anfangen 
30 zu brennen, da die Lampe im Behälter versteckt ist. 
Dieser soll nämlich auch mit einem kleinen, hölzernen 
Nagel!) versehen sein, für den Fall, dafs wir den Behälter 
vollständig von allen Seiten verdecken und so die Flamme 
unsichtbar machen wollen. Damit aber die Lampe im 


1) Man erwartet statt "Nagel' eine Bezeichnung für einen 
Verschlufs, etwa “Schieber” (vgl. S. 401, 25) oder “Klappe aus 
Bronze’. Vgl. die Einleitung zu Fig. 107. 


er) 


XXIX 


218 


446 HP9NO£X AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ, 


EOTW ÜregEyov éx Tod xévo uégovg. 6 Óbk Avdyvog 
é6vo TÜV sig vovg Acuntioag EußehAdlousvov xci zspi- 
vi)euévov wEol zegóvqv. (ve oov zsgl vov xoQxovrc 
x«LQóv coróucrov GvowyOj; TO Asmidıov, mzegovíQnu, 
&Eóviov üztcyov And Tod zvoóg. éx Ói tig AsmíÓog 
aAvosidıov évéwe«g EEednoa sig v0 üEÓviov, Ómcg Orav 
&xiovoogi) TO GEóvLov, HEQLELANDT TO &AvosióLov xol éxi- 
oraontaı To Aenidıov. éxiovoéUsr 05 Óuo(cg vo üEÓviov 
Gz&orog éx vijg Asiag weol vUAOv. £Gvo Ói To AsnidLov 
to A, aAvosldıov 0 zsgl Tobg TVAovg vo B, (£c 8 có 
I, vóAog Ó& To A, ondorog dt 7) meol vóv vóAov v0 E. 

Davevrov Ói TÜV zposupuuévov x«l TOD zvpüg 
&voxocvOévrog, xAsuGOQGceru,. mdAwv 6 mívab. x«l éx- 
Gzoc«oc N ozmáorog viv z&igóvqv She TO Ógóviov, iv 
Q Lore xaraysygauusdvn vj vevayla vüv vov x«l To 
Tod Alavrog to0iov ww«yóusvov. Ev Ó& vd mívox 
pavioeraı 5 Admvü. | Eoreı 0$ y Bícig «OTijg &yovon 
Ev roig nE001x0V0L rózoig vÓAovg. Aal ule uiv ezáo- 
Tog Eysgei abııv Eniomaoauevn éx voU ÖMLodEV ufpovg 
Tod iGyeQíov xovà To Gíxcoue eris" Czx007009065í016 
dE Tadıng AAm zsouxeuuévm nel TO Ooodxiov z&pi- 
dbsı eUTMv, Eng v £A9n imi dv abrov vómov, Ogtv 
eEnAdEV' anooyaodelong 0$ Tadıng AA ondorog ém- 
GzxéGev«L ix TOO &Zuzgoc)ev WEgoOVS Tod ioyoeoíov xci 
otro xotüxAwei viv "A9€vàv. 





3 f. meoövag 5 f. (uixoóv» &zéyov — &níyovva T (quam- 
quam &éóviov, non &£óv«e habet) 6 2Esdvce T 9 (zs0i- 
veUsicc meol. cf. p. 358, 9 10 f. weol vovg r)Àovg del. 

12 caput non disting. a: distinxit Haase zveög: zvoco? Prou 

14 f. xoveootibsr 15 yeyoauuevn R. Schoene vnüv a: f. 
ve@v. sed cf. Philon. Mechan. Synt. IV, p. 98, 32 ed. R. Schoene 

20 f. &zocxyocOsíong. cf. p. 426, 3. 446, 23 24 Zungoodev 
scripsi Schoenium (l.l. p. 76) secutus: ömıodev a 


t5 


0 ^ 


25 


+ 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 447 


Kasten feststeht, rage unten aus dem Boden ein kleiner 
Pflock heraus. Der Leuchter sei ähnlich, wie man sie 
auf die Kandelaber stellt und auf Haltepflöcke schiebt. 
Damit nun zur richtigen Zeit das Plättchen sich von selbst 
5 öffnet, stelle ich eine kleine Achse (Rolle) in geringer Ent- 
fernung vom Lichte auf. An die Metallplatte knüpfte 
ich eine kleine Kette und band sie an die Rolle, damit 
das Kettehen sich rings herumwickle und das Plättchen 
anziehe, sobald die Rolle sich dreht. Eine vom Gegen- 
10 gewichte aus um einen Pflock gelegte Schnur wird in 
gleicher Weise die Rolle drehen. Das Plättchen sei c 
(Fig. 107a und 107b), das Kettchen um die Pflócke!) B, 
die Rolle y, der Pflock ó, die Schnur um den Pflock ez. 
XIX Sind nun die oben erwähnten Personen erschienen 5. Scene 
— i5 und ist das Feuer angezündet, so wird die Bühne Eee: 
wieder geschlossen. Dadurch, dafs die Schnur den Fig. 1088—e.2) 
Bolzen herauszieht, wird sie den Prospekt fallen lassen, 
auf welchem der Schiffbruch und schwimmend die Figur 
des Ajax dargestellt ist. Athene wird aber auf der Bühne 
20 erscheinen. Ihre Basis soll an den entsprechenden Stellen 
Pflöcke (Fig. 108a und 108c) haben. Eine Schnur (s) wird 2 
die Figur der Athene?) hinten von der Hüfte aus anziehen 
und aufrichten, dafs sie im Gleichgewichte ist. Wenn 
diese Schnur aber abgelöst ist, so wird eine andere, welche 
35 rings um den Hohlraum liegt (c; Fig. 108b), die Athene 
herumführen, bis sie zum Ausgangspunkte zurückkehrt. 
Ist diese Schnur aber abgestreift, so wird wieder eine 
andere (e) die Athene auf der Vorderseite der Hüfte an- 
ziehen und so niederlegen (Fig. 108e). 


ej 


i 


1) Vorausgesetzt, dals die Worte echt sind, ist wohl an 
die Pflöcke oder Zapfen am Schieber und an der Rolle zu 
denken, an denen das Kettchen befestigt ist. 

2) Die genauere Beschreibung des rekonstruierten Mecha- 
nismus sowie Figur 108a—e s. vom in der Einleitung zu 
Figur 108. 

3) Diese hat man bis jetzt vornüberliegend zu denken 
(Fig. 108 a). 


XXX 


[E 


3 


- 


448 HPRNOZ AAEZANAP. IIEPI. AYTOMATOIIOIHTIKHZ. 


Aoınov O£ Eorıv uiv Öımynoaodaı, Tivi TQÓzQ 


Ó ve xsoavvög iv vd mlvanı neseitaı x«i vo voU Alav- 
vog foiov dpavıodmosraı. ylveraı oov xol tara, 
xccdzto uéAAouev EEnyelodaı xevü wEgog.  Ozov To 
Eöapog Tod mívaxog, ove, ysypeuuévov TO ... GoOwov: 
nor corov 68 £Gvo fxxom?) Er Tjj üvo mAsvgü& voO 
zÀAwS9íov zexowu£v xci Ev vij adro, xo dme nal Emi 
vÓv.ÓsAgí(vov dóqAóG«usv. xararelvovra obv &% vijg 
M - M 4 - x , 
üvodev mzAsvgüg Tijg Éxxozijg Yoodal Óvo Asmrörareı 
m 2 \ , ? , er , a \ 
vOv eis vàg ocußv'xug iufeAAouéveov fog x&vo sig TO 
9wpdxiov Ou ig vo obong ixxomijg. iva de &v vÓ 
voloxw 6. rerautvar, naddmrovrar eig noAAdßovg Oo 
ix Tod üvoS9:v uloovg, Vv« Eriorgspousvov vüv xoà- 
Adfcov rov vrícw Eywow. Eysgdev Ó& oavidıov Aezrov 
M e e - 32:58 \ M 2 m p 
xol vzóumuxeg, (ovs yoQsiv abro dLd vüv cxxomüwv &U- 
xómeoc x«l cvuglv ix Tod UOmsgüUgov un UOmsg&yswr 
word r0 breodvgov sig róv mívexe' vovaydev Ói Óvel 
rovzYunsı xcvi wijxog zsQuACu re. TE Kogddg £mu- 
ospoig* zpoGxoAAGreL 08 x«l Ómucütv Tod dovid(ov TO 





1 caput distinxi: non disting. a — Tjuiv AG: 7) uiv T: &uol M 
2 à v: Brinkm. et Prou: óze a 4 Eimyrodar G 5 £0a- 


gos G: üg (— Epos) A: po T f. vó (ro) Alevrog». cf v.2. 
p.446,16 6 oóróv a: cóvó Haase, sed non opus est corrigere, 
si Aiacis nomen additum erit  f. £v (re) 10 &ußvnes a: 
corr. Prou (cwuflóxeg voluerat etiam Haase in schedis Schoe- 
nianis, sed rursus delevit): &umvxeg Parisin. suppl. 11 in marg. 
et Ambrosianus C 266 infer. supra scripsit 11 $weod»xwv G: 
ódxiov AT f. &unomig (xoi víjg «cro 19 vaícxo: an 
zívowL9 Tterayueveı à: corr, R. Schoene in schedis suis 0vo 
scripsi: c a: “f. f? Parisin. suppl. 11 in marg. 14 ordow 8: 
corr.R. Schoene — 2ysoQiv: dgyacdtv Prou. cf, p.432,12 f. i 
Est) 16 f. ix (Tod dvo uégovg» Tod ozsoO oov 18 megı- 
Aaußeveı a: megıhaußdveıw Prou 18—19 f. émioógowg (mooc- 
nynvAouevag)' 19 v0: f. vu (miorvoudrıov) ef. Dioptr. 
188, 19. 20 


DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 449 


XX Schliefslich haben wir noch auszuführen, auf 5. Scene 
welche Weise der Blitz in die Bühne schlägt und Shut) 
die Figur des Ajax verschwindet. Dies geschieht 
nun, wie wir gleich im einzelnen erklären wollen. Wo der 

5 Boden (die Fläche) der Bühnenhinterwand ist, soll die Figur 
des Ajax") (auf dem dritten Prospekte) gemalt sein. Ihm 
gegenüber sei in der oberen und unteren Seite des Bühnen- 
kastens ein Ausschnitt gemacht (Fig. 109), ähnlich wie wir 
ihn bei den Delphinen?) beschrieben haben. Man spannt nun 2 

10 von der oberen Seite des (oberen) Spaltes zwei sehr feine 
Saiten von der Sorte, wie man sie auf die Sambyken ?) zieht, 
bis unten in den Hohlraum durch den oben und unten*) 
befindlichen Ausschnitt. Damit sie im Tempelchen (d. i. auf 
der Bühne) straff sind, werden sie oben an zwei Wirbel ge- 

15 knüpft, damit die Drehungen der Wirbel ihre Spannung 
bewirken. Man richte aber ein dünnes, längliches Brettchen 3 
so auf, daís es leicht durch die Spalten geht und auf 
seite der Oberschwelle der Thüren aufgestellt über die 
Oberschwelle selbst nicht nach der Bühne hervorragt. Hat 

?0 man dann zwei Lócher der Lünge nach hineingebohrt, so 
umschlefst es die an Pfílócke geknoteten?) Saiten. Es 
wird auf der Rückseite des Brettchens ein dünnes Blei- 
plättehen °) befestigt, damit das Brett (eine gewisse) Schwere 
hat. Führen wir nun mit der Hand das Brettchen oben 4 

25 durch die Spalte, so wird es (bestimmt) in senkrechter 
Richtung über die Bühne nach unten fallen, weil es ja 
rings an den Saiten geführt wird. Diese Saiten streicht 
man schwarz an, damit sie nicht sichtbar sind. Das untere 


x9 





1) Dieser Name ist hier nach Vermutung zugesetzt. Eben- 
so ist das Eingeklammerte wie sonst erklärender Zusatz der 
Übersetzung. 

2) Vgl. oben S. 443, 3. 

3) Das sind harfenartige Saiteninstrumente mit sehr dünnen 
Saiten zur Erzeugung hoher Töne. 

4) Die Worte “und unten? fehlen im griechischen Texte. 

5) Handschriftlich: *umschliefst die Saiten mit Hilfe von 
Pflöcken’. .. 

6) Im Texte steht nur ‘Blei’. 


Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 29 


450 HP9€&NOZ AAEZANAP.IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKH. 


4 tuoAıßidıov Aszvóv, Onog Bdoog loyn. éàv oov &ycusv 
274 vj) ysıol | TO oavidıov vc Ot& vij éxxozijg, Tdnoneon 


did Tod zívaxog qsgóusvov ógUóv, (Gg v zsgi vg 
yoodds negıxeiusvov. ai uiv obv yogÓcl weiavı uoAU- 
vovraı, Vvc un OMAaı cu TO Ó$ vozoc«víOiov £x uiv 
TOD xv uégovg yovGooUr«. xci Asıoüteı wg udAıore. 
ix 0i voU üvoO9sv bzoyoágsraí vu mvgosiÓfg, (g mV 
voU XE0LVVOd Pavraoiav moLElv.  qégevou Ó& coUco, 
Ü WEN, xcvi uEoov TO Co0Lov, (g vsrcuévau si- 
OTGV, WgpeU T], u 6 , QS p 
Giv ai gogÓ«(. voUro bt (vo uEveı zsgovío xgoroU- 
/ M NU rn / er er m 3. 
UEVoV, KAHETEO Aa vc ÓQU0viC, ONWG OTEV xoDijxov N, 
N 6máorog ENLIONKORUEVN TO MEOOVIOV Qíyy vOv KEQRV- 
vóv. To EWdLov MEOOVTog ToU HE0RVVoO Apaviterau 
oUvog' Eotıv ETE00V Ótóviov MENomMUEVvov KadEnEo xol 
và AA« TO Eninahöntovre, umgoV be, dg cUTO TO 
, 2 , \ bl [4 2 \ , ! 
Eodıov Eninaddınreı TO OO9óviov. &v Ó& rovro YE- 
yoanıcı OAcGo« Óuo(c Tjj megieyodvon vO Ewdıov xol 
và xÜucvc. xci si Tı (AAo gouvóusvóv Eortı TÜV &£y- 
y&(tov, ztQoGuzovevéuwvci, Ozog &muxcAvgpUtcvrog voU 
Co0íov ro Touoıov. xci Ex vüv Ömıodev dei To Ó9ó- 


1 wol ßiöıov AG: woAvßidLov T: uoAißdLov M: f. worößdLwov 


avr duc vig Qvo Ennonüjs dmoneon a: dmoneoeitaı Prou: 
f. (o? un ow» dmoneon 3 àv: &vo Leid. Scalig. 45 6 x«l 
Asıoöreı om. T,, add. T, 7 &noyocgsror Prou 9 ceroyu£- 


VoL à: COrrexi 10 ueveı R. Schoene. cf.p. 430,11 (an wevei £2): 
PAeneı 8,:00£. 1442. 130711 xo ijxov G: xoxo AT N AG: 
qv T 12 Inioxosopévg M: drıoauevn à z£oÓóviov G: zt&9ó0- 
ouov AT 13 v0 (0' Alavrog) Prou: f. ro (085 16 &nınadd- 
apnraı Prou: Enıinaldypereı à — vo$vro G, Ambrosian. C 266 inf.: 
vov À: x00 MT 17 (55 Qococ. Prou 18—19 "REP. Egger 
(apud Prou p. 247 adnot.b): &yyslov a: f. Eyyıov 19 f. (xal 
TOUTO) MOOCANOVEVEUNTL. cf. p. 342, 22 mgoamovertungeu 1 
Orwg à: obras Prou Usados: ex &zoxcAvgtévrog corr. T 
20 f. ro (Uoeue 5» Ouotov. cf. p. 854,5. f. Óniotev (usodv. 
cf. Dioptr. 188, 19. sed v. supra p. 416, 12 ee Prou: dd a 










—— NS lu 
—— T. he 


1 ! - TEEN, 
ZZ Lu" DER. dur Ka 


452 HP9NO£X AAESANAP. HEPI AYTOMATOIIOIHTIKHX. 


viov óuoícgo PaArooosdEi KE@ULTL TOO0ENOKEYVEBOHAL. 
iva 0$ EnıxoAvntousvov undaudg qoevijj TO Óó9óviov, 
Eotıv (vé Gvovsóvoeuuévov xci xocrsiraL vzx0 vio Mig 
ztgóvQo, oq" dg x«i 6 xegevvog xouvtiveu, Bote éÀ- 
xvGüsícns orig pe Te TOv xtQuvvov £veyÜ ivo, Emi 5 
to Eodıov xcl HaAvpdivaı coro omz0 Tod ÓOtov(ov, 
Qovc ÓOoxsiv mAnyEv abTO Oz0 TOD xcgovvoO Qoovíctro. 

Ta uiv oov Kara vov zívoxc oUvog oixovousirct. 
ópoícg Ó& xci ai Ev voig Swdioıg x«l eL vijg mogeiag 
Kıvmasıs Óu& ToLoUTOV OÓgycvov zücci. Yivovraı, Ot 1 
TE nivonss navrss Ouoíog HL vroUrov olxovouobvra«,, 
zAmv OvL ... Ó,cAAcGGOVTOL. 


1 €«A«ccotiós? Monacens. 431: 4«eA«ccotióij A 3 Ave- 
ozooupévovr Prou 10 f. votoóvov 12 (uto ÓwAAdocovcat 
Prou: f. <roig uó901g». in calce omnium codicum Asieı legitur, 
sed iniuria 





1) Dies Wort ist nach einer Vermutung übersetzt. In den 
Handschriften steht: “sieht nach oben’. 

2) Der Satz beruht in dieser Form zum grölsten Teile auf 
Vermutung. Statt “etwas vom Lande’ könnte man auch “etwas 
von dem in der Nähe Befindlichen, etwas aus seiner Umgebung? 
vermuten. 

3) In den griechischen Handschriften steht am Schluss 
ohne Grund: “Unvollständig’. 





DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 453 


Ende des Brettchens glüttet und vergoldet man auf der 
unteren Seite so viel als möglich. Auf den oberen Ab- 
schnitt malt man ein flammenartiges Bild, dafs es die 
Vorstellung des Blitzes erweckt. Läfst man dieses Brett 5 
5los, so fällt es mitten auf die Figur, da die Saiten ge- 
spannt sind. Das Brett bleibt!) aber oben, wenn es 
durch einen Bolzen festgehalten wird, wie schon die Pro- 
spekte. Dies geschieht, damit die Schnur im richtigen 
Augenblicke den Bolzen anzieht und den Blitz schleudert. 

10 Hat der Blitz eingeschlagen, so verschwindet auf folgende 
Weise die Figur (des Ajax). Es ist noch ein anderer 
Prospekt vorhanden, der zwar ebenso wie die übrigen 
gemacht, aber schmal ist, damit der Prospekt blofs die 
Figur des Ajax verdeckt. Auf diesem sind die See gemalt, 

ı5 ähnlich dem (früher erwähnten) Meere, welches die Figur 
(des Ajax) umgiebt, und die Wogen. Ist noch etwas vom 6 
Lande sichtbar, so ist auch dies dazu genommen, damit 
abgesehen von der Verdeckung der Figur (des Ajax) der 
Prospekt unverändert erscheint.") Auch auf der Rückseite 

20 muls der (schmale) Prospekt in gleicher Weise noch mit 
Meerfarbe, bestrichen sein. Damit man aber in keiner 
Weise es merkt, wenn der schmale Prospekt darüber ge- 
deckt wird, so ist er oben zusammengerollt und wird von 
dem einen Bolzen gehalten, von welchem auch der Blitz 

25 festgehalten wird. Wird dieser Bolzen daher gezogen, so 
schlägt der Blitz zu gleicher Zeit in die Figur, wie die 
Figur von dem Prospekte verdeckt wird, so daís es den 
Anschein gewinnt, als sei sie wirklich vom Blitze getroffen 
und verschwunden. 

30 So setzt man also die Vorgänge auf der Bühne in Scene. 7 
Ebenso führt man durch solche Vorrichtungen sümtliche 
Bewegungen der Figuren sowie die Bewegungen vom Orte 
aus, und die Automatentheater werden alle in ähnlicher 
Weise durch diese Einrichtungen in Betrieb gesetzt, nur 

35 dafs sie (in den zu Grunde liegenden Fabeln) von einander 
abweichen. ?) 


i DAT Y n, (s "TN . A I SV. TS EES 
5.3 e # A Lu Ó 
? Ü ' 
TN x wj s x R AL / NP TY “4 - í n 
Er. | *4 e CLP U Ian "AMO 4-15 N 
"IR IE RATE j 
T4 A ve , "RN 
"MAP, CUT I magn oL 
- I Yl 1 [ 


? ? 
^ 1 ? H 
i 
« 7 ! 
« 
" 
" Al #13 
4 i 
LU I7] j n H 
j 
' 1 
! ri 4 
' s 4 
^ , * 
v t 
k t * 
2 - , ] 
n 
à L 
' D 
! 
4 ! 
, r 
[ I í 
/ 
LU , k^ 
4 * 
' 
3 « 
> n 1 3 i 
j 
T i 
er i u " 1i 
r * rm | 
4 " 
> 
€ 1 4 TT ar 
e dy un YS 1 Au 
* 
d Jy T1744 TT 
7 
L] 
; v) : , 
' 
v ' a 
" LAS 
' IinMI i 
i " 
L- Y VOyN í 
; i n7 x tin 
) * , r 
FE * [^ 1:M I 
' AE . 
ET. v ] "NN Rd 
e 2 1d (x 
, * 
LN 
3 ON 
| " 
. 
^ 4 . Pi 
s, v. i i 





APPENDICES: 


HERONIS ALEXANDRINI DE HOROSCOPIIS 
AQUARIIS FRAGMENTVM 


PHILONIS BYZANTII DE INGENIIS 
SPIRITVALIBVS 


VITRVVII POLLIONIS CAPITA QUAEDAM AD 
PNEVMATICA PERTINENTIA 


IIEPI TAPIQN OQPOXKOIIEION 
FRAGMENTUM.) 


. Ozrog ovußalveı xc9' óucAqv QUciww tOnrog éx- 
ee Außeiv 1g0)vov, re 00« e "Hoa Ó umgevındc 
&v roig llegi v$OQícov (gocxozsíov Edidake. 
 Keveoxevdtevat yàg Gyysióv vv Éyov bmw bg àv 
„Aebvögn, OV ng Óu«AOG, óc Edog, Övvereı To Gong 
Exgeiv. Oztg TQONLTUORENÖBBER nv py ijo EXOVCEDG 
&yov Ors noßrov éx Tod Öolkovrog 6 ljALog 2 zoOTQV 
&xTivo Adds El. x«i v0 Qebcav ÜÓcQ Ev Q y X06vo 
6 OíGxog ózig rüv Ógífovra yivercı puAdtrereı qois, 
eita TO épebijo Ev An TE vvy9quufoo u£yoi vij ripa 
&vaToAijo óucAQg xal GvexAsízmvOG Hal GxcUGTOG Qviv 
Ev évéQO Gyysíp' xul vo Qebcev TapausrgsitaL, zoGc- 
mAcGióv Eotı Tod xcvà viv &vevoAqv Anpdevrog ÜOuvoc: 
x«i roUrÓ' quow “Zora àvdAoyov vQ goóvo' xol eg 
ro U0cp zog TO Uc, oÜrog Ó oóvog zpóg rv 
X9óvov." 





1) Exstat apud Proclum Diadochum Aypotyp. astron. ed. 
Basil. 1540 p. 42, ed. Halma p. 107. 


5 Óoíov dpgooxoztíov Paris. ond 2363 (s. XIV?). 
2392 (s. XV) secundum Halmam. cf 2, 18: $ógocxoztíov ed. 
Basil.: öögeiov Papp. p. 1070, 2 Hu 7 xAewióoeg codd. — Fog 
écrí codd. 8 nuraorevdterui codd. 10 ó YArog codd.: om. ed. 
Bas. 12 eit’ igstijg to ed. Bas. 13 an «eL dnravctog del.? 

14 x«l ró om. codd. 


5 


1 


e 


15 


20. 


ÜBER WASSERUHREN. 
EIN FRAGMENT. 


Wie es möglich ist, auf Grund eines gleichmäfsigen 
Ausflusses von Wasser einen Zeitabschnitt zu bestimmen, 
dazu führen wir alles an, was schon der Mechaniker 
Heron in seiner Schrift von den Wasseruhren!) gelehrt hat. 

Man konstruiert nämlich irgend ein Gefäfs mit einer 
Öffnung wie etwa eine Klepsydra, mit deren Hilfe das 
Wasser, wie gewöhnlich, gleichmüísig ausströmen kann. 
Dieses Gefäls richtet man vorher so ein, dafs es mit dem 
Ausflusse beginnt, sobald die Sonne vom Horizonte den 
ersten Strahl darauf wirft. Und das Wasser, welches in 
der Zeit ausfliefst, in welcher sich die Sonnenscheibe über 
den Horizont erhebt, wird gesondert aufbewahrt, darauf 
in einem anderen Gefüfse das Wasser, welches fortgesetzt 
am Tage und in der Nacht bis zum andern Sonnenauf- 
gange gleichmälsig, ununterbrochen und unaufhörlich aus- 
fliefst. Und man stellt durch Messung fest, in welchem 
Verhültnisse das (in 24 Stunden) ausgeflossene Wasser zu 
dem während des Sonnenaufgangs erhaltenen Wasser steht. 
Und dies Verhältnis, sagt er (Heron), entspricht der Zeit. 
Wie sich das Wasser zum Wasser, so verhült sich die Zeit 
(des Sonnenaufgangs) zur Zeit (zu den ganzen 24 Stunden).?) 


1) Nach unserer Auffassung ist diese Schrift identisch mit 
der S. 3,15 erwähnten, selbst wenn der Titel der Baseler Ausgabe 
der echte sein sollte. Anders denkt de Rochas a. a. O. S. 75. 
Dies eine Fragment zeigt aber schon zur Genüge, dafs die 
Schrift von der Zeitmessung und nicht von der Recherche des 
sowrces handelte. Auch ist kurz vorher bei Proklos von 
eoocxozsíov (Wasseruhren) die Rede. 

2) Hier bricht Proklos das Citat aus Heron ab. Bei Heron 
folgte vermutlich dann die eigentliche Beschreibung des gleich- 
mälsigen Ausflusses, wie er sie auch in der Pneumatik I, 4 
(S. 43—47) giebt. Die handschriftliche Figur zu letzterem 
Abschnitte (s. vorn Fig. 5a) stimmt auffallend mit der in der 
Baseler Ausgabe stehenden, anscheinend auch einer Handschrift 
entnommenen Figur (vorn Fig. 5b) überein, die wir daneben 
gesetzt haben, um eine Vergleichung zu ermöglichen. 





299 Rose 


900 


LIBER PHILONIS 
DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


In nomine dei pii et misericordis incipit 
liber Philonis de ingeniis spiritualibus. 


I. 


Dixit: Quia tuum, amice mi Ariston, iam novi 
desiderium ad sciendum ingenia subtilia, voluntati tue 
obnoxius interrogacioni respondeo, petieioni de hoe 
libro componendo libens aequiesco, presentem siquidem 
diligencie tue instituo tractatum, ut de omnibus que 
huiusmodi quesieris ingeniis tibi non incommodum sit 
exemplum. 

De his itaque tractare incipiens inprimis assero 
quod harum sciencie rerum nonnullis sapientum naturae 
sunt incognite. unde et philosophi qui in rebus eon- 
sideraverunt naturalibus plurimorum erronee opinioni 
non consentientes dixerunt vas vacuum non esse, 
quemadmodum ipsi arbitrati sunt, sed vel aére vel 
aliquo aliorum eorporum plenum. ego vero in presenti 
negotio brevitati cupiens deservire nec eorum verba 





3 Hunc Philonis librum primus edidit V. Rose Anecdota 
Graeca et Graecolat. II, 299—313 6 mi Ariston Rose: Mar- 
zotom vel mi argutom codd. 14 nonnullis Rose: nulli codd. 


10 


15 


20 


DIE DRUCKWERKE 
PHILONS VON BYZANZ. 


Im Namen des heiligen und barmherzigen Gottes?) 
beginnt Philons Schrift über die Druckwerke. 


5 I. 


Er sagte?): Da mir jetzt, mein lieber Freund Einleitung. 
Ariston, Dein Verlangen, die trefflichen (pneumatischen) 
Erfindungen kennen zu lernen, bekannt ist, so willfahre 
ich Deinem Wunsche, antworte auf Deine Frage und er- 

10 fülle gern Deine Bitte, diese Schrift zu verfassen, indem 





1) Dieser feierliche Anfang erklärt sich daraus, dafs die 
lateinische Übertragung nach einer verlorenen arabischen Über- 
setzung angefertigt ist. Auch der originale griechische Text 
ist nicht erhalten. 

2) Falls der Name Ariston, dem Philon bekanntlich das 
4. und sog. 5. Buch seiner “Mechanischen Zusammenstellung’ 
(Mngavınn oóvvo£ig) widmete, richtig hergestellt ist, so darf man 
wohl zu dem Eingange die Anfänge des 6. und 7. Abschnittes 
des arabischen Codex 966 in Oxford vergleichen. Dort steht, 
wie Herr Baron Carra de Vaux die Güte hatte brieflich mit- 
zuteilen, im Eingange des sechsten, 24 unbekannte Philonische 
Kapitel (Druckwerke, Automaten u. dgl.) enthaltenden Ab- 
schnittes: „Er sagte: Ich habe erfahren, mein lieber Ariston, 
dafs Du grofses Verlangen habest, die physikalischen Apparate 
kennen zu lernen. Deshalb habe ich Dir dieses Buch widmen 
wollen, damit Du darin Deine Befriedigung findest.“ Darauf 
folgt die Beschreibung von 24 Apparaten. Am Anfang des 
siebenten Abschnittes steht dann: „Archimedes hat gesagt: 
Mein lieber Ariston, ich will Dir erklären, wie man die 
Wasseruhren konstruiert.“ S. dazu die Einleitung. 


801 


460 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,. 


inducere nec controversancium obiectiones ad presens 
volo pertractare, ne dispendiosam sermo meus ineurrat 
prolixitatem. constat quippe et liquide declaratur, immo 
eb manifeste sensui apparet quod aér unum ex primis 
sit elementis, ex rebus quoque primo nobis manifestis 
et sub sensu cadentibus, re quidem, non nomine tantum. 
de quo suffieienter dicturus sum ad manifestandum 
quod intendo, et confirmabo quod aér est corpus sic. 


Ik 


Si enim accepero vas, quod vacuum esse putatur, 
sic formatum, ut in medio sit amplum, in summo 
strictum, cuiusmodi sunt amphore que in Egipto fiunt, 
et inpressero illud in aque profundum, nichil penitus 
aque intrabit, donec exierit inde 
pars aéris, et post exitum aéris 
fiet aque Ingressus. huius autem 
ostensio ex hoe erit exemplo. 
oportet itaque, ut accipiatur vas, 
quale predocui, non amplo ore, 
in cuius fundo sit foramen mi- 
nutum et obstruatur cera. deinde 
convertatur vas ore verso et'po- 
natur in profundo aque. curan- 
dum tamen est, ut recte sit 
positum a nulla sui parte in- 
clinatum. et sie inprimatur cum manibus, donee to- 
tum in aqua submergatur. quod si paulatim et sua- 
viter extrahatur, invenietur interius siecum, in nulla 
ipsius parte preter os exterius madefaetum. hine 


Fig. 110. 


10 





e 


1 


1 


2 


2 


e 


5 


e 


c 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 461 


ich die gegenwärtige Abhandlung für Dein gewissenhaftes 
Studium bestimme, auf dafs Du von allen Einrichtungen 
dieser Art, über welche Du dich etwa unterrichten willst, 
eine bequeme Darstellung hast. 

Indem ich nun meine Abhandlung hierüber beginne, 
betone ich, daís einzelnen Naturforschern die Kenntnis 
dieser Dinge abgeht. Daher stimmen die Philosophen, 
die tiefer über die natürlichen Dinge nachgedacht haben, 
der irrigen Ansicht, wie sie die meisten hegen, nicht bei, 
sondern sie haben erklärt, ein leeres Gefäls gebe es nicht 
in dem Sinne, wie eben jene es meinten, sondern es sei 
entweder mit Luft oder irgend einem von den übrigen 
Körpern gefüllt. Da es nun bei der gegenwärtigen Auf- 
gabe mein Wunsch ist, mich kurz zu fassen, so will ich 
für den Augenblick weder die Gründe dieser Männer an- 
führen noch die Einwürfe ihrer Gegner durchgehen, um 
bei meiner Darstellung nicht in eine unnütze Weitschweifig- 
keit zu verfallen. Dafs die Luft zu den Grundelementen 
gehört, ergiebt sich klar und deutlich, ja ich möchte 
sagen offenbart sich thatsächlich, nicht blofs scheinbar, 
unsern Sinnen mit Gewilsheit auch aus Dingen, die von 
vornherein handgreiflich und sinnlich wahrnehmbar sind. 
Um meine Behauptung zu erhärten, will ich die Sache 
in ausreichendem Malse erörtern und folgendermalsen die 
Körperlichkeit der Luft erweisen. 


II. 


e 


Wenn ich nämlich ein für leer geltendes Gefüís Beweis für die 
nehme, welches so geformt ist, dafs es in der Mitte UNI 
(im Bauche) geräumig, oben (im Halse)engist, wiedie fie. 110. 
in Ägypten hergestellten Gefüfse, und jenes Gefüfs tief ins 
Wasser tauche, so wird durchaus kein Wasser eindringen, 

so lange nicht ein Teil der Luft entwichen ist. Nach 


dem Entweichen der Luft wird das Wasser Zutritt haben. 





1) Vgl. oben Heron 8. 5, 18 ff. 


eS 


DD 


462 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


igitur manifestum est quod aér sit corpus. si enim cor- 
pus non esset et vacuus foret locus interius, afflueret 
intus aqua nec ulla fieret prohibicio. quod ut adhue 
melius ostendatur, vas iterum predietum in aqua de- 
mergatur ut prius, et cera super foramen posita abs- 
trahatur. quo facto erit exitus aéris per foramen 
sensui manifestus et videbitur in ampullis aque, si 
fuerit aqua super foramen, et inplebitur vas aqua 
propter exitum aéris per foramen. et quod facit aérem 
exire necessario est motus et inpetus aque inpellentis 
prius inpulse in vasis intromissione. et hec est demon- 
stratio quod aér sit corpus. 


II. 


Declarabo etiam nichilominus motum aliorum ele- 
mentorum, que ad hoc sunt utilia, quod inquiritur in 
hae sciencia. quidam autem sapientum fatebantur 
aérem ex minutissimis constare corporibus minimisque 
partieulis, que propter suam parvitatem sub sensu 
visus vel aliquo aliorum non cadunt, quando segre-| 
gata fuerint, nisi fallaciter. cum autem coeant simul 
coniuncta, non est ita. dixit quoque unus ex sapien- 
tibus quod inane sit horum natura et commisceatur 
corpori aéris, ideo videlicet quod fuerit in partibus 
suis minutis subtilibus, sicut etiam in partibus omnis 
rei mollis, immo et omnibus rebus. et iam declaravi 
hoe alias sufficienter, ubi feci mentionem de arbitrüs 
mirabilibus. premissum autem exequamur exemplum. 





* aque codd. Monac. lat. 444. 534: aqua Rose secundwm 
cod. Londin. Sloan. 2030 24 f. subtilibusque 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 463 


Das soll folgender Versuch zeigen. Man mufs ein Gefäfs 
mit enger Mündung (Fig. 110) nehmen, wie ich es oben 
beschrieben habe, an dessen Boden sich ein kleines Loch 
befinde, das man mit Wachs verstopfe. Dann drehe man 
s das Gefüís mit der Mündung nach unten und setze es in 
die Tiefe des Wassers. Doch muls man dafür sorgen, dals 
es senkrecht, auf keiner Seite geneigt, eingesetzt wird, 
und man drücke es mit den Händen so lange nieder, bis 
es ganz unter Wasser getaucht ist. Zieht man es nun 
10 allmählich und sachte heraus, so wird man finden, dafs 
es inwendig trocken ist und an keiner Stelle mit Aus- 
nahme der üufseren Mündung naís geworden ist. Daraus 
ergiebt sich also die Körperlichkeit der Luft. Würe sie 
kein Körper und wäre der Raum im Innern leer, so würde 
das Wassser ungehindert hineinfliefsen. Um dies noch 
besser zu zeigen, tauche man das genannte Gefäls zum 
zweiten Male wie vorher unter Wasser und nehme dann 
das Wachs, welches oben in das Loch gesteckt war, fort. 
Dann wird man wahrnehmen, wie die Luft durch das 
20 Loch entweicht, und zwar wird man es an den Luftblasen 
im Wasser sehen, falls das Wasser über dem Loche ge- 
standen hat, und das Gefäfs wird sich mit Wasser füllen, 
weil die Luft durch das Loch entweicht. Was die Luft 
notgedrungen hinaustreibt, ist die Bewegung und der Druck 
des vordringenden Wassers, welches vorher in die Tiefe 
gedrängt war, als man das Gefäfs hineinstellte. Und dies 
ist der Beweis für die Körperlichkeit der Luft. 


LS 
CQ 


2 


[2 


III. 


Doch will ich auch die Bewegung der übrigen Vakuum und 
Elemente, die für die Untersuchung auf diesem Wissens- Er Hei er 
gebiete sich nützlich erweisen, erklären. Manche 
von den Weisen rüumten ein, es bestehe die Luft aus sehr 
feinen Molekülen und zwar sehr kleinen Atomen, welche 
wegen ihrer Kleinheit weder mit dem Auge noch mit 


35 einem andern Sinnesorgane wahrgenommen werden kónnten, 


3 


e 


303 


464 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


substantia igitur elementi humidi detur aéri continuari 
prius quam alii nature commixtione tenaci, et non est 
interea distancia. ideoque contingit multociens aque, 


quod eius iter sit sursum et cum aére elevetur. si. 


vero natura sue ponderositatis vincens fuerit super 
illam, quia modiea est, inpelht eam, ut descendat 
deorsum. nam et omnium corporum ponderosorum 
hee est proprietas et consuetudo, ut ex natura sua 
deorsum descendant. 


IV. 


Quod autem aqua multociens sursum elevetur, 
manifestum est. attrahitur enim cum aöre elevato, 
quia ei continuatur, sicut patet in hoc, quod contingit 
in vase, cum quo gustatur vinum. | euius caput cum 
quis in ore tenuerit sugendo aérem qui in eo 
est, attrahit et cum aére corpus molle liqui- 
dissimum, scilicet quod subest, quia aéri con- 
tinuatur, tanquam ei cum visco applicaretur 
vel alio huiusmodi ligamento. quod etiam sie 
manifestabitur. oportet itaque, ut sumatur 
cornu bovinum intus bene concavatum, donec amplum 
sit, et tenue et sincerum. sit autem altitudinis mediocris 
et eius forma ut forma pinee rotunda et pineata, et 
ex parte qua assimilatur figure pineali, ei subterius 
applicetur vas ligneum bene siccum, ut bene fiat quod 
volumus. ita vero ei coaptetur, ut in nulla eius parte 
possit aér exspirare. et sic erit cornu quantitas ad 


Fig. 111. 





1 f. substantie vocem aéri non cwm detur, sed tantum- 
modo cum continuari coniungendum esse docent lim. 13. 17—18. 
p. 468, 15—16. 472, 30 


10 


15 


20 


25 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 465 


sobald sie von einander getrennt seien, es sei denn in- 
folge einer Sinnestüuschung. Wenn sie sich aber vereinigen 
und mit einander verbunden sind, so ist dem nicht (mehr) 
. $0. Auch erklürte einer von den Weisen, das Vakuum 
gehöre zum Wesen der Moleküle und sei mit dem Körper 
der Luft vereinigt, weil es offenbar auch in ihren feinen 
Teilchen (Atomen) gewesen sei wie auch in den Teilen 
jedes weichen Gegenstandes, ja in allen Dingen. Darüber 
habe ich mich bereits ein andermal genügend ausgesprochen, 
10als ich die Automaten erórterte. Nehmen wir aber das 
voraufgehende Beispiel wieder auf. Die Substanz des 
feuchten Elementes dürfte wohl die Fähigkeit haben!), sich 
eher der Luft als irgend einem andern Elemente in zäher, 
ununterbrochener Verbindung anzuschliefsen. Daher kommt 
15 es oft vor, dafs das Wasser aufwärts steigt und mit der 
Luft emporgehoben wird. Falls aber die Luft zufolge 
ihrer geringen natürlichen Schwere das Wasser überwindet 
(sich davon losmacht) und sich darüber erhebt, so nötigt 
sie es, nach unten zu fliefsen. Denn alle schweren 
20 Körper haben von Natur die eigentümliche Gewohnheit, 
nach unten zu fallen. 


e 


IW. 


Dafs das Wasser oft emporgehoben wird, ist be- Künstlicher 

kannt. Es wird nümlich zugleich mit der emporsteigen- ASIE 

25 den Luft angezogen, weil es sich dieser anschliefst, Fis-111 u. 112. 
wie sich aus dem Vorgange im Stechheber (Fig. 111)?) 
mit welchem der Wein gekostet wird, ergiebt. Wenn man 
dessen Kopf in den Mund hält und die Luft darin aus- 
saugt, so zieht man mit der Luft auch den zarten, sehr 
flüssigen Körper an, nämlich den, welcher sich unter ihr 
befindet, weil er sich der Luft anschliefst, als wäre er 


3 


o 


1) So ist nach Vermutung übersetzt. 

2) Vgl. Heron S. 57. Was wir bei Heron als Stechheber 
bezeichnet haben, nannten die Alten 'Sieb des Aristoteles? 
(2 Philo Kap. 11). Der in Fig. 111 abgebildete Stechheber ist 
in Pompeji gefunden. $. Overbeck-Mau a. a. O. 8. 451. 


Heronis op. vol. l ed. Schmidt. 30 


466 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


modum et similitudinem pixidis. deinde convertatur 
hoc cornu stans in vase quodam, quod ore sit amplum, 
utest cyphus. item ponatur alia pixis plumbea subtus 
vel iuxta, bene aptata, ut cum opus fuerit, nichil inde: 
exeat aéris. super ambas quoque has pixides aptabi- 5 
tur canalis valde siecus capita habens recurva et 
deorsum fere ad fundum utriusque pixidis pertingentia. 
habebitque pixis plumbea os modicum desuper pau- 





Fig. 112. 


lulum sie erectum, ut aqua cum vase aliquo per illud 
possit infundi. fiat quoque in hae pixide subterius 10 
canalis alius brevis et modicus, ut inde evaeuetur aqua, 
quando voluerimus. exempli eausa sit cornu nota A4,. 
et vasis similis cypho nota B, et nota pixidis plumbee @, 
et canalis illius parvi nota D, et canalis magni com- 
munis nota E, et oris parvi, quod super pixidem 15 
plumbeam est, nota Z. quibus omnibus secundum 
quod docuimus eoaptatis obstruatur canalis modieus 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 467 


mit Vogelleim oder einem anderen derartigen Bindemittel 
angeklebt. Dies läfst sich noch folgendermalsen erweisen. 
Man mufs das Horn eines Rindes nehmen, das inwendig 
ordentlich ausgehóhlt (ausgedrechselt) wird, bis es weit 
5 genug ist, und welches dünn und rein ist (Fig. 112). 
Es besitze nur eine müísige Hóhe und werde gerundet 
und gestaltet wie ein Fichtenzapfen, und auf der Seite, 
auf welcher das Horn an Gestalt dem Fichtenzapfen gleicht, 
setze man unten ein hólzernes Gefäls daran, das ganz 
10 trocken sei, damit was wir beabsichtigen, gut gelingt. 
Man passe dieses völlig luftdicht an. So wird das Horn 
eine (gewisse) Quantität fassen in der Art und Weise 
wie eine Büchse.') Dieses Horn stehe umgekehrt in einem 
Gefälse mit weiter Öffnung, wie sie der Becher (Skyphos) 
ı5 hat. Man stelle ferner eine andere Büchse aus Blei unter- 
halb oder daneben auf, die so hergestellt ist, dals sie 
keine Luft hinauslüfst, wenn es erforderlich ist. Oben an?) 
diesen beiden Büchsen soll eine ganz trockene Róhre mit 
gebogenen und fast unten auf den Boden beider Büchsen 
20 reichenden Enden eingepalst werden. Die Büchse aus 
Blei soll eine mäfsige Öffnung haben, die oben in der 
Weise etwas vorspringt, daís Wasser E Hilfe eines Ge- 
fälses durch jene Mündung eingegossen werden kann. 
Man stelle in dieser Büchse auch unten eine andere, kurze 
» und mäfsige Röhre her, um beliebig das Wasser daraus 
ablassen zu können. Das Horn habe z. B. die Bezeich- 
nung a (Fig. 112), das becherähnliche Gefäfs b, die Blei- 
büchse g, die kleine Röhre d, die grofse, gemeinsame 
Röhre e, die kleine Öffnung über der Bleibüchse z. Ist 
30 dies nun alles unseren Angaben entsprechend mit einander 


. 1) Übrigens mufs das Horn an dem Ende, welches in den 
Becher getaucht wird, eine Öffnung haben. 

2) Unsere Figur schliefst sich an die handschriftliche 
Figur an. 





12 f. cornus 
30* 


305 


468 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


subterius et inpleatur plumbea pixis aqua per os 
superius et obstruatur post os illud, ita ut nichil inde 
exeat. infundatur etiam aqua in vas illud, quod cypho 
simile est, secundum quantitatem qua cornu quod in 
eo stat possit inpleri. dehine vero aperiatur canalis 
subterius obstruetus, et exibit aqua, et [cum evacuata 
fuerit omnino que in pixide est,] attrahetur aér ex 
cornu. qui cum exierit, attrahet secum aquam, que 
in vase est, [et quod hie accidit simile est ei quod de 
hoc canali contingit visui tunc manifestum, si con- 
sideraeionem adhibueris,] quia secundum quantitatem 
aéris a cornu exeuntis elevabitur pars aque detente 
cum aére potenti eam elevare, [elevata vero descendet, 
quia ex natura sua hoc habet ut descendat, sicut etiam 
premonstravimus:] quoniam aqua mollis aéri tenaciter 
continuatur et secundum quantitatem aris exeuntis 
pars aque succedit et locum ipsius | obtinens implet, 
qua exeunte aér subintrat, ut locum eius repleat. . . . 
et hec est huius rei figura. 


a 


Et postquam explanavimus hoe, memorandum est 
aliud ingenium simile preeunti, quo docebatur quod 


3 illud Parisin. lat. 7295: aliud ceteri codd., Rose 6—7 


cum ... est hic delet Rochas 9—13 et quod ... elevare 
interpolata putat de Rochas 9—11 et quod ... adhibueris 
delevi 13—15 elevata ... premonstravimus hie delet Rochas 


17 obtinens cod. Londin.: continens codd. Monacens., Rose 

18 f. repleat. (cum (vero) evacuata fuerit omnino (aqua) que in 
pixide est, (aqua) elevata [vero] descendet, quia ex natura sua 
hoc habet, ut descendat, sicut etiam premonstravimus.) Aue 
transponit Rochas (vero ipse transposui et aqua bis addidi). 


15-J 


20 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 469 


verpaíst, so stopfe man unten die kleine Róhre (d) zu, 
fülle die Bleibüchse oben durch die Öffnung mit Wasser 
und verschliefse darauf jene Öffnung so, dafs nichts hinaus 
kann. Auch in jenes becherühnliche Gefäls giefse man 
5 Wasser in einer solcher Quantitüt, dafs das darinstehende 
Horn sich füllen kann. Dann Öffne man die untere 
Röhre (d), welche verschlossen war, und das Wasser wird 
ausstrümen!), und die Luft?) in dem Horne wird ange- 
zogen. Wenn diese hinausgeht, wird sie das im Gefälss 
10 befindliche Wasser mitnehmen); denn je nach der Quantität, 
in welcher die Luft aus dem Horne fortgeht, wird ein 
Teil des in letzterem enthaltenen Wassers mit Hilfe der 
Luft, die es zu heben vermag“), emporsteigen, da ja das 
flüssige Wasser sich dicht an die Luft anschliefst und 
15 entsprechend der Quantität der entweichenden Luft ein 
"Teil des Wassers an ihre Stelle tritt, von ihrem Raume 
Besitz ergreift und ihn anfüllt. Wenn das Wasser (aus b) 
fortgeht, tritt von unten wieder die Luft ein, um dessen 
Platz auszufüllen. Wenn dagegen das Wasser in der 
20 (bleiernen) Büchse gänzlich ausgelaufen ist, so fällt das 
emporgestiegene Wasser nieder, weil es von Natur die 
Eigentümlichkeit hat, nach unten ‚zu flefsen, wie wir 
schon oben gezeigt haben. Und dies ist die Figur dazu. 


V. 


25 Nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, ist Vorbemerkung 
] - : zu Kap. 
noch eine andere, der vorhergehenden ühnliche Vor- E 
richtung zu erwähnen, durch welche man zeigte, dafs 


1) Zu dem Zwecke ist wohl die Mündung z wieder zu öffnen. 
. . 2) Von hier bis zum Schlusse des Kapitels sind in der 
Übersetzung mehrere Satzglieder umgestellt. 

3) Hier folgt in den Handschriften folgendes unverständ- 
liche Einschiebsel: "Der Vorgang hier ist demjenigen ähnlich, 
welcher bei dieser (?) Röhre dem Auge dann offenbar wird, 
wenn man es sich ordentlich überlegt.’ 

4) Möglicherweise sind auch die Worte: “denn je... ver- 
mag" ein Einschiebsel. Vgl. Z. 18—17. 


90 


c» 


ATO PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


natura aque et motus eius semper est deorsum, sicut 
et motus aliorum corporum ponderosorum, velut pre- 
diximus. sed motus innaturalis, immo potius * medius 
faeit eam ascendere aliquando: qui fit velocior propter 
inpetum attractionis. ideoque aque in loco plano, non 
declivi quiete stant et inmobiles. quas cum quis 
voluerit motu innaturali elevare ad locum altum, opus 
est ingenio competent: quod a nonnullis ignoratur 
nescientibus aquam ex locis huiusmodi extrahere nisi 
cum situlis, ut fit ex puteis, vel cum aliis instrumentis, 
que moventur et trahuntur ab animalibus, vel si forte 
fiat extractio per rivos currentes vel fluminis vel fontis 
ad ima descendentis. sed nos multo subtilius, qualiter 
hoe fieri possit, docebimus in sequentibus, quamvis 
fuerint nonnull qui putantes hoc ingenium scire iacta- 
bant se librum inde composituros quod penitus 
ignorabant, et semet in hoc decipientes et alios audientes. 
hiis igitur omissis ad propositum redeamus. 


Ad t. 


Per eanalem igitur curvum, qui a quibusdam circinus 
dicitur egyptiaeus, aqua in stagno stans elevabitur 
ad locum altum, que postea tamen refluit deorsum 
descendens ad locum imum, ut prius erat. nec sine 
hoe ingenio poterit ullo modo aqua elevari talis. quod 


vero cum hoc canali elevetur, non est nisi propter. 


hoe quod dieturus sum. quando itaque posuerimus 
caput illius canalis curvi in vas aqua plenum et quan- 


3 medius codd.: modicus Rochas: f. meditatus, nisi immo — 
medius omnino delenda sunt. cf. v. 7 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 41 


die natürliche Bewegung des Wassers immer abwärts ge- 
richtet ist, wie auch die aller Kórper von Gewicht, wie 
oben bemerkt. Aber die Bewegung, welche das Wasser 
eine Zeit lang aufsteigen lüfst, ist nicht natürlich, sondern 
vielmehr künstlich.) Je stärker die Anziehung ist, um so 
schneller ist die Bewegung. Darum stehen die Gewässer 
in einer ebenen, nicht abschüssigen Gegend still und un- 
beweglich. Will man' sie künstlich auf einen erhöhten 
Punkt heben, bedarf es einer geeigneten Vorrichtung. Das 
i0 wissen manche nicht, die Wasser von solchen Orten, wie 
den Brunnen, nur mit Schöpfeimern zu entnehmen ver- 
stehen, oder mit anderen Gerüten, die von Tieren bewegt 
und gezogen werden oder falls etwa die Entnahme mit 
Hilfe von Wasserrinnen erfolgt, die aus einem Flusse oder 
15 einer Quelle, welche bergab strömen, hergeleitet werden. 
Soweit es möglich ist, wollen wir im Folgenden dies viel 
gründlicher darthun, obgleich es manche gegeben hat, die 
in dem Glauben, sie verständen etwas von dieser Ein- 
richtung, sich damit brüsteten, sie würden ein (ganzes) 
20 Buch über etwas schreiben, worin sie eine tiefe Unkenntnis 
zeigten, indem sie dabei sich selbst und andere, nämlich 
ihre Hörer, täuschten. Doch lassen wir dies beiseite und 
wenden uns wieder unserem Thema zu. 


e 


VD 


25 Durch einen gebogenen Heber, den einige den Der ägyptische 
ägyptischen Zirkel (vgl Fig. 116) nennen, wird Ni 
Wasser, welches sich in einem Teiche befindet, auf Hebern 
eine Höhe gehoben, fliefst nachher jedoch wieder abwärts 
und geht nach der tiefsten Stelle, wie vorher. Ohne diese 

30 Vorrichtung läfst sich unmöglich solches Wasser heben. 

Den Grund, weshalb es mit Hilfe dieses Hebers steigt, 
will ich im Folgenden erklären. Hat man das eine Ende 
des gebogenen Hebers in ein Gefäls voll Wasser gesetzt 
und einen bestimmten Teil der Luft mit dem Munde an- 


1) Nach Vermutung übersetzt (meditatus *ausgedacht"). 


307 


42 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


dam aéris partem cum ore sugendo attraximus, subibit 
aqua, ut diximus, et postquam inceperit ascendere, 
erit eius ascensio continua, donec vas omnino evaeuetur, 
et postremo illi canali se aqua applicabit. quae quidem 
numquam dispercietur, nisi aér intervenerit. qui si in 5 
canalem intraverit, dimovebit eius tenacitatem et aquam 
dividet segregatam, ea que restabat quieta manente 
propter hoe quod premisimus. huius autem ostensio 
tah fiat exemplo. sit vas oblongum omnino siecum, 





























quod in aqua po- AD 
situm. ante inpri- a 
matur, donec bene E 
sit plenum, et sie FB 
plenum servatum E 
celeriter sub aqua == 15 
convertatur, dein- —— RB 
mn nn Bo en 
: IH ÁB————À 
de paulatim ele- m——— 
L—MELMLML—————LÀ 
a DEE Ce 
vetur, donee vas me 
fere totum extra- == E— 
hatur, eius capite Wiz lie 20 


tantum sub aqua 

remanente. quo facto erit vas illud plenum quamvis 
conversum. et quod ita sit visul patebit, si fuerit vas 
illud vitrinum vel eorneum vel ex alius modi materia 
clarum. non est autem aliquid ingeniorum, quo vas $5 
illud aquam possit exaltare. quod si fuerit m vase 
illo foramen aliquod quantulumeunque, per quod possit 
aér intrare, revertetur aqua descendens ad locum suum, 
ubifuerat. patet igitur ex universis que memoravimus 
quod aqua continuatur aéri cum eo detenta. ideoque so 
sese vicissim semper sequuntur. 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 473 


gesogen, so wird, wie bemerkt, das Wasser allmühlich 
folgen, und nachdem es angefangen hat zu steigen, wird 
sein Aufstieg ununterbrochen dauern, bis sich das Gefäls 
völlig entleert, und schliefslich wird das Wasser in der 
5 Röhre hängen bleiben (?).) Der Zusammenhang des Wassers 
erleidet wenigstens nie eine Unterbrechung, wenn nicht 
die Luft dazwischentritt. Ist diese aber in den Heber 
gedrungen, so wird sie den zühen Zusammenhalt des 
Wassers durchbrechen, das Wasser trennen und von einander 
10 scheiden, während das Wasser, welches nicht in Bewegung 
war, aus dem oben erwühnten Grunde ruhig am Platze 
bleibt. Das zeige folgendes Beispiel. Man denke sich eir 
längliches, völlig trocknes Gefäls (Fig. 113); dieses werde 
ins Wasser gestellt und zuvor niedergedrückt, bis es ganz 
15 voll ist, und indem man diese Füllung so beibehält, werde 
es dann schnell unter dem Wasser umgekehrt und darauf 
allmählich emporgehoben, bis beinahe das ganze Gefäls 
herausgezogen ist, indem nur sein Kopf unter Wasser 
bleibt Hat man dies ausgeführt, bleibt dies Gefäls voll, 
20 obgleich es umgestülpt ist. Daís dem so ist, wird sich 
dem Auge zeigen, wenn jenes Gefáfs aus Glas, Horn oder 
einem anderen derartigen?) (durchsichtigen) Stoffe besteht. 
Es giebt kein anderes Verfahren, welches diesem Gefälse 
ermöglichte, das Wasser emporzuheben. Befindet sich nun 
25 in dem Gefüfse irgend ein Loch, sei es auch noch so 
klein, durch welches die Luft einzudringen vermag, so 
wird das Wasser wieder nach der Stelle zurückkehren 
und abwärts fliefsen, wo es gewesen war. Aus unseren 
sümtlichen Bemerkungen ergiebt sich also, dafs das Wasser 
so sich der Luft anschliefst und damit in Berührung bleibt. 
Darum folgen sie sich immer abwechselnd. 


1) Vgl. Herons Druckwerke 5. 31, 23. 
2) Nach Vermutung zugesetzt. 


4 et postremo ... applieabit suspecta 7 congregatam 
Rochas ('réunie") 24 alius modi: f. alia huiusmodi. cf. p. 464,19 
25 aliquid: aliud . Rochas 


30 


[0 4) 


474 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


MIT 


Ignis. quoque natura aéri commiscetur, et ideo 
aér cum eo attrahitur, ut ex dicendis palam erit. fiat 
itaque pila plumbea vacua intus et capax, mediocris 
in magnitudine, nec nimis sit tenuis, ne cito frangatur, 
nec sit ponderosa, sed bene sicca, ut melius fiat quod 
volumus. deinde perforetur in summo et inponatur 
canalis eurvus descendens fere usque ad fundum, ponatur 
etiam aliud caput canalis eiusdem in vase alio aqua pleno 
fere ad fundum 
ut in priori, ut 
melius effluat 
aqua. sitque pi- 
la A, eanalis 5, 
vas G. dico 
igitur quod si 
opposueris pi- Fig. 114. 
lam soli, quan- 
do ealefacta fuerit, extra exibit pars aéris inclusi in 
canali. et hoc visui patebit, quia aér cadet a canali 
in aquam et miscebit eam et faciet ampullas multas 
unam post aliam. si vero reposita fuerit pila in umbra 
vel ubicunque radius solis non affuerit, ascendet aqua 
per canalem, donee descendat in pilam. postea si re- 
posueris in sole, revertetur aqua in vas illud, | et adhue 
si e converso, et quocienscunque iteraveris, ita semper 
continget. velsi etiam pilam cum igne calefeceris, idem 


23 solius Rosi errori typothetae sine dubio debetur 25—26 
et adhue si e converso suspecta 


5 


10 





20 


25 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 475 


VIL 


Auch das Feuer!) steht von Natur mit der Luft in Ein 
Verbindung, und deswegen wird die Luft durch das- cem 
selbe!) angezogen?), wie aus dem Folgenden sich 

5 ergeben wird. Man stelle eine Bleikugel von máfsiger Grófse 
her, die inwendig leer und geräumig ist. Sie sei weder 
zu dünn, um nicht gleich zu platzen, noch zu schwer, aber 
ganz trocken, auf dafs unsere Absicht besser zur Ausführung 
kommt. Dann durchbohre man sie oben, setze einen ge- 

10 bogenen Heber ein, der fast bis auf den Boden reiche. 
Auch stelle man das andere Ende desselben Hebers in 
ein anderes, mit Wasser gefülltes Gefüís. Dieses Ende 
reiche wie in dem ersten Gefälse fast bis auf den Boden, 
um den Ausflufs des Wassers zu erleichtern. Die Kugel 

15 sei a (Fig. 114), die Röhre b, das Gefäfs g. Ich behaupte 
also, wenn man die Kugel in die Sonne stellt, so wird 
nach Erwärmung der Kugel ein Teil der in der Röhre 
eingeschlossenen Luft hinausgehen. Dies wird man sehen, 
weil die Luft aus der Röhre ins Wasser strömt, es in 

20 Bewegung setzt und viele Luftblasen, eine nach der andern, 
hervorruft. Wird aber die Kugel in den Schatten gestellt 
oder an irgend eine Stelle, zu der kein Sonnenstrahl dringt, 
so wird das Wasser durch die Röhre emporsteigen, bis 
es (bei der zweiten Biegung) nach unten in die Kugel 

25 fliefst. Stellt man sie nachher wieder in die Sonne, so 
wird das Wasser in jenes Gefäls zurückfliefsen und ebenso 
umgekehrt,^ und so oft man den Vorgang wiederholt, wird 
sich allemal diese Erscheinung zeigen. Auch wenn man 


.1) Es ist das Feuer als Element gemeint, welches nach 
peripatetischer Ansicht an den Ather grenzt. Vgl. Heron S. 11, 22. 

2) Vgl. Heron S. 225 und ‘Zur Geschichte des Thermoskops’ 
in den Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik VIII 
163—173. 

3) Das heifst also nach unserer Ausdrucksweise: ‘die Luft 
wird ausgedehnt’. 

4) D. h. stellt man sie wieder in den Schatten, so steigt 
das Wasser wieder. 


309 


A16 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


eveniet, vel etiam si inposueris pile aquam calidam. 
$i vero infrigidata fuerit, exibit. | 


VIII. 


Quod modo dieturus sum, preeunti similatur ingenio, 
nec fit hoc nisi quia locus vacuus esse non potest. 5 
quia si evacuaretur aér, statim succedit aliquid cor- 
porum que ipsi aéri commiscen- 
tur, quia *sul pro natura inpel- 
luntur. et hoe quidem asserunt 
professores sciencie naturalis, qui- 
bus similiter opinamur. unde et 
manitestabimus quod locus vacuus 
esse non potest ab aére vel ab 
aliquo aliorum corporum. cuius 
exemplum est, ut infundamus 
aquam in vas quod sit A, in = 
euius medio fiat stans quoddam, —= — 
quod sit 5, ad modum candelabri 1 
super aquam erectum, et in eius 

> 


summo ponamus candelam que ET 20 
1g. D : 





(f 
QUITTUT 


| 


sit C ardentem, super quam 

convertatur vas quod sit D, ita quod eius os prope 
aquam sit et locus candele in ipsius medio sit. 
quo facto paulo post videbis aquam que est in vase 
subteriori ascendere sursum ad vas superius. quod ss 
quidem non accidet nisi propter hoe quod memoravi- 
mus, quoniam aér in illo vase | contentus periit propter 





2 f. exibit (pars aque in vase contente» 8 quia pro sua 
natura? 22—23 prope aquam: a» sub aqua? | 


1 


2 


2 


3 


0 


et 


0 


5 


e 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 477 


die Kugel mit Feuer erwürmt, wird dieselbe Wirkung er- 
zielt, oder selbst wenn man heifses Wasser auf die Kugel 
giefst. Wird sie dagegen abgekühlt, so wird ein Teil des 
in dem Gefälse enthaltenen Wassers!) herauskommen. 


VIII. 


Der folgende Versuch ist dem vorhergehenden Be Mauer a 
12.11 


ähnlich. Er gelingt nur deswegen, weil es kein (kon- 
tinuierliches) Vakuum geben kann. Denn wenn die Luft 
evakuiert werden sollte, tritt sofort irgend einer von den 
Körpern an ihre Stelle, die mit der Luft selbst in Ver- 
bindung stehen, weil sie zufolge ihrer Natur hineingedrängt 
werden. Das behaupten wenigstens die Lehrer der Natur- 
wissenschaft, und ähnlich wie die urteilen wir auch. 
Daher wollen wir darthun, dafs kein Ort schlechthin leer 
von Luft oder irgend einem der anderen Körper sein 
kann. Man mag z. B. Wasser in ein Gefäls «a (Fig. 115) 
giefsen, in dessen Mitte nach Art eines Kandelabers ein 
Untersatz b aufgestellt werde, welcher über das Wasser 
emporragt. Auf seine Spitze stelle man eine brennende 
Kerze c, über welche umgekehrt ein Gefäls d gestülpt 
werde, so dafs seine Mündung im?) Wasser ist und der 
Standort der Kerze in dessen Mitte liest. Hat man dies 
ausgeführt, so wird man bald darauf das Wasser, welches 
in dem unteren Gefälse enthalten ist, nach dem oberen 
Gefälse aufwärts steigen sehen. Dies ist nur aus dem 
erwähnten Grunde möglich, da die in jenem (umgestülpten) 
Gefüfse enthaltene Luft durch das brennende Licht ver- 
flüchtigt?) ist, weil sie wegen der Flamme nicht unver- 
ändert weiter bestehen kann. Hat sich aber jene Luft 


infolge der Bewegung (Wirkung) des Feuers verflüchtigt, 
1) Die Worte “ein Teil... Wassers’ sind nach Vermutung 
gegeben. 


2) Im lateinischen Texte steht ungenau: “dicht am Wasser’. 
3) Es ist die Verbrennung des Sauerstoffs gemeint. Die 
Flamme erlischt natürlich nach einiger Zeit. 


305 


468 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


subterius et inpleatur plumbea pixis aqua per os 
superius et obstruatur post os illud, ita ut nichil inde 
exeat. infundatur etiam aqua in vas illud, quod cypho 
simile est, secundum quantitatem qua cornu quod in 
eo stat possit inpleri. dehinc vero aperiatur canalis 
subterius obstructus, et exibit aqua, et [cum evacuata 
fuerit omnino que in pixide est,] attrahetur aör ex 
cornu. qui cum exierit, attrahet secum aquam, que 
in vase est, [et quod hie accidit simile est ei quod de 
hoc canali contingit visui tune manifestum, si con- 
sideracionem adhibueris,] quia seeundum quantitatem 
aéris a cornu exeuntis elevabitur pars aque detente 
cum aére potenti eam elevare, [elevata vero descendet, 
quia ex natura sua hoc habet ut descendat, sicut etiam 
premonstravimus:] quoniam aqua mollis aéri tenaciter 
continuatur et secundum quantitatem aéris exeuntis 
pars aque succedit et locum ipsius | obtinens implet, 
qua exeunte aér subintrat, ut locum eius repleat. . . . 
et hec est huius rei figura. 


i 


Et postquam explanavimus hoe, memorandum est 
aliud ingenium simile preeunti, quo docebatur quod 


3 ilud Parisin. lat. 7295: aliud ceteri codd., Rose 6—7 


cum ... est hic delet Rochas 9—13 et quod ... elevare 
interpolata putat de Rochas 9—11 et quod ... adhibueris 
delevi 13—15 elevata ... premonstravimus hie delet Rochas 


17 obtinens cod. Londin.: continens codd. Monacens., Rose 

18 f. repleat. (cum (vero) evacuata fuerit omnino (aqua) que in 
pixide est, (aqua) elevata [vero] descendet, quia ex natura sua 
hoc habet, ut descendat, sicut etiam premonstravimus.) Aue 
transponit Rochas (vero ipse transposui et aqua bis addidi). 


15 


20 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 469 


verpalst, so stopfe man unten die kleine Röhre (d) zu, 
fülle die Bleibüchse oben durch die Öffnung mit Wasser 
und verschliefse darauf jene Öffnung so, dafs nichts hinaus 
kann. Auch in jenes becherühnliche Gefäls giefse man 
5 Wasser in einer solcher Quantität, dafs das darinstehende 
Horn sich füllen kann. Dann óffne man die untere 
Röhre (d), welche verschlossen war, und das Wasser wird 
ausstrümen!) und die Luft?) in dem Horne wird ange- 
zogen. Wenn diese hinausgeht, wird sie das im Gefälss 
10 befindliche Wasser mitnehmen?); denn je nach der Quantität, 
in welcher die Luft aus dem Horne fortgeht, wird ein 
Teil des in letzterem enthaltenen Wassers mit Hilfe der 
Luft, die es zu heben vermag“), emporsteigen, da ja das 
flüssige Wasser sich dicht an die Luft anschliefst und 
15 entsprechend der Quantität der entweichenden Luft ein 
 'Teil des Wassers an ihre Stelle tritt, von ihrem Raume 
Besitz ergreift und ihn anfüllt. Wenn das Wasser (aus b) 
fortgeht, tritt von unten wieder die Luft ein, um dessen 
Platz auszufüllen. Wenn dagegen das Wasser in der 
20 (bleiernen) Büchse gänzlich ausgelaufen ist, so fällt das 
emporgestiegene Wasser nieder, weil es von Natur die 
Eigentümlichkeit hat, nach unten zu fliefsen, wie wir 
schon oben gezeigt haben. Und dies ist die Figur dazu. 


M 


25 Nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, ist Vor 
zu a 
noch eine andere, der vorhergehenden ähnliche Vor- 2 
richtung zu erwähnen, durch welche man zeigte, dafs 


1) Zu dem Zwecke ist wohl die Mündung z wieder zu öffnen. 

2) Von hier bis zum Schlusse des Kapitels sind in der 
Übersetzung mehrere Satzglieder umgestellt. 

3) Hier folgt in den Handschriften folgendes unverständ- 
liche Einschiebsel: ‘Der Vorgang hier ist demjenigen ähnlich, 
welcher bei dieser (?) Röhre dem Auge dann offenbar wird, 
wenn man es sich ordentlich überlegt.’ 

4) Möglicherweise sind auch die Worte: “denn je... ver- 
mag’ ein Einschiebsel. Vgl. Z. 13—17. 


906 


40 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


natura aque et motus eius semper est deorsum, sicut 
et motus aliorum corporum ponderosorum, velut pre- 
diximus. sed motus innaturalis, immo potius * medius 
facit eam ascendere aliquando: qui fit velocior propter 
inpetum attractionis. ideoque aque in loco plano, non 
declivi quiete stant et inmobiles. quas cum quis 
voluerit motu innaturali elevare ad locum altum, opus 
est ingenio competenti: quod a nonnullis ignoratur 
nescientibus aquam ex locis huiusmodi extrahere nisi 
cum situlis, ut fit ex puteis, vel cum aliis instrumentis, 
que moventur et trahuntur ab animalibus, vel si forte 
fiat extractio per rivos currentes vel fluminis vel fontis 
ad ima descendentis. sed nos multo subtilius, qualiter 
hoe fieri possit, docebimus in sequentibus, quamvis 
fuerint nonnulli qui putantes hoc ingenium scire iacta- 
bant se librum inde composituros quod penitus 
ignorabant, et semet in hoc decipientes et alios audientes. 
hiis igitur omissis ad propositum redeamus. 


ME 


Per canalem igitur curvum, qui a quibusdam circinus 
dieitur egyptiacus, aqua in stagno stans elevabitur 
ad locum altum, que postea tamen reflut deorsum 
descendens ad locum imum, ut prius erat. nec sine 
hoc ingenio poterit ullo modo aqua elevari talis. quod 


vero eum hoe canali elevetur, non est nisi propter. 


hoc quod dieturus sum. quando itaque posuerimus 
caput illius canalis curvi in vas aqua plenum et quan- 


3 medius codd.: modicus Rochas: f. meditatus, nisi immo — 
medius omnino delenda sunt. cf. v. 7 


[SY 


0 


e 


10 


15 


20 


25 


30 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 471 


die natürliche Bewegung des Wassers immer abwärts ge- 
richtet ist, wie auch die aller Körper von Gewicht, wie 
oben bemerkt. Aber die Bewegung, welche das Wasser 
eine Zeit lang aufsteigen läfst, ist nicht natürlich, sondern 
vielmehr künstlich. ) Je stärker die Anziehung ist, um so 
schneller ist die Bewegung. Darum stehen die Gewässer 
in einer ebenen, nicht abschüssigen Gegend still und un- 
beweglich. Will man sie künstlich auf einen erhöhten 
Punkt heben, bedarf es einer geeigneten Vorrichtung. Das 
wissen manche nicht, die Wasser von solchen Orten, wie 
den Brunnen, nur mit Schöpfeimern zu entnehmen ver- 
stehen, oder mit anderen Geräten, die von Tieren bewegt 
und gezogen werden oder falls etwa die Entnahme mit 
Hilfe von Wasserrinnen erfolgt, die aus einem Flusse oder 
einer Quelle, welche bergab strömen, hergeleitet werden. 
Soweit es möglich ist, wollen wir im Folgenden dies viel 
gründlicher darthun, obgleich es manche gegeben hat, die 
in dem Glauben, sie verständen etwas von dieser Ein- 
richtung, sich damit brüsteten, sie würden ein (ganzes) 
Buch über etwas schreiben, worin sie eine tiefe Unkenntnis 
zeigten, indem sie dabei sich selbst und andere, nämlich 
ihre Hörer, täuschten. Doch lassen wir dies beiseite und 
wenden uns wieder unserem 'Thema zu. 


VI. 


Durch einen gebogenen Heber, den einige den Der ägyptische 
- - : 2 2 Zirkel (— der 
ägyptischen Zirkel (vgl. Fig. 116) nennen, wird gebogene 

Heber). 


Wasser, welches sich in einem Teiche befindet, auf 
eine Höhe gehoben, fliefst nachher jedoch wieder abwärts 
und geht nach der tiefsten Stelle, wie vorher. Ohne diese 
Vorrichtung läfst sich unmöglich solches Wasser heben. 
Den Grund, weshalb es mit Hilfe dieses Hebers steigt, 
will ich im Folgenden erklären. Hat man das eine Ende 
des gebogenen Hebers in ein Gefäls voll Wasser gesetzt 
und einen bestimmten Teil der Luft mit dem Munde an- 








1) Nach Vermutung übersetzt (meditatus *ausgedacht"). 


301 


4712 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


dam aéris partem cum ore sugendo attraximus, subibit 
aqua, ut diximus, et postquam inceperit ascendere, 
erit erus ascensio continua, donee vas omnino evacuetur, 
et postremo illi canali se aqua applicabit. quae quidem 
numquam dispercietur, nisi aér intervenerit. qui si in 5 
canalem intraverit, dimovebit eius tenacitatem et aquam 
dividet segregatam, ea que restabat quieta manente 
propter hoe quod premisimus. huius autem ostensio 
tah fiat exemplo. sit vas oblongum omnino siecum, 


quod in aqua po- | «210 
situm. ante inpri- E 

matur, donec bene E 

sit plenum, et sie Sn 

plenum servatum E 

celeriter sub aqua E] 15 
convertatur, din EZ ZZ 


| 
j 


WM 


de paulatim ele- 
vetur, donee vas 
fere totum extra- 
hatur, eius capite ee 20 
tantum sub aqua 

remanente. quo facto erit vas illud plenum quamvis 
conversum. et quod ita sit visul patebit, si fuerit vas 
illud vitrinum vel eorneum vel ex alius modi materia 
clarum. non est autem aliquid ingeniorum, quo vas $5 
illud aquam possit exaltare. quod si fuerit in vase 
illo foramen aliquod quantulumeunque, per quod possit 
aér Intrare, revertetur aqua descendens ad locum suum, 
ubi fuerat. patet igitur ex universis que memoravimus 
quod aqua continuatur aéri cum eo detenta. ideoque 30 
sese vicissim semper sequuntur. 


f 


























il 
(| 





DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 473 


gesogen, so wird, wie bemerkt, das Wasser allmühlich 
folgen, und nachdem es angefangen hat zu steigen, wird 
sein Aufstieg ununterbrochen dauern, bis sich das Gefäls 
völlig entleert, und schliefslich wird das Wasser in der 
5 Röhre hängen bleiben (?).) Der Zusammenhang des Wassers 
erleidet wenigstens nie eine Unterbrechung, wenn nicht 
die Luft dazwischentritt. Ist diese aber in den Heber 
gedrungen, so wird sie den zühen Zusammenhalt des 
Wassers durchbrechen, das Wasser trennen und von einander 
10 scheiden, während das Wasser, welches nicht in Bewegung 
war, aus dem oben erwühnten Grunde ruhig am Platze 
bleibt. Das zeige folgendes Beispiel. Man denke sich eir 
längliches, völlig trocknes Gefüís (Fig. 113); dieses werde 
ins Wasser gestellt und zuvor niedergedrückt, bis es ganz 
15 voll ist, und indem man diese Füllung so beibehält, werde 
es dann schnell unter dem Wasser umgekehrt und darauf 
allmählich emporgehoben, bis beinahe das ganze Gefäls 
herausgezogen ist, indem nur sein Kopf unter Wasser 
bleibt. Hat man dies ausgeführt, bleibt dies Gefäls voll, 
20 obgleich es umgestülpt ist. Daís dem so ist, wird sich 
dem Auge zeigen, wenn jenes Gefáfs aus Glas, Horn oder 
einem anderen derartigen?) (durchsichtigen) Stoffe besteht. 
Es giebt kein anderes Verfahren, welches diesem Gefülse 
ermöglichte, das Wasser emporzuheben. Befindet sich nun 
»sin dem Gefälse irgend ein Loch, sei es auch noch so 
klein, durch welches die Luft einzudringen vermag, so 
wird das Wasser wieder nach der Stelle zurückkehren 
und abwärts fliefsen, wo es gewesen war. Aus unseren 
sämtlichen Bemerkungen ergiebt sich also, dafs das Wasser 
so sich der Luft anschliefst und damit in Berührung bleibt. 
Darum folgen sie sich immer abwechselnd. 


1) Vgl. Herons Druckwerke S. 31, 23. 
2) Nach Vermutung zugesetzt. 





4 et postremo ... applieabit suspecta 7 congregatam 
Rochas (“reunie) 24 alius modi: f. alia huiusmodi. cf. p. 464,19 
25 aliquid: aliud .Kochas 


eo 


414 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


VII. 


Ignis quoque natura aéri commiscetur, et ideo 
aör cum eo attrahitur, ut ex dicendis palam erit. fiat 
itaque pila plumbea vacua intus et capax, mediocris 


in magnitudine, nec nimis sit tenuis, ne cito frangatur, 5 


nec sit ponderosa, sed bene sicca, ut melius fiat quod 
volumus. deinde perforetur in summo et inponatur 
canalis curvus descendens fere usque ad fundum, ponatur 
etiam aliud caput canalis eiusdem | in vase alio aqua pleno 
fere ad fundum 
ut in priori, ut 
melius effluat 
aqua. sitque pi- 
la A, eanalis B, 
vas G. dico 
igitur quod si 
opposueris pi- Fig. 114. 

lam soli, quan- 

do calefacta fuerit, extra exibit pars aéris inclusi in 
canali. et hoc visui patebit, quia aér cadet a canali 
in aquam et miscebit eam et faciet ampullas multas 
unam post aliam. si vero reposita fuerit pila in umbra 
vel ubieunque radius solis non affuerit, ascendet aqua 
per eanalem, donee descendat in pilam. postea si re- 
posueris in sole, revertetur aqua in vas illud, | et adhuc 
si e converso, et quocienscunque iteraveris, ita semper 
continget. vel si etiam pilam cum igne calefeceris, idem 


23 solius Rosii errori typothetae sine dubio debetur 25—26 
et adhue si e converso suspecta 


10 





20 


25 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 475 


VII. 


Auch das Feuer!) steht von Natur mit der Luft in Ein 
Verbindung, und deswegen wird die Luft durch das- re 
selbe!) angezogen’), wie aus dem Folgenden sich 

5 ergeben wird. Man stelle eine Bleikugel von mäflsiger Grófse 
her, die inwendig leer und geräumig ist. Sie sei weder 
zu dünn, um nicht gleich zu platzen, noch zu schwer, aber 
ganz trocken, auf dafs unsere Absicht besser zur Ausführung 
kommt. Dann durchbohre man sie oben, setze einen ge- 

10 bogenen Heber ein, der fast bis auf den Boden reiche. 
Auch stelle man das andere Ende desselben Hebers in 
ein anderes, mit Wasser gefülltes Gefäfs. Dieses Ende 
reiche wie in dem ersten Gefüíse fast bis auf den Boden, 
um den Ausflufs des Wassers zu erleichtern. Die Kugel 

15 sei a (Fig. 114), die Röhre b, das Gefäfs g. Ich behaupte 
also, wenn man die Kugel in die Sonne stellt, so wird 
nach Erwärmung der Kugel ein Teil der in der Röhre 
eingeschlossenen Luft hinausgehen. Dies wird man sehen, 
weil die Luft aus der Röhre ins Wasser strömt, es ın 

20 Bewegung setzt und viele Luftblasen, eine nach der andern, 
hervorruft. Wird aber die Kugel in den Schatten gestellt 
oder an irgend eine Stelle, zu der kein Sonnenstrahl dringt, 
so wird das Wasser durch die Röhre emporsteigen, bis 
es (bei der zweiten Biegung) nach unten in die Kugel 

25 fliefst. Stellt man sie nachher wieder in die Sonne, so 
wird das Wasser in jenes Gefüís zurückfliefsen und ebenso 
umgekehrt,*) und so oft man den Vorgang wiederholt, wird 
sich allemal diese Erscheinung zeigen. . Auch wenn man 





1) Es ist das Feuer als Element gemeint, welches nach 
peripatetischer Ansicht an den Ather grenzt. Vgl. Heron 8. 11, 22. 

2) Vgl. Heron S. 225 und ‘Zur Geschichte des Thermoskops’ 
in den Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik VIII 
163—173. 

3) Das heifst also nach unserer Ausdrucksweise: 'die Luft 
wird ausgedehnt’. 

4) D. h. stellt man sie wieder in den Schatten, so steigt 
das Wasser wieder. 


A16 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


eveniet, vel etiam si inposueris pile aquam calidam. 


$i vero infrigidata fuerit, exibit. 


VIII. 


Quod modo dicturus sum, preeunti similatur ingenio, 
nec fit hoc nisi quia locus vaeuus esse non potest. 5 
quia si evacuaretur aér, statim succedit aliquid cor- 


porum que ipsi aéri commiscen- 
tur, quia *sui pro natura inpel- 
luntur. et hoe quidem asserunt 
professores sciencie naturalis, qui- 
bus similiter opinamur. unde et 
manifestabimus quod locus vacuus 
esse non potest ab aére vel ab 
aliquo aliorum corporum. cuius 
exemplum est, ut infundamus 
aquam in vas quod sit A, in 
cuius medio fiat stans quoddam, 
quod sit D, ad modum candelabri 
super aquam erectum, et in eius 
summo ponamus candelam que 
sit C ardentem, super quam 













| 
Ill 


fl 


| 


m 


, 20 
Fig. 115. ; 


convertatur vas quod sit D, ita quod eius os prope 
aquam sit et locus candele in ipsius medio sit. 
quo faeto paulo post videbis aquam que est in vase 
subteriori ascendere sursum ad vas superius. quod 25 
quidem non accidet nisi propter hoc quod memoravi- 
mus, quoniam aér in illo vase | contentus periit propter 


2 f. exibit (pars aque in vase contente» 
natura? 22—23 prope aquam: an sub aqua? 


8 quia pro sua 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 477 


die Kugel mit Feuer erwürmt, wird dieselbe Wirkung er- 
zielt, oder selbst wenn man heifses Wasser auf die Kugel 
giefst. Wird sie dagegen abgekühlt, so wird ein Teil des 
in dem Gefälse enthaltenen Wassers!) herauskommen. 


5 VIII. 


Der folgende Versuch ist dem vorhergehenden Die Saugkerze. 
ähnlich. Er gelingt nur deswegen, weil es kein (kon- ""* ^ 
tinuierliches) Vakuum geben kann. Denn wenn die Luft 
evakuiert werden sollte, tritt sofort irgend einer von den 

ı0 Körpern an ihre Stelle, die mit der Luft selbst in Ver- 
bindung stehen, weil sie zufolge ihrer Natur hineingedrängt 
werden. Das behaupten wenigstens die Lehrer der Natur- 
wissenschaft, und ähnlich wie die urteilen wir auch. 
Daher wollen wir darthun, dafs kein Ort schlechthin leer 
ı5 von Luft oder irgend einem der anderen Körper sein 
kann. Man mag z. B. Wasser in ein Gefäls « (Fig. 115) 
giefsen, in dessen Mitte nach Art eines Kandelabers ein 
Untersatz b aufgestellt werde, welcher über das Wasser 
emporragt. Auf seine Spitze stelle man eine brennende 
20 Kerze c, über welche umgekehrt ein Gefäls d gestülpt 
werde, so dafs seine Mündung im?) Wasser ist und der 
Standort der Kerze in dessen Mitte liegt. Hat man dies 
ausgeführt, so wird man bald darauf das Wasser, welches 
in dem unteren Gefüíse enthalten ist, nach dem oberen 
25 Gefüfse aufwürts steigen sehen. Dies ist nur aus dem 
erwühnten Grunde móglich, da die in jenem (umgestülpten) 
Gefäfse enthaltene Luft durch das brennende Licht ver- 
flüchtigt?) ist, weil sie wegen der Flamme nicht unver- 
ändert weiter bestehen kann. Hat sich aber jene Luft 
30 infolge der Bewegung (Wirkung) des Feuers verflüchtigt, 


1) Die Worte “ein Teil... Wassers’ sind nach Vermutung 
gegeben. 

2) Im lateinischen Texte steht ungenau: “dicht am Wasser’. 

3) Es ist die Verbrennung des Sauerstoffs gemeint. Die 
Flamme erlischt natürlich nach einiger Zeit. 


478 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS, 


ignis aecensionem, quia non potest propter ignem 
durare; postquam autem perierit aér ille per motum 
ignis, continget quod elevabit ignis aquam seeundum 
quantitatem illius quod peribit de aére. et hoc accidens 
simile est illi quod contingit canali predieto. scilicet 5 
in hoe vase eandele supraposito aér consumitur, quia 
inveterascit, ut ita dicam, propter ignem extenuatus. 
et ideo elevatur aqua succedens, et subintrans locum 
eius inplet, quia vacuus fiebat. et hec est figura 
huius rei. 10 


IX. 


Constat quidem ex premissis quod posita una parte 
canalis in vas plenum aqua, si quis suxerit ex alia, 
detrahetur aqua, donee omnino evacuetur cum canah 
illo. unde tale propona- 15 
tur exemplum.  perfore- 
tur vas A in lateris fere 
summitate D, et inpona- 
tur canalis C usque prope 
fundum vasis firmiterque 
in foramine ligetur ap- 
tatus cum vase. et sit 
pars canalis exterior ali- 
quantulum prolixior in- 
ferius descendens quam 
interior. dehine inpleatur 
vas aqua, quousque elevetur supra summitatem canalis. 
et incipiet emanare. quia enim aqua altior est, cum 
inpletur interior pars C, et addicio aque inpellit 
aérem qui est in C, et inpulsum sequitur non cessans 80 





Fig. 116. 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 479 


so ist die Folge, daís das Feuer das Wasser emporhebt, 
je nach der Quantität Luft, welche verflüchtigt wird. 
Dieser Vorgang ist dem in der oben erwähnten Röhre 
(Kap. VII) ähnlich. Nämlich in dem über die Kerze ge- 
5 stülpten Gefüfse wird die Luft verbraucht, weil sie durch 
die Flamme verdünnt, so zu sagen, matt und kraftlos 
wird. Und deswegen steigt zum Ersatz das Wasser (in 
dem umgekehrten Gefüfse) auf und füllt, indem es von 
unten eintritt, den leer gewordenen Luftraum an. Die 
ı0 Figur hierzu ist folgende (Fig. 115).') 


IX. 


Aus dem Voraufgehenden ergiebt sich: wenn man Der gebogene 
den einen Schenkel eines Hebers in ein Gefüfs voll wie 1ıe 
Wasser stellt und den andern Schenkel ansaugt, so 

i5 wird das Wasser angezogen, bis es gänzlich mit Hilfe des 
Hebers abgelaufen ist. Deswegen führe man folgenden 
Versuch vor. Das Gefüfs a (Fig. 116) durchbohre man 
etwa am äulsersten Punkte b seiner Seite, setze einen 
Heber c ein, der fast bis auf den Boden reiche und fest 
20 (und luftdicht) in dem Loche mit dem Gefälse verpalst 
und verbunden werde. Der äulsere Heberschenkel sei 
nach unten etwas länger als der innere. Hierauf fülle 
man das Gefäls mit Wasser, bis es über den höchsten 
Punkt des Hebers steigt. Dann wird er anfangen zu 
25 fliefsen. Da nämlich das Wasser (im Gefälse) höher steht 
(als der Heber), wenn der innere Schenkel c gefüllt wird, 
so drängt das Hinzugiefsen von Wasser die Luft in c fort, 


1) Denselben Versuch haben später van Helmont (1577 —1644) 
und Robert Fludd (1574—1637) beschrieben. Ob ihnen Philos. 
Ausführungen bekannt waren, steht dahin. Vgl. A. de Rochas 
Traité des Pneumatiques de Philon de Byzance. Extrait de la 
Revue Archéologique. Juin et aoüt 1881. Sond.-Abdr. S. 17. 

2) Vgl. Heron 8. 29. 31. 83. 85. 


1 cum igne Rose secundwm cod. Lond. cf. v. 7. 


480 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


310 effluere, donee | prorsus evacuetur quidquid aque fuerit 
in vase. et hec est figura huius rei. 


X6 


Quidam ex huiusmodi artificiorum 
opificibus conati sunt, ut facilius fa- 
cerent genus vasis intus latentem 
ponentes canalem hoc modo. sit vas 
ABG foratum subtus in medio, ubi 
sit G, et intromittatur per foramen 
canalis ibidem firmiter aptatus, qui 
sit G.D, directe erectus fere ad sum- 
mitatem AD. huie coaptetur cireum- 
positus canalis alius ad vas firmatus 
qui sit ET K, ita tamen ut relictis 
ad T et K foraminibus aqua possit 
ibidem introire, si vasi fuerit infusa. 
que paulatim ascendens a X et 7’ ver- 3 
sus E, cum ad E pervenerit, per @D 
descendet emanans in stacionarium. 








' 
« 


10 


&- 


————————— c-r 


15 


Fig. 117. 


XI. 20 


Post hoe autem aliud est dicendum elementum. 
quod est, ut fiat vas quod sit AD, in cuius fundo 
minuta fiant foramina, ubi sit E, H. cum igitur inple- 
veris vas illud per inpulsionem in aquam, si obstruxeris 
os vasis cum digito, nichil emanabit. sed quando s5 
removes digitum ob ore, incipiet aqua effluere. caven- 
dum autem est, ne nimie capacitatis sit vas, propter 
ponderositatem aque, que descendet vi, si nimia fuerit. 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 481 


und der verdrüngten Luft folgt das Wasser, welches nicht 
eher aufhört auszufliefsen, als bis alles im Gefälse ent- 
haltene Wasser völlig ausgelaufen ist. Dazu gehört folgende 
Figur (Fig. 116). 

5 X 

Einige von den Verfertigern derartiger Apparate _Der latente 

haben es unternommen, die Einrichtung des Gefälses ee 
dadurch bequemer zu gestalten, dafs sie in folgen- Fig. 117.9 
der Weise den Heber innen versteckt anbrachten. Es sei 

10 das Gefáfs abg (Fig. 117) unten in der Mitte bei g durch- 

: bohrt. Durch das Loch setze man eine Röhre ein, welche 
genau in das Loch des Gefüíses palst. Das sei gd, welche 
fast bis zum oberen Rande ab gerade emporsteigt. Diese 
sei umschlossen von einer anderen Röhre etk, die an dem 

15 Gefälse befestigt ist, jedoch mit der Einschränkung, dafs 
bei £ und % Löcher freibleiben und eben hier Wasser ein- 

. treten kann, welches etwa in das Gefäls gegossen wird. 
Dieses steigt allmählich von k und f nach e. Ist es bei 
e angelangt, so wird es durch gd nach unten in seinen 

20 Behälter (Cisterne oder dergl.) fliefsen. 


XI. 


Sodann ist noch ein andrer elementarer Versuch Ein Stechheber 
‘ zu erwähnen. Dieser besteht darin, daís man ein Bi; Fere 
Gefüfs ab (Fig. 118) herstellt, in dessen Boden man "ie. 189 
35 bei e und % kleine Löcher bohrt. Wenn man dieses Gefüfs 
ins Wasser taucht und füllt, so wird nichts ausströmen, 
falls man die Mündung des Gefälses mit dem Finger zu- 
hält. Nimmt man aber den Finger von der Mündung 
' weg, so wird das Wasser anfangen auszuströmen. Man 
30 mufs sich aber davor hüten, dafs das Gefäls nicht zu 
geräumig ist, wegen der Schwere das Wassers, das not- 
gedrungen abfliefsen wird, wenn es zu viel ist. Hält man 


1) Vgl. Heron 8. 41. 
2) Vgl. Heron $. 57. 59. 


Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 31 


211 


482 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


quod si vasi huiusmodi pleno folium vel aliquod tale 
ad os posueris et cum | manu id ori applicans vas 
totum converteris, manebit ibi 
folium pendens aliquamdiu, tam- 
quam esset affixum, vel si etiam 
cribrum ori adiunxeris et con- 
verteris, nichil penitus de aqua 
exibit. cuius ratio est eo quod 
hine et inde aqua accurrens mi- 
nuta illa inplebit foramina nec 
amplius descendet, quia non po- 
test aér subintrare, cum aqua non 
exeat; et prius ostensum est quod nichil vacuum esse 
potest. cum igitur aér non habeat, ubi subintret, manet 
aqua stans, non recedens. cuius hee est figura. 


XII. 


Fiat etiam vas ore stricto quod sit AB perforatum 
in fundo ubi sit D, per quod intret ortogonaliter 
canalis in summo recurvus pertingens fere ad collum 
vasis qui sit ODE, et sit pars eius que est DE in 
vase erecta, reliqua vero pars que est OD sit exterius 
extensa. cuius extremitas que sit C intret in vas 
aliud, quod sit @ HZ sitque subtus foratum. et aptentur 
ambo hee vasa stantia super quoddam concavum quod 
sit MN, ita quod aqua emanans e fundo vasis quod 
est G HZ in loco T possit effluere et non alias. aptetur 
quoque canalis alius vasi AB, exiens in loeo R, extensus 
ita quod eaput eius quod sit P elevetur supra vas 


15 f. cuius (rei) 





20 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 485 


nun bei einem derartig gefüllten Gefälse ein Blatt oder 
etwas Ähnliches an die Mündung, legt es mit der Hand 
darauf und kehrt das Gefäfs ganz um, so wird das Blatt 
eine Zeitlang hüngen bleiben, gleich als ob es angeheftet 
5 wäre. Oder auch wenn man einen Durchschlag an die 
Mündung legt und das Gefüfs umkehrt, wird durchaus 
vom Wasser nichts ausstrümen. Der Grund dafür liegt 
in dem Umstande, dafs hier und dort das Wasser, welches 
zuströmt, zwar jene kleinen Löcher füllen, aber nicht 
10 weiter nach unten fliefsen wird, weil die Luft nicht hinein- 
kommen kann, wenn kein Wasser austritt, und dafs ein 
(kontinuierliches) Vakuum unmöglich ist, ist oben gezeigt 
worden. Da also die Luft keinen Punkt hat, wo sie ein- 
dringen kónnte, bleibt das Wasser stehen, ohne zu weichen. 
15 Hierzu gehört folgende Figur (Fig. 118). 


XII. 
Man stelle auch ein Gefäls ab (Fig. 119) mit Ein konstanter 


enger Mündung her, das auf dem Boden in d durch- Meu 
löchert sei. Durch das Loch gehe senkrecht eine oben 

20 umgebogene Röhre, die fast bis zum, Halse des Gefülíses 
reicht. Dies sei cde. Ihr Arm de steige im Gefälse 
empor, der übrige Teil cd erstrecke sich nach aulsen. 
Sein Ende c gehe nach einem anderen Gefüfse ghz, welches 
unten durchbohrt sei. Diese beiden Gefáfse mögen auf 

35 irgend einer hohlen Basis mn stehen und in passender 
Weise so aufgestellt werden, dafs das aus dem Boden des 
Gefüfses ghg ausströmende Wasser in / und nicht ander- 
würts ausfliefsen kann. Mit dem Gefälse ab setze man 
auch eine andere Röhre in Verbindung, die im Punkte r 

30 austritt und so weit vorspringt, dafs ihr Ende p sich über 
das Gefüfs ghz erhebt. Diese Röhre sei pqr. Wenn 
man also das Gefüfs ab mit Wasser füllt bis zu einer 
Höhe, welche geringer ist als de, und seine Mündung mit 


1) Vgl. Heron 8. 105. 
31* 


484 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


32 GHZ, qui canalis sit PQR. cum igitur | inpleveris 
aqua vas AB minus altitudine DE et obstruxeris os 
elus cooper- 
culo quod sit 
X Y, non ces- 
sabit aqua flu- 
ere per P in 
vas G H Z, do- 
nec  inpleto 
super quod 
constituitur 
concavo fiat 
aque ascensio 
usque ad C. 
quo aqua re- 
pleto non ha- 
bebit aér quo 





Fig. 119. 


intret in vas | 

ABD, et omnino cessabit aqua effluere per P, usque 
quo evacuetur pars C, et tune iterum exibit ut prius. 20 
et sic semper manebit eiusdem altitudinis. 


XIII. 


Ad idem quoque fiat aliud vas eiusdem generis, 
sed levius quod sit ADB super duas colummas JD, E, 
cuius os sit C et canalis exiens RP. sitque una» 
coluninarum concava, per quam intret in vas AB ca- 
nalis extensus ad vas G.HZ et subintrans in loco Z, 
qui sit canalis QFZ. apteturque vas G.HZ suppo- 


15—16 f. repleto (et parte C obstructa) 24 levius: 
"plus large! (id est largius) Rochas: f. altius 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 485 


dem Deckel xy verschliefst, so wird das Wasser nicht 
aufhören durch p in das Gefüís ghz zu fliefsen, bis die 
hohle Basis, auf welcher das Gefüfs (ghz) steht, gefüllt 
ist und das Wasser bis c steigt. Ist nämlich die Basis 
5 mit Wasser gefüllt (und c durch das Wasser verschlossen), 
so kann keine Luft mehr ins Gefüís ab treten, und das 
Wasser wird gänzlich äufhören durch p auszuströmen, bis 
die Mündung c (wieder) frei geworden ist. Dann wird 
das Wasser wieder wie vorher ausfliefsen. Und so wird 
10 der Wasserspiegel immer in gleicher Höhe bleiben. 


XIII. 


Zu demselben Zwecke stelle man auch einen Ein konstanter 
anderen derartigen, aber leichteren (?)!) Behälter ab bicho 
(Fig. 120) über 
zwei Süulen d, e her. 
Öffnung des Behälters 
sei c, und rp sei die 
Ausflufsröhre. Eine der 
Säulen sei hohl, damit 
durch sie nach dem Be- 
hälter ab eine Röhre 
gehe, die sich bis zum 
Gefälse ghz erstreckt 
und unten in z eintritt. 
Dies sei die Röhre gfz. 
Das Gefüís ghz stelle 
man passend so auf, 
dafs es unter die Aus- 
mündung des Ausflufs- 
rohres zu stehen kommt, 
nämlich unter p, so dafs 
das aus p ausstrümende 
Fig. 120. Wasser in dieses (Ge- 





1) Vielleicht ist *hóheren' statt 'leichteren? zu schreiben. 


486 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


situm ori canalis egredientis, scilicet. P, ita quod aqua 
emanans a P decidat in ipsum. inpleto igitur vase AB 
secundum altitudinem R et obstructo ore eius quod 
est C, exibit aqua per P in vas G HZ, quousque in- 
pleatur. et fiet omnino hoc in vase, ut in predicto. 


na 


XIV. 
Et ad idem fiant vasa talia AB et GHZ cum suis 
canalibus PQR, CODE omnino ut prius, nisi quod 
interponatur paries ST. inpleto igitur vase AD fere 





Fig. 121. 


usque ad P et eius ore obstructo quod sit O, descendet 10 
aqua per C.D emanans ad E et ibi subintrans in vas 
G HZ, donee perveniat ad R, et ita erit ut prius. 


AY] | 
315 Item fiat vas aliud una superficie contentum quod 
sit A BC, habeatque a lateribus duobus canales exeuntes 15 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 487 


fäls ghz) niederfalle. Füllt man nun den Behälter ab bis 
zur Hóhe r (?)*) und schliefst seine Mündung c?), so wird 
das Wasser durch p in das Gefäls ghz laufen, bis es (bis z) 
gefüllt ist, und es wiederholt sich bei dem Gefüíse (ghz) 
5 ganz derselbe Vorgang wie bei der vorhergehenden Ein- 
richtung.) 
(5 XD 


Zu demselben Zwecke mache man (zwei andere) Ein konstanter 
derartige Gefüfse ab (Fig. 121) und ghz nebst ihren ARS EN 
19 Róhren pqr, cde ganz wie vorher, nur stelle man 
eine Scheidewand*) st dazwischen. Ist also das Gefäls ab 
fast bis p gefüllt und dessen Öffnung o geschlossen, so 
wird das Wasser durch cd nach unten bis e strömen und 
dort in das Gefäls ghz treten, bis es zu r gelangt. So 


i15 wird sich der frühere Vorgang wiederholen. 


AV. 


Ebenso mache man ein anderes Gefäls abc Das konstante 
(Fig. 122), das (als Kugel) nur aus einer Oberfläche ren m 
besteht.9) Es sei an zwei Seiten mit den Ausfluls- 
20 röhren cd, be versehen sowie mit einer in das Gefäls ghz 
(Bauch einer Lampe) senkrecht niedergehenden Róhre, die 
. "Juftdieht in beiden Gefüfsen in ! und m befestigt ist. Das 
sei die Röhre klmn. Gewisse Teile des Gefälses ghz mögen 
in Form von Nachtlampen an den Aufsenseiten hervor- 
25 stehen und unter den Röhren cd, be liegen, jeder unter der 
zugehörigen. Das seien gt, sz. Wenn man nun das Gefäls 


1) Richtiger wäre q. Vgl. Z. 12. 2) Die Luft tritt dann 
durch zfg in ab ein. 3) Diese vier Apparate (Kap. 12—15) 
entsprechen im Prinzip dem intermittierenden Brunnen. Vgl. 
Müller-Pouillet Lehrbuch der Physik (1883) S. 157. 4) Wohl 
um das Vorratsgefäls dem Zuschauer zu verdecken. 5) Vgl. 
die Abhandl. zur Gesch. d. Math. VIII, 213 6) Der Relativ- 
satz ist verdächtig. 


D ARAS T0 4—5 f.inpleatur (usque ad Z). 14 unà 
superficie contentum dubia 


488 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS. 


que sint CD, BE. et habeat canalem erectum de- 
scendentem intus in vas G HZ firmiter in utroque 
vasorum fixum in locis Z et JM, qui sit canalis K LM N, 
sintque particule quedam vasis G HZ ad modum 
crucibulorum a lateribus exeuntes subtense canalibus 5 
C D, BE, queque suo, que sint 
G T, SZ. cum igitur inpleveris 
aqua vas A BC minus altitu- 
dine N, effluet liquor per op- 
positum CD in SZ et per BE 10 


in G T, hine et inde influens 


«c 
L| LN 
in vas @ HZ, donec perveniat t KESISE s 
ad extremum canalis L K, quo NEL Tr 
S7 





EX 


repleto cessabit emanatio ad 

JD et E. sit, inquam, liquor b 15 
in vase ABC oleum, et apte- Py 

tur lychnium in vase G HZ vel papirus ubi est oleum, 
et secundum quod ardendo consumpserit de oleo in | 
G HZ, descendet paulatim ab ABC per D et E. hee 


autem et eiusdem generis sunt et ad idem valent. 20 


XVI. 


Item fiat vas subforatum et canalem subterius | 
habens, ut sit G, quantalibet eius parte et quotlibet 
disiunetum claustris que sint 4, B, C, D, E, . . . quorum 
quodlibet sit et subterius et superius perforatum. 25 
quibus singulis quibuslibet liquorum repletis, si fora- 
mina superiora obstruxeris, nichil emanabit per in- 
feriora. quocunque vero superiori aperto descendet 
liquor effusus per subterius, emanans per canalem vasis 
qui est G. 30 


DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 489 


abc unterhalb des Niveaus n mit Wasser füllt, so wird 
die Flüssigkeit durch die gegenüberstehende Röhre cd nach 
sz und dureh be nach gí und so auf beiden Seiten in das 
Gefüfs ghz fliefsen, bis es zur Mündung der Röhre Ik 
5 (innerhalb der Lampe) kommt. Wenn diese Mündung (durch 
die Flüssigkeit) verschlossen ist, wird der Ausflufs bei d 
und e aufhören. Nun: sei z. B. die Flüssigkeit in dem Ge- 
fäfse abe Öl, und man lege in das Gefäls ghz da, wo sich 
das Öl befindet, einen Docht oder Papier. Je nach der 
10 Quantität Öl, die er beim Brennen in ghz verbraucht, wird 
nach und nach Öl aus abe durch d 
und e nach unten fliefsen. Dieser 
Vorgang gehört derselben Art an 
und hat dieselbe Bedeutung. 


XVI. 


Man stelle ferner ein Ge- Mehrfacher 
füfs her, das unten durch- YU e 
bohrt, mit einer Ausfluls- 
rühre g (Fig. 123) versehen und 
zu einem beliebig grofsen Teile 
durch beliebig viele Scheidewände 
abgeteilt ist. Das seien a, b, c, d, € 
(so dafs sechs Räume entstehen) ?), 
von welchen jeder unten und oben 
durchbohrt ist. Hat man sie ein- 
zeln mit beliebigen Flüssigkeiten 

gefüllt und die oberen Löcher verstopft, so wird unten 

nichts herausfliefsen. Dagegen wird die Flüssigkeit aus 
jeder Kammer, die oben offen ist, lebhaft nach unten 
30 fliefsen und dureh das Ausflufsrohr g ausstrümen. 





1) Vgl. Heron S. 65. 2) Das Eingeklammerte ist nach 
Vermutung zugesetzt. Vgl.auch bei Rose die handschriftlichen 
Figuren, die etwas abweichen und wenig deutlich sind. 


1 que: f.qui. cf.v.5—6 17 liemium cod. Monac.: corr. Rose 
(idem. in contextu hcinium) 24 f. Qut fiant sex loca,» quorum 


VITRUVII DE ARCHITECTURA. 
I, 6, 2. 


23,21. Ventus autem est aéris fluens unda cum incerta 
^ motus redundantia. nascitur, cum fervor offendit umorem 
et impetus tactionis exprimit vi spiritus flatus. id 5 
autem verum esse ex aeolipilis aereis licet aspicere et 
24 de latentibus caeli rationibus | artifieiosis rerum in- 
ventionibus divinitatis exprimere veritatem. 

Fiunt enim aeolipilae aereae cavae. hae habent 
punetum angustissimum, quo aqua infunduntur, con- 10 
locanturque ad ignem et, antequam ealescant, non habent 
ullum spiritum, simul autem ut fervere coeperint, effi- 

24,6 ciunt. ad ignem vehementem flatum. 


een, 


25,4 Item sunt ex aqua conquisitae ab eisdem seriptori- 15 
bus horologiorum rationes, primumque a Ctesibio 
Alexandrino, qui et vim spiritus naturalis pneu- 


5 tactionis Rose: factionis G(udianus 69 saec. XI) H(ar- 
leiamus 2767 saec. IX) vi Rose: vim GH 10 quo aqua 
locundus: quae aqua @: exspectes aquae 17 et vim Rose: 
etiam GH 


VITRUVS BAUKUNST. 


L 6, 2. 


Wind ist eine strómende Luftwelle mit unbestimm- Die Aolipile.') 
" tem Überschusse an Bewegung. Er entsteht, wenn Hitze 
5 auf Feuchtigkeit stófst und die Heftigkeit der Berührung 
gewaltsam das Wehen des Windes hervorruft. Daís dem 
so sei, kann man aus den bronzenen Äolipilen erkennen, 
und man vermag hinsichtlich der verborgenen Gesetze der 
Atmosphäre durch künstliche Erfindungen die göttliche 
10 Wahrheit zu ermitteln. 

Es werden nämlich hohle Windbälle (Windkugeln, 
Aolsbälle, Äolipilen) aus Bronze gemacht. Diese haben 
eine sehr enge Öffnung, durch welche sie mit Wasser 
gefüllt werden, (dann) werden sie ans Feuer gestellt und 

15 zeigen, bevor Sie warm werden, überhaupt keinen Luft- 
hauch. Sobald sie aber anfangen heifs zu werden, so 
rufen sie am Feuer ein heftiges Wehen hervor. 


TX. 9) 2-551 


Ebenso ist die Herstellung von Uhren?) mit Ktesibios er- 

30 Hilfe von Wasser von ebendenselben Schriftstellern Eoi E 

zusammenfassend beschrieben, und zwar zuerst von Maschinen. 
Ktesibios aus Alexandria, welcher sowohl die Kraft 


der natürlichen Luft (im komprimierten Zustande) entdeckt 


1) Vgl. oben 8.231 Herons Äolipile und die Bemerkung zu 
Fig.55 in der Einleitung. S. auch Abh. z. Gesch. d. Math. VIII, 210. 
2) Nämlich derjenigen Uhren, welche es ermöglichen sollen, 
den Tag zu jeder Jahreszeit in Äquinoctialstunden zu teilen. 


3 


238 


492 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


maticasque res invenit. sed uti fuerint ea exquisita, 
dignum est studiosis agnoscere. Ctesibius enim fuerat 
Alexandriae natus patre tonsore. is ingenio et industria 
magna praeter reliquos excellens dictus est artificiosis 
rebus se delectare. namque cum voluisset in taberna sui 
patris speculum ita pendere, ut cum duceretur susum- 
que reduceretur, linea latens pondus reduceret, ita 
conlocavit machinationem. canalem ligneum sub tigno 
fixit ibique trocleas conlocavit. per canalem lineam 
in angulum deduxit ibique tubulos struxit. in eos 
pilam plumbeam per lineam demittendam curavit. ita 
pondus cum decurrendo in angustias tubulorum pre- 
meret caeli crebritatem, vehementi decursu per fauces 
frequentiam caeli compressione solidatam extrudens 
in aérem patentem offensione tactus sonitus expresserat 
claritatem. ergo Ctesibius cum animadvertisset ex 
tactu eaeli et expressionibus spiritus vocesque nasci, his 
prineipiis usus hydraulicas machinas primus in- 
stituit. item aquarum expressiones automatopoeetasque 
machinas multaque deliciarum genera, in his etiam 
horologiorum ex aqua comparationes explicuit. 
Primumque constituit cavum ex auro | perfectum 
aut ex gemma terebrata. ea enim nec teruntur per- 
cursu aquae nee sordes recipiunt ut obturentur. nam- 
que aequaliter per id cavum influens aqua sublevat 
scaphium inversum, quod ab artificibus phellos sive 
tympanum dicitur. in quo conlocata est regula ver- 
satili tympano dentieulis aequalibus perfecta. qui 
dentieuli alius alium. inpellentes versationes modicas 
faciunt et motiones. item aliae regulae aliaque tym- 
pana ad eundem modum dentata una motione coacta 


ren 


5 


30 


5 


i 


oO 


15 


20 


30 


VITRUVS BAUKUNST. 493 


als pneumatische Erfindungen gemacht hat. Es lohnt sich 
für Lernbegierige zu erfahren, wie dies ausfindig gemacht 
ist. Ktesibios war nämlich zu Alexandria als Sohn eines 
Barbiers!) geboren. Ktesibios, welcher sich durch Intelli- 
genz und grolsen Fleifs vor den übrigen hervorthat, hatte, 
wie man sagte, an kunstvollen Erfindungen seine Freude. 
Denn als er in dem Laden seines Vaters einen Spiegel 
so herabhängen lassen wollte, dafs eine verborgene Schnur 
ein Gewicht zóge, wenn der Spiegel nach unten und 
zurück nach oben gezogen würde, traf er folgende Vor- 
riehtung. Er befestigte eine hólzerne Rinne unter einem 
Balken und setzte dorthin Rollen. Durch die Rinne führte 
er eine Schnur nach einer Ecke und stellte dort kleine 
(in einander gefügte) Róhren her. In diese liefs er an der 
Schnur eine Bleikugel hinabgehen. Wenn so das Gewicht 
in den engen Róhren niederging und die Luftmasse kom- 
primierte, so drüngte es (eben) durch das ungestüme 
Niedergehen die durch den Druck (gleichsam) kompakt 
gewordene Luftmasse durch die Öffnung hinaus in die freie 
Luft und erzeugte so durch den Zusammenstoís bei der 
Berührung (der in der Róhre enthaltenen Luft mit der 
atmosphärischen) einen hellen Ton. Als Ktesibios daher 4 
bemerkt hatte, dafs infolge des Herauspressens der (inneren) 
Luft und der Berührung der (atmosphürischen) Luft 
Windtóne entstehen, so benutzte er diese Prinzipien und 
stellte zuerst hydraulische Maschinen her. Ebenso 
führte er Vorrichtungen zum  Ausspritzen von Wasser 
(Wasserdruckwerke), Automaten und amüsante Dinge 
mancherlei Art aus und entwickelte unter diesen auch 
die Herrichtung der Wasseruhren. 

Zunächst stellte er eine Öffnung her aus Gold (in 
Gold gefalst) oder aus einem durchbohrten Edelsteine, 
Denn diese Dinge nutzen sich beim Durchfliefsen des 
Wassers nicht ab und lassen auch den Schmutz sich nicht 


1) Zur Kritik dieser Anekdote vgl. Susemihl Gesch. d. gr. 
Latt. I, 735. 


238, 11 


259, 18 


2 


260 


494 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


versando faciunt effectus varietatesque motionum, in 
quibus moventur sigilla, vertuntur metae, calculi aut 
ova proiciuntur, bucinae canunt reliquaque parerga. 


X, 12. 


Insequitur nunc de Ctesibica machma, quae in 
altitudinem aquam educit, monstrare. 

Ea fit ex aere, cuius in radicibus modioli fiunt 
gemelli paulum distantes, habentes fistulas furcillae 
figura similiter cohaerentes, in medium catinum con- 
currentes. in quo catino fiunt asses in superioribus 
naribus fistularum coagmentatione subtili conlocati, 
qui praeobturantes foramina narium non patiuntur 
(redire» quod spiritu in catinum est expressum. supra 
catinum paenula ut infundibulum inversum est attem- 
perata et per fibulam | eum catino cuneo traiecto con- 
tinetur, ne vis inflationis aquae eam cogat elevari. 
insuper fistula, quae tuba dieitur, coagmentata in alti- 
tudine fit erecta. modioli autem habent infra nares 
inferiores fistularum asses interpositos supra foramina 
eorum quae sunt in fundis. ita de supernis in modiolis 
emboli masculi torno politi et oleo subacti conclusique 
regulis et vectibus commoliuntur qui erit aér ibi cum 
aqua Cet» assibus obturantibus foramina cogentes trudunt 
inflando pressionibus per fistularum nares aquam in 
catinum, e quo reciplens paenula spiritu exprimit per 


13 redire add. Rose spiritu loc.: spiritus GH 16 ele- 
vari Schneider: elevare GH 23 et add. Rose cogentes 
trudunt Rose: cogent. extrudent GH 25 spiritu Perrault: 
spiritus GH 


Im 


0 


[a 


5 


VITRUVS BAUKUNST. 495 


ansetzen, durch den eine Verstopfung herbeigeführt werden 
könnte. Vielmehr fhefst durch eine solche Offnung das 5 
Wasser gleichmäfsig und hebt einen Schwimmer (ein um- 
gestülptes Becken [Scaphium]), welcher von den Mechanikern 

5 „der Kork“ (Phellós) oder „die Scheibe“ (Tympanum) ge- 
nannt wird. Darauf ist eine Stange!) gesetzt, welche mit 
kleinen Zähnen versehen ist, die den Zähnen einer dreh- 
baren Welle entsprechen. Indem von diesen Zähnen der 
eine den andern treibt, bringen sie mälsige Drehungen 

10 und Bewegungen hervor. Ebenso rufen andere Stangen 
und andere Wellen, welche auf dieselbe Weise gezahnt 
sind, dureh eine einzige Bewegung getrieben, durch die 
Drehung (wieder) verschiedene Arten von Bewegungen 
hervor, bei welcher sich Figuren bewegen, Säulchen drehen, 

15 Steinchen oder Eier niederfallen, Trompeten erschallen 
und anderes Beiwerk. 


X, 12. 


Es folgt jetzt die Beschreibung der Maschine _Die Spritze 
des Ktesibios, welche Wasser in die Höhe treibt. °°° en 
20 Dieselbe wird aus Bronze gemacht. Am Fulse der- 
selben werden in geringem Abstande von einander zwei 
gleiche Pumpenstiefel (Kolbeneylinder) angebracht, welche 
mit gabelfórmig aufsteigenden Röhren?) versehen sind. 
Diese vereinigen sich in ähnlicher (gabelförmiger) Weise 
?5 und münden zusammen in den Windkessel*), welcher in der 
Mitte liegt. In diesen Windkessel werden an der oberen 
Öffnung der Röhren Druckventile (Klappenventile)?) ein- 
gesetzt und sorgfältig befestigt. Die Ventile verschliefsen 
die Löcher der Mündungen und lassen das, was durch die 


1) Vgl. hierzu Heron S. 163. 

2) Vgl. oben $8. 1231 ff. 

3) Bei Herons Feuerspritze sind das die horizontalen 
Röhren ze, eo. 

4) Der Windkessel fehlt bei Heron. 

5) Diese fehlen bei Heron, sind aber in Fig. 29a vorhanden. 
S. die Einleitung. 


4 


2i 


m 


496 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


fistulam in altitudinem, et ita ex inferiore loco castello 
conlocato ad saliendum aqua subministratur. 

Nec tamen haec sola ratio Ctesibii fertur exquisita, 
sed etiam plures et variis generibus ab eo liquoris 
pressionibus coacto spiritu efferre ab natura mutuatos 
effectus ostenduntur, uti merularum aquae motu voces 
atque angobatae bibentiaque et eadem moventia sigilla, 
ceteraque quae delectationibus oculorum et aurium usu 
sensus eblandiantur. e quibus quae maxime utilia et 
necessaria iudicavi selegi, et in priore volumine de 
horologiis, in hoe de expressionibus aquae dicendum 
putavi. reliqua quae non sunt ad necessitatem, sed 
ad deliciarum voluptatem qui cupidiores erunt eius 
subtilitatis, ex ipsius Ctesibii commentaris poterunt 
invenire. 


X, 13. 


De hydraulis autem quas habeant ratiocinationes, 


.quam brevissime proximeque attingere potero et scrip- 


tura consequi, non praetermittam. 

De materia compacta basi, arca in ea ex aere fabri- 
cata conlocatur. supra basim eriguntur regulae dextra 
ac sinistra scalari forma compactae, quibus includuntur 
aerei modioli, fundulis ambulatilibus ex torno subtiliter 
subaetis habentibus fixos in medio ferreos ancones et 


15 


verticulis cum vectibus coniunctos pellibusque lanatis 25 


involutis. item in summa planitia foramina circiter 


1 interiore G H, corr. Iocundus 4 liquore GH, corr. Rose 

5 coactae spiritus G H, corr. Marini et Iocundus 6 meru- 

larumque motu G. H, corr. Turnebus 17 hydraulis Mar.: hydrau- 

leis GH — 26 involutis codicis Sagrediani additamentwm. cf. 
Graebner p. 13: involutos G.H 


VITRUVS BAUKUNST. 497 


Luft in den Kessel hineingeprefst ist, nicht wieder zurück- 
treten. Auf den Windkessel ist ein Aufsatz in Gestalt 2 
eines umgestülpten Trichters passend aufgesetzt und mit- 
tels einer Heftel mit durchgetriebenem Pflocke mit dem 
5 Kessel verbunden, damit der heftige Druck beim Hinein- 
pressen des Wassers den Aufsatz nicht fortschleudert. 
Darüber wird ein Steigrohr, welches „die Trompete“ (Tuba) 
heifst, eingelötet und senkrecht in die Höhe geführt. Die 
Stiefel haben aber unterhalb der unteren Mündungen der 
ı0 (gabelförmigen) Verbindungsröhren Druckventile, welche 
über den am Boden befindlichen Löchern liegen. So setzen 3 
von oben her in den Stiefeln (Cylindern) glatt gedrechselte, 
mit Öl eingeriebene und (in den Cylindern) eingeschlossene 
Kolben mit Hilfe von Kolbenstangen und Hebeln die Luft 
i5 und das Wasser daselbst in Bewegung, und indem die 
Druckventile die Lócher schliefsen, drüngen und stofsen 
die Kolben durch den Luftdruck das Wasser durch die 
Röhrenmündungen in den Kessel. Daraus erhält es der 
Aufsatz und treibt es mit Hilfe der (komprimierten) Luft 
20 durch das Steigrohr in die Hóhe. Und so wird aus der 
Tiefe, nachdem man einen Behälter aufgestellt, ein hoch- 
springender Wasserstrahl erzeugt. 
Jedoch ist dies nicht die einzige Erfindung des Ktesibios, 4 
welche er sich ausgedacht hat, sondern man zeigt noch 
25 mehrere und zwar wie er (Ktesibios) auf verschiedene 
Arten durch den Druck einer Flüssigkeit die Luft kom- 
primierte und wie jene Vorrichtungen der Natur nach- 
gebildete Wirkungen hervorbrachten, wie z. B. die Stimmen 
von Amseln infolge der Bewegung des Wassers!) und die 
30 Angobaten (kleinere Automaten?) gezeigt werden und 
Figuren, welehe trinken und zugleich eine Bewegung hervor- 
bringen, und andere derartige Dinge, welche durch Ergótzen 
des Auges und Fesselung des Ohres den Sinnen schmeicheln. 
Daraus habe ich ausgewählt, was ich für das Nützlichste 5 
35 und Notwendigste hielt, und ieh habe geglaubt, in dem 


1) Vgl. oben S. 89. 
Heronis op. vol I. ed. Schmidt. Sy. 


498 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


digitorum ternum. quibus foraminibus proxime in 
verticulis conlocati aerei delphini pendentia habent 
catenis cymbala ex ore infra foramima modiolorum 





Fig. 124a 


2 calata. intra aream, quo loci aqua sustinetur, inest 
A q , 
pnigeus uti infundibulum inversum, quem subter taxilli 5 


3 modiorum GH, corr. loc. 4 arcam Joc. cf. p. 496, 20. 
500, 9: aram GH. cf. apud Heron. p. 192, 3 Bouloneg 5 pni- 
geus Turnebus: inid genus GH subter loc.: super GH 


VITRUVS BAUKUNST. 499 


vorigen Buche über die Wasseruhren, in diesem über die 
Wasserdruckwerke handeln zu sollen. Was die übrigen 
Dinge betrifft, welche nicht dem Bedürfnisse, sondern dem 
Vergnügen und der Unterhaltung dienen, so kónnen die- 

5jenigen, welche ihre zweckmälsige Einrichtung kennen 
lernen wollen, sie in den Schriften des Ktesibios selber 
finden. | 


X218) 


Ich will nieht unterlassen, so kurz und genau Die Wasser- 
10ich vermag, die wesentliche Einrichtung der Wasser- a 1915) " 
orgel zu berühren und schriftlich aufzuzeichnen. 

Man stellt eine Basis (a, Fig. 124a) von Holz her und 
setzt einen aus Bronze gefertigten Kasten (b) darauf. 
Auf der Basis errichtet man rechts und links von dem 

15 Kasten Ständer, die wie bei Leitern durch Sprossen (c) 

fest verbunden sind. Die Ständer umschliefsen bronzene \ 

Stiefel (Kolbencylinder, d). In diese werden auf- und | 

niedergehende, sorgfältig gedrechselte Kolben (e) geführt, 

welche mit eisernen, in der Mitte befestigten Kolben- 

stangen (f) versehen sind. Letztere sind durch Gelenke 

(Veröhrungen) mit Hebeln (g) verbunden. Auch sind die 

Kolben mit wolligen Fellen überzogen. Ferner sind auf 

der oberen Fläche der Stiefel ungefähr drei Finger (= 5'/, cm) 

breite Öffnungen. Ganz dicht bei diesen Öffnungen haben 

25 bronzene, an Gelenken befestigte Delphine im Munde an 
Ketten Becken (A) (als Verschlufsdeckel) hängen, die 
unterhalb der Löcher in die Stiefel hinabgelassen sind. 
Innerhalb des Kastens befindet sich da, wo er Wasser 2 
enthält, ein Windkessel (7) in Form eines umgekehrten 

30 Trichters. Unter diesen werden ungefähr drei Finger hohe 


2 


e 


1) Vgl. oben S. 193 ff. und s. die Bemerkungen in der 
Einleitung. Die in der Figur gegebene Rekonstruktion will 
lediglich dem Verständnis des Lesers etwas zu Hilfe kommen 
und erhebt keineswegs den Anspruch, dafs Vitruvs Orgel im 
einzelnen so gewesen sein müsse. 

32* 


500 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


alti circiter digitorum ternum suppositi librant spatium 
imum inter labra pnigeos et arcae fundum. supra 
autem cerviculam eius coagmentata arcula sustinet 
caput machinae, quae graece xevcov wovoıxog appella- 
tur. in cuius longitudine canales, si tetrachordos est, 5 


ss 
NL 







" 


A 


EAESECHESEE > 
DT A |! 
DA 

LLL y PPP 0 


NN 


SAIIISISSSISS_S 


Y NE MS P. 
(a 


Fig. 124b. 


ALRXRNN 


fiunt quattuor, si hexachordos, sex, si octachordos, 
3 octo. singulis autem canalibus singula epitonia sunt 

inclusa, manubriis ferreis conlocatis. quae manubria 
262 cum torquentur, ex area patefalciunt nares in canales 

ex canalibus autem canon habet ordinata in transverso 10 


VITRUVS BAUKUNST. 501 


kleine Klötze (7) gelegt, welche dem untersten Raume 
zwischen dem Rande des Windkessels und dem Boden 
des Kastens eine wagerechte Lage geben. Auf den Hals 
des Kessels aber ist eine Windlade (m) geleimt, welche 
5 den Hauptteil der Vorrichtung trügt, die griechisch Kanon 
musikos (xevóv uovcouxóg).) heifst. In diesem werden der 
Länge nach, wenn die Orgel vierstimmig (mit vier Registern 
versehen) ist, vier Kanäle (n) gemacht, wenn sechsstimmig, 
sechs, wenn achtstimmig, acht. Jeder einzelne Kanal ist 
10 mit einem Hahne (Register)) verschlossen, auch sind 
eiserne Griffe (p) angebracht. Werden diese Griffe gedreht, 
so machen sie die Öffnungen (g) von der Windlade nach 
den Kanälen auf. Aus den Kanälen führen beim Kanon?) 
querliegende Löcher (r), die den Öffnungen (f) in einer 
15 ganz oben liegenden, griechisch Pinax genannten Tafel 
(Pfeifenstock) entsprechen. Zwischen dem Pfeifenstocke 
und dem Kanon sind Schieber (s) eingefügt, die in derselben 
Weise (wie Pfeifenstock und Kanon) durchbohrt und mit 
Öl eingerieben sind, damit sie sich leicht vorziehen und 
?0 wieder nach innen zurückschieben lassen. Diese Schieber 
verschliefsen die erwähnten Löcher und heifsen Plinthides 
(Platten). Das Heraus- und Hineinschieben derselben 
verschliefst bald die Löcher, bald öffnet es sie. An diesen 
Schiebern sitzen eiserne Springfedern (w) fest, die mit 
25 Tasten (v) verbunden sind. Ein Druck auf diese Tasten 
setzt beständig die Schieber in Bewegung. Über den Löchern 
des Pfeifenstocks sind da, wo sie aus den Kanälen die Luft 


1) Damit ist die ganze Vorrichtung gemeint, welche der 
Luft den Zutritt zu den Pfeifen vermittelt. In der modernen 
Orgel thut das die Kanzelle. 

2) Man mufs an den Zweck, nicht an die Form der modernen 
Register denken. 

3) Es ist hier nur das einzelne Brett gemeint. 





1 liberant Buttmann p.150 2 una ante inter del. Schneider 

arcae loc.: arae GH 7 epitonia G H. cf. apud Heronem 

p. 250, 16. 252, 3. 8. 384, 22. 386, 2. 13: epistomia Joc. 8 con- 
locata H, collocata @, corr. Rose 9 f. arcula 


3 


T 


263 


502 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


foramina respondentia naribus quae sunt in tabula 
summa, quae tabula graece zıva& dicitur. inter tabulam 
et canona regulae sunt interpositae ad eundem modum 
foratae et oleo subactae ut faciliter inpellantur et 
rursus introrsus reducantur, quae obturant ea foramina 
plinthidesque appellantur. quarum itus et reditus alias 
obturat alias aperit terebrationes. hae regulae habent 
ferrea chordagia fixa et iuncta cum pinnis, quarum 
pinnarum tactus motiones efficit regularum continenter. 
supra tabulae foramina, qua ex canalibus habent 
egressum spiritus, sunt anuli adglutinati, quibus lin- 
gulae omnium includuntur organorum. e modiolis 
autem fistulae sunt continentes coniunctae pnigeos 
cervicibus pertinentesque ad nares quae sunt in arcula. 
in quibus asses sunt ex torno subacti et ibi conlocati, 
qui, cum recipit arcula animam, spiritum non patientur 
obturantes foramina rursus redire. ita cum vectes 
extolluntur, ancones deducunt fundos modiolorum ad 
imum delphinique qui sunt in vertieulis inclusi, calantes 
in eos cymbala, aére implent spatia modiolorum, atque 
ancones extollentes fundos intra modiolos vehementi 
pulsus crebritate et obturantes foramina cymbalis 
superiora, aéra qui est ibi inclusus pressionibus coac- 
tum in fistulas cogunt, per quas in pnigea concurrit 
et per eius cervices in arculam. motione vero vectium 
vehementiore spiritus frequens compressus epitoniorum 
aperturis influit et replet anima canales. itaque cum 
pinnae manibus tactae propellunt et reducunt con- 
tinenter regulas alternis | obturando foramina alternis 


10 


15 


25 


aperiundo, e musicis artibus multiplieibus modulorum 30 


varletatibus sonantes excitant voces. 


VITRUVS BAUKUNST. 503 


ausströmen lassen, Ringe (x) festgeleimt, welche die Mund- 
stücke aller Orgelpfeifen umschliefsen. Von den Stiefeln 
gehen Verbindungsróhren aus, die mit dem Halse (y) des 
Windkessels in Verbindung stehen und bis zur!) Öffnung in 
5 der Windlade führen. Im Halse sind gedrechselte Klappen- 
ventile (2) angebracht, welche die Löcher verschlielsen 
und keine Luft wieder zurückströmen lassen, wenn die 
Windlade sie aufgenommen hat. Werden bei solchen 
Vorrichtungen die Hebel (g) gehoben, so ziehen die 
10 Stangen (f) die Kolben (e) der Stiefel (d) nach unten, 
und die Delphine, welche an den Gelenken angebracht 
sind, lassen die Deckel in die Stiefel hinab und füllen 
den Innenraum der Stiefel mit Luft. Wenn dann die 
Stangen (f) infolge heftigen wiederholten Stolsens die 
15 Kolben heben und durch die Deckel die Löcher darüber 
verschliefsen, so pressen sie die dort eingeschlossene, kom- 
primierte Luft in die Röhren, durch welche sie in den 
Windkessel und durch dessen Hals hindurch in die Wind- 
lade dringt. Durch eine lebhaftere Bewegung der Hebel 
20 wird Luft in Menge komprimiert, strömt nach den Öffnungen 
der Register und füllt die Kanäle mit Luft an. Wenn 
daher die Tasten, von den Händen berührt, unaufhörlich 
die Schieber vor- und zurückschieben und so die Löcher 
abwechselnd öffnen und schliefsen, so bringen sie mit 
25 musikalischer Kunst in mannigfacher Abwechslung der 
Weisen (Melodien) die Orgeltöne hervor. 


1) D. h. in die Nähe der Öffnung. 





7 hae G: haec H Rose 8 chordagia Meister: choragia @ H 
10 tabulam GH, corr. Rose qua Mar.: quae @H 13 pni- 
geos Turn.: ligneis GH 14 pertinentesque: pertinentibus 
Graebner p. 28, f. recte quae sunt in arcula secludit Meister 
p. 181 16 an receperit? 18 deducuntur G H, corr. Ioc. 
20 cymbaliare G H, corr. Rode 23 clusus G.H, corr. Rose 
24 pnigea Turn.: lignea G.H 25 arculam Buttmann p. 156: 
arcam GH 26 epitoniorum GH: epistomiorum Joc. 27 ani- 
mae G H, corr. Ioc. 


504 VITRUVII DE ARCHITECTURA. 


Quantum potui niti ut obscura res per seripturam 
dilueide pronuntiaretur contendi, sed haec non est 
facılis ratio neque omnibus expedita ad intellegendum 
praeter eos qui in his generibus habent exercitationem. 
quod si qui parum intellexerit ex scriptis, cum ipsam 5 
rem cognoscet profecto inveniet curiose et subtiliter 
omnia ordinata. 


VITRUVS BAUKUNST. 505 


Ich habe mich nach Kräften bemüht, diese schwer 
verständliche Sache klar darzustellen. Indessen die Ein- 
richtung ist nicht leicht und nicht allen begreiflich, mit 
Ausnahme derer, die in Dingen dieser Art praktische Er- 

5 fahrung besitzen. Wer etwa die Beschreibung nicht recht 
verstehen sollte, wird jedenfalls dennoch finden, dafs alles 
sorgfültig und geschickt eingerichtet ist, wenn er die Sache 
selbst (aus eigener Anschauung) kennen lernt. 


to 
[5] 


ADDENDA. 
IIEPI TAPIQN OPOXKOIIEION. 


FRAGMENTUM. 


Oi uiv yàg doyaıdrsgoı TWV uogwuueuxóv AATa- 
Gxevic«vrsg Ayyelov aa óucAmv QUcw Qéov Óià Ton- 5 
uoríov zog TO zv uev. Óvrog xci &yov v$v yoguy(av 
éx vwvog émigoUrov UOcrog Cue Tj, Tod NAlov KvaroAf) 
xoorn Ev vij lóqusouwviy; quéoc ciov PEEsodaı TO vOÓcQ 
eig Tı megLeydusvov &yysiov, E0g &v 04ov TO GGuc 
Tod NAlov zgdTOg vzig vov Ogí(fovva yévqvav xol 10 
PVvAdooovres v0 &üzooo(s»0oav U0c9, sig &rsgov dyyelov 
eimv YPEOEOdaL TV QUGow uéyou Tijo Hard Qv &iijo 
quéocv Yıvousvng ToU TA(ov zQooTQgs Avaroinig Hal 
Exustooüvres TO züv Qviv V0cQ iv Gugorépoiug Toig 
Ayyeloıs Eiitovv cvoÜUro, MOooanAdoıdv EOTI TOD xovO.15 
viv AvaroAnv Tod NAlov Anpdevrog VOc«rOg. xci Ov 
Aóyov Eysı TO x«v&à nv AvaroAnv Tod NAlov Anpdev 
|roöüro] VOwE zgóg To zü&v Tijg QUcscg UÓcQ., robrov 
Eysıv vOv. Aóyov Epaoxov ... TÜV yoóvov Tío OÀgg vo) 
NAlov AvaroAig zoóg vOv yoóvov rov And Tijg XOWTng 20 
avaroiig u£you! Ts Hard mv ENG T"uéoav own 
&votoAis. 

. önwog 03 ovußalveı v0 Ev vd &yys(o VOcQ 
x«9' óueAmv Qoi Qsiv, ozxéüci&cv "Hoov Ev và zoóvo 
tov "Tóoíov dGpgocxoz«s»iov. | 25 

3 Exstat apud Pappum in Theonis in Ptolem. magn. constr. 
comment. V, 261 (ed. Basil. 1538). Cf. supra p. 456 12 pro 
jv exspectes érégav vel rıva 13 4uéo«g ed. Bas., correxi 

18 roöro delevi nisi f. v. 18 roöro (ro) vOc legenda et v. 17 


T0 ... Anp®tv ut glossema delenda sunt 19 2ysı ed. Bas., 
correxi 


5 


10 


20 


NACHTRAG. 
ÜBER WASSERUHREN. 


FRAGMENT. 1) 


Die älteren unter den Mathematikern konstruierten 
ein Gefüfs, welches (die Flüssigkeit) in gleichmäfsigem 
Ausflusse durch ein kleines Loch am Boden fliefsen liefs 
und den Zuflufs von irgend welchem fliefsenden Gewüsser 
erhielt. Sie liefsen an dem Äquinoktialtage zugleich mit 
dem ersten Strahle der aufgehenden Sonne das Wasser in 
ein verschlossenes Gefüfs laufen, bis zum ersten Augen- 
blicke, in welchem der ganze Sonnenkörper sich über den 
Horizont erhebt, und indem sie das ausgestrümte Wasser 
verwahrten, liefsen sie (schon vom ersten Sonnenstrahle an) 
einen (Bas. Ausg.: “den’) Strom in ein anderes Gefäls laufen 


bis zum Beginne des am folgenden Tage stattfindenden 


Sonnenaufgangs, maísen das ganze in die beiden Gefälse 
geflossene Wasser und untersuchten, wievielmal das letztere 
mehr sei als das wührend des Sonnenaufgangs erhaltene 
Wasser. Und sie erklärten, in dem Verhältnisse, welches 
das wührend des Sonnenaufgangs erhaltene Wasser zu dem 
ganzen Wasserausflufs habe, stehe ... die Zeit des ganzen 
Sonnenaufgangs zu der Zeit vom Beginne des Sonnen- 
aufgangs (am ersten Tage) bis zum Anfang des Sonnen- 
aufgangs am folgenden Tage. 

Wie es möglich ist, dafs das im Gefüfse befindliche 
Wasser gleichmäfsig ausfliefst, hat Heron im ersten Buche 
der Wasseruhren gezeigt. 


1) Überliefert von Pappus (um 300 n. Chr), anscheinend 
nur dem Inhalte, nicht dem Wortlaute nach. 


TIN SET IO UN 


A. HERONS DRUCKWERKE. 
BUCH I. 


Einleitung (Theorie des Vakuum). . . . . . . 2... 


, Der gebogene Heber |... X. CER 
. Die Wirkung des Hebers begründet . . . . .. 
. Der Kapselheber |. ; (720512. ORE 
. Gleichmäfsiger Ausflufs aus einem Heber . . . . 
. Teils gleichmälsiger teils ungleichmälsiger Ausflufs 


aus emem Heber .. ,—, SW. 


. Das Smerisma (Vorrichtung, um ohne Ansaugen 


den Heber zum Ausflufs zu bringen) . . .... 


. Der Stechheber (Sieb des Aristoteles). . . . . . 
. Der Doppelstechheber ;.;. ; IO MIL 
. Die ’Zauberkanne ..n. . .2.2% SERT 
. Der Springbrunnen (Heronsball) . .. ..... 
"Das Klappenyentil-! 9. LH Ay DES o IE 
. Das Opfer (Druck erwärmter Luft) . . . .... 
. Der Tantalusbecher . ..; 4. . XN 
. Die Krüge der Eintracht (Hebervorrichtungen). . 
. Ein pfeifender Mönch (Wasserdruck) . . . . .. 
. Vogelgezwitscher und Eule(Wasserdruck und Heber) 
. Die Tempeltrompete (Wasserdruck) . . . . . . . 
. Das Zaubertrinkhorn (Luftdruck) . . . . . . . . 
. Ein intermittierender Brunnen . . . . 2.2... 
. Intermittierender Ausufs . ... „ 2 TN 


XXIII. 


XXIV. 


XXV. 


XXVI. 
XXVII. 
XXVIII. 
XXIX. 
XXX. 
XXXI. 
XXXII. 
XXXIII. 
XXXIV. 
XXXV. 
XXXVI. 
XXXVII. 
XXXVIII. 


XXXIX. 
XL. 
XLI 
XLII. 
XL. 


INHALT. 


Verwendung des Wasser- und Luftdruckes, um 
Wein zum Ausfluls zu bringen ....... 
Ausflufs einer Mischung von Wein und Wasser 
in bestimmtem Verhältnisse (Wasser- und Luft- 
EL SU elfe. EHE PL evi 
Nachfüllung eines Weinbehálters in bestimmtem 
Verhültnisse zu abgelassenem Wasser (Heber). 
Variation der vorigen Einrichtung. . . . . - 
Bine dritte: Vanalion? s ove over cedat oon 009 
ihoPeuersepriize, 4 «112 104! 94 M AUR re 
Der trinkende Adler (Heber, Luftdruck) . . . 
Der trinkende Bock (Heber, Luftdruck) 

Der trinkende Hirsch (Heber) . . . . . . .. 
Das ägyptische Weihbecken. . . . . . . .- 
Ein Weinautomat für verschiedene Weinsorten 
Die sich selbst regulierende Lampe . . . .. 
Regulierung des Ausflusses durch em Luftloch 
Der unterbrochene Einguís (Kapselheber). . . 
Yun Herönsbrunnen Wu a sat oem eure 
Automatische Tempelthüren (Druck erwürmter 
Dabo iu i4 ee DEL CL MM 
Variation der vorigen Einrichtung. . . . .. 
Wechselnder Ausflufs (Kapselheber) . . . .. 
Herkules und die Schlange (Wasserdruck) . . 
BeXWasserorgel za he so Ie xx Teils 
Eon melee. OBL ens ee 


BUCH 1I. 


EID Malskanne c en ATI. ier e iter (Na 
Muneeronsbalb EN ME PW Ao alle ves 
. Der Opfertanz (Druck erwürmter Luft). . . . 
. Der unterbrochene Gesang (Wasserdruck) 

. Variation der vorigen Einrichtung. . . . . . 
. Der springende Ball (Dampfkraft) . . . . . . 
. Figürliche Darstellung des Weltalls . . . . . 
NOn Thermoskop zoe Maule Se Nen IST 
. Der pfeifende Thyrsus (Wasserdruck) 


509 


Seite 


510 


XXI. 
XXII. 
XXIII. 
XXIV. 
XXV. 
XXVI. 
XXVII. 
XXVIII. 
XXIX. 
XXX. 
XXXI. 


XXXII. 


XXXIII. 
XXXIV. 
XXXV. 
XXXVI. 
XXXVII. 


IIT. 


INHALT. 


Seite 
. Die tónende Trompete (Wasserdruck). . . . . 227 
.Der Aolsball , (17. ; D'UN NN 231 
—Der unterbrochene Ausflufs i. 20 DI 238 
. Der unterbrochene Heber |. j|" TEN 235 
. Der saugende Glascylinder (Luftdruck) . . . . 289 
. Ein Heronsball.. .$., . ; 50; ARTT 243 
Intermittierender Ausflufs . . .. ...... 247 
. Der kalte Schröpfkopf (Luftdruck) . . . . . . 251 
. Der RKiterzeher... . STRE 253 
. Wechselnder Ausflufs (Kapselheber) . . ... 257 
. Ein Zauberkrug (wechselnder Ausflufs von Wein, 
Wasser und beiden gemischt) . . ...... 261 
Die Libation (Druck erwärmter Luft). . . . . 263 
Ein Heronsbrunnen ] ,'; . 097 |. SEE 265 
Ein Heronsbal | . ;? Tape, PN 271 
Nachfüllung einer Lampe (Wasserdruck) . . . 271 
Unterbrechung des Ausflusses (Luftdruck). . . 277 
Die pfeifende Flasche (Wasserdruck) . . . . . 281 
Ein intermittierender Brunnen . . . . . . . . 288 
Ein Zaubertrinkhorn (Luftdruck) . . . . . .. 289 
Wechselnder Ausflufs (unterbrochener Heber) . 291 
Ein Weinautomat durch ein Gewicht geregelt . 293 
Ein Weinautomat durch einen Schwimmer ge- 
regelt | .-2*. TEE FLUR EM 297 
Der pfeifende und sich drehende Mónch (Wasser- 
druck und Zahnräder). . . .. "OA 299 
Der Wasserautomat durch ein Gewicht geregelt 303 
Das Milliarium (Badeofen) . . ... . vs... 305 
Dasselbe mit besonderen Vorrichtungen. . . . 317 
Das geschnittene und automatisch trinkendeRind 323 
Der trinkende Bock... 21 dr... EMO 331 
B. HERONS AUTOMATENTHEATER. 
. Die Arten der Automatentheater . . . . . . . 339 
. Bodenbeschaffenheit und Material . . . ... 343 
Aufsere Einrichtung des fahrenden Automaten. 353 


IV. 


VIII. 


INHALT. 511 


Seite 
Decenmunuhbrungen s irn ha II veu 355 
ED Bewerungssrten. . . $4 MOON I ur. 355 
Das Vorrücken auf einer geraden Linie. ... . 357 
. Die Rückfahrt des Automaten auf einer geraden 
RE A nen e. 359 
Breeieresstanriit, ne: RR ITLRET 363 
Mathematische Begründung derselben . . . . 365 
. Die Fahrt auf einem Rechteck. . . . . —.. 367 
. Das abwechselnde Heben und Senken der Räder- 
DISTR a cse EL ei Ba 369 
2 Kömplziertere Fahrten . . 4X 0.14 S4 313 
BERE Allarfeder- N S 381 
ELIePHAeehüsspende" 20; ns VON SM ves 383 
. Cymbelnschall und Trommelklang . . .... 391 
EbDoErIiDenne dersBlaster, 24. . une. 391 
Zlsnzodes Baecháànünnen. 2.0 0.7. UA 393 
EnbmmPune der Schnüre, |... 105 ls 395 
REN Arne HR KA a NEE 399 
. Die Hin- und Rückfahrt in besonderer Aus- 
N N mL ta. e se 401 
. Einleitung zu den stehenden Automaten (Ver- 
hältnis zu Philo. Dessen Athene.  Donner- 
LEES ADSL ITO EEUU HUE et uU iy 405 
. Bühneneinrichtung im allgemeinen . . . . . 411 


. Antikes Schaustück in 3, Nauplius in 5 Scenen 413 
. Das Spielhaus, dessen Öffnen und Schliefsen . 417 


ORCI SER EA Fu LIT NRI ROUTARD Pu UE 493 
EEE a IRANIAN MT EAT PERL 427 
Te ER WERL JUS ee 431 
mne Hortasbzung 0, 0 a nk. 439 

EEE I A NE OL N ee de 443 
DE s a Le 447 
vdxusetWisd ity ey cc RN UM M SH EI 


HERONS WASSERUHREN. FRAGMENT 457 


512 


1. Vitruvs Äolipile 
2. Die hydraulischen Maschinen des Ktesibios 
3. Die Spritze des Ktesibios 
4. Vitruvs Wasserorgel 


INHALT. 


D. PHILONS DRUCKWERKE. 


Einleitung , .'.. 2. 0 Me ss 
. Die Luft ein Körper 
. Vakuum und Emporsteigen des Wassers . . . 
. Künstlicher Auftrieb des Wassers 
..Die. Theorie des Hebers. . „ 2E 
. Ein Thermoskop 
. Die Saugkerze 
. Der gebogene Heber 
. Der Kapselheber 
. Das Sieb des Aristoteles (Stechheber) 
. Intermittierende Brunnen 
. Mehrfacher Stechheber 


€ s o -9 "we. $ |. Wat la WE NN 


"^w -—e "e 3$. "- Jam Mv PE 


"9". iw VEN 


»" €- (€. 705404 Tl» Rs) e CSI REESE 


€ .« "ta Tw "Uw "Tas" sue 


. . . 


eo. 07.8507 we IS EEE 


. —, e 9008 Ww jo "e lw "INC 


415 


481 


483—487 


"P $459 


F. ÜBER WASSERUHREN. FRAGMENT. 


(NACHTRAG) 


8. "4 Ex] USD BONEE 


Berichtigungen. 


Z. 5 v. u. lies 4 statt 5. 

, 18 lies otv! statt oör’. 

, 16 lies “Eingiefsens’ statt “Mischens’. 

neben Z. 14 lies 154 für 54. 

Z.15 yi, xoi für yj) xoà. 

letzte Z. v. u. Kap. 10 statt 9. 

7.5 Anm. füge ‘zooonenoAAnuevov Par. 2512" ein. 

„ 14 Anm. tilge *£yove« om. T". 

„10 viell. dvanırvadmoeraı. 

„25 lies öwovolag statt öwowwoies. 

Anm. lies Kap. 12 statt 11. 

7.10 und 8.107 Z.9 lies © statt E. S. Einl S. XXXH. 
, 14 Anm. tilge *spurium ... [d8]”. 

„13 lies Es ist... zu bohren’ statt “Praktischer u.s. w.”. 
tilge Anm. 2. 

fehlt in der Figur der Buchstabe f| unterhalb des Hahns 
mit dem Delphin. 

neben Z. 8 lies 181 für 118. ei 
Z. 19 xsvo9sicns von Pseudo-Heron ohne Überlegung ge- 
ändert. 

Z.21—22 lies: “Durch die in der Mitte liegende Scheide- 
wand? statt “Mitten durch d. S.*. 

Anm. 3 lies *Suppl. 8. 64^ statt “die ... $ 4. 

Fig. Nach 142,3—4. 14 soll der junge Pan (von dem 
Tiere?) abgewandt sein, wenn gv den Zuflufs auffángt. 
Nun trinkt das Tier nur, wenn der Zuflufs unterbrochen 
ist. Denn der Luftdruck wirkt nur auf die Flüssigkeit 
im Becher, wenn in der unteren Kammer durch den 
Abflufs ein luftverdünnter Raum entsteht, was bei der 
den Abflufs überwiegenden Quantität des Zuflusses ohne 
Unterbrechung des letzteren unmöglich ist. Es wäre 
also, wenn der junge Pan selbst tránken soll, 142,3 
émioroogévrog und 142, 14 Emiorgepouev zu schreiben 
(vgl. 140, 8. Will man nicht ändern, muís man an- 
nehmen, dafs nicht der Paniskos, sondern ein Hirt o. dgl. 
das Tier tränkt, und die Figur wäre dementsprechend 
zu ändern. 


* 


Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 33 


514 BERICHTIGUNGEN. 


8.146 Z. 4—5 tilge die Anm. $S. Einl. S. XXXIV. 

190 ,, 20 schreib (ó$zào mv Qccw). 

292 „5 Anm. füge ein: “ovvrerenraı spurium. exspectem 
e. g. ovvjornrau. 

222 7.16 füge f. vor óà in der Anm. ein. 

11 Anm. lies 'ro? (post N)”. 

2 Anm. tilge «5... &zeoveyvocoto». 

269 tilge Anm. 1. 

298 Z.2 Anm. füge '0i: oóv B’ ein. 


509221, 18 lies,zo.für zo. 
, 926 ,, 22 lies I'4 statt I'4. 
, 968 , 19 Anm. tilge *om..Leid. ... 2431'. S. Suppl. S. 114 f. 
„436 , 7 Anm. lies fol. 46 statt p. 46. 
, 446 , 15 Anm. füge ein: 'nisi rzàóv vn@» del. sunt/. 
456 , 7 lies £&og Eori. 


„ 


459 Anm. 2 Z. 5 lies Codex 954 statt 966. 
464 7.1 Anm. lies “coniungendam’. 
„495 „ 14 lies welchen’ statt “welcher’. 


)3 





| 











Wissenschaftliche Ausgaben 
griechischer und lateinischer Schriftsteller 


im Verlage von 


B. 6. Teubner gf in Leipzig. 


— 


Sammlung wissenschaftlicher Commentare 
zu griechischen und römischen Schriftstellern. 


Sophokles Elektra. Von G. Kaibel geh. n. #4.6.—, in Leinw. 
geb. n. M. 1.— 

Luerez Buch III. Von R. Heinze. geh. n. #.4.—, in Leinw. 
geb. n. M. 5.— 

Aetna. Von S. Sudhaus. geh. n. //6.—, in Leinw. geb. n. Jf. 1.— 


Kritische und kommentierte Ausgaben. 
Neue Erscheinungen 1895 —1898. 

Acta Apostolorum: s. Lucas. 

Apollonius’ von Kitium illustrierter Kommentar zu der Hippo- 
krateischen Schrift zzeol 20% cv. Herausgegeben von Her- 
mann Schöne. Mit 31 Tafeln in Lichtdruck. 4. n. /f. 10.— 

Aristophanis Equites. Rec. A. v. Velsen. Ed.II cur. K. Zacher. 
n. M. 3.— 

Batrachomachia, die Homerische, des Karers Pigres nebst Scholien 
und Paraphrase, hrsg. von A. Lud wich. n. f. 20.— 

Caesaris, C. Juli belli civilis libri III. Rec. A. Holder. n. M4.10.— 

Euripidis Fabulae edd, R. Prinz et N. Wecklein. 

Vol.I. P.IV: Electra. n./£2.— | Vol.II. P. IT: Supplices. n. f, 2.— 

IV: Ion |f 2.80. » IL.,III: Bacchae. n. M.2.— 

„I. „ VI: Helena. n.4.3.— | ,, IL. ,, IV: Heraclidae. n.#.2.— 

I. „VII: Cyclops.n.//41.40.| „ IL,, V: Hercules. n. #.2.40. 

„II. „I: Iphig.Taur. n./£2.40. 

Q. Horati Flacei opera. Rec. O. Keller et A. Holder. Vol I. 
Carminum libri IV, Epodon liber, Carmen saeculare, Iterum 
rec. O. Keller. n. f 12.— 

[Lueas.] Acta Apostolorum s. L. ad Theophilum lib. alter. Sec. 
formam quae vid. Romanam rec. Fr. Blass. n. M. 2.— 

[——] Evangelium see. Lueam s. L. ad Theoph. lib. prior. Sec. 
formam quae vid. Romanam rec. Fr. Blass. n. M 4.— | 

Pindari carmina prolegg. et comm. instr. ed. W. Christ. n. Jf. 14.— 

Platonis Sophista ed. O. Apelt. nmn. M. 5.60. | 

Statius" Silvae, herausg. u. erkl. v. Fr. Vollmer. n. M. 16.— 

Theophrasts Charaktere, hrsg., übers. u. erkl. v. d. Philol. Gesellsch. 





zu Leipzig. n. M. 6.— 
Thueydidis Historiae rec. C. Hude. Tom. I. n. M. 10.— 
Vergili Maronis, P., opera iterum rec. O. Ribbeck. 4 voll. gr. 8. 
Vol. I. Buc. et Georg. n. /(. 5.— | Vol. III. Aen. VII—XII. n. #.7.20. 
— II. Aen. I—VI. n. /(. 1.20. — IV. App. Verg. n. M. 3.— 


Unter derPresse und in Vorbereitung befinden sich: 
Didasealiae Apostolorum Lat. redd. fragm. Veron. ed. E. Hauler. 
Fabulae Aesopicae edd. Knóll et Hausrath. 

Itineraria Romana edd. O. Cuntz et W.Kubitschek. 




















——— 


















Bibliotheca Scriptorum 
Graecorum et Romanorum Teubneriana. 


Neue Erscheinungen. 

Anthologia Latina edd. Buecheler et Riese. P. II: Carm. epigr. 
conl. F. Buecheler. F.II. n. f 5.90. 

—— lyriea ed. Th. Bergk. Ed. IV cur. E. Hiller(-O. Crusius). 
Kt. 3.— 

Apulei Metamorphoseon ll. XI ed. v. d. Vliet. n. Jf 3.— 

Aristotelis zoAızela AInvalov ed. Blass, Ed. III. J£ 1.80. 

ars rhetorica. Iterum ed. Roemer Jf 3.60. 

Augustini, S. Aureli, confessionum 1l. XIII rec. P. Knoll. # 2.70. 

Babrii fabulae rec. O. Crusius. Acc. fab. dact. et iamb. rell. 
Ignatii al. tetrast. rec. C. F. Müller. Ed. mai. nm. M. 8.40. 

—— — —— Ed. min. n. Jf 4.— 

Bacchylidis carmina ed. F. Blass. n. /// 2.40. 

Caesaris commentarii rec. B. Kübler. Vol.III. 1. B. Alex. B. Afr. 
Ed. mai. Jf. 1.— Ed. min. Jf —.60. Vol. III. 2. B. Hisp. 
Fragmenta. Indices. #M. 1.50. 

Cieeronis opera ed. C. F. W. Mueller. Pars III. Epistulae. 
Vol.I. M.3.60. (— Nr.19—22 à M.—.90, Nr. 23 M.—.60.) 

—— Vol. II. 4 4.20. (— Nr. 24 WM. —.60, Nr. 25—27 
& M.1.—, Nr. 28 M. —.60.) 

Firmieus Maternus edd. W. Krollet F.Skutsch. Fasc. I. n. //4.— 

Fulgentii, Fabii Planciadis, opera rec. R. Helm. nm. f 4.— 

Galeni de victu attenuante liber. Primum graece ed. C. Kalb- 
fleisch. n. M. 1.40. 

Gemini elementa astronomiae rec. Manitius. n. Jf 8.— 

Herondae Mimiambi. Accedunt Phoenicis Coronistae, Mattii mimi- 
amborum fragm. Ed. O. Crusius. Ed. III minor. M. 2.40. 

Heronis Alexandrini opera. Vol. I Pneumatica. Automata ed. 
W.Schmidt. [U. d. Pr] 

Iurisprudentiae antehadrianae quae supersunt ed. Bremer. P.I. 
n. ff. 5.— P. II, 1. n. A 8.— i 

Laetantius Placidus: s. Statius. Vol. III. 

Lydi, Laurentii, 1. de ostentis et Calendaria Graeca omnia ed. C. 
Wachsmuth. Ed. II. n. Jf. 6.— 

—— de mensibus liber ed. R. Wünsch. nm. f£ 5.20. 

Musici seriptores Graeci rec. C. Janus. nmn. M. 9.— 

Mythographi Graeci. Vol. II. Fasc. I. Pseudo-Eratosthenis 
Catasterismi rec. A. Olivieri. n. f 1.920. 

Palladii, Rutilii Tauri Aemiliani, opus agriculturae rec. J. C. 
Schmitt. n. M. 5.20. 

Patrum Nicaenorum nomina graece, latine, syriace, coptice, 
arabice, armeniace edd. H. Gelzer, H. Hilgenfeld, 
O. Cuntz. n. N.6.— 

Philoponi de opificio mundi 1l. VII rec. W. Reichardt. n. J/( 4.— 

Pindari carmina rec. W. Christ. Ed. IL f 1.80. 

Plini nat. hist. ed. C. Mayhoff. Voll IV. V. je n. W 6.— 

Plutarchi Moralia rec. G. N. Bernardakis. Vol. VIL n. #4— 

Ptolemaei, Cl, opera. Vol.I. Syntaxis ed. Heiberg. m. M.8.— 

Senecae, L. Annaei. opera quae supersunt, Vol. III. L. A. S. ad 
Lucilium epistul. moral. quae supers. ed. O. Hense. n.//45.60. 

Statius, P. Papinius. Vol. III. Lactantii Placidi commentarios 

rec. R. Jahnke. n. Jf. 8.— 














| 














E [1177 


12016936616 — 4